Hauszellengemeinde

www.hauszellengemeinde.de => Sekten/Sondergruppen/Religionen/Ökumene/Okkultismus => Thema gestartet von: Roland am 31 Dezember 2012, 01:25:29

Titel: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 31 Dezember 2012, 01:25:29
Das Brüdertum wird wenig von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Das liegt sicherlich daran, dass es sich dabei um eine  relativ kleine Sekte handelt und eine nicht so ausgeprägte Missionstätigkeit hat wie andere Sekten (z. B. die Zeugen Jehvoas).

Dieser Thread soll über das Brüdertum informieren.

Hier soll ein kurzer Überblick über die heute bestehenden Gruppierungen der Brüderbewegung in Deutschland gegeben werden.

Seit 1945/49 ist das deutsche Brüdertum bereits in drei Hauptrichtungen (wenn man die zahlenmäßig unbedeutende Raven-Richtung außer Acht lässt) aufgeteilt, in den 1990er Jahren entstand eine weitere. Der Unterschied zwischen den Gruppen liegt v.a. im Grad der "Absonderung" und "Exklusivität": Die Brüdergemeinden im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden etwa betrachten sich als normale freikirchliche Gemeinden und arbeiten z.B. im Rahmen der Evangelischen Allianz mit anderen Christen zusammen. Die sog. "geschlossenen Brüder" (Darbysten) dagegen verstehen sich als eine Art neutraler Boden außerhalb aller bestehenden Kirchen und Freikirchen, auf dem man sich "in Absonderung von allem Bösen und ohne jede menschliche Organisation allein zu dem Namen des Herrn JESUS hin versammelt". Ein grundsätzlich antikonfessionelles Selbstverständnis kennzeichnet aber auch die "dazwischen" liegenden Gruppen, sodass bis heute alle "Brüder"-Gruppierungen mit Ausnahme der Brüdergemeinden im BEFG keinen offiziellen Namen tragen. Allerdings sind für jede Gruppierung mehrere "inoffizielle" Namen in Gebrauch, die sich z.T. überschneiden, was die Unterscheidung für Außenstehende oft erschwert.

Die Brüdergemeinden im BEFG (ca. 21 % des deutschen Brüdertums)
Der "Freie Brüderkreis" (Darbysten, ca. 30 % des deutschen Brüdertums)
Die "blockfreien" Gruppierungen (Darbysten, ca. 15 % des deutschen Brüdertums)
Die "geschlossenen Brüder" (Darbysten, ca. 33 % des deutschen Brüdertums)
Die "Raven-Brüder"

Quelle (http://www.bruederbewegung.de/gruppen.html)

Dieser Thread ist die Fortsetzung eines anderen Threads (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1311.msg8317;topicseen#msg8317) in diesem Forum.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 31 Dezember 2012, 01:29:42
Ich kenne sowas auch von anderen "Kirchen", z. B. von der Brüderbewegung:

"1877 berichten uns Überlieferungen aus Gerichtsakten, dass Scofield nach St. Louis zurückgekommen war. Er borgte sich nun Geld indem er Wechsel ausstellte, wofür seine Schwester Emeline E. Papin und ein gewisser C. F. Betts bürgten. Scofield hatte innerhalb von 60 Tagen Wechsel im Wert von 200 Dollar ausgestellt (nach heutigem Wert etwa 10.000 Dollar) und als der Inhaber der Wechsel, Jephtha H. Simpson, versuchte, das Geld zuzüglich eines Zinses von 10% wieder einzutreiben, weigerte sich die Bank, die Wechsel zu akzeptieren. Scofields Kanzlei war geschlossen und er hatte keine Wohnanschrift. Als der Fall vor Gericht ging wurde klar, dass Scofield den Namen seiner Schwester benutzt und ihre Unterschrift gefälscht hatte. Folglich wurde Scofield vor Gericht mehrerer Fälle angeklagt, in denen er gefälschte Wechsel benutzt hatte um sich selbst Geld zu beschaffen." (Quelle: Canfield, Joseph M,.: The Incredible Scofield and His Book).

Dass das Brüdertum auf Lug und Trug aufgebaut ist, zeigt auch folgender Zeitungsartikel:

"Cyrus I. Scofield aus Kansas, Rechtsanwalt, Politiker und Ganove, ist wieder aufgetaucht und verspricht einmal mehr, um sich herum diesen Lichtschleier von Allbekanntheit aufzubauen, der ihn in der Vergangenheit so berühmt gemacht hat. Die letzte Information, die die Menschen aus Kansas über diesen Taugenichts hatten, war, dass er vor vier Jahren nach einer Reihe von Fälschungen und Schwindeleien den Staat und eine mittellose Familie verließ und in Kanada untertauchte. Eine zeitlang blieb er verschwunden und man hörte nichts von ihm. Erst innerhalb der letzten zwei Jahre tauchte er in St. Louis auf, wo er eine wohlhabende, verwitwete Schwester hat, die regelmäßig auf den Plan trat und Scofields kleine Narrheiten und Marotten durch die Zahlung von beträchtlichen Geldsummen bereinigte. Innerhalb des letzten Jahres beging Scofield jedoch in St. Louis eine Reihe von Dummheiten, die nicht so leicht beizulegen waren und der unberechenbare junge Herr war gezwungen, sechs Monate in St. Louis im Gefängnis zu verbringen.
 
Unter den vielen böswilligen Handlungen, die seine Karriere charakterisierten, war eine besonders scheußliche, von der wir erfahren haben. Kurz nachdem er Kansas verlassen und seine Frau und seine beiden Kinder abhängig von der Unterstützung der Mutter seiner Frau zurückgelassen hatte, schrieb er seiner Frau, er könne etwa 1.300 Dollar des Geldes ihrer Mutter – alles, was sie hatte – äußerst gewinnbringend investieren. Nach einiger Korrespondenz sandte er ihr eine Hypothek, unterzeichnet und ausgefertigt von einem gewissen Charles Best, worin behauptet wurde, es werde wertvoller Besitz in St. Louis abgetreten. Später stellten sich die Hypotheken als gemeine Fälschungen heraus. Eine Person namens Charles Best existierte überhaupt nicht und der in der Hypothek abgetretene Besitz erwies sich als rein fiktiv." Quelle: The Daily Capital (erschienen in Topeka/Kansas), 27. August 1881

Scofield ist auch heute noch einer der Gurus der sog. "Brüderbewegung". Es wird immer noch die sog. "Scofield-Studienbibel" vertrieben.

Im Vergleich mit dem Brüdertum sind die o.g. Pfingstler die reinsten Waisenknaben!
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Jose am 02 Januar 2013, 16:57:49
Zitat von: Roland
Im Vergleich mit dem Brüdertum sind die o.g. Pfingstler die reinsten Waisenknaben!

Es kann sein, dass in dem "Brüdertum" die Schuld größer ist, aber ob die Pfingstler "die reinsten Waisenknaben" sind? Wir stehen alle in der Verantwortung vor Gott und es gibt viel Schuld auf allen Seiten. Wir sollten aber darauf achten, dass wir uns nicht hergeben, um Werkzeuge des Teufels zu sein.

In der Offenbarung lesen wir: "Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Christus gekommen; denn hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte" Offb 12,10. Das ist das Werk des Teufels. Der Teufel ist der Verkläger der Gläubigen und ganz gewiss beobachtet er uns dabei und lässt keine Gelegenheit aus, dem Werk Gottes zu schaden. Sind wir uns dessen stets bewusst?

Der Apostel Paulus bekennt: "Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu retten, von welchen ich der erste bin" 1.Tim 1,15. Diese sollte zuallererst unsere Gesinnung sein. Und wenn der Herr Jesus sagt: "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr?" Mt 7,1-3, so verstehe ich es besonders als Ermahnung an die Gläubigen.

Auch hier die Feststellung des Herrn: "Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge! Und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen" Mt 7,5. Der Herr leugnet den Splitter im Auge des Bruders nicht, aber Er macht unsere eigene Schuld nicht kleiner, wie wir es gerne tun. Unsere Schuld ist immer größer, denn es ist "unsere" Schuld.

Daher nehme ich auch die Ermahnung im Römerbrief sehr ernst: "Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, Mensch, jeder, der da richtet; denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe" Röm 2,1.

Und was die Aussage anbetrifft:
Zitat von: Roland
Dass das Brüdertum auf Lug und Trug aufgebaut ist …
so halte ich die Aussage für genauso verkehrt, wie wenn behauptet wird, dass alle die,welche in Zungen reden, von Dämonen besessen sind.

Gottes Segen,
José
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 02 Januar 2013, 23:45:01
Hallo José,

Zitat
aber ob die Pfingstler "die reinsten Waisenknaben" sind
Meine Aussage bezog sich nicht auf die Pfingstbewegung allegemein, sondern konkret auf die Pfingstkirche "Igreja Universal do Reino de Deus" (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1311.msg8317;topicseen#msg8317) zu Rio de Janeiro. Ich habe den Beitrag in einen neuen Thread kopiert

Scofield, einer der Wegbereiter des Brüdertums, beging Urkundenfälschung, ließ Wechsel platzen, verließ eine mittellose Familie und musste schließlich für längere Zeit untertauchen, weil ihn die Polizei suchte. Im Vergleich zu Scofield sind die Pfingstler der "Igreja Universal do Reino de Deus" Waisenknaben.

Zitat
Das ist das Werk des Teufels. Der Teufel ist der Verkläger der Gläubigen und ganz gewiss beobachtet er uns dabei und lässt keine Gelegenheit aus, dem Werk Gottes zu schaden.
Es geht nicht um das Verklagen, sondern um Aufklärung. Genauso gut könnte man argumentieren, dass Du die Pfingstler verklagst, weil Du zum Austritt aufgrund der Frauenfrage aufforderst. Verklagst Du die Pfingstler?

Zitat
Mt 7,1-3, so verstehe ich es besonders als Ermahnung an die Gläubigen.
Wie bereits erwähnt, geht es nicht um das Richten, sondern um Aufklärung.

Zitat
so halte ich die Aussage für genauso verkehrt, wie wenn behauptet wird, dass alle die,welche in Zungen reden, von Dämonen besessen sind.
Dein Vergleich hinkt, da Deine Aussage eine Lehrfrage betrifft.

Beim Lug und Trug des Brüdertums geht es darum, dass Menschen bewusst hinter das Licht geführt werden (geschönte und frisierte Lebensläufe), Urkundenfälschung, Betrug usw. Akzeptabel ist vielleicht noch die Linie mit Georg Müller, absolut inakzeptabel ist für mich die Darby-Linie.

Shalom
Roland
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Jose am 03 Januar 2013, 01:28:08
Zitat von: Roland
Scofield, einer der Wegbereiter des Brüdertums, beging Urkundenfälschung, ließ Wechsel platzen, verließ eine mittellose Familie und musste schließlich für längere Zeit untertauchen, weil ihn die Polizei suchte. Im Vergleich zu Scofield sind die Pfingstler der "Igreja Universal do Reino de Deus" Waisenknaben.

Bist du sicher, dass die Informationen zuverlässig sind? Und kennst du Berichte über das Lebensende von Scofield? Würde mich interessieren.

Gottes Segen,
Segen
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 03 Januar 2013, 01:45:17
Die Quellen sind belastbar. Für diese Zitate wurde Joseph Canfields Biographie The Incredible Scofield and His Book als chronologische Leitlinie und für die grundlegenden Daten herangezogen. Um sicherzugehen, wurden alle Daten von John S. Torell zweifach überprüft, einschließlich Namen und Daten aus anderen Quellen. Dabei haben sich einige Diskrepanzen in Canfields Buch ergeben, von denen die deutlichste ist, dass er schreibt, Hort und Westcott seien Oxford-Studenten gewesen, obwohl sie in Wirklichkeit an der Universität Cambridge aktiv waren.

Scofields Lebensende:

Zitat
Nach der Rückkehr aus England zogen die Scofields in eine vornehmere Gegend in New York namens Douglaston. Am 19. August 1913 feierte Scofield seinen 70. Geburtstag.
 
1914 wurde Scofield zu einer großen Prophetie-Konferenz am Moody Bible Institute in Chicago eingeladen. Im Oktober 1914 eröffnete die Philadelphia School of the Bible ihre Tore und Scofield predigte auf der Eröffnungsfeier.  Er fuhr mit dem Zug zu dieser Schule und diente bis 1918 als ihr Präsident. Danach zwang ihn sein gesundheitlicher Zustand dazu, diese Position aufzugeben.
 
1915 schloss sich Scofield mit einer Reihe von Leuten aus Douglaston zusammen und bildete die Community Churchvon Douglaston. Während des Monats November stimmte Scofield zu, dort jeden Sonntagmorgen zu predigen.
1916 kam Marie Helene, seine Tochter aus erster Ehe, um ihren Vater zu besuchen, doch es gibt keinerlei Berichte darüber, was sich während dieses Besuchs zutrug.
 
Während der Jahre 1916 und 1917 arbeitete die Oxford Press an einer Überarbeitung der Scofield Referenzbibel und es ist nicht klar, wer diese Revision bearbeitet hat. Eine bemerkenswerte Veränderung war die Hinzufügung von Daten, die Scofield von einem Bischof Ussher übernommen hatte, der sie seinerseits irgendwann zwischen 1650 und 1654 veröffentlicht hatte.
 
Da es mit seiner Gesundheit bergab ging, begann Scofield die Winterzeit in Crescent City in Florida zu verbringen. Im März 1918 hielt die Zentralamerikanische Mission, die Scofield gegründet hatte, ihre Direktorenversammlung in Crescent City ab. Dies war die letzte Versammlung, der Scofield bei der Missionsorganisation beiwohnte.
 
Während der Jahre 1917 bis 1921 erhielt Scofield Honorare in Höhe von 76.347 Dollar. Das sind nach heutigem Wert über 578.000 €.
 
1919 besuchte Charles G. Trumbull Cyrus in Florida. Die beiden waren Freunde und Trumbull war gekommen um von Scofield Informationen für das Erstellen einer Biographie zu erhalten. Die Informationen wurden genutzt, um von Mai bis September 1919 eine Reihe von Artikeln in The Sunday School Times zu veröffentlichen. 1920 nahm die Oxford University Press die Artikel auf und veröffentlichte sie in Buchform unter dem Titel  "The Life Story of C.I. Scofield. Bis zur Publikation von Canfields Biographie „The Incredible Scofield and His Book" wurden keine anderen Bücher über das Leben von Scofield geschrieben.
 
Am 24. Juli 1921 starb Cyrus Scofield. Erst beim Jüngsten Gericht werden wir erfahren ob er in den Himmel oder in die ewige Verdammnis ging.
 

Der letzte Wille und das Testament von Cyrus Scofield

Scofield hatte sein Testament im Mai 1921 gemacht, etwa zwei Monate vor seinem Tod. Es wurde am 2. August 1921 vor Gericht verlesen. Die Eigentumsrechte an den Grundstücken und Häusern waren bereits vor seinem Tod auf seine Frau Hettie und ihren Sohn Noel übertragen worden. Alle übrigen Besitztümer gingen ebenfalls an Hettie und Noel.

Scofields beide Töchter aus der ersten Ehe erhielten nichts und es wurde auch nichts an irgendein christliches Werk vermacht. Das Testament enthielt vier Verträge über vier Veröffentlichungen von den Schriften Scofields, einschließlich der Referenzbibel. Die Verkaufszahlen erhöhten sich nach dem Tod Scofields und machten die Familie sehr wohlhabend.
 
Hettie Scofield starb zwei Jahre später am 23. November 1923. Noel heiratete, gründete eine Familie und ließ sich in New York nieder. Er starb im Dezember 1962.
 
Scofield wurde als ein großer Mann GOTTES geehrt, doch sein Sohn, seine Frau und seine Enkelin wurden keine aktiven Christen und es ist mir nicht bekannt, ob sie wiedergeboren waren. Das eingenommene Geld aus den Verkäufen an die christliche Gemeinschaft wurde von der Familie Scofield gehortet und kein Cent wurde für die Mission oder irgendeinen anderen christlichen Zweck ausgegeben.
 
Scofield war sich selbst treu und betrog selbst noch im Tod seine beiden Töchter. Sie mussten Zeit ihres Lebens auf jegliche Unterstützung durch ihren Vater verzichten. So wie er sie im Stich gelassen hatte, als sie aufwuchsen, so ließ er sie auch bei seinem Tod im Stich und gab ihnen nichts von seinem Besitz.

Den gesamten Aufsatz findest Du hier (http://www.hauszellengemeinde.de/index.php/de/haeresie-irrlehre/haeretiker/qbibeltreueq-irrlehrer/300-cyrus-ingerson-scofield).

Shalom
Roland
Titel: Das Brüdertum: Cyrus Ingerson Scofield
Beitrag von: Jose am 03 Januar 2013, 05:10:41
Hallo Roland.
Danke für die Infos.

Ergänzend fand ich folgende Aussagen interessant:

Zitat


Cyrus Ingerson Scofield (August 19, 1843 - July 24, 1921) was an American theologian, minister, and writer whose best-selling annotated Bible popularized futurism and dispensationalism among fundamentalist Christians.

Cyrus Scofield was born in Clinton Township, Lenawee County, Michigan, the seventh and last child of Elias and Abigail Goodrich Scofield. Elias Scofield's ancestors were of English and Puritan descent, but the family was nominally Episcopalian.

By 1861 Scofield was living with relatives in Lebanon, Tennessee. At the beginning of the American Civil War, the 17-year-old Scofield enlisted as a private in the 7th Tennessee Infantry, C.S.A., and his regiment fought at Cheat Mountain, Seven Pines, and Antietam. In 1862, after spending a month in Chimborazo Hospital in Richmond, Scofield successfully petitioned for a discharge. Scofield then returned to Lebanon and was conscripted again into Confederate service. Ordered to McMinnville, Tennessee, Scofield deserted and escaped behind Union lines in Bowling Green, Kentucky. After taking the Union oath of allegiance, Scofield was allowed safe passage to St. Louis, Missouri, where he settled.

In 1866, he married Leontine LeBeau Cerrè, a member of a prominent French Catholic family in St. Louis. Scofield apprenticed in the law office of his brother-in-law and then worked in the St. Louis assessor's office before moving to Atchison, Kansas in late 1869. In 1871, Scofield was elected to the Kansas House of Representatives, first from Atchison for one year and then from Nemaha County for a second. In 1873 he worked for the election of John J. Ingalls as senator from Kansas, and when Ingalls won, the new senator had Scofield appointed U. S. District Attorney for Kansas - at 29, the youngest in the country. Nevertheless, that same year Scofield was forced to resign "under a cloud of scandal" because of questionable financial transactions, that may have included accepting bribes from railroads, stealing political contributions intended for Ingalls, and securing bank promissory notes by forging signatures. Shortly thereafter Scofield may have been jailed on forgery charges.

Perhaps in part because of his self-confessed heavy drinking, Scofield abandoned his wife and two daughters during this period. Leontine Cerrè Scofield divorced him on grounds of desertion in 1883, and the same year Scofield married Hettie Hall von Wartz, with whom he eventually had a son.

According to Scofield, he was converted to evangelical Christianity through the testimony of a lawyer acquaintance. Certainly by the late fall of 1879, Scofield was assisting in the St. Louis campaign conducted by Dwight L. Moody, and he served as the secretary of the St. Louis YMCA. Significantly, Scofield came under the mentorship of James H. Brookes, pastor of Walnut Street Presbyterian Church, St. Louis, a prominent dispensationalist premillennialist.



Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/C._I._Scofield (http://en.wikipedia.org/wiki/C._I._Scofield)



Interessant auch: The Life Story of Scofield

Zitat


The drinking, loose ways of the political crowd upon whom Scofield had now turned his back had not been to his liking, nevertheless he himself had been living not at all as a Puritan. The moderate use of liquor was a commonplace in the life in which he moved and had been reared. He drank as he pleased, and, like most men who drink "in moderation," he soon drank too much.

From 1865 until 1879 his life was intense, largely a life of combat in courts and politics which not seldom became extremely embittered. He says himself of that period: "It must not be forgotten or suppressed that the habit of drink during this period became fastened upon me, for it is due to my adorable Lord that His perfect and instantaneous deliverance of me should be made known, as I have testified again and again in meetings."

Quelle: http://www.wholesomewords.org/biography/bscofield.pdf (http://www.wholesomewords.org/biography/bscofield.pdf)


Vielleicht sollte man tatsächlich seine Vergangenheit als Trinker besser berücksichtigen. Er hat sich wohl Ende 1879 oder kurz danach bekehrt.

Gottes Segen,
José
Titel: Das Brüdertum: Cyrus Ingerson Scofield
Beitrag von: Roland am 03 Januar 2013, 19:27:13
Hallo José,

danke für Dein Feedback.

Zitat
Vielleicht sollte man tatsächlich seine Vergangenheit als Trinker besser berücksichtigen. Er hat sich wohl Ende 1879 oder kurz danach bekehrt.
Scofield war ja nicht nur ein Trinker, sondern auch ein Krimineller (Urkundenfälschung usw.).

