Autor Thema: Was ist die Furcht des HERRN?  (Gelesen 7806 mal)

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Offline Roland

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Was ist die Furcht des HERRN?
« am: 03 Mai 2006, 23:02:26 »
Was lehrt die Bibel über die Furcht des HERRN? Ist diese Formulierung identisch mit Ehrfurcht vor GOTT zu haben oder versteht das Wort GOTTES etwas anderes darunter?
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Shomer

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Was ist die Furcht des HERRN?
« Antwort #1 am: 15 Mai 2006, 13:47:12 »
Die Furcht des HERRN

Der Ausdruck "HERR" ist eben solch ein schwammiger Begriff wie das Wort "Gott". Beachten wir hierbei unbedingt, dass überall, wo im Tenach, dem sog. Alten Testament der Name JAHWEH steht, dieser durch dieses in Seinen Ohren gotteslästerliche "HERR" ausgewechselt wurde. Auch Ba'al wurde als "Herr" bezeichnet. Den "schwammigen HERRN" zu fürchten ist in der Tat etwas anderes als DEN zu fürchten, dessen Namen über 7000 Mal aus dem Alten Testament hinausübersetzt worden ist.

Die Ueberschrift dieser Rubrik ist "Theologie". Was aber hat Theologie mit der Bibel zu tun? Entweder ich glaube an die Theologie oder ich glaube an das Wort Gottes. Ist es nicht so, dass heute die meisten Christen an eine Theologie über Jesus glauben, nicht aber an ihn selbst? Sprach er nicht:

Luk 6:46  Was heißet ihr mich aber HERR, HERR, und tut nicht, was ich euch sage?

Hat sich nicht unsere Christenheit einen "Herrn" zusammentheologisiert, der schön lieb und nicht mehr zu fürchten ist? Ein Gott, der (Golgatha zuliebe) über alle Sünden aller Menschen einfach so hinweg sieht, die einmal an einer Evangelisation die Hand erhoben und sich auf das Bekenntnis ihres Un-Glaubens haben taufen lassen? Wer einem solchen Gott huldigt, der hat natürlich Probleme mit einer Flutkatastrophe in der über 280.000 Menschen umkommen wie am 26. Dezember 2004 im Indischen Ozean.

"Are you saved?" (Bist du gerettet?) Diese Frage stellte mir einmal ein Engländer. Damals sagte ich noch "Yes", aber heute ginge es mir nicht mehr so leicht von den Lippen; heute würde ich eher antworten:

Phi 3:12  Nicht, daß ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen möchte, nachdem ich von Christo Jesu ergriffen bin.

Wehe denen, die den Theologen glauben, die ihnen den Himmel versprechen um den Zehnten oder die Kirchensteuern kassieren zu können. Diese "Art" Lebensversicherung wird jeden sehr wahrscheinlich in der Hölle landen lassen. Im Buch des Lebens steht noch längstens nicht jeder, der dies von sich meint, nur weil er einmal etwas davon gehört hat. In diesem Buch steht nur der, der das Zeugnis des Heiligen Geistes hat.

Glauben wir überhaupt wirklich den richtigen Glauben oder ist der Glaube, an den wir glauben in den Ohren des HEILIGEN nicht eher eine heidnische Religion, gespickt mit ein paar für mich akzeptablen Bibelversen?

Joh 14:12  Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater.

Kommen wir mal zur Sache: Jeder, der nicht die Werke Jesu tut, der nicht kranke heilt, Teufel austreibt, auf Wasser geht, Tote auferweckt, Aussätzige reinigt oder sogar noch grössere Werke - der kann doch unmöglich an Jesus glauben! Jesus wäre doch sonst ein Lügner! Wer an Jesus glaubt und diese Werke nicht tut, der glaubt nicht an Jesus, selbst wenn er dies behauptet - und Punkt! Der ist doch in einer verlogenen heidnischen Religion mit frommen Touch steckengeblieben, in der Theologie.

Wird es euch langsam ungemütlich? Wie man ein kleines Kind langsam an eine heisse Herdplatte heranführt und sagt: "Heiss!" - so habe ich Euch ein wenig an die Furcht Gottes herangeführt. Hier beginnt erst die Furcht JAHWEHS! Volxbibel? Kumpelgott? Der Gott JAHWEH, der angeblich die Liebe ist, der hat aus Liebe seinen einzigen Sohn, den er überhaupt jemals selbst gezeugt hatte geopfert! Abraham blieb dies erspart obwohl er aus Gottesfurcht dazu bereit war! Sich selbst ersparte ER es aber nicht. ER hat alles gegeben, was ER hatte - und was geben wir? Auf der Homepage der Gemeinde, in der ich getauft wurde, da wurde Reklame dafür gemacht, dass die kommende Fussball-WM in die neuen Gemeinderäumlichkeiten übertragen wird. Was hat das mit der HEILIGKEIT JAHWEHS noch zu tun? Werden da wohl alle die Krone des Lebens bekommen, die die Uebertragungen lückenlos mitverfolgt haben? - Wer's glaubt wird selig, wenn er Glück hat!

Als ich begann, an meinen Abendandachten zu Hause die Furcht Gottes zu lehren, da wurde es sehr, sehr ungemütlich. Die Spannungen stiegen ins schier unermessliche, die Ehe krieselte und unsere Töchter wandten sich einer Gemeinde zu, die es eher mit Liebe und Lobpreis hält. Die HEILIGKEIT JAHWEHS ist heute leider kein Thema mehr und Busse nicht und Selbstverleugnung nicht, Kreuzigen des Fleisches, Leiden um Jesu willen, Verfolgung, konsequentes Umsetzen der Gebote. Als Christ muss man ja Weihnachten feiern - die Geburt Jesu. Wo steht ein solcher geistlicher Dünnschi.. in der Bibel? Götzendienst ist es in den Augen JAHWEHS, ein gravierender Verstoss gegen das erste Gebot. Wer allerdings Golgatha zu einem Freibrief für derartige Gräuel macht, der muss sich nicht wundern, wenn seine Heilsgewissheit unter den Augen des zusammenschmilzt, die sind wie eine Feuerflamme!

