Autor Thema: Sind die Darbysten eine Sekte?  (Gelesen 6897 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

offenbarung3-16

  • Gast
Re: Sind die Darbysten eine Sekte?
« Antwort #15 am: 20 April 2012, 06:11:58 »
Hi Jose,

für uns gilt auch: "Habe Acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe beständig dabei! Denn wenn du dies tust, wirst du sowohl dich selbst retten als auch die, welche auf dich hören.  1. Tim 4,16"
Vor allem muß man auf sich selbst aufpassen. Da man als erbsündenbelasteter Mensch sehr irrtumsfähig ist - in ALLEN Bereichen, muß man sich selbst von Gott bewerten und zurechweisen lassen. Stolz ist hier geistlich tödlich und Gottesfurcht ein guter Anfang - muß ich mich selbst ermahnen. Das alte Fleisch ist oft recht lebendig und geistlich zu nichts zu gebrauchen.

In der heutigen Zeit ist die Zahl der Irrlehrer und Sekten kaum überschaubar - was für ein Trost, daß es Gottes heiliges Wort gibt was da steht wie ein unfällbarer Baum. Hier hat man zum Glück einen Massstab an dem alles zu bemessen möglich ist. Im Zuge der Endzeit tobt der Kampf auf allen Seiten, Gottes Wort wird per "Übersetzungen" gelästert, Guru hier und da, Super-Heilige die nicht mehr meinen zu sündigen, Neo-Orthodoxe, und vieles mehr.

In der heutigen Zeit würde eine Gemeinde wie die Korinther noch als eine Super-Gemeinde durchgehen. Und so verschieben sich die Massstäbe angesichts das allgemeinen tiefen geistlichen Niveaus. Das betrifft dann auch die "Bibeltreuen" - die in der Zeit der ersten Gemeinden wohl eher gebannt geworden wären, als daß man sie für "bibeltreu" hätte halten können.

Grüße
michael

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Sind die Darbysten eine Sekte? (Die Bibel als Maßstab)
« Antwort #16 am: 20 April 2012, 17:31:54 »
Hallo Michael.
Über diese Aussage habe ich mich gefreut:
Zitat von: offenbarung3-16
In der heutigen Zeit ist die Zahl der Irrlehrer und Sekten kaum überschaubar - was für ein Trost, daß es Gottes heiliges Wort gibt was da steht wie ein unfällbarer Baum. Hier hat man zum Glück einen Massstab an dem alles zu bemessen möglich ist.

Allerdings sehe ich bei dir einen Widerspruch zu einer anderen Aussage von dir im Thread: "Die Kopfbedeckung der Frau":
Zitat von: offenbarung3-16
Die Bibel ist keine Schulbuch, welches sich durch einfache westliche Logik schnell erschließen liese. Es gehört vor allem der heilige Geist zum WORT Gottes und nicht nur der Buchstabe und eben ein eigenes Herz und Geist, welches sich von Gott lenken läßt. Ich erlebe es manchmal, daß Gottes Wort in meine Herzen lebendig wird - nicht unbedingt als Gefühl, sondern auch als eine Art innere Stimme. Da der heilige Geist in echten Heiligen wohnt, wird er ja wohl mit denen auch reden dürfen, wenn das manche Neo-Orthodoxe Dogmatiker auch hassen mögen.

Den ganzen Beitrag siehe: hier
Es klingt für mich so, dass doch nicht die Bibel als Maßstab gilt, sondern auch die eigene Meinung bzw. das eigene Verständnis.


Du hast auch geschrieben:
Zitat von: offenbarung3-16
In der heutigen Zeit würde eine Gemeinde wie die Korinther noch als eine Super-Gemeinde durchgehen. Und so verschieben sich die Massstäbe angesichts das allgemeinen tiefen geistlichen Niveaus. Das betrifft dann auch die "Bibeltreuen" - die in der Zeit der ersten Gemeinden wohl eher gebannt geworden wären, als daß man sie für "bibeltreu" hätte halten können.
Dieser Aussage kann ich nicht zustimmen, denn in der Gemeinde gab es sehr viele Nöte.

Spaltungen
Paulus schreibt an die Korinther: "Ich ermahne euch aber, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig redet und nicht Spaltungen unter euch seien, sondern dass ihr in demselben Sinn und in derselben Meinung völlig zusammengefügt seiet. Denn es ist mir durch die Hausgenossen der Chloë über euch bekannt geworden, meine Brüder, dass Streitigkeiten unter euch sind. Ich meine aber dies, dass jeder von euch sagt: Ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber Christi." 1.Kor 1,10-12. Würden doch alle Gläubige diese Ermahnung beherzigen und sich vorrangig und von Herzen an Jesus halten und nicht Menschen anhängen, das würde der Einheit im Leib Christi dienen. Ist das nicht die besondere Schuld, gerade bei den Darbysten, dass sie so sehr auf die Lehre der Brüder achten und nicht merken, dass unterschiedliche Lehren von verschiedenen Brüdern nicht der Maßstab sein dürfen, sondern daraus nur Spaltungen entstehen?

