Autor Thema: Auf dass sie alle eins seien  (Gelesen 3603 mal)

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Offline Jose

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Auf dass sie alle eins seien
« am: 30 März 2012, 09:52:47 »
In Johannes 17 lesen wir das Gebet Jesu zum Vater: "Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben, damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast" Joh 17,20-21. Wir gehören zu diesen, welche durch "ihr Wort", d.h. durch das Zeugnis der Apostel, auch zum Glauben an Jesus gekommen sind.

Es war einer meiner ersten und tiefen Erkenntnisse im Glauben - und ich danke Gott für die aufklärende Schrift die ich damals erhielt -, dass Jesus diese Einheit Seiner Jünger haben will, aber nicht um jeden Preis.

Die Ökumene ist für mich inakzeptabel, aber ich bin überzeugt, dass Jesus in Seinem Gebet nicht an diese menschlichen und religiösen Vermischungen gedacht hat. Er hat ja für Seine Jünger gebetet, auf dass sie eins sind. Wie ernst ist es mir, ist uns dieses Anliegen des Herrn?

Es sollte uns sehr ernst sein, denn Jesus bringt als Vorbild für diese Einheit, die zwischen Seinen Jüngern bestehen soll, die Einheit, der Er mit dem Vater hatte. Ist das nicht eine hohe Erwartung Jesu an uns? Ich sehe es so, aber der Herr hat darum gebeten.

Es ist aber auch eine ernste Verantwortung, denn auch dadurch soll die Welt überführt werden, dass Gott, der Vater, Jesus in die Welt gesandt hat. Auch das sollte uns bewusst sein, welchen Schaden selbstverschuldete Trennungen zwischen Gläubigen bewirken können. Nach 30 Jahren Jüngerschaft erkenne ich leider aber immer mehr, wie schwer es ist, als Gotteskinder wirklich eins zu werden, d.h. einmütig und eines Sinnes, obgleich noch nicht alle auf dem gleichen Erkenntnisstand.

Ich möchte konkret fragen: Was trennt eigentlich echte Gotteskinder voneinander?

Liebe Grüße,
José

Offline Jose

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Auf dass die Mauern fallen
« Antwort #1 am: 24 Mai 2012, 00:03:43 »
Am Wochenende schaltete ich das Radio ein und befand mich in einer Sendung über den 98. Deutscher Katholikentag. Es wurde in der Diskussion auf die Frage einer Besucherin des Katholikentages hingewiesen, die da lautet: "Wird es auch einen 9/11 geben für einen Mauerfall zwischen den Kirchen"? Die Frage war gut gestellt, aber die Antwort eines Theologen überraschte mich mehr: "Erst müssen alle Mauern zwischen uns und Jesus fallen".

So habe ich die Frage und die Antwort in Erinnerung und muss immer wieder daran denken. Dann wurde auch auf das Wort Jesu hingewiesen, dass so wie Jesus mit dem Vater eins war, auch wir mit Jesus eins werden müssen (Joh 17,21).

In der Radiosendung wurde nicht ausführlich darauf eingegangen, sondern nur der Hinweis gebracht, dass hier die katholische Kirche mit eine theologische Antwort einer sachlichen Antwort aus dem Weg ging.

Nach meiner Überzeugung, wer mit Jesus verbunden ist, der hat nichts mehr in der katholischen Kirche verloren und sucht auch keine geistliche Gemeinschaft mit praktizierenden Katholiken. Aber die Antwort, dass "zuerst die Mauern zwischen uns und Jesus fallen müssen", beschäftigt mich doch. Nicht wegen der Ökumene, sondern wegen der Trennungen und der vielen Spaltungen zwischen ernsten Gläubigen.

Kann es sein, dass es nicht nur Mauern zwischen Gläubigen gibt sondern wirklich auch zwischen ihnen und Jesus? Es muss wohl so sein, denn jede von Gott nicht gewollte Trennung kann nur eine Folge davon sein, dass eine Trennung zwischen uns und Jesus existiert. Trennungen entstehen auch durch Mauern.

