Autor Thema: Die Gaben des Heiligen Geistes  (Gelesen 26676 mal)

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Offline Jose

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Die Gaben des Heiligen Geistes
« am: 05 Februar 2012, 16:46:05 »
Es wird vielfach behauptet, dass die Gaben des Heiligen Geistes nicht mehr für unsere Zeit gelten. Dabei bezieht man sich zwar i.d.R. auf die Gabe der Zungenrede, aber wie sieht es insgesamt mit den Gaben des Heiligen Geistes aus? Ich persönlich habe ein großes Problem damit, wenn etwas, was allgemein in der Bibel geschrieben steht, nicht mehr für unsere Zeit gültig sein soll.

Jesus sagte Seinen Jüngern: "Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden" Mk 16,17-18. Gelten diese Verheißungen nicht mehr? Ich bin überzeugt, sie gelten noch, aber nicht wir sind die Verwalter der Gaben Gottes, denn es steht geschrieben: "Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will" 1.Kor 12,11.

Herzliche Grüße,
José

Offline Jose

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #1 am: 17 Februar 2012, 21:10:03 »
Ich habe erst gestern gesehen, dass in "Untergeordnete Boards" ein ähnliches Thema schon mal eröffnet und beantwortet wurde: Charismen in der heutigen Gemeinde.

Das Wort GOTTES sagt dazu folgendes: Strebt nach der Liebe, doch bemüht euch auch eifrig um die Geisteswirkungen; am meisten aber, dass ihr weissagt! (1. Kor. 14,1)

"bemüht euch auch eifrig" bedeutet wörtlich:

- sehnsüchtig suchen
- verzehrend danach verlangen
- eifrig bemühen

Die Bibel fordert uns also explizit auf, ein verzehrendes Verlangen nach den Geistesgaben zu haben, sehnsüchtig danach zu suchen und sich um die Geistesgaben eifrig zu bemühen.

Die Charismata sollen von jedem wiedergeborenen Christen ausgeübt werden, der vom HEILIGEN GEIST entsprechend begabt ist.

Allerdings ist es äußerst wichtig, sich an die biblische Norm zu halten, die in 1. Kor. 12 - 14 beschrieben ist. Leider halten sich oft Charismatiker nicht daran und verursachen ein heilloses Chaos. Wenn sich Pneumatiker (geistbegabte Menschen) an die Leitlinien der Heiligen Schrift halten, wird die Gemeinde durch das Ausüben der Charismen erbaut.

Die Antwort ist für mich überzeugend.

José

Offline Jose

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #2 am: 21 April 2012, 16:17:51 »
Aus der Schrift erkenne ich keinen Grund, warum die Geistesgaben, einschließlich der Zungenrede, nicht auch für unsere Zeit gelten sollten. Mir persönlich, aber auch in der Gemeinde zu der ich gehöre, ist es ein Anliegen, dass der Herr die Gaben des Heiligen Geistes in vermehrte Weise wieder schenkt. Die Gabe der Geisterunterscheidung erflehen wir besonders für unsere dienenden Brüder, damit falsche Lehren erkannt werden und unsere Gemeinden bewahrt bleiben. Das Gebet um Heilung mit Handauflegung und Ölsalbung pflegen wir, aber die Gabe der Heilung ist was Besonderes. Wie dringend nötig ist diese Gabe doch in unseren Tage, wo selbst in der Medizin sich so viel Okkultismus eingeschlichen hat.

In 1.Thess 5,19-21 lesen wir: "Den Geist löscht nicht aus! Weissagungen verachtet nicht, prüft aber alles, das Gute haltet fest!" Hieraus erkennen wir, dass eine Weissagung nicht ungeprüft angenommen, sondern anhand der Schrift überprüft wurde. So verhielt es sich auch mit der Zungenrede. Paulus betonte, dass die Zungenrede in der Gemeinde ausgelegt werden muss, sonst können die anderen dazu das Amen nicht sprechen: "Denn wenn du mit dem Geist preist, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er ja nicht weiß, was du sagst?" 1.Kor 14,16. Die Geistesgaben waren damals auch nichts Zusätzliches zu den Offenbarungen Gottes in Seinem Wort, noch etwas was die Gläubigen selber tun wollten, um sich selbst zu rühmen.

