Autor Thema: Nathans Gerichtswort (2. Samuel 12)  (Gelesen 665 mal)

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Offline Jose

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Nathans Gerichtswort (2. Samuel 12)
« am: 14 Juni 2014, 15:45:15 »
In 2. Samuel 12 lesen wir von "Nathans Gerichtswort" an David:

2.Sam 12,9-10
9 Warum hast du denn das Wort des Herrn verachtet, indem du tatest, was vor seinen Augen böse ist? Urija, den Hetiter, hast du mit dem Schwert erschlagen, und seine Frau hast du dir zur Frau genommen; ihn aber hast du durch das Schwert der Ammoniter umgebracht! 10 Nun soll auch von deinem Haus das Schwert nicht weichen ewiglich, weil du mich verachtet und die Frau Urijas, des Hetiters, genommen hast, dass sie deine Frau sei!

Es war in der Tat etwas Abscheuliches und hinterhältiges, was David hier getan hatte. Es beschäftigt mich auch immer wieder, wenn ich davon lese oder höre. Der Mensch ist im Grunde doch zu allem fähig, wenn er nicht wacht und sich von Gott bewahren lässt.

Vorhin habe ich auch an Tamar gedacht. Ihr wurde von Davids ältestem Sohn Amnon, Gewalt angetan. Dafür wurde er zwei Jahre später von ihrem Bruder Absalom getötet (2. Sam 3,2; 13). Ich habe vorhin gelesen, dass damit das Gericht an David für seinen Mord an Uria begonnen hatte ("Nun soll auch von deinem Haus das Schwert nicht weichen ewiglich...", 2. Sam 12,10).


Amnons Schandtat

Wer sich mit der Schandtat Amnons an seine Halbschwester Tamar beschäftigt, der muss erschüttert sein, denn daraus wird so deutlich, wozu der Mensch fähig ist, wenn er z.B. von der Fleischeslust gepackt wird, auch wenn es oftmals für Liebe gehalten wird.

Was mich aber auch sehr beschäftigt hat, ist die Aussage in einer Auslegung die ich gelesen habe, dass es Gericht war an David und sein Haus. Viele Menschen klagen Gott an, für all das Böse, dass hier auf Erden geschieht. Aber die wenigsten machen sich Gedanken darüber, was ihr eigenes Verhalten und ihre Sünde für Auswirkungen in ihrem Leben hat und auf das Leben anderer haben kann.

2.Sam 13,12.14
12 Sie aber sprach zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! Schwäche mich nicht, denn so etwas tut man nicht in Israel! Begehe nicht eine solche Schandtat! 14 Aber er wollte nicht auf ihre Stimme hören, sondern er überwältigte sie und schwächte sie und schlief bei ihr.

2.Sam 13,15.16
15 Danach aber hasste Amnon sie mit überaus großem Hass, so dass der Hass, mit dem er sie verabscheute, größer wurde, als zuvor die Liebe, mit der er in sie verliebt war; und Amnon sprach zu ihr: Mach dich auf und davon! 16 Sie aber sprach zu ihm: Nicht doch! Dieses Unrecht, mich wegzutreiben, ist gewiss noch größer als das andere, welches du mir angetan hast! Aber er wollte nicht auf sie hören.

Das Leben dieser Frau wurde zerstört. Nicht durch ihre Schuld, - es sei denn dass man ihr das Vertrauen in ihrem Halbbruder zu Last legen wollte. Nein, Schuld war Amnon, aber es war auch Davids schuld, der das Gericht Gottes über sein Haus durch seine schlimme Sünde verschuldet hatte.

Wie viele Leidensgeschichten dieser Art gibt es bis in unseren Tagen auf dieser Welt, besonders Gewalt an Frauen. Mögen doch auch solche Berichte in der Bibel uns zeigen, wie schwach das männliche Geschlecht oftmals ist und gefangen von der Fleischeslust. Da gilt es auch wachsam zu sein und in der Gottesfurcht zu wandeln.

Die Sünde verursacht nur Schmerz und bringt Leid über uns und andere. Der Herr möge uns und all unsere Lieben bewahren, besonders in unserer verführerischen Zeit. Mögen Seine Kinder und alle die sich gläubig nennen, ihre Verantwortung erkennen und Vorbilder sein in dieser Welt.

Mit freundlichen Grüßen,
José
« Letzte Änderung: 14 Juni 2014, 15:51:58 von Jose »