Autor Thema: Geschäftsführer von „Kirche mit Vision“ bringt „Playboy“ unters Volk  (Gelesen 1614 mal)

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Offline Roland

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Laut einer idea-online-Meldung hat der Prediger Kai S. Scheunemann nach seinem „Gottesdienst“ mit dem Titel „Reges Verkehrsaufkommen – ein total unverkrampfter GoSpecial über Sex“ 120 Freiexemplare des Magazins „Playboy“ angeboten, die der Verlag zur Verfügung gestellt hatte. Damit habe seine Andreasgemeinde (Niederhöchstadt bei Frankfurt) „neue Zielgruppen ansprechen“ wollen. In seiner „Predigt“ vertrat Scheunemann auch eine sehr aufgeschlossene Ethik: Zwar habe Sexualität ihren Platz nur in der Ehe, aber was die Definition von Ehe betrifft, solle man alles vergessen, was man bisher über Ehe gedacht hat. Scheunemann bestätigte in einer Diskussion nach seinem Vortrag, dass in seiner Gemeinde Homosexuelle mitarbeiten können und befürwortete die Segnung homosexueller Paare. Auf die Frage, ob ein Single zu einer Prostituierten gehen könne, sagte er laut idea: „Du musst nicht auf Sex verzichten“.

Kai S. Scheunemann ist nun aber nicht irgendein Pastor der ohnehin abgefallenen Landeskirche – dann wäre dieser Vorfall kaum einer Erwähung wert –, sondern als Geschäftsführer von „Kirche mit Vision“, dem deutschen Zweig des Werkes von Rick Warren (http://www.kirchemitvision.de/index.php?id=impressum) ist er ein führender Repräsentant des modernen Evangelikalismus. Zudem ist er Autor eines Standardbuches über das Willow-Creek-Konzept mit dem Titel „Kirche für Distanzierte“. Im Projekt „Jahr der Stille“ hat er einen Beitrag über eine mystische Form der Bibel-Meditation verfasst (http://www.jahr-der-stille.de/index.php?content_item=18&node=43)
Der Text seines Vortrags (voller obszöner Formulierungen) und die idea-Meldung können auf der Webseite seiner Gemeinde heruntergeladen werden: andreasgemeinde.de

Dies ist ein Extrembeispiel – nur konsequent zu Ende gedacht - für die evangelikale Philosophie, beim „Gottesdienst“ den Menschen mit seinen natürlichen Bedürfnissen und Neigungen in den Mittelpunkt zu stellen. Das Wort Gottesdienst besagt jedoch, dass es ein Dienst für Gott sein soll. Gottes Wort und Ehre sollen im Zentrum stehen und maßgeblich sein.

Quelle: Betanien Medien-Info 4/2010
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!