Gemeindezucht
Was aber die Gemeinde zu Korinth anbetrifft, erinnern wir uns auch an die große Sünde dort, die Paulus scharf richtete mit den Worten: "Überhaupt hört man, dass Unzucht unter euch ist, und zwar eine solche Unzucht, die selbst unter den Nationen nicht stattfindet: dass einer seines Vaters Frau hat. Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht etwa Leid getragen, damit der, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt würde!" 1.Kor 5,1-2. Nein, die Gemeinde zu Korinth wäre m.E. keine "Supergemeinde" in unseren Tagen gewesen. Aber damals gab es die Apostel, die über die Gemeinden wachten. Leider gibt es in unseren Tagen kaum noch Gemeinden, die nach diesem biblischen Vorbild geführt werden, darum gibt es auch so viele Spaltungen. Daher bin ich aber auch sehr vorsichtig, mit dem Urteil über andere, den viele urteilen und richten, sie selber stehen aber genauso verkehrt da oder noch schlimmer.

Zungenrede
Nein, die Gemeinde zu Korinth stand nicht gut da, denn Paulus muss sie sehr ermahnen. Denken wir besonders auch an die Ermahnungen hinsichtlich der Geistesgaben und insbesondere der Anwendung der Zungenrede. Wie ernst tadelt Paulus sie, wenn er schreibt: "Wenn nun die ganze Gemeinde zusammenkommt und alle in Sprachen reden, und es kommen Unkundige oder Ungläubige herein, werden sie nicht sagen, dass ihr von Sinnen seid?" 1.Kor 14,23. Das ist genau die Not in den charismatischen Kreisen, dass nicht erkannt wird, wie die göttliche Ordnung sein muss in der Anwendung der Geistesgaben und insbesondere der Zungenrede.


Ich möchte weder den Darbysmus noch z.B. die unbiblische Praxis der Zungenrede in den Pfingstgemeinden verteidigen, aber wenn es uns wirklich ein Anliegen ist, uns ganz nach dem Wort Gottes zu richten, so müssen wir stets daran denken, wie fehlbar wir selber sind. Das schlimmste ist, wenn wir andere richten aber auf anderen Gebieten vielleicht schlimmer handeln.

José
« Letzte Änderung: 20 April 2012, 18:07:18 von Jose »

offenbarung3-16

  • Gast
Re: Sind die Darbysten eine Sekte?
« Antwort #17 am: 20 April 2012, 21:13:45 »
Nabend,

Zitat
Es klingt für mich so, dass doch nicht die Bibel als Maßstab gilt, sondern auch die eigene Meinung bzw. das eigene Verständnis.
Ich meine, daß die Art wie wir denken nicht unbedingt die vollkommenste ist. Auch das Denken ist nicht rein und makellos. Das Denken wird meist von eigenen Vorstellungen, eigener Vergangenheit, Erfahrungen (die man selbst falsch bewertet) überlagert. Diese Schwachheit aber kann/muß der heilige Geist korrigieren können, sonst fährt man in falschen Denkweisen fort.

Was ich so mitbekomme sind die heutigen angesagten Themen doch eher untere geistliche Niveau-Themen wie bei den Korinthern. Da sieht man, daß die heutigen "Gemeinden" keine Smyrna-Gemeinden sind, sondern eher Laodizäa-Gemeinden. Ich habe es noch nicht gesehen, daß man darüber streitet, wer sich mehr selbst abgestorben wäre, wer sich um Witwen etc kümmern darf, daß man sich vordrängt die Schmach Jesu zu tragen, daß man sich freiwillig hinten anstellt, daß man sich an Gal 5,22 messen läßt, daß einem das irdischen Leben Dreck wert ist, daß Sterben ein Gewinn ist. Nein, es geht meist nur um irdisch/dämonische Themen - wie auch bei der Zungenrede. Einmal im Kor. erwähnt, muß das nun DAS Thema sein - eine völlige Realitäts-Verzerrung - von wem wohl ?

Zitat
Das ist genau die Not in den charismatischen Kreisen, dass nicht erkannt wird, wie die göttliche Ordnung sein muss in der Anwendung der Geistesgaben und insbesondere der Zungenrede.
Da gab und gibt es eher geistliche Geburtsfehler. Der Fehler ist hier schon immanent und nicht ein kleines Problem. Zumindest den alten und neuen Bund hätten die Pseudo-Charismatiker unterscheiden sollen. Aber da diese die Bibel nicht verstehen, kommt da halt immer ein großes Kuddelmuddel bei heraus. Ich meine, daß die Berliner-Erklärung in Ordnung ist und die Zeit hat noch mehr gezeigt, daß die Pfingst-Charismatischen Sekten eine Verführung der Endzeit darstellen, was nicht bedeutet, daß nun die Darbysten oder Calvinisten das volle Evangelium hätten. Ich selbst gehe mittlerweile davon aus, daß in den Sekten die allermeisten genauso neu geboren sind wie in der katholischen/evangelischen Religion: So gut wie gar nicht. Wären sie wirklich neu geboren, würden sie der heilige Geist in jeder Wahrheit führen können und zumindest die groben Darby,-Calvin, -Chari-Irrtümer erkennen. Entweder ist man in Gottes Reich oder in den Sekten - ich sehe da keine großen Schnittmengen. Warum sollte der Teufel nicht ein antichristisches Imitat der wahren Gemeinde Jesu nachäffen ? Das hat er in der Geschichte schon immer getan.