Welche trennende Mauern können es denn sein: Hochmut, Stolz, Lieblosigkeit, Neid, Eigensinn, Eigenlieb, … ? Es gibt so vieles, was letztlich zu Mauerwerke der Sünde und damit der Trennung zwischen uns und Gott werden. Auch Gesetzlichkeit gehört hierzu, wenn man äußere Verhaltensweisen oder vielleicht die Gemeindezugehörigkeit so hoch bewertet, dass man nicht mehr merkt, wie ungeistlich man handelt.

Meine Frage bleibt aber: Wie können die Mauern fallen, welche wahre Christen voneinander trennen?

Gottes Segen wünschend,
José

Offline Jose

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Lasst uns einander lieben!
« Antwort #2 am: 13 Oktober 2012, 14:45:46 »
Was trennt Gotteskinder voneinander: Die Ökumene, die Tauffrage, die Geistestaufe, die Lehre über die Unverlierbarkeit des Heils (UdH) oder gar die Frage der Kopfbedeckung? Das kann Gemeinden organisatorisch trennen, - und der Leib Jesu, die Gemeinde, braucht eine Organisation -, aber was trennt dich und mich?

Beim Austausch mit Calvinisten und Anhänger der reformierten Theologie wurde mir von mindestens zwei gesagt, dass sie mich nicht als Brüder ansehen. Eine hat sich etwas vorsichtig geäußert und meinte dann: „Es kommt aber gar nicht darauf an, was ich denke, sondern Gott weiß es ja“. Das stimmt natürlich, aber wie gehen wir miteinander um?

Wenn ich auf die Frage antworten sollte: „Was trennt uns?“, so ist meine stärkste Feststellung die, dass die „Konfession“ uns trennt. Konfessionen sind aber zuallererst menschliche theologische Gebilde. Der Geist Gottes ist nicht daran gebunden.

Im Buch der Offenbarung lesen wir: "Nach diesem sah ich: Und siehe, eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen, stand vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen" Offb 7,9. Hier werden alle Gläubigen, aus allen Konfessionen - und auch alle konfessionslosen -, vor Jesus stehen. Das wird nur gelten: "Diese sind es, die aus der großen Bedrängnis kommen, und sie haben ihre Gewänder gewaschen und sie weiß gemacht im Blut des Lammes" Offb 7,14. Mir ist es hier wichtig, dass die Gläubigen aus großer Bedrängnis kommen.

Die Gemeinde Jesu stand zu aller Zeit in großer Bedrängnis, auch wenn nicht überall auf der Welt gleich. Aber in eine Bedrängnis stehen wir alle, nämlich dass der Teufel uns verführen möchte. Und wenn er es nicht schafft, durch den Abfall von Glauben, dann versucht er uns dazu zu bringen, einander zu hassen.

Der Apostel Johannes schreibt: "Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren; und jeder, der den liebt, der geboren hat, liebt den, der aus ihm geboren ist" 1.Joh 5,1. Wir sollen uns nicht deswegen lieben, weil wir in allen Lehrpunkten uns einig sind, sondern weil wir Gott geboren sind. Und wenn wir einander so in Liebe begegnen, dann können wir auch Gott von Herzen bitten und darum ringen: Herr, mache uns eins in der Erkenntnis und im Glauben!

Liebe Grüße,
José

Pilger

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Re: Auf dass sie alle eins seien
« Antwort #3 am: 13 Oktober 2012, 20:14:27 »
Lieber Jose,
wer ein bestimmtes Bekenntnis als "Meßlatte" für einen anderen nimmt, hat noch nicht verstanden, dass es um etwas anderes geht: Jesus in uns!

Liebe Grüße
Pilger

Offline Jose

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Jesus betete für die Einheit der Seinen
« Antwort #4 am: 13 Oktober 2012, 21:21:49 »
Zitat von: Pilger
wer ein bestimmtes Bekenntnis als "Meßlatte" für einen anderen nimmt, hat noch nicht verstanden, dass es um etwas anderes geht: Jesus in uns!

