Autor Thema: "Mit Werten in Führung gehen"?  (Gelesen 1352 mal)

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Offline Roland

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"Mit Werten in Führung gehen"?
« am: 03 Mai 2010, 19:32:00 »
Allein schon der Vorab-Prospekt zu dem von idea (Horst Marquardt) und der Firma tempus-Consulting (Prof. Dr. Jörg Knoblauch) für den Februar 2011 geplanten Kongresses christlicher Führungskräfte wirft ein Schlaglicht auf die Vermischung und Verweltlichung, die den heutigen Evangelikalismus kennzeichnen. Im Hauptprogramm fallen auf: ein Grußwort des liberalen evangelischen Bischofs Friedrich und des katholischen Bischofs Hanke; ein katholischer Abt im Abendprogramm, das Referat einer katholischen Unternehmerin "Meine Maßstäbe als Christ für politisches Handeln", eine Talkrunde "Unsere Zukunft" geplant u.a. mit Dr. Margot Käßmann und der katholischen Publizistin Gabriele Kuby; Moderation eines Abends durch einen liberalen evangelischen Oberkirchenrat, eine Andacht von Astrid Eichler, charismatische Pfarrerin. Zu den Referenten der Seminare gehören einerseits prominente Evangelikale wie Stephan Holthaus, Gerd Goldmann, Hartmut Steeb, andererseits auch Tobias Faix von der Emerging Church. Unterstützt wird der Kongreß u.a. vom Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland sowie vom Bund Katholischer Unternehmer (!), aber auch von den radikalcharismatischen "Christen im Beruf" (Full Gospel Business Mens Fellowship International) und der charismatischen "Geistlichen Gemeindeerneuerung" in der Evangelischen Kirche.

Die heutigen Evangelikalen sind darauf aus, eine Rolle als "Vordenker" in der Welt einzunehmen und sich den Politikern, Wirtschaftsführern und Mächtigen als "Wertevermittler" anzudienen. Sie vernachlässigen die Verkündigung des Evangeliums und den Ruf zur Buße und versuchen stattdessen, die Welt durch "gesellschaftsveränderndes" Engagement zu verbessern. Das ist eine folgenschwere Abweichung von dem Auftrag des Herrn Jesus, der Welt das Evangelium zu bezeugen statt bloßer "christlicher Werte", die sie doch nicht richtig verwirklichen können und die ohne Bekehrung und Wiedergeburt niemanden erretten.


Rudolf Ebertshäuser 17. 3. 2010 www.das-wort-der-wahrheit.de
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!