Du sagst und singst: "Ich liebe Jesus",oder "Ich lieb' dich Herr". Weisst du, dass in der Offenbarung steht, dass Lügner in den feurigen Pfuhl geworfen werden? Was sagte denn Jesus von denen, die nicht das taten, was er befohlen hatte?

Joh 14:24  Wer mich aber nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.

Du brauchst nur das zu tun, was der Pastor sagt - und du kannst sicher sein, dass du sicher nicht das tun wirst, was Jesus sagte. Ich weiss, das macht Angst - Angst und Furcht hängen aber eben zusammen! Der Weg ins Verderben ist breit - und dabei spielt es keine Rolle ob er weiter rechts oder weiter links entlang führt!

Nehmt Euch eine Auszeit von Euren Gottesdiensten und sucht das Angesicht JAHWEHS. Betet und fastet! Wachet im Geiste! Nehmt täglich das Mahl, wie Jeshua dies geboten hatte! "Bleibet in Mir!" Pastoren, die die Wahrheit predigen - denen laufen die Leute davon! Deshalb können sie ja nur das Gegenteil von Wahrheit lehren, damit die Zehntenzahler bleiben. Wollen wir weiter das hören, was unserer Seele wohl tut oder wollen wir hören, was wir aus Gottes Sicht brauchen um der Heiligung nachzujagen, ohne die niemand den Herrn sehen wird?

Dem denket nach! Euer Shomer

Shomer

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Die Furcht des HERRN (Teil II)
« Antwort #2 am: 15 Mai 2006, 14:50:06 »
Die Furcht des HERRN (Teil II)

Joh 15:4-7
4  Bleibet in mir und ich in euch. Gleichwie die Rebe kann keine Frucht bringen von ihr selber, sie bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in mir.
5  Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
6  Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und müssen brennen.  
7  So ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.
(Luther)

Hier nun meine Gedanken dazu:

Vers 7 ist ja eine wunderbare Zusage! Das klingt ja fast wie eine Verheissung für Gebetserhörung total! Aber was sind die Bedingungen? Ist nicht jedes Gebet, das nicht erhört wird der klare Beweis dafür, dass der Bittende NICHT in Christus geblieben ist und/oder Jesu Worte NICHT in ihm geblieben sind? Ist es nicht oft so, dass um des Gebetes willen gebetet wird und man sich keine Rechenschaft über die Erhörung gibt? Moslems beten fünf Mal am Tag, Katholiken beten den Rosenkranz – aber kommt dabei nicht dasselbe heraus, wie bei den meisten Gebeten in evangelischen Landes- und Freikirchen, nämlich nichts? Ist es nicht so, dass viele schon aufgegeben haben zu beten, weil ja „sowieso nichts passiert“? Ist nicht jedes Gebet, das nicht erhört wird, der klare Beweis dafür, dass wir NICHT in Jesus geblieben sind? Auch nur ein einziges nicht erhörtes Gebet ist doch der Beweis dafür, dass wir etwas falsch gemacht haben! Aber was passiert nun mit dem, der nicht „in mir bleibt“? Vers 6: „Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und müssen brennen.“ Das ist doch die Androhung der Hölle durch den Richter persönlich!

Aus diesem Umstand ergibt sich mir eine Frage:

A) Entweder es stimmt, dass jeder der „glaubt und getauft ist, gerettet wird". Jesus hat hier dann aber nicht die Wahrheit gesagt, Jesus schürt hier unberechtigt eine Angstpsychose (bei dieser Argumentation beachte man aber das willkürliche Herausreissen eines Verses aus dem Kontext und dem ganzen biblischen Zusammenhang), oder
 
B) unsere Theologen haben uns bisher von den Kanzeln ein „X“ für ein „U“ vorgemacht und uns das Seelenheil auf einer Grundlage versprochen, die nicht der ganzen Heiligen Schrift entspricht – und somit spricht Jesus hier die Wahrheit und wir sind die Angelogenen.

Wurde uns vielleicht vorgemacht unser schöner breiter Weg sei der schmale (Mat 7:14 Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.)? Oder wurde uns vorgemacht, unsere Gemeinde sei ja ihrer Aktionen wegen noch ganz schön lebendig (Offb 3:1 … Ich weiß deine Werke; denn du hast den Namen, daß du lebest, und bist tot.)? – Auch Katholiken und Moslems z. B. wird ja unter gewissen Voraussetzungen das Seelenheil versprochen. Es dürfte aber wohl jedem klar sein, dass es nicht zwei oder mehr diametral entgegengesetzte Wahrheiten gibt und dass es unser Problem ist, sie mit Toleranz auf einen Nenner zu bringen. Entweder wir erfüllen konsequent die biblischen Vorgaben oder wir erfüllen sie eben nicht - und wenn wir das Nicht-Erfüllen dann noch fromm begründen - wehe uns!

In Jeshua bleiben - dies alleine ist, worauf es ankommt! Und wer bleibt "in mir"?

Joh 6:53-56
53  Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch.
54  Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.
55  Denn mein Fleisch ist die rechte Speise, und mein Blut ist der rechte Trank.
56  Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm.


Wohl dem, der alles das mit dem Wort Gottes in Frage stellt, was er bisher von Theologen gelernt hat! Wohl dem, der JAHWEH auch das abnimmt, was unbequem und untheologisch ist! Wohl dem, der auch die Verse glaubt, die von Theologen aus der Bibel heraustheologisiert und -argumentiert wurden weil sie unbequem waren! Wohl dem, der erkennt, was sein "geistlicher" Leiter nicht predigt, obwohl es geschrieben steht! Wohl dem, der alles verwirft, was er gelernt hat was nicht in der Bibel steht! Wohl dem, der einsieht, dass alles, was nicht in der Bibel steht und somit nicht von JAHWEH ist, dass das nur von jemand anderem kommen kann - von wem wohl?!

