Autor Thema: jüdische Kabbala  (Gelesen 5175 mal)

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ABA

  • Gast
jüdische Kabbala
« am: 05 Juli 2010, 22:49:54 »
???? ????
Schalom zusammen,

als langjähriger "Mitleser", besonders im Bereich der Publikationen, habe ich als liberaler Jude eine wichtige Frage  !
Ich frage gezielt Euch, als gläubige Christen, da wir in einem internen jüdischen Forum einen etwas strittigen Punkt
behandeln. Es geht um die jüdische Kabbala, der ich als liberaler Jude sehr distanziert gegenüber stehe.

Was haltet ihr rein sachlich von der KABBALA des Judentums ?
Wie würdet ihr die KABBALA in unsere jetzige Zeit einordnen ?
(Natürlich interessiert mich besonders deine Meinung, lieber Roland)      ;)

                         

Bei den HAUSZELLEN-PUBLIKATIONEN habe ich diesmal leider zu wenig erfahren !

???? ???
Schalom ABA

Andreas

  • Gast
Re: jüdische Kabbala
« Antwort #1 am: 06 Juli 2010, 02:56:47 »
Zunächst von mir eine Gegenfrage an dich: du nennst dich ABA, in Großbuchstaben. Wie ist das zu verstehen? Ist dies geistlich gemeint? Sicher bist du mit dem vertraut, was Jesus in Mt 23,9 sagte... Würdest du so weit gehen, dich auch JHWH zu nennen?? Oder ist das ein Missverständnis und das ganze meint ganz simpel, dass du Kinder hast?

Um zu deiner Frage zu kommen: Es ist vielleicht nicht möglich, über Erscheinungsformen des Okkultismus "rein sachlich" zu schreiben, bzw. wir müssten "Sachlichkeit" vorher definieren. Die Kabbala ist ganz sicher eine Erscheinungsform des Okkultismus, von Satan herstammend. Als solche hat sie Eingang gefunden in westliche okkulte Traditionen und Organisationen, z.B. die Freimaurer, die ihrerseits wiederum einen prägenden Einfluss auf die Entwicklung der westlichen Gesellschaft hatten und noch haben. Die Tatsache, dass die Kabbala ein Teil der okkulten Hintergrundströmung der westlichen Gesellschaft ist, hat leider bei manchen, die versuchen, diese Hintergründe aufzudecken, zu antisemitischen (i.S.v. antijüdischen) Einstellungen geführt.

Die Kabbala, wie ich ihr in Zefat begegnete, machte auf mich einen sehr ähnlichen Eindruck wie die New-Age-Bewegung der westlichen Welt. Allerdings handelte es sich dabei nur um eine oberflächliche Begegnung, keine tiefgreifende Analyse.

Herzliche Grüße,
Andreas

ABA

  • Gast
Re: jüdische Kabbala
« Antwort #2 am: 06 Juli 2010, 08:12:29 »
???? ????? ?????
Schalom lieber Andreas,

ABA ist nicht nur mein NIKNAME sondern auch mein Rufname.
Besonders bei unseren 5 Kindern !

und zu:
Zitat
bist du mit dem vertraut, was Jesus in Mt 23,9 sagte...
natürlich bin ich damit vertraut, aber ...
ich bin allerdings kein CHRIST sondern JUDE und zwar aus der Liberalen Richtung.
(dies hatte ich schon damals vor ca. 3 Jahren über die Hauszellen-Homepage klargestellt)
Zitat
Würdest du so weit gehen, dich auch JHWH zu nennen
Bestimmt nicht! (-dir sei es verziehen-)
Du kannst ja wenn du Interesse hast einiges von ABA in einem > Messianischen Forum <  lesen !?
(-wohlbemerkt, dass ich auch kein messianischer Jude bin)

???? ???
Schalom ABA

Andreas

  • Gast
Re: jüdische Kabbala
« Antwort #3 am: 07 Juli 2010, 00:07:06 »
Sei gegrüßt, lieber ABA,

Zitat
ABA ist nicht nur mein NIKNAME sondern auch mein Rufname.
Besonders bei unseren 5 Kindern !

Verstehe!