Ob er sich wirklich bekehrt hat, weiß nur der HERR. Von seiner "Bekehrung ist folgendes überliefert:
Zitat
Als Scofield ein Häftling war, evangelisierte im Gefängnis eine Gruppe christlicher Frauen. Scofield hörte das Evangelium und bekannte seinen Glauben an JESUS CHRISTUS. Danach begann er, die Schriften von John Nelson Darby, dem Gründer der Plymouth Brethren, zu studieren und er nahm Darbys theologische Überzeugungen an.

Nach seiner "Bekehrung" passten seine Ehefrau Leontine und ihre beiden Töchter nicht mehr in das neue Leben von Cyrus Scofield, da sie eine römische Katholikin war und die beiden Mädchen im katholischen Glauben erzogen wurden. Damals wurde eine Ehescheidung als eine schwere Sünde betrachtet. Daher lautete die offizielle Version, dass Scofield Junggeselle war. Von Zeit zu Zeit schickte Scofield kleine Geldbeträge an seine Frau und Töchter, doch das geschah nur sporadisch und Leontine arbeitete in einem Geschäft, um den Lebensunterhalt für sich und die Mädchen zu verdienen. Als Leontine schließlich die Scheidung einreichte und die Wahrheit ans Licht kam, wurde alles von Scofields Rechtsanwälten in den Presseveröffentlichungen heruntergespielt.

Die Bekehrung Scofields im Gefängnis befanden viele als nicht positiv und daher wurde in Trumbulls Buch eine andere Version konstruiert. In dieser Version befand sich Scofield in seiner Kanzlei in St. Louis, als Tom McPheeters hereinkam, und Scofield während der geschäftlichen Besprechung fragte, weshalb er kein Christ sei. Nach einer ausführlichen Diskussion stimmte Scofield zu, CHRISTUS anzunehmen und die beiden Männer knieten in der Kanzlei nieder und beteten.
 
Die Tatsache, dass Scofield zu der Zeit, als dieses denkwürdige Ereignis stattgefunden haben soll, überhaupt keine Kanzlei besaß, konnte Trumbull nicht umstimmen und daher ist diese Lüge nun lange und oft genug wiederholt worden. Die meisten Dispensationalisten glauben, dies sei die Wahrheit.

An dieser Stelle ist m. E. auch wichtig zu bedenken, dass Christen nach 1980 an Skandale in den christlichen Gemeinden gewöhnt sind und dass ihre Toleranz gegenüber der Sünde bis zu dem Punkt fortgeschritten ist, dass es, solange die Person nur in der "Reha" gewesen ist, keine Rolle mehr spielt, was sie zuvor getan hat. Das unmoralische Verhalten von "Gottesdienern" wie Rex Humbard, Morris Cerullu Oral Roberts und Benny Hinn im Bereich von finanziellen Verfehlungen, von Jim Bakker und Jimmy Swaggart, Ted Haggard, Roberts Liardon und Paul Crouch im Bereich von sexueller Unmoral haben Christen so zynisch gemacht, dass sie sich um solche Dinge nicht länger kümmern. Daher tangiert der kriminelle Hintergrund von Scharlatanen wie dem Joseph Smith und Cyrus Scofield die heute lebenden Menschen nicht. Es ist zu lange her und man nimmt die Haltung ein: "Wer soll überhaupt wissen, was die Wahrheit ist?" Dass die Schriften dieser Männer benutzt werden um Millionen von Menschen in die Irre und schließlich in die Hölle zu führen wird von den Massen nicht verstanden. Öffentliche Schulen und verwässerte Predigten haben die Massen von Menschen vom Niveau her so weit heruntergeschraubt, dass sie kein Beurteilungsvermögen mehr haben.

Dies betrifft auch die sog. "Brüder". Sie bekommen "Brüderlegenden" aufgetischt und sind oft nicht in der Lage, die Dinge geistlich zu beurteilen. Wenn eine Bibelstelle nicht verstanden wird, wird nicht der HERR um Offenbarung gefragt, sondern nachgelesen, was die "Brüder" dazu geschrieben haben. Wenn zwei verschiedene "Brüder" die gleiche Auslegung geschrieben haben, wird es als Wort Gottes angesehen.

Scofield und andere "Brüder" haben auch nach seiner "Bekehrung" die Menschen betrogen und belogen.

Shalom
Roland
Titel: Das Brüdertum: Cyrus Ingerson Scofield
Beitrag von: Jose am 04 Januar 2013, 00:47:48
Hallo Roland.

Zitat von: Roland
Zitat von: Jose
Vielleicht sollte man tatsächlich seine Vergangenheit als Trinker besser berücksichtigen. Er hat sich wohl Ende 1879 oder kurz danach bekehrt.
Scofield war ja nicht nur ein Trinker, sondern auch ein Krimineller (Urkundenfälschung usw.).
Blieb er es nach seiner Bekehrung auch noch? Das wäre in der Tat sehr traurig.

Wenn wir ihm aber die Bekehrung nicht absprechen können, dann sollten wir über ihn m.E. nicht anders gesinnt sprechen wir über alle anderen, die "Feinde des Kreuzes Christi" sind und an die wir mit großer Sorge und Traurigkeit denken.

In der Bibel lesen wir: "Oder wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder noch Diebe noch Habsüchtige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes erben. Und das sind manche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes" 1. Kor 6,9-11.

Welch eine nüchterne Feststellung: "Das sind manche von euch gewesen". In wie viel Sünde steckten viele Gotteskinder. Es ist oft ein langer Kampf, bis alles erkannt und in der Gnade des Herrn überwunden sein darf.

Was aber die Vorwürfe gegen Scofield anbetrifft, so weiß ich nicht, ob all die alten Berichte wirklich zuverlässig sind. Ich möchte auch hier, Scofield nicht anders behandelt als andere Brüder, über die auch viel Schlimmes nachgesagt wird, z.B. Luther und selbst ein Spurgeon.

Es gibt auch viel Verleugnung in der Welt und in frommen Kreisen. In frommen Kreisen oftmals sogar noch mehr, weil oftmals die menschlichen Verfehlungen mit ihren vermeintlichen falschen Lehrmeinungen zusammengetan werden.

Ich freue mich aber, wenn wir uns sachlich austauschen können. Möge es dabei bleiben.

Gottes Segen,
José
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 04 Januar 2013, 01:21:01
Hallo José,

ob Scofield sich wirklich bekehrte oder nur seine religiöse Gesinnung änderte, können wir mit nicht beurteilen. Daher schreibe ich beim auch "Bekehrung", weil ich nicht weiß, ob er ein Kind GOTTES ist.

Zitat
Blieb er es nach seiner Bekehrung auch noch? Das wäre in der Tat sehr traurig.
Die oben beschriebenen Lügen:

- Junggeselle, obwohl er verheiratet war
- angebliche "Bekehrung" in einer Kanzlei, obwohl er zu diesem Zeitpunkt gar keine Kanzlei besaß
- Scofield verlieh sich selbst den "Doktortitel". Es gibt keine offiziellen Nachweise darüber, dass er einen Doktortitel der Theologie erworben hatte.
- Persönliche Bereicherung als "Verkündiger" des Evangeliums
- Verbindungen zum Lotus-Club (okkultes Netzwerk in den USA) usw.

All diese Dinge geschahen nach seiner "Bekehrung".

Zitat
Was aber die Vorwürfe gegen Scofield anbetrifft, so weiß ich nicht, ob all die alten Berichte wirklich zuverlässig sind. Ich möchte auch hier, Scofield nicht anders behandelt als andere Brüder, über die auch viel Schlimmes nachgesagt wird, z.B. Luther und selbst ein Spurgeon.

Es gibt auch viel Verleugnung in der Welt und in frommen Kreisen. In frommen Kreisen oftmals sogar noch mehr, weil oftmals die menschlichen Verfehlungen mit ihren vermeintlichen falschen Lehrmeinungen zusammengetan werden.
Das ist sicherlich richtig. Wie bereits oben erwähnt, wurden die Fakten von einem Bruder zweifach überprüft. Auch findest Du die entsprechenden Quellenangaben. Bei Unsicherheit, ob die Fakten stimmen, kannst Du gerne die Quellen überprüfen.

Shalom
Roland
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Jose am 04 Januar 2013, 10:51:26
Hallo Roland.

ob Scofield sich wirklich bekehrte oder nur seine religiöse Gesinnung änderte, können wir mit nicht beurteilen. Daher schreibe ich beim auch "Bekehrung", weil ich nicht weiß, ob er ein Kind GOTTES ist.
Ja, es ist wichtig, mit unseren Urteilen vorsichtig zu sein.

Allerdings wundere ich mich dann, dass du am Anfang dieses Themas schreibst:
Dass das Brüdertum auf Lug und Trug aufgebaut ist, zeigt auch folgender Zeitungsartikel …
Hier führst du wiederum Scofield an und verurteilst insgesamt das "Brüdertum". Das passt für mich nicht zusammen.

Wenn du aber erwähnst, und dann auch weiter ausführst:
Scofield, einer der Wegbereiter des Brüdertums, …

Beim Lug und Trug des Brüdertums geht es darum, dass Menschen bewusst hinter das Licht geführt werden (geschönte und frisierte Lebensläufe), Urkundenfälschung, Betrug usw. Akzeptabel ist vielleicht noch die Linie mit Georg Müller, absolut inakzeptabel ist für mich die Darby-Linie.
so freut es mich zumindest, dass du vorsichtig bist und nicht unbedingt alles ablehnst.

Vieles ist Unvollkommen, aber ich möchte nicht einfach behaupten, dass alles falsch und gottlos ist. Es kling auch nicht anders, als wenn andere behaupten, dass die gesamte Pfingst- und Heiligungsbewegung von "unten", also satanisch ist.

Darüber haben wir uns aber schon mehrmals ausgetauscht.

Gottes Segen,
José
Titel: Das Brüdertum: John Nelson Darby (1800-1882)
Beitrag von: Jose am 04 Januar 2013, 10:55:56
Im Zusammenhang mit der Diskussion vielleicht auch hilfreich zu lesen, einen Auszug aus bruederbewegung.de (http://www.bruederbewegung.de/)

Zitat


Wird von der geschichtlichen Entwicklung der Brüderbewegung gesprochen, wird kein Name so oft genannt wie der von John Nelson Darby (1800-1882). Auf der einen Seite gilt er als eine der herausragenden Vätergestalten der "Brüder", der über sie hinaus alle evangelikalen Kreise mehr geprägt hat, als den meisten bewusst ist, auf der anderen Seite steht aber bedeutend mehr seine Rolle im Vordergrund, die er im Blick auf die beschämenden Spaltungen – besonders im angelsächsischen Raum – innerhalb der Brüderbewegung gespielt hat, einer Bewegung, die doch ausdrücklich für die sichtbare Einheit der Gemeinde Jesu Christi eingetreten ist. Das ist bedauerlich, denn Darby hat als Theologe und Bibellehrer weit mehr hervorgebracht als die Radikalisierung einer Idealvorstellung von der Gemeinde – mit den genannten traurigen Folgen –, was dann vorschnell als "Sonderlehre" abgetan wird. Aber wer macht sich schon die Mühe, die 34 Bände seiner "Collected Writings" (= Gesammelte Schriften) und seine sonstigen verstreuten Schriften in englischer Sprache durchzustudieren? In deutscher Übersetzung sind nur kleinere Arbeiten im "Botschafter" des 19. Jahrhunderts versteckt, und in der R. Brockhaus-Reihe "Betrachtungen über das Wort Gottes" ist eine Anzahl von nicht sehr ausführlichen Auslegungen von Darby vorhanden.



Dass man dennoch gerade in der Brüderbewegung der Gesetzlichkeit nicht entraten hat, nicht einmal auf dem Gebiet unterschiedlicher Lehrauffassungen, gehört zu jenen Unvollkommenheiten praktischen Christenlebens, das dem hohen Anspruch geistgewirkten Wandels nicht gerecht wird, weil es oft einfacher ist, Gebote zu befolgen, als auf die Stimme des Heiligen Geistes zu hören. Der Verfasser weist aus Darbys Schriften nach, dass auch er die Spannung zwischen der Verpflichtung zur Einheit und der Verantwortung für eine – oft vermeintliche – Reinheit nicht auflösen konnte.

Quelle: bruederbewegung.de - Rezensionen (http://www.bruederbewegung.de/bibliothek/rezensionen/schwarzdarby.html)



Herzliche Grüße,
José
Titel: Ein Baum mit faulen Wurzeln, bringt keine guten Früchte hervor
Beitrag von: Roland am 04 Januar 2013, 13:36:59
Hallo José,

Zitat
Hier führst du wiederum Scofield an und verurteilst insgesamt das "Brüdertum". Das passt für mich nicht zusammen.
Die Legenden, die um Scofield gestrickt wurden, hatten eine wichtige Funktion: Sie verschleierten die Realität, um Scofields Lehren (die er von Darby übernommen hatte), auch in anderen Gemeinden (die nicht zum Brüdertum gehören) salonfähig zu machen (z. B. den Dispensationalismus). Die Scofield-"Studienbibel" war ein sehr gutes Marketingsinstrument, um Gemeinden mit der Dispensationalismus-Irrlehre zu infiltrieren. Natürlich wurden Scofields Schriften auch instrumentalisiert, um die Anhänger des Brüdertums in der "Spur" zu halten. Die Methoden sind vergleichbar mit dem Mormonentum, da auch in Bezug auf Smith Legenden erfunden wurden.

Ich verurteile nicht das gesamte "Brüdertum", sondern stelle nur fest, dass es auf Lug und Trug aufgebaut ist, d. h. die Wurzel des Brüdertums ist bereits faul. Ein Baum mit faulen Wurzeln kann keine guten Früchte hervorbringen. Dies trifft auch auf diese Bewegung zu. Ein "Verurteilen" wäre, wenn ich behaupten würde, dass alle Betroffenen verloren gehen würden. Diese Auffassung vertreten übrigens Leute aus dem exklusiven Brüdertum. Jeder, der nicht ihre Auffassungen teilt, auf den wartet die ewige Verdammnis. Dies ist ein objektives Kennzeichen einer Sekte.

Natülich werden wir uns in diesem Thread auch Darby näher anschauen.

Zitat
Vieles ist Unvollkommen,
Das ist jetzt eine nette Untertreibung, denn wir haben uns die Lehren des Brüdertums noch nicht näher angesehen (falsches Evangelium, für uns gilt nur ein kleiner Teil des NT - der Rest des NT gilt angeblich ausschließlich für die Juden usw.).

Zu Deinem angeführten  Zitat ist noch dazu anzumerken, dass es von Leuten stammt, die sich im Brüdertum befinden und daher einen Euphemismus benutzen, um Lug und Trug zu umschreiben. Dies finden wir auch in anderen Strömungen, wie z. B. den Zeugen Jehovas. Die sprechen dann von "hellerem Licht".

Natürlich gibt es auch im Brüdertum liebe Christen, die ihren Glauben ernst nehmen. Allerdings werden auch sie durch die "Brüder-Märchen" getäuscht. Und darum geht es: Dieser Thread soll nicht verurteilen, sondern die Leute, die sich in diesem religiösen System befinden, "ent-täuschen".

Die Irrlehren des Brüdertums können wir uns gerne in einem anderen Thread (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1184.0) näher anschauen. In diesem Thread soll es um die "Gurus" dieser Bewegung gehen.

Shalom
Roland
Titel: An Dreistheit nicht zu überbieten
Beitrag von: Roland am 10 Februar 2013, 01:08:21
Jetzt möchte ich wieder einen Sprung in die Gegenwart machen. Es gibt ein weltliches Sprichwort: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm".

Es ist allgemein bekannt, dass Sekten gerne das Wort GOTTES zu ihren Gunsten "verdrehen". Was aber hier ein Vertreter der "Brüderbewegung" macht, ist an Dreistheit nicht mehr zu überbieten. Weil der Apostel Jakobus (Apg. 15) nicht mit den Lehren der "Brüderbewegung" übereinstimmt, wird ihm einfach die Wiedergeburt abgesprochen und außerdem wird er als Angeber bezeichnet, der von geistlichen Dingen keine Ahnung hat. Hier sind die Zitate (Hervorhebung von mir):

Zitat
Der Spruch (Zaubersprüchli" von Jakobus in AP 15 war aber voll daneben, wie noch einges mehr in AP 15 wo der Geistliche? Abfall begann, initiert von selbsternannnten "Führern".
Der Abfall begann schon durch das einschleusen von nichtwiedergebornen in Vers 1.

Zitat
PS. zu den Irrtümern und dem Einschleichen von Nichtwiedergeborenen und dem falsche reagieren von Petrus und der Angeberei von Jakobs in APG 15 werde ich schreiben....

Zitat
ps. ich bin natürlich froh, dass Petrus wie Jakobus ihre Irrtümmer und bei Jakobus das Zaubersprüchligeplapper dann einsehen konnten. ? Jak 3.1
Die meisten Brüder sind mit frommen Auslegungen dem Unsinn aber gefolgt, dabei ist es zu offensichtlich, dass der Heilige Geist in APG 15 uns zeigt, wie das Böses sich breit macht, wenn man mit Irrlehrern Gemeinschaft hat und das hatte Jakobus Petrus und alle andern auch.


Zitat
Das Böse war, dass sie sich mit Irrlehrern APG 15.1 beschäftigen und dann der Kompromis des Jakobus mit den idiotischen Forderungen des Jakobus, der nicht wusste was er da von sich gab mit den 4 "Forderungen".

Also ich esse Fisch, (ersticktes) auf so deutliches Geschwafel falle ich nicht mehr herein und meine neue Natur braucht keine Aufforderung nicht zu Huren.
Darum denke ich dass hier Jakobus noch nicht wiedergeboren war den Heilgen Geist noch nicht hatte sondern nur meinte Er könne mit dem Heilgen Geist Eindruck machen. Bei mir nicht.
Dass Kp 15 dann noch weitere böse Folgen hatte sieht man dass der Paulus unter dem Eindruck des Jakobus dann die verherende Beschneidung an Timotheus vornahm. Kp 16?

Zitat
Lieber Bobby
so schnell kommt man unter den Fluch des Gesetzes: ? "Ersticktes".... Das ist Judentum! Jakobus war da klar noch unter dem Fluche!
Was die Apostel oder wer auch immer geredet haben musst Du prüfen!
Was die Apostel oder wer auch immer geschrieben haben ist inspiriert.

Zitat
Ps noch lange nicht alles was ibnder Bibel steht ist bibleisch.

Zitat
Ist auch nicht schön, viel Schlimmer ist dass Christen nicht merken dass der Mann Jakobus, ein offensichtlich noch nicht wiedergeborenr Mann heute noch Wiedergeborene mit seinen "Unter den Fluch des Gesetz bringenden Zaubersprüchli" zu beindrucken vermag.
Nein, ich muss es anders sagen, es überrascht mich kaum mehr etwas.
Es gibt imm er welche, solche die meinen weil es in der Bibel steht, stimme es immer. Das ist Unsinn!

Zitat
war eine extrem schwierig Woche im Forum, hatte es heute abgestellt und wollte es am Abend komplett löschen.
Ich war mit meiner Wortwahl sicher manchem unangenehm aufgefallen, aber ich kann es nicht haben, wenn man sündiges Verhalten der Männer in der APG in diesem Forum theologisch versucht zu beschönigen.
Ich würde mit solchen Irrlehren in Apg 15.1 usw. nicht diskutieren ihr Irrlehren Geschwafel nicht demokratisch absegnen und nicht den Heiligen Geist dabei beanspruchen, das zeigt nur, wie Böses schon in den ersten Jahrzehnen die Christen verseuchte, ja es kam später wieder hervor!
Auch kann ich das Beschneiden des Timotheus mit nichts rechtfertigen, heute würde man von beginnendem Abfall sprechen, Apostel hin oder her.
Dieses Unterscheidungsvermögen müssen wir einfach aufbringen, sonst fällt man vor lauter Ehrfurcht vor bekannten Brüdern.
Und den Absturz uA. des Apostel Paulus in Apostelgeschichte 21.21ff beschönigen, wo er Irrlehren Willfährig war müssen wir einfach verurteilen sonst sind wir einfach nicht glaubwürdige unfähig böses zu erkenne zu beurteilen und davon abstehen.
Gott musste Paulus wiederherstellen, (niemand von uns Christen hätte da mit dem Apostel Paulus noch praktische Gemeinschaft haben können, wir hätten sicher 2 Jahre gebraucht bis wir wieder Vertrauen gefasst hätten und mit Ihm wieder praktisch Gemeinschaft pflegen könnten,) -
so dass er wieder brauchbar wurde ähnliches bei Petrus und auch bei Jakobus der nach seiner Bekehrung dann auch einen Brief schreiben durfte.

Zitat
Ich bin überzeugt das die APG dazu da ist, uns zu zeigen, das wir nicht auf Fleisch (zB.: Apostel) Vertrauen sollen sondern auf das Wort das inspirierte Wort Gottes, das die Apostel schreiben mussten.
In APG 21,21ff spez. V 26 hätten wir den Apostel nicht mehr als Wiedergeboren erkannt. Aber der Herr hat ihn durch Zucht zurechtgebracht. Eventuell auch darum die Warnungen im Hebräerbrief? Ich habe noch weitere Stellen gefunden in den Briefen des Pauls wo Paulus auf diese für Ihn extrem beschämenden Tage hinweist. Das sind sicher schon etliche an dem Paulus Irre geworden. Ich nicht, ich unterscheide zwischen dem Wort Gottes und den Taten von Menschen.
Ich hätte das mit dem Paulus natürlich sofort keine Gemeinschaft mehr pflegen können.
Mir sind zB.: auch "Messianische" Juden äusserst Suspekt, wohl kaum Wiedergeborene darunter.