UND das Zeichen der Endzeit IST die Verführung! Mehr als heute kann fast nicht mehr Endzeit sein. Und deshalb gibt es Verführung auf allen Ebenen, mit allen Methoden, mit aller lichtengelsgleichen "Frömmigkeit", fleischlicher Überheiligkeit, falscher Bibeltreue, u.v.m.

"Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Acht, dass euch niemand verführt!" Matt. 24,3-4

Grüße
michael

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Sind die Darbysten eine Sekte? (Erfahrung ist kein Maßstab)
« Antwort #18 am: 21 April 2012, 15:08:32 »
Zitat von: offenbarung3-16
Was ich so mitbekomme sind die heutigen angesagten Themen doch eher untere geistliche Niveau-Themen wie bei den Korinthern. Da sieht man, daß die heutigen "Gemeinden" keine Smyrna-Gemeinden sind, sondern eher Laodizäa-Gemeinden. Ich habe es noch nicht gesehen, daß man darüber streitet, wer sich mehr selbst abgestorben wäre, wer sich um Witwen etc kümmern darf, daß man sich vordrängt die Schmach Jesu zu tragen, daß man sich freiwillig hinten anstellt, daß man sich an Gal 5,22 messen läßt, daß einem das irdischen Leben Dreck wert ist, daß Sterben ein Gewinn ist. Nein, es geht meist nur um irdisch/dämonische Themen - wie auch bei der Zungenrede. Einmal im Kor. erwähnt, muß das nun DAS Thema sein - eine völlige Realitäts-Verzerrung - von wem wohl ?

Was du so mitbekommst weiß ich nicht, aber wir bekommen mit Sicherheit alle viel zu wenig mit, was sich tatsächlich im Reich Gottes abspielt und besonders in der unsichtbaren Welt.

Was mich anbetrifft, so gehöre ich seit 25 zu einer biblischen Gemeinde. In dieser Zeit habe ich viel erlebt, freudiges und trauriges. Ich könnte dir viel erzählen, von Nöten und Kämpfen, z.B. auch vom flehen zum Herrn um Hilfe, weil eine Schwester, die im Altersheim gestorben war und nicht genug Geld angespart hatte, nur eine Urnenbestattung haben sollte, was Gott in Seinem Wort verbietet.

Was aber die Zungenrede anbetrifft, da liegst du ganz falsch. Du solltest nicht sagen, dass es nur einmal im Korintherbrief erwähnt wurde, sondern du solltest dich fragen, warum wurde es so genau erklärt, in zwei ganzen Kapitel. Hätten die verantwortlichen Brüder sich das zu Herzen genommen, hätte es die Berliner Erklärung nicht gegeben, denn es war und ist eine Sünde, wie man den Heiligen Geist gedämpft hat, indem die ganze Bewegung als dämonisch verurteilt wurde.

Ich hoffe, du erkennst, dass wir lieber zurückhaltend sein sollten, anstatt aufgeblasen über jeden und alles urteilen zu wollen. Zurückhaltend auch, wenn es darum geht, den Darbysmus an sich als Sekte zu verurteilen.

José

Offline Roland

  • Administrator
  • Benutzer
  • Beiträge: 2567
    • Hauszellengemeinde
Re: Sind die Darbysten eine Sekte?
« Antwort #19 am: 22 April 2012, 15:15:07 »
Hallo Zusammen,

ich möchte auch noch eine Definition zum Begriff "Sekte" in diesen Thread stellen:

Sprachgeschichtlich stammt das Lehnwort "Sekte" von "secta" (sequi: folgen) und bezeichnete eine Denk- und Handlungsweise, eine Lehre, philosophische Schule oder Partei. Die Vulgata übersetzt so an einigen Stellen des NT das griechische Wort HAIRESIS: neutral als Schule oder Richtung: Apg. 24,5; 24,14; polemisch abwertend als Irrlehre oder Abspaltung: Galater 5,20; 2. Petrus 2,1.  Die Ableitung von "secare" (= trennen, abschneiden) ist zwar etymologisch inkorrekt, trug indes zur umgangssprachl. Abschätzung bei.

Das Problem ist, dass sich Sekten niemals mit diesem Begriff bezeichnen, sondern z.B. im "christlichen" Kontext der BRD – Verband, Kirche (Gottes; Christi), Bewegung, Gemeinde, Gemeinschaft, Gesellschaft, Mission, Vereinigung, Christen der N.N., Bund, Versammlung, Allianz oder mit ähnlichem Namen. Gegenüber der Mehrheit der "Unerleuchteten", die nicht auf dem "rechten Wege" sind, verstehen sie sich als die kleine Elite der Auserwählten (z.B.  Zeugen Jehovas), als die auf den reineren Ursprung zurückgehende "wahre" Kirche oder als neue Offenbarungsreligion (wie z.B. die synkretistischen, ursprünglich islamischen  Baha'i). Ohne solches elitäre Bewußtsein könnte m. E.  sie schwerlich längere Zeit zusammenhalten oder dem einsetzenden Anpassungsdruck entrinnen.

Sekten haben für mich folgende Charakterisierungen:

- eine besondere Lehre/(Neu-) Offenbarung;
- eigenes Schrifttum der mit Lehr- und Gesetzesautorität ausgestatteten Sektengründer bzw. dessen legitimierten   
  Nachfolger;
- eigene Riten;
- oft ethischer Rigorismus, der sich über alle Lebensbereiche erstreckt und Bekenntnishandlungen einschließt;
- Absolutheitsanspruch;
- Überlegenheitsbewusstsein;
- Versprechen von Heil, Erlösung und Sinn für die kleine, exklusive Elite der Zugehörigen/Auserwählten;
- hoher Gruppenbinnendruck zur Erreichung emotional starker Bindung;
- leichte Zutritts- und negativ sanktionierte Austrittsmöglichkeiten.

Als negative Folgen für ihre Mitglieder habe ich folgendes beobachtet:

- Abhängigkeit;
- Verlust der Selbständigkeit;
- Unfähigkeit zu emotionalen Bindungen an Nichtmitglieder; 
- gestörtes soziales Verhalten;
- Misstrauen gegen rationales Denken;
- Zerbrechen der Familien, Fanatismus;
- Große finanzielle Verluste;
- Realitätsferne und psychische Schäden.

Soweit mein Verständnis von dem Begriff "Sekte".

Shalom

Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

  • Administrator
  • Benutzer
  • Beiträge: 2567
    • Hauszellengemeinde
Re: Sind die Darbysten eine Sekte?
« Antwort #20 am: 22 April 2012, 15:16:03 »
Wir haben jetzt einige Definitionen in diesen Thread geschrieben. Ich werde die einzelnen Beiträge zusammenfassen. Wenn Ihr mit dem Ergebnis einverstanden seid, werden wir anhand dieser Definition den darbystischen Teil der Brüderbewegung prüfen (wir können diese Definition später natürlich auch bei anderen Gemeinschaften anwenden).

Allerdings habe ich aus beruflichen Gründen nächste Woche wenig Zeit; wundert Euch daher nicht, wenn es mit der Zusammenfassung etwas länger dauert.

Ist das Vorgehen für Euch so in Ordnung?
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

offenbarung3-16

  • Gast
Re: Sind die Darbysten eine Sekte?
« Antwort #21 am: 22 April 2012, 16:52:33 »
Hallo Roland,

klingt ganz gut. Die zerstörerischen Wirkungen der Sekten sind übel; ich würde auch noch sagen:

  • Organisationsdenken, Gemeinde-Sozialismus als Immitat wahrer Einheit, Einheit durch Diktat und Menschengebote
  • aus diesem Denken folgt oft blinder Staatsgehorsam (Rolle der Darbysten etc. Sekten im 3. Reich bzw. Darbysten in der DDR)
  • Selbstmorde bzw. Behandlung in psychiatrischen Einrichtungen
  • Stiller Ausschluß aus der Sekte von Heiligen, die nicht mit allen 1001 Menschengeboten übereinstimmen: "Christlicher" Scheiterhaufen
  • Bezahl-Pfaffen als demokratische legetimierte Schwätzer (Weß Brot ich eß, des Lied ich sing')
  • Einzug irdisch/dämonischer/babylonischer Strukturen durch e.V. etc. weltliche Körperschaften ("Geistesleitung" per 2/3 Abstimmungsmehrheiten)

In dem Kontext paßt recht gut Menno Simons:

"Zweitens, wenn ich nach rechten Lehrern Umschau halte, nämlich nach solchen, die von Gott gesandt sind, von dem heiligen Geist getrieben werden, die Seligkeit ihrer lieben Brüder aus dem Innersten ihrer Seele suchen, ihren Sinn nicht auf irdische Dinge setzen, sondern das seligmachende, heilsame Wort unseres lieben Herrn Jesu Christi aus reinem Herzen predigen und in ihrer Lehre und ihrem Leben ganz unsträflich sind, so weiß ich sie nirgends zu finden. Hingegen finde ich überall auf der Welt und fast unter allen Sekten nichts als Gottesdiebe, Seelenmörder, Verführer, blinde Wächter, stumme Hunde, Sektenmeister, solche, die fleischlich, irdisch und teuflisch gesinnt sind, Feinde des Kreuzes Christi, welche ihren Bauch zu ihrem Gott erheben, falsche Propheten, Götzendiener, eitle Zauderer, Lügner und Zauberer (Joh 10,1; Jes 56,10; Phil 3,2). Wer mir in diesem nicht glauben will, der prüfe doch einmal ihr Tun recht mit des Herrn Wort und vergleiche ihre Lehre mit Christi Lehre, ihre Sakramente mit Christi Sakramenten, ihren Geist mit Christi Geist, ihr Streben mit Christi Streben und ihr Leben und ihren Wandel mit Christi Leben und Wandel und ihr werdet so viel auch ohne Gottes Wort schon durch euren natürlichen Verstand lernen und erkennen, von wem sie gesandt sind, wie, was und warum sie lehren und was für Frucht daraus hervorgeht...."
aus Die Ursache warum ich, Menno Simons, nicht ablasse zu lehren und zu schreiben

Grüße
michael

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Sind die Darbysten eine Sekte? (Definition von Sekte)
« Antwort #22 am: 22 April 2012, 18:30:28 »
Zitat von: Roland
Wir haben jetzt einige Definitionen in diesen Thread geschrieben. Ich werde die einzelnen Beiträge zusammenfassen. Wenn Ihr mit dem Ergebnis einverstanden seid, werden wir anhand dieser Definition den darbystischen Teil der Brüderbewegung prüfen (wir können diese Definition später natürlich auch bei anderen Gemeinschaften anwenden).