Lieber „Pilger“,
richtig, es darf nicht um ein bestimmtes Bekenntnis gehen, wobei das Bekenntnis Ausdruck dessen ist, was der einzelne glaubt, und zuweilen muss man fragen: Hast du Christus wirklich erkannt? Das „Christus in uns“ ist entscheidend, aber auch, dass „Christus in uns bleibt“. Danach müssen wir uns ausstrecken, und dazu gehört auch: In der Liebe des Herrn und unter der Leitung des Heiligen Geistes danach zu trachten, „eins zu werden“ mit denen, welche die Erscheinung des Herrn ebenso lieben in der Wahrheit.

Der Apostel Johannes bezeugte: "Eine größere Freude habe ich nicht als dies, dass ich höre, dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln" 3.Joh 4. Sollte es nicht auch unser Anliegen sein, eins zu werden im Herrn und im Verlangen, zusammen zu wachsen und in der Wahrheit zu wandeln? Die vielen Gemeinden, mit ihren Prägungen, die oftmals gegeneinander gerichtet und widersprüchlich sind, ist nicht „Wandel in der Wahrheit“ sondern Zeugnis davon, dass wir uns als Gemeinden sehr von der Wahrheit entfernt haben.

Ich will mich mit dem Zustand nicht abgeben sondern den Herrn bitten, wenn ich irgendetwas bislang falsch erkannt habe, es mir zu offenbaren und mich korrigieren zu lassen. Wir sollen nicht an Traditionen oder Konfessionen festhalten, denn nur das Wort gilt.


In Hinblick auf die Ökumene will ich dich auch noch an die Worte des Herrn erinnern: "Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Jetzt haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist; denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, dass du mich gesandt hast" Joh 17,6-8. Für wen, für welche Einheit hat der Herr hier gebetet?

In Johannes 17 betet der Herr Jesus nicht für die Ökumene, nicht für die Vereinigung von Gläubigen mit Ungläubigen, sondern für die, welche Gottes Wort angenommen haben und von neuem geboren sind. Wer sich der Ökumene anschließt verleugnet den Glauben und handelt gegen Christus. Da hilft das „Christus in uns“ auch nicht, denn wir sollen nicht mit den Ungläubigen an einem Joch ziehen. Jesus betet zum Vater: "Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, denn sie sind dein" Joh 17,9.

Es geht nicht um ein Bekenntnis, es geht um die Schrift: Das Wort, die Bibel, ist die „Meßlatte“.

Liebe Grüße,
José

BOB

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Re: Auf dass sie alle eins seien
« Antwort #5 am: 22 Oktober 2012, 10:03:57 »
Wichtiges Thema!
Mit wem gibt es Einheit?Mit falschen Propheten?Mit falschen Lehren?Mit gottlosen Kirchen?
Was ist Einheit IN CHRISTUS?
Unser Herr sagte in Joh.14:
Wer mich liebt hält meine Gebote.
Wer mich nicht liebt, hält meine Gebote nicht.
Daher habe ich Keine Gemeinschaft mit sog.Christen, die ungehorsam sind.
Wo Frauen predigen/Lehren oder leiten ist der Tod im Topf, da kann es keine Gemeinschaft geben.
Auch dort nicht, wo Götzendienst oder sonstige Vermischung stattfindet.
Auch dort nicht, wo die Bibel relativiert wird.
Gemeinschaft gibt es nur wo Bibeltreue der absolute Wunsch aller ist.

Pilger

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Re: Auf dass sie alle eins seien
« Antwort #6 am: 22 Oktober 2012, 13:14:12 »
Lieber Bob,

die Einheit, die Jesus in Joh.17 anspricht ist die Einheit aller, die aus dem Geist geboren sind und damit Gottes Kinder sind.

Wer dies ist, hat nach der Schrift Eindeutigkeiten, die kein Nicht-Gläubiger hat - trotz aller Fehler und Probleme.

