Autor Thema: Die Präexistenz Jesu  (Gelesen 2638 mal)

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Offline Jose

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Die Präexistenz Jesu
« am: 28 Juni 2012, 23:06:20 »
Die Präexistenz Jesu - Jesus war schon im Himmel, bevor Er auf die Erde kam.

Mich beschäftigen zurzeit Aussagen über die Präexistenz Jesu und wie es war, als Jesus auf der Erde weilte: Da war Er nicht im Himmel, sondern nur der Vater und der Heilige Geist - wenn ich es so einfältig sagen darf. Alles verstehen kann ich ja nicht. Oder wie könnte ich es mit meinem Verstand begreifen, dass Jesus "in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden" Phil 2,6-7. Das kann ich mit dem Verstand nicht erfassen.

Im Johannesevangelium lesen wir: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott" Joh 1,1, und später: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns"… Joh 1,14a. Ich habe es schon erlebt, dass jemand sich über das Wort belustigte mit der Aussage: „Über das Wort habe ich schon viel gelacht“. Nun, ich weiß nicht, was es darüber zu lachen gibt. Aber wie soll man erklären, was menschlich nicht zu begreifen ist?

Im Propheten Jesaja (7,14) war es bereits angekündigt, und im Matthäusevangelium lesen wir: "»Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Emmanuel nennen«, was übersetzt ist: Gott mit uns" Mt 1,23. Es war etwas Einmaliges und wunderbares, dass Jesus, Gottes Sohn, Mensch wurde und auf die Erde kam, ohne Seine Göttlichkeit zu verlieren. Wie herrlich ist das Wort: "Ich bin von dem Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wieder verlasse ich die Welt und gehe zum Vater" Joh 16,28. Es war und ist etwas besonders mit diesem Mann Jesus, wahrer Mensch und wahrer Gott! Der einzige, der im Himmel beim Vater war, aber zu uns auf diese Erde kam: "Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel als nur der, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen" Joh 3,13. Danke, Herr Jesus, dass Du zu uns gekommen bist!

Mich beschäftigte in diesen Tagen auch die Frage: Wie war Jesus beim Vater? Von dem Vater sagt Jesus: "Gott ist Geist" Joh 4,24a,- sollten wir von dem Sohn anders denken? Die Lehre der Zeugen Jehovas, dass Jesus im Himmel der Erzengel Michael gewesen sein soll, versucht einerseits das Unverständliche zu erklären, andererseits geht es ihnen um ihre eigene Lehre, dass eben Jesus nicht Gott ist. Dabei zu behaupten, dass Jehova das Leichnam Jesu hat verschwinden lassen, ist jedoch eine schlimme Irrlehre und steht im Widerspruch zu vielen wichtigen Aussagen der Bibel.

Beachten wir z.B. die Bibelstelle: "Paulus, Knecht Christi Jesu, berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes, das er durch seine Propheten in heiligen Schriften vorher verheißen hat über seinen Sohn, der aus der Nachkommenschaft Davids gekommen ist dem Fleische nach, und als Sohn Gottes in Kraft eingesetzt dem Geist der Heiligkeit nach aufgrund der Totenauferstehung: Jesus Christus, unseren Herrn" Röm 1,1-4. Wie kann man bei solchen Aussagen behaupten, dass der Mann Jesus im Tod geblieben ist?

Wie sollte diese Aussage auf jemand zutreffen, der im Tode blieb: "Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe" Kol 1,18. Jesus ist der Erstgeborene aus den Toten. Und im Römerbrief lesen wir: "Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern" Röm 8,29. Wir werden nicht einem Erzengel gleich werden, sondern Jesus werden wir gleich sein, lesen wir doch auch: "Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem; aus diesem Grund schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen" Hebr 2,11. Gott, dem Vater sein Dank, dass ER uns in Jesus als Seine Kinder annimmt.

Über die Präexistenz Jesu lässt uns die Bibel nicht im Zweifel: "Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war!" Joh 17,5, und wie herrlich wird es sein, wenn wir die Erfüllung dieser Bitte Jesu erfahren werden: "Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt" Joh 17,24.

Mich bewegt noch vieles, denn die Präexistenz Jesu, Sein Kommen auf die Erde, Seine Erniedrigung durch die Menschwerdung, Sein Leiden und Sterben und Auferstehen, und die Rückkehr zum Himmel, zum Vater, bleibt ein Wunder. Anbetung sei Gott!

José

Offline Jose

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ER machte sich zu NICHTS
« Antwort #1 am: 30 Juni 2012, 17:48:14 »
Mit Jesus, kam Gott auf die Erde - so einfach dürfen wir es sicherlich sagen. »Emmanuel«, was übersetzt ist: Gott mit uns, - ist hier in wunderbarer Weise Wahrheit geworden: Gott wurde Mensch und Jesus, der Gestalt nach, als Mensch erfunden. Im Philipperbrief lesen wir: "Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden" Phil 2,7. Jesus machte sich zu NICHTS - ist das der Zustand des Menschen im Vergleich zu Gott?

So tief musste sich Jesus erniedrigen, um uns erlösen zu können: "Wir sehen aber Jesus, der ein wenig unter die Engel erniedrigt war, wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, damit er durch Gottes Gnade für jeden den Tod schmeckte" Hebr 2,9. Für JEDEN, hat Jesus den Tod "geschmeckt", das macht Seine Erniedrigung umso großer und Gottes Liebe zu allen Menschen umso kostbarer, daher auch die Frage: "wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Rettung missachten?"Hebr 2,3a.

Ob Jesus der JaHWeH des Alten Testaments war, siehe das Thema: hier, ist sicherlich ein wichtiges Thema, aber dass Jesus Mensch wurde wie wir, um uns zu erlösen, ist unfassbar: "Daher musste er in allem den Brüdern gleich werden, damit er barmherzig und ein treuer Hoherpriester vor Gott werde, um die Sünden des Volkes zu sühnen" Hebr 2,17. Lob und Dank sei Gott!

José