Autor Thema: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)  (Gelesen 6644 mal)

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Offline Roland

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Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
« Antwort #15 am: 02 Juli 2013, 17:46:45 »
Hallo Michael,

Zitat
Soll eine Frau in der Gemeinde nicht um Vergebung fragen dürfen? Oder andere wichtige Dinge erfragen dürfen? Oder etwa nicht beten dürfen? Dann wären wir wirklich da, den Frauen den Mund zu verbieten, aber das kann ja nicht sein!
Leider gibt es christliche Gruppierungen (z. B. das exklusive Brüdertum [= Darbysten]), die dies so praktizieren. Eine Frau darf nicht laut beten und es gab schon darbystische Gruppierungen, die sich aufgrund der Frage, ob eine Frau ein Lied vorschlagen darf, gespalten haben.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Pilger

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Baronin von Brasch
« Antwort #16 am: 03 Juli 2013, 15:27:56 »




Es ist mir eine Freude, den Freunden der "völligen Erlösung in Christo
Jesu" eine Neuausgabe, die vierte Auflage, der gesegneten Schrift von
Margarete von Brasch, "Völlige Erlösung in Christo" überreichen zu
dürfen.

Baronin von Brasch war eine deutschstämmige Baltin. Sie besaß in
Estland fünf Rittergüter. Beim Umsturz 1917 wurde ihr alles
genommen. Ein kleines Köfferchen, das sie in der Hand trug, blieb
übrig. So begann sie mit der so seltenen Botschaft von der vollen
Erlösung durch Europa zu reisen und streute reichen Segen aus. Zu
loben über ihrem Leben ist die große Gnade Gottes, die sie mit
außerordentlichen Gaben überschüttet hat, die tiefsten Blicke in die
Verhältnisse des Reiches Gottes und in die volle Erlösung zu tun.
Diese Botschaft und ihre Überwinderlieder - etwa dreißig davon
gehören zum Liederschatz unserer Versammlungen - sind weit über
die Grenzen des deutschen Landes bekannt.

Am 19. Oktober 1932 wurde Baronin von Brasch in die ewige Heimat
abberufen, am   22. Oktober in Berlin beerdigt. Aus ihren
nachgelassenen Schriften ist dann dieses Buch entstanden, erstmals
erschienen Weihnachten 1938 im Verlag Rotensande.

Das Buch "Völlige Erlösung in Christo" ist nicht nur ein Bekenntnis,
das gelesen sein will. Diese Schrift ist eine Herausforderung an jeden
Gläubigen, ob er es wagen will, im Blick auf die vollbrachte
Erlösungstat unseres Herrn Jesus Christus und stehend auf den
Verheißungen Gottes, im Glauben ein Überwinderleben zu führen. So
möge es in diesen Tagen weiter seinen Dienst tun zur Herauswahl der
Überwinderschar und zur Vollendung der Brautgemeinde.

Das Überwinderleben ist keine Lehre der Theologie, sondern wahres
Leben aus Gott in Beweisung des Geistes und der Kraft.

Schorndorf, Advent 1965   Karl Fix



Was sagt die Schrift über den "alten Menschen"?

"Indem wir dieses wissen, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt
worden ist, auf daß der Leib der Sünde abgetan sei, daß wir der Sünde
nicht mehr dienen.' (Römer 6, 6.) Unser Heiland sagt: "Ihr werdet die
Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen," und
"wenn euch der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei. (Joh. 8, 32 und
36.) Es handelt sich um die Knechtschaft der Sünde und der alten
Natur, die der Krankheit und dem Tode verfallen ist, um die
Knechtschaft der adamitischen Schöpfung, zu der wir durch unsere
Geburt als Adams Kinder gehören. Krankheit und Tod sind die Folgen
der Sünde. Durch die Sünde, nämlich den Unglauben und den
Ungehorsam des Menschen Gott gegenüber, kam diese verderbte, Gott
feindlich gesinnte Natur in den Menschen hinein, die „dem Tode
Frucht brachte". Aber "hierzu ist der Sohn Gottes offenbart worden,
auf   daß   Er   die   Werke   des   Teufels   vernichte“
(1. Joh. 3, ; und das bedeutsamste Werk des Teufels ist eben die
Sündennatur, der "alte Mensch" oder "das Fleisch". Gotteskinder
haben mit diesen Dingen nichts mehr zu schaffen, weil Gottes Wort an
vielen Stellen bezeugt, daß wir zur Heiligkeit berufen sind. "Wie der,
welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr heilig, in allem
Wandel: denn es steht geschrieben: Seid heilig, denn Ich bin heilig."
(1. Petrus 1, 15-16.)