Zitat
In Apostel Geschichte 21, ab V 21 ist Pauls gefallen, zeitweilig machte er da gemeinsame Sache mit den judaisierenden Irrlehren feige gemeinsame Sache, analog dem Petrus im Galater Brief,
äusserlich ging er zurück ins Judentum, man hatt nicht mehr gemerkt, dass er Christ war.
Gott hat Ihn dann durch Züchtigung wiederhergestellt.
Das Thema Jakobus in Apg 15 habe ich schon mit deutlichen Worten beschrieben.
Dass Du das anders siehst, ist sehr schade, sehr bedenklich, nicht mehr nachvollziehbar.
Das lassen wir jetzt damit bewenden!

Zitat
Wenn noch Fragen zu Apg 15 und vorallem zu Kp 21.21ff wo Paulus, (ich schreibe da mit absicht nicht Apostel) den Glauben regelrecht verraten hat, können wir ja hier schreiben.
Irgendwie bin ich sogar dankbar, dass der Paulus so tief gefallen ist, auch wenn man mit Ihm da sicher keine Gemeischaft haben konnte, bis er wiederhergestellt war.
Die Gnade im züchtigenden Gericht Gottesist überwältigend, solange man noch biologisch lebt.
Da wo der Pauls dann wiederhergestelt war, konnte er als Apostel, geleitet durch den Geist Gottes die herrlichen Land Briefe schreiben.

Allerdings geleitet durch seinen Eigenwillen halt dann aus dem Gefängnis.

Zitat
Wenn es aber solch gibt die zB. Schweine Fleisch auf die Verbotschiene bringen, muss man sie sofort ausschliessen.

Zitat
Lieber Bobby
einfach durchlesen, lesen lesen dann siehst Du die katastrophale fortentwicklung und den Fall des Paulus in Apg 21.21 ff.
Dann musste Gott züchtigend eingreiffen.
Das Gerede des Jakobus bez. des Heiligen Gesiet war purer unverstand eine noch nicht wiedergeboren der halt gerne etwas unter den Streitgüggeln von Kp 15 sein wollte.
So läufts seither immer unter den Gläubigen die Ungläubige einlassen.

Zitat
Das zeigt, dass da solche dabei waren die nicht bekehrt also noch unter dem Fluche des Gesetzets waren und der Paulus ist da willfährig, äusserlich sogar abgefallen.
Wir hätten ihn sofort von jeglicher Gemeinschafrt ausgeschlossen, oder nicht?

Zitat
Ps.: ich trink kein Blut, aber ich dürfte. 1.Tim 4.4
Ich trinke kein Bier aber ich dürfte

Zitat
Das meist in Apostelgeschichte 15 ist komplettes Geschnorr und total unbiblisch sicher nicht christlich.
Der Geist Gottes zeigt uns hier, wie das Böse am Anfang schon durch solche die sich angeberisch und ohne geistliche Einsicht wichtig machten, in die Christenheit die sich mehr auf Geschnorr als auf geistliche Einsicht verliessen, breitmachen konnte.

Zitat
Zum Zaubersprüchli des Jakobus in APG 15

Apg 15,28   Denn es hat dem Heiligen Geiste und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen, als diese notwendigen Stücke:

Ps: in 30 % der Verse von Apostelgeschichte 15 hat es Fehler und menschlich fleischliche unchristliche Angeberei.

Zitat
das war ein demokratischer Entscheid also Blödsinn*Ungeistlichkeit = Zaubersprüchli.
Der Jakobus war hier nur ein Angeber und genau so kommt Unsinn in die Gemeinde. Damals wie heute.

Zitat
Schau nur auch was beim Brotbrechen in der Apg geschah, was da für Unsinn in den Versammlungen über den Eutychus in formvollendeter Fabulierkunst verbreitet wurde. Nur Märchen mal Fabeln.
Der Paulus wusste einfach nicht, wenn Schluss ist. Punkt. ..

Zitat
Die 4er Auswahl hat den Jakobus verraten dass er nicht eimal das Judentum richtig verstanden hat und Christ war er noch nicht und den Noahbund kannte nicht.

Misch * Masch Geschnorr halt
Ungefähr ähnlich aus dem hohlen Bauch heraus hat er das AT zitiert, ich nehme an die Apostel haben einfach innerlich den Köpfe gewackelt ohne ihm den Mund zu Stopfen.
Später hat der Jakobus dann als er sich dann doch endlich bekehrt hat, zugegene dass er sich oft geirrt hat... J3

Zitat
jetzt musst Du da eben weiterdenken, dann merkst Du dass der Jakobus noch nicht wiedergeboren war.

Hier kann man die Frucht von Darby und Scofield erkennen. Dies sind die Auswirkungen des Dispensationalismus! Der Apostel Jakobus war ein ungläubiger Angeber, der sich auch nicht im Judentum auskannte und Paulus war öfters überfordert. Dann ist GOTT ein Fehler unterlaufen, als er die Apostel (einschl. Jakobus) zu Pfingsten mit dem HEILIGEN GEIST taufte (Apg. 2), denn Jakobus war lt. der Brüdergemeindler noch gar nicht bekehrt. Und nicht alles, was in der Bibel steht, ist auch biblisch.......  :o

Wie gesagt, viele Sekten haben schon die Bibel verdreht. Aber selbst die klassischen Sekten (wie die ZJ, NAK, STA usw.) haben die Bibel nicht so dreist und plump verdreht wie die Brüdertum-Sekte. Es ist grauenhaft, wie geistlich verwirrt diese Sektierer sind. Fairerweise möchte ich noch anfügen, dass einige dem Darbysten widersprochen haben, die jedoch darauf hin von ihm gesperrt wurden.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Pilger am 10 Februar 2013, 13:43:05
Lieber Roland,
das ist ja grauenhaft was hier zitiert wird.
Ich hatte mich bisher nicht mit den "Brüdern" befasst, und nach diesen Zitaten werde ich es auch nicht tun.

Vielen Dank für die Mühe.
Manfred

P.S.: Lieber Roland, bitte gib doch auch die Quelle an.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 10 Februar 2013, 21:37:22
Hallo Manfred,

ja, die Zitate sind grauenhaft. Das Schlimme daran ist, dass sie sich für "bibeltreu" halten. In ihren Augen praktizierst Du weiße Magie, da nach ihrem Bibelverständnis es bestimmte Geistesgaben nicht mehr gibt. Viele Irrlehrer und irregeleitete Gläubige hausieren (wie die Darbysten) gern mit ihren Schlussfolgerungen, die sie als Wort GOTTES ausgeben. Wer damit nicht übereinstimmt, stellt sich in ihren Augen gegen das Wort GOTTES. Solche Kandidaten hatten/haben wir ja auch hier im Forum.

Die Quellenangabe möchte ich nicht in das Forum stellen, weil das Darbysten-Forum für Leser, die sich nicht so gut in der Bibel auskennen, ein großes Verführungspotenzial beinhaltet. Wenn Du möchtest, kann ich Dir die Quellenangabe gerne per PN zuschicken.

Shalom
Roland
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Michael Sack am 12 Februar 2013, 13:34:24
Ihr Lieben,

Wegen den Gaben des Geistes: Es gibt ein Buch, das heißt: Viktor. Dieser Mann hat sich in Kolumbien vielleicht vor ca. 50 Jahren aus dem Rotlichtmilieu bekehrt. In diesem Buch beschreibt er als Nichttheologe und Nichtbibelschulschüler, aber als eifriger und gehorsamer Jünger JESU, wie und was er und seine Glaubensgeschwister mit dem HERRN erlebten und das Buch zeigt: Nach und nach sind (fast?) alle Geistesgaben, wie die SCHRIFT es lehrt, bei ihnen und durch sie offenbar geworden. Sozusagen ganz abgesondert - auf dem Land, vielleicht auch z.T. im Urwald - vom sonstigen "christlichen" Geschehen wurde Fülle Christi offenbar. Sie orientierten sich besonders an Markus 16. Das Witzige ist auch noch, daß das Buch von einem Ökumeniker geschrieben wurde. Das Buch ist z.Z. hier bei uns in einem christlichen Buchladen bei Nürnberg nicht zu bestellen und nicht auffindbar in Katalogen. (Weiß jemand darüber mehr?!)
In dem Buch steht auch berichtet, daß die Brüder oder Geschwister dort drei Tage bereit waren, für eine schwer belastete Frau zu beten - danach war sie wirklich frei. Also, leben wir so, daß wir plötzlich drei Tage für einen Menschen da sein können? (Menschen brachten nämlich plötzlich diese besessene Frau von weit her in einem Kanu an, weil, es blieb nicht verborgen, was alles wunderbares durch den HERRN geschah) Wir müssen uns, muß nun nicht genau so sein wie dieses Beispiel, den Weg einrichten! Psalm 50, 23 (Elberf. Üb.) - auch Sprüche 19, 16  Wir müssen bereit sein! Bereit sein, ´gestiefelt` zum Dienst, das Evangelium zu treiben, sprich verbreiten. Mit allem, was in diesen Tagen dazugehört: Evangelium und das Verständnis der nachapostolische Zeit und wie entgehe ich dem Dilemma mit der modernen Zeit.
Unser Apostel - sein Wort ist trefflich, als wenn er bei uns sitzt - hat ja auch z.B. gesagt, daß wir sparen sollen, damit was da ist, wenn es nötig ist. Ja, HERR, DU weißt, in welchen Nöten wir sind; bereite uns bereit zu sein, und uns bereit zu machen, ganz kindlich. Kommt und hört, liebe Geschwister, christliche Teestubenarbeit in Großstädten, rund um die Uhr, das ist eine ganz prima Sache - ganz nah am kranken, unruhigen Puls dieser Tage. Die Gemeinden machen es nicht. Das ist gerecht, daß wir den kranken und hilflosen Leuten (und Verführten) in besserer, naher Weise sagen, wer JESUS ist. Hallo Bruder Roland, ihr Geschwister, was sagt Ihr dazu?! Wer betet und fastet mit dafür?! Ich bitte um eine Seite, einen Thread dafür hier. Mal schauen, wer was sagt und tut.

Mit freundlichen Grüßen, Michael Sack 
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Pilger am 12 Februar 2013, 13:56:08
Lieber Michael,
vielen Dank für dieses Zeugnis, dass die Gaben des Geistes auch heute noch notwendig sind.

Ich kann  mich an die 70er Jahre erinnern, dass überall Teestubenarbeit eingerichtet wurden und dass sehr viel gute Arbeit damit geleistet wurde.
Im Laufe der Zeit ist diese Art der Missionsmöglichkeit "ausgelaufen" und nun sollten eigentlich die Gemeinden überlegen, wie sie Ungläubige erreichen können.

Das beste wäre natürlich, wenn in einer Gemeinde Zeichen und Wunder geschehen würden, denn dann wären die Ungläubigen schnell überzeugt, dass es einen lebendigen Gott gibt, so wie sie es schon in der Apostelgeschichte erreicht haben.

Auch fing man in den 70er Jahren an zusammen zu ziehen und in Gemeinschaft zu leben und zu arbeiten. Vieles ist übrig geblieben, die meisten haben aufgehört und manche sind zur Sekte geworden.

Ob das für heute ein Weg ist bin ich mir nicht sicher, ich hoffe aber, es ist ein Weg den Du im Herzen hast und den Gott dir zeigen wird.

Liebe Grüße
Manfred
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Michael Sack am 12 Februar 2013, 18:58:48
Lieber Manfred, dankeschön für Deine baldige Antwort. Was Du sagst, ist richtig. Du schreibst: Ob das für heute ein Weg ist bin ich mir nicht sicher, ich hoffe aber, es ist ein Weg den Du im Herzen hast und den Gott dir zeigen wird. Zitat Ende. Wenn wir in die Bibel schauen, dann sehen wir direkt oder indirekt, daß es immer auf den HERRN ankommt. Johannes der Täufer hat keine Teestuben gebraucht, ein wenig Wüste und der Jordan, das hat im gereicht. Unserem Herrn hat mal ein Ufer und das Boot von Petrus gereicht, ein ander Mal ein Berg und Sonnenschein (also das Tageslicht meine ich). Dem Paulus hat einmal ein Bruder, ein Gefängnis und heftige Schläge kriegen gereicht - und GOTT "reichte" es, also sprich: Es gefiel IHM ihre Treue, daß die beiden IHN lobten und dankbar waren. Und so können wir noch mit anderen Beispielen fortfahren. Last uns ernstlich beten für unsere Geschwister in Verfolgungen und Bedrängnissen, daß der HERR sich viel mit Macht offenbart.

Darum ist es so wichtig, an Eph. 2, 10 zu denken. Gäbe es die 10 wichtigsten Bibelverse in einer verbindlichen Liste, so denke ich, dieser wäre mit dabei. Es geht immer wieder darum, wie im VATER unser gesagt: ´Dein Wille geschehe`. JESU Wille ist für uns entscheident. Darum ist es so wichtig, die Torheit und den Unglauben abzulegen und das ist eine wichtige Einsicht: ´Denn Seine Gedanken sind höher als unsere Gedanken`.
Es ist wohl so geblieben: ´Wir können GOTT nicht dienen`, aber mit dem Lamm durch die Wüste ziehen, auf IHN schauend, von Rastplatz zu Rastplatz, das geht. Darum ist es so unsinnig, nach Kariere zu trachten, so viel in dieses vergängliche Hiersein zu investieren, die "Sachen" zu horten. Nocheinmal, aus den Erfahrungen meiner eigenen Torheiten: Torheiten und ´Eifer ohne Verstand` ablegen, lieber Pause machen und stille sein und auf den HERRN harren. Man kriegt den Schock für´s Leben, wenn man versteht, wie töricht so viele Geschwister laufen. Aber diese beschimpfen: niemals!

Es gibt die Bibelstelle, 2. Kön. 13, 18: Wo einer mit den Pfeilen auf den Boden schlagen soll ... und hielt inne. Da wurde der Mann GOTTES zornig auf ihn ... !  Da haben wir es, nicht nachlassen. So wollen und sollen wir GOTT Seine Worte vorhaltem, was ER versprochen hat zu tun, das wir´s begehren und brauchen, ob es dann die Teestubenarbeit, die Kibbutzim, die Gemeinschaftsgrundstücke, die sanfte, liebevolle Straßenpredigt oder Reisen an ferne Orte ist, ach HERR, hilf!!

Ich will mich beugen, Warum erfahre ich nicht 2. Könige 18, 7.  MfG  MS   
 
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Pilger am 12 Februar 2013, 19:06:39
Lieber Michael,
Du schreibst:
Warum erfahre ich 2.Könige 18, 7 nicht:
Und Jahwe war mit ihm; überall, wohin er zog, gelang es ihm

Wir alle haben einen bestimmten Weg vor uns auf dem uns Gott führen will. Das zu erkennen ist manchmal schwer und dann wissen wir aus Römer 8, 28, dass sogar Widerwärtigkeiten oder andere Dinge uns zum Besten dienen.

Auch Deine Frage: Warum? soll dir zum Besten diene.

Liebe Grüße
Manfred
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Jose am 13 Februar 2013, 00:42:52
Das Schlimme daran ist, dass sie sich für "bibeltreu" halten. In ihren Augen praktizierst Du weiße Magie, da nach ihrem Bibelverständnis es bestimmte Geistesgaben nicht mehr gibt.

Hallo Roland,
sind aber nicht auch viele „Pfingstler“ selber Schuld, weil sie, trotz ihres vielen „Zungenredens“ nicht erkennen, was sich zu Gott geziemt und was nicht? Zuweilen frage ich mich auch, welcher Geist in manchen „Pfingstlern“ ist.


Lieber Michael.
Bezüglich des von dir erwähnten Buches, so habe ich vorhin das Thema: Victor - Von der Bar zur Bibel (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1340.0), angelegt.

Zu deine Aussage:
Das Witzige ist auch noch, daß das Buch von einem Ökumeniker geschrieben wurde

Warum ist das „witzig“? Es ist im Grunde tragisch, weil uns immer wieder gezeigt wird, was Gott zu wirken vermag, wenn wir Ihm kindlich vertrauen und uns in Demut vor Ihm beugen.


Hallo Manfred,
Das beste wäre natürlich, wenn in einer Gemeinde Zeichen und Wunder geschehen würden, denn dann wären die Ungläubigen schnell überzeugt, dass es einen lebendigen Gott gibt, so wie sie es schon in der Apostelgeschichte erreicht haben.

Zeichen und Wunder sind m.E. nicht das entscheidende, wenn wir lesen: "Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte" Mk 16,20. Wir haben heute eher den Zustand, dass viele Zeichen und Wunder erleben wollen, aber nicht wirklich Buße tun.

Wir alle haben einen bestimmten Weg vor uns auf dem uns Gott führen will. Das zu erkennen ist manchmal schwer und dann wissen wir aus Römer 8, 28, dass sogar Widerwärtigkeiten oder andere Dinge uns zum Besten dienen.

Bitte gestatte mir folgende ergänzende Erklärung zu Römer 8,28:
"Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind". Die Bedingung ist, dass wir Gott lieben. Und Jesus sagt: "Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe" Joh 15,10.

Gottes Segen,
José
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Michael Sack am 13 Februar 2013, 10:51:22
Ja, Bruder Jose, Du hast bestimmt in allem recht, wo Du ermahnst, und ich will mich auch freuen und Deine Ermahnungen ernst nehmen. Ich habe heute morgen im Psalm 119 gelesen, weil ein Bruder hier mich mit Versen aus diesem Psalm gegrüßt hat. Da habe ich auch wieder den Vers gefunden: ´Mein Leben ist immer in Gefahr`, Vers 109, ja und wieviel Brüdern bin ich begegnet, die meine Furcht und Vorsicht und die Bedenken alle nicht mochten. Klar ist es tragisch, daß ein wahrscheinlich Verlorener, weil ein führender Mann der Ökumene, solches Buch schreibt, daß die mächtige und heilige Gegenwart GOTTES aufzeigt, welche Sein WORT bestätigt; also auch das WORT aus Psalm 119: Du verwirfst alle, die von Deine Geboten abirren, Psalm 119, 118, oder: Verflucht sind, die von Deinen Geboten abirren, Vers 21. Deswegen schaudert auch der Psalmist vor GOTT und entsetz sich vor Seinen Gerichten, Vers 120. Solche Einstellungen haben die allermeisten Gläubigen nicht, daß zeigt ihr Tun und Lassen.

Die ganze Lage des Volkes GOTTES, auch des Deutschen Volkes ist dermaßen verfahren und mehr als erschreckend, daß dann wohl auch mal ein Sarkasmus aufkommt, denn krank bin ich schon davon geworden, einsam auch, in Schwierigkeiten mehr als genug - also ich meine, dies alles nicht nur wegen meinen Sünden. Es stimmt, es ist nicht witzig.
Ich konnte auch in der Nacht wenig schlafen und ich dachte daran, vielleicht bin ich hier doch zu forsch und habe Brüder übergangen. Ich bitte um Vergebung. Dem Untergang der Menschen, auch der Gläubigen, zuzuschauen ist furchtbar. Und ich bin halt kein Jona, der sich hinsetzt und nur guckt, was passiert. Ich will mich nicht beleidigt zurückziehen. Auch hat mich unser GOTT wie ermuntert, als ich vor ca. einem Jahr erlebte, wie in einem Gebetskreis mit alten Schwestern eine dieser wirklich alten Schwestern verwandelt war in eine schöne, junge Frau. Sie war in der Gegenwart des HERRN, wie soll ich das sonst beschreiben und ich durfte dies sehen. GOTT kann wirklich das tun, was ER sagt: ... jung werden wie ein Adler. Oder: ... Philippus und der Kämmerer ... Als sie aber heraufstiegen aus dem Wasser, entrückte der GEIST des HERRN den Philippus ... Philippus aber ward gefunden zu Asdod und zog umher und predigte ... Apg. 8.
 
Schön, daß Du das Buch ´Viktor` bekommen hast und hier deswegen eine Buchbesprechung angefangen hast. GOTTES Segen beim Weiterlesen und Durchdenken und Schlüsse ziehen. Viktor war tüchtig. Also: Was wollen wir mit der Tat tun, um die zu retten, die zum Tode geschleppt werden - zum zweiten Tod geschleppt werden. Nur Traktate verteilen und Lieder singen ist völlig unakzeptabel. Wir müssen GOTT danken für Seine Geduld.

Mit freundlichen Grüßen Michael Sack     
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Pilger am 13 Februar 2013, 16:16:12
Lieber Jose,
Du erwähnst:
Wir haben heute eher den Zustand, dass viele Zeichen und Wunder erleben wollen, aber nicht wirklich Buße tun.

