Hauszellengemeinde

www.hauszellengemeinde.de => Leben als Christ => Thema gestartet von: Jose am 22 August 2012, 21:55:24

Titel: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Jose am 22 August 2012, 21:55:24
Zur geistlichen Waffenrüstung Gottes gehört auch die Anweisung: "und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums des Friedens!" Eph 6,15. Dieses Wort ist mir in diesen Tagen sehr groß geworden, als ich das Hörspiel hörte: Christian’s Pilgerreise zur himmlischen Stadt - John Bunyan (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1255.msg7397#msg7397). Der Pilger wurde auf Stiefel hingewiesen, die andere Pilger ausgezogen hatten, weil sie dachten, es würde ihnen zu beschwerlich werden, so unterwegs zu sein. Aber sie würden doch feststellen müssen, dass es so für sie so viel beschwerlicher werden würde.

Ich musste daran denken, wie ich vor einem Jahr, schwer bedrückt auf dem Weg nach Hause war und mich fragte, warum ich in der Zeit so wenig mit Menschen über Jesus redete. Ich fragte mich, ob es Menschenfurcht sei und erschrak, als mir bewusst wurde, dass es vor allem die Unwilligkeit war, mich mit Menschen auseinanderzusetzen und mit ihrer Ablehnung konfrontiert zu werden. Ich schämte mich, als ich mir dessen bewusst wurde, und ich erkannte auch, dass dadurch mir auch die Freudigkeit und das Verlangen fehlten, von Jesus Zeugnis zu geben.

Aber der Herr kam mir zur Hilfe. Einige Tage danach, es war bereits nachts und nur ich lag noch wach, da las ich das Wort: "Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen. Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren" Mt 5,11.12. Als ich das Wort las, wurde ich tief ergriffen. Der Herr verheißt uns Glückseligkeit, wenn Menschen uns schmähen, und ich sah die Schmähung als eine schwere Bürde an. Der Herr kam aber mit Seinem himmlischen Trost zur Hilfe und ich hatte dann eine sehr gesegnete und zurechtbringende Gemeinschaft mit Ihm.

Vieles mag zwar auch Anfechtung sein und der Versuch des Feindes, uns dahin zu bringen, den Blick von dem Herrn abzuwenden und uns die Freudigkeit zu nehmen, froh von Jesus Zeugnis zu geben. Aber wir dürfen doch alle unsere Sorgen dem Herrn sagen. Wie schwer war damals mein Gang gewesen, und wie hat der Herr mir gnädig geholfen.

Es ist nicht schwer, einem Menschen zu sagen: „Jesus liebt dich!“, aber ich muss mich fragen: „Liebe ich die Menschen, so wie Jesus mich liebt?“

José
Titel: Zeugendienst am Büchertisch
Beitrag von: Jose am 10 September 2012, 18:42:38
Vor einigen Wochen wurde ich ermutigt, an einem Büchertisch mitzuarbeiten. Der Stand war auf einem Flohmarkt und es ging darum, Schriften anzubieten und Menschen in unseren Versammlungen einzuladen. Das ganze war während einer Bibelfreizeit.

Unser Herr Jesus schenkte viel Freudigkeit dazu, das will ich hier bezeugen und dem Herrn die Ehre geben. Unser Stand war etwas am Rand, wie wir erst nach der Zuteilung feststellten, daher kamen viele Besucher heran, überblickten das Angebot aus „sichere Entfernung“, drehten aber oftmals dann wieder um.

Es war also nötig, die Menschen anzusprechen und sie zu ermuntern, näher zu kommen und sich die Auswahl an Schriften anzuschauen. Nach der Flohmarkt-Ordnung durften wir unseren Stand nicht verlassen, aber es war keine Rede davon gewesen, dass wir die vorbeilaufenden nicht herzu rufen dürften.

Wie bereits erwähnt, der Herr schenkte viel Freudigkeit und so bot ich den Menschen die Schriften an, die auf dem Tisch lagen. Eine Schrift, die gerne genommen wurde, hatte den Titel: „Friede mit Gott!“, und so rief ich den Menschen in der Nähe sehr oft: „Friede mit Gott, durch Jesus Christus!“, zu.

Es ergaben sich einige Gespräche oder viele nahmen die Schriften einfach nur dankend an. Erschüttert wurde ich über eine fein gekleidete Frau, die mir wütend zurief: „Das dürfen sie nicht machen, hören sie auf damit!“. Aber der Herr schenkte weiterhin viel Freudigkeit, auch dieser Frau gegenüber, Jesus zu bezeugen und sie freundlich anzusprechen. Eine andere Frau prüfte stille und vorsichtig die Schrift und sagte dann: „Es ist so wichtig, es den Menschen zu sagen. Mögen es noch viele tun!

Viele, der Flohmarkt-Besucher liefen vorbei und antworteten auf das Angebot: „Brauche ich nicht!“, aber auch ihnen durfte ich zurufen: „Jesus liebt Sie dennoch – Gott segne Sie!“. Wie dankbar war ich dem Herrn, dass Er dazu die Freudigkeit schenkte. Möge er die Menschen segnen.

Eine Begegnung möchte ich noch erwähnen: Es lief jemand von hingen an mir vorbei, und ich las auf seiner schwarzen Jacke:  »HATE«. Als ich es laut aussprach und übersetzte: »HASS«, dabei es aber als Frage betonte, blieb der Mann stehen und schaute mich an. Er war vermutlich 30 Jahre alt. Er blickte betroffen, weil ich so traurig war, dass jemand mit so einem Ausspruch auf dem Rücken herumlief, und sagte fast schon entschuldigend: „Wissen Sie, ich bin Atheist!“. Meine spontane Antwort war: „Macht nichts, Jesus liebt Sie dennoch!“. Wenn Gott sich danach richten würden, was Menschen sagen – was auch ich unüberlegt gesagt habe, dann hätte wohl kaum jemand gerettet werden können.

Das Gespräch mit jenem „bekennenden Atheisten“, der auf seinem Rücken „HASS“ stehen hatte aber nicht so aussah und in der kurzen Begegnung  auf mich auch nicht so wirkte, als könnte er jemand hassen, hat mich sehr bewegt. Ein anderer Bruder übernahm aber dann das Gespräch, da ich andere Vorübergehenden ansprechen wollte.