Die Furcht JAHWEHS schliesst die Furcht vor Menschen, allen vorab den "geistlichen" Leitern aus! Denn Menschenfurcht bring zu Fall. Wie viele Christen kennen nichts anderes als das unaufhörlich scheinende Am-Boden-Liegen. Und da ja alle dort liegen ist es ja der Normalzustand - wirklich? Oder ist nicht das In-Jeshua-Bleiben der Normalzustand?

Euer Shomer

Offline Roland

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HERR
« Antwort #3 am: 15 Mai 2006, 21:12:26 »
Hallo Jürgen,

HERR

Ich finde nicht, dass "HERR" ein schwammiger Begriff ist, da es im Hebräischen verschiedene Wörter für "HERR" gibt:

- Adon
Die Worte Adon, Adonim und Adonai sind natürlich sehr nah verwandt! Das Wort "Adon" ist abgeleitet worden von einem Verb das "regieren" oder "verwalten" bedeutet. Ein Adon ist ein Regierer, ein Verwalter, ein Machthaber, ein Gebieter. Es wird benutzt um die Beziehung Sklave - Herr (1. Mose 44,9.19) bzw. Mann - Frau (1. Mose 18,12) anzudeuten. Wenn der Herr also "Adon" genannt wird, drückt das aus, daß wir Ihm unterworfen sind. Wir wissen, daß wir von Ihm abhängig sind. In 2. Mose 34,23 lesen wir, daß "alle Männer vor dem Angesicht des ADON JAHWEH, der ELOHIM von Israel erscheinen mußten." Denn "Jahweh, dein Elohim, ist der ELOHIM der Elohim und der Adon, der Adonim, der große und starke El" (5. Mose 10,17).


- Adonim
Das Wort Adonim ist eigentlich die Mehrzahl von Adon. Es wird also oft so übersetzt (s.o.) Oft aber wird es benutzt um den Begriff "Adon" zu verstärken und muß doch mit Herr (Einzahl) übersetzt werden. Man könnte es so sagen: Ein Adonim ist ein Besitzer, ein Adon ist ein Machthaber
Beipiel: In Ägypten war Pharao der Adonim, während Joseph Adon war. Oder: Ein Lehrer hat Autorität über Kinder, weil die Eltern es ihm anvertraut haben. Die Eltern haben jedoch diese Autorität, weil sie die "Besitzer" sind.
In Psalm 8,2 lesen wir: "Jahweh, unser Adonim" (vgl. Ps. 45,11).
In Ps. 136,3 haben wir den Ausdruck: "Jahweh ist der ADONIM der Adonim" (Vers 3)
Dieser Gedanke legt eine Verantwortung auf unser Leben (vgl. Mal. 1,6 und Ps. 123,2).


- Adonai
Die Bedeutung von Adonai liegt ganz nah bei Adonim. Buchstäblich heißt es: "Mein Herr".
Adon und Adonim sind beide Worte, die sowohl für Menschen als auch für Gott gebraucht werden. Dem ist nicht so bei Adonai. Adonai bezeichnet eine ganz innige Beziehung zu unserem Herrn, zu unserem Gott. Es ist der Gott, Der ein Anrecht auf unser Leben bekommen hat.
Wenn wir anerkennen, daß Gott Adonim ist - Besitzer der ganzen Erde -, dann sollten wir Ihn doch auch Adonai nennen: Wir sind Sein Eigentum. Das erste Mal, das dieser Name in der Bibel erwähnt wird, ist in 1. Mose15,2. Abram hatte sich verweigert Geld usw. von dem König von Sodom anzunehmen (14,22.23). In 15,1 kommt Gott auf ihn zu, und sagt: "Fürchte dich nicht Abram; ich bin dir ein Schild, dein sehr großer Lohn".- Dann sagt Abram: "Adonai, Jahweh" (vgl. 2. Mose 4,10-12 / Jos. 7,6.7 / Psalm 16,2 / Jes. 6,1 / Dan. 9,4). Jeder der im A.T. den Namen Adonai gebrauchte, erkannte dadurch an, daß dieser Herr das Sagen in seinem Leben hatte.


Einige Bibelstellen in denen GOTT Adon genannt wird:

2. Mose 23,17;34,23
Ps. 12,5; 97,5; 110,1
Jes. 10,16.33; 19,4(2.Mal)
Micha 4,13
Mal. 3,1
 Josua 3,11.13; 5,14
Ps. 114,7
Dan 10,16.17 (2x),19
Sach. 1,9;4,4;5,13.14 Richt. 6,13
Jes 1,24; 3,1
Dan. 12,8
Sach. 6,4.5
 

Einige Bibelstellen in denen Gott Adonim genannt wird

1. Mose 19,2.18
2. Chron. 18,16
Ps. 123,2; 135,5
Jes. 51,22 5. Mose 10,17 (2X)
Neh. 8,11; 10,29
Ps. 136,3 (2x)
Hosea 12,15 1. Kön. 22,17
Ps. 8,1.9; 45,11
Ps. 147,5
Mal. 1,6


Einige der Namen Gottes im AT:

El
Eloah
Elohim
JHWH
Jah
El Shaddai
Adon
Adonim
Adonai
Elyon
Olam
Zebaoth


Einige Bibelstellen in denen Gott Schaddai genannt wird

1. Mose 17,1; 28,3; 35,11; 43,14; 48,3; 49,25
2. Mose 6,2
4. Mose 24,4.16
Ruth 1,20.21
Hiob 5,17; 6,4.14; 8,3.5; 11,7; 13,3; 15,25; 21,15.20; 22,3.17.23.24.26;
23,16; 24,1; 27,2.10.11.13; 29,5; 31,2.35; 32,8; 33,4; 34,10.12
35,13; 37,23; 39,35
Ps. 68,14; 91,1
Jes. 13,6
Hes 1,24; 10,5
Joel 1,15


Das Wort Schaddai
Manche Spezialisten sagen, daß das Wort von "sjadad" = "zerstören" abgeleitet wird. Dann wird "schaddai" mit Zerstörer übersetzt. Deshalb wird "Schaddai" in vielen Übersetzungen mit "Allmächtige" übersetzt. Der Jüdische Talmut sagt jedoch: "Schaddai" stammt von zwei Wörtern, und zar "sja" = "wer" und "daj"= "genügt". Daher kommt dann die Übersetzung "Er, Der immer genügt (genügend ist)".