Gottes Wort sagt, daß wir Heilige sind, die nicht mehr sündigen, aber
der Augenschein sagt, daß dies im praktischen Leben nicht stimmt,
weil wir ungläubig sind. Dennoch bleibt Gottes Wort die Wahrheit
und es heißt: "Ihr seid gestorben" (Kol. 3, 3), und daß "ihr abgelegt
habt den alten Menschen" und "angezogen habt den neuen
Menschen". Der Glaube antwortet: Es ist geschehen" (Offenb. 21, 6),
denn er sieht nicht auf die Sichtbarkeit oder auf unsere Gefühle und
Erfahrungen, sondern er glaubt dem Worte Gottes und dankt dem
Herrn dafür, daß der alte Mensch gekreuzigt ist. Das sagt auch Paulus
sehr nachdrücklich: "Die aber des Christus sind, haben das Fleisch
gekreuzigt." (Gal. 2, 19 und 5, 24.) Die größte aller Sünden ist
bekanntlich der Unglaube, und wenn wir noch an das Vorhandensein
des "alten Menschen" in uns glauben, so machen wir Gott zum Lügner
und begehen die Sünde des Unglaubens. Laßt uns von Augenblick zu
Augenblick das Leben des Glaubens leben, dann sind wir frei! -
Manche Gotteskinder widerstehen dieser Wahrheit, indem sie sich auf
Römer 7 stützen und nicht einsehen wollen, daß Paulus hier einen
Menschen schildert, der ohne Christus war.

Wenn wir kindlich und von ganzem Herzen dem Worte Gottes
glauben, daß wir tot sind und daß der Leib der Sünde abgetan ist
(Röm. 6, 6), dann sind wir vor Gott ebenso in Wahrheit tot, wie Jesus
einst tot und begraben war. Der Glaube antwortet: ja, es ist so, weil
Gott es gesagt hat. Wir ehren unseren Gott, indem wir in kindlicher
Einfalt Seinen Worten glauben, und Er wird diesen Glauben dadurch
ehren, daß Er denselben zu einer lebendigen Erfahrung macht. Der
Glaube Jesu ist uns auch hierin ein Vorbild. Wir wollen daher einige
Beispiele aus Seinem Glaubensleben anführen. Jesus sprach: "Ich
habe Dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht,
welches Du mir gegeben hast, daß ich es tun sollte." (joh. -17, 4.) In
Wirklichkeit war aber dieses Werk damals noch nicht vollbracht,
sondern es war nur in den Augen Gottes und in dem Glauben des
Sohnes vollbracht. Im Glauben konnte Er weiter beten: ... "Vater, ich
will, daß die, welche Du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich
bin," und "ich bin nicht mehr auf der Welt." Im Glauben saß Jesus
bereits zur Rechten des Vaters in der Herrlichkeit. Das ganze Gebet
des Herrn ist außerordentlich lehrreich für uns, denn wir sehen, wie
Jesus durch den Glauben bereits eine Stellung einnahm und Dinge
besaß, die menschlich noch nicht sichtbar waren und der sogenannten
Sichtbarkeit nicht entsprachen. So besitzen auch wir bereits Dinge, die
noch nicht menschlich sichtbar zu sein und der sogenannten
Sichtbarkeit noch nicht zu entsprechen brauchen. Auch wir sind
gestorben, und "unser Leben ist verborgen mit Christo in Gott". (Kol.
3, 3.) In Gottes Augen wurden wir zusammen mit Jesu gekreuzigt, wir
starben am Kreuz und wurden begraben; dann wurden wir mit Jesu
lebendig gemacht, wir erstanden als neue Schöpfungen aus den Toten,
die durch den lebendigen Glauben und die Herrlichkeit des Vaters
jetzt mit Christus in den himmlischen Örtern sitzen. (Eph. 2, 6.) So ist
auch unsere Entrückung zum Throne in Gottes Augen bereits eine
vollendete und vollbrachte Tatsache, die aber erst dann zur
Sichtbarkeit werden kann, wenn unser Glaube dem allem zugestimmt
hat.

Nur wenn wir von Herzen glauben, kann uns der Heilige Geist das
Wort Gottes zu einer Quelle der Kraft und des Lebens machen, So daß
das göttliche Auferstehungsleben Christi unser ganzes Sein und
Wesen durchströmt. Dann werden wir auch anfangen, Johannes 6, 5o-
58 zu verstehen. Jesus ist unser alles, und wir leben als Überwinder.
(Römer 8, 37.) Welch unaussprechliche Herrlichkeit der völligen
Erlösung, die ein Vorhandensein der alten Natur, der adamitischen
Schöpfung, neben der neuen Natur im Leben des Wiedergeborenen
nicht mehr kennt, sondern: "wenn jemand in Christo ist - eine neue
Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, a l l e s ist neu geworden".
(2. Kor. 5, -17.) Möge Gott uns vor der Sünde des Unglaubens
schützen, der die Dinge immer erst sehen will, ehe er glaubt und daher
nichts erreicht! - Der Teufel kommt als ein Engel des Lichts und
hindert uns, unsere Heiligung und Vollendung im Glauben
anzuerkennen; er spielt sich auf als die Wahrheit und Aufrichtigkeit,
indem er gleichzeitig Gott zum Lügner macht.

Aber auch von dieser Sünde sind wir dauernd geschieden und
bewahrt, denn: "Wenn wir wissen, daß Er uns hört, um was auch wir
bitten, so wissen wir, daß wir die Bitte haben, die wir von Ihm erbeten
haben." (i. Joh. 5, -15.) Lasset uns Buße tun unseres Unglaubens
wegen und den Herrn bitten, daß Er uns helfen möge, nie wieder die
sichtbaren Dinge über die Zeugnisse des göttlichen Wortes zu stellen.
Christus hat uns verheißen: "Was ihr bitten werdet in Meinem Namen,
das werde ich tun, auf daß der Vater verherrlicht werde in dem Sohne.
Wenn ihr etwas bitten werdet in Meinem Namen, so werde ich es tun."
(Joh. 14, 13 - 14.)




