Autor Thema: JESUS ist der JaHWeH des Alten Testaments  (Gelesen 29579 mal)

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Offline Jose

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Re: JESUS ist der JaHWeH des Alten Testaments
« Antwort #30 am: 03 November 2012, 18:47:39 »
Lieber „Pilger“,
darf ich nachfragen, was du mit Punkt 3, wo du von „Gottes Teildarstellung“ schreibst, genau meinst? Auch wenn du von Gott als das Haupt schreibst, mit Hinweis auf 1. Kor. 11, erschließt sich mir nicht ganz, da ich davon ausgehe, dass du keinen Unterschied zwischen dem Vater und dem Sohn siehst, als ob der Vater größer wäre als der Sohn.

Dass du in Jesus den JaHWeH des AT siehst, entnehme ich aus Punkt 1, wobei dann interessant wäre zu wissen, wer nach deiner Ansicht in Richter 13,18 der Engel des HERRN ist: "Doch der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum fragst du denn nach meinem Namen? Er ist zu wunderbar!" Ri 13,18. Ich hätte angenommen, dass mit „Engel des HERRN“ Christus gemeint ist, damit Jesus im Alten Bund.

Liebe Grüße,
José

« Letzte Änderung: 03 November 2012, 19:15:45 von Jose »

Pilger

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Re: JESUS ist der JaHWeH des Alten Testaments
« Antwort #31 am: 03 November 2012, 19:16:23 »
Lieber Jose,
ich drückte mich unklar aus. Ich wollte sagen, dass Jesus eine zweite Person war und nicht der, den wir heute Vater nennen.
Zu deiner anderen Frage wegen Richter 13 und andere "Engel".


http://www.grundtexte.de/index.php?option=com_attachments&task=download&id=21

Liebe Grüße
Pilger

Offline Jose

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Der Engel des HERRN im Alten Bund
« Antwort #32 am: 03 November 2012, 20:00:02 »
Zitat von: Pilger
Zu deiner anderen Frage wegen Richter 13 und andere "Engel".
http://www.grundtexte.de/index.php?option=com_attachments&task=download&id=21

Danke, lieber „Pilger“.
Die Stelle aus Richter 13 fand ich zwar nicht erwähnt, ich vermute aber, du ordnest es hier zu:

Zitat

9. Der Antwort auf die Frage Jakobs, wie er den heiße, weicht dieser Mann aus. Wäre dieser Mann JHWH, ER hatte stets seinen Namen genannt, z.B.: ich bin der EL Bethels, 1.Mose 31,13 oder: Ich bin der El-Schadaj, 1.Mose 35,11. So ist auch dieses Verschweigen des Namens ein weiteres Indiz dafür, daß es nicht JHWH war, der mit Jakob kämpfte.


Ausgehend außerdem von einer Aussage im Punkt 2, gehe ich davon aus, du siehst bei Richter 13,18 eher einen Beauftragten mit einer höheren Rangordnung:
Zitat

In Hosea 12,5 wird von einem "Beauftragten" d.h. von einem Engel gesprochen mit dem Jakob gekämpft hat. Wie aus Stellen ersichtlich, wird ÄLOHIM auch für Engel verwendet, siehe Psalm 8,6 und Hebr.2,7 =ÄLOHIM > Engel. Es gibt also Beauftragte die eine höhere Rangordnung haben, die auch ÄLOHIM genannt werden. So entsteht kein Widerspruch, wenn es in 1.Mose 32,31 von einem ÄLOHIM und in Hosea 12,5 von einem "Beauftragten" die Rede ist. Bleibt noch die Frage offen, wessen Beauftragter er war: JHWH's oder eines fremdem ÄLOHIM's. Das Fehlen des Namens JHWH in Verbindung mit 1.Mose 32,31 =ÄLOHIM und Hosea 12,5 = Beauftragter zwingt zur Annahme, daß es nicht der Beauftragte JHWH's war, der mit Jakob gerungen hat.


Danke für die Ausarbeitung. Es „zwingt“ mich zunächst zu „keiner Annahme“, da es hierzu vermutlich verschiedene Auslegungen gibt.

Im Thema: Christus im Alten Bund, hat Roland geschrieben:
Zitat von: Roland
Der HERR JESUS CHRISTUS (6,2; vgl. 5,15 mit 2. Mose 3,2.5) zeigt sich also in einer Erscheinung vor Seiner Menschwerdung (Christophanie). Er kam als der Engel (d. h. Bote) des HERRN, so als wäre er ein Mensch gewesen (vgl. einer der 3 "Engel" in 1. Mose 18).

Wenn ich Roland richtig verstanden habe, dann bestätigt seien Aussage auch mein bisheriges Verständnis, dass mit Engel des HERRN Jesus gemeint ist. Daher würde ich es bei Richter 13,18 und „Engel des HERRN“ auch anwenden, d.h. der Engel des HERRN war Jesus.

Liebe Grüße,
José

Offline Roland

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Re: JESUS ist der JaHWeH des Alten Testaments
« Antwort #33 am: 04 November 2012, 16:06:36 »
Hallo Doris,

Zitat
Jesaja 9,5:
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen : Wunderbarer, Berater , starker Gott, Vater der Ewigkeit , Friedefürst.

Ich erkenne in dem Vers den Sohn, den Geist und den ewigen GOTT.
Herzlichen Dank für Deinen Hinweis auf Jesaja 9,5. Ich hatte mir überlegt, diese Passage in die Ausarbeitung zu integrieren, habe aber davon abgesehen, weil der Beitrag sehr umfangreich ist. Du hast aber Recht, denn Jesaja 9,5 ist ein starker Hinweis darauf, dass JESUS der JaHWeH des AT ist.

Nochmal danke für die wichtige Ergänzung.

Shalom
Roland
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Offline Roland

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Re: JESUS ist der JaHWeH des Alten Testaments
« Antwort #34 am: 04 November 2012, 16:12:56 »
Hallo José,

Zitat
Ob JESUS bzw. der Messias = JaHWeH sind, kann von Bedeutung sein, wichtiger find ich allerdings, dass wir zuerst das wichtigste erkennen........
.....Und Jesus sagte später auch, im Gebet zum Vater: "Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen" Joh 17,3. Wir können nicht zum Leben durchdringen, wenn wir Gott, den Vater, nicht erkennen. Das können wir aber nur durch Jesus Christus.
Ob JESUS der JaHWeH des AT ist, ist das "Wichtigste". Du zitierst selbst Joh. 17,3. Wir sollen GOTT und JESUS CHRISTUS erkennen. Zu diesem "Erkennen" gehört unbedingt, ob JESUS der JaHWeH des AT ist.

Shalom
Roland
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Offline Roland

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Re: JESUS ist der JaHWeH des Alten Testaments
« Antwort #35 am: 04 November 2012, 17:28:33 »
Hallo Pilger,

Zitat
Es erhebt sich die Frage bei der Formulierung "ist uns geboren", für welche Zeit dies gesagt wurde.
Die Geburt Jesu in Bethlehem lag noch 747 Jahre entfernt.

Vom hebr. Text her kann man auch übersetzen "wurde uns geboren". Darauf kann man nun mit Psalm 2,7 schließen: "Ich will aufzählen dem Gesetz zu. JHWH sprach zu mir: Mein Sohn bist du, ich, ich gebar dich den heutigen Tag

Für mich ist die Formulierung "ist uns geboren" in Jesaja ein praesens pro futuro (prophetisches Präsens), d. h. es ist ein Präsens, das sich auf zukünftige Ereignisse bezieht.

