Autor Thema: Nehmt euch der Schwachen an  (Gelesen 1000 mal)

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Offline Jose

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Nehmt euch der Schwachen an
« am: 08 September 2012, 13:39:13 »
Der Schwachen im Glauben nehmt euch an!

Bei dem Johannes, mit dem Beinamen Markus, der hier erwähnt wird: "Und als er das erkannte, kam er an das Haus der Maria, der Mutter des Johannes mit dem Beinamen Markus, wo viele versammelt waren und beteten" Apg 12,12, handeltees sich sicherlich um den gleichen Johannes, der von Barnabas und Paulus mitgenommen wurde zur 1. Missionsreise: "Barnabas aber und Saulus kehrten, nachdem sie den Dienst erfüllt hatten, von Jerusalem zurück und nahmen auch Johannes mit dem Beinamen Markus mit" Apg 12,25.

Später lesen wir aber: "Als aber Paulus und seine Begleiter von Paphos abgefahren waren, kamen sie nach Perge in Pamphylien. Johannes aber sonderte sich von ihnen ab und kehrte nach Jerusalem zurück" Apg 13,13. Als Folge davon, war Paulus entschieden dagegen, Markus zur nächsten Missionsreise wieder mitzunehmen: " Paulus aber hielt es für richtig, den nicht mitzunehmen, der aus Pamphylien von ihnen gewichen und nicht mit ihnen gegangen war zu dem Werk." Apg 15,38. Paulus war offensichtlich streng zu sich selber, aber auch zu anderen. Dass er hier nicht bereit war, dem Johannes eine zweite Chance zu geben, führte leider zum Streit und Entzweiung zwischen ihm und Barnabas. Eine sehr traurige Begebenheit, die aber auch in der Bibel erwähnt wird, sicherlich damit wir daraus lernen.

Ich denke, dass es im Reich Gottes viele Jünger und Jüngerinnen wie Markus gibt, die noch schwach im Glauben sind. Wie nötig ist es doch, in Weisheit und Liebe, die Schwachen im Glauben zu ermuntern und zu trösten, auch dann wenn es vielleicht gilt ihnen zu sagen, dass sie für bestimmte Aufgaben und Dienste in der Gemeinde vielleicht nicht geeignet sind.

Wie tröstlich ist es, dass die Geschichte des Markus ein „Happy-End“ hat, wenn ich es so sagen darf. Denn Paulus schreibt später an Timotheus: "Lukas ist allein bei mir. Nimm Markus und bringe ihn mit dir! Denn er ist mir nützlich zum Dienst" 2.Tim 4,11.

Aus „Wer ist wer in der Bibel“, zitiere ich folgendes:

Ob Paulus und Barnabas danach noch einmal zusammengearbeitet haben, sagen uns die kurzen Bemerkungen in den Briefen nicht; aber wenn Markus später für Paulus als sein Mitarbeiter Trost und Hilfe bedeutet, dann ist darin doch die Frucht dessen zu sehen, daß sich Barnabas damals für Johannes Markus verwendet und sich seiner angenommen hat (1Kor 9,6; Kol 4,10; 2Tim 4,11). Der Name Barnabas heißt übersetzt "Sohn des Trostes, der Weissagung".

Quelle: Wer ist wer in der Bibel? - Personenlexikon zum Buch der Bücher - © 1996 R. Brockhaus Verlag Wuppertal und Zürich


Möge der Herr Seiner Gemeinde auch heute solche „Söhne des Trostes“ schenken, die nicht gegen die Wahrheit arbeiten, aber sich der Schwachen annehmen, auch wenn von ihnen, nicht viel geredet wird. Bist du ein Sohn oder eine Tochter des Trostes?

Wie wichtig ist die Beherzigung dieses Wortes: "Wir ermahnen euch aber, Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der Schwachen an, seid langmütig gegen alle!" 1.Thess 5,14. Ich bin überzeugt, dass auch Paulus dazu gelernt hat.

José