Offline Jose

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Re: Baronin von Brasch
« Antwort #17 am: 04 Juli 2013, 16:20:58 »
Lieber Bruder Manfred, liebe Geschwister im Herrn Jesus.

Mir war und ist das Buch: "Völlige Erlösung in Christo" auch sehr kostbar. Das Buch wurde mir früh am Anfang meines Glaubenslebens von einem Vater in Christo geschenkt. Er hatte mich auch dahingehend belehrt, dass der Glaube nicht auf Gefühle gründen darf und es notwendig ist, wenn wir gläubig geworden sind, zur Erlösung durchzudringen. Es gilt aber allemal hinein zu wachsen in den Stand der Gnade und abzulegen, was vor Gott nicht bestehen kann.

Ja, es gilt hinein zu wachsen, in der Heiligung zuzunehmen und im Glauben zu reifen, fest gegründet im Wort zu werden und zu leben in der Abhängigkeit von Gott. So überwinden wir die listigen Anläufe und Versuche des Feindes, uns im Glauben aufzuhalten und zurückzuwerfen, ja sogar wenn möglich, uns von Jesus wegzuziehen.

Wie schlimm ist es doch, dass ein Gotteskind aus der Gnade fallen kann, ein Christ zu einem Nichtchristen werden, ja, wenn es sogar einen Zustand einnehmen kann, schlimmer als vor der Bekehrung. Dann hat das Alte wieder die Oberhand gewonnen, weil nicht gewacht, gefleht und auch weil nicht Buße getan wurde, über verkehrte Wege.

Dazu gibt es genügend Threads in diesem Forum und ich froh und dankbar, dass hier die Gefahr des Abfalls überzeugend gelehrt wird und auch die notwendigen Krafterweisungen des Heiligen Geistes bezeugt werden, ohne die wir nicht überwinden können und auch kein Segen sein können für andere.

Durch die vielen Lieder von Margarete von Brasch bin ich schon sehr gesegnet worden. Folgendes Lied aus dem Pfingstjubel, Nr. 368, mag ich sehr: O nur zu Dir.


                            O nur zu Dir
    1. O nur zu Dir! Du großer Vater, die Seele
    strebt empor zu Dir! Laß mich in Deinen Armen
    liegen, laß mich ans Vaterherz mich schmiegen, Du siehst die
    Sehnsucht, die in mir, Du siehst die Sehnsucht, die in mir!

    2. Wie Du zu Henoch einst geredet, daß wohlge-
    fällig Dir sein Tun, o Vaterherz, ich kann nicht
    leben; Du mußt auch mir dies Zeugnis geben, daß ich Dir
    wohlgefällig nun, daß ich Dir wohlgefällig nun!

    3. O Vaterherz, Dir zu gefallen, ist meiner
    Sehnsucht einzges Ziel! O sieh den Schmerz, sieh das Ver-
    langen, mein Wünschen, Wollen, ruht gefangen, und nur zu
    Dir die Seele will, und nur zu Dir die Seele will.

    4. O nur zu Dir! - Schon längst versunken, verklungen
    ist der Lärm der Welt. Mein Herz ist ein verschloßner
    Garten, wo Blumen blühn, die Deiner warten, wo nur der
    König Einzug hält, wo nur der König Einzug hält.

    5. O Vaterherz, des Geistes Feuer durchglühe
    völlig Herz und Sinn; durchheilige mein tiefstes
    Wesen, laß Erd und Himmel bald es lesen, daß ich Dir
    wohlgefällig bin, daß ich Dir wohlgefällig bin!
         
                            Margarete v. Brasch gest. 1932

Wer das Lied nicht kennt, kann es hier hören (Flash Player erforderlich).

Herzliche Grüße,
José
 
« Letzte Änderung: 04 Juli 2013, 17:21:49 von Jose »

Pilger

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Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
« Antwort #18 am: 04 Juli 2013, 19:41:19 »
Lieber Jose,
es ging mir in meinem Beitrag darum, dem Armsünderchristentum biblische Aussagen gegenüber zu stellen.

Offline Jose

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Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
« Antwort #19 am: 05 Juli 2013, 20:40:36 »
Lieber Manfred, liebe Geschwister im Herrn Jesus.

Zitat
es ging mir in meinem Beitrag darum, dem Armsünderchristentum biblische Aussagen gegenüber zu stellen.

Die Aussage "arme Sünder Christentrum" wird m.W. verwendet, wenn Gläubige Menschen meinen, immer in der Sünde leben zu müssen. Das müssen wir nicht, auch wenn es noch manche schwache Stunde geben kann. Allerdings sollten wir uns stets unserer Sündhaftigkeit bewusst sein.


Wie bereits erwähnt gehört die in der Bezeichnung des Thread erwähnte Bibelstelle zum biblischen Thema: Die Waffenrüstung Gottes. Die Aufzählung beginnt mit der Aussage: "Im übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke" Eph 6,10. Und im Vers 13 heißt es: "Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt".

Wenn wir nun Vers 14 betrachten heißt es: "So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit", und im Vers 15, unser Thema hier: "und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens" Epheser 6,15.

Der Herr schenke uns viele Gelegenheiten dazu und helfe uns, wirklich in der Gerechtigkeit und Wahrheit zu stehen und "gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens".