Eine holländische Familie war sehr angesprochen und besuchte sogar mindestes zweimal die Versammlungen. Das war eine besondere Freude.

 Es gab auch Gespräche mit Menschen die über alles diskutieren und über alles bestens Bescheide wissen. Hier war es mir eine Not, nicht unnötig zur Unterhaltung anderer zu dienen und versuchte daher das Gespräch zu beenden. Die zwei Männer, an die ich hierbei aber besonders denke, sind mir aber ein Gebetsanliegen geworden. Der Herr kann auch solche „Weltklug-Menschen“ erretten. Einer der erwähnten Männer fragte, ob ich eine bestimmte Bibel hätte (den Namen habe ich leider vergessen), das sei nämlich die einzige richtige Bibel, weil darin auch alles enthalten sei, was in anderen Bibeln extra ausgelassen wurde.

Es gibt so viel Verführung, aber es ist noch Gnadenzeit und Gott lädt noch ein. Gerettet sein gibt Rettersinn – habe ich mal gelesen. Gott schenke es mir noch viel mehr. Mögen noch viele Menschen das Heil in Jesu erfassen und annehmen.

Dieses Zeugnis schrieb ich nur zur Ehre des Herrn, denn das Erlebnis war für mich eine Gebetserhörung. Mögen dadurch auch andere ermuntert werden, froh den Herrn Jesus zu bezeugen.

José
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: gawriellatou am 14 Juni 2013, 22:37:08
Hallo, Jose,

das ist ein sehr schöner Artikel, Deines erlebten Missions-Nachmittages.
Es ist wichtig, zu hören, wie so etwas abläuft und was man dabei erleben
kann. Wie gut, dass Ihr eine Gruppe wart, da ist vieles leichter.

Das ist bei mir nicht der Fall und obwohl ich mir den Kopf zerbreche,
wie ich es am besten anstelle, öfter nach draußen und auf
fremde Menschen zuzugehen, ob ich da eine Schrift, einen Flyer ect.
haben sollte, was die Ansprechsache erleichtern würde, tue ich es nicht.

Ich habe bisher nur bis in den entferntesten Bekanntenkreis geschrieben
und geredet und telefoniert, wobei ja die meisten gar nicht reagierten
oder meinten, ich wäre in einer Sekte.  :o

Auf der einen Seite erleichtert das Ansprechen ja etwas, wenn man einen
Schrieb in der Hand hält und weitergibt, auf der anderen Seite erinnert
mich das Broschüren-Verteilen an gewisse Sekten.

Wenn ich dann so in mich horche und auf den HG achte, das heißt, auf die
Reaktion seiner Antwort auf meine Frage, dann kann ich feststellen,
dass Er es nicht will, dass ich Broschüren verteile, sondern nur so
mit jemandem rede. Das hieße, ich solle fremde Menschen unterwegs
ansprechen. So müßte ich mir einen Ort suchen, der zum Verweilen lädt
und wo sich Menschen aufhalten.

Ich meine, irgendwie leuchtet es mir ein, warum nicht auch ohne Flyer,
vielleicht nur mit der Bibel in der Hand. Aber ich wäre schnell "aufgeschm . . .",
wenn ich nach bestimmten Stellen suchen sollte. Ha!

Hat von Euch jemand auch solch ähnliche Überlegungen oder schon
Erfahrungen ohne Schriften gehabt? Würde mich sehr interessieren.

Es ist ja nicht so, dass ich von unserem Herrn gedrängt werde: Geh raus!
aber ein bißchen ist es doch so, dass man es auch möchte und sonst ein
schlechtes Gewissen bekommt. Oder soll man warten und
dann auf die Stimme des HG hören?

Was meint Ihr?
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Michael Sack am 15 Juni 2013, 12:16:50
Hallo Schwester Gawriellatou,

unser HERR helfe auch Dir weiterhin sehr. Jose hat hier eine ganze Menge richtiges und gutes geschrieben und es lohnt sich, dies zu lesen. Das empfehle ich Dir. Ich denke, daß ich wegen ihm Dir schreiben darf, dieser Bruder will sich ernstlich für eine Zeit besinnen, den HERRN suchen, und deshalb schreibt er hier zur Zeit nicht.

Das der GEIST GOTTES Dir verwehrt, Schriften zu verteilen, kann ich mir vorstellen. Denn es ist zu viel in den vielen Schriften und Traktaten falsch und zu vieles, was nötig ist zu sagen, fehlt. Man weiß auch gar nicht, wo man Leute hin einladen kann, so viel ist verkehrt unter den vielen Christen und "Christen".

Vielleicht machst Du selber eine Schrift, die den HERRN bezeugt und ehrt, ganz einfach, und voll mit schönen und ernsten Bibelzitaten. Wenn Du nicht weißt, wie Du das machen sollst, dann schreibst Du hier Dein Zeugnis und was Du so den elenden und verlorenen Leuten sagen möchtest, ich bespreche es mit Dir, andere sollen auch Rat und Meinung dazu geben, dann kopiere ich es raus, drucke es auf ein paar DIN A4 Seiten zwei mal aus, (Also dann ist eine kleine Schrift, Din A 5, von vorne und hinten beschrieben), dann wird es in der Mitte geteilt, und dann hast Du ein Traktat, daß Du nicht in Massen sondern so, wie der HERR Dich leitet, weitergeben kannst bei den ernstlicheren Gespächen, die Du mit Menschen führen kannst. So scheint es eher der Wille des HERRN für Dich zu sein.
Du kannst z.B. auch einen Hinweis auf die  'Hauszellengemeinde.' de  am Schluß solch einer kleinen Schrift geben.

Der Ort, der zum Verweilen einläd, kann z.B. auch ein kleines, ordentliches Restaurant oder Cafe sein. Ohne Remidemmimusik. Du lädst dahin einfach Menschen ein, die fragend oder suchend sind, ob elende Menschen oder andere. Aber bete auch deshalb zuvor und frage den HERRN. Wenn der HERR Dir eine Türe aufmacht, dann funktioniert es. Es gibt da noch viele andere Möglichkeiten.
Auf jeden Fall, so finde ich, wird wieder offenbar, daß wir nichtökumenische Teestuben brauchen, so sehe ich das halt - und wenn der HERR das will, SEINEN Segen dazu gibt, dann wird es auch funktionieren.


