Autor Thema: Die gute Saat (CSV-Verlag)  (Gelesen 2472 mal)

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Offline Jose

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Die gute Saat (CSV-Verlag)
« am: 14 August 2012, 09:40:50 »
Seit Jahren lese ich auch den Kalender „Die gute Saat“ von dem CSV-Verlag: Christliche Schriftenverbreitung, mit täglichen Andachten, meist sehr evangelistisch. Die Lehre stammt m.W. aus der Brüderbewegung. Oft werden die Geschwister einfach als Darbysten bezeichnet und nicht selten haben sie mit Vorbehalte zu tun.

Persönlich, wie in anderen Beiträgen bereits erwähnt, teile ich wichtige Grundlehren der Brüder nicht, besonders die Lehre über die „Unverlierbarkeit des Heils“ und ihre Ablehnung der „Geistesgaben“. Allerdings werde ich mir auch immer mehr bewusst, dass in anderen Richtungen, wo man sehr ernst und treu sich nach dem Wort Gottes ausrichten möchte, sich andere Gefahren auftun. Der Feind, der Teufel, schläft nirgends.

Es geht letztlich darum, dass wir erfüllt sind mit dem Heiligen Geist und unser Leben und Wandel, aus Glauben, in der Hingabe an Jesu, geschieht. Wenn die Liebe Gottes und die Gesinnung Jesu der Sanftmut und Demut uns erfüllen, dann dürfen wir Gott bitten, uns in alle Wahrheit zu leiten. Er will es auch tun durch Seinen Heiligen Geist.

Was die Brüderbewegung oder sagen wir, den Darbysmus anbetrifft, so ist mein Eindruck, dass auch dort der Geist Gottes in vielen Herzen wirkt und es auch durchaus Überlegungen gibt, bestimmte Lehren zu hinterfragen. So meine ich festgestellt zu haben, dass teilweise ein Umdenken bei einigen der Geschwister erfolgt oder bereits erfolgt ist.

Möge es der Herr schenken, dass die Wahrheit dort und überall, bei Seinen Kindern die Ihn ernstlich suchen, Herzen findet, die sich nicht scheuen, auch alleine zur Wahrheit des Wortes zu stehen und mit allen Traditionen, auch die Lehren von lieben Brüdern, in welcher Richtung auch immer, zu brechen.

Herzliche Grüße,
José

Offline Jose

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Die gute Saat: Was irgend ein Mensch sät…
« Antwort #1 am: 14 August 2012, 09:42:16 »
Über die heutige Andacht im Kalender „Die gute Saat“ habe ich mich gefreut, auch wenn die Konsequenz aus Galater 6,7: „Was irgend ein Mensch sät“, noch nicht deutlich ausgesprochen ist.


Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes. 1. Johannes 5,13

Die Errettung eines Menschen beruht auf der Vollkommenheit des Sühnungswerkes, das Jesus Christus am Kreuz vollbracht hat. Gläubige Christen sind errettet durch die Gnade Gottes, die in Christus erschienen ist und die sie im Glauben ergriffen haben: "Durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es" (Epheser 2,8). 
Aber Satan tut alles, um zu verhindern, dass ein Mensch das Heil ergreift. Und wenn ihm das nicht gelingt, dann versucht er, Zweifel ins Herz des Gläubigen zu säen und ihm einzureden, er könne das Heil wieder verlieren oder habe es gar verloren.
Hören wir doch lieber auf die Stimme des Guten Hirten, der von seinen Schafen sagt: "Ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit" (Johannes 10,27-30). 
Gewiss, es kann Fehltritte geben im Leben eines Gläubigen, die ihn hindern, die Freude seiner Gemeinschaft mit Gott zu erleben. Aber deswegen steht seine Errettung nicht auf dem Spiel. Wenn er seine Sünden bekennt, wird ihm vergeben werden (1. Johannes 1,9). 
Doch es könnte auch jemand leichtfertig werden und denken: "Ich gehe ja nicht verloren, also brauche ich es gar nicht so genau zu nehmen mit der Sünde." - Einem solchen sagt Gott dann nicht: "Mach dir keine Sorgen", sondern: "Was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten" (Galater 6,7). 
Dieselbe Gnade, die die Gläubigen errettet hat, lehrt sie zugleich mit allem Nachdruck, dass sie "die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottselig leben sollen" (Titus 2,11-14). 


Quelle: Die Gute Saat, 14. August 2012

Die Konsequenz aus Galater 6,7 lautet, nach meinem Verständnis, dass wer auf sein Fleisch sät, und davon nicht umkehrt, das ewige Leben, d.h. das Heil, nicht mehr erlangen wird.: "Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten" Gal 6,8. Lasst uns, als Gotteskinder, diese Ermahnung nicht gering achten.