Als ich früher einmal mit jemand einen Disput hatte wegen den Geistesgaben, hat die Person mir alle Gefahren aufgezählt, die angeblich mit den Geistesgaben kommen. Ich sagte zu ihm: Woher er dies wisse, da doch bei ihm und in seiner Gemeinde keine Geistesgaben sind. Er meinte: Durch Erfahrung?
Welche wohl, wenn er gar keine Erfahrung damit hat?

Dasselbe mit Zeichen und Wunder:
Wenn keine geschehen, braucht man auch nicht darüber zu diskuttieren, was denn wichtiger wäre und was nicht.
Woher weißt Du, dass viele Zeichen und Wunder wollen, aber kein Bußé?

Liebe Grüße
Manfred
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Jose am 13 Februar 2013, 23:36:56
Lieber Michael,
es tut mir Leid, dass ich dich verunsicherte:
Zitat
Klar ist es tragisch, daß ein wahrscheinlich Verlorener, weil ein führender Mann der Ökumene, solches Buch schreibt, daß die mächtige und heilige Gegenwart GOTTES aufzeigt.
Auf das bezog ich mich nicht, wenn ich von „tragisch“ sprach, sondern darauf, dass wir sehr viele Zeugnisse haben von Erweisungen des Geistes und der Kraft insbesondere auf den Missionsfeldern und dort, wo Menschen kindlich und einfältig Gott die Ehre geben. Ich bezog mich auf „Victor“.

Insbesondere auf dem Missionsfeld gibt es manche Aktivitäten die als „Ökumenisch“ gelten, siehe z.B. die Berichte von OpenDoors (http://www.opendoors.de/), aber wir können m.E. können die Zustände in den Ländern, wo Christen verfolgt werden und oft um ihr Leben bangen müssen und vieles erdulden und erleiden müssen, nicht vergleichen mit der ökumenischen Vermischung in den „zivilisierten“ Ländern.

Oftmals akzeptiert man übrigens, auch in anderen Konfessionsrichtungen, dass auf den Missionsfeldern, wo das Evangelium das erste Mal hinkommt, Zeichen und Wunder geschehen, aber ansonsten nicht. Dieses Verhalten ist m.E nicht richtig.

Es gibt übrigens auch unter den „Brüdern“ manche Entwicklungen, so wurde mir berichtet, die in Richtung mehr Akzeptanz der Geistesgaben geht. Wenn es immer mehr in die biblische Richtung und im Gehorsam zu Gottes Wort geht, so dürfen wir uns sicherlich freuen.

Mögen wir selber dem Herrn nicht im Weg stehen.

Liebe Grüße,
José
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Jose am 13 Februar 2013, 23:39:45
Hallo Manfred,
Zitat
Woher weißt Du, dass viele Zeichen und Wunder wollen, aber kein Bußé?

Hattest du nicht geschrieben:
Zitat
Das beste wäre natürlich, wenn in einer Gemeinde Zeichen und Wunder geschehen würden, denn dann wären die Ungläubigen schnell überzeugt, dass es einen lebendigen Gott gibt, so wie sie es schon in der Apostelgeschichte erreicht haben.

In der Apostelgeschichte lese ich: "Und nun, Herr, sieh an ihre Drohungen und gib deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden; indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, dass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus" Apg 4,27-30. Es geht um die Verkündigung des Namens Jesu, mit aller Freimütigkeit, trotz Drohungen der Feinde.

Auch konnte Jesus in Nazareth nicht viele Wunderwerke tun, wegen ihres Unglaubens (Mt 13,58), und über Kapernaum sagte Jesus: "Und du, Kapernaum, meinst du, du werdest etwa bis zum Himmel erhöht werden? Bis zum Hades wirst du hinabgestoßen werden; denn wenn in Sodom die Wunderwerke geschehen wären, die in dir geschehen sind, es wäre geblieben bis auf den heutigen Tag" Mt 11,23. Zu denken, dass Zeichen und Wunder alleine vom Unglauben überführen und zur Errettung führen, ist biblisch nicht haltbar.

Und Zeichen und Wunder dort, wo dem Herrn immer nicht die Ehre gegeben wird, wo die Verkündigung Seines Wortes mit Irrlehren vermischt wird, führt zur Verblendung.


Du hattest in diesem Thema geschrieben:
Lieber Roland,
das ist ja grauenhaft was hier zitiert wird.
Ich hatte mich bisher nicht mit den "Brüdern" befasst, und nach diesen Zitaten werde ich es auch nicht tun.
Es ist in der Tat so, wie ich es auch erst vor einiger Zeit erlebt habe. Aber wie stehen wir selber vor dem Herrn?


Hattest du nicht geschrieben (über Joyce-Meyer):
lies doch mal diesen Artikel um zu differenzieren was das NT alles unter "Lehren" versteht und Du wirst merken, dass Meyer nicht lehrt, sondern bereits gegebene Lehre der Apostel nur weitergibt.
Es wurde aber mehrmals nachgewiesen, dass Joyce-Meyer nicht biblisch lehrt.

Roland hat sogar geschrieben:
Zitat
Es klingt so, wie wenn Jesus am Kreuz nicht alles für uns vollbracht hätte.
Dein Eindruck ist richtig, denn Meyer verkündigt die Lehren der Wort-des-Glaubens-Bewegung. WdG lehrt, dass unsere Sünden nicht durch den Tod JESU am Kreuz vergeben sind, sondern der HERR hätte die Sündenvergebung in der Hölle erwirkt (= Identifikationslehre).

Das ist die schlimmste Irrlehre, die ich kenne.

Manfred, hast du schon Buße getan?

Und wie kann uns der Herr gebrauchen, um anderen, die nicht in biblischen Bahnen laufen ein Zeugnis und Segen zu sein, wenn wir selber im Irrtum verharren?

Gottes Segen,
José
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Michael Sack am 14 Februar 2013, 11:20:33
Lieber Bruder Jose,

genau, wir haben als Gläubige an den HERRN viele Zeugnisse der Gaben des Geistes. Und es ist richtig, wir dürfen und sollen dem HERRN nicht im Weg stehen, oder sogar auf falschen Wegen sein. Denn dann sitzen wir wahrscheinlich schnell in den Dornen (Auch, um nicht weiterzukommen auf den falschen Wegen) Ich schätze, deswegen ist mein Weg auch so dornig und so. Aber andererseits ist es auch schwierig, besonders für unerfahrene und hilflose im Glauben, wirklich nach Eph. 2, 10 zu laufen. Es ist also wirklich köstlich, wenn ein Bruder oder eine Schwester bewährt ist im Glauben, im rechten Glauben, denn diese können wirklich helfen und haben wohl dann auch den Glauben für den Schwachen, Neuen, Verstrickten und Verführten - und den, der sehr gesündigt hat. Deswegen ist Deine Beobchtung, um auf die Brüdergemeinden auch mal wieder zu sprechen zu kommen, daß dort "neue Einsichten" dämmern, wirklich sehr erfreulich. Wir dürfen eben niemals auch irrende und verführte Geschwister im Gebet und wohl auch im Werk aufgeben.
Ich denke auch, daß Manfred nichts falsches meint. Es ist eben beides wichtig: Die Buße und die Gaben des Geistes, bzw. die Zeichen und Wunder. Z.u.W. können Buße bewirken - Buße kann zu Z.u.W. führen, und dann muß es im umfassenden Gehorsam weitergehen, (wenn möglich), es kommt eben auch sehr auf die Brüder (und die Beter) an, wie der HERR ein Neues wirken kann, das sich durchsetzt. 
Ich habe oft mit Rebellion zu tun, (das eigene Herz kann tückisch sein, daß einem Hören und Sehen vergeht, auch beeinflußt vom Satan, dem aber der Kopf zertreten ist), aber es ist doch wirklich wahr und kann nicht anders sein: Der HERR hat noch niemals was versehen und ER ist Licht und es ist keine Finsternis in IHM. Alles, was nicht geschehen ist an Reichsgottesarbeit, im Rückblick betrachtet, daß (nur das deutsche Volk betreffend): keine christlichen Gemeindeschulen und Kindergärten (nur ganz wenige) sind da, (es sollten mehr als 1000 sein) daß keine einzige christliche (nichtökumenische) Universität da ist, (es sollten viele da sein), daß keine Erweckungs- und Heiligungsbewegung da ist, nur sehr, sehr wenig; daß kaum nichtökumenische Mission in Deutschland wirksam ist, usw.; das geht alles auf das Konto der ungehorsamen Christen, deswegen denke ich also doch, daß eine nichtökumenische Teestubenarbeit von den abgesonderten und sich absondernwollenden Geschwistern durchgeführt werden sollte. Das kann ohne weiteres auch in Verbindung mit Kibbutzim und Gemeinschaftsgrundstücken geschehen, dies ist in einfacher Weise schnell möglich, dieses ins Werk zu setzen. Was fehlt ist die Einigkeit und Klarheit dafür. Oder noch schärfer ausgedrückt, es fehlen Brüder, vor denen die Heuchler, also die Lügner sterben oder gezüchtigt werden. Aber sich selbst zu belügen ist gang und gäbe in den Gemeinden. Da wird gebetet: Der HERR ist in unserer Mitte, aber in Wahrheit ist der HERR vor der Türe und sogar auch schon den Rücken zeigend. In der Gemeinde, die ich vor bald einem Jahr verlassen habe, war ER sogar noch redend vor der Türe, wirkend und sich offenbarend in der kleinen Mitte. Das kann man mit dem Herzen fassen, wenn man weiß, daß Allversöhner und andere Irrlehren in den Herzen der Geschwister waren samt der Lauheit und viel Ungehorsam, aber auch Ohnmacht durch Unwissenheit und fehlendem lebendigen Glauben - dem unbedingten Wollen, den schmalen Weg zu gehen. Aber wenn es klar wird, dann kann doch noch Buße geschehen, deshalb sollen diese Worte hier auch zur Auferbauung geschehen, denn diese sollen zu ihnen gelangen.

Du schreibst: Zu denken, dass Zeichen und Wunder alleine vom Unglauben überführen und zur Errettung führen, ist biblisch nicht haltbar. Zitat Ende. Ich denke nicht, daß Manfred so meint. Er weiß doch: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht. Das offenbar werden des HERRN, so wie es auch heißt: ´Diese alle haben durch den Glauben das Zeugnis empfangen und doch nicht erlangt, was verheißen war ...` Hebr. 11, 39, ist ganz wichtig und biblisch, die Absicht des prägenden Tun GOTTES, der den Glauben befestigen will. Auch Hiob erhielt Zeugnis, so daß er sprach:  ... nun hat mein Auge Dich gesehen! Ich hoffe, viele von Euch Geschwistern und Lesern hier können das auch sagen, darum können wir mit Ernst und flehen und Beugung auch sprechen: Was willst Du, Mein HERR und mein GOTT, daß ich tun soll. Darum geht es, denn wir gehören nicht uns selbst. Und wiederum, Eph.2, 10 beachten - immer im Einklang mit Seinem WORT.

Ich kenne einen Bruder, der war schwer krank. Was die Ärzte taten, gelang. Danach sprach er aus tiefstem Herzen sinngemäß: Wie habe ich das gebraucht! Laßt uns das auch sagen, ob der HERR uns züchtigt oder sich erweist oder sogar liebkost!

Übrigens: 1. Kor. 14, 37 + 38, auch 39 + 40! Last uns doch nicht länger mit J. Mayer uns beschäftigen, ich meine, es ist doch genug, sonst lesen wir zuviel - und zu viele - ihre Worte.
Ich gehe nach der Übersetzung: ´Wer das nicht anerkennt, der wird auch nicht anerkannt.` ich meine Vers 34. Mit den verkehrten Dingen sich nicht zu viel beschäftigen, eher so wenig wie möglich, denn: Wir sollen wie Kinder sein, wenn es ums Böse geht. Also keine Spezialisten des Bösen sein, nur die, die dazu berufen sind. Die sollen aber dann auch die Werke der Finsternis zerstören, damit helles Gnadenlicht scheint - wozu sind sie sonst gerufen? Nämlich zur Auferbauung. Auch die, die aus der tiefen Finsternis gerufen wurden. Deshalb müssen wir sie vorher lieben - die Finsterlinge, die wir selber Finsterlinge waren. Nur  Finsterlinge fertigmachen, das ist nicht genug. Es ist verständlich, aber wirklich nicht richtig. Wie sollen wir der Finsternis in den verlorenen Menschen richtig begegnen, das wäre ein gutes Thema. Darf ich dies Thema eröffnen?
JESUS hat den verrannten Saulus geliebt. Das wissen wir doch, wie leicht auch wir uns verrennen, irren oder uns verirren können. Ganz schlimm, wenn es die eigenen Kinder und andere Liebe sind. Es gibt viel zu tun. Die Wege nach Eph. 2, 10 sind gewiss gebahnt. Da sind wir unsterblich, laßt uns dies glauben. Auch für die Brüdergemeinden. Ich habe einen lieben Bruder dort, einen sehr eifrigen, ach ja, noch einer kommt mir in den Sinn, der ist schon "ausgegangen"! Ha, wunderbar!
Wie lange hat GOTT am Br. Charles Chiniquy gearbeitet?! Bis er, GOTT sei Dank, ausgegangen ist - und dann hat er noch 40 Jahre den Gläubigen eifrig gedient. (Aber manches war dann ökumenisch, leider.) Die Verführungen und Prägungen sind also sehr groß und tief. Geduld, göttliche Geduld: ´Habt den Glauben GOTTES` - ist also nötig, da sind wir wieder bei den Geistesgaben, die wir wirklich brauchen.
 
Mit freundlichen Grüßen Michael Sack

.

   

Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Jose am 15 Februar 2013, 20:48:33
Mein lieber Michael,
lieber Bruder.

Wie sehr und ernst habe ich über diese deine Worte gedacht:
Zitat
Mit den verkehrten Dingen sich nicht zu viel beschäftigen, eher so wenig wie möglich, denn: Wir sollen wie Kinder sein, wenn es ums Böse geht.
Das ist auch mein Anliegen, denn die Gefahr, selber versucht zu werden ist sehr groß (Gal. 6,1), auch ist mir sehr wichtig, welche Beweggründe mich dabei bewegen, denn ich denke, dass das Wort: "Denn die Liebe Christi drängt uns" 2.Kor 5,14a immer unsere Triebfeder sein muss.

Und wenn du schreibst;
Zitat
Wie sollen wir der Finsternis in den verlorenen Menschen richtig begegnen, das wäre ein gutes Thema.
so ist es mir auch sehr wichtig.

Wie viel hat dir der Herr aufs Herz gelegt, wenn ich immer wieder die von dir erwähnten Bibelstellen lese. Was mich am meisten bewegt und auch erschreckt, ist, dass es wie eine Fortsetzung zu einer Predigt ist, die ich am Sonntag hörte. Wie viel verkehrtes ist auch in den Herzen der Gläubigen.


Das will sicherlich auch Roland mit dem Thema hier, über das „Brüdertum“ darstellen:
Das Brüdertum wird wenig von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Das liegt sicherlich daran, dass es sich dabei um eine  relativ kleine Sekte handelt und eine nicht so ausgeprägte Missionstätigkeit hat wie andere Sekten (z. B. die Zeugen Jehvoas).

Dieser Thread soll über das Brüdertum informieren.

Liebe Grüße,
José
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Pilger am 16 Februar 2013, 11:38:33
Lieber Michael,

Deine Vorstellungen von Kibutz u.ä. christl. Kindergarten usw. sind vielleicht visionär, aber nicht durchführbar.

Wir sind in einer Zeit, wo der Egoismus unter den Gläubigen zunimmt und jeder "nur auf das Seine sieht", jeder sein "Erkenntnissüppchen" kocht.

Aber wer weiß: Vielleicht gibt es doch noch die "7000" die ihre Knie nicht gebeugt haben.

Liebe Grüße
Manfred
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Michael Sack am 17 Februar 2013, 00:17:30
Lieber Bruder Manfred, ich grüße Dich mit dem Bibelvers der sagt: ´Weisheit ist besser als Gold und Perlen`, sinngemäß, und: ´Die Weisheit des Armen wird verachtet`.

Lieber Manfred, da unser HERR gesagt hat, daß IHM alle Dinge möglich sind; da IHM alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben ist; da wir für alle Menschen beten sollen, weil GOTT, solange es möglich ist, retten will, (der riesige Meteorit ist nicht in Hamburg, Berlin, Frankfurt oder München eingeschlagen, auch nicht im Ruhrgebiet, in die Nation also, die so voll ist von Ehebruch und Unzucht, Habsucht und Schlimmerem); und ER hat auch gesagt, daß das ernstliche Gebet erhört wird, so will ich dennoch glauben mit meinem kranken Glauben, so, wie es geschrieben steht. Soviel ich eben weiß und verstehe. Ja, ich suche ja die 7000, zuerst mal 70, nochnichteinmal mit der Voraussetzung, daß diese fähig sind zur Einigkeit, (sonst wären diese ja auch schon bemerkbar wirkend, auf dem Leuchter also), sondern nur mit dem Willen, nach Einigkeit in dem HERRN ernstlich zu trachten. Denn durch die so vielen verkehrten Worte, die wir gehört haben, ist unser Geist sehr verletzt, wie geschrieben steht: ´Verkehrte Worte sind eine Verletzung des Geistes`, und auch: ´Durch den Mund des Gottesverächters wird sein Nächster verderbt`. Was sind wir solchen Einflüssen von Kindesbeinen an ausgesetzt; das gilt es auch, zu erkennen. Und all die anderen Menschen leiden ja auch daran, deswegen gibt es vielleicht auch so hartnäckigen Unglauben, nicht nur durch Okkultereignisse und Evolutionslehre.

Ja, ich suche die, die unbedingt den schmalen Weg gehen wollen, die glauben wollen, wie geschrieben steht, auch wenn sie so sind wie ich, erstens, Patienten CHRISTI, und dann, ich weiß immer noch nicht alles, was geschrieben steht, und verstehe immer noch nicht alles, was geschrieben steht.  A b e r : ´Wozu wir gekommen sind, darin sollen wir bleiben`, und: ´Lasset alles ehrbar und ordentlich zugehen`.

Ich überhebe mich nicht, wenn ich sage, daß seit ca. 30 Jahren das WORT mit mir ist, daß: ´Sie darum nicht auf dich hören, weil sie nicht auf MICH hören.` Genau so steht es auch im 1. Johannesbrief. Ob es die Verkehrsregeln sind, die Ökumene, die Bekleidung, die Schule, usw., ja, GOTTES WORT gehorchen auch die Gläubigen in vielem nicht. Und Doris aus der Pfingstgemeinde in Bonn sagte damals: Du bist unser schlechtes Gewissen, ob sie noch lebt, weiß ich nicht.
 
Aber, es kommt der Tag, wo meine Geschwister doch gehorchen werden, weil dies auch geschrieben steht. Es ist ganz einfach Ungehorsam gegen GOTT, seine Kinder in die öffentlichen Schulen und Kindergärten zu bringen, eine Beweisführung ist ja wohl hier nicht nötig - da gibt es gar nicht´s zu diskutieren, das hat auch mit "visionär" gar nichts zu tun, es geht immer wieder nur um den Gehorsam: ´Von aller Art des Bösen haltet euch fern! Rühret Unreines nicht an. Habt nicht Teil an fremder Sünde usw`. Der Bruder Thomas, der hier auch schon lange angemeldet ist, macht mit seinen Kindern ja auch Heimschule mit guten Ergebnissen. Es sind, wie ich hörte, in letzter Zeit in Deutschland auch mehr Eltern geworden, die GOTT darin gehorsam wurden.

Wir setzen doch nicht unsere Kinder vor´s Fernsehen und sagen, der HERR behütet sie schon. Es gibt erhebliche Defizite im richtigen Verständnis. Das sind ohne zu beleidigen Blödheiten, wie auch ich so war. Wir Christen singen und bekennen dies sogar in einem bekannten Lied und dies ist tatsächlich unser Zustand: ´Selig sind, die geistlich arm sind`, und: ´Du wirst es hernach verstehen`. Man kann einen Toten nach einem Verkehrsunfall, seine zerschmetterte Leiche, nicht mehr fragen, war das nun richtig oder falsch, so unerhört blöd und ignorant zu rasen, wo Du doch mit dem Auto sowieso 20, ja 30 mal schneller bist als zu Fuß oder mit dem Karren. Und doch haben die Gläubigen oft keine Zeit, und meinen, rasen zu müssen. Ich weiß, wovon ich rede. Auch das braucht nicht näher erklärt zu werden, es ist konkludent, wie man sagt. (Aus dem Gesamthandeln ergibt sich die Erkenntnis der Motive) Die Frage ist eher, warum sind sie so unruhig - weil, neben anderen säkundären Dingen, nämlich auch ihr Gewissen schlägt: Wie wir leben, stimmt nicht überein mit GOTTES WORT. Die Frage ist, wie lange schiebt man das vor sich her, auch wie lange ist dies möglich, so zu leben und nicht Schaden zu nehmen.