Zitat
Zitat
Würdest du so weit gehen, dich auch JHWH zu nennen
Bestimmt nicht! (-dir sei es verziehen-)

Es war mir klar, dass diese Frage einem Juden gegenüber heikel sein würde. Doch der Name "ABA" hatte mich alarmiert und ich wollte ganz sicher gehen, womit ich es geistlich zu tun habe. Es liegt mir äußerst fern, den Namen Gottes zu mißbrauchen.

Zitat
(-wohlbemerkt, dass ich auch kein messianischer Jude bin)

Das ist sehr traurig!

Herzliche Grüße,
Andreas

Andreas

  • Gast
Re: jüdische Kabbala
« Antwort #4 am: 07 Juli 2010, 00:10:58 »
P.S.

Danke für den Link, das Forum kannte ich noch nicht.

ABA

  • Gast
Zusatz
« Antwort #5 am: 07 Juli 2010, 08:41:48 »
Schalom Andreas,

Das dir verlinkte FORUM ist von einer Hauszellen-FORUMSs-Userin (Elishua) !

Sie lud mich von hieraus über ISRAEL-heute Forum ein, bei ihr zu kommentieren,
bzw. für einige Bereiche die Moderation zu übernehmen.
(soweit dies natürlich nur mein Fachgebiet betrifft!)

Doch zurück zur KABBALA:
z.Zt beschäftigen sich viele unserer Stammesgenossen mit diesem Thema.
Leider kann man es nicht einfach als Teufels- bzw. Höllenwerk abhaken,
zumal es bei uns vom Judentum lt. Belegen aus dem TENACH eine andere Auffassung
über den "Teufel" gibt, als das vom heidnischen Christentum übernommenen.
(doch das wäre ein anderes Thema)

Wie siehst du die Verbindung der "jüdischen" Kabbala mit der "christlichen" Kabbala,
(hierüber habe von Roland schon eher etwas gelesen)

???? ???
Schalom ABA



Andreas

  • Gast
Re: jüdische Kabbala
« Antwort #6 am: 09 Juli 2010, 17:21:57 »

Der Begriff „christliche Kabbala“ ist ja an sich schon falsch und irreführend, da ein wirklicher Christ nur derjenige sein kann, der dem Christus, dem Messias nachfolgt. Dies aber ist mit dem Praktizieren einer Form der Kabbala unvereinbar. Dabei ist bezeichnend, dass der Begriff „christliche Kabbala“ von einem Kabbalisten geprägt wurde, im 17 Jh., in einer Zeit, in der jeder im Abendland (mit Ausnahme der Juden – die Frage nach Gruppen wie den Marranen lassen wir mal weg) zwangsläufig Kirchenmitglied sein musste und dann als „Christ“ tituliert wurde, und Dinge, die nicht den staatlichen Kirchen entsprachen verfolgt wurden. Wir haben es hier mit einem Tarnbegriff zu tun. Vertreter wie Agrippa von Nettesheim, Aleister Crowley und Rudolf Steiner standen wohl nichts ferner als dem wahren Christentum. Diese Leute waren Hexer.
 
Richtiger wäre es sicher, von einer „gnostischen Kabbala“ zu sprechen. Die Verwandtschaft zwischen jüdischer Kabbala und Gnosis ist ja augenfällig, und soweit ich sehen kann, täte man keinem Vertreter der sog. „christlichen Kabbala“ und der sog. „hermetischen Kabbala“ Unrecht, wenn man ihn als „Gnostiker“ bezeichnete.

Über die Transferwege der Kabbala von Juden zu Nichtjuden weiß ich wenig, vieles liegt da sicher auch im vorher Angesprochenen Okkultem, Dunklen von Geheimgesellschaften wie den Freimaurern und den Rosenkreuzern verborgen.

Du schreibst:

Zitat
Doch zurück zur KABBALA:
z.Zt beschäftigen sich viele unserer Stammesgenossen mit diesem Thema.
Leider kann man es nicht einfach als Teufels- bzw. Höllenwerk abhaken

Nenne mir auch nur einen guten Teilbereich der Kabbala.

