Hauszellengemeinde

www.hauszellengemeinde.de => Schwierige Bibelstellen => Thema gestartet von: Jose am 15 Mai 2015, 20:14:17

Titel: Hebr. 10,25 (episynagoge)
Beitrag von: Jose am 15 Mai 2015, 20:14:17
Durch eine Nachfrage von Astrid in einem anderen Thread (hier (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1163.msg11009#msg11009)), habe ich mich etwas mit dem Wort „episynagoge“ beschäftigt und mit Meinungen zu Hebr. 10,25. Ich bin überrascht, dass es sich hier um eine schwierige Bibelstelle handelt. Siehe hierzu z.B.: geiernotizen.de (http://www.geiernotizen.de/die-versammlung-verlassen).

Allerdings, wieso sollte das Wort: "indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen", Hebr 10,25a, nicht unbedingt eine Ermahnung sein, an den Zusammenkünften der Gemeinde teilzunehmen? Ist es nicht so, dass es viele Gläubige gibt, die meinen, ohne Gemeinde und regelmäßigen Gottesdienstbesuch auskommen zu können?

Es heißt auch nicht umsonst, und zwar gleich am Anfang als die Gemeinde gegründet wurde nach der Ausgießung des Heiligen Geistes: "Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten" Apg 2,42. Es ist doch das gesunde Verhalten eines Gotteskindes, Verlangen nach wahrer Gemeinschaft mit anderen Gotteskindern zu haben. Wo dieses Verlangen nicht vorhanden ist, stimmt etwas nicht.

Was ich an dieser Stelle aber auch aus eigener Erfahrung weitergeben möchte, ist das niemand in einer Gemeinde bleiben sollte, wo es unbiblisch zugeht, da dort keine wahre Gemeinschaft möglich ist. Allerdings, es sollte daraus nicht die Konsequenz gezogen werden, dann ganz ohne Gemeinde zu bleiben. Würden alle so denken, gäbe es gar keine biblischen Gemeinden mehr. Wäre es aber allen ein Herzensanliegen, zu einer biblischen Gemeinde zu gehören, gäbe es sicherlich mehr davon.

Wie steht es mir dir: Gehörst du zu einer biblischen Gemeinde und besuchst du regelmäßig die Zusammenkünfte in deiner Gemeinde? Durch die Gemeinschaft werden wir erbaut und auch zubereitet, um hinversammelt zu werden zu Christus.

Gottes Segen,
José
Titel: Hebr. 10,25 und 2. Thess. 2,1
Beitrag von: Jose am 15 Mai 2015, 23:18:27
Es sind wichtige Gedanken, die sich aus dem Grundtext von Hebr. 10,25 und 2. Thess. 2,1 ergeben, die uns sicherlich besonders wichtig machen, dass, wir hier keine bleibende Stadt haben, sondern die himmlische suchen, gemäß unserer Berufung, zu Christus hinversammelt zu werden.

Hervorheben möchte ich allerdings, dass ein Gotteskind , in dem der Geist Gottes wohnt, dieses Wissen auch so haben sollte, denn das ist das Zeugnis und die Ermahnung der Schrift insgesamt, dass wir uns auf das Kommen des Herrn bereiten lassen und danach ausgerichtet leben sollen.

In diesem Zusammenhang, mit freundlicher Genehmigung des Seiteninhabers, folgenden Auszug:

Mit dem Wissen um die richtige Wortbedeutung werden beide Stellen wieder in den richtigen Zusammenhang zueinander gebracht: Wir lernen, daß das Zusammengeführtwerden mit dem Christos nicht erst schlagartig bei seiner Ankunft geschieht, sondern als wachstümlicher Prozeß schon jetzt beginnt - und daß es eben dieser Prozeß ist, den wir nicht verlassen, dem wir nicht ausweichen sollen, wie wir im Hebräerbrief ernstlich verwarnt werden. Beide Stellen, in denen das selbe Wort ja nicht zufällig steht, bekommen so eine inhaltliche Klammer: Der Abschluß dieses Zeitalters, der sowohl im Hebräerbrief als auch im 2. Thessalonicherbrief jeweils ausdrücklich erwähnt wird und der unser Zusammengeführtwerden mit dem Christos mit sich bringt, soll uns nicht unvorbereitet treffen, sondern als solche, die schon vor diesem Zeitpunkt beständig mit dem Christos zusammengeführt werden und zu ihm hinwachsen.

Zwar können auch Versammlungen ein Katalysator sein, christosähnlicher zu werden, ja sie sollten das sogar, wie wir an dem Hinweis auf das gegenseitige Ermahnen in Hebr. 10, 25 sehen, nur ist dies ein anderes Thema.

Quelle: geiernotizen.de (http://www.geiernotizen.de/die-versammlung-verlassen)