JHWH

Es ist natürlich bedauerlich, dass in den meisten Bibelübersetzungen das Tetragramm (JHWH) nicht ausgeschrieben, sondern mit "HERR" in Großbuchstaben (oder auch "HErr") ersetzt wird.. Dieses HERR steht in Großbuchstaben, damit man weiß, dass hier eigentlich der Name GOTTES steht. In manchen anderen Ländern "händelt" man diese Angelegenheit auf andere Art. In Frankreich beispielsweise schreibt man nicht "Seigneur", was so viel wie "Herr" bedeuten würde, sondern "L'éternel", das heisst: "Der Ewige" und ist damit eine Art Übersetzung von GOTTES Namen ins Französische.

Der Grund dafür ist, daß man die Aussprache von “JHWH” nicht mit letzter Sicherheit kennt. Die Israeliten hatten aufgrund des dritten Gebots (2.Mose 20,7) über Jahrtausende vor Ehrfurcht den Namen Gottes nicht auszusprechen gewagt. Da der Name nie ausgesprochen wurde, die hebräische Schrift jedoch nur die Konsonanten überliefert, war schließlich die korrekte Aussprache des Namens nicht mehr bekannt. Kern des Problems ist also, daß man nicht mit Sicherheit weiß, welche Vokale zwischen die hebräischen Konsonanten JHWH gehören. Das groß geschriebene “HERR” in vielen modernen Übersetzungen ist daher eine Methode, um durch die Großschreibung einerseits zu zeigen, wo im hebräischen Urtext JHWH steht, und um andererseits nichts Falsches zu schreiben.

Deshalb weiß heute niemand mehr genau, wie der Name ausgesprochen bzw. geschrieben wird. Du schreibst, wie die meisten, JAHWEH, andere schreiben JEWE, JAHWO, JEHOVAH usw.  

Sicher ist eigentlich nur, daß die Vokalisierung “Jehova” falsch ist. “Jehova” war vor allem im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert gebräuchlich,  wird heute allerdings nur noch von der pseudo-christlichen Sekte der Zeugen Jehovas benutzt.

Im 19. Jahrhundert war nämlich nicht bekannt war, daß die Vokalisierung "Jehova" ein Kunstwort der Masoreten (einer Schule jüdischer Textgelehrter) aus dem 8. bis 11. Jahrhundert ist. Die Masoreten hatten den hebräischen Text des jüdischen Alten Testaments (= der Thorah) zur leichteren Lesbarkeit nachträglich mit Vokalen versehen. Der Name JHWH wurden jedoch um die Vokale des hebräischen Wortes "adonaj" (= Herr) ergänzt, weil es üblich war, beim Vorlesen der Thorah "adonaj" zu sagen, um den Namen Gottes nicht auszusprechen. Aus der Kombination der Konsonanten JHWH und der Vokale aus “adonaj” entstand daher das Wort JaHoWaH , welches in den masoretischen Texten des Alten Testaments steht. Aufgrund des Irrtums, diese Vokalisierung des JHWH sei die ursprüngliche, wurde im christlichen Bereich mit der Zeit Jehova gebräuchlich. Bei “Jehova” handelt es sich jedoch dem Ursprung nach um ein künstliches Mischwort, welches nicht viel älter als 1000 Jahre ist. Man geht heute davon aus, daß Israel der Name Gottes mit der Aussprache “Jahweh” offenbart wurde. Daß “Jahweh” ziemlich korrekt sein muß, konnte unter anderem durch ethymologische Sprachforschung bewiesen werden: Im Laufe der letzten hundert Jahre lernte man nämlich die verschiedenen Hieroglyphen diverser Völker aus dem alten Orient zu entziffern. Bei manchen dieser Schriften gibt es auch Zeichen für Vokale - und in diesen Sprachen wurde der Name des Gottes Israels mit Vokalen überliefert. Natürlich gibt es bei einer Wiedergabe in einer Fremdsprache immer eine gewisse Verfremdung, aber man kann die hebräische Wurzel der verschiedenen Varianten doch recht gut erkennen.

Der Name des Gottes Israels wurde dabei von den Nachbarvölkern in drei Sprachfärbungen mit “Jawe”, “Jabe” und “Jauwe” überliefert.

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, daß b und w sprachgeschichtlich sehr nahe beieinander liegen und in vielen Sprachen im Laufe der Sprachgeschichte ausgetauscht wurden. Aus den Worten "Jawe", Jauwe" und "Jabe" läßt sich jedenfalls relativ leicht erkennen, daß das Kunstwort Jehova (wie zu erwarten war) nicht korrekt ist und

a) daß JHWH nur zwei Vokale hatte
b) daß der zweite Vokal auf ein "e" lautete
c) daß der erste Vokal auf ein "a" oder zumindest einen ähnlichen Laut klang

Diese Fakten sind übrigens unter Zeugen Jehovas relativ unbekannt, da die Wachturmgesellschaft gerade an die Bedeutung des Namens “Jehova” verschiedene Irrlehren geknüpft hat und sich daher darüber ausschweigt, daß diese Aussprache mit großer Sicherheit falsch ist. Angemerkt sei noch, daß in der sog. “Neuen Welt Übersetzung” (NWÜ) der Zeugen Jehovas der Name Jehova auch im Neuen Testament auftaucht, was geradezu eine Textfälschung darstellt, da das Neue Testament in griechischer Sprache verfasst wurde und daher im Originaltext an keiner einzigen Stelle das hebräische Wort JHWH enthält. Das JHWH steht ausschließlich im hebräischen Alten Testament. An den Stellen im Neuen Testament, die die NWÜ fälschlicherweise mit “Jehova” übersetzt, steht im Originaltext “kyrios” (= Herr). Durch die Einfügung von Jehova statt kyrios = “Herr” entsteht häufig auch eine (durchaus gewollte) Verdrehung der Bedeutung, da “kyrios” an vielen Stellen des Neuen Testaments nicht den Vater, sondern Jesus meint.