José

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Die gute Saat: Der silberne Stern
« Antwort #2 am: 16 November 2013, 21:02:51 »
Die sogenannte Adventszeit steht vor uns und bald wird wieder Weihnachten gefeiert. Persönlich halten wir es nicht mit den kirchlichen Festen (Weihnachten, Ostern) aber mögen doch viele, die vielleicht sonst kein Interesse für das Evangelium haben, sich doch fragen, wie sie zu Jesus stehen.

Die Andacht gestern, im Kalender Die Gute Saat, fand ich sehr ansprechend.


Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Johannes 3,16

Der silberne Stern

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ging eines Abends ein Vater mit seinem kleinen Sohn durch die Straßen einer amerikanischen Großstadt. Hier und da bemerkten sie an den Fenstern einen silbernen Stern, der an die Scheibe geklebt war. Das sollte bedeuten, dass aus dieser Familie ein Sohn im Krieg gefallen war. An manchen Fenstern gab es sogar zwei Silbersterne: Diese Familie hatte zwei Söhne hergeben müssen. Und das Kind fing an, die Silbersterne zu zählen.

Als sie weitergingen, erschien zwischen zwei Gebäuden funkelnd am Himmel der Abendstern.
Der Kleine rief aus: "Papa, hat Gott denn auch einen Sohn gegeben?" Da ergriff der Vater fest die Hand seines Kindes und sagte bewegt: "Ja, Gott hat seinen eingeborenen Sohn gegeben zur Rettung für jeden von uns." 

Gott wusste, was für einen Empfang die Menschen seinem geliebten Sohn auf der Erde bereiten würden: eine Krippe für seine Geburt und ein Kreuz für seinen Tod. Er kannte im Voraus die Missgunst und den Hass der Maßgebenden Ihm gegenüber, die Beleidigungen und Lästerungen, die Schläge und die Nägel. 

Gott wusste das alles, und doch hat Er seinen Sohn für die Menschheit gegeben. Er hat Ihn gegeben aus Liebe zu uns. Wir waren völlig unwürdig, ja Feinde Gottes. Aber Gott hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass "Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist" (Römer 5,8). 

Jetzt kommt es darauf an, dass wir unser Herz für die Liebe Gottes öffnen, dass wir sie erkennen und glauben (1. Johannes 4,16). 


Quelle: Die Gute Saat, 15. November 2013

Wer diese Botschaft von Herzen glaubt, findet das Heil in Jesus Christus.

José

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Die gute Saat: Denn mit einem Opfer… (Hebr. 10,14)
« Antwort #3 am: 18 November 2013, 18:56:08 »
Beim Lesen im Kalender „Die Gute Saat“ freue ich mich oft über klare und zu Herzen gehende Zeugnisse der Gnade Gottes. Zwischendurch gibt es aber auch Andachten, in denen etwas von Lehre durchdringt, die nach meinem Verständnis so nicht richtig ist.

Die Andacht vom gestrigen Sonntag enthält eine Aussage, der ich so nicht zustimmen kann.


Denn mit einem Opfer hat Christus auf immerdar die vollkommen gemacht, die geheiligt werden. Hebräer 10,14

Vom Kreuz zum Paradies (10)

Das Ergebnis des Erlösungswerkes Christi ist, dass ich vor Gott ein gereinigtes Gewissen haben darf. Was uns von Gott trennte, ist für immer beseitigt. Nichts steht mehr zwischen dem gläubigen Christen und Gott (Hebräer 10,2.22).

Wiedergeborene Christen sind auf immerdar (oder: ununterbrochen) vollkommen gemacht. So ununterbrochen wie der Herr Jesus seinen Platz zur Rechten Gottes innehat (V. 12), so ununterbrochen ist nun unsere neue Stellung vor Gott: Wir sind vollkommen gemacht, die Sündenlast ist ganz von unserem Gewissen genommen. Die vielen Tieropfer in der Zeit des Alten Testaments haben das nicht zustande bringen können, Christus aber hat es mit seinem Sühnungstod ein für alle Mal vollbracht. Er hat eine "ewige Erlösung" erfunden (9,9.12; 10,1.2).

"Vollkommen gemacht" bedeutet aber keineswegs, dass der Gläubige nicht mehr sündigen könnte oder dass er seit seiner Bekehrung nie gesündigt hätte. Wir Kinder Gottes müssen sehr wohl eingestehen, dass uns immer noch manche Sünden unterlaufen. Aber davon ist hier im Hebräerbrief nicht die Rede. Unsere Stellung vor Gott aufgrund des Sühnopfers Jesu wird dadurch nicht infrage gestellt. - Allerdings wird die Gemeinschaft mit Gott durch jede Sünde getrübt (vgl. 1. Johannes 2,1.2).