Herzliche  Grüße,
Andreas

ABA

  • Gast
Re: jüdische Kabbala
« Antwort #7 am: 10 Juli 2010, 09:47:10 »
Schalom Andreas,

Zitat
Der Begriff „christliche Kabbala“ ist ja an sich schon falsch und irreführend ...
Richtiger wäre es sicher, von einer „gnostischen Kabbala“ zu sprechen.
Dies ist sehr treffend ausgedrückt lieber Andreas !

Zitat
Nenne mir auch nur einen guten Teilbereich der Kabbala.
Da ich überhaupt kein Anhänger oder Verfechter der Kabbala bin,
kann ich auch nichts GUTES dabei herausfinden was einem im Glaubensleben weiterbringt.

Auf jedenfall vielen Dank für die Auskunft und deine Ansicht, es hat meine Ansicht bestätigt.

Schalom ABA



Andreas

  • Gast
Re: jüdische Kabbala
« Antwort #8 am: 11 Juli 2010, 00:44:15 »
Zitat
Der Begriff ?christliche Kabbala? ist ja an sich schon falsch und irreführend ...
Richtiger wäre es sicher, von einer ?gnostischen Kabbala? zu sprechen.
Dies ist sehr treffend ausgedrückt lieber Andreas !

Zitat
Nenne mir auch nur einen guten Teilbereich der Kabbala.
Da ich überhaupt kein Anhänger oder Verfechter der Kabbala bin,
kann ich auch nichts GUTES dabei herausfinden was einem im Glaubensleben weiterbringt.

Auf jedenfall vielen Dank für die Auskunft und deine Ansicht, es hat meine Ansicht bestätigt.
You are welcome!

Herzliche Grüße,
Andreas

Offline Roland

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Re: jüdische Kabbala
« Antwort #9 am: 11 Juli 2010, 23:56:15 »
Hallo ABA,

schön wieder von Dir zu lesen. Da ich aus beruflichen Gründen verreist war, kann ich Dir leider erst jetzt antworten.

Zitat
Was haltet ihr rein sachlich von der KABBALA des Judentums ?
Die Frage möchte ich gerne mit zwei lexikalischen Einträgen beantworten:

Kabbala

(hebräisch Überlieferung)
Jüdische  mystische Geheimlehre, die man auch als jüdische  Esoterik bezeichnen könnte. Sie entstand im Mittelalter in Form einer Reihe von Schriften und baut auf gnostisches ( Gnosis) und platonisches Gedankengut auf. Sie will eine Welterklärung liefern, in der alle Teile der Schöpfung miteinander harmonisch verwoben sind. Verstehen und anwenden kann man die K. nur durch Anleitung und  Initiation.
    An erster Stelle steht das mystische Weltsystem, das ganz eigenwillige Interpretationen liefert. Zum Beispiel meint man, Gott sei im  Kosmos im Exil, so wie Israel auf der Erde im Exil ist. Es gehe darum, die ursprüngliche Ordnung (»tiqqun«) im Wesen Gottes wiederherzustellen. Da Adam diese Aufgabe verfehlte und die Menschheit das Paradies verlor, ist nun Israel erwählt, dieses Werk zu vollbringen.
    Neben diesen mehr zu theoretischen K. gehörenden Weltdeutungen bezeichnet man die Sinndeutung aus Schrift und Buchstaben als praktische K. Ihr liegt der Gedanke zu Grunde, dass alle Worte und Schriften, so auch die heiligen Schriften des Judentums, einen tieferen, verborgenen Sinn haben. Eine besonders große Rolle spielen daher  Zahlen- und  Buchstabensymbolik. Hier nimmt der  Okkultismus vielfach Anleihen auf. Echte  Magie spielt in der K. aber nur eine Nebenrolle.

