Autor Thema: John Harpers letzter Bekehrter  (Gelesen 2641 mal)

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Offline Roland

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John Harpers letzter Bekehrter
« am: 10 August 2011, 22:38:19 »
John Harper, ein Baptistenpastor aus Glasgow, Schottland, hatte drei Monate Dienst in der Moody Gemeinde in Chicago getan. Während dieser Zeit hatte die Gemeinde eine der wunderbarsten Erweckungen in ihrer Geschichte erlebt. Er war jedoch nicht lange wieder zurück in Britannien, als er gebeten wurde, zurückzukehren und seinen Dienst fortzusetzen. Harper traf rasch Vorkehrungen für sich und seine sechsjährige Tochter Nana, an Bord der Lusitania nach Amerika zurückzureisen, entschied sich aber dafür, seine Abreise um eine Woche zu verschieben, so dass sie auf einem neuen Schiff reisen konnten, das im Begriff war, seine Jungfernfahrt zu machen – der Titanic.

Die Titanic stieß am 14. April 1912 um 23:40 Uhr mit einem Eisberg zusammen. Als die Passagiere alarmiert wurden, ihre Kabinen zu räumen, wickelte Harper seine Tochter in eine Decke ein, sagte ihr, sie würde ihn eines Tages wieder sehen und übergab sie einem der Besatzungsmitglieder. Nachdem er gesehen hatte, dass sie sicher an Bord eines der Rettungsboote war, zog er seine Schwimmweste aus und gab sie einem der anderen Passagiere. Einer der Überlebenden erinnert sich deutlich, wie er rief: „Frauen, Kinder und die Ungeretteten in die Rettungsboote!“ Harper rannte dann auf den Decks entlang und bat die Leute inständig, sich zu CHRISTUS zu bekehren, und während das Schiff weiter sank, forderte er das Schiffsorchester der Titanic auf, „Näher, mein GOTT, zu Dir“ zu spielen. Er sammelte Leute auf Deck um sich, kniete dann nieder, und erhob mit heiliger Freude in seinem Gesicht seine Arme zum Gebet.

Als das Schiff zu schlingern begann, sprang er ins eisige Wasser und schwamm wild zu allen hin, die er erreichen konnte, und flehte sie an, sich zum HERRN JESUS zu bekehren, damit sie gerettet würden. Als er schließlich zu sehr unterkühlt war, versank John Harper in den Wassern und kam in die Gegenwart des
HERRN. Er war 39 Jahre alt geworden.

Vier Jahre später stand ein junger Schotte namens Aguilla Webb in einer Versammlung in Hamilton, Kanada, auf und gab das folgende Zeugnis:

"Ich bin ein Überlebender der Titanic. Als ich in jener schrecklichen Nacht alleine auf einem Rundholz trieb, brachten die Wellen Mr. John Harper aus Glasgow, ebenfalls auf einem Wrackteil, in meine Nähe. „Mann“, sagte er, „sind sie gerettet?“ „Nein“, sagte ich, „ich bin es nicht.“ Er antwortete: „Glaube an den HERRN JESUS CHRISTUS, und du bist gerettet.“ Die Wellen trugen ihn weg, aber seltsam zu sagen, brachten ihn etwas später wieder zurück, und er fragte: „Sind sie jetzt gerettet?“ „Nein“, sagte ich, „wenn ich aufrichtig bin, kann ich das nicht sagen.“ Er sagte wieder: „Glaube an den HERRN JESUS CHRISTUS, und du bist gerettet“, und kurz darauf ging er unter. Und dort alleine in der Nacht, mit zwei Meilen Wasser unter mir, glaubte ich an JESUS CHRISTUS. Ich war John Harpers letzter Bekehrter."

William Andrew von Glasgow notierte in einer Anerkennungsschrift für Harper, die 1912 mit dem Titel "Die Drei Themen eines Helden" veröffentlicht wurde, dass die drei Themen von John Harpers Predigen "das Kreuz des CHRISTUS, GOTTES wunderbare Gnade für den Menschen, sowie das baldige Kommen unseres HERRN JESUS CHRISTUS" gewesen waren.