Hallo Roland.
Obwohl es wichtig ist, sich mit den verschiedenen Gruppen auseinander zu setzen, ist es sehr schwer, dabei nicht subjektiv zu sein und frei von der eigenen mangelhaften Erkenntnis.

Die Auseinandersetzung mit dem Darbysmus hat mir gezeigt, wie schnell mal sich dabei auch versündigen kann. Ich finde in unsere Zeit sind besonders die gefährlich, die vielleicht nicht einmal einer Gruppe angehören, aber durch ihr Schrifttum viele verführen.

Außerdem bin ich davon überzeugt, dass in vielen Hauskreisen, die es zwischenzeitlich leider gibt, auch sich viele Menschen befinden, die wegen ihres sektiererischen Verhaltens aus biblischen Gemeinden ausgeschossen wurden. Solchen Menschen bieten Foren oftmals eine gute Plattform, um über jeden und jede Richtung herzuziehen, sich selber aber nie wirklich ermahnen zu lassen.

Zusammenfassend. Du solltest nicht nur die Gruppen betrachten, denn wenn sie groß genug sind lassen sie sich auch anhand ihres Glaubensbekenntnisses relativ leicht beurteilen. Viel schlimmer sind Menschen, die sich nirgends anschließen wollen und ihre eigenen Gruppen gründen. Die sollte man erstmal fragen, warum sie so handeln. Das sind für mich die allerersten Sektierer.

Herzliche Grüße
José

Offline Roland

  • Administrator
  • Benutzer
  • Beiträge: 2567
    • Hauszellengemeinde
Re: Sind die Darbysten eine Sekte?
« Antwort #23 am: 23 April 2012, 10:00:30 »
Hallo José,

Zitat
Viel schlimmer sind Menschen, die sich nirgends anschließen wollen und ihre eigenen Gruppen gründen.
Dann ist es ja gut, dass wir diesen Thread eröffnet haben, denn das trifft auf die Darbysten zu: Darby & Co. wollten sich nirgends anschließen und haben ihre eigenen Gruppen gegründet.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Re: Sind die Darbysten eine Sekte?
« Antwort #24 am: 23 April 2012, 12:59:35 »
Zitat von: Roland
Zitat von: Jose
Viel schlimmer sind Menschen, die sich nirgends anschließen wollen und ihre eigenen Gruppen gründen.
Dann ist es ja gut, dass wir diesen Thread eröffnet haben, denn das trifft auf die Darbysten zu: Darby & Co. wollten sich nirgends anschließen und haben ihre eigenen Gruppen gegründet.

Hallo Roland.
Ich verstehe diesen Thread so, dass es allgemein umd den Darbysmus und auch ihre Entstehung geht. Willst du mit deiner letzten Aussage den Lesern klarmachen, dass, als der Darbysmus entstand, es Darby bekannt war, dass es biblische Gemeinden in seinem Umfeld gab, denen er sich hätte anschließen können aber es bewußt nicht tat, um seinen eigenen Gedanken und Lehren zu verbreiten?

Heutzutage gibt es viele Gläubige, die ohne wirkliche Not, sich nirgends anschließen, weil sie alles ablehen bzw. nicht bereit sich, sich in eine biblische Gemeindestruktur ein- und ggf. unterzuordnen. Daher mein Hinweis in meinem letzten Beitrag in diesem Thread.

Der Herr Jesus hat um die Einheit der Seinen gebetet und wir versündigen uns, wenn wir daran beteiligen, den Leib Christi zu spalten, anstatt zu einen, dort wo die biblische Einheit und die Lehre eigentlich übereinstimmen.

Herzliche Grüße,
José





Offline Roland

  • Administrator
  • Benutzer
  • Beiträge: 2567
    • Hauszellengemeinde
Re: Sind die Darbysten eine Sekte?
« Antwort #25 am: 23 April 2012, 18:49:52 »
Hallo José,

das ist Teil der darbystischen Ideologie:

Darby lehrte, dass die Gemeinde in Trümmern liege. Sie hatte versagt und konnte nicht wiederhergestellt werden. Alle vorhergehenden Systeme, die Gott für den Menschen aufgerichtet hatte, hatten versagt, und die Gemeinde von Jesus Christus ging in dieselbe Richtung. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten und Scharen von Christen in Europa verließen ihre Gemeinden und schlossen sich der neuen Gruppe an: den “Plymouth Brethren”..............

Darby brach zu jedem den Kontakt ab, der nicht mit seinen Irrlehren übereinstimmte. Hier ein Beispiel:

Zitat
Als Darby 1845 zurück nach Plymouth kam sah er, dass sich die Gruppe zahlenmäßig unter ihrem örtlichen Leiter Benjamin Newton vergrößert hatte. Doch Benjamin hatte andere Ansichten in Bezug auf die Lehre über Prophetie und Gemeindeverwaltung. Darby brach umgehend die Gemeinschaft mit Newton ab und bildete eine neue Organisation mit seinen Anhängern. 1847 wurden Darby einige Predigtnotizen von Newton übergeben, die er prompt als Ketzerei bezeichnete. Zu dieser Zeit gestand Newton „Fehler“ ein und veröffentlichte eine Erklärung, um seine Lehre zu korrigieren. Doch das war nicht gut genug für Darby, der Newton und seine Anhänger aus der Brüderbewegung exkommunizierte. Darbys Anhänger wurden als Darbyiten bekannt.
1848 eskalierte der Krieg zwischen Darby und Newton. Sowohl Georg Müller (1805-1898, links), berühmt für seine Waisenhäuser, als auch Henry Craik waren Leiter der Brüder in der Stadt Bristol. Sie hatten zwei Mitglieder aus Newtons Gruppe aufgenommen und ihnen gestattet, am Abendmahl teilzunehmen. Darby wurde wütend und behauptete, dass seine Exkommunizierung nicht beachtet würde. Er verlangte dann, dass Müller und Craik öffentlich Newtons Lehre verleugnen sollten. Als die Gruppe in Bristol sich weigerte, Darbys Aufforderung nachzukommen, erklärte dieser die Brüder aus Bristol für „unrein“ und verweigerte jede Gemeinschaft mit ihnen. Das bewirkte eine Spaltung inder gesamten Brüderbewegung und die beiden Lager wurden als „offen“ und „exklusiv“ bekannt. Darby wurde der unumstrittene Führer in der exklusiven Gruppe.

Ich gehe davon aus, dass Du auch Moody als hingegebenen Christen und biblischen Prediger ansiehst. Schauen wir uns an, wie sich Darby ihm gegenüber verhielt:

Zitat
Als Darby von D. L. Moody (1837-1899), dem großen amerikanischen Evangelisten, eingeladen wurde, einige Bibelstunden in Chicago zu halten, entwickelte sich ein Konflikt zwischen Darby und Moody über das Thema des freien Willens in einem Christen. Das Gefecht wurde so hitzig, dass Darby in einer öffentlichen Versammlung seine Bibel schloss und die Versammlung verließ. Danach verdammte Darby öffentlich Moodys Werk und behauptete, es würde Weltlichkeit in die Gemeinde hineinbringen. Darbys letzter Besuch in den Vereinigten Staaten fand 1877 statt..................
1866 wurde Darby von engen Freunden angegriffen, weil er gewisse Ansichten entwickelt hatte, die ihrer Natur nach denen ähnlich waren, die Newton Jahre zuvor vertreten hatte. Darby war nun ein extremer Dispensationalist und behauptete, dass sich die Gemeinde aufgrund von menschlichem Irrtum in einem Zustand des Ruins befinde. Die Gemeinde könne nicht wiederhergestellt werden, sondern müsse verlassen werden. Gläubige sollten sich in Hausgruppen treffen und ein heiliges Leben führen während sie auf die Wiederkunft von Christus warteten. Die Bibel sollte der einzige und ausreichende Leitfaden für den Glauben eines Christen und sein Verhalten sein, gemäß der Interpretation der Bibel, die von Darby niedergeschrieben wurde.
Quelle: http://www.eaec-de.org/Goldenes_Kalb2_1.html

Diese Einstellung hat sich bis heute unter den Darby-Jüngern etabliert. Bsp.: In einer bayrischen Kleinstadt gründete sich eine freie Gemeinde. In dieser Stadt gab es bereits eine (darbystische) Brüdergemeinde. In der freien Gemeinde wurde das Mahl des HERRN (Abendmahl) gefeiert. Als die Brüdergemeindler dies mitbekamen, sprachen sie die Verantwortlichen darauf an, dass sie erst die Genehmigung bei den "Geschlossenen Brüdern" (= Darbysten) einholen müssten, da nur dort der "Tisch des HERRN" anwesend sei. Wenn sie ohne ihre Genehmigung das Herrenmahl begehen würden, dann wäre das Frevel.

In einer anderen Gemeinde (Flensburg) wurden gezielt Leute abgeworben, um anschließend mit ihnen eine "Brüdergemeinde" zu gründen.

Dies sind keine Einzelfälle, sondern die Ideologie des darbystischen Brüdertums. Wenn das keine Sektiererei ist........?

Shalom
Roland
« Letzte Änderung: 23 April 2012, 22:45:44 von Roland »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Re: Sind die Darbysten eine Sekte?
« Antwort #26 am: 23 April 2012, 19:44:19 »
Zitat von: Roland
Dies sind keine Einzelfälle, sondern die Ideologie des darbystischen Brüdertums. Wenn das keine Sektiererei ist........?

Hallo Roland.
Danke für deine Antwort. Du, bzw. die Hauszellengemeinde, hat bereits viel über und besonders gegen den Darbysmus geschrieben. Einen unfangreicher Artikel fand ich z.B. hier: Darbysmus. Warum es dir so wichtig ist, besonders gegen den Darbysmus anzugehen und zu riskieren, dabei mehr zu schaden als gutes zu wirken, habe ich noch nicht verstanden.

Vorhin habe ich einen Text gefunden, der m.E. auch hilfreich ist zu lesen: Darby, John Nelson Darby 1800-1882. Mit dem Betreiber der Plattform habe ich mich nicht beschäftigt, ich fand nur den Artikel hilfreich.