Wie siehst Du das?

Shalom
Roland
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Pilger

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Re: JESUS ist der JaHWeH des Alten Testaments
« Antwort #36 am: 04 November 2012, 18:44:55 »
Lieber Roland,
ich sehe in dem Wort JulaD = ist uns geboren, folgende Grammatik:

ka      pa       pe        3ms
Qual   passiv  perfekt  3. Per.sing.

Wie meinst Du, dass Jesus so wie der Vater immer war oder ist er aus dem Vater "erworden"?

Liebe Grüße
Pilger

Pilger

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Re: JESUS ist der JaHWeH des Alten Testaments
« Antwort #37 am: 04 November 2012, 18:52:28 »
Lieber Roland,
ich sehe in dem Wort JulaD = ist uns geboren, folgende Grammatik:

ka      pa       pe        3ms
Qual   passiv  perfekt  3. Per.sing.

Wie ist Deine Meinung zu folgendem, dass Jesus so wie der Vater immer war oder ist er aus dem Vater "erworden"?

Liebe Grüße
Pilger

Offline Roland

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Der Messias als ???? (JaHWeH), Teil 2
« Antwort #38 am: 04 November 2012, 19:33:23 »
Der Messias als JaHWeH im Buch Maleachi

Mit dem Propheten Maleachi schließt die alttestamentliche Offenbarung Gottes ab. Die Zeit Maleachis mündet in das vierhundertjährige Schweigen Gottes hinein, welches erst mit dem Auftreten von Johannes dem Täufer beendet wurde. In Maleachi 3 haben wir das letzte Kapitel des Alten Testaments vor uns. Dort wird das Kommen des Messias in Vers 1 vorausgesagt:

Siehe, ich sende meinen Boten, damit er den Weg vor mir her bereitet. Und plötzlich kommt zu Seinem Tempel der HERR, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr herbeiwünscht, siehe, er kommt, spricht der JaHWeH der Heerscharen.

JaHWeH sagt hier die plötzliche Ankunft des HERRN (ADONAJ) voraus. Das damit niemand anders als GOTT selbst gemeint sein kann, wird nicht nur durch den Gebrauch dieses Namens im Alten Testament deutlich. Zu seinem Tempel wird der HERR plötzlich kommen. Somit kann nur GOTT selbst damit gemeint sein. Das ganze wird noch verstärkt, indem der HERR zugleich auch der Bote des Bundes genannt wird. Diese Schriftstelle hat sich zum ersten Mal bei dem ersten Kommen des HERRN JESUS erfüllt. Das Johannesevangelium berichtet in Kapitel 2,13-25 von der ersten Tempelreinigung, am Anfang des öffentlichen Wirkens CHRISTI. In Matthäus 21,12-17 wird die zweite Tempelreinigung, am Ende der öffentlichen Wirksamkeit des HERRN JESU beschrieben. In Maleachi 3,1-6 sehen wir wie so oft im Alten Testament, den Bogen vom ersten Kommen JESU bis hin zu Seiner Wiederkunft gespannt. So war das plötzliche Kommen des HERRN zu Seinem Tempel, bei dem ersten Kommen CHRISTI, kein Anlass zur Freude für sein Volk, sondern mit dem Gericht der Tempelreinigung verbunden. Genauso wie es Maleachi als ein erschreckendes Ereignis vorausgesagt hat.

In diesem Zusammenhang ist noch etwas interessant. Der Prophet Hesekiel beschreibt in Kapitel 10, wie die Herrlichkeit GOTTES den ersten Tempel (salomonische Tempel) in Richtung Osten verlässt (Hes 10,19). Danach wurde der Tempel dem Gericht GOTTES preisgegeben. CHRISTUS verließ den zweiten Tempel (Serubabels Tempel, der von Herodes ausgebaut wurde) ebenfalls in Richtung Osten zum Ölberg hin (Mt 24,1.3). Anschließend sprach er von der bevorstehenden Tempelzerstörung.

Die Rückkehr der Herrlichkeit des HERRN in den vierten Tempel (2) wird in Hesekiel 43,2 ebenfalls von Osten kommend beschrieben. CHRISTUS wird bei seiner Wiederkunft auch von Osten her kommen (Sach 14,4; Mt 24,27). Damit wird der enge Zusammenhang zwischen der Herrlichkeit GOTTES und dem Messias deutlich. So beschreibt auch Maleachi das plötzliche Kommen des HERRN zu Seinem Tempel und macht damit deutlich, dass der Messias JaHWeH selbst ist.

Die letzte direkte alttestamentliche Verheißung auf den kommenden Messias steht in Maleachi 3,20:

Aber euch, die ihr Meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung ist unter ihren Flügeln. Und ihr werdet hinausgehen und umherspringen wie Mastkälber.

Hier werden zwei Bezeichnungen für den Messias gebraucht, die sich beide im Alten Testament auf JaHWeH selbst beziehen. In Psalm 84,12 wird JaHWeH für den Glaubenden mit der Sonne verglichen:

Denn Gott, JaHWeH, ist Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird JaHWeH geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.

Auch die heilende Wirkung, die in Maleachi 3,20 von der aufgehenden Sonne für die Gottesfürchtigen ausgeht, steht in einem inhaltlichen Zusammenhang mit Psalm 84,12.

Die zweite Bezeichnung für den Messias ist bei Maleachi die Gerechtigkeit (Sonne der Gerechtigkeit). In Jeremia 23,6 ist von der zukünftigen Errettung Israels durch den kommenden Messias die Rede:

In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel in Sicherheit wohnen. Und dies wird sein Name sein. Mit dem man ihn nennen wird: JaHWeH, unsere Gerechtigkeit.

Der Messias wird hier wieder JaHWeH genannt und ist zugleich die Gerechtigkeit. Und in Jesaja 45,24-25 steht dieses prophetische Bekenntnis:

Nur in JaHWeH ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen, und es werden alle beschämt werden, die gegen ihn entbrannt waren. In JaHWeH werden gerecht sein und sich rühmen alle Nachkommen Israels.

Die letzte messianische Prophetie im Alten Testament belegt in ihrem alttestamentlichen Zusammenhang noch einmal sehr eindrucksvoll, dass der kommende Messias niemand anders als JaHWeH selbst ist.


Der Engel des HERRN/JaHWeHs (MAL’AKH ADONAJ/JaHWeH)

Im Alten Testament begegnet uns immer wieder der Engel oder Gesandte des HERRN. Interessanterweise finden wir ihn das erste Mal bei Abraham, dem Stammvater Israels und Glaubensvater aller Gläubigen, erwähnt (1Mos 16,7.9-11; 22,11.15). Dieser Bote unterscheidet sich von allen anderen Engeln. So durfte dem Engel des HERRN geopfert werden (Ri 6,18-24; 13,19-22), was nur JaHWeH selbst zusteht.

Als Israel seine Enkel Manasse und Ephraim segnete, machte er deutlich, dass der Engel des HERRN GOTT selbst ist (1Mos 48, 15-16):

Und er segnete Joseph und sprach: Der GOTT, vor dessen Angesicht meine Väter Abraham und Isaak, gelebt haben, der GOTT, der mich geweidet hat, seitdem ich bin, bis zu diesem Tag, der Engel, der mich von allem Übel erlöst hat, segne die Knaben; und in ihnen werden meine Name genannt und der Name meiner Väter, Abraham und Isaak und sie sollen sich vermehren zu einer Menge mitten im Land!