Wenn wir nach den 7000 Treuen Ausschau halten, so verstehen wir nicht richtig. Denn dort müßten die Ströme des lebendigen Wassers fließen, die verheißen sind, denn dort laufen doch die Verlorenen und Hilfe suchenden hin, die der VATER zieht. Wir haben mal sowas in Pensacola erlebt, (eine Art Erweckung in den USA) aber da wurde leider nicht der Gehorsam aufgerichtet. Wo einer von den 7000 ist, auch mit Fehlern, wie z.B. Bakht Singh, das wird offensichtlich. Da sehen wir die Gnade GOTTES deutlich, an dem, der dient, und an denen, die hören. Mehr als 1000 Gemeinden sollen durch Seinen Dienst und den Dienst seiner Mitarbeiter in Indien und drumherum entstanden sein. 
Darum suche ich die Brüder, die glauben wollen, wie geschrieben steht; damit wir in der Einigkeit und im Gehorsam wachsen, um vor GOTT stehen zu können. Ja, gerade das Bekenntnis: Mir fehlt noch viel, vielleicht oder wahrscheinlich noch viel mehr als viel - auch am Gehorsam, das ist mir recht, das scheint mir aufrichtig zu sein. Und dagegen oder auch dafür gilt es was zu tun!
 
Und dann ist ganz wichtig noch folgendes festzuhalten: Bei den Reden zum Weltgericht in Matth. 25, da lesen wir nirgends, daß welche zur Rechten dürfen, weil diese viel wissen und erkennen und verstehen! Nein, nichts davon! Nur wer den Armen mit Füßen und Händen hilft, der ist angenehm vor GOTT. Irgendwo steht auch: Nur mit Worten umgehen ist nicht gut. Zumindest sinngemäß. Und solche, die so tun wollen, die suche ich in all meiner Not. Auch will ich nichts erzwingen. Ja, ich weiß auch, daß viele da sind, Millionen Geschwister, die wirklich so tun, helfen mit Händen und Füßen und Herz, aber sie legen viele Sünden und Verführungen nicht ab, was letztendlich auch tragisch ist. (Fromme Sünden sind besonders hartnäckig). Es mag auch solche Geschwister hier und da geben, einige habe ich auch kennengelernt, wo Wachstum sichtbar ist - und ja, ich weiß vieles nicht, was überall läuft, aber die Verführung scheint sich auszubreiten. Dem müssen doch Brüder und Beter wehren!

Und schön finde ich hier schon, daß sehr viel Einigkeit da ist und viel Übereinstimmung, aber laßt uns zunehmen und zulegen, auch im Tun, denn darauf kommt es unserem Meister und HERRN ja an. Wozu haben wir sonst Erkenntnis und sollen hier in dieser argen Welt bleiben.

Mit freundlichen Grüßen Michael Sack
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Michael Sack am 17 Februar 2013, 13:33:46
Lieber Bruder Manfred, ich hoffe sehr, daß meine Worte Dir deutlich zeigen können, daß es nicht stimmt, was Du in Bezug zu Kindergärten, Gemeinschaftsgrundstücken, Kibbutzim, usw. in Deinem letzten Beitrag meinst. Noch viel mehr zeigen uns die gehorsamen Eltern, die ihre Kinder nicht in Schulen und Kindergärten weltlicher Art bringen, daß es sehr wohl möglich ist, auch die Kinder in das Heiligungsleben miteinzubeziehen. Und dabei soll es ganz fröhlich und dankbar und unverkrampft und fein zugehen. (Es gibt einen schönen Beitrag (Video) aus den USA von einem frisch bekehrten Mann, der auf´s Land zog und Heimschule mit seinen vielen Kindern anfing) Ja, es gibt so viele Eltern, die Deutschland verlassen, ins Gefängnis gehen, herumirren, (so war es bei mir) den geistlichen Kampf mit den Behörden aufnehmen, um ihre Kinder vor den wirklich beschädigenden und verderblichen Dingen in den öffentlichen Schulen zu schützen, was völlig richtig und GOTT wohlgefällig ist. Es gibt leider nur viel zu wenige, die auch darin gehorsam werden oder wurden, aber wir können beten für dieses wichtige Anliegen, denn GOTT ist mächtig) Und auch hier, sicher, es stimmt, auch Heimschuleltern sind fehlbar, manchmal komisch, (aber besser komisch sein als ungehorsam), aber sie lieben ihre Kinder und wollen nicht die massiven Verführungen ihrer Leibesfrucht geschehen lassen. Kinder sind doch fast unsere größte Freude - und abgefallene oder ungehorsame Kinder sind unser fast größtes Leid. Und GOTT sagt: ER sucht Nachommen, die GOTT geheiligt sind. in Maleachi. Mit brüderlichem, lieben Gruß Michael Sack  Ich weiß, wie furchtbar Angst ist. Wir sollten einander viel mehr helfen.


Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Jose am 17 Februar 2013, 14:04:12
Zu dem Thema: „Können Gläubige wieder abfallen?“, hat ein „Bruder“ in seinem Forum geschrieben:
»An dieser Frage erkennt man, wer Gott kennt und wer nicht«.

Dann wurde sogar geschrieben:
»Wer Abfall von Wiedergeborenen verkündet, hat Gott nicht erkannt, nimmt Bibelstellen aus dem Zusammenhang und legt Falsches hinein.
Ich möchte mit ihnen keine Christliche Gemeinschaft haben.«

An diesem Verständnis Festmachen zu wollen, ob man Gott erkannt hat oder nicht, ist nicht genug und auch nicht biblisch.

Das ganze Wort Gottes muss unser Maßstab sein, z.B.:
"Du aber rede, was der gesunden Lehre ziemt: dass die alten Männer nüchtern seien, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, im Ausharren; ebenso die alten Frauen in ihrer Haltung dem Heiligen angemessen, nicht verleumderisch, nicht Sklavinnen von vielem Wein, Lehrerinnen des Guten; damit sie die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, besonnen, keusch, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig zu sein, den eigenen Männern sich unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert werde!" Tit 2,1-5.

Dann lesen wir auch: "Ebenso ermahne die jungen Männer, besonnen zu sein, indem du in allem dich selbst als ein Vorbild guter Werke darstellst! In der Lehre beweise Unverdorbenheit, würdigen Ernst, gesunde, unanfechtbare Rede, damit der von der Gegenpartei beschämt wird, weil er nichts Schlechtes über uns zu sagen hat!" Tit 2,6-8.

Selbst den Gläubigen, die als „Sklaven“ zu arbeiten hatten, wurde gesagt: "Die Sklaven ermahne, ihren eigenen Herren sich in allem unterzuordnen, sich wohlgefällig zu machen, nicht zu widersprechen, nichts zu unterschlagen, sondern alle gute Treue zu erweisen, damit sie die Lehre unseres Retter-Gottes in allem zieren!" Tit 2,9-10.

Und warum all das?
"Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen, und unterweist uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetzigen Zeitlauf, indem wir die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus erwarten" Tit 2,11-13.

Der Herr vermag uns zu bewahren, aber wie kann ER uns vor uns selber bewahren, wenn wir uns nicht bewahren und zurecht bringen lassen wollen?


Gottes Segen,
José
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Pilger am 17 Februar 2013, 16:13:55
Lieber Jose,
eine Bibelstelle wird vom "Brüdertum" nie angeführt und auf Anfrage ignoriert: 1.Joh.3, 15
Wer seinen Bruder hasst ist ein Mörder und kein Mörder hat ewiges Leben bleibend in sich.

Die neue Ausgabe "Die Bibel" für 1,99 Euro (Genfer Bibelgesellschaft) hat an dieser Bibelstelle das Wörtlein "bleibend" ausgelassen, dort heisst es:
er hat Leben Gottes nicht in sich.

Aber es ist ja ein großer Unterschied ob jemand ewiges Leben hatte und es nicht bleibend in ihm ist;
oder ob jemand kein ewiges Leben in sich hatte.

Das ist ein typisches Beispiel für eine erkenntnismäßige Übersetzung und das kann man nicht machen.

In keiner Handschrift fehlt das Wörtlein "bleibend" deswegen muss man von einer Fälschung reden.

Liebe Grüße
Manfred
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Pilger am 17 Februar 2013, 16:20:07
Lieber Michael,
es gibt ja auch in Deutschland christliche Schulen und Kindergärten und man muss diese unterstützen indem man seine Kinder dorthin schickt.

Nun wieder zu diskuttieren ob und wieweit die Schulen und Kindergärten "gläubig" sind ist müßig und wird wahrscheinlich beim ersten Gespräch deutlich.

Wir sind nicht von der Welt - leben aber in der Welt.

Liebe Grüße
Manfred
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Michael Sack am 17 Februar 2013, 20:13:43
Lieber Bruder Manfred, deine Antwort ist sehr unbefriedigend. Es handelt sich bei den vielen "christlichen" Schulen in Deutschland um ökumenische Schulen, um eine Art des "Ökumenismus", oder wie soll man das besser nennen? Da ein wenig Sauerteig aber den ganzen Teig durchsäuert, haben wir, also die gehorsamseinwollenden Gläubigen, ein enormes Problem mit der Lebensführung unter den ökumenisierten, verweltlichten Gläubigen. Es gilt ja GOTTES WORT: ´Feget den Sauerteig aus`!! und: ´Tut die Bösen von euch selbst hinaus`. Viele Gläubige wollen aber nicht einsehen, daß sie böse sind und Verkehrtes tun mit ihrer Gleichgültigkeit und dem Ungehorsam. Das Leben wird aber in Verbindung mit ihnen unerträglich! Unter viel ungehorsamen Christen geht man regelrecht zu Grunde, ich weiß, wovon ich rede. Ich übe seit über 30 Jahren Geduld. Und ich weiß, auch ER mit mir! Deswegen dürfen wir aber nicht den Ungehorsam letztlich dulden, denn so leitet uns WORT und GEIST nicht.

Diese Themata: Ökumene, Verweltlichung u.a. muß man also berücksichtigen, denn mit einem Leck im Boot, sogar mit vielen und auch noch Rissen, kann man keine Reise machen - schon gar nicht stromauf und durch "Trouble Water". Ökumenische christliche Schulen sind deshalb abzulehnen! Das gibt nicht nur Schiffsbruch auch der Boote; wegen der Ökumene, ökumenischer Gesinnung, ist sogar das Haupt-Schiff, die Gemeinde, schon untergegangen, es schwimmen nur noch die Überlebenden und Trümmerteile herum, und viele Leichen, aber bei den Schwimmenden ist der HERR, der über allen Wassern HERR ist. Lies einmal bitte das Buch von Paul Taine: ´Ist das Christentum bankrott?`

Besser ist dann sogar noch, man sucht eine kleine, weltliche Schule auf dem Land, mit einem oder zwei gläubigen Lehrern und nimmt den Kampf auf mit den teuflischen Dingen in den öffentlichen Schulen. (Aber nicht mit Kindern unter 10 - 12 Jahre, wenn´s möglich ist) Oder man mischt sich unter die Zigeuner, das sind auch ganz wunderbare Menschen, ausgenommen die Sünde. Oder man macht einen Wanderzirkus auf, mit Ponys und Pferdchen, mit Bärchen und jonglieren. Na ja, wenn einer das nicht so mag, dann wird er eben reisender Korbflechter oder Archäologe mit Familienbegleitung. In Israel werden immer Archäologen gesucht. Die Kinder machen gerne mit; oh, wenn die was finden, das ist wunderbar, mit 16 sind sie Spezialisten in Archäologie und Hebräischkönner. Wer hat noch Ideen?! GOTT hat gewiss viele Wege und viel Verständnis, daß seine ´Kleinen` : ´Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast DU eine Macht zugerichtet` - nicht dem Bösen übergeben werden. GOTT bringt auch sehr ungerne Menschen zur Strecke, damit sie aufhören, daß Böse zu tun, er will sie ja viel lieber retten. Man kann nur noch zittern, wo man solche Dinge ´mitbekommt`.
Auf jeden Fall, mit gehorsamen Eltern wissen die Kinder klar, worum es geht. Aber das geistliche Durcheinander unter den ökumenisierten Gläubigen ist schlimmer als in einem Slum zu wohnen. 

Wo ist die Schriftstelle, wer weiß es, daß die Braut, die Erlösten einmal auch auslachen werden, die, die die Sünden nicht ablegen und ernstnehmen wollten, sich nicht absondern wollten oder den Mammon und Verstand nicht einsetzen wollten?! Ja, der Schmerz und die Verzweiflung über verlorene Geschwister ist enorm - bedenke, selbst GOTT wird spotten. Spr. 1, ab Vers 24. Kenny hat hier in seinem fünftletzten Beitrag (sinngemäß) geschrieben: Ja, ans Werk gehen, und das hinter die Ohren schreiben! Zitat Ende; das war ganz prima. Es gibt gewiss noch viel mehr zu sagen.

Dennoch, mit freundlichen, brüderlichen Grüßen  Michael Sack
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Pilger am 18 Februar 2013, 12:52:58
Lieber Michael,
ich kenne christliche Schulen und Kindergärten mit klarer biblischer Ausrichtung.
Ein Sohn von mir ist an einer Schule angestellt und bezeugt das immer wieder.

Ansonsten wird es sicher andere "christliche" Schulen geben, die unter dein Statement fallen.

Liebe Grüße
Manfred
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: schneid9 am 19 Juli 2013, 19:54:16
Die ganzen Angriffe gegen Scofield haben in diesem Thread nichts zu suchen. Scofield war zwar ein wichtiger Wegbereiter des Dispensationalismus, aber er hat nie der Brüderbewegung angehört.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 19 Juli 2013, 20:38:18
Hallo Michael,

herzlich willkommen hier im Forum. Ich hoffe auf einen geistlichen und konstruktiven Austausch.

Darbys dispensationalistisch ausgerichtete Hermeneutik ging in die Fußnoten der Scofield-Bibel (1909) ein, die in bestimmten Kreisen eine Standardbibel war, und wurde dadurch wirkungsvoll verbreitet.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass auch Scofield in diesem Thread berücksichtigt wird.

Shalom
Roland
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: schneid9 am 19 Juli 2013, 20:49:14
Hallo Roland,

Zitat von: Roland
Ich hoffe auf einen geistlichen und konstruktiven Austausch.

Das hoffe ich auch. Ich möchte auch nicht den Eindruck der Streit- oder Angriffslust erwecken, aber mir liegt daran, ein paar Irrtümer und Missverständnisse aufzuklären.

Zitat von: Roland
Scofield bzw. die sog. "Scofield-Studienbibel" war ein wichtiger Wegbereiter der Dispensationalismus-Irrlehre in Deutschland. Der Dispensationalismus ist ein markantes Kennzeichen des (exklusiven) Brüdertums.

Da muss man schon noch genauer differenzieren. Die erste deutschsprachige Ausgabe der Scofield-Bibel erschien 1972 in der Schweiz (mit dem Text der Lutherbibel); in Deutschland wurde die Scofield-Bibel erst ab 1992 durch die Ausgabe des R. Brockhaus Verlags (mit dem Text der Revidierten Elberfelder Bibel) bekannt. Ich glaube kaum, dass der Dispensationalismus in Deutschland erst in den letzten 21 Jahren Verbreitung gefunden hat, er scheint ja im Gegenteil eher auf dem Rückzug zu sein. Im englischsprachigen Raum hat die Scofield-Bibel (1. Auflage 1909!) sicher einiges zur Verbreitung des Dispensationalismus beigetragen, aber im deutschsprachigen Raum darf man ihre Bedeutung nicht überschätzen.

Völlig bedeutungslos war die Scofield-Bibel – wie überhaupt der Scofield'sche Dispensationalismus – jedenfalls im deutschsprachigen exklusiven Brüdertum, das in der Regel ja ohnehin nur Literatur aus den eigenen Reihen liest. Scofields sieben Dispensationen z.B. sind mir in den ca. 30 Jahren, die ich dem exklusiven Brüdertum angehörte, nie begegnet. Es wurde zwar viel von "Haushaltungen" gesprochen, aber es gab nie einen systematischen Überblick darüber, wie viele es davon gibt und wie sie heißen; wichtig war eigentlich nur der Unterschied zwischen der Haushaltung des Gesetzes und der Haushaltung der Gnade. In diesem Punkt zeigte sich noch deutlich der prägende Einfluss Darbys, in dessen Schriften es ja ebenfalls kein starres System von Dispensationen und teilweise sogar widersprüchliche Aussagen gibt (z.B. ob die gegenwärtige Zeit der Gnade überhaupt eine "dispensation" ist). Dass Darby bereits die sieben Dispensationen Scofields gelehrt habe, ist ein weitverbreiteter Irrtum; auf jeden Fall muss die Behauptung, ausgerechnet die exklusiven Brüder hätten Scofield in Deutschland eingeführt, als völlig unbegründet zurückgewiesen werden.

Zitat von: Roland
Aus diesem Grund ist es wichtig, dass auch Scofield in diesem Thread berücksichtigt wird.

Bisher wurde hier aber vor allem sein Privatleben angeprangert. Das hat mit der Brüderbewegung nun wirklich gar nichts zu tun.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Ruth am 19 Juli 2013, 21:59:13
Hallo Michael, über Deine HP bin ich zu Deinem Forum gelangt, und habe dort links oben das Bild von Darby (?) entdeckt. Meine ganz schlichte Frage: Wozu soll das gut sein? Kein Mensch kann ein Gotteskind etwas lehren, was es nicht allein aus der Schrift gelehrt bekommt. Warum steht nicht der Name Jesus über eurem Forum? Allein der Kopf eines Menschen über einem Forum würde mich abschrecken, mich dort anzumelden, denn nach außen hin schaut es für mich so aus, als stünde dieser Kopf - und das, was diesen Kopf ausmachte - über dem Forum. Bin gespannt auf Deine Antwort. Geht es Dir darum, Deine Lehre - bzw. die des Mannes, der über Deinem Forum abgebildet ist - zu vertreten, oder geht es Dir um das, was uns allein Gottes Wort sagt? Und: Wenn Brüder sich bewegen, wo bleiben dann die Schwestern?  :P

Freundliche Grüße.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: schneid9 am 19 Juli 2013, 22:40:16
Hallo Ruth,

das ist ganz einfach zu beantworten: forum.bruederbewegung.de ist kein allgemeines christliches Diskussionsforum, in dem man sich über die Bibel austauscht (dafür gibt es genügend andere Foren jeglicher Couleur), sondern ein Forum speziell zur Geschichte und Theologie der Brüderbewegung. Deren originellster und einflussreichster Theologe war nun mal Darby, deshalb auch sein Bild. Das bedeutet nicht, dass im Forum keine Kritik an Darby zugelassen würde – es wurden schon viele sehr kritische Beiträge über ihn und die Bewegung insgesamt gepostet, darunter auch "Aussteigerberichte" (die Roland teilweise hier zitiert hat).

Zitat
Wenn Brüder sich bewegen, wo bleiben dann die Schwestern?

"Brüderbewegung" ist nun mal die eingeführte Bezeichnung (wegen Matthäus 23,8). Wenn du einen besseren Namen durchsetzen kannst – bitte! ;)
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 19 Juli 2013, 23:06:05
Hallo Michael,

dann lass' uns noch genauer differenzieren:

Zum ersten Mal erschien die Scofield-Bibel im Jahr 1909 mit dem Text der Authorized-King-James-Bibel von 1611. Die Scofield-Bibel hat zunächst in der englischsprachigen Welt eine sehr große Verbreitung erlangt. Schon 1917 erschien eine leicht revidierte Ausgabe und 1967 eine überarbeitete Fassung, auf der auch die deutsche Ausgabe beruht. Die autorisierte deutsche Fassung wurde von Dr. Gertrud Wasserzug-Traeder erarbeitet und erschien zuerst 1972 mit dem Text der Lutherbibel von 1914. 1992 erschien sie auch in einigen Auflagen mit dem Text der Elberfelder Bibel.

Bereits die erste deutschsprachige Ausgabe der Scofield-Bibel (1972) gab dem Dispensationalismus die nötige Schubkraft, um evangelikale Verlage mit dem Dispensationalismus zu durchdringen. Ich kann mich auch daran erinnern, dass in den frühen 80er Jahren viele Christen, sich dieses Werk in Deutschland besorgten. Etwas später habe ich mir aufgrund der vielen Empfehlungen leider auch diese Bibel zugelegt. Allerdings habe ich mich zwischenzeitlich von dieser Bibel wieder getrennt. Bereits die Ausgabe, die in der Schweiz erschien, hatte große Auswirkungen auf den deutschen Evangelikalismus.

Zitat
Völlig bedeutungslos war die Scofield-Bibel – wie überhaupt der Scofield'sche Dispensationalismus – jedenfalls im deutschsprachigen exklusiven Brüdertum, das in der Regel ja ohnehin nur Literatur aus den eigenen Reihen liest.
Mir geht es darum, dass durch die Scofield-Bibel die Dispensatonalismus-Irrlehre des Brüdertums im deutschen Evangelikalismus hoffähig gemacht wurde. In den exklusiven Versammlungen, die ich kenne, ist die Scofiel-Bibel weit verbreitet (allerdings nicht so stark wie die Unrev. Elberfelder). Aber das ist sicher nicht repräsentativ.....

Zitat
er scheint ja im Gegenteil eher auf dem Rückzug zu sein.
Hier habe ich eine völlig andere Wahrnehmung, denn von einem Rückzug des Dispensationalimus kann ich leider nicht viel erkennen.