Zum Beispiel:
Er hält Gottes Wort;  er betet; er liest die Bibel; sucht Brüder und Schwestern - trotz aller Mängel.

Natürlich gibt es Grenzen, die Du in deinem Beitrag erwähnt hast.

Ich habe nur ein wenig Angst, dass man oft andere gleich in eine Schublade steckt, wenn sie nicht ganz in die eigene passen.

Liebe Grüße
Pilger

Offline Jose

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Um welche Einheit betete Jesus?
« Antwort #7 am: 22 Oktober 2012, 23:04:31 »
Zitat von: BOB
Gemeinschaft gibt es nur wo Bibeltreue der absolute Wunsch aller ist.

Lieber „BOB“,
das ist eine wichtige Feststellung, dabei ist es auch wichtig zu bedenken, wo denn Bibeltreue anfängt.

Es geht zuerst um die Treue zu Gott selbst, wie es uns Jesus vorgelebt hat, dessen Speise es war, den Willen dessen zu tun, der Ihn gesandt hatte, und Sein Werk zu vollbringen (Joh 4,34). Zweitens, auch für uns gilt es, die klaren Anweisungen der Schrift zu befolgen und "für den ein für alle Mal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen", wie wir es in Judas 3 lesen. Was der Glaube alles umfasst, weicht leider in manchen Glaubensüberzeugungen voneinander ab, aber darüber dürfen wir nicht hinweggehen, sondern es muss uns Anliegen ein, um die Einheit im Glauben zu ringen.


Lieber „Pilger“,
ich kann deine Befürchtung sehr gut verstehen und ich teile sie aus verschienen Gründen und persönliche Erfahrungen mit dir.

Zitat von: Pilger
die Einheit, die Jesus in Joh.17 anspricht ist die Einheit aller, die aus dem Geist geboren sind und damit Gottes Kinder sind.

Ich habe nur ein wenig Angst, dass man oft andere gleich in eine Schublade steckt, wenn sie nicht ganz in die eigene passen.

Ich denke aber, dass Jesus uns nicht im Zweifel gelassen hat, für welche Einheit Er gebetet hat. Natürlich geht es um die, die aus dem Geist geboren sind - das ist ja die Voraussetzung. Aber es geht auch - und das ist besonders in unseren Tagen sehr wichtig -, um die Einheit derer, die am Wort Gottes festhalten und keine Kompromisse eingehen wollen.

Zwar wird mir zunehmend wichtiger, dass alle Erkenntnis letztlich nicht genügt und auch alles Befolgen von schriftgemäßen Anweisungen genügt nicht, wenn nicht die Liebe Gottes in uns die tiefe Triebfeder ist. Wer aber von neuem geboren ist, der sollte dann auch so wandeln wie wir es im 1. Petrusbrief lesen: "und seid wie neugeborene Kinder, begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch - damit ihr durch sie wachset zur Rettung" 1. Petrus 2,2. Zu „bibeltreu“ gehört für mich unbedingt, wie es hier in dem Wort aus dem Petrusbrief so wunderbar heißt, dass wir nach der vernünftigen, unverfälschten Milch begierig sind.

Die Einheit derer, für die Jesus gebeten hat, ist die Einheit zwischen denen, die sich unbedingt nach dem Wort Gottes richten wollen. Diese Gesinnung vermisse ich im Leben vieler Gläubigen und in der Ausrichtung etlicher mir bekannter Gemeinden, und da kann ich mit ihnen dann auch nicht am Mahl des Herrn teilnehmen. Dabei will ich aber nicht behaupten, es seien keine Gotteskinder. Das zu beurteilen traue ich mir in den meisten Fällen nicht zu.

Liebe Grüße,
José

BOB

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Re: Auf dass sie alle eins seien
« Antwort #8 am: 23 Oktober 2012, 11:00:20 »
Wir alle können irren, klar.
Aber wenn im 1.Joh. Brief steht, daß uns der Heilige Geist belehrt, muß immer eine Korrektur durch die Bibel möglich sein.Wo keine bibl.Korrektur angenommen wird, ist Gottes Geist nicht im Menschen.Oder?