Jedenfalls ist es in meinen Augen so etwas wie tragische Ironie, daß die Zeugen Jehovas auch vom Namen her nicht den wahren Namen Gottes bezeugen, sondern nur eine künstliche Verfremdung - wie die Lehre der Wachturmgesellschaft, so auch der Name.


Lukas 6,46

Hier kritisiert der HERR JESUS nicht, dass er HERR HERR genannt wird, sondern dass sie "HERR HERR" zu ihm sagen und nicht tun, was Er ihnen sagt. Das bedeutet, dass die Bezeichnung "HERR HERR" in diesem Fall nur ein Lippenbekenntnis ist. Denn wenn sie Ihn wirklich als HERRN anerkennen würden, dann hätten sie Ihm gehorcht.


THEOLOGIE

Die Theologie (griechisch THEÓS  - GOTT und LÓGOS - hier im Sinne von die Lehre) ist wörtlich die Lehre von GOTT, d. h. es geht in diesem Thread um die Dinge, die das Wort GOTTES von GOTT offenbart hat.
Im Laufe der Zeit hat dieses Wort einen Bedeutungswandel erfahren und wird heute als "Lehre von Glaubenssystemen und Glaubensdokumenten" gebraucht (diese Bedeutung meinst du sicherlich). Diese Bedeutung ist mit diesem Thread jedoch nicht gemeint, sondern es geht um die Lehre von GOTT (Offenbarung GOTTES im Wort GOTTES).

Shalom
Roland

Quellen: http://www.buecherstube-trier.de; http://www.evangelikal.de
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Shomer

  • Gast
Was ist die Furcht des HERRN?
« Antwort #4 am: 15 Mai 2006, 22:49:26 »
Lieber Roland

Vielen Dank für die Ausführungen bezüglich Adonai & Co. Erwiesenermassen haben die Worte Adon, Adonim und Adonai nicht dieselbe Bedeutung wie das deutsche "HERR". Bei uns wird ja bekanntlich jedes männliche Wesen der Gattung Homosapiens als "Herr" bezeichnet, womit schon eine unsägliche Inflation dieses Wortes vorprogrammiert ist. Bereits auf Englisch klingt "Mister", "Lord" und "Sir" schon ganz anders.

Zitat
Das bedeutet, dass die Bezeichnung "HERR HERR" in diesem Fall nur ein Lippenbekenntnis ist. Denn wenn sie Ihn wirklich als HERRN anerkennen würden, dann hätten sie Ihm gehorcht.


Eben: Auf genau diesen Umstand lief mein Posting hinaus. Und es gibt sogar noch eine christliche Spezies, die kann den Willen Gottes, Zeichen und Wunder tun und "HERR, HERR" sagen - aber das ist auch nicht gut!

Mat 7:21-23
21  Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
22  Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan?
23  Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!

Aber warum lies Jesus diese Menschen einfach Wunder tun, wenn sie es doch ohne Ihn taten? Ich glaube, das hängt unverbrüchlich mit der Gottesfurcht zusammen. Diese Menschen, nehmen wir einmal an sie sind aus dem charismatischen Lager, die haben erkannt, dass in der Bibel etwas von "wer an mich glaubt, wird die Werke und noch grössere tun" steht und fangen dann an, ihren Glauben zu aktivieren. Und das funktioniert verblüffend gut. Aber sie haben den VATER noch nie erkannt, sie wurden noch nie von Jeshua erkannt. Wer wahre Gottesfurcht hat, der setzt sich gern der Feuertaufe, der Heiligung aus.

Götzendienst ist geistliche Hurerei. Das "Lamm Gottes" vermählt sich nur mit einer (reinen) Jungfrau! Er geht nur zu einem Weibe ein - geistlich gesprochen - das sich von ihm selbst hat zubereiten lassen in Reinheit und Heiligkeit. Er erkennt nur die, die in ihm geblieben sind, die gewandelt sind im Gesetz des Geistes und die seine Werke gehalten haben bis ans Ende.

Daneben erlebte ich, wie ein christlicher Prophet von der Kanzel prophezeite, welche Krankheiten Jesus gerade heilt. Dabei wäre mir nicht aufgefallen, dass da etwas nicht gestimmt hätte, denn die meisten Geheilten meldeten sich danach ja. Im Anschluss machte er - es war Vorweihnachtszeit - Reklame für Krippenfiguren. Oder ein anderer, da kamen viele Menschen zu Jesus und es sah nach vielen Heilungen aus - aber dieser Pastor betet zur fiktiven Person des Heiligen Geistes, einer Gottheit also, die zwar salonfähig aber unbiblisch ist. Götzendienst gepaart mit Zeichen und Wundern - das kann es ja wohl nicht sein! Und diese Art Wundertäter sehe ich vor Jeshua im Gericht.

Hier noch einmal die Frage: "Warum schreitet Jeshua nicht ein, sondern lässt sie gewähren?"

Luk 9:49-50
49  Da antwortete Johannes und sprach: Meister, wir sahen einen, der trieb die Teufel aus in deinem Namen; und wir wehrten ihm, denn er folgt dir nicht mit uns.
50  Und Jesus sprach zu ihm: Wehret ihm nicht; denn wer nicht wider uns ist, der ist für uns.