Zitat
Dass Darby bereits die sieben Dispensationen Scofields gelehrt habe, ist ein weitverbreiteter Irrtum
Das hat meines Wissens auch niemand in diesem Thread behauptet.

Zitat
Bisher wurde hier aber vor allem sein Privatleben angeprangert. Das hat mit der Brüderbewegung nun wirklich gar nichts zu tun.
Mit der Brüderbewegung hat Scofields Privatleben nichts zu tun. Dennoch ist er eine markante Persönlichkeit, die eine der wichtigsten Irrlehren des Brüdertums durch seine Bibel im deutschsprachigen Raum verbreitet hat. Daher sehe ich die Notwendigkeit nicht nur bei seiner Lehre zu verharren, sondern auch die Person Scofields zu betrachten (und dazu gehört auch, wie er sich in seinem Privatleben verhalten hat).

Aber selbstverständlich können wir wieder gerne zum Brüdertum zurückkehren.

Shalom
Roland

Quelle (http://kh-vanheiden.de/Bibelueb/luther.html)
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: schneid9 am 19 Juli 2013, 23:40:56
Zitat von: Roland
Bereits die erste deutschsprachige Ausgabe der Scofield-Bibel (1972) gab dem Dispensationalismus die nötige Schubkraft, um evangelikale Verlage mit dem Dispensationalismus zu durchdringen. Ich kann mich auch daran erinnern, dass in den frühen 80er Jahren viele Christen, sich dieses Werk in Deutschland besorgten.

Ich bin zu jung, um das aus eigener Erfahrung beurteilen zu können, aber ich würde vermuten, dass der Einfluss des "Bibel-Panoramas" und anderer Veröffentlichungen der Christlichen Verlagsgesellschaft Dillenburg und des Verlags Hermann Schulte Wetzlar größer war.

Zitat von: Roland
Mir geht es darum, dass durch die Scofield-Bibel die Dispensatonalismus-Irrlehre des Brüdertums im deutschen Evangelikalismus hoffähig gemacht wurde.

Hier gilt es wieder zu differenzieren: Dispensationalismus ja, aber eben in der besonderen Spielart Scofields, die von den ursprünglichen Ideen Darbys, wie sie unter den exklusiven Brüdern fortleben (und aktuell auch in dem Buch "Der vergessene Reichtum" von S. Isenberg & D. Schürmann vertreten werden), in vielen Punkten abweicht.

Zitat von: Roland
In den exklusiven Versammlungen, die ich kenne, ist die Scofiel-Bibel weit verbreitet (allerdings nicht so stark wie die Unrev. Elberfelder). Aber das ist sicher nicht repräsentativ.....

Zumindest die 1992er Brockhaus-Ausgabe erlangte unter jungen "Brüdern" durchaus einige Verbreitung, aber offiziell anerkannt war sie nie, zumal sie ja den "falschen" Bibeltext hatte, den man in der Versammlung nicht vorlesen konnte.

Zitat von: Roland
Hier habe ich eine völlig andere Wahrnehmung, denn von einem Rückzug des Dispensationalimus kann ich leider nicht viel erkennen.

Bei den exklusiven Brüdern sicher nicht, aber der neo-calvinistische Trend hat den Dispensationalismus schon etliche Anhänger gekostet, und in den Kreisen von Wiedenest ist es heute auch absolut uncool, sich zum Dispensationalismus zu bekennen.

Zitat von: Roland
Das hat meines Wissens auch niemand in diesem Thread behauptet.

Umso besser. Ich wollte es nur klargestellt haben.

Zitat von: Roland
Daher sehe ich die Notwendigkeit nicht nur bei seiner Lehre zu verharren, sondern auch die Person Scofields zu betrachten (und dazu gehört auch, wie er sich in seinem Privatleben verhalten hat). Aber selbstverständlich können wir wieder gerne zum Brüdertum zurückkehren.

Von mir aus kann woanders auch gerne Scofields Privatleben diskutiert werden, aber dieser Thread ist nun mal überschrieben "Das Brüdertum", und wenn da lang und breit das Privatleben eines Mannes erörtert wird, der dem Brüdertum noch nicht einmal angehörte, ist das kaum repräsentativ für das Thema.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Ruth am 20 Juli 2013, 07:22:55
Hallo Michael,

Du schreibst: "Brüderbewegung" ist nun mal die eingeführte Bezeichnung (wegen Matthäus 23,8).

In Matthäus 23,8 steht: "Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn einer ist euer Meister, der Christus; ihr aber seid alle Brüder."

Dein Forum beruft sich aber auf Darby´s Lehren, die Du als "Theologie der Brüderbewegung" bezeichnest. Betreibt die Brüderbewegung Personenkult? Muß man in der Brüderbewegung die Lehren Darbys neben Gottes Wort akzeptieren, um dort in dem erlauchten Kreis Einlaß zu finden?  Die Brüderbewegung, so wie Du sie auf Deiner Seite präsentierst, tut ja das genaue Gegenteil von dem, was in Matthäus 23, 8 steht, und hat sich einen "Meister" erkoren. Das haben die Adventisten mir ihrer falschen Prophetin auch getan.

Deine Seite verlinkt zudem auf diverse Texte von Max S. Weremchuk, der Aussagen in seinem Buch tätigt, die mich doch sehr befremden.
 
http://home.bingo-ev.de/ps2866/Einzelthemen/Irrlehren/5Irrlehren.htm

Es würde mich interessieren, inwiefern die Brüderbewegung die Aussagen von Weremchuk unterstützt.

Noch eine Frage: Darby lehrt in Bezug auf die ersten 5 Verse von Offb. 22, daß sich die Beschreibung dort auf das Tausendjährige Reich bezieht. Nach Vers 3 wird es aber "keinen Fluch mehr geben", was nach meiner Erkenntnis auf das Tausendjährige Reich nicht zutreffen kann. Kannst Du mir erklären, wie Darby darauf kommt, diese 5 Verse auf o. g. Reich zu beziehen? Unterstützt die Brüderbewegung diese Lehre?

Freundliche Grüße.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: schneid9 am 21 Juli 2013, 02:57:03
Hallo Ruth,

Zitat
Betreibt die Brüderbewegung Personenkult?

Nein – außer wenn du der Meinung bist, dass die respektvolle Erinnerung an geistliche Väter (Hebr 13,7) bereits Personenkult ist. Dann betreiben aber auch Lutheraner, Calvinisten, Mennoniten usw. Personenkult.

Zitat
Dein Forum beruft sich aber auf Darby´s Lehren, die Du als "Theologie der Brüderbewegung" bezeichnest.

Ich weiß nicht genau, was du damit meinst, dass das Forum sich darauf "beruft". Die Theologie der Brüderbewegung wurde eben maßgeblich von Darby geprägt (aber nicht nur von ihm).

Zitat
Muß man in der Brüderbewegung die Lehren Darbys neben Gottes Wort akzeptieren, um dort in dem erlauchten Kreis Einlaß zu finden?

Die suggestive Wortwahl ("erlauchten Kreis") lasse ich hier mal außer Acht; die Frage selbst kann ich ganz klar verneinen – um einer Brüdergemeinde anzugehören, muss man die Lehren Darbys noch nicht einmal kennen. Wer sich allerdings an der Verkündigung beteiligt, sollte mit den Grundprinzipien der Brüdergemeinden (http://forum.bruederbewegung.de/viewtopic.php?f=7&t=260) im Wesentlichen übereinstimmen, damit nicht Streit und Chaos entsteht. Aber das ist in jeder anderen bibeltreuen Gemeinde auch so. Die Gemeinde Roland Odenwalds z.B. würde wohl keinem Dispensationalisten das Wort erteilen.

Zitat
Die Brüderbewegung, so wie Du sie auf Deiner Seite präsentierst, tut ja das genaue Gegenteil von dem, was in Matthäus 23, 8 steht, und hat sich einen "Meister" erkoren.

Woraus schließt du das? Aus dem Bild Darbys im Forum oben links?

Zitat
Es würde mich interessieren, inwiefern die Brüderbewegung die Aussagen von Weremchuk unterstützt.

Weremchuk gehörte der Brüderbewegung bis in die 1990er Jahre an und wandte sich dann von ihr ab. Was er seither geschrieben hat, richtet sich oft direkt gegen die Brüderbewegung und wird von ihr nicht unterstützt. (Dein Link führt übrigens zu einer der Brüderbewegung nahestehenden Seite.)

Zitat
Noch eine Frage: Darby lehrt in Bezug auf die ersten 5 Verse von Offb. 22, daß sich die Beschreibung dort auf das Tausendjährige Reich bezieht. Nach Vers 3 wird es aber "keinen Fluch mehr geben", was nach meiner Erkenntnis auf das Tausendjährige Reich nicht zutreffen kann. Kannst Du mir erklären, wie Darby darauf kommt, diese 5 Verse auf o. g. Reich zu beziehen? Unterstützt die Brüderbewegung diese Lehre?

Für Prophetie bin ich, offen gestanden, kein Experte – das müsste ich genauso nachschlagen wie du. Auf den Seiten www.soundwords.de oder www.bibelkommentare.de gibt es dazu sicher Hinweise.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Ruth am 21 Juli 2013, 07:22:30
Hallo Michael,

Zitat
Wer sich allerdings an der Verkündigung beteiligt, sollte mit den Grundprinzipien der Brüdergemeinden im Wesentlichen übereinstimmen, damit nicht Streit und Chaos entsteht.


Kannst Du das anhand von Gottes Wort belegen, wo sich Jünger Jesu an die
Zitat
Grundprinzipien der Brüdergemeinden
richten müssen (übereinstimmen müssen), um sich an der Verkündigung beteiligen zu können?

Zitat
Aber das ist in jeder anderen bibeltreuen Gemeinde auch so.
- Ich gehe in eine "bibeltreue Gemeinde" und kenne auch einige weitere, die nicht solche "Grundprinzipien" haben.

Zitat
Die Gemeinde Roland Odenwalds z.B. würde wohl keinem Dispensationalisten das Wort erteilen.
- Eine weitere Unwahrheit von Dir. Du kannst Deine Aussage nicht belegen. Schau: Ich darf hier frei und ungehindert schreiben, ohne von irgendwem angegriffen zu werden, und wer meine Texte kennt, weiß, daß ich in sehr vielen Punkten mit der Sicht der Dispensationalisten übereinstimme.

Zitat
Für Prophetie bin ich, offen gestanden, kein Experte.
Dann zählst Du also zu den - um es mit Deinen eigenen Worten auszudrücken
Zitat
Anfängern im Bibellesen, aber der versteht auch noch nicht sehr viel.

Freundliche Grüße.
 
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: schneid9 am 21 Juli 2013, 14:50:12
Zitat von: Ruth
Kannst Du das anhand von Gottes Wort belegen, wo sich Jünger Jesu an die "Grundprinzipien der Brüdergemeinden" richten müssen (übereinstimmen müssen), um sich an der Verkündigung beteiligen zu können?

Das ist ganz einfach eine praktische Notwendigkeit. Oder wie soll eine Gemeinde funktionieren, in der einmal Calvinismus und einmal Arminianismus, einmal die ewige Verdammnis und einmal Allversöhnung, einmal die Verlierbarkeit und einmal die Unverlierbarkeit des Heils, einmal Prämillennialismus und einmal Postmillennialismus gelehrt wird? Das sind alles Standpunkte, die unter bibeltreuen Christen vorkommen, aber wenn man die in der gemeindlichen Verkündigung alle gleichberechtigt nebeneinander zulässt, ist die Folge heillose Verwirrung und Streit. Die Gemeinde ist schließlich kein theologisches Seminar oder Diskussionsforum.

Zitat von: Ruth
Eine weitere Unwahrheit von Dir. Du kannst Deine Aussage nicht belegen. Schau: Ich darf hier frei und ungehindert schreiben, ohne von irgendwem angegriffen zu werden, und wer meine Texte kennt, weiß, daß ich in sehr vielen Punkten mit der Sicht der Dispensationalisten übereinstimme.

Erstens war das eine Vermutung von mir ("wohl"), zweitens habe ich von Rolands Gemeinde gesprochen und nicht von seinem Forum, drittens gibt es in den Forenregeln folgenden Passus:

Massive und detaillierte Darlegung und Schilderung, Förderung und Verbreitung von ausserbiblischen Lehren, Weltanschauungen, Philosophien und Riten (z. B. Katholizismus, Darbysmus, Dispensationalismus, Cessationismus, Pfingstlertum, Adventismus [bzw. Sabbatismus], Ökumene, Allversöhnungsirrlehre, Calvinismus, Sakramentalismus, Werksgerechtigkeit, Leugnen der ewigen Verdammnis etc.), sind nicht erwünscht.

Da ich diese Regel respektieren muss, propagiere ich den Dispensationalismus hier nicht, sondern berichtige lediglich Fehler und verbreite sachliche Informationen. Das meiste, was ich bisher geschrieben habe, hätte auch eine völlig neutrale Person schreiben können. Aber du scheinst ja alles persönlich zu nehmen.

Zitat von: Ruth
Dann zählst Du also zu den - um es mit Deinen eigenen Worten auszudrücken "Anfängern im Bibellesen, aber der versteht auch noch nicht sehr viel."

Prophetie ist nur ein kleines Teilgebiet der biblischen Lehre und bestimmt nicht das wichtigste. Außerdem habe ich nicht gesagt, dass ich Offb 22 nicht verstehe, sondern nur Darbys Lehre darüber nicht kenne. Dieser persönliche Angriff war wirklich überflüssig.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Ruth am 21 Juli 2013, 16:28:46
Hallo Michael,

viele Worte hast Du gemacht, aber meine Frage nicht beantworten können. Deshalb noch einmal:

Kannst Du das anhand von Gottes Wort belegen, wo sich Jünger Jesu an die

Zitat
Grundprinzipien der Brüdergemeinden

richten müssen (übereinstimmen müssen), um sich an der Verkündigung beteiligen zu können? Wie ich mir dachte, konntest Du das nämlich nicht, ganz einfach, weil es keine Bibelstelle gibt, die die Grundprinzipien von "Brüdergemeinden" behandelt.


Zitat
Die Gemeinde Roland Odenwalds z.B. würde wohl keinem Dispensationalisten das Wort erteilen.

Zitat
Erstens war das eine Vermutung von mir ("wohl"), zweitens habe ich von Rolands Gemeinde gesprochen...

Daß dies nicht nur eine - wie Du es nennst - "Vermutung" darstellt, sondern eine Behauptung, die trotz des "wohl" dazu dient, den Nächsten, sowie eine Gemeinde, die Du nicht mal kennst, verächtlich zu machen, liegt auf der Hand, wenn man Dein Hierhereinstürmen ohne Gruß und nur mit Beleidigungen nachliest. Es ist gut, daß dem Forum solch ein Passus hinzugefügt ist, denn ich fände es schlimm, wenn sog. "Brüder" hier öffentlich Darby-Personenkult betreiben dürften, wie es die Katholiken mit ihrem babylonischen Götzendiener, namens "Papst" tun.

Zitat
Prophetie ist nur ein kleines Teilgebiet der biblischen Lehre und bestimmt nicht das wichtigste.

Bestimmen das jetzt auch eure Brüder, welche biblische Lehre wichtig ist und welche weniger. Wer die Prophetie nicht versteht, der hat den Schlüssel zur Schrift nicht in Händen. Ihr wollt, wie Du weiter oben andeutest, Darbys Schriften in Andenken behalten, aber offenbar kennst Du nicht mal seine Schriften, wenn Du seine Lehre über die Offenbarung nicht gelesen hast. Wie kann man jemanden öffentlich ein Denkmal setzen, wenn man nicht mal seine ganzen Schriften kannt. Übrigens sind in seiner Auslegung zur Offenbarung so einige Ungereimtheiten zu finden, von der ich Dir bereits eine zur Frage mitgab, die Du mir allerdings nicht beantworten konntest.

Zitat
Dieser persönliche Angriff war wirklich überflüssig.

Interessant, daß Du -> Deine eigenen Worte - als Spiegel vorgehalten - als Angriff siehst.

Freundliche Grüße.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: schneid9 am 21 Juli 2013, 16:56:45
Zitat von: Ruth
Kannst Du das anhand von Gottes Wort belegen, wo sich Jünger Jesu an die "Grundprinzipien der Brüdergemeinden" richten müssen (übereinstimmen müssen), um sich an der Verkündigung beteiligen zu können?

Wenn es dich zufriedenstellt: Nein. Kannst du anhand von Gottes Wort belegen, dass man sich an Internetforen beteiligen soll?

Zitat von: Ruth
Daß dies nicht nur eine - wie Du es nennst - "Vermutung" darstellt, sondern eine Behauptung, die trotz des "wohl" dazu dient, den Nächsten, sowie eine Gemeinde, die Du nicht mal kennst, verächtlich zu machen, liegt auf der Hand

Vielleicht auf deiner Hand, aber nicht auf meiner. Wie um alles in der Welt kommst du darauf, dass ich Rolands Gemeinde damit "verächtlich" machen wollte?? Das Gegenteil ist der Fall: Ich gehe davon aus, dass in einer antidispensationalistischen Gemeinde keine Dispensationalisten lehren dürfen, und dafür habe ich vollsten Respekt. Es geht in einer Gemeinde einfach nicht anders, wenn man keinen Dauerstreit provozieren will.

Zitat von: Ruth
wenn man Dein Hierhereinstürmen ohne Gruß und nur mit Beleidigungen nachliest

Auf den mantra-artig wiederholten Quatsch mit dem "Hereinstürmen" gehe ich jetzt nicht mehr ein. "Ohne Gruß" ist übrigens gelogen: Mein erster Beitrag war mit "Hallo Roland" überschrieben. Was willst du sonst noch? Bist du hier als Sittenwächterin angestellt? Wenn Roland irgendwelche weiteren Höflichkeitsfloskeln vermisst, kann er sich auch selbst darum kümmern.

Zitat von: Ruth
Bestimmen das jetzt auch eure Brüder, welche biblische Lehre wichtig ist und welche weniger.

Durch ein richtiges Verständnis der Prophetie kommt niemand in den Himmel.

Zitat von: Ruth
Ihr wollt, wie Du weiter oben andeutest, Darbys Schriften in Andenken behalten, aber offenbar kennst Du nicht mal seine Schriften, wenn Du seine Lehre über die Offenbarung nicht gelesen hast. Wie kann man jemanden öffentlich ein Denkmal setzen, wenn man nicht mal seine ganzen Schriften kannt.

Ich vermute mal, dass kaum ein lebender Mensch sämtliche Schriften Darbys gelesen hat. Das sind bestimmt 20.000 Seiten in oft schwer verständlichem Englisch. Abgesehen davon setze ich niemandem ein Denkmal. Aber ich glaube inzwischen, dass eine weitere Auseinandersetzung mit dir sinnlos ist, da du ständig dieselben falschen Behauptungen und Unterstellungen wiederholst.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Ruth am 21 Juli 2013, 17:10:09
Hallo Michael,

Zitat
Aber ich glaube inzwischen, dass eine weitere Auseinandersetzung mit dir sinnlos ist, da du ständig dieselben falschen Behauptungen und Unterstellungen wiederholst.

In meinen Beiträgen wirst Du weder eine falsche Behauptung noch eine Unterstellung finden. Aber es ist o. k. für mich, daß Du auch über mich Unwahres aussagst, denn alles muß am Ende zur Reife kommen.

Freundliche Grüße.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 21 Juli 2013, 17:19:39
Liebe Ruth,

ich stelle fest, dass Du ein gutes geistliches Unterscheidungsvermögen hast. Denn ist genauso, wie Du geschrieben hast: Darby ist innererhalb des Brüdertums eine Ikone. Hier ein Beispiel:

Zitat
Willst Du Dich mit einem Darby messen?Seine Erkenntnisse sind tiefgreifend , in Teilen fehlerhaft(Tauffrage) , aber wir reichen in nichts an seine Qualtät heran!
Quelle (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1252.msg8193#msg8193). Hier im Forum gab es noch einen weiteren Darby-Fan, der in ähnlicher Weise Darby huldigte; aber leider habe ich jetzt auf die Schnelle seine Beiträge über Darby nicht gefunden.

Zitat
das Forum der Brüderbewegung schmückt sich mit dem Bild von Darby. Das ist in meinen Augen schon "Personenkult".
Der Gedanke ist mir auch gekommen, als ich zum ersten Mal das "Brüder"-Forum gesehen habe. Wenn es ein "Darby"-Forum wäre, könnte ich versehen, dass Darbys Bild das Forum ziert. Aber da es sich um ein Forum der "Brüderbewegung" handelt, bin ich auch über Darbys Bild sehr verwundert.

Auch hier hast Du recht, Ruth:

Zitat
Ich bezog meine Frage auf Dein Hereinstürmen hier, das jeglicher Nächstenliebe entbehrt, fixiert ist auf die Person von Darby und die Lehre der Brüderbewegung, darauf aus ist, den Betreiber dieses Forums durch nachgewiesene Unwahrheiten zu verunglimpfen, und einem tönenden Erz, ja, einer klingenden Schelle gleicht, die - außer gesetzlicher Rede - so fruchtlos ist wie eine vertrocknete Dattel.