Paulus schreibt den Korinthern: "Strebt nach der Liebe; eifert aber nach den geistlichen Gaben, besonders aber, dass ihr weissagt!" 1.Kor 14,1. Egal wie verkehrt in unseren Tagen mit dem Thema Geistesgaben umgegangen wird, wir sollten lieber an dem festhalten was geschrieben steht und uns nicht zu einer falschen Beurteilung verleiten lassen durch die falschen Zeugnisse unserer Tage. Wenn der Herr so besorgt war, uns in Seinem Wort so klar über das Thema zu belehren, dann sicherlich nicht, damit wir nun sagen, gibt es nicht mehr. Was schreibt Paulus:  "Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber noch, dass ihr weissagt" 1.Kor 14,5.

"Daher, Brüder, eifert danach, zu weissagen, und hindert das Reden in Sprachen nicht! Alles aber geschehe anständig und in Ordnung" 1. Kor. 14,39.40.


Ein persönliches Zeugnis
Vor etwa 20 Jahren, als ich noch keine eigene Stellung hatte zu diesem Thema, da kaufte ich mir ein Buch mit dem interessanten Titel: "Ich rede mehr in Zungen als ihr alle". Nachdem ich das Buch gelesen hatte übernahm ich die Argumentation des Autors, dass die Gabe der Zungenrede nur für eine bestimmte Zeit damals galt um den Juden zu zeigen, dass das Evangelium nun allen Völkern gilt. Irgendwie klang es einleuchtend und es wurden auch einige passende Bibelstellen zitiert. In Seiner Treue zeigte mir der Herr aber irgendwann, das Sein Wort und Seine Verheißungen noch gelten und die Gemeinde Jesu in unseren Tagen weiterhin die Gaben benötigt, zur ihrer Auferbauung.

José

Sabine777

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #3 am: 21 April 2012, 21:11:44 »
Hallo José,

die Standpunkte können da sehr unterschiedlich sein.
Roger Liebi hat sehr umfassend zu diesen Themen der Zungen/Sprachenrede Stellung genommen. Meiner Erkenntnis nach hat er recht, wenn man sich diesen Vortrag
 http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=20073&title=&biblevers=&searchstring=&author=0&language=0&category=0&play=0&tm=4
einmal anhört.
Meiner Erkenntnis nach gibt es in der Bibel verschiedene Zeiten, Haushalterschaften. Während der Zeit Jesus auf Erden hat Gott anders gehandelt, als heute, wo eben nicht mehr jeder zb geheilt wird. Weil die Heilung nur ein Zeichen für die Juden war, die eben Zeichen benötigen und kein Gebot Gottes, dass der aufrichtige Christ nicht krank sein kann.
Zur Zeit der Apostel wurde in anderen Muttersprachen geredet, auch als Zeichen und Wunder für die Juden.
Heute bringt diese Handhabung damit (Gebrabbel) nur negative Früchte hervor.
Zumal es nicht sein kann, dass man sein eigenes Reden nicht versteht und man gar nicht weiß, was man "sagt".
So ist der Geist Gottes nicht, hier schaltet der Verstand nicht ab auf Kosten eines undefinierbaren Lallens.

Aber ich weiß, dass hier kaum eine Positionsveränderung erreicht wird. Der, der meint, dass es biblisch ist, wird davon nur abrücken, wenn Gott es aufzeigt.
Insofern - nichts für ungut -  ich schätze Dich als lieben und demütigen Bruder, das spricht für mich sowieso eine lautere Sprache als unterschiedliche Ansichten.

Gruß
Sabine

offenbarung3-16

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #4 am: 21 April 2012, 22:11:23 »
Was ich so an den Geistergaben sehe, macht mir das keinen Eindruck, als würde da irgendwer erbaut werden. Jedenfalls haben die Pfingst-Charismatischen-Sekten alles, aber sicherlich keine Gaben DES heiligen Geistes. Die ganze Kirchengeschichte der Pfingst-Charismatischen-Sekten zeigt doch eins ganz klar, jene dienen einem anderen Geist und da ist prinzipiell fraglich, ob das überhaupt Heilige sein können. Diese ganze "Bewegung" stellt eine Endzeit-Verfühung dar mit FALSCHEN Gaben und FALSCHEN Zeichen und Wundern.

Wie wäre es denn mit den Gaben wie in Gal 5,22 ? Nein, für Jose gibt es nur 1. Kor 11 - 14.