So sind diese Wundertäter doch ein Segen für das Reich JAHWEHS, obwohl sie selbst verworfen werden. Vielen Charismatikern sollte eine derartige Einschätzung in die Knochen fahren und Furcht, Gottesfurcht auslösen! Jeshua selbst tat nur die Werke, die ihm der VATER zeigte. Aber wie oft wird bei uns gefuhrwerkt auf "Teufel-komm-raus"? Und wer diese Werke im Namen Jesu denn auch gleich dem Teufel zuschreibt, nur weil die Reinheit der Wundertäter nicht gegeben ist, der macht auch wieder etwas falsch! Denn wer etwas wider den Geist, den Hauch, den Wind Gottes redet, und genau dies bedeutet "Ruach HaKodesh", dem wird es weder in dieser noch in jener Welt vergeben werden! Und da zwischendurch geht so ungefähr der schmale Weg. Ich selbst wurde in der charismatischen Bewegung mit heiligem Geist getauft – und das es wahrhaftig der heilige Geist war, ich glaube, dafür zeugen meine Postings. Denn wer den VATER um den heiligen Geist bittet, der bekommt keine Schlange, sondern den heiligen Geist!

Wer das Wort Gottes allerdings nur auf "Wer da glaubt und getauft ist, wird gerettet werden" reduziert und dann meint, dass das, was man glaubt nicht so von Belang sei - ich hätte da bei so jemandem schwerste Bedenken! Warum hat uns denn der HEILIGE solch einen, profan ausgedrückt, "Schunken" mit auf den Lebensweg gegeben? Damit wir ihn auf zwei, drei schöne Verse zusammenstreichen? Damit wir nach dem Zusammenstreichen behaupten können, wir seien jetzt gerettet und ein Christ könne nie mehr verloren gehen und bla, bla, bla?

Wenn der HEILIGE etwas sagt, wenn ER spricht, dann meint ER, was er sagt und ER meint es sehr, sehr ernst! Mit Menschen kann man noch über die Trinitätslehre diskutieren – und je nach dem sogar Recht bekommen. Ich schlage allen Trinitariern vor, dies einmal beim HEILIGEN zu versuchen! Der diskutiert nämlich nicht, der spricht nur zwei Worte: „ICH BIN“ – und das war’s! Und jeder, der das Gegenteil von dem behauptet, der allein heilig ist, der macht IHN zum Lügner. Irgend einmal wird aber jeder vor seinem ultimativen Richter stehen, und dann kommt endgültig heraus, wer hier die Wahrheit sagte und wer der Lügner war!

Offb 21:8  Der Verzagten aber und Ungläubigen und Greulichen und Totschläger und Hurer und Zauberer und Abgöttischen und aller Lügner, deren Teil wird sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der andere Tod.

Wie war das jetzt noch mit der Gottesfurcht? Wollen wir so weiter daherreden wie bis anhin? Oder wollen wir jetzt endlich einen Wächter vor unseren Mund stellen?

Viel Erfolg wünscht Shomer

Offline Roland

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Was ist die Furcht des HERRN?
« Antwort #5 am: 16 Mai 2006, 22:00:27 »
Lieber Jürgen,

Zitat
Aber warum lies Jesus diese Menschen einfach Wunder tun, wenn sie es doch ohne Ihn taten?
Aus Mk. 16 und der Apostelgeschichte, sowie aus den Briefen wissen wir, wie das Bekenntnis zu JESUS als dem CHRISTUS und HERRN wirksame Wundertaten zur Folge hat. Es bewahrheitet sich: Das Reich GOTTES besteht nicht in Worten, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft. (1. Kor. 4,20; 2,4.) Mit anderen Worten: Das Handeln im Namen JESU offenbarte sich nicht in "Theorie und Exegese" (also "Theologie" im herkömmlichen Sinne), sondern mächtig "in Tat und Wort". Und dennoch, obwohl JESUS all dieses machtvolle Wirken und Handeln seiner Nachfolger als geschehen und wirklich anerkennt, so will er von solchen machtvollen Wundertätern nichts wissen, sondern sie voll und ganz verwerfen.

Johannes der Täufer hatte einst die Wirkung des CHRISTUS durch das Gleichnis beschrieben, "daß der, der nach ihm als der CHRISTUS kommen wird", die Worfschaufel nehmen und die Gemeinde reinigen und die Spreu verbrennen wird. Und mit diesem harten und ernsten Wort, an Seinen Jüngerkreis gerichtet und damit auch seiner Gemeinde gesagt, bewahrheitet der HERR, dass Er auch diesen Teil des Wortes des Täufers mit ganzem Ernst im Gericht hinausführen wird.

Welches ist der Ausgangspunkt, von dem aus der HERR diese letzte und ernsteste Scheidung Seiner Gemeinde vorzunehmen gedenkt?
Er spricht es mit den schlichten und doch so tief ernsten Worten aus: die nicht den Willen meines Vaters tun, der in den Himmeln ist. Das ist das Ausschlaggebende! Was heißt das: den Willen des Vaters tun? - das heißt: Es kann eine noch so erfolgreiche Wirksamkeit für den HERRN trotz alledem dennoch unter seiner Verwerfung stehen, wenn der Jünger nicht mit ganzem Herzen und ganzem Ernst der persönlichen Heiligung nachgejagt ist. Denn das ist der Wille GOTTES, eure Heiligung (1Thess. 4,3; vgl. 2. Kor. 7,1 und Hebr. 12,14). Der Zwiespalt zwischen den erfolgreichen Wirkungen und dem persönlichen Wandel in der Heiligung wird ihnen zum Gericht werden. Wie ernst hat Paulus diese Mahnung seines HERRN verstanden, als er 1. Kor. 9,24-27 von seinem persönlichen Heiligungskampf in den drei Bildern des Rennkampfes, des Faustkampfes und des Ringkampfes sprach, die er dann ausklingen läßt mit den Worten: ... auf daß ich nicht, nachdem ich andern gepredigt habe, selbst verwerflich werde.

Das bitterernste Wort JESU, dass auch die erfolgreichste und glänzendste Wirksamkeit, verbunden mit großen Zeichen und Wundern, keine Garantie ist für die Aufnahme ins Königreich der Himmel und kein Ersatz für die Veruntreuung des persönlichen Heiligungsernstes, dieser Grundsatz des HERRN bekommt noch einmal in Kap. 16,26 eine ebenso gewaltige Wucht und seinen tiefen Ernst. (vgl. Lk. 10,17-20.)