Wir sollen zu unseren Glaubensgeschwistern sanft sein wie ein Lamm und wie ein Löwe gegen den Teufel. Manche verwechseln das leider!

Shalom
Roland
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 21 Juli 2013, 17:51:20
Hallo Michael,

Zitat
Dispensationalismus ja, aber eben in der besonderen Spielart Scofields, die von den ursprünglichen Ideen Darbys, wie sie unter den exklusiven Brüdern fortleben
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Darbysten weder Scofields D. noch Darbys D. noch Bullingers D. voneinander unterscheiden. Viele wissen gar nicht, dass die Anzahl der "Haushaltungen" unterschiedlich ist. Insofern herrscht unter Dispensationalisten hier große Unkenntnis.

Zitat
Nein – außer wenn du der Meinung bist, dass die respektvolle Erinnerung an geistliche Väter (Hebr 13,7) bereits Personenkult ist. Dann betreiben aber auch Lutheraner, Calvinisten, Mennoniten usw. Personenkult.
Zwischen Hebr. 13,7 und dem Personenkult, der mit Darby, Kelly u.a. getrieben wird, ist doch ein riesiger Unterschied. In Hebr. 13,7 geht es um die "Vorsteher" der örtlichen Gemeinde. Zweimal werden die "Vorsteher" in diesem Kapitel erwähnt:

- in Vers 17 werden die Empfänger angewiesen, ihnen zu gehorchen
- in Vers 24 sollen die Gläubigen alle Vorsteher grüßen

Es handelt sich dabei also um Menschen, die die örtliche Gemeinde verantwortlich leiten und die ihr da Wort GOTTES verbindlich auslegen. Wir haben diese Männer sicher in den Reihen der "Ältesten" zu suchen.

Zu dieser Personengruppe gehört Darby (leider) nicht. Durch seine Irrlehren hat er viel Streit und Verwirrung in die Gemeind JESU gebracht. Du kannst also den Personenkult des Brüdertums nicht von Hebr. 13,7 ableiten.

Zitat
Die Gemeinde Roland Odenwalds z.B. würde wohl keinem Dispensationalisten das Wort erteilen.
Das ist so nicht richtig. Ihm würde keine Plattform in der Gemeinde oder im Forum erteilt werden, um die Dispensationalismus-Irrlehre zu verbreiten. Wenn er, abgesehen vom Dispensationalismus, sonst biblisch lehrt, spricht nichts dagegen, dass er in einer Gemeinde oder in einem Forum lehrt.

Zitat
berichtige lediglich Fehler und verbreite sachliche Informationen.
Das hat bisher nicht ganz so gut geklappt. Bei der "Fehlerberichtigung" sind Dir Fehler unterlaufen und wenn man Deine Unterstellungen überliest, kann man auch sachliche Informationen entdecken.

Zitat
Wenn es dich zufriedenstellt: Nein. Kannst du anhand von Gottes Wort belegen, dass man sich an Internetforen beteiligen soll?
Ruths Fragen fragte nicht nach Internetforen, sondern ob Du die "Grundprinzipien der Brüdergemeinden" biblisch belegen kannst. Wir halten hier gemeinsam fest, dass Du die "Brüder-Grundprinzipien" nicht biblisch belegen kannst.

Zitat
Auf den mantra-artig wiederholten Quatsch mit dem "Hereinstürmen" gehe ich jetzt nicht mehr ein ... Aber ich glaube inzwischen, dass eine weitere Auseinandersetzung mit dir sinnlos ist, da du ständig dieselben falschen Behauptungen und Unterstellungen wiederholst.
Bitte bleibe sachlich, Michael. Persönliche Angriffe sind hier fehl am Platz!

Ruth schrieb:
Zitat
viele Worte hast Du gemacht, aber meine Frage nicht beantworten können.
Das ist mir auch aufgefallen. Du beantwortest ständig Fragen, die niemand gestellt hat. Aber auf Ruths Fragen bist Du nicht eingegangen.

Shalom
Roland
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: schneid9 am 21 Juli 2013, 18:18:53
Hallo Roland,

Zitat
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Darbysten weder Scofields D. noch Darbys D. noch Bullingers D. voneinander unterscheiden. Viele wissen gar nicht, dass die Anzahl der "Haushaltungen" unterschiedlich ist. Insofern herrscht unter Dispensationalisten hier große Unkenntnis.

Das dürfte grundsätzlich stimmen (auch wenn die meisten deutschen Dispensationalisten von der extremen Bullinger'schen Variante wohl noch nie etwas gehört haben). Aber mein Einwand bezog sich auf deine Behauptung, "dass durch die Scofield-Bibel die Dispensatonalismus-Irrlehre des Brüdertums im deutschen Evangelikalismus hoffähig gemacht wurde". Durch die Scofield-Bibel wurde eben nicht der Dispensationalismus des Brüdertums, sondern der Dispensationalismus Scofields "hoffähig gemacht".

Zitat
Ruths Fragen fragte nicht nach Internetforen, sondern ob Du die "Grundprinzipien der Brüdergemeinden" biblisch belegen kannst.

Nein, Ruth fragte, ob ich "anhand von Gottes Wort belegen" könne, "wo sich Jünger Jesu an die 'Grundprinzipien der Brüdergemeinden' richten müssen (übereinstimmen müssen), um sich an der Verkündigung beteiligen zu können". Das ist etwas ganz anderes.

Zitat
Aber auf Ruths Fragen bist Du nicht eingegangen.

Auf welche Fragen genau bin ich nicht eingegangen (außer auf die Spezialfrage zu Offb 22)? Viele Äußerungen Ruths kamen mir ungefähr so vor, als würde mich jemand fragen: "Wann hat Darby aufgehört, seine Frau zu schlagen?" Ich würde dann antworten, dass Darby überhaupt keine Frau hatte, deshalb auch nicht aufhören konnte, sie zu schlagen, ja sie nicht einmal schlagen konnte – und bekäme anschließend zu hören: "Du hast meine Frage nicht beantwortet. Ich habe nach dem Zeitpunkt gefragt, an dem Darby aufgehört hat, seine Frau zu schlagen." Was soll man da noch sagen? Da verliert man einfach nur die Lust zum Diskutieren.

(Bevor gleich wieder ein Shitstorm losgeht: Nein, Ruth hat nicht behauptet, Darby hätte seine Frau geschlagen. Das war nur ein Vergleich ... ::))
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 21 Juli 2013, 18:53:47
Hallo Michael,

Zitat
Das dürfte grundsätzlich stimmen (auch wenn die meisten deutschen Dispensationalisten von der extremen Bullinger'schen Variante wohl noch nie etwas gehört haben). Aber mein Einwand bezog sich auf deine Behauptung, "dass durch die Scofield-Bibel die Dispensatonalismus-Irrlehre des Brüdertums im deutschen Evangelikalismus hoffähig gemacht wurde". Durch die Scofield-Bibel wurde eben nicht der Dispensationalismus des Brüdertums, sondern der Dispensationalismus Scofields "hoffähig gemacht".
Deine Differenzierung ist richtig. In der "Praxis" kommt diese Differenzierung jedoch m. E. nicht zum Tragen. Meine Beobachtung ist, dass durch die "Scofield-Bibel" die Heilszeit in verschiedene "Haushaltungen" aufgeteilt wird. Dass es einen Unterschied zwischen Darby, Scofield und Bullinger gibt, interessiert dabei (fast) niemanden. Um es einmal mit einem Bild auszudrücken: Scofield öffnet mit seiner Bibel die Türe und es tritt der darbystische Dispensationalismus durch die Türe. Die Darbysten sind ja sehr umtriebig, was die Herstellung und Verbreitung von Literatur betrifft. Das trifft auf die Anhänger der Scofield-Lehre nicht zu.....

Daher bin ich nach wie vor der Meinung, dass die "Scofield-Bibel" ein wichtiger Wegbereiter für den darbystischen Dispensationalismus gewesen ist.

Shalom
Roland
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: schneid9 am 22 Juli 2013, 14:09:44
Hallo Roland,

ich habe mir gerade nochmal deine Aussagen über Scofield zu Beginn dieses Threads angesehen. Inzwischen hast du ja immerhin eingestanden:

Mit der Brüderbewegung hat Scofields Privatleben nichts zu tun.

Ich gehe davon aus, dass man das als Widerruf folgender Falschbehauptungen ansehen kann:

Ich kenne sowas [gemeint sind Finanzskandale] auch von anderen "Kirchen", z. B. von der Brüderbewegung: [Es folgt ein Beispiel aus Scofields Privatleben vor seiner Bekehrung]

Dass das Brüdertum auf Lug und Trug aufgebaut ist, zeigt auch folgender Zeitungsartikel: [Es folgt ein Zitat aus einer "spiteful gossip column" (Mangum & Sweetnam, The Scofield Bible, Colorado Springs 2009, S. 27)]

Im Vergleich mit dem Brüdertum sind die o.g. Pfingstler die reinsten Waisenknaben!

Ich schließe nicht aus, dass es auch im Brüdertum irgendwann mal einen Finanzskandal gegeben hat, aber zu behaupten,

1. ein Vorfall im Privatleben eines unbekehrten Mannes, der der Brüderbewegung nie angehörte, sei typisch für die Brüderbewegung,

2. aus dem Verhalten dieses einen Mannes, der der Brüderbewegung nie angehörte, könne man schließen, dass das Brüdertum "auf Lug und Trug aufgebaut" sei,

3. Finanzskandale der Pfingstler seien im Vergleich mit denen des Brüdertums geringfügig zu nennen,

ist nicht nur Verleumdung und üble Nachrede, sondern dermaßen absurd, dass man wirklich Mühe hat, eine Erklärung für eine solche Verdrehung der Fakten zu finden. Bewusste Lüge will ich dir nicht unterstellen, daher kann ich nur annehmen, dass dein Hass auf die angeblichen Irrlehren des Brüdertums deine Realitätswahrnehmung und dein Urteilsvermögen trübt. Dann tun mir aber die Leser leid, die deinen "Analysen" hier blind geglaubt haben.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 22 Juli 2013, 19:18:45
Hallo Michael,

Du meinst:
Zitat
Ich gehe davon aus, dass man das als Widerruf folgender Falschbehauptungen ansehen kann:

Das siehst Du falsch, denn ich habe geschrieben, dass Scofield nicht Mitglied des Brüdertums gewesen ist. Allerdings gab es intensive Verbindungen zu leitenden "Brüdern" innerhalb des Brüdertums und daher ist der Einfluss Scofields auf das Brüdertum nicht zu unterschätzen!

Auch sind es keine Falschbehauptungen, wie Du meinst. Du machst es Dir wirklich einfach: Schreibst einfach mal ins Forum, dass es Falschbehauptungen seien und hoffst, dass Dir das die Leute abnehmen.

Zitat
Ich schließe nicht aus, dass es auch im Brüdertum irgendwann mal einen Finanzskandal gegeben hat,
Dieser Satz von Dir lässt tief blicken......

Schauen wir uns noch einmal kurz die Struktur Deine "Argumente" an:
Zitat
Verleumdung...üble Nachrede...absurd...Hass...Realitätswahrnehmung und dein Urteilsvermögen trübt
Nichts als leere Worthülsen.... Jetzt enttäuschst Du mich aber, Michael. Wenn Du von anderen erwartest, dass sie differenziert argumentieren, solltest Du diesen Anspruch auch an Dich stellen.

Informiere Dich erst einmal über die einzelnen Vorgänge und dann können wir uns auch qualifiziert austauschen. Du hast es dann auch nicht mehr nötig, auf leere Worthülsen zurück zu greifen.

Shalom
Roland
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: schneid9 am 22 Juli 2013, 20:43:17
Hallo Roland,

Zitat
Allerdings gab es intensive Verbindungen zu leitenden "Brüdern" innerhalb des Brüdertums

Zu wem denn? Mir sind keinerlei persönliche Kontakte zwischen Scofield und den "Brüdern" bekannt, und ich habe einiges über die Geschichte der Brüderbewegung und des Dispensationalismus gelesen. Der einzige "Bruder", den Scofield namentlich erwähnt, ist Walter Scott, aber es ist fraglich, ob er ihn je persönlich getroffen hat; wahrscheinlich hat er nur seine Schriften gelesen. Die Anregung zum Dispensationalismus bekam Scofield von seinem Mentor James H. Brookes (http://en.wikipedia.org/wiki/James_H._Brookes) – ebenfalls kein "Bruder", sondern presbyterianischer Pastor.

Zitat
Auch sind es keine Falschbehauptungen, wie Du meinst. Du machst es Dir wirklich einfach: Schreibst einfach mal ins Forum, dass es Falschbehauptungen seien und hoffst, dass Dir das die Leute abnehmen.

Keine Falschbehauptungen? Du bleibst also dabei, dass Scofields Fehlverhalten vor seiner Bekehrung einen derartigen Einfluss auf die Brüderbewegung hatte, dass die ganze Bewegung – der er auch später nie angehörte – bis heute von "Lug und Trug" geprägt ist? Dann tust du mir wirklich leid.

Zitat
Dieser Satz von Dir lässt tief blicken......

Warum? Welche größere Bewegung wäre denn frei von jedem Versagen, auch finanzieller Art?

Zitat
Informiere Dich erst einmal über die einzelnen Vorgänge und dann können wir uns auch qualifiziert austauschen. Du hast es dann auch nicht mehr nötig, auf leere Worthülsen zurück zu greifen.

Ich sage es ungern, aber ich habe Dutzende von einschlägigen Büchern gelesen und könnte ohne weiteres entsprechende Belege liefern, aber (1) sind die meisten Falschbehauptungen hier derart abwegig, dass ich mir albern vorkommen würde, wenn ich elementarste Selbstverständlichkeiten (z.B. dass der Evangelische Brüderverein ein vorwiegend von Landeskirchlern gegründeter Missionsverein war) noch mit Zitaten belegen würde, und (2) habe ich nach deinen bisherigen Reaktionen nicht den Eindruck, dass dich überhaupt irgendein Beleg von deinen Behauptungen abbringen könnte. Belegrecherche kostet Mühe und Zeit, und die wäre hier einfach verschwendet.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 23 Juli 2013, 16:04:42
Hallo Michael,

Zitat
Mir sind keinerlei persönliche Kontakte zwischen Scofield und den "Brüdern" bekannt, und ich habe einiges über die Geschichte der Brüderbewegung und des Dispensationalismus gelesen.
Nur weil Dir keinerlei persönlichen Kontakte zwischen Scofield und den Darbysten bekannt sind, bedeutet das noch lange nicht, dass diese auch nicht bestanden.

Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die Niagara-Bibelkonferenzen verweisen. Der Ort, an dem sie stattfanden war Niagara-on-the-Lake in Ontario, etwa 23 Kilometer unterhalb der Niagarafälle. Dort gab es zusätzlich zu den Pensionen im Dorf ein Hotel mit Namen "Queen’s Royal Hotel".
 
Die Prophetie-Lehre war an der Ostküste der Vereinigten Staaten sehr populär geworden und die Flammen waren von William Miller (dem Gründer der Siebenten-Tags-Adventisten) angefacht worden. Später, als er das Kommen von CHRISTUS vorhergesagt hatte und nichts geschah, wurde die Fackel von Ellen G. White übernommen. In dieser "Suppe" ist auch die Erwähnung von Joseph Smith, dem Gründer der Mormonenkirche, nötig und nach dem Bürgerkrieg auch von Charles Taze Russell, Gründer der Zeugen Jehovas. Stark gewürzt wurde diese "Suppe" durch John Nelson Darby, der in den Vereinigten Staaten umherreiste und Pastoren zur Lehre Lacunzas "bekehrte". Brookes war zu einem hingegebenen Jünger Darbys geworden und arbeitete hart daran, die Lehre von Lacunza zu verbreiten.

1875 trafen sich etliche bekannte christliche Leiter außerhalb von Chicago um zu beten und Prophetie zu diskutieren. Da Darby sehr stark in dieser Gruppierung involviert war, ist davon auszugehen, dass auch Personen des Brüdertums zu diesen christlichen Leitern gehörten.

1877 fand das jährliche Treffen in Watkins Cover in New York statt. Danach wurde es drei Jahre lang in Clifton Springs in New York abgehalten. Danach verlegte man die Konferenz nach Old Orchard in Maine und von dort aus nach Mackinac Island im nördlichen Michigan. Im darauf folgenden Jahr fand sie in Niagara-on- the-Lake statt und wurde in Niagara Bibelkonferenz umbenannt. Die Niagara Konferenzen gab es von 1883 bis 1897.

Die Konferenzen zogen einige der bekanntesten christlichen Leiter der Zeit an. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die meisten der Männer, die kamen um auf diesen Konferenzen zu sprechen, echte wiedergeborene Christen mit einem Eifer für den HERRN waren. Die gehaltenen Predigten beschäftigten sich mit der Lehre von CHRISTUS, dem HEILIGEN GEIST, der Bibel, Mission und Prophetie. Der Gründer der China Inland Mission, J. Hudson Taylor, kam und sprach dort und hatte Gemeinschaft, so wie es auch viele andere taten. Doch es waren Brookes und Scofield, die das Gift in die christliche Lehre einspritzten, das heute tiefe Wurzeln hat, nicht nur im 'Brüdertum, sondern auch in Pfingstgemeinden und evangelikalen Gemeinden.

1892 verlieh Scofield sich selbst einen Doktortitel und begann, den Titel "Dr. Scofield" zu benutzen. Es gibt keine offiziellen Nachweise darüber, dass er einen Doktortitel der Theologie erworben hatte. Im November 1893 bat die Inlandsmission ihn, auch Colorado und die umliegenden Bezirke als Leiter zu übernehmen. Die Gemeinde in Dallas gestand ihm jedes Jahr fünf Monate Urlaub zu, damit er diese zusätzliche Reiseverantwortung übernehmen konnte. 1895 erhielt er das Angebot einer Gemeinde in Massachusetts, dort als Pastor zu dienen.
 
Während dieser Jahre besuchte er auch regelmäßig als Sprecher die Niagara Bibelkonferenzen.

Scofields Einfluss auf das Brüdertum ist auch hinreichend dokumentiert. Hier einige Beispiele:

"Obwohl sein Einfluss auf die Brüderbewegung in England schwand, erhöhte sich Darbys Einfluss in Nordamerika. Er reiste in einem Zeitraum von zwanzig Jahren siebenmal dorthin. Es wurde geschätzt, dass er in diesen zwanzig Jahren 40% seiner Zeit in der Vereinigten Staaten verbrachte und erheblichen Einfluss auf Leiter wie James H. Brookes, Dwight L. Moody, William Blackstone und C. I. Scofield hatte, ebenso wie auf die aufkommenden evangelikalen Bibelschulen und Prophetie-Konferenzen."
Quelle (http://sonoffortune.wordpress.com/2011/09/28/martin-scotts-eschatology-podcast-notes-6-john-nelson-darby/)

"In der von C. I. Scofield herausgegeben Bibelausgabe (Scofield-Bibel) wurde der Dispensationalismus systematisiert. Neben Darby und Scofield prägte die Brüderbewegung der deutsche Theologe und Waisenhausvater Georg Müller (1805-98). Im Gegensatz zu Darby akzeptierte er nicht die Ablehnung der noch in anderen Gemeinden beheimateten Christen. Auf Darby geht heute die strenge Richtung der Brüderbewegung oder oft auch Exklusive genannt zurück. Müller beeinflusste den Teil der Offenen Brüder."
Quelle (http://www.bibel-glaube.de/handbuch_orientierung/Bruederbewegung.html)

Zitat
Du bleibst also dabei, dass Scofields Fehlverhalten vor seiner Bekehrung einen derartigen Einfluss auf die Brüderbewegung hatte, dass die ganze Bewegung
Selbstverständlich, da Scofields offizielle "Bekehrung" nachweislich gefaked wurde.

Damit wir den moralischen Charakter Scofields besser verstehen, zitiere ich aus einem Zeitungsartikel, der am 27. August 1881 in "The Daily Capital" (eine in Topeka/Kansas erscheinende Zeitung) erschienen ist:
"Cyrus I. Scofield in der Rolle eines Kirchendieners"

"Cyrus I. Scofield aus Kansas, Rechtsanwalt, Politiker und Ganove, ist wieder aufgetaucht und verspricht einmal mehr, um sich herum diesen Lichtschleier von Allbekanntheit aufzubauen, der ihn in der Vergangenheit so berühmt gemacht hat. Die letzte Information, die die Menschen aus Kansas über diesen Taugenichts hatten, war, dass er vor vier Jahren nach einer Reihe von Fälschungen und Schwindeleien den Staat und eine mittellose Familie verließ und in Kanada untertauchte. Eine Zeit lang blieb er verschwunden und man hörte nichts von ihm. Erst innerhalb der letzten zwei Jahre tauchte er in St. Louis auf, wo er eine wohlhabende, verwitwete Schwester hat, die regelmäßig auf den Plan trat und Scofields kleine Narrheiten und Marotten durch die Zahlung von beträchtlichen Geldsummen bereinigte. Innerhalb des letzten Jahres beging Scofield jedoch in St. Louis eine Reihe von Dummheiten, die nicht so leicht beizulegen waren und der unberechenbare junge Herr war gezwungen, sechs Monate in St. Louis im Gefängnis zu verbringen.
 