Ich möchte allgemein noch darauf hinweisen, dass etliche, die sich wohl dazu berufen fühlen, vieles an viele Gottesmänner kritizieren, die Gott sehr zum Segen benützt hat. Ich habe mir vorgenommen, in vielen Fällen das Richten Gott zu überlassen, auch wenn ich mir vielleicht wieder gefallen lassen muss, dass mir vorgehalten wird, wie in deinem Forum hier bereits geschehen:

Zitat
ringe doch ebenso um Deine (?) durch die Sekte der Darbysten verführten und kaputt gemachten Geschwister, wie Du meinst, diese Sekte verteidigen zu müssen. Das zeigt mir eigentlich, wessen Geistes Kind du bist und wie wenig Du vom Evangelium verstanden hast bzw. scheint mir da auch eine gutmenschliche humanistische Einstellung durch. Wir müssen diesen humanistischen Weltgeist und Weltsinn verwerfen, den wir von Eltern, KiTa, Kindergarten, Schule, Studium, Berufausbildung, u.s.w. durch gehirnwäscheartige Methoden eingeimpft bekommen haben. Das echte geistliche Leben ist eben Kampf und keine Kaffefahrt der törichten westlichen Christenheit.

Auf diesen Beitrag habe ich dich in eine P.N. hingewiesen. Wer sich so äußert, der versuche nicht, mich davon zu überzeugen, dass es ihm um die Sache Christi geht und nicht um sich selber. Er handelt auch nicht anders, als das was er, an Darby oder sonst jemand tadelt. Wir sollten in allen Dingen, auch wenn wir die Gesinnung anderer zu beurteilen und zu richten versuchen, an das Wort denken: " Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, Mensch, jeder, der da richtet; denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe" Röm 2,1.

Ich schätze dich, so weit ich dich aus dem Austausch in diesem Forum zu beurteilen vermag, sehr als Bruder im Herrn, aber ich bin insgesamt nicht überzeugt, von der Hauszellengemeinde.

Dennoch im Herrn verbunden,
und ER möge mir vergeben, wenn ich in diesem Beitrag dich zu Unrecht verletzt haben sollte.

José

offenbarung3-16

  • Gast
Re: Sind die Darbysten eine Sekte?
« Antwort #27 am: 23 April 2012, 22:07:19 »
Frage an Roland:
Zitat
Warum es dir so wichtig ist, besonders gegen den Darbysmus anzugehen und zu riskieren, dabei mehr zu schaden als gutes zu wirken, habe ich noch nicht verstanden.
Ich denke es ist 2012 wichtig vor der Darbysten zu warnen, da diese sich wie der Sauerteig breit machen. In den USA gibt es wohl zahlenmäßig viele Calvinisten - beide Sekten sind heute recht aktiv (fleischlich nicht geistlich) UND geben sich das Prädikat: Bibeltreu (TM by Darby). Viele Geschwister fallen auf diese Sekten herein und gehen in die Irre. Nun könnte man der Art des geringsten Übels argumentieren (lieber Darbyst als Charismat u.s.w.) - aber ich meine die Übel der Darbysten und Co sind derart un-gering, daß man davor warnen muß. Vor allem predigen beide ein anderes Evangelium und machen damit Gott zum Lügner! Und zudem schweigt das fromme Elite zu den Irrlehren der Darbysten. Diese selbst verstehen sich in der Rolle der Retter des Christentums vor allen Irrlehrer. Dabei habe sie immer ein Thema: Charismatik, Charismatik, und: Charismatik.

Die Gefahr sehe ich primär in deren unberechtigten Bibeltreue-Prädikaten, deren Schriftentum, deren Verlagen, deren Macht und Einfluß und daß es eigentlich kein echtes bibeltreues Contra gibt. Ob Roland als Pfingstler-light (sorry :-) da nun eine glaubhafte Quelle ist ...

Und man wäre wieder beim Thema: Täter -oder Opferschutz.

Offline Roland

  • Administrator
  • Benutzer
  • Beiträge: 2567
    • Hauszellengemeinde
Re: Sind die Darbysten eine Sekte?
« Antwort #28 am: 23 April 2012, 22:43:27 »
Hallo José,

danke für Deine Antwort.

Zitat
hat bereits viel über und besonders gegen den Darbysmus geschrieben.
So viel steht gar nicht auf der HP (vielleicht kommt es Dir so vor). Schwerpunktmäßig werden Irrlehren behandelt (wie z. B. "christliche" Feiertage, wie z. B. Ostern, Weihnachten oder Ökumene usw.). Aber vielleicht ist es so: Wenn man sich zu einer Gruppe hingezogen fühlt, dann empfindet man dies vielleicht etwas anders. Genauso gut könnenten die Pfinstler sich beschweren, dass wir "viel über und besonders gegen die Pfingstler" geschrieben haben.

Zitat
Warum es dir so wichtig ist, besonders gegen den Darbysmus anzugehen und zu riskieren, dabei mehr zu schaden als gutes zu wirken, habe ich noch nicht verstanden.
Das gleiche schreiben mir die Katholiken, dass ich mich gegen Gott versündige, wenn ich ihre Lehren anhand der Bibel prüfe. Merkwürdigerweise kriege ich von Lutheranern und Calvinisten die gleichen Mails. Mir ist es nicht besonders wichtig, gegen den Darbysmus anzugehen, genausowenig mir wichtig ist, gegen die rkk oder ev. Kirche anzugehen. Mir ist es wichtig, Lehren und Strömungen anhand der Bibel zu prüfen.

Zitat
vieles an viele Gottesmänner kritizieren, die Gott sehr zum Segen benützt hat.
Auch das bekomme ich ständig zu hören, wenn ich auf Luthers Antisemitismus hinweise. Wie kann ich mich erdreisten, einen "Gottesmann" zu "kritisieren", den Gott auf solch wunderbare Weise gebraucht hat?