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Shomer

  • Gast
Was ist die Furcht des HERRN?
« Antwort #6 am: 17 Mai 2006, 06:04:28 »
Lieber Roland

AMEN!

Shalom, Jürgen

P.S. Gehorsam dem VATER gegenüber kann, nein wird auch Wunder zur Folge haben! Denke einmal an den verlorenen Sohn. Als der nach Hause kam, da bekam er zuerst einmal anständige geistliche Speise (gemästetes Kalb), Seele und Geist wurden erneuert, wiedergeboren (ein neues Kleid) Er wurde ausgerüstet zum Dienst (neue Schuhe) Und dann bitte: Lass den Ring der uneingeschränkten Autorität nicht weg! Nachdem die Jünger Jesu zum Dienst ausgerüstet wurden, erhielten sie die Kraft. Das war damals so - und weil JHWH ewig ist, ist das auch heute noch so! Diese Werke Jesu, wie er sie nannte wird aber nur jemand tun, der in intimster Beziehung mit dem VATER lebt.

Heute muss ich aber leider eine Tendenz feststellen, dass man schon Autorität üben kann, Zeichen und Wunder tun ohne diesen Demuts- und Leidensprozess beim VATER durchgemacht zu haben. Man muss dazu einfach an eine charismatische Konferenz gehen (die teuersten sind die besten), in der die Autorität des Gläubigen gelehrt wird, dann betet man zur fiktiven Person des Heiligen Geistes und dann passieren Zeichen und Wunder - aber bitte! Das kann's doch nicht sein! Und das ist genau das, worauf Du eigentlich hinaus wolltest - wenn ich Dich recht verstanden habe.

Aber wehe dem, dem VATER sagt: "So, und jetzt zeige ich Dir, wie man Tote auferweckt" und der dann antwortet: "Mache ich nicht, weil ja in der Berliner Erklärung ... usw."

Elijah hatte eine aussergewöhnliche Gebetsqualität. Wie lange er vor JAHWEH auf seinem Angesicht gelegen ist, das ist unbekannt. Aber eines Tages heisst es:

1Kön 17:1  Und es sprach Elia, der Thisbiter, aus den Bürgern Gileads, zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe, es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn. ... und noch einer stand vor JAHWEH:

Luk 1:19  Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden, daß ich dir solches verkündigte.

Hier haben wir eine Intimität mit dem HEILIGEN, die denjenigen abgeht, die einfach ihren "Glauben wie ein Senfkorn" aktivieren und beispielsweise Kranke heilen, weil dies im Trend liegt. Ich persönlich glaube, dass Menschen, die VATER so glauben, wie es IHM gefällt, dass die beten: "VATER, bitte tue wieder neue Wunder!"

Und wenn Individuen so mit Jeshua eins sind, wie Er mit dem VATER, die beiden in den Glaubenden und die Glaubenden in ihnen (Joh 17), dann werden wir in diesen Glaubenden - und ich hoffe, die Welt auch in mir - den VATER und den Sohn sehen. Und aus dieser Einheit heraus werden Dinge geschehen, dass wer völlig in Jeshua ist z. B. nach einem Terroranschlag gleich massenweise Tote auferwecken wird. Ihm wurde vom VATER die uneingeschränkte Autorität verliehen (der Ring) und er wird diese Werke nie aus Eigeninteresse tun. Die Ehre des VATERS, der ihn gesandt hat, wird seine einzige Triebfeder sein. Ebenso die Liebe zu den Verlorenen, die Jeshua hatte als er an den Pfahl genagelt wurde. Aber dazu muss alle eigene Ehre zunächst einmal kaputt gehen. Und das tut weh! Wer einmal analysiert, welche Vollmacht die beiden Zeugen aus Offb 11 haben (plagen mit welcherlei Plage sie wollen). Also: Die hat VATER schon in seiner persönlichen Eliteschule durchgenommen! Hat nicht Jeshua gesagt: "Selig sind die sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen"? Um die Heiden mit Katastrophen zu plagen, müssen sie sanftmütig sein, und wie! Sind wir uns doch einmal darüber im Klaren, dass die Kraft, die diese Beiden ausüben fähig ist, täglich tausende, ja sogar Millionen von Menschen ins Verderben zu werfen!

Rev 2:26-28
26  Und wer da überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden,
27  und er soll sie weiden mit einem eisernen Stabe, und wie eines Töpfers Gefäße soll er sie zerschmeißen,
28  wie ich von meinem Vater empfangen habe; und ich will ihm geben den Morgenstern.


Uebrigens: Jeshua sprach nie von Zeichen und Wundern sondern immer nur von Werken - und weisst Du warum? Wenn er sprach und ein Wunder geschah, dann wunderten sich nur die anderen - er nie. Das hatte er von seinem VATER, der sprach auch und es ward! Das ist für diese beiden Lieben so etwas wie "Business as usual!"

Und noch etwas: Jeshua wurde auch auf seinen Dienst vorbeitet - so etwa 30 Jahre lang. Dann Wüste, Versuchung, Taufe und erst dann fiel der Heilige Geist auf ihn. Noch ein halbes Jahr vor seiner Kraftausrüstung musste er mit angesehen haben, wie ihm liebe Menschen um ihn herum starben, erkrankten, mit Lepra unrein wurden und er sah hilflos zu obwohl er wusste, wer eigentlich sein VATER war! Hätte er damals Särge gekannt, ich glaube er hätte sie gezimmert. Aber als der Geist in Gestalt einer Taube auf ihn herniederfuhr, da erhielt er den Ring - um im Bild zu bleiben.

Obwohl wir etwas von der Furcht Gottes abgekommen sind glaube ich doch, dass das, was bei dieser Furcht herauskommen wird auch thematisiert werden sollte!

P.S. Ende.