Quelle: Harper, George: My Brother As I Knew Him
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Ted

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Re: John Harpers letzter Bekehrter
« Antwort #1 am: 13 August 2011, 21:47:33 »
Gänsehaut, Schauer, feuchte Augen...

Vielleicht war aber auch nicht der junge Schotte Aguilla Webb John Harper's letzter Bekehrter, sondern seine Tochter, und noch andere, die dieses Zeugnis erfahren haben.

Wie Paulus und Silas dem Gefängisaufseher sagten
Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig! (Apostelgeschichte 16,31)

Und so kam es und kommt es bis heute!


Offline engelsbrot

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Re: John Harpers letzter Bekehrter
« Antwort #2 am: 14 August 2011, 20:51:05 »
Ja, welch ein erbauendes Zeugnis. Kein einziges Wort Gottes fällt umsonst auf diese Erde. Von der damaligen Tragischen Nacht bis in diese Zeit, auch als Gleichnis für heute ,zu sehen. Was sich als schreckliche Niederlage im augenscheinlichem Sinn darstellte , macht Der Herr sich zum Sieg. Es ist ein Geschenk der Gnade ,dieses Zeugnis sowohl auch als Gleichnis, mit den Augen Gottes sehen zu dürfen . Seien wir weiterhin gestärkt ,inder gleichen Gesinnung aus dem Eiskalten Meer, unsere Stimme weiterhin zu erheben, solange noch Zeit ist . Indieser Lebendigen Hoffnung einen Dank und Segensgruß ,inder Liebe Jesu, an Roland .   Sei aus der Ferne gedrückt von mir ,Andrzej Daniel Witonski 

Offline Jose

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Re: John Harpers letzter Bekehrter
« Antwort #3 am: 16 Februar 2012, 23:10:13 »
In der Tat ein bewegendes Zeugnis. Dass das Lied „Näher, mein GOTT, zu Dir“ beim Untergang der Titanic gesungen wurde, hatte ich bereits gelesen und mich gefragt, wie es wohl dazu kam.

John Harper war nicht der einzige Gläubige auf der Titanic - ich habe bereits auch von anderen gelesen -, aber er war ganz offensichtlich ein berufener Evangelist und war es auch mit überwältigender Hingabe. Hätten wir doch mehr solcher Menschen, die der Herr als "Menschenfischer" gebrauchen kann.

Über Booklooker habe ich mir vorhin das -Buch bestellt: Robert Plant - Titanic: The Ship of Dreams: John Harper of the Titanic.


Herzliche Grüße,
José
 

Offline engelsbrot

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Re: John Harpers letzter Bekehrter
« Antwort #4 am: 19 Februar 2012, 16:51:18 »
Ja , hätten wir doch mehr solcher Menschen ! ?  Bestimmt meint der Herr, in diesem Augenblick, gerade uns . Dich und mich !
In dieser Gesinnung  :  Prediger 1, 12 -18 ;  11, 9- 14

Denn das Maß an Verfolgung setzt jeder selber fest . Gäbe es nicht genug " Wahrheit " ,um Christi Willen, verfolgt zu werden ? : in unserem Dorf , in unserer Stadt , in unserem Land , in unserer Familie . Haben sich die Zeiten geändert ? Daran erkennen wir doch , wie weit wir AB sind . Deshalb spricht Gott zu jedem einzelnen : Dann fang Du doch an !
Denn die Gesinnung , die vor Gott gilt hat sich nicht geändert : " Liebe " die uns In und durch Jesus Christus gegeben ist , aus Gnaden allein , der Glaube der durch die Liebe tätig ist . Sich daran genügen zu lassen , so scheint es , ist wohl für die Meisten zu einfach . Aus dem einfachen ,lieblichen  freimachendem Evangelium, wird ein Riesenlehrgebäude errichtet und theologisch zerstückelt .  Es gibt kein größeres Geschenk , als die Tatsache des Kreuzes , die Worte des Sohnes der Menschen : Es ist Vollbracht ! Wer da Will ; im Blick auf dieses Geschehen , wir ERkennen dürfen , dass es keine Fragen gibt , nur noch Antworten ; denn was würde uns sonst das Wort nützen ? Wer sucht heute noch ,in der Schrift, nach dem Ewigen Leben ? Doch nur darin ist das Leben zu finden , doch nicht der Buchstabe ,als das nur der Geist , durch das Wort in uns Ge-zeugt, das Gleiche Leben in uns haben,weil wir mit Christus von den Toten auferstanden sind. Da der Ganze Ratschluss Gottes erfüllt ist , somit auch die Schritf erfüllt werden MUSS, eben das was noch aussteht , sind wir noch hier, daß die Ganze Herrlichkeit des Sohnes, und der Kinder überhaupt , ja natürchlich auch wegen Israel , offenbahr wird . Und wie gesagt: Bei Gott sind tausend Jahre wie ein Tag, und 1. Tag wie tausend      Jahre ;auch wer meint mit diesen dingen recht umzugehen , doch den Geist der in einem Zeugt , nicht zu verstehen gewillt ist , sollte sich eher demütigen unter der Gewaltigen Hand Gottes . Es sollte, oder es muss sich ein jeder Mensch  doch selbst prüfen, in welch einer Gesinnung er vor Gott steht .   Was sollte uns in dieser Welt überhaupt verbinden  ,wenn nicht Christus Allein .  Was bitte ?  Matt. 7 , 12 .Die Liebe , ja die Liebe zur Wahrheit ! 

Offline Jose

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Re: John Harpers letzter Bekehrter
« Antwort #5 am: 05 Mai 2012, 17:40:17 »
Heute Nachmittag habe ich das Buch gelesen: Titanic: The Ship of Dreams. Ich kann das Buch sehr empfehlen und es ist auch für jugendliche geeignet. Es handelt sich um die englische Ausgabe, ich meine aber, in Deutsch gibt es das Buch auch.

Gott kennt uns und will auch uns gebrauchen, als Seine Diener, denn wir alle sind dazu gesetzt, Licht und Salz in dieser Welt zu sein. Gott weiß auch, wie ER uns gebrauchen will. Meine Bitte ist, dass ER uns, dass ER mir helfen möge, IHN treu zu bezeugen, IHM treu zu sein.


Hallo Daniel, bitte gestatte mir noch auf deinen Beitrag kurz einzugehen:
Zitat von: engelsbrot
Denn das Maß an Verfolgung setzt jeder selber fest . Gäbe es nicht genug " Wahrheit " ,um Christi Willen, verfolgt zu werden ? : in unserem Dorf , in unserer Stadt , in unserem Land , in unserer Familie . Haben sich die Zeiten geändert ? Daran erkennen wir doch , wie weit wir AB sind . Deshalb spricht Gott zu jedem einzelnen : Dann fang Du doch an !

Über deine Worte habe ich viel nachgedacht, aber eines weiß ich: Nicht wir machen uns zu Zeugen Christi, die in der Lage sind, Verfolgung auf sich zu nehmen. Es ist Gott, der uns dazu beruft und ausrüstet. Es gab auch schon Gläubige, die "freiwillig" ins Gefängnis gegangen sind, weil sie nicht hinter anderen zurückstehen wollten. Dort sind sie dann vom Glauben abgefallen, weil sie der Folter nicht standgehalten haben.

Gott erwartet von uns, von mir, treue im Kleinen, dann will er uns auch das wahrhaftige anvertrauen. Ich befürchte, viele Christen unserer Tage sind im Kleinen nicht treu, darum sieht es auch so trostlos aus in vielen Gemeinden und viele Gläubige trauen sich nicht einmal mehr, sich einer Gemeinde anzuschließen.

Mit brüderlichem Gruß,
José