Autor Thema: Seid nicht gleichförmig dieser Welt  (Gelesen 3107 mal)

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Offline Jose

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Seid nicht gleichförmig dieser Welt
« am: 15 September 2012, 09:16:40 »
Stellt euch nicht dieser Welt gleich!

Im Römerbrief lesen wir die Worte: "Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes" Römer 12,2a.  Hierüber würde ich mich gerne mit allen interessierten austauschen. Wie ist eure Meinung zu diesem „verwandelt werden”?

Im zweiten Teil des Verses heißt es: "dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene" Römer 12,2b. Bei dieser Aussage muss ich immer wieder an unsere persönliche Verantwortung denken, dem Werk Gottes nicht hindernd im Wege zu stehen.

Was mich immer sehr beschäftigt, sind Lehrunterschiede zwischen den Gläubigen. Das ist für mich stets eine Ermahnung, mich zu prüfen, warum ich glaube was ich glaube und was mich, hinsichtlich der Lehre, wirklich von meinen Geschwistern trennt.

Liebe Grüße,
José




Offline Jose

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Stellt euch nicht dieser Welt gleich!
« Antwort #1 am: 23 September 2012, 18:49:45 »
Wie geschieht es eigentlich, dass Gläubige sich der Welt gleichstellen? Ich denke, dass es zuerst dadurch geschieht, dass wir dem sündigen Wesen dieser Welt noch nicht ganz abgesagt haben. Es ist ein schwieriges Thema, aber es geht nicht darum über andere zu urteilen.

Als ich vor einigen Wochen im Profil eines christlichen Benutzers in einem Forum, auch ein Hinweis auf seine Homepage sah, habe die Seite besucht. Dort sah ich auch einen Hinweis auf seine Taufe. Das hat gleich meine Freude und auch Neugier geweckt. Dort sah ich Bilder von seiner Taufe durch das Untertauchen. Mir fiel auch der Täufer auf, mit einer bunten Halskette und einem Ohrring.

Ich will über den Bruder nicht auf Grund dieser äußeren Schmückstücke urteilen, aber ich tue mich einfach schwer damit. Ich finde es weltlich.

Herzliche Grüße,
José

Offline Jose

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Schmuck, Schminke, Eitelkeit
« Antwort #2 am: 05 Oktober 2012, 23:03:59 »
Vor einigen Tagen sprach ich mit einer engen Verwandten. Im Gespräch erwähnte sie, sich die Haare gefärbt zu haben, daher hätte sie trotz ihres Alters noch keine grauen Haare. Sie bedaure es aber zwischenzeitlich, sich die Haare gefärbt zu haben. Ich durfte ihr Mut machen, auch wenn in der Übergangszeit die Haare nicht so schön aussehen, bis alle gefärbten herausgewachsen sind, die Haare doch wieder natürlich sein zu lassen.

Jemand anders, auch mit mir verwandt, war sehr geschminkt und ich erkannte sie kaum wieder. Sie sah aber traurig aus und ich sagte ihr, dass Gott uns liebt, wie wir sind und es nicht nötig ist, sich „schön“ zu machen.

Viele hängen an Schmuck und behängen sich gerne damit. So gibt es vielerlei, was der Feind gebraucht, um Menschen von der eigentlichen Schönheit des inneren Menschen abzulenken, die Gott doch in uns wirken möchte.

Ich frage mich zuweilen, warum die Gläubigen sich diesem eitlen Treiben der Welt anpassen. Sie sollten der Welt etwas Besseres bieten und ihre Eitelkeit nicht nachmachen. Wie soll die Welt von den Gläubigen lernen?

Aber es geht nicht nur um die Welt, sondern es geht auch um die ungefestigten im Glauben. Wie können die Menschen, die noch nicht lange im Glauben stehen, lernen, wenn vielleicht sogar die Frauen der Prediger ihnen ein schlechtes Beispiel vorleben? Dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn auf bestimmte Lehren und den schlichten Wandel verzichtet wird, sondern man sich der Welt im eitlen Wesen gleichstellt.

Herzliche Grüße,
José

Pilger

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Re: Seid nicht gleichförmig dieser Welt
« Antwort #3 am: 06 Oktober 2012, 17:32:39 »
Lieber Jose,
ich will versuchen den Hauptinhalt dieses Verses zu erläutern:
Es geht laut Vers 2 um das Neumachen des Denkens in bezug auf Vers 1 ein lebendiges, wohlgefälliges Opfer und daher wortgemäßen Gottesdienst.

Weiter geht es in Vers 2 um das Prüfen was der Wille Gottes ist.

Ich kann leider in diesen 2 Versen nicht erkennen, dass es aum Äußere Dinge geht, sondern um das Neumachen des Denkens in bezug auf Gottes Willen.

Wenn es denn um äußere Dinge geht, dann bitte andere Bibelstellen z.B.:
1Petr.3/3 Euer Schmuck sei nicht der äußerliche durch Flechten der Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Kleidern,
1Petr.3/4 sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen [Schmuck] des sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr köstlich ist.

Auch in diesem Wort ist kein Verbot, sondern ein Hinweis wie echter Schmuck aussieht.

So siehst, lieber Jose, wie gut es ist, wenn man weiß "dass die Summe des Wortes Wahrheit ist".

