Autor Thema: Die Wiedererlangungslehre  (Gelesen 14725 mal)

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Offline Jose

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Die Wiedererlangungslehre (Joh. 1,14)
« Antwort #30 am: 01 Mai 2015, 19:20:19 »
Hallo Esther,
du hattest geschrieben:

Zitat
Bevor die Stiftshütte aufgerichtet wurde, wohnte Gott nur im Himmel. Durch die Stiftshütte hatte Er sich eine bewegliche Wohnung auf der Erde geschaffen. Die Schekina Herrlichkeit war da usw.
so scheinst du dazu auch diese Erklärung von W. Lee zu verwenden (Quelle):
Zitat
The Word, by being incarnated, not only brought God into humanity but also became a tabernacle to God as God's habitation on earth among men.

Wenn du dann weiter schreibst:
Zitat
Jetzt wird dieser Begriff "stiftshüttete oder zeltete" auf die Fleischwerdung der Wortes Gottes, das Christus ist bezogen. Das macht deutlich, dass Jesus Christus die Erfüllung des AT Bildes von der materiellen Stiftshütte ist und auch des Tempels ist.

So kann ich das nicht sehen oder stehen lassen, denn Jesus sagte doch: "Ich sage euch aber: Größeres als der Tempel ist hier" Mt 12,6. Das bedeutende und wichtigere ist doch: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit" Joh 1,14. Sollten wir nicht aufpassen, mit der Verwendung von alttestamentlichen Bildern? (siehe auch Hebr 8,5).

Wie kostbar ist es doch, wenn wir lesen: "Dies alles geschah aber, damit erfüllt würde, was von dem Herrn geredet ist durch den Propheten, der spricht: »Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Emmanuel nennen«, was übersetzt ist: Gott mit uns" Mt 1,22-23. Ja, in Jesus Christus war Gott mit uns, unter uns.

Was aber das zelten Gottes bei den Menschen, in der Offenbarung lesen wir: "Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott" Offb 21,3. Auch hier ist von einem Zelt die Rede und davon, dass Gott bei uns sein wird. Erst hier wird alles erfüllt sein was Gott verheißen hat.


Auch möchte ich noch daran erinnern, dass es von Witness Lee wohl die Irrlehre gibt:
- Gemeinde wird Gott im Fleisch
Dieses Verständnis ist m.E. Grundlage für die Irrlehre, dass ein Gotteskind nicht mehr vom Glauben abfallen und zu einem Nichtchristen werden kann. Denn wenn Gott im Gläubigen ist, kann er nicht mehr verloren gehen, so die Irrlehre.

Der Herr helfe dir und uns alle, beim Lesen Seines Wortes uns von Seinem Geist leiten zu lassen.

Gottes Segen,
José

Offline Jose

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Die Wiedererlangungslehre (Joh. 10,28)
« Antwort #31 am: 01 Mai 2015, 21:38:50 »
In der Recovery Version Online (NT), scheint die Übersetzung von Johannes 10,28 soweit i.O. zu sein, auch wenn ich über »and they shall by no means perish forever« nicht sicher bin, ob der Grundtext das hergibt.

Kritisch ist allerdings die Erklärung dazu (Quelle):
Zitat
Eternal life will never run out, and the hands of the Father and the Son will never fail. Hence, the believers are eternally secure and will never perish.

Ein Gotteskind darf Heilsgewissheit haben, aber nicht Heilssicherheit in dem Sinn, dass ein Gotteskind nie vom Glauben abfallen und verloren gehen kann. Das lehrt die Bibel nicht.

Es lässt sich, anhand der Bibel und unter Betrachtung von allen Bibelstellen, nicht behaupten, dass „die Gläubigen ewig sicher sind und nie verloren gehen“, d.h., dass wer einmal gläubig geworden ist nie mehr verloren gehen kann. Die Verheißung gilt für die Gläubigen, aber nicht für die, welche den Stand des Gläubig seins wieder verlassen und die Welt und die Sünde ins Herz lassen und behalten.

Fazit
Selbst wenn die WEÜ eine gute Übersetzung sein sollte, wird sie durch die Kommentare und Erklärungen von W. Lee, - die weit über das hinaus gehen was als grammatikalische Hilfe zum Verständnis eines Wortes sinnvoll wäre -, zu einer Gefahr, selbst für aufrichtig suchende Gläubige.