Ich denke das Grundproblem der Irreführung der vermeintlich Geistbegabten liegt in der Heiligungs-Abkürzung. Also: Schnell mal Geistertaufe und schon ist mal ganz heilig. Wie das Leben aussieht, ob man Christus ähnlicher geworden ist, sein Leben mit der Zeit heiligt spielt bei solchen Fast-Food-Scheinheiligungen kaum eine Rolle. Hand drauf - gut ist. Am besten fällt man dann noch zungenredent rückwärts um mit Schaum vor dem Mund.

Ich meine der Satan hat da die Heiligungsbewegung per Heiligungs-Abkürzung ganz gewaltig betrogen. Die Pfingstler meinen oft, was wie geisterfüllt sie wären, dabei ist das bei echten Heiligen normal und unbesonders und echt.

Offline Jose

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #5 am: 22 April 2012, 12:36:13 »
Hallo Sabine und vielen Dank für deine Antwort.
Zitat von: Sabine777
Aber ich weiß, dass hier kaum eine Positionsveränderung erreicht wird. Der, der meint, dass es biblisch ist, wird davon nur abrücken, wenn Gott es aufzeigt.
So ist es und es ist mir wirklich ein Anliegen, mich weder von der einen noch der anderen Richtung beeinflussen zu lassen.

Leider gibt es zwei ganz große Lager: Die einen betonen zu sehr die Gaben, und hier leider zu sehr das Reden in Zungen; die anderen lehnen alles ab und verweisen auf die tatsächlichen Missstände. Ich zähle mich zu der sicherlich sehr kleinen, mittleren Gruppe und sehe keine Veranlassung, die Gaben des Geistes für unsere Zeit abzulehnen. Es ist aber der Heilige Geist der sie schenkt, und zwar wie ER will. IHN möchte ich nicht betrüben, durch eigenes Handeln.

Bei dem Austausch mit einem Bruder aus den gemäßigten Raven-Brüder fand ich übrigens sehr interessant, dass er die Geistesgaben nicht prinzipiell ablehnt, wenn sie Gott z.B. bei Erweckungen schenkt, allerdings stehen die Gemeinden besonders in der Verantwortung, sich nach der Schrift zu richten und die Lehre nicht zu vernachlässigen. Hier waren wir uns auch sehr einig.

Ich freue mich, über den weiteren Austausch mit dir und wünsche dir Gottes Segen.

----

Hallo Michael.
Ich besuche keine Pfingstgemeinden und bin froh, dass meine Wahrnehmung nicht so geschädigt wurde, wie leider bei vielen anderen.
Zitat von: offenbarung3-16
Was ich so an den Geistergaben sehe, macht mir das keinen Eindruck, als würde da irgendwer erbaut werden. Jedenfalls haben die Pfingst-Charismatischen-Sekten alles, aber sicherlich keine Gaben DES heiligen Geistes.

Was mich persönlich enttäuscht und auch nicht vertrauenerweckend ist, ist die nun wiederholte Aussage von dir:
Zitat von: offenbarung3-16
Wie wäre es denn mit den Gaben wie in Gal 5,22 ? Nein, für Jose gibt es nur 1. Kor 11 - 14.
An dieser Stelle möchte ich dir aber zumindest danken, dass du 1. Korinther 13 nicht ausgeklammert hast.

In den letzten Versen in 1. Korinther 12, und sozusagen in der Einleitung zum Kapitel 13, schreibt der Apostel Paulus: "Und die einen hat Gott in der Gemeinde eingesetzt erstens als Apostel, zweitens andere als Propheten, drittens als Lehrer, sodann Wunderkräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Leitungen, Arten von Sprachen. Sind etwa alle Apostel? Alle Propheten? Alle Lehrer? Haben alle Wunderkräfte? Haben alle Gnadengaben der Heilungen? Reden alle in Sprachen? Legen alle aus? Eifert aber um die größeren Gnadengaben! Und einen Weg noch weit darüber hinaus zeige ich euch" 1.Kor 12,28-31. Diese Worte des Apostels zeigen uns deutlich, dass es sich bei den Geistesgaben nicht um ein Thema der Korinther gehandelt hatte, sondern es ist ein Thema für die Gemeinde Jesu. Aber gerade die Aussage: Und einen Weg noch weit darüber hinaus zeige ich euch, finde ich so wichtig, denn es zeigt uns, um was es uns in erster Linie gehen muss. Dann kommt Kapitel 13, das sogenannte Hohelied der Liebe.