[Quelle: Biewald, Roland: Lexikon des Okkultismus, S. 104)]
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Offline Roland

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Re: jüdische Kabbala
« Antwort #10 am: 12 Juli 2010, 00:04:30 »
Kabbala     

(»Empfangen [durch Tradition]«; Ros has. 7a u. ö., vgl. Abot 1, 1 [von der  Halacha]) heißt speziell im 13. Jh. die jüdische mystisch-theosophische Geheimlehre, die mit dem Anspruch auftritt, alte Offenbarung zu sein. Ihre erste Blüte erlebte die K. im 13. Jh. in Spanien als Reaktion auf Talmudismus und Rationalismus ( Maimonides), nachdem ihr eine jahrhundertelange jüdische  Mystik (: III) vorausgegangen war. K. enthält schon das dem Abraham zugeschriebene Buch Jesira (»Schöpfung«, zwischen 500 und 900?), das die Welt aus Kombination der 10 göttlichen Emanationen und der 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets entstehen läßt. 1280/90 erscheint in repristiniertem Aramäisch und im Stil eines homiletischen  Midrasch das anonyme Hauptwerk der K., der Sohar (»Glanz«, nach Dan 12, 3), dem Tannaiten Simon b. Johai u. a. in den Mund gelegt, wahrscheinlich aber von Mose de Leon in Spanien verfaßt. Im Sohar überwiegt die Theosophie über die Ekstase. Er lehrt die Existenz des uranfänglichen Ên-Sôp (des Unendlichen, im Sinne des verborgenen Gottes), das in hierarchischer Abstufung 10 sepîrôt (von griech. sphaira) aus sich hervortreten läßt. Der Kosmos wird vorgestellt als Weltbaum oder großer Mensch (Makrokosmos), adam qadmôn (Urmensch); sein mikrokosmisches Abbild ist Adam, der erste Mensch. Wie in der alten  Gnosis (: I) entfalten sich auch in der K. Gottheit und sepîrôt in männlich-weiblicher Paarung und pflanzen sich nach unten durch Zeugung fort (z. B. Urmensch als Androgyn). Der Fromme hilft durch mystische Erfassung der Tora und Halacha, durch Gebotserfüllung, Gebet und kontemplative Verbundenheit mit Gott (debeqût) mit bei der Restitution (tiqqûn) der gefallenen Welt. Von den Katharern der Provence stammt vielleicht die Lehre von der Seelenwanderung (gilgûl). – Die Vertreibung der Juden aus Spanien 1492 ( Judentum: II) brachte für die bis dahin esoterische K. eine neue Blüte; bes. erhielt der Messianismus durch die K. neue Impulse. Zentrum dieser jüngeren K. wurde seit 1550 Safed in Obergaliläa mit den Schulhäuptern Mose Cordovero († 1570), Isaak Luria († 1572), dessen Schüler Hajjim Vital († 1620) u. a. Luria stellte neben die Emanation aus dem Ên-Sôp als ihr Korrelat die Kontraktion (simsûm) der Gottheit (wodurch sie demütig der Kreatur Raum schafft), neben die Seelenwanderung die Seelenschwängerung ('ibbûr), wobei eine fremde Seele zu einer schon vorhandenen in einen Körper eingeht. In der Andacht (kawwana) zieht der Beter himmlische Kräfte herab, was zur Einbruchsstelle der Magie wurde, zu der Juden und Nichtjuden die K. zeitweilig mißbrauchten. Der kabbalistische Messianismus wurde zur Grundlage der Bewegung des  Sabbatai Sewi (17. Jh.). Letzter Ausläufer der K. ist der  Chassidismus des 19. Jh.s in Polen. – In der  Renaissance und im Christentum ( Pico della Mirandola,  Reuchlin,  Agrippa von Nettesheim, Chr.  Knorr von Rosenroth,  Böhme,  Oetinger) sowie in der romantischen Naturphilosophie ( Schelling) begegnen Einflüsse der K., die ihrerseits im Judentum bis heute vertreten ist.


Literatur: G. SCHOLEM, Major Trends in Jewish Mysticism, New York (1941) 19462; dt.: Die jüd. Mystik in ihren Hauptströmungen, 1957 (ausführl. Lit.) – E. BENZ, Adam, der Mythos vom Urmenschen, 1955 – DERS., Die christl. K., 1958.
[Kabbala. Die Religion in Geschichte und Gegenwart, S. 16223

[Quelle: "Religion in Geschichte und Gegenwart", Bd. 3, S. 1080)
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Offline Roland

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Re: jüdische Kabbala
« Antwort #11 am: 12 Juli 2010, 00:32:12 »
Zitat
Wie würdet ihr die KABBALA in unsere jetzige Zeit einordnen ?