Unter den vielen böswilligen Handlungen, die seine Karriere charakterisierten, war eine besonders scheußliche, von der wir erfahren haben. Kurz nachdem er Kansas verlassen und seine Frau und seine beiden Kinder abhängig von der Unterstützung der Mutter seiner Frau zurückgelassen hatte, schrieb er seiner Frau, er könne etwa 1.300 Dollar des Geldes ihrer Mutter – alles, was sie hatte – äußerst gewinnbringend investieren. Nach einiger Korrespondenz sandte er ihr eine Hypothek, unterzeichnet und ausgefertigt von einem gewissen Charles Best, worin behauptet wurde, es werde wertvoller Besitz in St. Louis abgetreten. Später stellten sich die Hypotheken als gemeine Fälschungen heraus. Eine Person namens Charles Best existierte überhaupt nicht und der in der Hypothek abgetretene Besitz erwies sich als rein fiktiv."

Als Scofield ein Häftling war, evangelisierte im Gefängnis eine Gruppe christlicher Frauen. Scofield hörte das Evangelium und bekannte seinen Glauben an JESUS CHRISTUS. Danach begann er, die Schriften von John Nelson Darby, dem Gründer der Plymouth Brethren, zu studieren und er nahm Darbys theologische Überzeugungen an.

Scofield trat nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in den christlichen Dienst ein und das sollte bis zu seinem Tode sein Beruf bleiben.

Leontine und ihre beiden Töchter passten nicht in das neue Leben von Cyrus Scofield, da sie eine römische Katholikin war und die beiden Mädchen im katholischen Glauben erzogen wurden. Während dieser Zeit wurde Ehescheidung als eine schwere Sünde betrachtet. Daher legten Scofields "Schönredner" eine "Decke" über seine Ehefrau und die offizielle Version war, dass Scofield Junggeselle war. Von Zeit zu Zeit schickte Scofield kleine Geldbeträge an seine Frau und Töchter, doch das geschah nur sporadisch und Leontine arbeitete in einem Geschäft, um den Lebensunterhalt für sich und die Mädchen zu verdienen. Als Leontine schließlich die Scheidung einreichte und die Wahrheit ans Licht kam, wurde alles von Scofields Rechtsanwälten in den Presseveröffentlichungen (Propaganda) heruntergespielt.
 
Nur eine größere Biographie über das Leben Scofields wurde 1920 von Charles G. Trumbull geschrieben und "The Life Story of C. I. Scofield" genannt. Diese Biographie ist der offizielle Persilschein, der Scofield für zukünftige Generationen salonfähig machen sollte.

Die Bekehrung Scofields im Gefängnis befanden viele als nicht positiv und daher wurde in Trumbulls Buch eine andere Version konstruiert. In dieser Version befand sich Scofield in seiner Kanzlei in St. Louis, als Tom McPheeters hereinkam, und Scofield während der geschäftlichen Besprechung fragte, weshalb er kein Christ sei. Nach einer ausführlichen Diskussion stimmte Scofield zu, CHRISTUS anzunehmen und die beiden Männer knieten in der Kanzlei nieder und beteten.
 
Die Tatsache, dass Scofield zu der Zeit, als dieses denkwürdige Ereignis stattgefunden haben soll, überhaupt keine Kanzlei besaß, konnte Trumbull nicht umstimmen und daher ist diese Lüge nun lange und oft genug wiederholt worden. Die meisten Dispensationalisten glauben, dies sei die Wahrheit.

In seinem Buch „The Incredible Scofield and His Book“ beschreibt Joseph Canfield auf Seite 64 folgende Situation:

"Die sehr plötzliche Einstellung der kriminellen Anklagen ohne vorheriges Urteil lassen vermuten, dass Scofields Karriere in den Händen von jemandem lag, der über einen Einfluss verfügte, den weder Ingalls noch Pomeroy oder sonst jemand aus dem Choteau Clan hatte. Doch die Karriere war von der Art, dass Leontine, die katholische Ehefrau, verschwinden musste."

Es ist wichtig, zu bedenken, dass Christen nach 1980 an Skandale in den christlichen Gemeinden gewöhnt sind und dass ihre Toleranz gegenüber der Sünde bis zu dem Punkt fortgeschritten ist, dass es, solange die Person nur in der "Reha" gewesen ist, keine Rolle mehr spielt, was sie zuvor getan hat. Das unmoralische Verhalten von Gottesdienern wie Rex Humbard, Morris Cerullu Oral Roberts und Benny Hinn im Bereich von finanziellen Verfehlungen, von Jim Bakker und Jimmy Swaggart, Ted Haggard, Roberts Liardon und Paul Crouch im Bereich von sexueller Unmoral haben Christen so zynisch gemacht, dass sie sich um solche Dinge nicht länger kümmern. Daher tangiert der kriminelle Hintergrund von Scharlatanen wie dem Joseph Smith und Cyrus Scofield die heute lebenden Menschen nicht. Es ist zu lange her und man nimmt die Haltung ein: "Wer soll überhaupt wissen, was die Wahrheit ist?" Dass die Schriften dieser Männer benutzt werden um Millionen von Menschen in die Irre und schließlich in die Hölle zu führen wird von den Massen nicht verstanden. Öffentliche Schulen und verwässerte Predigten haben die Massen von Menschen vom Niveau her so weit heruntergeschraubt, dass sie kein Beurteilungsvermögen mehr haben.

Quelle: Canfield, Joseph M.: The Incredible Scofield and His Book, Ross House Books 2005

Zitat
Warum? Welche größere Bewegung wäre denn frei von jedem Versagen, auch finanzieller Art?
Ich habe Dich schon verstanden, Michael.....

Zitat
(z.B. dass der Evangelische Brüderverein ein landeskirchlicher Missionsverein war)
Diese Behauptung wurde bereits in einem anderen Thread widerlegt:

"In Deutschland gab es zuerst 1850 in Wuppertal den stark auf Mission ausgerichteten Evangelischen Brüderverein, der zu den Geschlossenen Brüdern zählte und von dem aus unter dem Einfluss Darbys ab 1853 weitere Gemeinden entstanden (Elberfelder Brüder), aus deren missionarischer Tätigkeit und unter Mitwirkung maßgeblicher Mitarbeiter (u.a. C. Brockhaus) später die heute weit verbreitete Elberfelder Bibelübersetzung (R. Brockhaus-Verlag) hervorging."
Quelle (http://scharfschwerdtstrasse43.de/notizen/704). Der Verfasser ist Dr. Karsten Poppe. Ich habe Dir bereits in einem anderen Thread vorgeschlagen, dass Du Dr. Poppe mit Deinen Quellen konfrontierst und seine Antwort in dieses Forum stellst. Aber davon möchtest Du ja nichts wissen.

Daher fällt Deine Bemerkung auf Dich zurück:
Zitat
habe ich nach deinen bisherigen Reaktionen nicht den Eindruck, dass dich überhaupt irgendein Beleg von deinen Behauptungen abbringen könnte.

Shalom
Roland

Quellenangabe: Für diesen Aufsatz wurde Joseph Canfields Biographie The Incredible Scofield and His Book als chronologische Leitlinie und für die grundlegenden Daten herangezogen. Um sicherzugehen, wurden alle Daten von John S. Torell zweifach überprüft, einschließlich Namen und Daten aus anderen Quellen. Dabei haben sich einige Diskrepanzen in Canfields Buch ergeben, von denen die deutlichste ist, dass er schreibt, Hort und Westcott seien Oxford-Studenten gewesen, obwohl sie in Wirklichkeit an der Universität Cambridge aktiv waren.
 
Viele Informationen kann man im Internet (z. B. http://www.eaec-de.org/GoldenesKalb5.html) finden, wo sich aus vielen Quellen die einzelnen Puzzlestücke zusammen tragen lassen. Es wurde auch die Encyclopedia Britannica Ausgabe 2007 auf DVD benutzt.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: schneid9 am 23 Juli 2013, 17:29:11
Lieber Roland,

ich geb's auf. Eine derart ins Absurde gesteigerte Sturheit, Uneinsichtigkeit und Blindheit gegenüber Fakten ist mir schon lange nicht mehr begegnet. Wenn du dem Blog eines Atheisten aus Hohen Neuendorf, der neben einem Altenheim der "geschlossenen Brüder" wohnt und deshalb einen Hass gegen das "Brüdertum" entwickelt hat, mehr glaubst als der geballten Autorität der gesamten kirchengeschichtlichen Forschung und den nachlesbaren Originalquellen, ist dir wirklich nicht mehr zu helfen.

Auch deine Suada zu Scofield trägt wenig zum Thema bei, da ich weder bestritten habe, dass es in Scofields Leben Verfehlungen gab, noch dass er den Dispensationalismus beeinflusst hat. Deine Behauptung, er habe die Brüderbewegung beeinflusst, kannst du aber auch mit den beiden angeführten Zitaten nicht belegen. Das erste Zitat spricht von Darbys Einfluss auf Scofield (und andere Amerikaner), das zweite von Müllers Einfluss auf die Brüderbewegung. Von einem Einfluss Scofields auf die Brüderbewegung ist hier auch nicht im Entferntesten die Rede. Wenn du das Quellenbelege nennst, wundert mich nichts mehr.

Ich überlasse dich dann wieder deiner Fantasiewelt.
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: Roland am 23 Juli 2013, 18:37:18
Lieber Michael,

Zitat
Eine derart ins Absurde gesteigerte Sturheit, Uneinsichtigkeit und Blindheit gegenüber Fakten ist mir schon lange nicht mehr begegnet.
Schauen wir uns noch einmal Deine "Fakten" an. Diese "Fakten" stammen ausschlielich aus diesem Thread:

Zitat
mantra-artig wiederholten Quatsch; Verleumdung und üble Nachrede; absurd; Verdrehung der Fakten; Hass; Realitätswahrnehmung und dein Urteilsvermögen trübt; Dann tust du mir wirklich leid; ich sage es ungern, aber ich habe Dutzende von einschlägigen Büchern gelesen; Falschbehauptungen hier derart abwegig; Eine derart ins Absurde gesteigerte Sturheit, Uneinsichtigkeit und Blindheit gegenüber Fakten; deshalb einen Hass gegen das "Brüdertum" entwickelt hat; Ich überlasse dich dann wieder deiner Fantasiewelt.

Und da wundert es Dich, dass Deine "Fakten" nicht überzeugend sind?

Zitat
Wenn du dem Blog eines Atheisten aus Hohen Neuendorf, der neben einem Altenheim der "geschlossenen Brüder" wohnt und deshalb einen Hass gegen das "Brüdertum" entwickelt hat, mehr glaubst als der geballten Autorität der gesamten kirchengeschichtlichen Forschung und den nachlesbaren Originalquellen, ist dir wirklich nicht mehr zu helfen.
Hier ein Statement aus dem "Brüderbewegung"-Forum, dessen Administrator Du bist, Michael:

"Dabei darf man ihm [Dr. Karsten Poppe, Anm. von mir] attestieren, dass die Qualität seiner Recherchen wesentlich besser ist als die bestimmter Protagonisten hier. Tatsache ist, dass dieses Forum ihm einige Steilvorlagen geliefert hat."
Quelle (http://forum.bruederbewegung.de/viewtopic.php?f=4&t=235&p=2211&hilit=Karsten+Poppe&sid=d6c8ad404e407eb710de028721fef5a7#p2211)

Zitat
Dr. Poppe recherchiert viel in (meist) öffentlichen Publikationen der sog Brüderbewegung.
Quelle (http://hetzerei.blogspot.de/2012/11/das-verstandnisproblem-des-dr-karsten.html) Soviel zu Deiner "geballten Autorität der gesamten kirchengeschichtlichen Forschung und den nachlesbaren Originalquellen". Genau hier recherchiert Dr. Poppe.

Du handelst offensichtlich nach dem Grundsatz: Wenn ich schon selbst keine Fakten/Argumente habe, kann ich wenigstens die Quellen meines Gesprächspartners diskreditieren.

Du kannst ja Dr. Poppe mit der "geballten Autorität der gesamten kirchengeschichtlichen Forschung und den nachlesbaren Originalquellen" konfrontieren und seine Antwort hier ins Forum stellen. Hier kneifst Du jedoch......

Zitat
Auch deine Suada zu Scofield trägt wenig zum Thema bei, da ich weder bestritten habe, dass es in Scofields Leben Verfehlungen gab, noch dass er den Dispensationalismus beeinflusst hat.
Ich finde es wichtig, um die Geschichtsklitterung aufzuzeigen. Scofield hat das Brüdertum stark beeinflusst (siehe unten).

Zitat
Deine Behauptung, er habe die Brüderbewegung beeinflusst, kannst du aber auch mit den beiden angeführten Zitaten nicht belegen. Das erste Zitat spricht von Darbys Einfluss auf Scofield (und andere Amerikaner), das zweite von Müllers Einfluss auf die Brüderbewegung. Von einem Einfluss Scofields auf die Brüderbewegung ist hier auch nicht im Entferntesten die Rede. Wenn du das Quellenbelege nennst, wundert mich nichts mehr.
Im ersten Zitat wird deutlich, dass Darby Scofield beeinflusste. Ich habe dieses Zitat eingefügt, weil es in Deinen Beiträgen angeblich keine Beziehung zwischen Brüdertum (Darby) und Scofield gab.

Beim zweiten Zitat ist klar der im Vorteil, der lesen kann. Ich stelle es noch einmal hier rein und damit es Dir leichter fällt, das Zitat auch richtig zu verstehen, hebe ich die entsprechenden Passagen hervor:

Neben Darby und Scofield prägte die Brüderbewegung der deutsche Theologe und Waisenhausvater Georg Müller (1805-98).

Halten wir folgendes fest: Darby, Scofield und Müller prägten das Brüdertum. Hast Du das Zitat jetzt verstanden oder bestehen noch Fragen?

Deine Beiträge kann man wie folgt umschreiben: "Ich habe meine Meinung, verwirre mich nicht durch Fakten!"

Shalom
Roland
Titel: Re: Das Brüdertum
Beitrag von: schneid9 am 23 Juli 2013, 22:57:58
Zitat von: Roland
Schauen wir uns noch einmal Deine "Fakten" an. Diese "Fakten" stammen ausschlielich aus diesem Thread:

Nein. Es ging hier um die – an sich ja relativ unwesentliche, aber für deine Arbeitsweise offenbar typische – Behauptung, der Evangelische Brüderverein hätte den "geschlossenen Brüdern" angehört. Hiergegen habe ich vier reputable Quellen genannt: die wissenschaftlichen Arbeiten von Wolfgang Heinrichs, August Jung und Philipp vom Stein und die 1854er Originalquelle von Johann Gottlieb Heinrich. Das Lesen dieser Quellen werde ich dir allerdings nicht abnehmen.

Zitat von: Roland
Hier ein Statement aus dem "Brüderbewegung"-Forum, dessen Administrator Du bist, Michael: "Dabei darf man ihm [Dr. Karsten Poppe, Anm. von mir] attestieren, dass die Qualität seiner Recherchen wesentlich besser ist als die bestimmter Protagonisten hier. Tatsache ist, dass dieses Forum ihm einige Steilvorlagen geliefert hat."

Was beweist das? Nur dass ein gewisser "ebo" meint, Poppe recherchiere besser als irgendwelche Forenschreiber. Woher weißt du, dass "ebo" Recht hat? Und wer sind diese "bestimmten Protagonisten"? Glaubst du etwa, ich? Mein Umgang mit "ebo" war zwar auch nicht immer konfliktfrei, aber da ging es nie um die Qualität von Recherchen und schon gar nicht um historische Fakten, sondern meist um administrative Fragen. Tatsächlich steht "ebo"s Äußerung im Kontext mehrerer sehr kritischer "Aussteigerberichte", die die Forumsdiskussion damals dominierten und gegen die er heftig anging.

Zitat von: Roland
"Dr. Poppe recherchiert viel in (meist) öffentlichen Publikationen der sog Brüderbewegung." Soviel zu Deiner "geballten Autorität der gesamten kirchengeschichtlichen Forschung und den nachlesbaren Originalquellen". Genau hier recherchiert Dr. Poppe.

Nein. Die "öffentlichen Publikationen der Brüderbewegung" (also Erbauungsbücher, Zeitschriften, Internetseiten) sind doch nicht dasselbe wie kirchengeschichtliche Forschungsliteratur und historische Originalquellen (ich hatte mit Absicht vorwiegend Literatur von Nicht-"Brüdern" genannt!). Poppe interessiert(e) sich vor allem für die aktuellen Aktivitäten der Brüderbewegung und verwendet fast ausschließlich Internetquellen. (Vielen Dank übrigens für den Hinweis auf den – leider offenbar eingestellten – Blog "Hetzerei", den ich bisher nicht kannte.)

Zitat von: Roland
Du kannst ja Dr. Poppe mit der "geballten Autorität der gesamten kirchengeschichtlichen Forschung und den nachlesbaren Originalquellen" konfrontieren und seine Antwort hier ins Forum stellen. Hier kneifst Du jedoch...

Bedaure, aber mit "Feinden des Kreuzes Christi" führe ich keine Auseinandersetzungen.

Zitat von: Roland
Beim zweiten Zitat ist klar der im Vorteil, der lesen kann. Ich stelle es noch einmal hier rein und damit es Dir leichter fällt, das Zitat auch richtig zu verstehen, hebe ich die entsprechenden Passagen hervor:

Du hast Recht, das habe ich ungenau gelesen. Tut mir leid. Auch die damit verbundene Anschuldigung nehme ich zurück.

Zitat von: Roland
Halten wir folgendes fest: Darby, Scofield und Müller prägten das Brüdertum. Hast Du das Zitat jetzt verstanden oder bestehen noch Fragen?

Wir halten erst mal nur fest, dass das die Meinung von Rainer Wagner ist. Als einzige Quelle ist mir das viel zu dünn, zumal der Autor nicht als Spezialist für die Geschichte der Brüderbewegung oder des Dispensationalismus bekannt ist. Tatsächlich findet sich in seinem Artikel auch sonst einiges an Fehlern:

Zitat von: Rainer Wagner
Gegen den Widerstand seiner Familie studiert er [Darby] nach seiner Bekehrung Theologie und wird anglikanischer Pfarrer.
Darby studierte nie Theologie, auch wenn das immer wieder behauptet wird (wahrscheinlich weil man sich ein Pfarramt ohne Theologiestudium einfach nicht vorstellen kann). Für die Ordination als anglikanischer Geistlicher genügte damals ein beliebiger Hochschulabschluss, auch einer in Jura, wie Darby ihn hatte.

Zitat von: Rainer Wagner
Darby lernt den Elberfelder Verlagskaufmann Carl Brockhaus kennen.
Als Darby ihn kennenlernte, war Brockhaus noch kein Verlagskaufmann (falls man ihn überhaupt je so nennen kann).

Zitat von: Rainer Wagner
Selbst im Leben und Werk Jesu gebe es verschiedene Haushaltungen.
Das ist falsch. Das gesamte Leben Jesu gehört zur Haushaltung des Gesetzes.

Zitat von: Rainer Wagner
Solche "ultradispensationalistischen" Lehren sind allerdings sehr problematisch.
Ultradispensationalismus ist bekanntlich etwas anderes (Bullinger et al.).

Zitat von: Rainer Wagner
Darbysten prägten auch die Deutsche Gemeinschaftsbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
In innerkirchlichen Kreisen war "Darbysmus" damals ein abwertendes Etikett für solche, die zur Loslösung von der Landeskirche tendierten (vor allem im Umkreis der "Blankenburger Allianz"). Wirkliche "Darbysten" (d.h. "geschlossene Brüder") waren das nicht, denn die bewegten sich – mit Ausnahme von Georg von Viebahn – nicht außerhalb "darbystischer" Kreise und damit auch nicht in der deutschen Gemeinschaftsbewegung. Sollte Wagner hier an Viebahn gedacht haben, wäre zumindest der Plural "Darbysten" falsch.

Zitat von: Rainer Wagner
Offene Brüder stehen in organisatorischer Verbindung mit den Baptisten.
Es ist falsch, nur die BEFG-"Brüder" offen zu nennen. Auch die "Freien Brüder" verstehen sich als offen – und die "Blockfreien" sind es de facto ebenfalls, auch wenn viele es leugnen würden.

Das alles macht deutlich, dass man auf diese einzige Quelle keine allzu weitreichenden Behauptungen stützen sollte. (Solche Fehler sind übrigens geradezu typisch für konfessionskundliche Handbücher, die ein breites Spektrum an Glaubensrichtungen abdecken und daher oft ungenau und oberflächlich arbeiten; in einem kurzen Artikel von Thomas Schirrmacher über die Brüderbewegung habe ich nicht weniger als 19 Fehler gefunden (http://forum.bruederbewegung.de/viewtopic.php?f=8&t=53) – die er anschließend fast alle korrigiert hat.)

Alles in allem scheint mir dein Umgang mit Quellen, insbesondere aus dem Internet, viel zu unkritisch zu sein. Ich denke nicht, dass der Leitsatz "Die Liebe glaubt alles" (1Kor 13,7) auch auf das Internet angewandt werden sollte ...