Manchmal unterscheiden wir in unserem Leben vielleicht zwischen "vergangenen" und "zukünftigen" Sünden, aber Gottes Wort macht diesen Unterschied nicht. Als Christus für mich starb, waren alle meine Sünden noch zukünftig. Aber Christus hat sie alle gesühnt, und Gott wird "ihrer nie mehr gedenken" (Hebräer 10,17).


Quelle: Die Gute Saat, 17. November 2013

Die Aussage, das Christus auch für unsere „zukünftigen“ Sünden gestorben ist, halte ich nicht für richtig. Ich befürchte, dass damit ausgesagt werden soll, dass keine Sünde mehr den Gläubigen von Gott trennen kann. Selbst Sünde an die noch festgehalten und über die nie Buße getan wird? Wenn das hier so gemeint ist, dann ist das falsch und weist wiederrum leider auf die Irrlehre der UdH hin.

Das ist leider die Not, dass sich so vieles einschleicht in die christliche Verkündigung, was das Wort schwächt und zur Verführung werden kann. Christus ist für alle unsere Sünden gestorben, aber nicht für die Sünden, von denen wir uns nicht bekehren wollen, denn wir sollen nicht sündigen.

Der Apostel Johannes schreibt:
1.Joh 2,1-2 (Elb. 1985, 1992)
1 Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt - wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten. 2 Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.

In Jesu Blut liegt Sühnung und Vergebung für alle, die Buße tun. Die ganze Welt könnte gerettet werden, wenn alle Menschen glauben würden. Aber auch Gläubige können vom Glauben wieder abfallen, wenn sie wieder den jetzigen Zeitlauf liebgewinnen und zur Welt zurückkehren.

Gottes Segen,
José

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Ich aber, ich habe auf deine Güte vertraut ... (Psalm 13,6)
« Antwort #4 am: 12 Juli 2016, 22:52:14 »
 In den letzten Tagen kam ich nicht dazu im Kalender „Die Gute Saat“ zu lesen. Vor allem will ich doch in meine Bibel lesen. Heute Abend habe ich einige Andachten nachgelesen. Wie habe ich mich über das Zeugnis gefreut. Unser Gott tut Wunder und ich möchte doch lernen, noch viel mehr damit zu rechnen und es freudiger zu bezeugen.
 


Ich aber, ich habe auf deine Güte vertraut mein Herz soll über deine Rettung frohlocken. Psalm 13,6


Pastor Friedrich v. Bodelschwingh (1831–1910) war lange Jahre Leiter der nach ihm benannten v. Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel bei Bielefeld. Einer seiner Mitarbeiter erzählte folgendes Erlebnis: Der chirurgische Chefarzt von Bethel musste Vater Bodelschwingh in einem Fall bedauernd mitteilen, dass ein Patient nicht mehr zu retten sei. Da platzte Bodelschwingh mit der Frage an den Professor heraus: „Haben Sie schon gebetet um seine Rettung?“
Der Professor lächelte etwas mitleidig, und seine Assistenten taten das Gleiche. Bodelschwingh sah darüber hinweg und meinte: „Also nein! Gut, dann will ich jetzt einmal die Sache mit Gott bereden!“
Wohl eine Stunde lang lag er in seinem Zimmer auf den Knien und betete. Dann ging er wieder in die Stube des Patienten. Hier empfing ihn gleich die pflegende Schwester: „Herr Pastor, seit einer halben Stunde geht es dem Kranken ganz plötzlich auffallend besser!“
Nach einigen Wochen war der Kranke genesen. Da pochte in einer stillen Stunde der Professor an Bodelschwinghs Tür: „Herr Pastor, ich will ganz gewiss nicht wieder lächeln, wenn Sie zum Beten auffordern!“
 
Er hört die Seufzer deiner Seelen
und des Herzens stilles Klagen,
und was du keinem darfst erzählen,
magst du Gott gar kühnlich sagen.
 
Er ist nicht fern,
steht in der Mitten,
hört bald und gern
der Armen Bitten.
Gib dich zufrieden!
 
Paul Gerhardt
 


Quelle: Die Gute Saat, 28. Juni 2016


Vielleicht ist das Zeugnis auch eine Ermunterung für andere. Ich bin nicht immer mit allem einverstanden, was in den Andachten im Kalender zu lesen ist. Aber wie oft habe ich Segen und Erbauung erfahren.
 
Wachsam müssen wir immer und überall sein, auch in einer biblischen Gemeinde. Gab es nicht auch im Urchristentum Streitigkeiten und zuweilen Klärungsbedarf zwischen Brüdern?
 
Gottes Segen,
José
 
« Letzte Änderung: 12 Juli 2016, 23:52:57 von Jose »