Mit lieben Grüße
Pilger

Offline Jose

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Re: Seid nicht gleichförmig dieser Welt
« Antwort #4 am: 07 Oktober 2012, 14:02:42 »
Zitat von: Pilger
So siehst, lieber Jose, wie gut es ist, wenn man weiß "dass die Summe des Wortes Wahrheit ist".

Lieber „Pilger“,
du hast recht, aber in diesem Thema wollte ich besonders darauf hinwiesen, dass zuerst die Grundlage stimmen muss, damit wir auch bereit sind, die Belehrung zu empfangen. Wir erfahren ja oft, dass selbst Gläubige gleiche Bibelstellen gegensätzlich auslegen, und da müssen wir uns austauschen und den Herrn um die rechte Gesinnung bitten, damit wir in die Lage kommen, Sein Wort richtig zu verstehen und nicht zu verdrehen.

Darum habe ich das Thema so genannt: „Seid nicht gleichförmig dieser Welt!“, und es wäre gut, wenn die Gläubigen sich darüber einig werden würden, was alles dazu gehört. Warum stellen sich Gläubige der Welt gleich? Weil ihnen in einigen oder vielen Bereichen, die lebendige, erneuernde und verändernde Kraft des Heiligen Geistes fehlt und des Lebens in Christo.

Warum schminken sich Gläubige, warum legen sie Schmuck an oder überhaupt warum streiten sie und erheben sie sich übereinander? Weil noch viel fleischliches Wesen in ihnen vorhanden ist. Es geht primär um das innere, daher will ich mich nicht vorrangig auf das Äußere konzentrieren. Aber was im Herzen ist, dass muss auch im äußeren Wesen sichtbar werden.

Herzliche Grüße,
José

Pilger

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Re: Seid nicht gleichförmig dieser Welt
« Antwort #5 am: 07 Oktober 2012, 17:13:34 »
Lieber Jose,
Du schreibst:
Aber was im Herzen ist, dass muss auch im äußeren Wesen sichtbar werden.

Das ist richtig, nur würde ich den Früchten des Geistes nach Gal.5, 22 den Vorrang vor Äußerlichkeiten geben

Liebe Grüße
Pilger

Offline Jose

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Re: Seid nicht gleichförmig dieser Welt
« Antwort #6 am: 08 Oktober 2012, 20:03:53 »
Zitat von: Pilger
Das ist richtig, nur würde ich den Früchten des Geistes nach Gal.5, 22 den Vorrang vor Äußerlichkeiten geben

Lieber „Pilger“,
zu den Früchten des Fleiches gehört z.B. „Selbstsüchteleien“ und zu den Früchten des Geistes die „Treue“. Vieles, was sich Gläubige heute leisten, hat oft mit „Selbstsucht“ oder „Erfolgssucht“ zu tun, d.h. Geltungsbedürfnis, und auch mangelnde Treue. Wenn wir also von „Äußerlichkeiten“ reden, dann sollten wir auch die Geschwister genau fragen: „Warum tust du das?“ Vielleicht kommt dann als Antwort z.B.: „Weil ich so am Arbeitsplatz mehr Annerkennung habe“ oder andere, m.E. fleischliche Beweggründe.

Herzliche Grüße,
José

BOB

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Re: Seid nicht gleichförmig dieser Welt
« Antwort #7 am: 27 Dezember 2012, 13:56:07 »
Können wir die Früchte des Fleisches total ablegen?

Pilger

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Re: Seid nicht gleichförmig dieser Welt
« Antwort #8 am: 27 Dezember 2012, 13:58:19 »
Lieber Bob,
Du könntest manches ablegen!!

Pilger
« Letzte Änderung: 27 Dezember 2012, 16:50:58 von Pilger »

Offline Jose

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Re: Seid nicht gleichförmig dieser Welt
« Antwort #9 am: 10 Januar 2013, 00:25:11 »
Lieber BOB

Zitat von: BOB
Können wir die Früchte des Fleisches total ablegen?
Ich denke nicht, dass es uns in unserem irdischen Leib ganz gelingen wird, aber wir dürfen darin zunehmen, die Werke des Fleisches abzulegen.

Wir lesen im Römerbrief - aber es gibt viele ähnliche Ermahnungen in der Schrift: "Lasst uns anständig wandeln wie am Tag; nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Eifersucht; sondern zieht den Herrn Jesus Christus an, und treibt nicht Vorsorge für das Fleisch, dass Begierden wach werden!" Röm 13,13-14. Hierzu gehört Wachsamkeit dazu und keine falsche Sicherheit.

Im Brief an die Galater lesen wir: "Wenn ihr aber einander beißt und fresst, so seht zu, dass ihr nicht voneinander verzehrt werdet! Ich sage aber: Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches nicht erfüllen" Gal 5,15-16.

Ich verstehe diese Worte so, dass Jakobus sie an die Gläubigen schreibt: "Wenn ihr aber bittere Eifersucht und Eigennutz in eurem Herzen habt, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit! Dies ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern eine irdische, sinnliche, teuflische. Denn wo Eifersucht und Eigennutz ist, da ist Zerrüttung und jede schlechte Tat. Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedvoll, milde, folgsam, voller Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ungeheuchelt" Jak 3,14-17.

Wir haben alle viel abzulegen, ist meine Überzeugung.

Gottes Segen!
José