Herzliche Grüße mit einem weiteren Lied von Baronin von Brasch, Lied Nr. 537 aus dem wohl nicht mehr so bekannten Liederbuch Pfingstjubel.


          Wacht auf! Laßt uns länger nicht träumen
    1. Wacht auf! Laßt uns länger nicht träumen, es
    fliehen die Schatten der Nacht; wacht auf, denn der König ist
    nahe, der goldene Morgen erwacht! Wacht
    auf, seht unendliche Breiten, die euer Fuß
    nimmer durchschritt, ihr sollt sie als Sieger durch-
    eilen, der König geht vor, gehst du mit?

    2. Wir bauen Jerusalems Mauern, die
    Kelle in fleißiger Hand; doch sind auch die Schwerter ge-
    schliffen? Noch stehen wir im feindlichen Land! Wacht
    auf, laßt uns dienen und streiten, doch nimmer laßt
    Hütten uns bauen! Erhebet die Häupter, die
    Augen, bald sollen den König wir schauen!

    3. Wacht auf, gar zu leicht sind die Sinne um-
    garnt von der sichtbaren Welt. Sie soll uns nicht täuschen und
    fangen, das Ziel ist uns höher gestellt. Wir
    sind ja gestorben mit Jesus! Was Adam uns
    gab, ist dahin, dahin unser Leben und
    Wesen, dahin jeder eigene Sinn!
                            Margarete von Brasch gest. 1932


Möge es so sein oder werden wie es in dem Lied zum Schluss heißt:
"Was Adam uns gab, ist dahin, dahin unser Leben und Wesen, dahin jeder eigene Sinn!"

Wer das Lied nicht kennt, kann es hier lesen und die Melodie hören (Flash Player erforderlich).

Gottes Segen,
José
« Letzte Änderung: 06 Juli 2013, 19:09:48 von Jose »

Michael Sack

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Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
« Antwort #20 am: 07 Juli 2013, 07:26:47 »
Lieber Bruder Jose,

durch die letzten Beiträge hier in diesem Thread ist mir mein alter Konflikt wieder neu und deutlicher vor die Augen gekommen. In vielen geistlichen Liedern sind verkehrte Dinge dichterisch schön dargestellt - aber, eben, es sind doch verkehrte oder mangelhafte Dinge im fein geistlichen Lied. Auch wenn die schönen Verse mit einer erhabenen Melodie und großartigen Kompositionen von sehr geehrten Reichsgottesarbeitern aus 'ihrem Innern' uns dargeboten werden. Und so ist es Liedgut von Christen geworden. Und - wenn man´s so beläßt, wer wagt es schon, durchdringt es unser Leben, oder zumindest - trägt mit dazu bei, den Geist zu dämpfen, die Lebenswahrheiten zu beeinträchtigen. Die richtige Sicht zu schmälern, ja, dem Leben aus GOTT Schaden zu tun, ist aber Sünde. Es heißt ja, werdet nicht viele Lehrer - was auch durch´s Lied geschieht - ich bin´s aus Verzweiflung aber geworden. Zuerst aber habe ich den HERRN bezeugt.

Das ist wohl auch so mit den Kommentaren zur Bibel - wie neulich sich hier auch einer irgendwo so deutlich abgrenzend ausdrückte: Ich lese nur noch die Bibel. Allerdings habe ich damit eigentlich keine Erfahrungen, mit den Kommentaren. Mir dämmern also da nur die wahrscheinlich verkehrten Dinge dort, d.h., so wird es also sein: Der geringe, suchende und fragende, und auch der junge Mensch wird beeindruckt von einer Fülle großartiger Gedanken und mächtig viel Wissen und erstaunlicher Einblicke durch die verschiedenen Kommentare, um GOTTES WORT geht es ja, aber es steckt eine Sicht und Haltung oft mit drinnen, die beeinflussend zum Irrtum und verkehrter Schlüsse wird, die zu Fehlentscheidungen und Falschprägungen führen. Das laßt und besser und tiefer bedenken.

Es ist ja wirklich eine Not, in der Gemeinde sich mit den Geschwistern von den Plätzen zu erheben, und der eigenen Frau verstehen zu geben, dieses Lied singen wir aber nicht mit, es ist zu viel verkehrt drinn. Und die anderen Geschwister, man ist innerlich schon lange geschieden von ihnen, singen das Verkehrte mit, ihr fast ganzes Leben ist ja sowieso schlimm verkehrt. Und deshalb nützt es gar nichts, dem  'Armesünderleben'  und solchem Befinden mal was biblisches entgegenzusetzen. Das ist ein großes Problem nur antippen. Denn wenn GOTT sich nicht offenbaren kann - und sei es noch so viel, was ich weiß - dann muß doch was wesentliches schief liegen, ganz gewaltiges muß verkehrt sein, denn die SCHRIFT lehrt uns einen sich den Seinen offenbarenden Heiland und GOTT, einen wesenhaft gegenwärtigen SOHN GOTTES, einen für uns tätigen, allmächtigen GOTTESSOHN - ´es geschieht alles um euert willen`, so heißt es doch.

GOTT aber kann eben auch aus der uns verborgenen Ebene alles regieren, möchte es eigentlich aber mehr auch anders. Sich uns deutlich offenbaren.