Was aber Galater 5,22 anbetrifft, so habe ich schon viele Predigten darüber gehört und es ist unbedingt wichtig es zu beachten. Dieser Vers 5,22 lautet übrigens: "Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue" Gal 5,22, und das finde ich eine sehr wichtige Ergänzung zu 1. Korinther 13 und hier merken wir auch sehr deutlich, um was es uns gerade im Umgang miteinander auch gehen muss.

Besonders Vers 20 sollten wir auch nicht übersehen, wo es um die Werke des Fleisches geht: "Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen" Gal 5,20. Es gibt so viel unnötigen Streit, oftmals weil man eifrig darin ist zu suchen, was nicht wirklich göttlich ist. Dann gibt es Zornausbrüche, die leider oft als "heiligen Zorn" bezeichnet werden. Handelt es sich dabei nicht eher um Selbstsüchteleien, die nur zu Zwistigkeiten und Parteiungen führen? Es möge sich doch jeder selber prüfen, ob er noch im Glauben und in der Liebe Christi steht.

Ich wünsche dir Gottes Segen. Gott allein kann uns helfen, wenn wir aufrichtig sind.

José


« Letzte Änderung: 22 April 2012, 13:12:27 von Jose »

Offline Roland

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #6 am: 22 April 2012, 14:16:33 »
Hallo Michael,

Zitat
Wie wäre es denn mit den Gaben wie in Gal 5,22 ?

In Galater 5,22 ist nicht von den Gaben des HEILIGEN GEISTES die Rede (wie José bereits richtig geschrieben hat), sondern von der Frucht des HEILIGEN GEISTES. Wenn man die Frucht mit den Gaben des GEISTES verwechselt, kommt man zwangsläufig zu falschen Schlussfolgerungen.

Die Frucht des GEISTES aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.
Galater 5,22

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Jose

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes (Heilung)
« Antwort #7 am: 24 April 2012, 09:36:37 »
Zitat von: Sabine777
Meiner Erkenntnis nach gibt es in der Bibel verschiedene Zeiten, Haushalterschaften. Während der Zeit Jesus auf Erden hat Gott anders gehandelt, als heute, wo eben nicht mehr jeder zb geheilt wird. Weil die Heilung nur ein Zeichen für die Juden war, die eben Zeichen benötigen und kein Gebot Gottes, dass der aufrichtige Christ nicht krank sein kann.

Hallo Sabine.
Bitte gestatte mir, auf diese Aussage von dir zurückzukommen, hierbei möchte ich aber keineswegs auf das Thema "Haushalterschaften" eingehen sondern nur auf die Aussage bezüglich Heilung.

Jesus tat viele Wunder und gerade die Heilung war ein sichtbares Zeichen seiner messianischen Vollmacht, wie es z.B. aus Seiner Antwort an Johannes den Täufer ersichtlich ist: "Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen wieder, Lahme gehen, Aussätzige werden gereinigt, Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird gute Botschaft verkündigt!" Lk 7,22. Und wir lesen auch später von, nach Jesu Himmelfahrt, von vielen Heilungen, z.B. hier: "Und ungewöhnliche Wunderwerke tat Gott durch die Hände des Paulus, so dass man sogar Schweißtücher oder Schurze von seinem Leib weg auf die Kranken legte und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister ausfuhren" Apg 19,11-12. Es waren beeindruckende Erweckungszeiten.

Dennoch ist es nicht so, dass immer jeder geheilt wurde. Eines der Zeugnisse, die mich hierbei wieder auf den Boden der Tatsachen bringen, ist das Zeugnis über Epaphroditus, über den Paulus schreibt: "Ich habe es aber für nötig gehalten, Epaphroditus, meinen Bruder und Mitarbeiter und Mitstreiter, euren Abgesandten und Diener meines Bedarfs, zu euch zu senden; da er ja sehnlich nach euch allen verlangte und er in Unruhe war, weil ihr gehört hattet, dass er krank war. Denn er war auch krank, dem Tod nahe; aber Gott hat sich über ihn erbarmt, nicht aber nur über ihn, sondern auch über mich, damit ich nicht Traurigkeit auf Traurigkeit hätte" Phil 2,25-27. Wie ermahnend sind hier die Worte: Gott hat sich über ihn erbarmt. Es ist allemal Gnade und Barmherzigkeit, wenn Menschen geheilt werden.