Der "Engel", welcher Jakob erlöste, wird hier mit GOTT selbst gleichgesetzt. Dies wird uns durch Jesaja 63,9 bestätigt. Dort steht in Bezug auf die Geschichte Israels in der Vergangenheit:

Nicht Bote noch Engel – er selbst hat sie gerettet. In seiner Liebe und in seinem Erbarmen hat er sie erlöst. Und er hob sie auf und trug sie alle Tage der Vorzeit.

In Richter 13,18 fragt Manoach den Engel des HERRN nach seinem Namen. Daraufhin bekommt er die Antwort:

Warum fragst du denn nach meinem Namen? Er ist zu wunderbar.

Somit ist ein klarer Bezug zu Jesaja 9,5 (WUNDERBARER) gegeben. Mit dem Engel des HERRN haben wir verschiedene CHRISTUS-Erscheinungen im Alten Testament vor dessen Menschwerdung. Nach seiner Begegnung mit dem Engel des HERRN stellte Manoach erschrocken fest, dass er und sein Frau GOTT gesehen hatten. Genau dasselbe musste Jakob nach seinem Kampf sagen, wobei die Bibel uns bezeugt, dass er mit GOTT selbst gekämpft hatte (1Mos 32,29-31). Der Engel des HERRN ist damit niemand anderes als GOTT (ELOHIM) selbst.

Aber nicht nur in Verbindung mit dem Gottesnamen ELOHIM wird deutlich, dass der Engel des HERRN GOTT selbst ist. Im Unterschied zu allen anderen Engel-Erscheinungen ist der Engel des HERRN mit JaHWeH selbst austauschbar. 2. Mose 3,4:

Als aber JaHWeH sah, dass er herzu trat um zu sehen, da rief ihm GOTT mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose, Mose …

In diesem Abschnitt (2Mos 3,3-4.17) werden immer wieder die beiden Gottesnamen JaHWeH und Gott (ELOHIM) für den redenden Engel GOTTES verwendet. Auch bei Gideon (Ri 6,18-24) und Manoach (Ri 13,8-21) ist es nicht ein Engel, durch welchen JaHWeH reden lässt, sondern JaHWeH selbst (vgl. Ri 2,1-5). Arnold Fruchtenbaum verweist auf die Stelle in 2. Mose 23,20-23:

Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich auf dem Weg bewahrt und dich an den Ort bringt, den ich für dich bereitet habe. Hüte dich vor ihm, höre auf seine Stimme und widersetze dich ihm nicht! Denn er wird eure Vergehen nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm. Denn mein Engel wird vor dir hergehen und wird dich bringen zu den Amoritern, Hetitern, Perisitern, Kanaanitern, Hewitern und Jebusitern; und ich werde sie austilgen.

Der Engel des HERRN hat hier die Macht, Israels Sünde zu vergeben oder zu lassen. Da diese Macht allein GOTT zusteht, kann der Engel des HERRN niemand anders als GOTT selbst sein.

So lesen wir bezüglich der Wüstenwanderung Israels von dem Engel des HERRN, welcher seinem Volk vorauszog und es führte und bewahrte (2Mos 23,20; 32,34). Der Engel des HERRN war sowohl vor Israel, wie auch hinter dem Volk zu finden (2Mos 14,19). Nach Jesaja 52,12 u. 58,8 ist es aber JaHWeH selbst, welcher die Vor- und Nachhut Israels bildete. Gibt es eine andere Erklärung dafür, als dass der Engel des HERRN JaHWeH selbst ist?

Wie erwähnt, ist ein Hauptthema des Buches Sacharja, in dem kommenden Messias JaHWeH selbst zu erkennen. Es ist es sehr bedeutsam, dass wir auch den Engel des HERRN bei Sacharja wieder finden. In Sacharja 1,11-13 erkennen wir bei genauem Betrachten zwei Engel. Der Engel, welcher mit Sacharja redete, ist von dem Engel des HERRN zu unterscheiden. In Kapitel 3,1-7 treffen wir wieder auf den Engel des HERRN. Während der Hohepriester Joschua in V. 1 vor dem Engel des HERRN steht, ist es wieder JaHWeH selbst, der zum Satan spricht. Schließlich wird in Sacharja 12,8 der Engel des HERRN mit GOTT selbst verglichen, um die Errettung Israels zu verdeutlichen.

In Maleachi 3,1 steht:

Siehe, ich sende meinen Boten, damit er den Weg vor mir her bereitet. Und plötzlich kommt zu seinem Tempel der HERR, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr herbeiwünscht, siehe, er kommt, spricht JaHWeH der Heerscharen.

Auch bei Maleachi ist der HERR (ADONAJ) und der Engel des Bundes ein und dieselbe Person.


Der Hirte und Stein Israels

Die prophetischen Segensworte Jakobs über seine zwölf Söhne und damit verbunden die zwölf Stämme Israels, stehen in 1. Mose 49,1-28. In dem Segen Jakobs ist zweimal von dem kommenden Erretter die Rede. Zunächst spricht Jakob in seinem Segen über Juda von dem verheißenen Erretter (V. 8-12). Dann gibt er seiner Sehnsucht Ausdruck, mit welcher er auf die Rettung des HERRN wartet (V. 18). Bei den Segensworten über Joseph (V. 22-26) werden vier verschiedene Namen Gottes verwendet. Zwei dieser Namen werden hier zum ersten Mal erwähnt und ziehen sich durch die Heilige Schrift, bis sie sich in dem Messias erfüllen (1Mos 49,24):

Aber sein Bogen bleibt fest, und gelenkig sind die Arme seiner Hände, durch die Hände des Mächtigen Jakobs, von dort, dem Hirten, dem Stein Israels, von dem GOTT deines Vaters – der helfe dir – und von GOTT, dem Allmächtigen.

JaHWeH wird hier zum ersten Mal als Hirte bezeichnet. Die bekannteste alttestamentliche Stelle vom guten Hirten steht in Psalm 23,1: JaHWeH ist mein Hirte. In Psalm 80,2 wird JaHWeH der Hirte Israels genannt. Gerade im Textzusammenhang mit den messianischen Verheißungen, lesen wir immer wieder von Gott oder JaHWeH als dem Hirten Israels. So steht in Jesaja 40,11:

Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte, die Lämmer wird er in seinen Arm nehmen und in seinem Gewandbausch tragen, die säugenden Muttertiere, wird er fürsorglich leiten.

Und in Jeremia 31,10 wird in Bezug auf die endgültige Sammlung und Errettung Israels Folgendes vorausgesagt:

Der Israel zerstreut hat, wird es wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde.

Der Prophet Hesekiel spricht in Kapitel 34 zunächst von den untreuen und schlechten Hirten Israels. Dem gegenüber wird der GOTT Israels als der gute Hirte gestellt (Hes 34,11-12.15):

Denn so spricht der HERR, JaHWeH: Siehe, ich bin es, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen. Wie ein Hirte sich seiner Herde annimmt am Tag da er unter seinen zerstreuten Schafen ist, so werde ich mich meiner Schafe annehmen und werde sie retten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tag des Gewölks und des Wolkendunkels…Ich selbst will meine Schafe weiden und ich selbst will sie lagern, spricht der HERR, JaHWeH.