Vielleicht noch ein Zeugnis von eben. Ich bin auf den Markt gegangen, um einen leeren Karton mit Hänkel zum nochmalverwenden weiterzugeben. Am Staudenstand ergab sich ein Gespräch, die Verkäuferin hat wirklich interessiert zugehört. Es war auch gerade kein anderer Kunde da. Auch salziges hat sie ohne zu widersprechen angehört. Ich habe dann noch eine kleine Pflanze gekauft und werde, so hoffe ich, auch noch eine zeitlang für die Frau beten. Weiter weg habe ich dann noch mit einer anderen, sehr kranken Frau, die ich schon länger kenne, geredet. Diese sagte, 'ich habe eben gesehen, wie sie mit meiner Nachbarin geredet haben!` Ja, habe ich geantwortet, `Ich habe den HERRN bezeugt`. Um es kurz zu machen: "Sie will nicht vergessen". Wie steht es in der SCHRIFT?: ´Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben. Psalm 126.6  Liebe Brüder, nehmt immer zu im Werk des HERRN. Wenn man aber nur auf sich bedacht ist, dann kommt irgendwann der Sturm und nimmt vieles oder alles weg. Dann muß man auch weinen, aber auch dann kann man noch sich bekehren, wenn es nicht schon zu spät ist, denn es steht geschrieben:  ´So will ICH auch lachen in eurem Unglück und eurer spotten, wenn da kommt, was ihr fürchtet, Sprüche 1.26  Wenn sich das auch schrecklich anhört, vergiss nicht, lieber Leser, die Menschen sind Mörder und Ehebrecher und Betrüger und noch viel anderes und schlimmeres mehr noch, oft Jahrzehnte lang, so freundlich und sympathisch sie auch gucken, reden und lächeln. Schau, was jetzt mit Syrien geschieht, jahrzehnte lang haben sie versucht, offen und hinterlistig die Vernichtung Israels zu betreiben, auf vielfältige Weise, nun ist eine Zeit der Rache GOTTES da: Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut wird durch Menschen vergossen. Und, auch das ist zu sagen, seit dem überaus hinterlistigen Jom-Kippurkrieg, wo GOTT vor aller Welt SEINE Hand über Israel gehalten hat, sind 40 Jahre vergangen, eine biblische Zahl, in denen sich besonders die Verantwortlichen, aber alle anderen auch, hätten bekehren können. Da siehst Du wieder die Geduld GOTTES auch mit Völkern. Und gewiss, viele haben es auch getan. Aber die nackte Angst, sind wir anders?, hält die Menschen dort und auch woanders gefangen, denn wer sich abwendet, wird verstoßen und gemordet. Ja, es geht schrecklich zu, auch, damit Menschen doch noch umkehren von der Ablehnung der WORTE JESU. Vor den schrecklichen Gerichten GOTTES sich retten durch die angebotene Gnade im SOHN GOTTES. Es geht ja um die Ewigkeit. Leiden und Tod sind wenig im Vergleich zur hoffnungslosen Auferstehung zu GOTTES Gericht durch SEINE MAJESTÄT, unseren HERRN JESUS CHRISTUS und dann geschieht die ewiger Verdammnis für die Verlorenen. Darum laßt uns, die Gläubigen an den gnädigen Heiland, nicht wieder unsinnig werden, auch in Bedrängnissen. Haltet fest an den Zeugnissen des HERRN, an Wahrhaftigkeit und guten Werken.

Mit freundlichen Grüßen

Wenn ich dies so schreibe, vielleicht erahnst Du da, liebe Schwester, liebe Leserin, warum Schwestern nicht predigen und lehren sollen.

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Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: inchristus am 15 Juni 2013, 17:26:31
Liebe Schwester,
deine Gedanken haben mich sehr angesprochen. Mir sind dabei viele eigene Gedanken gekommen. Die möchte ich hier niederschreiben: Nach meiner Bekehrung vor 3 Jahren hatte ich einen tiefen, innigen Wunsch den Menschen die Wahrheit zu bringen, das Heil in Christus. Sie sollen wie auch ich gerettet werden. Ich war mit einem überschwenglichen Eifer und Freude dabei, u.a. auch am Büchertisch meiner damaligen Gemeindeversammlung. Der HERR hat es dann so geführt, dass ich auch wochentags Zeit für die Verbreitung des Evangeliums hatte. Aus der Versammlung hat sich keiner mir angeschlossen, so stiefelte ich allein in die Fußgängerzone (die Bibel sichtbar im Radkorb) und verteilte Traktate, indem ich die Menschen ansprach, wie auch Jose berichtete. Es war Freude pur! Zuvor betete ich mit Geschwistern telefonisch. Dann jedoch gab es Begegnungen, die mich zum Nachdenken über meinen Dienst geführt haben, nämlich: Ist das vor dem HERRN so wohlgefällig, allein als Frau und dann auch teils lautstark: "Jesus liebt Sie" und vieles mehr in meiner Retterliebe? Zudem führte ich auch Gespräche mit dem anderen Geschlecht. Die Schrift verbietet aber der Frau das Lehren (ich beziehe das Lehrverbot, so weit wie verstanden, auf den Mann). Die Gespräche liefen von meinem Gesprächspartner (ich nicht) teils sehr hitzig ab. Alles in allem kam für mich die Überlegung: Dem HERRN gefällt eine Frau mit einem stillen und sanften Geist. Und das entsprach nicht meinem Auftreten. Zudem hat meistens der Gesprächspartner den gebührenden körperlichen Abstand nicht eingehalten. Sie sind für mein Empfinden mir zu nahe getreten. Ich denke, davor sollte sich eine Frau in Christus bewahren. Wie schnell kann man da verleumdet werden und ins Gerede kommen. Die Bosheit der Menschen kennt ja keine Grenzen.
Nun sind wie zu allen anderen Themen die Ansichten innerhalb der Gemeinde Jesu so verschieden. So dass ich auch viel darüber gebetet habe und musste letztendlich darüber Buße tun, da ich für meine bisherige Erkenntnis gegen das Lehrverbot einer Frau gegenüber dem Mann verstoßen habe. Und mein Auftreten entsprach nicht der gebotenen Keuchheit. Was ich mir sehr gut vorstellen könnte wäre: mit einem Mann so zu Evangelisieren, wie ich berichtete. So stehe ich unter dem Schutz des Mannes, werde nicht anzüglich angesprochen und kommt es zu Gesprächen mit einem männlichen Gesprächspartner, so kann ich ihn auf den Bruder verweisen. Während der Bruder dann dieses Gespräch führt, kann ich dafür beten oder weiter Traktate verteilen, oder mit Frauen Gespräche führen. So hätte ich Frieden und kein schlechtes Gewissen. Dies hat der HERR leider bisher noch nicht so geführt.
Jetzt verteile ich Gottes Botschaft als gelbe Karte "Ich brauche Jesus" (vielleicht sind sie dem einen oder anderen auch bekannt), bezogen von der Straßenmission glaubensfroher Christen Waldbröl und werfe sie systematisch in meiner Stadt in die Briefkästen. So erreiche ich viele Menschen. Und wenn andere auf der Straße predigen, Lieder singen, Büchertische führen, ... so denke ich, dass das Wort reichlich ausgestreut wird. Bisher habe ich noch nicht erkannt, dass ich mit diesem Dienst gegen SEIN Wort sündige.
Liebe Schwester, ich frag' jetzt einfach mal so einfältig: Warum stört dich das, wenn man dich für eine Sekte hält? Mich hält man mit Sicherheit für eine Sekte. Ich trage nur noch lange Röcke mit einer weiten den Po bedeckenden Bluse und zudem ein Kopftuch, welches ich schön nach hinten gebunden habe, so dass ich mich auch wohl fühlen. Aber es ist so züchtig, dass man mich bestimmt für eine Sekte hält. Also ich hätte so gedacht. So darf ich aber um des Christus willen leiden. Ich will ja auch in meinem Äußeren ein Licht in dieser Finsternis sein. Mittlerweile achte ich gar nicht mehr auf die Blicke meiner Mitmenschen. Es interessiert mich nicht mehr. Ich fühle mich aber super wohl, weil ich weiß, dass ich meinem HERRN gefalle. Liebe Schwester, ich glaube, dass zum Thema Sekte da vielleicht die Menschenfurcht mit eine Rolle spielt. Der Feind will uns am Dienst hindern durch die Angst und Furcht, die er uns einflößen will. Ich hoffe, meine Worte wirken nicht hart auf dich. Ich möchte dich in Liebe ermutigen: Verschwende bitte keine Gedanken daran, was andere von dir denken könnten! Diese Gedanken kommen vom Teufel. Ich sage immer wieder zu mir selbst: Mir soll wichtig sein, was der HERR von mir denkt! Und meinen Dienst will ich völlig ausrichten und mir keine Angst vom Feind unserer Seele machen lassen. Ich muss dafür auch immer wieder beten, weil ich diese Befürchtungen und Ängste auch kenne.

