Autor Thema: Billy Graham  (Gelesen 981 mal)

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Offline Jose

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Billy Graham
« am: 01 Juli 2012, 00:40:06 »
Durch Schriften und Bücher von Billy Graham wurde ich früher auch sehr gesegnet. Durch seine ökumenische Haltung stehe ich aber seit vielen Jahren seiner Arbeit sehr kritisch gegenüber. Ich kann nicht sagen, dass Sein Anfang schlecht oder, dass Sein Dienst nicht vielen zum wahren Segen war, aber ich erschrecke, wenn ich Aussagen wie die folgende lese.

Zitat

Wählen wir als Beispiel einmal bewußt das Oberhaupt und den bekanntesten Repräsentanten der Katholischen Kirche: Papst Johannes Paul II., der das „Jahrzehnt der Evangelisation“ ausgerufen hat und den Billy Graham, der bekannteste Evangelist unserer Zeit, als den „größten religiösen Führer auf Erden, ein Evangelist, der das Evangelium predigt“ bezeichnet hat.
Dabei soll es nicht um ein letztes Urteil gehen, das allein Gott zusteht, denn Er allein ist der Herzenskenner und wir können nur nach dem Bekenntnis und nach den Früchten urteilen.

Quelle: Wolfgang Bühne - Die Propheten kommen, Ausgabe 1995 (Auszug aus Seite 177)


Die Lösung ist sicherlich nicht, alle, die nicht in unserem Erkenntnisschema reinpassen als Gottlos zu bezeichnen, aber wie traurig sind doch solche Aussagen wie die obige. Wer sich als wiedergeborener Christ sieht, kann so etwas nicht sagen?

Es gibt leider so viele Unterschiede und auch Widersprüchen in den Lehren und auch im Leben vieler, die zuvor Vorbilder waren. Ich will aber über niemand den Stab brechen, muss aber für mich eine Konsequenz treffen.


José

Offline Jose

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ProChrist !?
« Antwort #1 am: 01 Juli 2012, 12:56:10 »
In dem erwähnten Buch von Wolfgang Bühne ist unter der Überschrift: "Die Rolle Billy Grahams bei der „Verschmelzung", folgendes zu lesen:

Zitat

Billy Graham, einer der Väter der Lausanner Bewegung, der schon seit vielen Jahren mit Katholiken, Charismatikern, Adventisten usw. zusammenarbeitet, um möglichst viele Menschen zu erreichen, hat mit seiner Großevangelisation „Pro Christ ’93“ wichtige Vorarbeit für diesen „Schulterschluß“ geleistet.

Quelle: Wolfgang Bühne - Die Propheten kommen, Ausgabe 1995 (Auszug aus Seite 163)


Von ProChrist und ähnliche Veranstaltungen hatte ich mich bald entfernt, auch wenn ich mich grundsätzlich freue, wenn das Evangelium verkündigt wird. Aber welches Evangelium wird bei den modernen Evangelisationsveranstaltungen verkündigt?

Auf WikiPedia ist zu lesen:
Zitat

ProChrist wurde 1991 auf Anregung zweier evangelischer Bischöfe mit dem Ziel gegründet, den christlichen Glauben in Deutschland und Europa zu fördern.


Nach 20 Jahren sollte man wissen, ob ProChrist die Erwartungen erfüllt hat. Biblische Erwartungen wurden sicherlich nicht erfüllt, wir haben es bei „ProChrist“ eher mit „ContraChrist“ zu tun, auch wenn bei vielen das Anliegen, viele Menschen mit dem Evangelium in Verbindung zu bringen, ernst gemeint ist.

Wir können uns zwar mit dem Wort trösten: "Was macht es denn? Wird doch auf jede Weise, sei es aus Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt, und darüber freue ich mich. Ja, ich werde mich auch freuen" Phil 1,18, aber im selben Brief des Paulus lesen wir auch: "Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, dass sie die Feinde des Kreuzes Christi sind" Phil 3,18. Das sollten wir ernst nehmen.

Letztlich hilft es den Menschen nicht, wenn der biblische Glaube an Christus verfälscht wird. Warum Billy Graham und viele andere Evangelikale auf den ökumenischen Zug aufgesprungen sind, kann ich nur in Verbindung mit den Verführungen der Endzeit sehen. Wir alle sind aufgerufen, treu zu bleiben im Glauben und in der biblischen Lehre.

José