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www.hauszellengemeinde.de => Schwierige Bibelstellen => Thema gestartet von: Pilger am 19 September 2013, 14:55:11

Titel: Matth.1,25: der "erstgeborene" Sohn.
Beitrag von: Pilger am 19 September 2013, 14:55:11
Beitrag gelöscht
Titel: Re: Matth.1,25: der "erstgeborene" Sohn.
Beitrag von: Roland am 22 September 2013, 20:12:04
Zitat
nur in den Übersetzungen, die dem Byzantinischen Text zugrunde liegen, ist dieses Wort enthalten.
Deine Information ist falsch, denn neben dem Byzantinischen Text enthalten auch Handschriften (z. B. C und D) "ihren erstgeborenen Sohn". Lukas 2,7 bestätigt ebenfalls, dass der "erstgeborene Sohn" korrekt ist. Lediglich die ägyptische Textformgruppe hat "erstgeborenen" in Matthäus 1,25 ausgelassen (diese Textform bildet bekanntlich die Grundlage für NA).

Zitat
Seltsam ist auch, dass Luther dies Wort in seiner Übersetzung des NT von Erasmus nicht kannte und deshalb steht in seinen Übersetzungen nur: ein Sohn.
Auch diese Behauptung von Dir ist falsch. Matthäus 1,25 lautet in Luther 1545:

Und erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar, und hieß seinen Namen Jesus.

Die LÜ behält den "ersten Sohn" bis in das 20. Jahrhundert bei, z. B. findest Du diesen Satz auch in Luther 1912:

Und er erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar; und hieß seinen Namen Jesus.

Auch die Elberfelder 1871 bestätigt diese Tatsache:

und er erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte; und er hieß seinen Namen Jesus.

In der Elberfelder 1905 heißt es:

und er erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte; und er hieß seinen Namen Jesus.

Es ist bekannt, dass die Elberfelder Übersetzung nicht den Byzantinischen Text als Grundlage hat.

Das bedeutet, dass bis in das 20. Jahrhundert "erstgeborener Sohn" überliefert wurde. Aus diesem Grund kommst Du zu einem falschen Fazit, denn es handelt sich in Matthäus 1,25 tatsächlich um einen Fehler der ägyptischen Textformgruppe. Wir sind uns sicher einig, dass der Grundtext der Heiligen Schrift fehlerlos ist. Daher kann NA nicht mit dem Grundtext der Heiligen Schrift gleichgestellt werden.