Wir dürfen aber unsere Verantwortung nicht vergessen und daran werden wir auch erinnert, wenn wir über das verkündigte Wort lesen: "Wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Rettung missachten? Sie ist ja, nachdem sie ihren Anfang damit genommen hatte, dass sie durch den Herrn verkündet wurde, uns gegenüber von denen bestätigt worden, die es gehört haben, wobei Gott zugleich Zeugnis gab durch Zeichen und Wunder und mancherlei Machttaten und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen" Hebr 2,3-4. Warum sollte Gott nicht auch in unseren Tagen Wunder tun? Wie wichtig ist aber auch hier der Hinweis: Nach seinem Willen. Es steht hier besonders im Zusammenhang mit der Austeilung des Heiligen Geistes, aber davon hängt m.E. ohnehin alles ab, denn nicht umsonst lesen wir im Korintherbrief: "Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will" 1.Kor 12,11. Es ist übrigens wichtig, nicht nur eine Stelle zu betrachten, sondern die ganze Bibel, und da merken wir schnell, dass Gottes Wort sich wunderbar ergänzt.

Gott hat also den ersten Christen wunderbare Erfahrungen geschenkt, auch als Bestätigung für das verkündigte Wort. aber wir sollten nicht meinen, dass wir nun keine Wunder mehr bräuchten und die Vollmacht von oben. Aber auch unser Glaube gehört dazu, darum auch die Ermahnung in Hebräer 2.

Mir ist es daher wichtig, alles aus dem Wort Gottes ernst zu nehmen, auch wenn unsere Erfahrungen dagegen sprechen wollen. Bezüglich Heilung habe ich mich vor einigen Monaten mit dem Buch: "Gute Botschaft den lieben Kranken" beschäftigt und war sehr bewegt, von dem Zeugnis über Henriette v. Seckendorff und ihre Erfahrungen hinsichtlich Glaubensheilungen. Hier hat Gott eine Frau gebraucht, denn ER kann auch durch Frauen viele Wunder tun. Es mögen sich manche vielleicht daran stören, dass sie als Frau den Kranken die Hände aufgelegt hat, aber wir Brüder müssen uns fragen: Wo ist unser Glaube?

Herzliche Grüße,
José

Sabine777

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #8 am: 25 April 2012, 12:44:58 »
Hallo José,

dass Gott heilen kann, ist ja unbestritten.
Aber er heilt nicht jeden zu jeder Zeit.

Bezüglich Heilung habe ich mich vor einigen Monaten mit dem Buch: "Gute Botschaft den lieben Kranken" beschäftigt und war sehr bewegt, von dem Zeugnis über Henriette v. Seckendorff und ihre Erfahrungen hinsichtlich Glaubensheilungen. Hier hat Gott eine Frau gebraucht, denn ER kann auch durch Frauen viele Wunder tun. Es mögen sich manche vielleicht daran stören, dass sie als Frau den Kranken die Hände aufgelegt hat, aber wir Brüder müssen uns fragen: Wo ist unser Glaube?


Hier kann ich nun gar nicht mit.
Dass Gott heute noch ebenso flächendeckend Wunder tut, wie zu apostolischen Zeiten ist einfach nicht so und insbesondere wohl nicht durch Frauen, wie Du schriebst.

Ich würde mir niemals die Hände auflegen lassen, es sei denn, ich kenne den Bruder sehr gut. Von einer Frau gewiss nicht.
Frauen haben keine lehrmäßigen, autorativen Funktionen im Reich Gottes und die Tatsache, dass sie bei weitem empfänglicher für mediale Faktoren sind, macht die Sache umso sensibler.
Da sollte eine Frau sich sehr vorsehen und genau und nüchtern prüfen, bevor sie so etwas macht.

Aber ich bin sowieso der Meinung, dass die gesamte schwärmerische charismatische Bewegung von unten gewirkt ist.

Gruß
Sabine


offenbarung3-16

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #9 am: 25 April 2012, 18:48:20 »
Daß Jesus zu seiner Zeit alle geheilt hatte und seine Jünger viele ist heilsgeschichtlich als eher einmaliges Ereignis zu sehen. Man muß dazu kein Dispensationalist sein, um das zu erkennen. Wenn es anders wäre, dann würden heute ja alle Christen gesund sein - ist aber nicht so - und liegt auch nicht an "mangelndem Glauben". Ich meine, es war auch ein Zeichen an die Juden, daß Jesu DER Messias ist. Dieses Zeugnis hat er ihnen gegeben.

Paulus hatte selbst leiden und konnte sich selbst nicht heilen und Paulus konnte Timotheus später auch nicht mehr heilen und gab ihm den Rat etwas Wein für seinen Magen zu nehmen.