Mir ging es auch so wie dir: Ich wusste um das Wort, aber nicht wo es in der Schrift steht. Ich lerne jetzt sehr viele SEINER heiligen Worte auswendig und bitte den HERRN darum, dass ER mir eine Leichtigkeit schenkt, mir einzuprägen, wo ich sie finde. Teils bin ich auch systematisch die Bücher durchgegangen, und habe für mich wichtige Verse auswendig gelernt. Es ist ein Segen, dass ich jetzt meine Bibel immer besser kenne. Ehre dem HERRN, denn mir fiel in der Schulzeit das Auswendiglernen so schwer. Vielleicht mag es auch daran liegen, dass ich es hier mit Freuden mache.
Vielleicht ist das eine Anregung für dich, vielleicht!
Ich hatte mir auch von meinen Eltern alle Adressen meiner Verwandtschaft rausgeschrieben, als ich zu Besuch war. Zu Hause wieder angekommen, war der Zettel weg. Nur der HERR weiß, warum. Bei meinem nächsten Besuch werde ich mir ihr Adressbüchlein noch mal geben lassen.

Lieber Jose, schön deine Gebetserhörung! Wenn ich ohne Begleitung bin, habe auch ich zu kämpfen mit meiner Furcht vor Spott, Schmähungen, Ablehnung, wenn ich doch unseren HERRN bezeugen und mich zu IHM bekennen will. Es macht mich auch immer sehr traurig und bekümmert mich.

Lieber Bruder Michael,
nachdem mir der HERR die Augen geöffnet hatte, und ich erkennen durfte, dass die UdH ein falsches Evangelium ist, habe ich nun jetzt auch all die Traktate (Heukelbach, VdHS, Bruderhand, CSMD) vernichtet. Ich hatte auch schon daran gedacht, eigen erstellte Schriften zu verbreiten, wie du Schwester Gawriellatou schon vorgeschlagen hast. Nur, ich habe schon von Brüdern gehört, die das unter das Lehrverbot einer Frau setzen. Genau das hat mich bisher daran gehindert, selbst Traktate zu verfassen. Wie siehst du das hier mit dem Lehrverbot? Das beschäftigt mich schon geraume Zeit. Wenn ich das Lehrverbot beachte, dürfte ich auch nur Frauen zu näheren Gesprächen einladen. Oder???

Du siehst: Fragen über Fragen! Aber ich freue mich über den Austausch in diesem Forum!

Reichen Segen euch allen, liebe Geschwister.
Astrid
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Pilger am 15 Juni 2013, 19:08:34
Liebe Schwester Astrid,
Dein Traktatverteilen hat mit dem Lehrverbot überhaupt nichts zu tun, denn Du lehrst ja nichts Neues, sondern Du gibst weiter was bereits gelehrt ist. Und das steht unter keinem Verbot.
Ich erinnere Dich an Priscilla die gemeinsam mit ihrem Mann, Apollos den Weg Gottes genauer ausgelegt haben in Apg.18,26.

Liebe Grüße
Manfred
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: inchristus am 15 Juni 2013, 20:50:30
Lieber Manfred,
es ist nicht leicht zu schreiben, ohne Missverständnisse von vornherein zu vermeiden. (Ich habe mich schriftlich da ziemlich schwer.) Meine Bedenken sind, ob die eigene Traktaterstellung nicht das Lehrverbot einer Frau berührt sowie dem Mann das Evangelium erklären. Wäre dies nicht ein Lehren? Bisher befürchte ich nämlich, dass es gegen das Lehrverbot verstößt. Aber ich schwanke da und ringe nach Klarheit für mich. Da wir alle den Gehorsam suchen wollen, so auch ich.