Zitat
Ich habe mir vorgenommen, in vielen Fällen das Richten Gott zu überlassen, auch wenn ich mir vielleicht wieder gefallen lassen muss, dass mir vorgehalten wir
Auch dies ist ein alter Hut: Wenn ich Irrlehren offen anspreche, dann richte ich. Eine ähnliche PM habe ich in einem anderen Forum erhalten. Hier geht es allerdings um den Calvinismus.
Kennst Du den Unterschied zwischen "beurteilen" und "verurteilen" (= "richten")?

Zitat
Vorhin habe ich einen Text gefunden, der m.E. auch hilfreich ist zu lesen
Diese HP steht dem Brüdertum sehr nahe. Dass der Artikel über Darby sehr selektiv ist und die negativen Seiten ausgeblendet werden, überrascht mich jetzt weniger. Das gleiche könnte ich mit den Adventisten, NAK, ZJ. und anderen zweifelhaften Gemeinschaften machen: Auch hier findest Du Webseiten, die ihre Glaubensgemeinschaft sehr selektiv darstellen und die negativen Seiten ausblenden. Nichts neues unter der Sonne.........

Ich kann Dich beruhigen, denn Du hast mich nicht verletzt.

Ich schätze Dich auch als Bruder im HERRN. Ich möchte Dich dennoch bitten, dass Du Dich mit den Fakten auseinander setzt. Immer wenn ich Fakten ins Forum stelle, dann antwortest Du mit Vermutungen und Unterstellungen. Genau so wie Du reagieren reagieren die STA, ZJ, Katholiken, Protestanten usw. Wenn man sie mit Fakten konfrontiert, antworten sie mit Unterstellungen.

Vielleicht noch ein Punkt: Wenn ich mit Unterstellungen konfrontiert werde oder jemand mir droht (was Du natürlich nicht getan hast), dann beschäftige ich mich besonders intensiv mit diesem Thema. Wundere Dich also nicht, wenn ich demnächst weitere Fakten zum Thema "Exklusives Brüdertum" veröffentlichen werde.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Re: Sind die Darbysten eine Sekte?
« Antwort #29 am: 24 April 2012, 13:43:03 »
Zitat von: Roland
Auch dies ist ein alter Hut: Wenn ich Irrlehren offen anspreche, dann richte ich. Eine ähnliche PM habe ich in einem anderen Forum erhalten. Hier geht es allerdings um den Calvinismus.
Kennst Du den Unterschied zwischen "beurteilen" und "verurteilen" (= "richten")?

Hallo Roland.
Ich habe nicht vor, mit alten Hüten nach dir zu werfen. Du brauchst mir gegenüber auch nicht immer wieder die STA, die NAK, die ZJ oder sogar die RKK zu erwähnen.

Was Luther anbetrifft bin ich sehr vorsichtig geworden, wobei seine Lehre nicht ganz zu verwerfen ist und insbesondere wie Gott ihm begegnet ist doch von einem guten Anfang zeugt.

Im Austausch mit Reformierten frage ich schon mal nach, wie sie Luther und Calvin zusammen bekommen. Calvin kann ich grundsätzlich lehrmäßig nicht empfehlen, schon gar nicht sein Institutio.

Mit meinem Hinweis bezog ich mich mehr auf Männer wie John Wesley, über den es auch viele Kritiker gibt oder z.B. Spurgeon. Ich tue mich mit Spurgeon auch sehr schwer, wenn seine calvinistischen Auffassungen erwähnt werden, siehe hierzu auch Spurgeons Haltung zum Calvinismus. In den letzten Wochen ist mir besonders Caspar von Schwenckfeld wichtig geworden. Über ihn gibt es eine Fülle von Schriften, die gegen ihn gerichtet sind. Möglicherweise ist das alles eine Folge von den Verfolgungen, denen er sehr ausgesetzt war, z.B. durch Luther. Zu diesem Gottesmann hatte ich extra das Thema aufgemacht: Caspar von Schwenckfeld - der schlesische Reformator und seine Botschaft.

Also, keine alten Hüte, aber an dich dennoch die Bitte, Irrlehren, deren Ursprünge definitiv von Anfang an irregeleitet waren, zu unterscheiden von Bewegungen, die durchaus ein biblisches Fundament hatten und biblische Lehren haben, und suchenden Menschen den Weg zum Heil zeigen können.

Vielleicht gelingt es dir außerdem, den Eindruck besser zu wehren, dass du mit dem Darbysmus die komplette Brüderbewegung meinst, damit am Ende die Leser nicht total verunsichert werden, wenn sie beispielsweise die Gute Saat vom CSV-Verlag lesen. Oder, wie bereits geschehen: Du hast mich sehr verunsichert, als du die Elberfelderübersetzung auf eine Stufe mit der Neue-Welt-Übersetzung gestellt hast. Ich könnte das nicht verantworten.

Damit es aber keine Missverständnisse gibt: Ich weiß um die unbiblischen Ansichten bzw. Lehren des CSV, auch im Kalender die Gute Saat, aber der reife Leser weiß es zu unterscheiden, und den Suchenden hindert es nicht, das Heil zu finden.

Herzliche Grüße,
José

« Letzte Änderung: 25 April 2012, 06:28:29 von Jose »