Die heutige Pseudo-Heiligungs"bewegung" (besser Stillstand) ist entweder seelisch oder dämonisch. Viele der "christlichen" Heiler sind nichts weiter als Medien das Satans. Ist halt der übliche heidnische Heilungs-Ritus nur eben mit einem falschen Jesus dabei. Vorzugsweise sind diese Irrgeister bei Pfingstlern und Charismaten anzutreffen. Deren Gurus sind ja das beste Beispiel, daß sie den Teufel zum Vater haben.

Krankheit gehört zum Leben wie der Tod. Unser Leib wird erst mit dem neuen Auferstehungsleib erlöst. Solang ist er noch dem Sündenfall unterworfen (Gott kann hier in Ausnahmefällen sicherlich heilen). Wenn man älter ist, ist es normal, daß man kränker wird. Ein Auto rostet auch irgendwann. Und so verfällt halt auch der Mensch wieder zu Dreck von dem er gekommen ist.

Offline Jose

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #10 am: 25 April 2012, 20:23:11 »
Zitat von: Sabine777
dass Gott heilen kann, ist ja unbestritten.
Aber er heilt nicht jeden zu jeder Zeit.

Danke für deine Antwort, Sabine. Ich wollte mit meinem Beitrag auch nichts anderes behaupten. Es gibt ja leider auch richtige "Heilungsveranstaltungen", in denen Menschen gelockt werden mit der Aussicht auf körperliche Heilung. Nein, so etwas möchte ich gar nicht unterstützen.

Aber gerade deine Aussage: "dass Gott heilen kann, ist ja unbestritten" führt mich immer wieder in die innere Prüfung: Warum geschieht in unseren Tagen so wenig? Wir lesen im Jakobusbrief: "Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden" Jak 5,14-15, tun wir das, glauben wir das? Es bedeutet natürlich nicht, dass dann immer Heilung eintreten muss, das ist uns klar, aber vertrauen wir Gott und flehen wir zu IHM um Heilung?

Jakobus 5,14.15 hat nichts mit den Gaben des Heiligen Geistes zu tun, und doch geschieht nichts ohne die Kraft des Heiligen Geistes. Daher ist es mir sehr wichtig, wie bereits erwähnt, nichts in Frage zu stellen, was die Bibel klar den Gläubigen verheißt. Dazu gehört auch z.B. der Empfang des Heiligen Geistes, als eine besondere Erfahrung. Jesus selbst hat gesagt: "Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!" Lk 11,13. Wenn selbst der Herr es erwähnt, warum sollte es uns nicht wichtig sein, um die Gabe des Heiligen Geistes zu bitten?

Ich denke, es kommt schon sehr darauf an, wie wir zu Gott stehen. Jakobus erwähnte auch Elia und er schrieb: "Elia war ein Mensch gleich wie wir; und er betete ein Gebet, daß es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monate. Und er betete abermals, und der Himmel gab den Regen, und die Erde brachte ihre Frucht" Jak 5,17-18. Auch hier werde ich immer wieder stille und denke darüber nach: Elia war ein Mensch wie "ich", aber bin ich ein Mensch wie Elia? Ich kann meinen Glauben nicht mit dem Glauben Elias vergleichen, aber habe ich dafür eine Entschuldigung?

Du kennst sicherlich das Lied: "Betgemeinde, heilige dich, von Christoph Karl Ludwig von Pfeil (1712 - 1784). Es hat mich sehr bewegt, als ich das Zeugnis las, dass v. Pfeil für einen Todkranken Freund viel betete, bis er die Gewissheit erlangte, dass sein Freund gesund werden würde. Dann schrieb er das dem Freund, und als dieser den Brief las, stand er auf, zur Verwunderung seines Arztes, der es nicht fassen konnte.

Henriette von Seckendorff war übrigens eine Urenkelin von v. Pfeil. Vielleicht möchtest du den Artikel über sie in Wikipedia lesen: Henriette von Seckendorff-Gutend. Ich denke nicht, dass sie etwas mit der Pfingstbewegung zu tun hat, aber sie hatte eine besondere Vollmacht des Heiligen Geistes.

Wenn du Interesse hast empfehle ich dir das Buch: "Gute Botschaft für die lieben kranken" zu lesen. Die Ausgabe von der "Strassenmission glaubensfroher Christen Waldbröl" ist teilweise noch zu haben.