Aber Priscilla hat nicht allein Apollos das Evangelium näher erläutert, sondern gemeinsam mit Ihrem Mann Aquila. Von daher kann ich das nicht für meinen Fall in Betracht ziehen.

Ich bin sehr interessiert, welche Erkenntnis ihr hierzu bisher habt.

Liebe Grüße
Astrid

Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: gawriellatou am 15 Juni 2013, 21:58:56
Hallo, Ihr Lieben, danke für den Gedankenanstoß. Ihr habt recht,
ich habe noch mal in mich gehorcht . . . und es ist wirklich, wie Michael
es vermutet und Astrid im Erfahren klar geworden ist . . . dass es sich für
eine Frau allein nicht geziemt, loszugehen auf fremde (Männer) Menschen,
um ihnen was Gedrucktes in die Hand zu geben. Der Möglichkeiten, wie so
etwas aufgenommen wird, gibt es ja viele, egal, ob man da vom Herrn
redet oder nicht.

Also, in aller Klarheit, so will der Herr Jesus das nicht, dass ich es tue.
Ich warte auf Seine Führung. Es gibt sicher auch anderes zu tun.
Am besten ist immer noch die Situatuion, wenn es sich von "selber"
aus dem Gespräch heraus ergibt, was ich bisher meistens erlebte.
Irgendwann macht es "klick" bei einem Stichwort und schon ist man beim
Thema.

Liebe Astrid, ich bin nicht ängstlich noch furchtsam, was andere von mir
denken werden, danke Dir für Deine Mutzusprechungen. Im Alter wird
man lockerer oder sag-unempfindlicher, was Meinungen anderer angeht.
Dieses Wort Sekte bezog sich auf einen Ausspruch meines Cousins zu meiner
Mutter, er meinte zu ihr, was mit mir los wäre, ob ich in einer Sekte gelandet
wäre. . . . Ich habe schallend gelacht, als ich das hörte.

Aber es ist wohl so, dass die Allgemeinheit mit einer Person, die sich um 180°
gedreht hat, noch oder nichts anzufangen weiß. Besonders mit der Religion
an sich, die immer weniger beachtet wird. Wie sollen die Menschen es da
so schnell verstehen, dass wir unserem lebendigen Gott folgen ohne Religion?

Der Schock ist um so größer, je weniger diese Menschen mit Religion an sich
in Berührung kommen oder kamen in ihrem Leben. Ohne jemals Worte aus der
Bibel gehört zu haben, drückt der Zeitgeist auch noch die letzte Hoffnung
aus der armen Seele . . . ich sehe sie förmlich zerfließen, nach unten ins
Schwarze, aber rückwärts guckend zum entfernten Licht.

Nur der Herr weiß, wie Er sie retten kann.
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Michael Sack am 16 Juni 2013, 00:20:35
Liebe Geschwister,

unsere Schwester, die den vierten Beitrag verfaßt hat, die in CHRISTUS ist und bleiben möchte, hat ganz richtig in der Antwort an Manfred geschrieben: Es ist nicht leicht zu schreiben, ohne Missverständnisse von vornherein zu vermeiden. Zitat Ende. Das ist sehr richtig erkannt und es ist wichtig, an solches zu denken und zu lernen, damit umzugehen. Als Schreibender, und auch als Lesender oder Hörender.
Was man deswegen als Lesender oder Hörender auf jeden Fall tun kann, ist leicht zu merken: Nicht auf alle Ungereimtheiten eingehen und die Fragen und Antworten, die einen zertrennenden Charakter haben, zu meiden, denn: ´Der Gerechte bedenkt, was zu antworten ist.` Denn es geht vor allem darum, in der Wahrheit vor dem HERRN zu wandeln, um Frucht zu bringen.
Wir, die Gläubigen, die Gemeinde, die Gemeinden eigentlich, sollen ja auch aufbauend, auch weisend wirken, das heißt im Grunde, mitzuhelfen, daß die richtigen und wahren Dinge, die zum Leben mit GOTT gehören, daß die WORTE und Werke des HERRN uns klarer und klarer werden und daß wir diese auch tun können, auch einsehen, daß wir diese tun müssen. Das gehört mit zu den ´kräftigen Handreichungen`, wie Paulus das schreibt, auch zu den ´von GOTT vorbereiteten Werken`. Die rechte Gesinnung dazu ist, daran zu denken, daß auch wir vorher in der Finsternis waren, verloren waren, gefährdet sind und aus der Gnade leben. Darum sollen wir auch sorgfältig wandeln und in der Liebe wirken und bleiben. ´Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in GOTT und GOTT in ihm`, 1. Joh. 4, 16.
 
Damit sind wir dann auch bei den Fragen der Schwestern, so schreibe ich mal, angelangt - wie sollen sie wirken, sich verhalten, was sind ihre Aufgaben - denn sie gehören mit zum Leib des HERRN, der Gemeinde, mit zur Säule (Pfeiler) der Wahrheit: ´... so ich aber verzöge, daß du wissest, wie du wandeln sollst in dem Hause Gottes, welches ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit`. 1. Timotheus 3.15

´Ein Pfeiler`, schreibt unser Apostel Paulus, auch ´eine Grundfeste`. Nun gehören aber alle Schwestern mit zu dieser einen Säule, zu dieser einen Gesinnung, ´CHRISTI Sinn`, zum neuen Leben aus GOTT. Auch steht: ´Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu`. Galater 3.28  Auch steht, daß eine gläubige Frau ihren ungläubigen Mann heiligt: ´Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durchs Weib, ... . Sonst wären eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig`. 1. Korinther 7.14 
Laßt uns das richtig verstehen. Unsere Schwestern haben auch CHRISTI Sinn, und vollen Segen. Was geschah und tat denn der HERR nach der unmöglich zu leugnenden Auferstehung: ER begegnete zuerst einer Schwester, und wies sie auch an, was sie den Aposteln sagen sollte!
 