Im letzten Buch der Bibel steht: "Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand [etwas] zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind" Offb 22,18. Ein lieber Bruder meinte einmal, dass auch Erklärungen in einer Bibel abzulehnen sind, denn oftmals wissen die, welche es lesen, gar nicht mehr genau, ob das was sie glauben in der Bibel steht oder ob es nur Kommentare waren, die sie in der Bibel gelesen haben.

Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen! Offb 22,21

Offline Esther

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Re: Die Wiedererlangungslehre
« Antwort #32 am: 01 Mai 2015, 23:06:45 »
Hallo Jose,
ich hörte mal von zwei Freunden, die gerettet wurden und danach sich nur um die Person Christi gekümmert haben, dass sie Gemeinschaft hatten. Danach gingen die zwei auf verschiedene Bibelschulen und wurden mit "biblischen" Lehren gelehrt. Danach war es mit ihrer Gemeinschaft vorbei. Kennst du das Buch von Bruder Yun: Heavenly Man. Da war es auch so in China. Solange sich die Christen um die Erfahrung von Christus selbst gekümmert haben, um Seine Person, konnten sie mit den anderen Christen in China zusammenkommen. Danach kamen die verschiedenen Gruppen aus Europa und brachten ihre verschiedenen Lehren mit und es entstand Spaltung unter den Christen. Sie haben sich getrennt. Jeder behauptet schriftgemäß zu sein, aber der Leib Christi erfährt Spaltung.  Das kann nicht von Gott sein. Irgendetwas ist da verkehrt. Hier ist eine Wiedererlangung nötig und zwar nach Apg.2:42  Und sie blieben beharrlich in der Lehre und in der Gemeinschaft der Apostel, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. Die Lehre ist die Offenbarung der neutestamentlichen Ökonomie Gottes in Bezug auf Christus und die Gemeinde, die Gemeinschaft ist die Teilhabe und Kommunikation mit Gott dem Vater und Christus dem Sohn.......neben der Lehre und der Gemeinschaft der Apostel sollten die Christen keine andere Lehre und Gemeinschaft haben. Nur dieses akzeptiert Gott und das ist für Ihn annehmbar. Es ist die Gemeinschaft der Apostel, die eine Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn, Jesus Christus(1.Johannes 1:3)ist, und die eine Gemeinschaft der einen Gemeinde, des Leibes Christi ist.
Paulus schrieb im 1.Tim. 1:3-4, 10  So wie ich dich ermahnte, als ich nach Mazedonien ging, in Ephesus zu bleiben, damit du gewissen Leuten gebieten solltest, nicht andersartige Dinge zu lehren, und nicht auf Mythen und endlose Geschlechtsregister zu achten, die eher Streitfragen hervorbringen als die Ökonomie(griechisch, Haushaltsgesetz) Verwaltung Gottes, die im Glauben ist.  Wo wird diese Ökonomie gelehrt?  Was ist diese Ökonomie überhaupt?                                                                                                                                                                     
..............was der gesunden Lehre entgegensteht.   Jede Lehre, die die Gläubigen von der neutestamentlichen Ökonomie Gottes ablenkt, ist nicht gesund.
Epheser 4:13-15    bis wir    alle    zur       Einheit des Glaubens      und der völligen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zu einem gereiften Mann, zum Maß des Wuches der Fülle Christi,
damit wir nicht mehr kleine Kinder seien, von jedem Wind der Lehre wie von Wellen hin und hergeworfen und umhergetrieben in dem Trugspiel der Menschen in ihrer List, um den Irrtum zu einem System zu machen,
sondern an der Wahrheit festhaltend, in allen Dingen hineinwachsen in Ihn, der das Haupt ist , Christus, ...  Was ist Wahrheit?

Hebräer 13: 9  Lasst euch nicht von verschiedenartigen und fremdartigen Lehren fortreißen, denn es ist gut, dass das Herz durch Gnade fest wird, nicht durch Opferspeisen.......Gnade ist der Genuss Christi, die Erfahrung von Ihm als Leben( Zoe)
Zu den anderen Punkten, den "Irrlehren" der Wiedererlangung werde ich mich noch äußern.
Der Herr sei mit deinem Geist, die Gnade sei mit dir, lieber Bruder.
Esther



Offline Jose

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Re: Die Wiedererlangungslehre
« Antwort #33 am: 02 Mai 2015, 15:37:25 »
Hallo Esther.
Zu deinem eingangs erwähnten Fall, kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen, dass auch ohne „Bibelschule“ es zwischen Gläubigen aus verschiedenen und biblischen Gründen zu Trennungen kommen kann. Viele Spaltungen wären aber m.E. nicht nötig, würde man sich gemeinsam vor Gott beugen.

Das Buch: Heavenly Man - Die atemberaubende Geschichte von Bruder Yun, wurde hier im Forum bereits vor einigen Jahren von einem Bruder empfohlen. Ich fand es sehr segensreich und beeindruckend.

Du hast geschrieben:
Zitat
Solange sich die Christen um die Erfahrung von Christus selbst gekümmert haben, um Seine Person, konnten sie mit den anderen Christen in China zusammenkommen. Danach kamen die verschiedenen Gruppen aus Europa und brachten ihre verschiedenen Lehren mit und es entstand Spaltung unter den Christen. Sie haben sich getrennt. Jeder behauptet schriftgemäß zu sein, aber der Leib Christi erfährt Spaltung.

Vieles ist sicherlich menschlich, daher lesen wir die Worte des Apostel Paulus: "Ich ermahne euch aber, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig redet und nicht Spaltungen unter euch seien, sondern dass ihr in demselben Sinn und in derselben Meinung völlig zusammengefügt seiet" 1.Kor 1,10. Aber Paulus schreibt auch: "Denn es müssen auch Parteiungen unter euch sein, damit die Bewährten unter euch offenbar werden" 1.Kor 11,19. Es gibt also beides, wobei Gotteskinder darum bestrebt sein sollten, dass Einheit und Einmütigkeit vorhanden ist.

Der Hinweis auf Apg. 2,42 ist auch mir sehr wichtig, aber im Neuen Testament finden wir nicht nur diesen Zustand der „ersten Liebe“ sondern auch viel Not und Spaltungen in den Gemeinden. Es ist gut, danach zu trachten, dass es wieder biblische Gemeinden gibt, aber die Bibel lehrt uns, dass in den letzten Tagen es viele falsche Lehrer geben wird.

Was diese Aussage anbetrifft:
Zitat
Das kann nicht von Gott sein. Irgendetwas ist da verkehrt. Hier ist eine Wiedererlangung nötig und zwar nach Apg.2:42  Und sie blieben beharrlich in der Lehre und in der Gemeinschaft der Apostel, im Brechen des Brotes und in den Gebeten.

Was die Ortsgemeinden von Witness Lee anbetrifft, bin ich nicht davon überzeugt, dass es sich um solche biblische Gemeinden handelt, auch wenn du es sicherlich anders siehst.

Mit brüderlichem Gruß,
José

Offline Jose

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WITNESS LEE/LIVING STREAM MINISTRY INFO
« Antwort #34 am: 02 Mai 2015, 15:44:14 »
Ex-Insider's Analysis of Witness Lee & The Local Church Movement
Hilfreiche und aufklärende Informationen von Ex-Insider.
 
Da ist unter anderem zu lesen:

WITNESS LEE/LIVING STREAM MINISTRY INFO
 
If you have received literature such as a copy of the New Testament Recovery Version with footnotes, various books by Witness Lee, or any other material published by Living Stream Ministry or its affiliate organizations...
OR
If you met someone on a college campus handing out this literature who has arranged to have a "Bible study" with you…
OR
If you have a relative involved in the Local Church Movement and you are worried about them because of their critical attitudes toward other Christians, a noticeable overemphasis on Witness Lee, extreme views concerning that ministry's place of importance in the Christian community, a rapidly cooling interest in family relations or an almost single-minded interest in that ministry's events…

THEN…you should be aware that there is a network of churches attached to this ministry, some of whose member congregations have had extremely unhappy dealings with it. The book featured here, "A Future and A Hope," will yield some idea of these negative experiences. Although it is not primarily intended for outsiders, we suggest this resource as part of your personal investigative process.

Quelle

Offline Esther

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Re: Die Wiedererlangungslehre
« Antwort #35 am: 04 Mai 2015, 10:32:05 »
Liebe Astrid,

ich habe keine Probleme mit deinen Befürchtungen. Warum wohl, sie treffen nicht zu. Ich beschäftige mich schon jahrelang intensiv mit der Wiedererlangungslehre und Übersetzung und muss einfach sagen, die Gegenargumente stammen aus einem sehr oberflächlichem, falschen Verständnis und auch die von dir angegebenen Links können nicht weiterhelfen. Diese Übersetzung ist wie ein gedeckter Tisch mit reichlich Nahrung und sie hat keine Irrlehren, sondern sie offenbart Christus und macht Ihn groß. Die Frage ist nur, was für einen Christus kennst du?  Nur den äußeren Christus in den vier Evangelien oder auch den Christus, von dem Paulus in 2.Korinther 5:16 berichtet: So kennen wir nun von jetzt an niemanden nach dem Fleisch; wenn wir auch Christus nach dem Fleisch gekannt haben, kennen wir Ihn doch jetzt nicht mehr so. Damit meint Paulus, wir sollen weitergehen und Christus nach dem Geist kennen, denn Er wurde in der Auferstehung zu einem lebengebenden Geist,...... der Herr ist der Geist.. (1.Kointher 15:45, 2.Korinther3:17), der nun in deinem menschlichen Geist wohnt.(Römer 8:16 Der Geist Selbst, bezeugt zusammen mit   unserem Geist,   dass wir Kinder Gottes sind. Epheser 2:22 in dem auch ihr miteinander aufgebaut werdet zu einer....... Wohstätte Gottes im Geist. ........Philipper 4:23 Die Gnade des Herrn Jesus sei mit     eurem Geist. usw.)   Nur wenn du Christus als den Geist kennst, mit Ihm als dem Geist ständig Gemeinschaft, Umgang und Erfahrung hast, kannst du die Wiederlangung verstehen. Der natürliche Mensch, der seelische Mensch, d.h. der nicht in seinem menschlichen Geist lebt, kann die Dinge des Geistes nicht erfassen, sie sind ihm eine Torheit. 1.Korinther 2:14 Das schrieb Paulus an die Geschwister, die reich waren an aller Erkenntnis aber sie waren keine geistlichen Menschen, sondern fleischerne, wir zu kleinen Kindern in Christus. Sie hatten zwar Gaben aber sie lebten in ihrem natürlichen, und einige sogar im fleischlichen Leben. Paulus meinte, sie leben wie gewöhliche Menschen in Eifersucht, Zorn usw. 1.Kor. 3:1 Christus ist nur wirklich und lebendig in deinem vermengten Geist. Erfährst du das nicht, hast du nur äußere Dinge, aber nicht die Erfahrung Seiner Person.  Das Problem ist, wo lebst du?
Der Herr ist mit deinem Geist.
L.G. Esther

Offline inchristus

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Re: Die Wiedererlangungslehre
« Antwort #36 am: 04 Mai 2015, 14:49:02 »
Liebe Esther,

da lag ich doch richtig mit meiner Vermutung, dass du dich sehr von der WEÜ in deinem Verständnis prägen lässt, wie du es nun selbst auch bestätigst.

Wie stehst du nun aber zu den genannten Irrlehren von W. Lee? Dieser Frage weichst du aus. Warum, wenn du doch so überzeugt von der WEÜ und den Erklärungen durch Lees Fußnoten in dieser Bibel bist? Hast du keine Haltung zu dem, was Geschwister Herrn Lee an Irrlehren vorwerfen, wo du dich über viele Jahre, wie du schreibst, mit der WEÜ beschäftigst? Dann müsstest du auch Antworten darauf haben. Ansonsten stehst du nicht so fest, wie du angibst, es zu sein.

Sei lieb gegrüßt
Astrid
« Letzte Änderung: 05 Mai 2015, 08:43:10 von inchristus »
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Jose

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W. Lee’s Irrlehre der ‘Vermengung’
« Antwort #37 am: 04 Mai 2015, 21:38:22 »
Zitat von: Esther
Christus ist nur wirklich und lebendig in deinem vermengten Geist. Erfährst du das nicht, hast du nur äußere Dinge, aber nicht die Erfahrung Seiner Person.  Das Problem ist, wo lebst du?

Die „Vermengung“ ist Kernpunkt der Irrlehre von W. Lee.

Zitat  (Wikipedia)

Zwischen dem wiedergeborenen Menschen und dem durch einen Prozess gegangenen dreieinen Gott bestehe eine organische Vereinigung (1. Kor. 6,17), ja die Beziehung mit dem dreieinen Gott sei noch mehr als nur eine Vereinigung, sie sei eine Vermengung des durch einen Prozess gegangenen dreieinen Gottes mit seinem erlösten Volk. In dieser Vermengung würden Gottes Identität als Gott und die Identität des Gläubigen als Menschen deutlich beibehalten: „zu vermengen hat nicht den Verlust der Identität zur Folge.“In Lees Worten: „Obwohl diese beiden Elemente [Göttlichkeit und Menschlichkeit] vermengt sind, bleibt die Essenz jedes Elementes in sich erhalten und es wird kein drittes Element produziert. Dies ist das richtige Verständnis von Vermengung."

Quelle


Zitat (Lebensstrom)

Unsere Praxis besteht nicht darin, das Leben nach irgendeiner guten und schlechten Art des natürlichen Menschen zu führen, sondern unsere Praxis ist, das Leben eines Gott-Menschen zu führen. Ein Gott-Mensch ist ein Mensch, der wiedergeboren und umgewandelt ist, um mit Gott eins zu sein, der Gott als sein Leben nimmt, als seine Person und als sein alles. Ein solcher Mensch wird schließlich zu Gott, was Sein Leben und Seine Natur betrifft, jedoch nicht Seine Gottheit. Dies ist ein Gott-Mensch. Heute sollten wir daher in der Wiedererlangung praktizieren, das Leben eines solchen Gott-Menschen zu führen. Dieses Leben ist ein Leben der Kreuzigung durch die Auferstehung und in sowie mit der Auferstehung. Es ist ein Leben, in welchem ich mit Christus gekreuzigt bin, und nicht mehr länger bin ich es, der lebt, sondern Er lebt in mir (Gal. 2:20). Doch wenn Er in mir lebt, dann lebt Er mit mir, mit dem Ergebnis, dass ich auch mit Ihm lebe (Joh. 14:19). Er lebt mit mir, und ich lebe mit Ihm. Wir beide leben in der Weise der Vermengung zusammen, und zwar einer Vermengung von Gott und Mensch.

Quelle


Wenn schon damals, wie viel mehr heute, sollten wir diese Ermahnung ernst nehmen: "Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen" 1.Joh 4,1

José

Offline Jose

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Re: Die Wiedererlangungslehre
« Antwort #38 am: 05 Mai 2015, 22:25:13 »
Bei solchen Aussagen aus den Lehren von W. Lee, die im vorherigen Beitrag zitiert wurden, da erkennt man, dass es sich bei der Wiedererlangung um eine Lehre, und zwar eine schlimme Irrlehre handelt:

Zitat
Ein solcher Mensch wird schließlich zu Gott, was Sein Leben und Seine Natur betrifft, jedoch nicht Seine Gottheit.  … Wir beide leben in der Weise der Vermengung zusammen, und zwar einer Vermengung von Gott und Mensch.

Es handelt sich nicht um das verkündigen von verloren gegangenen Erkenntnisse, sondern es sind verführerische und falsche Lehren.

Ich erwähnte bereits, mit einem Anhänger der WEÜ und den Lehren von W. Lee mal Austausch gehabt zu haben. Ihm war gerade die Lehre über die Vermengung sehr wichtig. Er war aber auch davon überzeugt, dass selbst wenn er sich ganz von Gott lossagen würde und gar zu Gott sagen, Ihn nicht mehr zu wollen, er dennoch nicht mehr verloren gehen könne.

Wer sich selbst schon in gewisser Weise als Gott sieht, durch die falsche Lehre der Vermengung, verliert schnell jede Fähigkeit dazu, das Wort Gottes in Demut und Einfalt zu lesen. Der Herr schenke allen, die von diesem süßen Gift der Vermengung genommen haben, Gnade, wieder zurecht zu kommen. Auch dir, wünsche ich es, liebe Esther.