Und was die Aussage anbetrifft:
Zitat
Aber ich bin sowieso der Meinung, dass die gesamte schwärmerische charismatische Bewegung von unten gewirkt ist
, so lasse ich es einfach stehen. Ich war schon in Versammlungen, wo in Zungen gebetet wurde, mit anschließender Auslegung. Ich hatte nicht den Eindruck, dass hierbei ein Geist von unten am Werke war. Und wenn ich besonders an einen bestimmten Bruder denke, den ich persönlich kannte und den der Herr mit der Gabe gesegnet hatte (er ist zwischenzeitlich beim Herrn), erkenne ich rückblickend nichts, wo ich den Eindruck hätte, der Segen des Herrn wäre nicht auf sein Leben gelegen. Ganz im Gegenteil.

Dennoch weiß ich wohl, dass die Missstände schlimm sind. Aber sie wurden nicht besser nach der Berliner Erklärung, denn es wurde auch abgelehnt, was Gott gewirkt hatte.

Herzliche Grüße,
José

offenbarung3-16

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #11 am: 25 April 2012, 21:59:25 »
Das alles sind im Grund wieder 1. Korinther (der schlechteste Gemeinde überhaupt) Baby-Themen für eher ungereifte Christen.

Zitat
Dazu gehört auch z.B. der Empfang des Heiligen Geistes, als eine besondere Erfahrung. Jesus selbst hat gesagt: "Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!" Lk 11,13
Die Geistertaufe ist eine Dämonen-Lehre. Zudem steht in Lukas 11,13 nix von deinem Korinther-Thema. Man sieht, wie sehr Du schon die Bibeltexte nicht mehr erkennst, weil Du nur noch 1. Kor 11ff im Kopf hast. Ein Schwarmgeist eben.

Der alte Spruch, die Pfingstler sind die Elite der Hölle hat in jedem Fall etwas wahres. Echte Heilige brauchen keine billige Geistertaufe für Fleisches-Menschen. Diese heiligen sich und sind deshalb schon weitaus mehr echt geisterfüllt wie die fleischlichen Pfingstler, die ich überwiegend für Heiden halte und deren Werke auch zeigen, daß sie den Teufel zum Vater haben. Und im Unterschied zu den Fleischgetauften stellen die wahren Heiligen Gott in die Mitte und nicht ihre Gaben etc.

Zitat
Henriette von Seckendorff
Die würde Dir wahrscheinlich was erzählen von echten und falschen Geistern. Wird kaum funktionieren, diverse Namen nun als Kronzeugen für deine Pfingstler-Irrlehren vor zu spannen.

Zitat
Strassenmission glaubensfroher Christen Waldbröl
Diese irrlehren auch die Geistertaufe - sollte man eher von Abstand nehmen.

Zitat
Dennoch weiß ich wohl, dass die Missstände schlimm sind.
Sehe es so wie man bei euch sagt: Bei einem Brunnen kommt auch erst mal schmutziges Wasser bis reines kommt. Nach 100 Jahren Pfngst-Charismatischer Verführung ist bisher noch nichts wirklich Reines hervor gekommen und kann auch nicht, da die Quelle ein falscher Geist ist.

Offline Jose

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #12 am: 25 April 2012, 23:37:32 »
Wir hatten, dem Herrn sei Dank dafür, und haben viele glaubwürdige Vertreter der Geistesgaben. Einer davon war Jonathan Paul.

Seine Lieder singe ich immer wieder gern. Es ist kennzeichnend, dass viele Gemeinden, wie ich hörte, gar nicht mehr aus dem Pfingstjubel singen. Vermutlich liegt es daran, dass darin viele Glaubens- und Heiligungslieder enthalten sind, auch von Jonathan Paul.

Im alten Liederbuch "Pfingstjubel" gibt es z.T. sogar Lieder mit der Angabe Z.G. Im Vorwort steht: »Die mit Z.G. gezeichneten Lieder sind Zungengesänge - "Psalmen im Geiste" (1. Kor. 14,15), die dem Betreffenden entweder in der einsamen Anbetung vor Gott oder im gemeinsamen Gebet in der Gemeinde zur Erbauung aller vom Herrn geschenkt worden sind«.

Wenn ich mir z.B. den Text vom Lied 399 anschaue:
    Tauch in das Meer der Gnade tief hinein!
    Nur Freigewordene können Überwinder sein.
    Tauch in das Meer der Gnade tief hinein!
    Nur Stillgewordene können Überwinder sein.