Die SCHRIFT ist darin eindeutig. Zuerst war am Tage der Auferstehung, frühmorgens am leeren Grabe, Maria Magdalena. Sie läuft dann hin und findet die Apostel Petrus und Johannes und diese laufen dann auch zum leeren Grabe, sehen aber weder Engel noch den HERRN. Maria Magdalena kehrt auch wieder zurück und bleibt am Grab und weint und dann sieht sie die Engel und danach den HERRN - und erkennt IHN dann auch - und bekommt Weisung, was sie den Aposteln sagen soll. Daraus leitet sich für mich sehr klar ab, daß das Schweigen der Frauen in der Gemeine sich wirklich nur auf die Lehre bezieht, bzw. auch auf die Predigt. Und ganz gewiss nicht auf das in dieser argen, gefallenen Welt so notwendige Bezeugen des auferstandenen HERRN und was ER sagt und getan hat. Und die Rede der Maria Magdalena an die Jünger ist durch die Aufnahme dieser Berichterstattung in der SCHRIFT bis heute das gehorsame Reden einer gläubigen Frau zu allen Menschen. Die Erwähnung ihrer Rede ist auch ganz einfach, geradezu schlicht gehalten. Wie könnten also gläubige Frauen leben mit CHRISTI Sinn, ohne zu reden von IHM, was ja unmöglich ist. Deswegen sagt ja auch die Bibel irgendwo: Sie sollen Lehrerinnen des Guten sein und GOTT läßt sie auch teilhaben am prophetischen Dienst, nur, daß sie sich das Haupt dabei bedecken sollen und nicht über den Mann herrschen sollen mit Worten, denn sie herrschen ja schon durch ihr Wesen ohne Worte. Das Herrschen über andere ist uns ja sowieso nicht gestattet, denn es gibt nur einen HERRN, der nach der Errettung wegen der Liebe GOTTES uns durch Bewahrung und Weisheit und Macht auch ans Ziel bringen will.

´Die Liebe ist aus GOTT`, lesen wir auch im vierten Kapitel des ersten Johannesbriefes. Als unser HERR SEINE Jünger wegen der Liebe GOTTES zu allen Menschen aussandte, sandte ER sie zu zwei und zwei. Das ist wohl die ideale Besetzung. Ich habe auch keine Freudigkeit, alleine zu sein. Aber manchmal ist es so. Auch bei Maria Magdalena, als sie den HERRN als erste sah. Ich denke auch, daß dieses Geschehen genau so von GOTT gewollt war. Als erstes sollte eine bekehrte Frau den HERRN nach der Auferstehung sehen und erkennen - und sie war auch völlig gehorsam der Weisung: ´Rühre MICH nicht an`, was bestimmt ganz, ganz schwer war in ihrer Situation. Hier geschah die völlige Rehabilitierung der Frauen, weiß einer ein besseres Wort dafür, weil Eva ja als erste sündigte. Wir dürfen nicht mehr in den Schwestern eine Eva sehen, sondern JESUS, SEINE Herrlichkeit, und ihr erleuchtetes Wesen wird die verschiedentlich noch vorhandene Finsternis überwinden. Auch neu auftauchende Finsternis, neue, zuvor nicht gekannte Probleme und Fragen bestehen. Denn diese Herrlichkeit ist auch den Schwestern gegeben, Joh. 17, 20 - 23. Auch geschah ja der Sündenfall durch die List des, dem nun der Kopf zertreten ist, er nutzte ja damals aus und ging ja auch die Schwacheit des Wesens der Frau an. Wichtig ist darum für Schwestern, scheinen sie auch noch so gering, treu beim HERRN zu bleiben, die Herrlichkeit wird noch offenbar werden. Viele Zeugnisse von tätigen, sich in CHRISTI bewahrenden Schwestern habe ich kennengelernt. Ist darum Deine Bekehrung zu JESUS noch mit Schatten, o Schwester, dann suche wie ein gewisser Prophet SEINE sich offenbarende Nähe. ´Bekehre DU mich`, sagte dieser. Gehorsam, einfältiger, gläubiger Gehorsam nach der SCHRIFT ist dabei der Schlüssel. ER kann sich ja nicht verleugnen.

Da nun GOTT dem Mann die Frau als ´Gegenüber` geschaffen hat, als Hilfe und Ergänzung in allem, sehr total, so müssen wir dies durchaus berücksichtigen. Ein Gegenüber, in der Ehe mein Gegenüber, meine Frau, erzieht mich zur Besonnenheit und hält mich ab, unvorsichtig und verkehrt zu sein, sie ist immer wieder korrigierend - neben den vielen anderen Dingen, die sie auch noch ist und hat. Sie hat ja auch den Durchblick und Geistesleitung. Denn es gibt sehr vieles, was zu beachten ist, wirklich sehr vieles und wichtige, lebenswichtige Dinge. Einer Frau also den Mund zu verbieten, ist völlig daneben, kränkt eine jede Schwester und Frau. Ganz allgemein ist es so, auch bei denen, die die Wahrheit noch nicht gefunden oder erkannt haben. Das Problem ist unsere Unwissenheit, auch unser Unglaube. Den Brüdern und den Menschen ist zu zeigen, besonders durchs Vorbild, wie unbezahlbar wertvoll die Schwestern, die Frauen sind - auch in dem, was sie uns zu sagen haben. Der richtige Umgang mit der Frau bewirkt eine große Entschleierung des Geheimnisses der Ehe, schafft Klarheit, ebnet Wege. Inspiriert zur richtigen Erziehung der Kinder, was eine jahrelange Aufgabe ist, bis so die Schussel und Unsicheren Boden unter den Füßen haben, ich rede jetzt von den Knaben und jungen Burschen und jungen Männern. Da ist auch viel aufzuholen an Erziehung und Erkenntnis und es gilt, viel abzulegen - kommen Menschen aus der Welt in die Gemeinde oder zur Erkenntnis der Wahrheit. Ist solche Arbeit nicht geschehen, bitte ich die Schwestern, auch mit den alten Schusseln geduldig zu sein. Denn es ist zu dramatisch, gestraft werden zu müssen, was der HERR auch tut, auch wenn sie sich an Schwestern versündigen, denn wie leicht ist das unverständige Herz rebellisch und verquert sich selbst den guten Weg, den besseren Weg.