Andreas hat zu dieser Frage ja bereits Stellung bezogen. Ich schließe mich seinen Ausführungen vollumfänglich an. Die Kabbala ist eine mystisch-theosophische Geheimlehre. Kurz ein Wort zur "Theosophie":

Theosophie
Es gibt auch eine sog. "christliche" Theosophie. Vielleicht ist dieser Punkt in dem Forum gemeint, wenn von einer "christlichen" Kabbala geschrieben wird. Die "christl." Theosophie begnügt sich nicht mit dem buchstäblichen Sinn der Heiligen Schrift (= Bibel), sondern sucht  geheimnistiefe Hintergründigkeiten, die sich mit Hilfe allegorischer Schriftdeutung aufschlüsseln lassen sollen. Zu den wichtigsten Rätselfragen, die es zu lösen gilt, gehören als ständig wiederkehrende Lieblingsthemen: Wie verhalten sich Geist und Stoff zueinander, wie ist der Fall Satans und Adams zu verstehen, was bedeutet der Androgynmythos für das Verhältnis von Mann und Frau, welcher Art wird die neue Leiblichkeit sein, die der Mensch in der Vollendungswelt Gottes trägt? Das spekulative Verlangen treibt die Theosophen in die Nähe von Alchemie und  Astrologie, von  Parapsychologie und  Okkultismus. Aber auch  Askese und  Mystik sind allezeit Schwestern der Theosophgie gewesen, weil nur "geläuterte Seelen" an den höheren Intuitionen Anteil gewinnen können. Eine Neigung zum Synkretismus ist unverkennbar. Man verehrt die großen Eingeweihten überall in der Welt, heißen sie Hermes, Pythagoras und Platon, "Moses", "Jesus" oder  Apollonius von Tyana. Charakteristisch ist der esoterische Zug. Nur Auserwählte und besonders Gewürdigte sollen das ungewöhnliche Wissen empfangen.

Ein bekanntes Beispiel dieser theosophischen Einstellung ist der sog. "Bibel-Code". Eine Bibelstelle, die die Theosophen gerne missbrauchen, ist 1. Korinther 2,10: Der GEIST erforscht alles, auch die Tiefen der GOTTHEIT . Bedenklich halte ich auch die Zahlenmystik, die in vielen "christlichen" Gemeinschaften verbreitet ist.

Der Ursprung der Kabbala ist, wie Andreas schon geschrieben hat, die Gnosis. Die Apostel kämpften bereits gegen gnostische Irrlehrer. Daher kann ich nur jedem raten, die Finger von der Kabbala zu lassen.

Eine Anhängerin der Kabbala ist beispielsweise die Sängerin Madonna. Die Frucht ihres "Glaubens" kann man daran erkennen, wie sie den HERRN JESUS auf ihren Konzerten verspottet.


Zitat
Bei den HAUSZELLEN-PUBLIKATIONEN habe ich diesmal leider zu wenig erfahren !
Da hast Du recht. Die Kabbala haben wir bis jetzt nicht thematisiert.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

ABA

  • Gast
Sehr lehrreiche worte
« Antwort #12 am: 12 Juli 2010, 23:09:01 »
Schalom Roland,
und vielen Dank für deine mühevollen Ausführungen.
Ich wandte mich mit meinem Frageposting an die >Hauszellen-Gemeinschaft< weil ich, wie bereits erwähnt,
schon einige Jahre mich über die verschiedensten Themen im Christentum informiere.
Wir Liberalen Juden, gehören ja mit den "Reformierten" zu den wenigen, die sich überhaupt mit dem
Christentum beschäftigen.
Allerdings handelt es sich hier um eine rein jüdische Frage von mir an dich, bzw. euch!
Obwohl ich schon ein älterer Mann bin, lege ich doch einigen Wert auf Ausführungen wie ich sie bei dir / euch
in den PUBLIKATIONEN finde.

In einem jüdischen Forum kam dieses Thema der jüdischen KABBALA mit viel für und wieder auf.
Ich sprach mich sehr stark gegen das "kabbalistische Treiben" aus, denn schon vor vielen Jahrzehnten,
als ich noch studierte, sträubte ich mich vehement gegen das Thema KABBALA !