Ich habe ja auch, eigentlich gleiches Thema, hier schon geschrieben, die meisten "christlichen" Bücher wären besser nicht geschrieben, jedenfalls so ähnlich schrieb´s ich. Abgesehen davon, was wird bei Schreibarbeiten wohl alles dadurch unterlassen, nach GOTTES Willen zu tun.

Wir haben uns eben auch mit grundsätzlichen Dingen auseinanderzusetzen. So ist es. Und es sind doch auch der GEIST und das WORT, welche uns dahingehend leiten. Auch erfahrene Geschwister tuen so.


Also, das hier ist dann auch besonders für Masche geschrieben: Wir Gläubige sollten auf bester Höhe sein; der Apostel Paulus sagt das so: ´Der Zeit nach sollten wir Lehrer sein`. So sollten die Brüder sein - und die Schwestern auch, das schreibe ich nämlich gleich mit dazu, besser sollten sie auf noch besserer Höhe sein, damit wir Brüder es bis zur besten Höhe schaffen, durch ihre Mithilfe. Denn Helfer sind sie doch ihrem Wesen nach, Männinen. Liebliche, kostbare, unbezahlbare, reichmachende Männinen. ´Denn der Mann ist nicht ohne die Frau`, ein Bruder nichts ohne die Schwestern. Ausnahmen sind nur wenige wohl. Ist das zu viel gesagt? Auch wenn die Frau Abglanz des Mannes ist? Ist sie es nicht, die den Mann zum glänzen bringt und so zum Lohn schon Widerschein bekommt! Also, ich denke, diese Ehre gebührt ihnen. Ohne sie sind wir kaum etwas. Darum muß unser Leben doch noch anders werden, auch für sie, wegen ihnen. Wir sollten uns also mehr beschneiden, im Herzen natürlich, damit wir GOTT wohlgefälliger werden. Der Stellenwert der Erziehung und Klugheit und Tugenden und Bildung und Erkenntnis und Weisheit und Kenntnisse und Beratungen kann nicht hoch genug angesehen werden. Geld verdienen ist wichtig, aber bei weitem nicht das wichtigste. Sonst verdient man sein Geld nur für den Plunder und vergeblich. Wie tragisch, wie tragisch. Darum mehr kibbutzartiges Leben. D.h., verbindliches, sich unterordnendes Leben in Gemeinschaft vor dem HERRN. Und bloß nichts unfriedevolles, unordentliches tun. Wenn wir nicht gemeinsam für die Wahrheit stehen, ist der Verlust an Heil sehr groß. So singen wir es doch: ... wieviel Heil verloren geht, wenn wir nicht zu IHM uns wenden, und IHN suchen im Gebet. Schon in Slums geordnete Verhältnisse einigen Menschen schaffen, ist sehr "heilsnotwendig", weil, die Kinder kommen ohne Hilfe zwischen die zerreibenden Verhältnisse.

Wir sollten es sehr genau bedenken - ´Wer Barmherzigkeit seinem Nächsten verweigert, gibt die Furcht vor dem Allmächtigen auf.` Das ist echt ein Hammer für Gottesfürchtige.

Ja, unser HERR JESU helfe allen Lesern hier sehr

Michael Sack

.
« Letzte Änderung: 07 Juli 2013, 18:27:48 von Michael Sack »

Offline Jose

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Botschaft und Zeugnis durch Lieder
« Antwort #21 am: 12 Juli 2013, 18:52:47 »
Lieber Bruder Michael, liebe Geschwister.

Es ist sicherlich so, dass in manchen oder gar vielen Liedern auch verkehrtes bzw. dem jeweiligen Erkenntnisstand gemäßes gedichtet wurde und oft gedankenlos gesungen wird. Jedoch besonders die Lieder, die aus einer tiefen Erfahrung mit Gott und oftmals aus großer Not geschrieben wurden, sind doch sehr zum Segen, so meine Erfahrung. So möchte ich auch die Lieder von Margarete von Brasch einordnen. Gerade wenn mir manches aus dem Leben und Erleben mancher Liederschreiber bekannt wird und die Situation, wie die Lieder entstanden sind, wird mir das bewusst.

Was biblisch oder unbiblisch ist, muss sicherlich ernstlich geprüft werden. Oftmals denke ich aber: Kann ich das wirklich mitsingen, glaube ich es schon so, wie es der Liederdichter bezeugt? Oft ist es aber auch eine Ermunterung bzw. Einladung, es zu glauben.

Herzliche Grüße mit einem Zeugnislied von Baronin von Brasch, Lied Nr. 147 aus dem Pfingstjubel.

                            Der Himmel ist offen
    1. Der Himmel ist offen, der Vorhang zerriß, o
    freue dich, Seele, und werde gewiß. Zum Kreuz sollst du
    schauen und selig vertrauen: "Das Blut deines Heilands be-
    freit vom Gericht". Er ruft dich! So komm nur und fürchte dich nicht!

    2. Der Friede des Heilands, er strömt dir herab, o
    öffne die Seele, empfange die Gab! Die Schuld ist ver-
    geben, erneut ist dein Leben, das Blut deines Königs hat
    alles vollbracht. Drum preise des Heilandes Liebe und Macht!

    3. O Gnade, o Liebe, o selige Ruh, o
    Blut meines Retters, wie köstlich bist Du, für mich einst ver-
    gossen, am Kreuze geflossen! Ich hülle mich ganz in die
    schützende Flut und bete Dich an, der uns schenkte Sein Blut!