Ich glaube auch, wenn die Schwestern merken, daß der HERR wirklich mit uns Brüdern sein kann, wie ER das gerne hat, hätte, und wie es nur so GOTT wohlgefällig sein kann, dann können sie ganz leicht still und sanft sein, denn dann wird auch berücksichtigt, was sie uns zu sagen haben, was sie möchten. Das wird immer ein Gewinn sein, wenn wir den Schwestern die ihnen gebürende Stellung geben, freudig geben - nämlich als vor dem HERRN wirklich zu gelten - so geziemt es den Brüdern. Es ist ja auch klar, bei so vielen Problemen, wie sie Schwestern haben durch das Versagen der Brüder in der Gemeinde und in ihren sonstigen Aufgaben, da müssen sich erstmal viele Wogen glätten, Nebel auflösen. Und Schwestern können doch auch nur dann wirklich still und sanft werden, wenn auch sie den HERRN als den Handelnden erblicken. Ist eine Schwester voll des Geistes, dann ist das auch so - aber so viele werden durch die Unordnung in den geistlichen Dingen vom richtigen Wege abgebracht, auch nicht dazu erzogen, und verkraften die schlimme Lage nicht, und finden darum nicht Weise und Weg. Also, ich möchte nicht, daß eine Schwester wegen mir zu GOTT schreit - das wird für keinen Bruder das Beste sein, denn der HERR hört auf das Schreien der Elenden, auf SEINE Schwestern.
 
In dieser Lage unserer Tage kann durchaus eine Schwester auch alleine gehen, um zu sammeln mit dem HERRN, in Keuschheit und Zurückhaltung, das gilt genauso für die Brüder, und ihr Zeugnis geben mit Ermahnungen und Weisungen, mit den Worten, die der HERR gesagt hat. Das ist nicht ´das Lehren in der Gemeinde`, oder Belehrungen durch Bücher und Traktate, was sie nicht tun sollen. Wegen ihrem Wesen. Habt also Glauben, daß der HERR solche Schussel wie mich auch, erziehen und zurechtbringen kann, auch bewahren kann, SEINEN vollkommenen Willen zu tun. Auch neue sündige, hilflose Schussel ruft.

Ich sage noch:´Im Verstehen seid vollkommen`, so lehrt es uns GOTTES WORT und hilft auch dazu, wie wir genau wissen, auch durch viele Verheißungen. 

       
Liebe Geschwister, ich schöpfe aus GOTTES WORT.

Bestimmt gibt es noch mehr zu sagen.

Mit freundlichen Grüßen, Michael Sack.

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Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Pilger am 16 Juni 2013, 19:11:16
Liebe Astrid,
wenn Du die Stellen mit dem "Lehrverbot" genau liest, wirst Du den Zusammenhang finden in 1.Tim2,12 mit dem angeblichen gerettetwerden durch das Kindergebären.
Da muss doch jeder sich überlegen, was hat das eine mit dem anderen zu tun.
Ich will mich nicht weiter dazu äußern, weil es dazu Abhandlungen auch hier gibt.
Wenn Du möchtest, werde ich nächstesmal einen Link dazu angeben.

Auch das angebliche Schweigegebot in 1.Kor14,34 hat damit nichts zu tun, denn die Frau soll, wenn sie etwas nicht verstanden hat, daheim ihren Mann fragen.
Schon aus dem Sachverhalt dass es auch Ledige gibt die nicht ihre Männer fragen können, sieht man, dass es eine spezielle Anordnung für Korinth war, sonst hätte Paulus erklären müssen, wen die ledige Frau fragen soll.

In Christus ist weder Mann noch Frau -darum gebe freudig Zeugnis - Mann oder Frau.


Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Michael Sack am 16 Juni 2013, 22:26:20
Lieber Bruder Pilger,

Es ist richtig, zu sagen: "... darum gebe freudig Zeugnis - Mann oder Frau". Aber der von Dir eben zweimal gebrauchte Begriff 'angeblich' zu Weisungen und Gedanken des Paulus ist bedenklich, also, das ist nicht richtig so und weicht auf. Denn bei aller Freiheit in CHRISTUS, die Schwestern bestimmt haben, was ich eben versucht habe darzulegen - weil sie ja mit zur Säule der Wahrheit in dieser argen Welt gehören und CHRISTI Sinn haben - dürfen wir doch nicht übersehen, daß das Gebot für Schwestern, nicht in der Gemeinde oder die Gemeinde lehren zu sollen, ein Gebot des HERRN ist. 1. Kor. 14, 37 + 38  Bestimmt auch vorherwissend gegeben wegen den aufreibenden, krankmachenden und totbringenden Unordnungen und verkehrten Wegen unter den Gläubigen. Wir wissen es ja aus der SCHRIFT und auch, wenn vorhanden, aus unseren Erfahrungen, Ungehosame sollen und werden durch Züchtigungen des HERRN zurechtgebracht und auch heimgesucht.
Das Gebot ist ja auch ein Schutz für die Schwächeren, im Wesen anders seienden, also für die Frau. Der HERR hat ja auch nie eine Schwester oder Prophetin zum Predigen ausgesandt, das ist eindeutig. Der eigentliche geistliche Kampf ist hart, es braucht eine Stirn, die härter ist als menschlich möglich ist. Das hat bestimmt auch mit der Schöpfungsordnung insgesamt zu tun. Auch CHRISTUS hat als Haupt SEINEN VATER.

Wie schwer verstehen wir den Ernst unserer Lage, wie leicht irren wir Menschen doch ab, ´wie leicht empfangen wir einen anderen Geist`. 

Wenn also eine Schwester eine Schrift macht, oder den Mund auftut und den HERRN bezeugt, ob in der Gemeinde oder vor der Welt, in der Weisheit von Oben hingeht, um zu sammeln, auch hingeht und Brüder ordnungsgemäß befragt, Vorschläge macht, ermahnt oder sogar warnt und sie versucht nicht dabei, zielstrebig belehrend einzuwirken oder zu herrschen, achtet aber auf alles, was sie schon gelernt hat, so kann dies so geschehen, vielleicht muß es so geschehen, und der HERR ist mit ihr. Der Geist ist es, der lebendig macht und Leben erhalten will. Wir werden ja auch erzogen und geleitet, uns nicht aufzublähen, die Schwestern auch. Darum nocheinmal, ist es richtig zu sagen: "darum gebe freudig Zeugnis - Mann oder Frau".

Ich kenne Zeugnisse von Schwestern, die gewirkt haben in dem Namen JESUS, wegen JESUS und SEINER Retterliebe, die haben auch, so denke ich, belehrend geredet, weil es sein mußte in ihrer Situation, weil die Brüder überall so versagen. Ich will mich hüten, über diese Schwestern verkehrt zu reden, sondern auch stille sein, auch sind sie mir treffliches Vorbild. 