Deinem Ausruf ...
Zitat
Daher kann ich nur jedem raten, die Finger von der Kabbala zu lassen.
... kann ich schon seit meiner besagten Studien-Zeit zustimmen.

Momentan ist ja der Trend die (jüdische) KABBALA auch dem nicht so "geschulten" Volk nahezubringen.
(siehe einige Lektionen im VIDEO Google bzw. You Tube)

und wenn du schreibst:
Zitat
Da hast Du recht. Die Kabbala haben wir bis jetzt nicht thematisiert.
... wäre das nicht ein Anreiz für dich, vorwiegend über die jüdische KABBALA einen Artikel in der
PUBLIKATIONS WebSite hineinzustellen.
Es gibt einige von uns vorwiegend liberale Juden, die oft bei dir "nachschlagen" , denn "alles Wissen" ist
nicht immer in unseren rabbinischen enzyklopädischen Büchern aufgeführt.

Ich denke wir bleiben in gutem Kontakt

???? ???
Schalom ABA


Ted

  • Gast
Re: jüdische Kabbala
« Antwort #13 am: 13 Juli 2010, 02:00:34 »
Shalom, ihr alle, Shalom, der Friede Gottes JHWH = Jesus Christus, mit sei mit Euch allen.

Seit einigen Tagen beobachte ich dieses Thema und freue mich über die tiefgründig und respektvoll geführte Diskussion.

Nach ernstlichem (!) Gebet zu Gott habe ich Seinerzeit die Gewissheit bekommen, dass die mir gegebene Bibel Sein vollkommenes und unverfälschtes Wort ist, dem ich vertrauen kann und soll.

In allen Fragen und Themen sind die Aussagen der Bibel seither für mich der absolute Massstab, nach dem ich, nach meinen bisherigen Erkenntnissen, beurteile. An diesem Massstab würde ich auch die Kabbala messen... Würde ich auch nur einen Widerspruch zur Bibel entdecken (wie z.B. bei den Apokryphen), würde ich sie vollumfänglich verwerfen. Ich habe gelernt, dass Gottes Wort unfehlbar ist, in allen Dingen vollkommen und unfehlbar. Alles was dem entgegensteht, verwerfe ich. So wird es ja bereits im AT über die Propheten angeordnet, eine einzige Fehlaussage führt zum Verwerfen des jeweiligen "Propheten", welcher damit offensichtlich nicht von Gott inspiriert sein kann.

Ich bin nun nicht so gelehrt und beneide einerseits die, die hebräisch und/oder altgriechisch beherrschen. Ich wollte, ich könnte das. Ich bin aber dankbar, und das ist mein Glaube, dass ich durch den Geist Gottes (nein, ich glaube nicht, dass der Geist Gottes eine "dritte Person" ist, ich glaube, dass der Geist Gottes einfach das Sein, Wesen und Leben des Vaters und des Sohnes Jesus Christus ist) auch schon allein auf der Grundlage der mir gegebenen und verständlichen deutschen Bibel wesentlich wichtige Erkenntnisse der Offenbarung Gottes erhalten habe.

Ja, ich will noch mehr von meinem Herrn Jesus Christus lernen! Das werde ich mein Leben lang tun. Doch je mehr an Erkenntnissen ich auch aufnehme, desto mehr führt es mich zu dem, was Paulus geschrieben hat:

Auch ich, liebe Brüder, als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten und hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu verkündigen. Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten. Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern; und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft. (1.Korinther 2, 1-5)

Das ist das Evangelium Jesu Christi: so einfach, dass es jedes Kind verstehen kann. Und ebenso jeder Erwachsene, der sich unter die gewaltige Hand und Weisheit Gottes demütigt.

Das ist mein Glaube und meine Hoffnung, dass ich auch ohne alle die o.g. Kenntnisse, die ich mir zweifellos wünschen würde, aus dem mir zugeteilten Wort Gottes und Erweisung Seines Geistes die rechte Erkenntnis göttlicher Wahrheit gewinne.
« Letzte Änderung: 13 Juli 2010, 02:07:11 von Ted »