    4. O König, o Retter, ich bete Dich an, o
    Heiland, was hast du für mich doch getan! Du hast uns Dein
    Leben, Dein Blut uns gegeben! Nun wandle ich selig dem
    Vaterhaus zu. Mein Retter, mein König, mein Alles bist Du!
                                  Margarete von Brasch gest. 1932

Wer das Lied nicht kennt, kann es hier lesen und die Melodie hören (Flash Player erforderlich).

Gottes Segen,
José
« Letzte Änderung: 12 Juli 2013, 22:24:55 von Jose »

Offline inchristus

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Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
« Antwort #22 am: 28 Juli 2013, 11:15:33 »
Liebe Geschwister,
wir alle kennen ja den innigen Wunsch, dass auch unsere Mitmenschen das wahre Leben kennenlernen und errettet werden.

Ich hatte gestern wieder eine junge Frau aufgesucht, die an Gottes Existenz glaubt, aber keine so rechte Sündenerkenntnis hat. Nun, nach so vielen bereits geführten Gesprächen und Gebeten für sie, hat sich nichts getan. Nach Ende eines Gesprächs denke ich mir, jetzt hat sich doch was in ihrem Herzen getan. Beim nächsten Gespräch merke ich, dass nichts von dem, was ich in der Vergangenheit ihr erklärt und erläutert habe, da ist. Alles was ich ihr an Literatur gegeben habe, hat sie aus Zeitmangel noch nicht gelesen. Wenn ich sie aufsuche, hat sie demzufolge auch keine Fragen. Und  somit habe ich eher das Gefühl, dass sie das alles nicht interessiert. Wohl hat sie aber Angst vor der Hölle. Aber geht leider keinen Schritt weiter.

All' das hat mich gestern ziemlich niedergeschlagen und traurig gemacht. Mir kommen Fragen auf: Was machen wir falsch? Sind wir zu ungeduldig? Oder will der HERR uns mit unseren Misserfolgen was zeigen?

Wenn ich an auserwählte Werkzeuge des HERRN denke (wie Robert Cleaver Chapman oder Bakht Singh) fühle ich mich echt als Versager. Kennt ihr das auch?

Aber dann schenkt mir der HERR auch Begegnungen mit Menschen, die freudig die niedergeschriebene Botschaft, dass wir Christus brauchen, mitnehmen. Ob der HERR in ihren Herzen auch was bewegt, ist wieder eine andere Sache.

Zur Zeit der großen Hitze, kommen mir auch Gedanken: Die Menschen stöhnen bei dieser Hitze, die doch auch wieder vergeht. Aber wie in Lk16 berichtet wird, werden die Verlorenen Pein und Hitze erfahren, die nie enden wird! Dieser Gedanke zieht mich auch bei diesem Wetter raus, die Menschen zu warnen.

Einen gesegneten Tag!
Astrid
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Jose

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Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
« Antwort #23 am: 19 August 2013, 22:09:16 »
Liebe Astrid,
herzlichen Dank für dein Zeugnis. Es ist anspornend und ermahnend zugleich.

Du hast u.a. geschrieben:
Zitat von: inchristus
Wenn ich an auserwählte Werkzeuge des HERRN denke (wie Robert Cleaver Chapman oder Bakht Singh) fühle ich mich echt als Versager. Kennt ihr das auch?

Aber dann schenkt mir der HERR auch Begegnungen mit Menschen, die freudig die niedergeschriebene Botschaft, dass wir Christus brauchen, mitnehmen. Ob der HERR in ihren Herzen auch was bewegt, ist wieder eine andere Sache.

Gestern erzählte ein Bruder aus dem Buch: „Jenseits der Herrlichkeit“, von einen der Missionare, die mit Jim Elliot von den Aucas getötet wurden. Er hatte davor in einem anderen Stamm gearbeitet und war am Ende in sehr viel innerer Not geraten, kam sich auch als Versager vor, weil sich nichts getan hatte.

Später bat er den Herrn, ihn immer an den Punkt zu bringen, dass er erkennt, dass er IHN, den Herrn brauchte. Als er dann gefragt wurde, ob er auch als Missionar zu den Aucas wollte, sagte er zu. Und der Herr hat ich würdig erachtet, sein Leben für IHN zu lassen. Wenn ich besonders an die Zeugnisse von Missionare denke wird mir bewusst, dass viele oftmals kaum Frucht ihres Dienstes sahen. Aber es bedeutet nicht, dass es umsonst war.

Als gestern eine Gruppe, die meisten waren junge Christen, auf der Straße sang, da fiel mir besonders ein Mann auf, der am Fenster war und zuhörte. Als die Gruppe eine Runde gedreht hatte und dann wieder in der Nähe Lieder sang, kam der Mann aus dem Haus und setzte sich in der Nähe auf eine Bank um zuzuhören. Er schien sehr interessiert und nahm auch etwas zu lesen an.

Es ist nichts umsonst, was wir aus Liebe zu Jesus tun.

Der Apostel Paulus schrieb an einer Stelle: "Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben. So ist weder der da pflanzt etwas, noch der da begießt, sondern Gott, der das Wachstum gibt" 1.Kor 3,6-7. Wie herrlich wird es sein, wenn offenbar wird, wie Gott in Seiner Gnade alles zusammengeführt hat, was zum Heil eines Menschen dienlich war.