Shomer

  • Gast
Was ist die Furcht des HERRN?
« Antwort #7 am: 17 Mai 2006, 06:28:22 »
Nur noch einen kurzen Exkurs zu dieser Aussage:

Zitat
Jedenfalls ist es in meinen Augen so etwas wie tragische Ironie, daß die Zeugen Jehovas auch vom Namen her nicht den wahren Namen Gottes bezeugen, sondern nur eine künstliche Verfremdung - wie die Lehre der Wachturmgesellschaft, so auch der Name.


Erst kürzlich lehrte ein messianischer Jude in unserer Nähe über den Namen Jehova. Dadurch dass diese Verfälschung aus JHWH und den Vokalen von Adonai hergestellt wurde entstand eine völlig neue Bedeutung des ICH BIN. Neu müsse es so ähnlich übersetzt werden wie "Ich Ruin".

In einem anderen Forum tausche ich mich gerade mit einem ZJ aus und habe ihm dies gepostet:

In meiner Email-Adresse befindet sich das Wort "Watch". An "Tower" habe ich mit keinem Gedanken gedacht. Auch ein Wachtturm ist ein Turm - dies ist Weisheit des Wächters - und somit ein Nachbau des ersten Turms. Die Hure Babylon lässt grüssen.

Shalom vom Shomer

Offline Roland

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"Ich Ruin"
« Antwort #8 am: 17 Mai 2006, 15:40:27 »
Hallo Jürgen,

Zitat
Erst kürzlich lehrte ein messianischer Jude in unserer Nähe über den Namen Jehova. Dadurch dass diese Verfälschung aus JHWH und den Vokalen von Adonai hergestellt wurde entstand eine völlig neue Bedeutung des ICH BIN. Neu müsse es so ähnlich übersetzt werden wie "Ich Ruin".
Hat er dir das detailliert aufgezeigt? Würde mich interessieren, wie es im Hebräischen zu dem Phantasiebegriff "Ich Ruin" kommt.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Stefan

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Re: "Ich Ruin"
« Antwort #9 am: 29 August 2006, 13:57:32 »
Hat er dir das detailliert aufgezeigt? Würde mich interessieren, wie es im Hebräischen zu dem Phantasiebegriff "Ich Ruin" kommt.
Wenn Du willst, schicke ich Dir den Vortrag auf 2 CDs. Ich halte ihn für sehr empfehlenswert.

Herzliche Grüße, Stefan.

Offline Roland

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Re: Was ist die Furcht des HERRN?
« Antwort #10 am: 29 August 2006, 14:18:16 »
Hallo Stefan,

vielen Dank für das Angebot. An dem Vortrag bin ich sehr interessiert. Wäre prima, wenn Du ihn mir zuschicken könntest.

Vielen Dank im voraus.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

albi2000

  • Gast
Re: Was ist die Furcht des HERRN?
« Antwort #11 am: 10 September 2006, 06:27:55 »
Hallo Stefan,

vielen Dank für das Angebot. An dem Vortrag bin ich sehr interessiert. Wäre prima, wenn Du ihn mir zuschicken könntest.

Vielen Dank im voraus.

Shalom
Roland
[/u]

Hallo Stefan

Ich waere an diesem Vortrag auch sehr interessiert, oder wenn du mir die Quellenangabe machen koenntest, ich suche jemand, der perfekt Hebraisch kann.
 
 Danke

allenbach2000@gmx.ch

Stefan

  • Gast
Re: Was ist die Furcht des HERRN?
« Antwort #12 am: 10 September 2006, 19:17:56 »
Lieber Albi,

Mit Deiner Meinung zu Paulus wird Dir der Vortrag nichts nützen. Es ist nämlich ein Lehrvortrag, der auf der Bibel basiert. Und aus der Bibel kann man sich nun mal nicht nur die Dinge heraussuchen, die einem gerade in den Kram passen.

Herzliche Grüße, Stefan.

Oliver

  • Gast
Re: Was ist die Furcht des HERRN?
« Antwort #13 am: 29 November 2006, 18:17:24 »
Und was meint ihr hierzu:

Die Furcht des Herrn
www.online-predigt.de/scripts/get.php?id=162

Die Furcht Gottes
www.online-predigt.de/scripts/get.php?id=324

Shalom
Oliver



franznovak

  • Gast
Re: Was ist die Furcht des HERRN?
« Antwort #14 am: 20 Januar 2007, 19:29:00 »
In der Bibel lassen sich nicht unwenige Textstellen zu "Furcht des HERRN", "Gottesfurcht" & "Furcht Gottes" finden.
Ein kleiner Auszug:

Hiob 28, 28 und sprach zum Menschen: Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit, und meiden das Böse, das ist Einsicht.

Psalm 111, 10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang.  Klug sind alle, die danach tun. Sein Lob bleibet ewiglich.

Sprüche 1, 7 Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Die Toren verachten Weisheit und Zucht.

Sprüche 9, 10 Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand.

Sprüche 10, 27 Die Furcht des HERRN mehrt die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt.

Sprüche 14, 27 Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, dass man meide die Stricke des Todes.

Sprüche 15, 33 Die Furcht des HERRN ist Zucht, die zur Weisheit führt, und ehe man zu Ehren kommt, muss man Demut lernen.

Sprüche 16, 6 Durch Güte und Treue wird Missetat gesühnt, und durch die Furcht des HERRN meidet man das Böse.

Sprüche 19, 23 Die Furcht des HERRN führt zum Leben; man wird satt werden und sicher schlafen, von keinem Übel heimgesucht.

Sprüche 22, 4 Der Lohn der Demut und der Furcht des HERRN ist Reichtum, Ehre und Leben.

Sprüche 23, 17-18 Dein Herz sei nicht neidisch auf den Sünder, sondern trachte täglich nach der Furcht des HERRN; denn das Ende kommt noch und dann wird deine Hoffnung nicht zuschanden.

Apg 9, 31 So hatte nun die Gemeinde Frieden in ganz Judäa und Galiläa und Samarien und baute sich auf und lebte in der Furcht des Herrn und mehrte sich unter dem Beistand des Heiligen Geistes.

2.Kor. 7,1 Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes