Autor Thema: Christen hinsichtlich der Vergebung der Sünden besser gestellt als Israel im AT?  (Gelesen 1357 mal)

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Offline inchristus

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Liebe Geschwister!
In 1Kor10,1-12 wird uns Israel als warnendes Beispiel gegeben, damit wir nicht ebenso zu Fall kommen wie sie. Viele wurden ja niedergestreckt in der Wüste.

Wenn Christen z.B. aufgrund großer Bedrängnis murren, so wie Israel in der Wüste, und darüber Buße tun, wäscht uns das Blut Christi rein. Israel in der Wüste murrte und etliche kamen um. Warum? Weil sie nicht Buße getan haben? Aber sie konnten doch damals Opfer (keine beständigen Opfer, was mir klar ist; aber hier geht es nicht darum) bringen zur Vergebung von Sünden. Warum konnten keine Opfer für diese Sünden dargebracht werden?

Oder sind wir heute besser gestellt als Israel in der Wüste? Wir können unser Vergehen Christus bekennen und ihn um Vergebung bitten. Wir fallen und können wieder aufstehen!

Sind wir NT-Christen nun besser gestellt als Israel im AT?

Vor Tagen habe ich in meiner großen Bedrängnis sehr gemurrt und sehnte mich für kurze Zeit nach meinem alten Leben, so wie Israel klagte: "Wären wir doch nur in Ägypten geblieben." Da kommt mir der Gedanke: Würde ich zur damaligen Zeit leben, so wäre ich verloren gewesen, so wie damals auch viele gefallen sind und das verheißene Land nicht erlangt haben. Sehe ich das richtig?

Wenn ich das richtig sehe, so sind wir NT-Christen aufgrund des Neuen Bundes besser gestellt als Israel im AT. Denn dort wäre ich gefallen und verloren und könnte nicht wie im NT wieder aufstehen. Wie geschrieben steht: Der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf.

Ich hoffe, ihr könnt mir so halbwegs folgen, was ich meine.

Liebe Grüße
Astrid
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Peter

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Liebe Astrid, Dein Zitat: " ... Warum konnten keine Opfer für diese Sünden dargebracht werden?"

Murrten sie vielleicht gegen den Geist Gottes?

Ich denke auch in diesem Zusammenhang daran, denn Gott ändert sich nicht, war früher, ist und wird sein immer derselbe.

Also was für uns ausgesprochen wurde und was einige schon gleich zu Anfang der Gemeinde erlebten, dieses Aktionieren gegen den HG( die Eheleute beim Sammeln von Geld), was mit dem Tode bestraft wurde, galt sicher schon damals bei den Israeliten......

Gedanken meinerseits nur.....  :)

Offline Jose

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Liebe Astrid,
du hast ein sehr ernstes Thema eröffnet. Der Neue Bund ist insofern besser, weil Christus die Forderung des Gesetzes für uns erfüllt hat.

Auch ist es wunderbar, wenn wir lesen:
Hebr 10,11-12
11 Und jeder Priester steht täglich da, verrichtet den Dienst und bringt oft dieselben Schlachtopfer dar, die niemals Sünden hinwegnehmen können. 12 Dieser aber hat ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht und sich für immer gesetzt zur Rechten Gottes.

Ich freue mich über dieses Thema, aber mit Vorsicht sollten wir uns darüber austauschen, da es auch Irrlehren gibt hinsichtlich der Beurteilung der Gläubigen des Alten Bundes.

Was wir aber festhalten müssen, ist m.E. die Tatsache, dass unser Gott schon immer ein gnädiger und barmherziger Gott war, wie ER es weiterhin auch ist. Aber Seine Gnade gilt für die, welche IHN fürchten, und das galt im AT und gilt auch im NT.

Herzliche Grüße,
José

Offline Jose

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Auch unser Gott »ist ein verzehrendes Feuer«
« Antwort #3 am: 07 August 2013, 19:53:04 »
Liebe Schw. Astrid, liebe Geschwister im Herrn Jesus.

Es ist ein ernstes Wort, dieses: "Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht wurden!" 1.Kor 10,10. Ich kenne eine Schwester, die auch als Zeugnis erzählte, wie ihr die Ermahnung so wichtig wurde: "Nicht zu murren". Ihr Zeugnis ging mir sehr nahe, denn sie hat seit längerer Zeit sehr viel körperlich gelitten und da ist es menschlich verständlich, wenn es auch mal zu viel werden möchte. Aber murrt man deswegen gleich? Hat Hiob gemurrt, der sogar sich wünschte, er wäre nie geboren worden? Ist es nicht oftmals ein Schreien der Seele um Hilfe zu Gott, weil man mit der eigenen Not nicht mehr selber fertig wird?

Und was das Murren anbetrifft,, so wird es wohl erst richtig schlimm, wenn alle Ermahnungen und Hinweise auf Gottes Güte nicht mehr fruchten bzw. nicht mehr gefruchtet haben, und die Gläubigen in ihrer Blindheit nicht mehr bereit sind, sich unter der Hand Gottes zu beugen und darüber nachzudenken, wie viel Gutes ihnen doch auch erwiesen wurde.

Das Wort aus Sprüche ist in der Tat ein wunderbares Wort: "Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht <doch wieder> auf, aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück", Spr 24,16, aber es ist ein Wort aus dem Alten Bund. Wir, im Neuen Bund, sollten nicht mit der Gnade spielen und denken, bis "siebenmal kann ich fallen". In welchem Zustand befinden sich viele Gemeinden und Gläubigen. Kann es daran liegen, weil sie im Übermut denken, die Gnade und die Liebe Gottes deckt alles zu?

Hebr 12,28-29
28 Deshalb lasst uns, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen, dankbar sein, wodurch wir Gott wohlgefällig dienen mit Scheu und Furcht! 29 Denn auch unser Gott »ist ein verzehrendes Feuer«.

Herzliche Grüße,
José

Offline inchristus

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Liebe Geschwister,
erneut merke ich, wie schmal doch der Weg zum Leben ist...!!!

Wiederum ist es Gott, der das Wollen und Vollbringen wirkt und ER wird das Werk, das ER in uns begonnen hat, auch vollenden!

Einen gesegneten Abend euch allen!

Astrid
« Letzte Änderung: 08 August 2013, 12:30:54 von inchristus »
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Jose

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Liebe Astrid

Wiederum ist es Gott, der das Wollen und Vollbringen wirkt und ER wird das Werk, das ER in uns begonnen hat, auch vollenden!

Auch wenn ich nicht ganz verstanden hatte, was du mit dieser Feststellung hier sagen wolltest, so ist es gewiss wahr. Unsere schwachen Bemühungen führen letztlich nicht zum Ziel, wenn Gott es nicht schenkt.

Mit freundlichen Grüssen,
José