    Z.G. 1915

und das Lied singe, finde ich sowohl den kurzen Text als auch die Melodie sehr schön und ansprechend.

José
« Letzte Änderung: 25 April 2012, 23:42:10 von Jose »

Offline Jose

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #13 am: 26 April 2012, 00:15:49 »
Zum Thema "Glaubensheilung" möchte ich noch etwas nachtragen, vielleicht gelingt es auch Missverständnisse zu vermeiden.

Es gibt Gläubige die erst zum Arzt gehen, wenn es gar nicht mehr anders geht. Andere werden getadelt wenn sie zum Arzt gehen und des Unglaubens bezichtigt. Ich denke aber, hier soll doch jeder handeln wie er innerlich geführt wird.

Meine persönliche Erfahrung ist ja, dass Gott, auch nachdem ich Sein Kind wurde, mich nicht geheilt hat. Jedoch hat Er wunderbar hindurchgetragen und geholfen und gerade durch meine Schwerbehinderung mir herrliche Segnungen geschenkt. Persönlich bin ich überzeugt, dass ich nicht Sein Kind geworden wäre, wenn Gott mich nicht diesen Weg geführt hätte. Er hat es zugelassen, damit ich auf Seine Stimme höre.

Aber ER, der Herr hat uns Seine Verheißungen gegeben und nirgends aufgehoben, daher bin ich davon überzeugt, dass Gott auch heute noch heilt. Etliche Bibelstellen belegen das, wie zum Teil schon erwähnt. Die Not unserer Zeit liegt eher darin, dass die Gläubigen vieles von Gott erwarten, aber nicht bereit sind, sich Gott ganz hinzugeben. Wenn ich an die Situation in den sogenannten charismatischen Kreisen denke, da erschrecke ich, weil dort viel von Geistesgaben die Rede ist aber wenig von Buße, Bekehrung und Wandel in Heiligung. Zeichen und Wunder sind auf jeden Fall nicht das entscheidende, wenn man in den Himmel will, denn Jesus sagt: "Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!" Mt 7,22.23. Damit sagt Jesus aber sicherlich nicht aus, dass alle Zeichen und Wunder Sünde sind, aber wir sollen sehr wohl achtgeben, dass wir nicht Zeichen und Wundern nachlaufen.

In meinem Bekanntenkreis sagte eine Person: "Lasst uns in jene Veranstaltung gehen, dort wird für kranke gebetet und vielleicht wird meine Tochter gesund". Die andere antwortete: "Nein, da war ich schon mal. Dort geht es so laut zu. Es darf uns nicht um Gesundheit um jeden Preis gehen, denn die Gesundheit ist nicht das wichtigste. Es geht darum, dass Gott in unserem Leben verherrlicht wird. Zu Seiner Verherrlichung dient mit Sicherheit aber auch, wenn wir IHM vertrauen und seine Macht über die Krankheit erleben und bezeugen dürfen. Insbesondere aber, dass wir Seinen Geist nicht dämpfen. Und nicht umsonst lesen wir auch: "Und wir sind Zeugen von diesen Dingen und der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen" Apg 5,32.

Dass der Empfang des Heiligen Geistes aber keine einmalige Angelegenheit ist, erkennen wir z.B. aus der Bibelstelle: "Und als sie gebetet hatten, bewegte sich die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit" Apg 4,31. Es handelte sich hier um Gläubige, die den Heiligen Geist bereits empfangen hatten.

José

offenbarung3-16

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #14 am: 26 April 2012, 17:11:14 »
Zitat
Dass der Empfang des Heiligen Geistes aber keine einmalige Angelegenheit ist, erkennen wir z.B. aus der Bibelstelle: "Und als sie gebetet hatten, bewegte sich die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit" Apg 4,31.
Doch der ist einmalig:

in ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Rettung gehört habt, in ihm seid auch ihr, als ihr glaubtet, versiegelt worden mit dem heiligen Geiste der Verheißung, Epheser 1,13

Mit dem wahren Glauben bekommt jeder Heilige den heiligen Geist. Das ist ein einmaliger Vorgang. Später geht es dann um die Fülle des heiligen Geistes bis hin zum Wandel im heiligen Geist (Römer 8). Der Begriff "Empfang des Heiligen Geistes" hat nichts zu tun mit dem erfüllt werden mit den heiligen Geist. Das eine ist einmalig das andere kontinuierlich.