Offline Jose

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Lasst und nach der Einheit im Geist trachten
« Antwort #9 am: 23 Oktober 2012, 13:07:07 »
Zitat von: BOB
Aber wenn im 1.Joh. Brief steht, daß uns der Heilige Geist belehrt, muß immer eine Korrektur durch die Bibel möglich sein.Wo keine bibl.Korrektur angenommen wird, ist Gottes Geist nicht im Menschen.Oder?

Hallo BOB,
ich kann dich verstehen und grundsätzlich hast du sicherlich recht, aber wir sind alle noch am Lernen und manches erschließt sich uns leider nicht oder konnte uns Gott noch nicht offenbaren.

Es gab gesegnete Brüder, die im bevollmächtigten Dienst standen aber z.B. an der Kindertaufe festhielten. Mir tut es sehr Leid und ich frage mich zuweilen, warum es die Brüder nicht erkannten. Ich will es nicht entschuldigen, denn von der Schrift her ist das Thema Glaubenstaufe für mich eindeutig. Aber habe ich ich allen Punkten schon die richtige Erkenntnis, auch wenn es mir ein Anliegen ist, meine Überzeugung einzig und alleine auf dem Wort Gottes zu gründen?

Was machen wir zwei z.B. mit dem Thema Geistestaufe? Oder wie stehst du zur Lehre, dass ein Christ vom Glauben abfallen kann und dann kein Christ mehr ist?

Ich denke, es ist wichtig, dass wir nach der Einheit im Geist trachten, dann wird der Herr auch zur Einheit führen. Es geht nicht um Irrlehren und es geht nicht um Gemeinschaft mit solchen, da gar nicht an der Bibel glauben. Aber es geht um DICH und mich.

Herzliche Grüße,
José

Pilger

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Re: Auf dass sie alle eins seien
« Antwort #10 am: 23 Oktober 2012, 14:44:40 »
Lieber Jose,
Du schreibst:
Die Einheit derer, für die Jesus gebeten hat, ist die Einheit zwischen denen, die sich unbedingt nach dem Wort Gottes richten wollen. Diese Gesinnung vermisse ich im Leben vieler Gläubigen und in der Ausrichtung etlicher mir bekannter Gemeinden, und da kann ich mit ihnen dann auch nicht am Mahl des Herrn teilnehmen. Dabei will ich aber nicht behaupten, es seien keine Gotteskinder. Das zu beurteilen traue ich mir in den meisten Fällen nicht zu.

Ich möchte nocheinmal Jesus zitieren, was Er meint mit "Einheit":
Joh.17, 23: Ich in ihnen  und du in mir, damit sie vollkommen eins seien".

Nocheinmal betone ich, das alle Gottes Kinder, die wiedergeboren sind, eins sind in Jesus, weil sie in Jesus sind, darin besteht die Einheit.

Gewiß gibt es Grenzen, aber die werden ja immer wieder aufgezeigt, so dass es nicht nötig ist noch einmal darauf hinzuweisen.

Liebe Grüße
Pilger

Offline Jose

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Welche Einheit meint Jesus?
« Antwort #11 am: 23 Oktober 2012, 22:51:50 »
Lieber „Pilger“,
du kannst es tausendmal wiederholen, und liegst nach meiner Überzeugung doch verkehrt, weil die Bibel etwas anderes lehrt.

Zitat von: Pilger
Ich möchte nocheinmal Jesus zitieren, was Er meint mit "Einheit":
Joh.17, 23: Ich in ihnen  und du in mir, damit sie vollkommen eins seien".

Nocheinmal betone ich, das alle Gottes Kinder, die wiedergeboren sind, eins sind in Jesus, weil sie in Jesus sind, darin besteht die Einheit.