Herzliche Grüße,
José 
« Letzte Änderung: 20 August 2013, 06:02:46 von Jose »

Offline inchristus

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Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
« Antwort #24 am: 20 August 2013, 08:14:23 »
Lieber José,
danke für deine lieben Worte und dein Zeugnis!

Ja, es gibt auch heute noch Menschen, die sich bekehren, wie ich vor drei Jahren! Darum ist kein Dienst umsonst. Und es ist ein erhabener Dienst, mit dazu beizutragen, dass Seelen errettet werden!

Herzliche Grüße
Astrid
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Peter

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Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
« Antwort #25 am: 20 August 2013, 09:44:33 »
Liebe Astrid, lieber Jose, darf ich Euch fragen, ob Ihr auch so große Freude habt in dem Einen Herrn Jesus Christus, der das Werk begonnen hat und die Verheißungen gab, als er uns den Beistand schickte vom Vater aus? :

Joh 14,
12"  Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe.
13 Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn.
14 Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.
15 Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!"
Und:
Der Gehorsam Gott gegenüber lässt den Geist Gottes wirken, damit der Leib vollendet wird:
1.Kor 12,
20 " Nun aber gibt es zwar viele Glieder, doch nur einen Leib.
21 Und das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht! oder das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht!
22 Vielmehr sind gerade die scheinbar schwächeren Glieder des Leibes notwendig,
23 und die [Glieder] am Leib, die wir für weniger ehrbar halten, umgeben wir mit desto größerer Ehre, und unsere weniger anständigen erhalten um so größere Anständigkeit;
24 denn unsere anständigen brauchen es nicht. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, daß er dem geringeren Glied um so größere Ehre gab,
25 damit es keinen Zwiespalt im Leib gebe, sondern die Glieder gleichermaßen füreinander sorgen.
26 Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit."

Ist es nicht so?
Liebe Grüße,
Peter


Offline Jose

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Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
« Antwort #26 am: 20 August 2013, 18:05:50 »
Lieber Peter,
es ist auf jeden Fall so, dass der Herr Seinen Kindern viel Freude gibt. Es wäre m.E. auch anders gar nicht möglich, auf dem Weg zu bleiben. In dem bekannten Vers im Buch Nehemia heißt es am Ende von Vers 10: "Und seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN, sie ist euer Schutz!" Neh 8,10 (Elb. 1985, 1992). In anderen Übersetzungen, z.B. Schlachter, heißt es: "denn die Freude am Herrn ist eure Stärke" (Schlachter 2000). Ich finde beide Übersetzungen wichtig und gut.

Es ist allerdings nicht so, dass beim Lesen in der Bibel man immer nur freudige Empfindungen hat. Oftmals wird man auch sehr betrübt, weil im Spiegel des Wortes Gottes offenbar wird, wie viel uns noch mangelt und wir uns unserer Schwachheit und Kraftlosigkeit, oder auch unserer Untreue, bewusst werden.

Es ist aber gut, wenn wir gedemütigt werden und lernen, auf dem Herrn zu sehen und IHM zu vertrauen. Die Stelle im Nehemia Buch lautet übrigens:

Neh 8,9-10
9 Und Nehemia, das ist der Tirschata, und der Priester Esra, der Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk belehrten, sagten zum ganzen Volk: Dieser Tag ist dem HERRN, eurem Gott, heilig! Seid nicht traurig und weint nicht! Denn das ganze Volk weinte, als es die Worte des Gesetzes hörte.
10 Und er sagte <weiter> zu ihnen: Geht hin, esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet dem Anteile, für den nichts zubereitet ist! Denn der Tag ist unserm Herrn heilig. Und seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN, sie ist euer Schutz!

Wir haben einen treuen Gott, der in uns begonnen hat das gute Werk und es auch vollenden will. Darüber dürfen wir uns freuen. Wir dürfen uns auch freuen, zu Seinem Leib zu gehören und Glaubensgeschwister zu kennen und mit ihnen Gemeinschaft haben zu können. Auch das ist ein Geschenk. Und wie in einer Familie die leiblichen Geschwister aneinander lernen, so dürfen auch die geistlichen Geschwister, aneinander und voneinander lernen. Wie oft werden unsere Schwächen offenbar, wenn wir z.B. keine Geduld für die Geschwister aufbringen. Wir haben alle noch so viele Mängel an uns, aber einen treuen Herrn. Ihm wollen wir unsere Seelen anbefehlen.

Und weil wir es so gut bei Jesus haben, so ist es uns auch ein Anliegen, von Ihm zu zeugen. Wir wissen aber, dass nicht unsere Worte, sondern Seine Gnade alleine die Herzen zu berühren und zu überführen vermag. Darum dürfen wir auch ernstlich bitten.

Vorhin las ich einen Brief, in dem mir ein Bruder schrieb, dass vorgestern, als er gerade bei jemand zum Kaffee war, wunderschöne Lieder zu hören waren von einer ihm bekannte Gemeinde. Wie hat er sich darüber gefreut und darum gebetet, dass auch andere das Evangelium hören und annehmen. Auch ich habe mich gefreut, als ich es las.

Der Apostel Paulus schreibt an einer Stelle: "Denn mir scheint, dass Gott uns, die Apostel, als die Letzten hingestellt hat, wie zum Tod bestimmt; denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als <auch> Menschen" 1.Kor 4,9.