JaHWeH selbst ist der gute Hirte, der sich seiner Herde annimmt. Obwohl er der gute Hirte ist, verheißt er in diesem Kapitel Israel den Messias als den einzigen Hirten (Hes 34, 23-24):

Und ich werde einen Hirten über sie einsetzen, der wird sie weiden: mein Knecht David, der wird sie weiden und der wird ihr Hirte sein. Und ich, der HERR, werde ihnen Gott sein, und mein Knecht David wird Fürst in ihrer Mitte sein.

Zunächst bezeichnet JaHWeH Sich als den guten Hirten, dann setzt er seinen Messias als den einen Hirten ein. Somit kann der Messias als der wahre Hirte Israels nur JaHWeH selbst sein. Neben anderen alttestamentlichen Stellen nimmt der HERR JESUS auf dieses Hesekiel-Kapitel Bezug als er sich in Johannes 10,1-18 als der gute Hirte bezeugt. Genauso wie JaHWeH in Hesekiel 34 zwischen den schlechten Hirten Israels und ihm als dem guten Hirten unterscheidet, tat das auch CHRISTUS (Joh 10, 11-15):

Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Wer Mietling und nicht Hirte ist, wer die Schafe nicht zu eigen hat, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf raubt und zerstreut sie – weil er ein Mietling ist und sich um die Schafe nicht kümmert. Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und bin gekannt von den Meinen, wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe.

Am Ende des Hebräerbriefes, in welchem uns die einzigartige Größe und Herrlichkeit des HERRN JESUS vor Augen gestellt wird, weist der Schreiber auf den einen Hirten hin (Heb 13,20):

Der GOTT des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe aus den Toten heraufgeführt hat durch das Blut eines ewigen Bundes, unseren HERRN JESUS ...

Im Alten Testament ist GOTT nicht nur der gute Hirte als solcher. Zu seinem Hirtenamt gehört auch die richtende Scheidung innerhalb der Herde zwischen Schafen und Böcken. In Hesekiel 34,17 ist es JaHWeH selbst der diese Scheidung vor nimmt:

Und ihr, meine Herde, so spricht der HERR, JaHWeH: Siehe, ich werde richten zwischen Schaf und Schaf, den Widdern und den Böcken.

Im Zusammenhang mit dem Völkergericht wird uns in Matthäus 25,31-32 der wiederkommende Messias als der Richter zwischen Schafen und Böcken gezeigt:

Wenn aber der Sohn des Menschen kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er auf seinen Thron der Herrlichkeit sitzen; und vor ihm werden versammelt werden alle Nationen, und er wird sie voneinander scheiden wie der Hirte die Schafe von den Böcken scheidet.

An dieser Stelle wird noch durch einen zweiten Zusammenhang deutlich, dass der Messias JaHWeH ist. Im Alten Testament ist es JaHWeH selbst, der mit den Völkern ins Gericht geht (vgl. Joel 4,1-2). Im Matthäusevangelium ist es der wiederkommende HERR JESUS CHRISTUS.

Überhaupt finden wir die Bezeichnung des Hirten im ganzen Neuen Testament ausschließlich auf den CHRISTUS bezogen. Der thematische Bogen des Guten Hirten spannt sich von dem ersten bis zum letzten Buch der Bibel. In Offenbarung 7,14-17 steht:

Sie werden nicht mehr hungern, auch werden sie nicht mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie fallen noch irgendeine Glut; denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie hüten und sie leiten zu Wasserquellen des Lebens, und GOTT wird jede Träne von ihren Augen abwischen.

Der zweite Gottesnamen, welcher in 1. Mose 49 erstmals genannt wird, ist der Stein Israels. In Jesaja 8, 13-14 bezeichnet sich JaHWeH der Heerscharen Selbst als der Stein Israels:

Den JaHWeH der Heerscharen, den sollt ihr heiligen! Er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken! Und er wird zum Heiligtum sein und zum Stein des Anstoßes und zum Fels des Strauchelns für die beiden Häuser Israel, zum Klappnetz und zur Falle für die Bewohner Jerusalems.

Nach dem Propheten Jesaja wird der Stein Israels damit zum Stein des Anstoßes werden. Im Matthäusevangelium bezieht der HERR JESUS diese Stelle auf sich (Mt 21,42-44):

Habt ihr nie in den Schriften gelesen: "Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar ihn unseren Augen"? Deswegen sagte ich euch: Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einer Nation gegeben werden, die seine Früchte bringen wird. Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden, aber auf wen er fallen wird, den wird er zermalmen.

Matthäus 21,42 ist zugleich auch eine Erfüllung von Psalm 118, 22-23, in welchem der Beter in messianischer Weise von dem verworfenen Eckstein spricht. Außerdem haben wir in Matthäus 21 auch einen Bezug zu Daniel 2, 34-35u.44-45. Dort deutet Daniel aufgrund der göttlichen Offenbarung die Phasen der Weltgeschichte und Weltreiche bis hin zur Wiederkunft CHRISTI und der Aufrichtung des Tausendjährigen Reiches:

Du schautest, bis ein Stein losbrach, und zwar nicht durch Hände, und das Bild an seinen Füßen aus Eisen und Ton traf und sie zermalmte. Da wurden zugleich das Eisen, der Ton, die Bronze, das Silber und das Bild zermalmt, und sie wurden wie Spreu aus den Sommertennen; und der Wind führte sie fort, und es war keinerlei Spur mehr von ihnen zu finden. Und der Stein, der das Bild zerschlagen hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde...Und in den Tagen dieser Könige, wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das ewig nicht zerstört wird, Und das Königreich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird all jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber wird es ewig bestehen.

Daniel beschreibt den Stein, der zunächst zermalmt und dann die ganze Erde füllt. Weiter spricht er dann davon, dass der GOTT des Himmels (an dieser Stelle nicht sein Messias) ein beständiges Königreich aufrichtet. Damit ist von dem Stein ein direkter Bezug zu CHRISTUS und der sichtbaren Aufrichtung seiner Herrschaft nach seiner Wiederkunft gegeben.

In Jesaja 8, 13-14 wird aber nicht nur deutlich, dass der Stein Israels CHRISTUS selbst ist. Hier wird eine zweite Bezeichnung erwähnt, die sich ebenfalls im Alten Testament auf den lebendigen GOTT Israels bezieht (Jes 8,14):

Und er wird zum Heiligtum sein und zum Stein des Anstoßes und zum Fels des Strauchelns für die beiden Häuser Israel, zum Klappnetz und zur Falle für die Bewohner Jerusalems. Der Stein des Anstoßes ist zugleich der Fels des Strauchelns. An vielen Stellen wird der JaHWeH als Fels oder Fels Israels bezeichnet (vgl. 1Sam 2,2; 2Sam 23,3; Ps 18, 3; Ps 62, 3 etc.).

Am Ende von Moses Wirken dichtet dieser große Prophet und geistliche Führer das Lied des Moses. Wir finden es in 5. Mose 32. Auf der einen Seite wird uns in diesem prophetischen Lied die Erwählung Israels, GOTTES Fürsorge während der Wüstenwanderung, sowie die Landnahme und die damit verbundenen Segnungen beschrieben. Dieses Lied stellt uns auch GOTTES Größe und seine Souveränität vor Augen. Auf der anderen Seite handelt dieses Lied von Israels Ungehorsam und Abfall in der Zukunft und dem damit verbundenen Gericht Gottes. Fünfmal bezeichnet sich JaHWeH in diesem Lied als der Fels (5Mos 32,4.15.18.30.31). In 5. Mose 32,4 steht:

Der Fels: Vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht. Ein GOTT der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er!

Und im selben Kapitel, Vers 15 lesen wir (5Mos 32,15):

Da wurde Jeschurun (anderer Name für Israel) fett und schlug aus. Du wurdest fett, dick, feist! Und er verwarf den Gott, der ihn gemacht, und verachtete den Fels seiner Rettung.

Im Propheten Jesaja steht nicht nur, dass es keinen Retter und keinen Schöpfer als allein JaHWeH gibt. In Jesaja 44,8 stellt der HERR außerdem fest:

Und ihr seid meine Zeugen: Gibt es einen Gott außer mir? Es gibt keinen Fels, ich kenne keinen.


Der Apostel Paulus kommt in 1. Korinther 10 auf den Ungehorsam Israels während der Wüstenwanderung zu sprechen und das warnende Beispiel, welches uns dadurch gegeben ist. Über das, was GOTT Seinem Volk während der Wüstenzeit Gutes tat, schreibt er (1Kor 10,3-4):

…und alle denselben geistlichen Trank tranken, denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. Der Fels aber war der CHRISTUS.

Genauso wie der "Stein" eine Bezeichnung für den JaHWeH ist, ist es auch mit dem "Fels". Beide Namen werden auf CHRISTUS bezogen, der somit nur JaHWeH sein kann. Dies wird noch an einer weiteren Stelle in 1. Korinther 10 deutlich. Paulus schreibt dort (1Kor 10,9):

Lasst uns auch den CHRISTUS nicht versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden.

Mit anderen Worten. Es war an dieser Stelle die Sünde Israels, dass sie CHRISTUS, ihren geistlichen Felsen, versuchten. In 4. Mose 21,4-9 wird deutlich, wie die Versuchung gegen JaHWeH selbst gerichtet war.

Lieber José, ich denke, dass dadurch deutlich wird (wie Doris bereits geschrieben hat), dass die Sünde der Israeliten dadurch bestand, dass sie nicht ihren Messias erkannten (und dazu gehört auch, dass sie nicht erkannten, dass der Messias JaHWeH ist.)

Shalom
Roland


Fußnoten:

(2) Der erste Tempel ist der salomonische Tempel, welcher 586 v. Chr. durch die Babylonier zerstört wurde. Unter Serubabel wurde der zweite Tempel wieder aufgebaut (Buch Esra), der dann später durch Herodes zu einem einmaligen Bauwerk erweitert und umgebaut wurde. Die Römer zerstörten 70 n. Chr. den zweiten Tempel. Der dritte Tempel wird vor der Wiederkunft Jesu gebaut werden (vgl. Dan 9,26-27; Mt 24,15-21; Offb 11,1-2). In diesen Tempel wird sich der Antichristus setzen (2Thess 2,4). Schließlich berichtet uns Hesekiel ab Kapitel 40 von dem vierten Tempel. Er wird im messianisch-tausendjährigen Reich inmitten des erretteten Israels stehen.

(3) Ebd. S. 17


Quelle: Pflaum, Johannes: Ist JESUS CHRISTUS GOTT?, 2. Auflage Hünfeld (Christlicher Mediendienst Hünfeld GmbH) 2009, S. 17ff.
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Offline Jose

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Kennt das NT einen JHWH für die Christen?
« Antwort #39 am: 04 November 2012, 20:03:14 »
Hallo Roland,
deine Aussage hier kann vor dem Zeugnis der Schrift nicht bestehen:

Zitat von: Roland
Ob JESUS der JaHWeH des AT ist, ist das "Wichtigste". Du zitierst selbst Joh. 17,3. Wir sollen GOTT und JESUS CHRISTUS erkennen. Zu diesem "Erkennen" gehört unbedingt, ob JESUS der JaHWeH des AT ist.

Dein Nachsatz: »Zu diesem "Erkennen" gehört unbedingt, ob JESUS der JaHWeH des AT ist«, ist deine eigene Interpretation, die du so in der Bibel nicht findest. Das sage ich nun so überzeugt, nachdem ich mich nun etwas mit dem Thema hier beschäftigt habe.

Erschrocken bin ich darüber, dass der Glaube an JESUS als JaHWeH insgesamt zu einem falschen Gottesbild führt, deutlich auch in der Unsicherheit, ob die Dreieinigkeit aus Vater, Sohn und Heiliger Geist aus 3, 2 oder nur 1Person besteht.

Das macht es dann auch sehr schwierig, wenn wir „Christus im alten Bund“ erkennen wollen in der Person des „Engel des HERRN“. Wenn der „Engel des HERRN“ Christus ist, wer ist dann mit HERR gemeint? Es wird beliebig kompliziert und das zeigt mir, dass hier zu viel menschliche Überlegungen sind.


Was gilt für uns im NT?
In der Apostelgeschichte lesen wir: "Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen" Apg 4,12. Wenn wir den Vers 10 lesen dann wissen wir, dass mit dem Namen Jesus Christus gemeint ist.

Im neuen Bund geht es nicht mehr um den Bundesnamen Gottes mit Israel, nämlich JHWH, sondern es geht um Jesus. Und wer den Namen Jesus anruft, der wird gerettet werden. Prinzipiell geht es überhaupt darum, Gott anzurufen, aber wir brauchen eben einen Mittler, und den einzigen, den wir nun haben, ist Jesus: "Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus" 1.Tim 2,5.


Das NT kennt keinen Jesus als JHWH
Jesus sagte zwar zu den Juden: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich" Joh 8,58, und auch sagte Er ihnen: "Ich und der Vater sind eins" Joh 10,30, aber Er hat damit nie sagen wollen, dass Er und der Vater ein und die gleiche Person seien, auch hat Er damit nicht gesagt, dass Er JHWH sei.

Wenn es dir aber vorrangig darum geht, zu zeigen, dass Jesus Gott ist, so bezeugt es die Schrift an einigen Stellen und auch die Juden verstanden sehr wohl, das Jesus in Johannes 10,30 Seine Göttlichkeit betonte: "Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung, und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst" Joh 10,33.

Dass Jesus Gott ist, steht somit außer Frage. Was aber der Name JHWH anbetrifft, so war es als Bundesname Gottes im AT von Bedeutung, aber für uns Christen nicht. Im NT hat sich Gott, der Vater, im Sohn offenbart, durch Jesus Christus.

Herzliche Grüße und Gottes Segen,
José

Offline Roland

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Re: JESUS ist der JaHWeH des Alten Testaments
« Antwort #40 am: 04 November 2012, 20:06:57 »
Hallo Pilger,

Zitat
Wie meinst Du, dass Jesus so wie der Vater immer war oder ist er aus dem Vater "erworden"?

Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass der SOHN wie der VATER immer war und nicht aus dem VATER "erworden" ist. Jesaja 9,5 ("ist uns geboren") ist m. E. ein praesens pro futuro und bezieht sich auf die Inkarnation JESU.

Auch der Kontext legt dies nahe.

Jesaja 9,1: Das Volk, das in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen; über den Bewohnern des Landes der Todesschatten ist ein Licht aufgeleuchtet.
Mit typisch hebräischem Parallelismus beschreibt der Prophet hier, was das Kommen des Messias für diesen nördlichen Teil Israels bedeutet. Die Menschen sind in Dunkelheit (vgl. Jesaja 8,22) und in dem Schatten des Todes. Da sehen sie ein großes Licht, ein Licht leuchtet über ihnen auf. Matthäus bezieht diese Stelle auf JESUS, als ER Seine Predigt- und Heilungstätigkeit in dieser Region begann (Matthäus 4,15 - 16).

Jesaja 9, 2-4: Du hast das Volk vermehrt, hast seine Freude groß gemacht; sie werden sich vor dir freuen, wie man sich in der Ernte freut, wie [die Sieger] jubeln, wenn sie Beute verteilen.Denn du hast das Joch zerbrochen, das auf ihm lastete, den Stab auf seiner Schulter, und hast den Stecken seines Treibers zerbrochen wie am Tag Midians.Denn jeder Stiefel derer, die gestiefelt einherstapfen im Schlachtgetümmel, und jeder Mantel, der durchs Blut geschleift wurde, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.
"Du" bezieht sich m. E. auf GOTT, den Vater, Der das Volk aus der geistlichen Finsternis in das Licht führen wird (V. 1), indem er das Kind sendet (V. 5), den Messias.

Die Aussage von Jesaja ist m. E.: Der Messias wird als ein Kind geboren werden. Damit ist zugleich gesagt (durch den Parallelismus), daß dieses Kind, ein Sohn, in das Volk Israel hinein ("uns") als ein Glied des Bundesvolkes geboren wird.

Psalm 2,7: Der Psalmist spricht hier von GOTTES Bestätigung des König Davids, um darzulegen, mit welchem Recht der König regiert. Der Ratschluss bezieht sich daher auf den Davidsbund, in welchem GOTT erklärt hatte, dass Er der Vater des Königs und der König sein Sohn sein würde. Als David also König wurde, beschrieb GOTT ihr Verhältnis als Vater-Sohn-Beziehung. So nahm der Ausdruck "Sohn" die Bedeutung eines messianischen Titels an.

Das Zitat aus dem Davidsbund: Du bist mein Sohn (2. Sam 7,14) wird hier vom König verwendet, um sein legitimes Recht zur Herrschaft darzulegen. Heute bezieht sich dann also auf den Krönungstag, und der Ausdruck Ich habe dich gezeugt bezieht sich nicht auf eine physische Geburt, sondern ist ein Bild zur Beschreibung der Tatsache, daß er GOTTES "Sohn" wurde.

Shalom
Roland
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Offline Jose

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Der eingeborene Sohn
« Antwort #41 am: 04 November 2012, 20:21:55 »
Hallo Roland.
Ich möchte dir hier meinerseits gerne zustimmen, dass der Sohn und der Vater immer waren, wenn du schreibst:

Zitat von: Roland
Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass der SOHN wie der VATER immer war und nicht aus dem VATER "erworden" ist. Jesaja 9,5 ("ist uns geboren") ist m. E. ein praesens pro futuro und bezieht sich auf die Inkarnation JESU.

Allerdings möchte ich sagen, dass Gott es letztlich weiß, denn für mich kann ich z.B. die Aussage: "Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn kundgemacht" Joh 1,18, noch nicht völlig ergründen.

Herzliche Grüße,
José

Offline Roland

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Das Neue Testament bezeugt: JESUS ist der JaHWeH des Alten Testaments
« Antwort #42 am: 04 November 2012, 22:13:30 »
Hallo José,

ich weiß nicht, womit Du Dich beschäftigt hast, aber es kann nicht das Wort GOTTES gewesen sein, denn Deine Hypothesen halten einer biblischen Überprüfung nicht stand.

Zitat
JESUS der JaHWeH des AT ist«, ist deine eigene Interpretation, die du so in der Bibel nicht findest.
Lies bitte die beiden Beiträge, die ich eingestellt habe. Dort findest Du mehr als genug Bibelstellen, die belegen, dass der HERR JESUS identisch mit JaHWeH ist (Der Messias als ???? [JaHWeH], Teil 1 und 2)

Zitat
Erschrocken bin ich darüber, dass der Glaube an JESUS als JaHWeH insgesamt zu einem falschen Gottesbild führt, deutlich auch in der Unsicherheit, ob die Dreieinigkeit aus Vater, Sohn und Heiliger Geist aus 3, 2 oder nur 1Person besteht.
Das Gegenteil ist der Fall: Wenn jemand erkennt, dass JESUS und JaHWeH identisch sind, führt es zu einem biblischen Gottesbild. Diese Personen werden nicht mehr einem heidnischen Gottesbild (Göttertriade) anhängen.

Zitat
Das macht es dann auch sehr schwierig, wenn wir „Christus im alten Bund“ erkennen wollen in der Person des „Engel des HERRN“. Wenn der „Engel des HERRN“ Christus ist, wer ist dann mit HERR gemeint? Es wird beliebig kompliziert und das zeigt mir, dass hier zu viel menschliche Überlegungen sind.
Es wird nur kompliziert, wenn man an eine Göttertriade glaubt. Lies bitte erst "Der Messias als ???? [JaHWeH], Teil 2". Hier wird Deine Frage beantwortet.

Zitat
Das NT kennt keinen Jesus als JHWH
Auch diese Behauptung von Dir ist falsch:

Matthäusevangelium

In Matthäus 8,23-27 wird uns die Sturmstillung berichtet. In V. 26-27 steht:

Dann stand er auf und bedrohte die Winde und den See; und es entstand eine große Stille. Die Menschen aber wunderten sich und sagten: Was fü?r einer ist dieser, dass auch die Winde und der See ihm gehorchen?

In der Parallelstelle (Mk 4,41) lesen wir:

Und sie fü?rchteten sich mit großer Furcht und sprachen zueinander: Wer ist denn dieser, dass auch der Wind und der See ihm gehorchen?

Die Antwort auf die Frage, warum die Menschen sich wunderten bzw. die J?ünger entsetzt waren und sich fü?rchteten, finden wir im Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift. Im Alten Testament ist an vielen Stellen das Gebieten ?ber den Wind und die Wellen (das Meer) ein Zeichen fü?r JaHWeHs souveränes Handeln und seine Größe (vgl. Ps. 65,8; Jona 1,15). So steht in Psalm 107,29:

Er (JaHWeH) verwandelte den Sturm in Stille, und es legten sich die Wellen.

Deshalb konnte dieses Wunder, welches CHRISTUS vollbrachte, nur JaHWeH selbst tun. Obwohl die J?ünger zu diesem Zeitpunkt schon einige messianische Wunder gesehen hatten, waren sie ü?ber die Sturmstillung zutiefst entsetzt. Dadurch wurde ihnen klar, dass es nur JaHWeH Selbst sein konnte, der hier vor ihnen stand.

Der Evangelist Matthäus gibt einen Einblick in die Verklärung CHRISTI. Dazu schreibt er Folgendes (Mt 17, 2):

Und ER wurde vor ihnen verklärt, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß, wie das Licht.

Damit nimmt Matthäus Bezug auf die messianische Verheißung aus Maleachi 3,20. JaHWeH wird im Alten Testament als Sonne bezeichnet. Auf dem Berg der Verklärung wurde JaWHeH für die Jünger sichtbar, die Herrlichkeit (Joh 1,14), welche sonst durch seine menschliche Erscheinung verdeckt war.


Johannesevangelium

1,14: Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Wir finden an dieser Stelle einen direkten Bezug zu Jesaja 40,5:

Und die Herrlichkeit JaHWeHs wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird es sehen. Denn der Mund JaHWeHs hat geredet.
Jesaja spricht ja in diesem Kapitel von dem Wegbereiter des HERRN, Johannes dem Täufer. Er ist der Vorbereiter, dass sich die Herrlichkeit JaHWeHs offenbaren kann.

JaHWeH Selbst, bzw. JESUS CHRISTUS ist die Quelle lebendigen Wassers. In aller Deutlichkeit bringt der HERR JESUS dies noch einmal in Johannes 7,37-39 zum Ausdruck. Genauso wie in Johannes 4 beansprucht er auch hier, selbst die lebendige Quelle zu sein:

An dem letzten, dem großen Tag des Festes aber stand JESUS und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu MIR und trinke. Wer an MICH glaubt, aus dessen Leibe werden, wie die Schrift gesagt hat, Ströme lebendigen Wassers fließen. Dies aber sagte er von dem GEIST, den die empfangen sollten, die an Ihn glaubten, denn noch war der GEIST nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.

Die Heilige Schrift nimmt an verschiedenen Stellen im Alten Testament Bezug auf die Einladung an die Dürstenden (z.B. Jes 41,17-18; 55,1; 58,11; Jer 31,12). Eines haben alle diese Stellen gemeinsam. Immer ist JaHWeH der, Welcher die Einladung, bzw. Verheißung ausspricht und der das Wasser gibt. Auch am Ende der Bibel, in der Neuschöpfung GOTTES ist es JESUS Selbst, welcher den Dü?rstenden das Lebenswasser anbietet und gibt (Offb 21,6):

Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst.

Damit macht die Einladung CHRISTI zu sich selbst und damit zum Wasser des Lebens einmal mehr deutlich, dass der Sohn Gottes niemand anders als JaHWeH selbst sein kann.

Im ersten Teil von Johannes 8 lesen wir die Geschichte von dem HERRN JESUS und der Ehebrecherin. Als die Schriftgelehrten und Pharisäer sich auf Mose und die im Gesetz gebotene Steinigung f?r Ehebruch beriefen, wird Folgendes berichtet (Joh 8,6):

Jesus aber bü?ckte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Diese Handlung des Sohnes GOTTES steht in einem Zusammenhang mit Jeremia 17,13:

Hoffnung Israels, JaHWeH! Alle, die dich verlassen, werden zuschanden werden. Und die von mir abweichen, werden in die Erde geschrieben werden; denn sie haben den JaHWeH, die Quelle lebendigen Wassers, verlassen. Der Textzusammenhang bei Jeremia läßt darauf schließen, dass JaHWeH Selbst die Abgefallenen in die Erde schreibt.

Johannes 14,8-11: Philippus spricht zu ihm: HERR, zeige uns den Vater, und es genügt uns. JESUS spricht zu ihm: So lange Zeit bin ICH bei euch, und du hast MICH nicht erkannt, Philippus? Wer MICH gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst, der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke. Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt mir um der Werke willen.

Im Johannesevangelium kommen die acht „Ich bin Worte“ (Joh 6,35; 8,12.58; 10,7; 10,11; 11,25; 14,6; 15,1), welche in einem direkten Zusammenhang zu 2. Mose 3,14 stehen und CHRISTUS als JaHWeH bezeugen. Das hat Christus auch in Johannes 8,24 deutlich gemacht:

So habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Sünden; denn so ihr nicht glaubt, dass ich es bin (wörtl.: ich bin), so werdet ihr sterben in euren Sünden.

Du bestreitest in Deinem letzten Posting diesen Fakt und machst dadurch GOTT zum Lügner!


Hebräerbrief

In dem gewaltigen Auftakt des Hebräerbriefes wird CHRISTUS sowohl als Schöpfer wie auch als Erhalter des ganzen Universums vorgestellt. In Psalm 33,6 steht:

Durch JaHWeHS Wort sind die Himmel gemacht und all ihr Heer durch den Hauch seines Mundes.

Und Psalm 148.5 bezeugt:

Loben sollen sie den Namen des JaHWeH! Denn er gebot, und sie waren geschaffen.

Schließlich zeigt Psalm 148,6 nochmals, wer der Erhalter der Schöpfung ist:

ER (JaHWeH) stellt sie hin f?ür immer und ewig. Er gab eine Ordnung, die wird man nicht ?berschreiten.

Am Ende von V. 3, dass CHRISTUS sich zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt hat. In Psalm 110,1 und Philipper 2,9 ist es GOTT, der CHRISTUS erhöht. Aber hier im Hebräerbrief steht das Verb für Sitzen im Aktiv (vgl. Heb 12,2). Damit hat Christus sich Selbst, weil er JaHWeH ist, zur Rechten des Vaters gesetzt. Es gibt nur einen GOTT, den großen "Ich bin". In CHRISTUS JESUS, dem Sohn GOTTES, ist Er selbst gekommen. Ludwig Albrecht macht in seiner Übersetzung des Neuen Testaments hier eine Anmerkung: "Während die Diener (auch Engel) vor ihrem Herrn stehen, sitzt der Sohn auf dem Thron Gottes". Dies ist also ein Zeichen dafür, dass der Sohn auf derselben Ebene steht wie der Vater.


Die Offenbarung

1,7.8: Siehe, Er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche Ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stimme der Erde. Ja, Amen. Ich bin das Alpha und das Omega, spricht der HERR, GOTT, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige. Der HERR, GOTT nennt sich hier das Alpha und das Omega. Mit dem ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabetes, ist der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende gemeint (vgl. Offb 22,13). Nur einige Verse nach dieser Selbstvorstellung GOTTES, stellt sich der erhöhte CHRISTUS (Offb 1,17) als der Erste und der Letzte vor. Er bezieht diesen Titel JaHWeHs auf sich und stellt einen direkten Bezug zu der Stelle aus Jesaja 44,6 her:

So spricht der JaHWeH, der König Israels und sein Erlöser, JaHWeH der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen GOTT.

Auch der Gemeinde in Smyrna stellt sich CHRISTUS mit dem Titel JaHWeHs als der Erste und der Letzte vor (Offb 2,8).

In dem Sendschreiben an Thyatira wird ebenfalls deutlich, dass der Messias JaHWeH ist (2,23):

und alle Gemeinden werden erkennen, dass ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht, und ich werde euch einem jeden nach euren Werken geben.

Diese Stelle erinnert nicht nur an Psalm 139,2:

Du kennst mein Sitzen und mein Aufstehen, du verstehst mein Trachten von fern.

In Jeremia 11,20 steht:

Aber du, JaHWeH der Heerscharen, der du gerecht richtest, Nieren und Herz prü?fst, lass mich deine Rache an ihnen sehen!

Und in Kapitel 17,9-10 schreibt Jeremia:

Tr?ügerisch ist das Herz, mehr als alles, und unheilbar ist es. Wer kennt sich mit ihm aus? Ich, JaHWeH, bin es, der das Herz erforscht und die Nieren prü?ft, und zwar um einem jeden zu geben nach seinen Wegen nach der Frucht seiner Taten.

Damit haben wir die Schriftstelle vor uns, auf welche CHRISTUS Sich in seinem Schreiben an die Gemeinde in Thyatira bezieht und zum Ausdruck bringt, der Er JaHWeH ist. Auch in Psalm 7,10 wird uns Gott als der Pr?fer von Herz und Nieren vorgestellt (vgl. 1Sam 16,7; Apg 1,24 etc).


Bibelstellen, in denen JESUS CHRISTUS durch Zitate als JaHWeH bezeichnet wird

So wird CHRISTUS im Neuen Testament immer auch als der KYRIOS (HERR) bezeichnet. Diesen Titel teilt er mit dem VATER. Dazu schreibt Heiko Krimmer:

Zitat
Das griechische Wort "Kyrios", das hier steht, ist eine Umschreibung des Gottesnamens. Es ist eine besondere Bezeichnung, die der römische Kaiser für sich reserviert hatte. So ist das Bekenntnis "Herr ist Jesus" noch viel umfassender: Jesus ist der Herr aller Herren, er ist Gott. (Krimmer Heiko: „Römerbrief“ – Edition C Bibelkommentar Bd. 10, S. 262, Hänssler Verlag Neuhausen)
Hervorhebung von mir.

Darüber hinaus finden wir aber zahlreiche Zitate aus dem AT, welche mit dem Gottesnamen Jahwe eindeutig im Neuen Testament auf Christus bezogen werden. Damit wird deutlich, was schon im Alten Testament verheißen ist: im Messias kam Jahwe selbst zu seinem Volk. Besonders in den Predigten und Briefen der Apostel wird Jesus, der verheißene Messias, als Jahwe bezeichnet.

Matthäus 3,3: Denn dieser ist der, von dem durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des HERRN, macht gerade seine Pfade.

Matthäus 12,8 (Bezug auf 2Mos 16,29): Denn der Sohn des Menschen ist HERR des Sabbats.

Markus 11,9 (Zitat aus Ps 118,26): Gepriesen sei, der da kommt im Namen des HERRN!

Apostelgeschichte 2,21 (Zitat aus Joel 3,5): Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird errettet werden.
In Verbindung mit Apostelgeschichte 4,12 wird deutlich, dass es hier um den Namen Jesus geht.

Römer 10,12-13 (Zitat aus Ps 145,18; Joel 3,5): Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist HERR über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen; "denn jeder, der den Namen des HERRN anrufen wird, wird errettet werden."
In diesen Versen wendet Paulus den Namen JaHWeH zweimal durch alttestamentliche Zitate auf CHRISTUS an.

1. Korinther 2,16 (Zitat aus Jes 40,13): Denn "wer hat den Sinn des HERRN erkannt, dass er ihn unterweisen könnte?" Wir aber haben Christi Sinn.

2. Korinther 3,18 (Bezug aus 2Mos 34,34): Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des HERRN an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.

Philipper 2,9-11 (Zitat aus Jes 45,23): Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
Im Zusammenhang mit der zitierten Stelle aus Jesaja 45,23.24 geht klar hervor, dass JESUS hier als JaHWeH bezeichnet wird: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören und sagen: Nur in JaHWeH ist Gerechtigkeit und Stärke.

Hebräer 1,10-12 (Zitat aus Ps 102,26-28): Du, HERR, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind Werke deiner Hände; sie werden untergehen, du aber bleibst; und sie alle werden veralten wie ein Kleid, und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie werden wie ein Kleid gewechselt werden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nicht aufhören.

1. Petrus 2,3-4 (Zitat aus Ps 34,9): … wenn ihr wirklich geschmeckt habt, dass der HERR gütig ist. Zu ihm kommend als zu einem lebendigen Stein, von Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar.

Ich möchte dies bei diesen wenigen Zitaten belassen. Im NT gibt es noch wesentlich mehr Stellen, die belegen, dass der HERR JESUS JaHWeH ist.

Lieber José, betrachte diesen Thread als Chance, Dein (unbiblisches) Gottesbild aufzuarbeiten, indem es durch die Heilige Schrift korrigiert wird. Eine Hierarchie innerhalb der Gottheit ist nicht biblisch, sondern wurde vom Katholizismus verbreitet. Die Quellen hierfür sind die heidnischen Göttertriaden.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Jose

  • Benutzer
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Re: Kennt das NT einen JHWH für die Christen?
« Antwort #43 am: 04 November 2012, 22:56:36 »
Lieber José, betrachte diesen Thread als Chance, Dein (unbiblisches) Gottesbild aufzuarbeiten, indem es durch die Heilige Schrift korrigiert wird. Eine Hierarchie innerhalb der Gottheit ist nicht biblisch, sondern wurde vom Katholizismus verbreitet. Die Quellen hierfür sind die heidnischen Göttertriaden.

Danke Roland,
für den sicherlich gut gemeinten Rat.

Ich werde das Thema und das Forum weiter beobachten. Mal sehen, ob hierzu neue Erkenntnisse, die biblisch nachvollziehbar sind, dazu kommen.

Ich wünsche dir, als Administrator und Moderator, viel Weisheit.
Allen Teilnehmern und Besuchern dieses Forums wünsche ich Gottes Segen.

José

Perle

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Re: JESUS ist der JaHWeH des Alten Testaments
« Antwort #44 am: 05 November 2012, 07:37:25 »
Ich grüße Euch mit Johannes 14,27!

Zitat
Was aber der Name JHWH anbetrifft, so war es als Bundesname Gottes im AT von Bedeutung, aber für uns Christen nicht.
Zitat
Im neuen Bund geht es nicht mehr um den Bundesnamen Gottes mit Israel, nämlich JHWH, sondern es geht um Jesus. Und wer den Namen Jesus anruft, der wird gerettet werden.

Ich habe Bedenken, dass in den "Namen" Jesus zu viel Mystik interpretiert wird.
Weder die hebr.Bezeichnung ABBA, noch der Gebrauch der Namen JHWH und JESUS kann uns retten, sondern die Identität, die mit dem Namen verbunden ist.
Wir wissen, dass im hebräischen (bes.in der Schrift) in den Namen immer ein Hinweis auf die persönliche Identität steckt.
Daher hat auch im erneuerten Bund der Name JHWH immer noch die gleiche Identität.
Und wenn ich weiß, dass ich nur durch den Namen Jesus Christus zum Vater komme - dass nur ER der Weg ist, dann habe ich verstanden ( natürlich nur durch die Gnade Gottes und Seines Beistands), dass Seine Identität der Weg und die Wahrheit ist....dass ich in Seiner Identität wandeln soll, damit ER mich "erkennt" und zur Braut nimmt.
 
Daher wage ich mich nicht auch nur zu denken, dass es bei dem Namen JHWH nur um den Bundesnamen mit Israel geht, denn es ist die gleiche Identität GOTTES seit Ewigkeit.
Off.3,12
Wer überwindet, den werde ich zu einer Säule machen in dem Tempel meines Gottes, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen neuen Namen.

Ein gutes Beispiel, dass hier keine Buchstäblichen Namen geschrieben werden.
 
Viele tanzen heute schon mit erhobenen Armen und rocken "Jesus,Jesus" ...ich hoffe sehr, dass sie
GOTT auch im Herzen erkannt haben.
 
Auch die bescheidene Aussage, dass wir vieles nicht verstehen können, lässt im Flachwasser stagnieren.
Wir dürfen unseren HERRN JESUS um Verständnis bitten, denn es ist Sein ausdrücklicher Wunsch,
dass wir IHN alle erkennen.
 
Schalom!