Jesus „meinte“ und „meint“ eine konkrete Einheit und Er „betete“ für diese Einheit. Diese Einheit besteht nicht automatisch zwischen allen Wiedergeborenen.

Kennst du Geschwister, deren Zustand dem Zustand der Gemeinde zu Laodizea entspricht, zu denen der Herr spricht: "Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärest! Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde" Offb 3,15-16. Möchtest du mit solchen „eins“ sein? Wenn du ihnen helfen möchtest, dann musst du dich verhalten, wie es der Herr getan hat: "Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen und er mit mir" Offb 3,20. Der Herr stand draußen, nicht drinnen!

Sollte uns das nicht zu denken geben und uns eine ernste Ermahnung sein? Der Herr hat mit ihnen auch keine enge Gemeinschaft gehabt, aber Er klopfte an ihren Herzen und wartete darauf, ob sie Ihm öffnen würden, ob sie auf Seine Stimme hören würden, dann würde Er Gemeinschaft mit ihnen haben. Auch wir dürfen nicht geistlich zusammenarbeiten mit denen, die nicht auf die Stimme Jesu hören.

Jesus betete zum Vater: "Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, dass sie eins seien, wie wir eins sind - ich in ihnen und du in mir -, dass sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast" Joh 17,22-23. Für diese Einheit betete der Herr, die selbst von der Welt wahrgenommen werden soll.

Was die Welt in unseren Tagen wahrnimmt, sind leider viele Streitigkeiten zwischen Gläubigen und auch viele ökumenischen Verführungen. Kürzlich sagte eine protestantische Frau, die eigentlich eine tiefe fromme Prägung hat, wie sie ein Benedikterkloster besuchte und dort an einem ökumenischen Abendmahl teilgenommen hat.

Wollen wir das unterstützen, wollen wir uns schuldig machen? Wollen wir mit solchen Menschen am Mahl des Herrn teilnehmen, die nicht mehr unterscheiden können? Der Apostel schreibt: "Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die vielen, denn wir alle nehmen teil an dem einen Brot" 1.Kor 10,17. Sind wir das, wenn wir die Vermischung unterstützen oder dulden?

Liebe Grüße,
José
« Letzte Änderung: 24 Oktober 2012, 00:03:28 von Jose »

Pilger

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Re: Auf dass sie alle eins seien
« Antwort #12 am: 24 Oktober 2012, 12:43:28 »
Lieber Jose,
ich will es nocheinmal versuchen:

Die Einheit ist zunächst einmal eine innere Einheit oder meinen wir etwas verschiedenes?
Wenn Du die äußere Einheit meinst, muss ich meine Argumente ändern.

Liebe Grüße
Pilger

Offline Jose

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Vater, mach uns eins...
« Antwort #13 am: 24 Oktober 2012, 18:55:02 »
Zitat von: Pilger
Die Einheit ist zunächst einmal eine innere Einheit oder meinen wir etwas verschiedenes?
Wenn Du die äußere Einheit meinst, muss ich meine Argumente ändern.

Lieber "Pilger",
es wird sehr schwer sein zu trennen, zwischen innere und äußere Einheit und dabei auch noch die Bitte des Herrn Jesus zu berücksichtigen.

Der Herr Jesus war auf der Erde, der Vater war im Himmel, aber sie waren eins. Wir sollen nach diese Einheit trachten, die Jesus mit dem Vater hatte: Die Einheit besteht innerlich und offenbart sich äußerlich, denn selbst die Welt soll es sehen.

Vater, mach uns eins, dass die Welt erkennt, du hast den Sohn gesandt.

Liebe Grüße,
José

Pilger

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Re: Auf dass sie alle eins seien
« Antwort #14 am: 24 Oktober 2012, 19:52:32 »
Lieber Jose,
Du schreibst:
 Wollen wir mit solchen Menschen am Mahl des Herrn teilnehmen, die nicht mehr unterscheiden können?

Wie ist es dann mit: Ein jeder prüfe sich selbst?

Liebe Grüße
Pilger