Ich kann mich nicht mit den Aposteln vergleichen, - auch wir sicherlich nicht -, aber dass wir beobachtet werden von der sichtbaren und unsichtbaren Welt, davon bin ich überzeugt. Welches Schauspiel geben wir ab? Auch bei der Teilnahme im Forum muss ich mir immer wieder neu vergegenwärtigen, dass Menschen die Beiträge lesen, Gläubige und Ungläubige. Möge es allen zum Segen dienen und nicht zur Ablehnung des Evangeliums führen.

Es gibt so viele, die schwach sind, ob in der Gemeinde oder noch in der Welt. Es hat aber wohl niemand wie unser Herr Jesus Christus es verstanden, jedem so zu begegnen, wie sie es nötig hatten. Ein von Liebe erfülltes Herz verliert sich im Verlangen, den anderen für Gott zu gewinnen oder den Verirrten zurechtzubringen. Hier fehlt es mir noch sehr, aber der Herr gleicht immer wieder den Mangel aus uns erhört Gebet über Bitten und Verstehen.

Auch darum zu trachten, dass die Liebe Gottes in der Gemeinde gefunden wird, ist eine hohe Erwartung des Herrn an uns. Denn darin soll die Welt erkennen, dass wir Seine Jünger sind. Auch hier sind wir ein Schauspiel vor der sichtbaren und vor der unsichtbaren Welt.

Herzliche Grüße und viel Gnade wünschend,
José
« Letzte Änderung: 21 August 2013, 07:54:39 von Jose »

Offline Peter

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Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
« Antwort #27 am: 20 August 2013, 18:41:48 »
Unsere Freude und unsere Trübsal, aber der Geist Gottes gibt und gleicht aus die Wogen, so dass nur noch die Freude im Herrn übrig bleibt am Ende!
Danke für deine aufbauenden Worte, Jose! :)

Liebe Grüße,
Peter
« Letzte Änderung: 21 August 2013, 00:16:07 von Peter »

Offline Jose

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Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
« Antwort #28 am: 04 Juni 2014, 21:46:29 »
Liebe Geschwister im Herrn Jesus.

Wenn wir Menschen von Jesus erzählen oder ihnen ein Traktat mit einer biblischen Botschaft geben, da erleben wir unterschiedliche Reaktionen. Oftmals ein freundliches "Nein, danke!" oder auch ein mitleidiges Lächeln, weil man meint, selbst so etwas nicht nötig zu haben. Aber es gibt auch Menschen, die gerne eine Schrift annehmen. Einige vielleicht nur, weil sie denken, so am schnellsten wieder ihre Ruhe zu haben. Aber möge der Herr es schenken, dass sie doch neugierig und fragend werden und suchend lesen. Manchmal denke ich aber, dass viele Menschen auch müde wirken, immer wieder von der einen oder anderen Richtung angesprochen zu werden.

Vor einigen Tagen bot ich jemand ein Traktat an. Sie fragte, von welcher Richtung es sei, um dann fortzusetzen mit der Feststellung, dass sie selbst zu einer Gemeinschaft gehöre, die sozusagen eine Verbindung ist zu allen Christen. Es sei zwar eine Gemeinschaft innerhalb der Landeskirche, aber dazu gehören auch Christen aus anderen Kirchen. Es sei eine echte Ökumene. Ich hatte den Eindruck, dass sie sich etwas schwer tat, die Schrift anzunehmen.

Ein schönes Erlebnis hatte ich vor ca. 2 Wochen. Ich bot vorbeigehenden Schriften an, und während ich die Traktate in meinen Händen etwas sortierte, rutschten sie mir aus der Hand. Aus dem Rollstuhl konnte ich sie nur schwer wieder sammeln, aber ein junges Mädchen stand in der Nähe und kam schnell mir zu Hilfe. Sie wartete auf ihren Vater, der, - als er an mir vorbei kam -, auch keine Schrift annahm. Dann gingen sie, aber zu meiner Überraschung kam der Vater kurze Zeit später wieder und äußerte den Wunsch, doch eine Schrift zu haben, die er sich dann aussuchte. "Friede mit Gott!" war der Titel. Möge der Herr sie segnen.

Es gibt einige Begegnungen und einige fühlen sich wohl unnötigerweise etwas bedrängt. Jemand rief abwehrend: "Ich bleibe in meine Kirche!", als ob Christen für eine Kirche werben würden. Es geht um JESUS.

Als die Frau am Jakobsbrunnen von der Liebe Jesu und Seinen überführenden Worten tief berührt wurde, da lesen wir von ihr: "Die Frau nun ließ ihren Wasserkrug stehen und ging weg in die Stadt und sagt zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Dieser ist doch nicht etwa der Christus?" Joh 4,28-29. Sie hat auf Jesus hingewiesen, der ihre Schuld kannte und dennoch freundlich zu ihr sprach. Die Samariter gingen dann zu Jesus und baten Ihn, bei ihnen zu bleiben, was Er auch tat. Und viele kamen zum Glauben. Wie schön ist dann ihr Zeugnis zu der Frau:  "Wir glauben nicht mehr um deines Redens willen, denn wir selbst haben gehört und wissen, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt ist" Joh 4,42. Mögen die Menschen, wenn sie durch unser Zeugnis auf Jesus hingewiesen werden, doch selbst zu Jesus gehen, damit Sie Hilfe und Heil ganz persönlich erfahren.

Gottes Segen,
José