Ich habe z.B. auch das Buch gelesen von der Jackie Pullinger, wie sie als junge Frau Tag für Tag, jahrelang mit Frieden im Herzen in den schlimmsten Slum der Welt, so möchte ich am liebsten sagen, gegangen ist - und der HERR war mit ihr - und auch ehrlich bekennt sie ihr Versagen. Und hier ist wieder die schon einmal hier irgendwo erwähnte Schwester, die mir vor vielleicht 14 Jahren sagte: 'Wo sind die Brüder?' Wo waren die Brüder in Walled-City in Hongkong, als Schwester Jackie wirkte, sie mußte sogar noch tagsüber arbeiten gehen. GOTT weiß, wie viele, bestimmt mehr als tausend Menschen sich durch ihren Dienst in Hongkong bekehrt haben, wirklich bekehrt haben und treu wurden. Das aber nur nebenbei. Viel trauriger ist, daß sie jetzt in ökumenischen Dingen ist, und da sehen wir, wie genau wir die Weisungen der BIBEL nehmen müssen, um uns vor verkehrten Wegen zu bewahren. Laßt uns für diese, soweit ich weiß, immer noch aktive Schwester beten. Ja, wir haben sorgfältig zu wandeln. ´Ordentlich und ehrbar`. Nicht drauflosgehen. ´Prüfet, was da sei wohlgefällig dem HERRN`.

Und das WORT mit dem ´Kinderkriegen` finde ich nun als Älterer ganz einfach zu verstehen, denn eine jede Frau, die geboren hat, hat das empfangen und getragen und geboren und genährt und gepflegt und bewahrt und erzogen und auch mitgeliebt, was GOTT so sehr liebt, daß ER SEINEN einziggeborenen oder einzigen SOHN dahingab, damit wir Menschenkinder wirklich leben und nicht verloren werden. SEINE Gnade ist ganz wunderbar und groß. ER läßt uns sagen, ´ER ist nicht ungerecht`.

Übrigens, wo stehen denn andere Abhandlungen hier zu diesem Thema.

Mit freundlichen Grüßen, Michael Sack

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Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: gawriellatou am 17 Juni 2013, 10:31:51
Zu dem Thema der missionierenden Brüder auf der Straße habe ich grade
gestern einen Sermon von Pastor Ken Dewey übersetzt und auf meiner
website gepostet.

http://www.gabriele.foelsch.org/seelengewinner.html (http://www.gabriele.foelsch.org/seelengewinner.html)
Titel: Der Größte - JEDOCH VON DEN MEISTEN ABGELEHNT

Es geht um Brüder, die nach verlorenen Seelen Ausschau halten
und Pastoren, die nicht mehr aus ihrer Kirche kommen.

Liebe Grüße
gawriellatou
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Pilger am 17 Juni 2013, 13:01:20
Lieber Michael,
bei der genannten Stelle 1. Kor.14, 34.35 geht es nicht um Gemeinde, sondern um Fragen und Antworten!

Ich hoffe, wir sind uns darüber einig.
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Michael Sack am 18 Juni 2013, 20:21:01
Lieber Bruder Manfed,

ich kann mir nicht denken, daß alleine das Fragen oder die Fragen einer Schwester oder einer Frau in der Gemeinde gemeint sein kann. Soll eine Frau in der Gemeinde nicht um Vergebung fragen dürfen? Oder andere wichtige Dinge erfragen dürfen? Oder etwa nicht beten dürfen? Dann wären wir wirklich da, den Frauen den Mund zu verbieten, aber das kann ja nicht sein! Sollen sie keine guten Werke tun in der Gemeinde, was ohne Worte und Fragen kaum möglich ist?! Sie sollen ja sogar Lehrerinnen des Guten sein, Titus 2, 3, bestimmt auch gerade in der Gemeinde oder in der Versammlung der Heiligen. Das entscheidende in einer biblischen Ortsgemeinde ist ja gerade das, was am Rand an Lebendigkeit in CHRISTUS geschieht - die Gespräche von Herz zu Herz.

Es ist wohl eher gemeint, daß Schwestern nicht die Rede führen sollen, also auch der Lehrfragen öffentlich sich enthalten sollen, nicht versuchen sollen, eine bestimmte Lehre in eine Gemeinde oder unter die Christen zu bringen. Also, sie sollen nicht in der Versammlung die Gemeinde öffentlich belehren und dort predigen. Das sehe ich auch so mit den Büchern und anderen Schriften, die Schwestern machen. Und gewiss sollen sie sich auch üben, nicht zu laut und nicht so viel zu reden. Die Brüder aber auch, ganz gewiss. Und es gilt immer noch, ´Ein jeder habe etwas`. Hier ist wieder das Bild der einen Säule, dem Pfeiler und der Grundfeste der Wahrheit angebracht. Alle sollen in CHRISTUS sein, einerlei Rede führen, also auch die Schwestern. Ja, sie sind in besonderer Weise die Freudenbotinnen, wie Du auch gesagt hast - geht und bezeugt freudig.

Mit freundlichen Grüßen, Michael Sack

.
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Jose am 02 Juli 2013, 16:59:17
Liebe Schwester Gawriellatou, liebe Geschwister im Herrn Jesus.

Ja, es war eine schöne Erfahrung, der Zeugendienst am Büchertisch und in den Gesprächen. Da war übrigens auch ein Stand uns gegenüber, und besonders von einem jungen Mann wurden wir immer wieder beobachtet und er hörte oft zu bei den Gesprächen. Auch mit ihm durfte ich sprechen.

Liebe Schwester Astrid, vielen Dank auch für dein schönes Zeugnis.

Das Wort aus Eph. 6,15 gilt allen Gotteskindern, das ist sicherlich unstrittig, gehört doch die Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums des Friedens, zur sogenannten "Waffenrüstung Gottes" und alles ist wichtig, allerdings hat nicht jedes Gotteskind vom Herrn die gleichen Aufgaben und Befähigungen erhalten. Wie schlimm wäre es aber, wenn wir in der gleichen Weise handeln würden wie der böse und fauler Knecht, von dem es heißt: "Der aber das eine empfangen hatte, ging hin, grub ein Loch in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn" Mt 25,18. Das ist nicht unsere Berufung.

Und selbst wenn wir zuweilen nicht wissen, wie wir Zeugnis geben sollen, so schreibt Paulus doch den Korinthern: "Unser Brief seid ihr, eingeschrieben in unsere Herzen, erkannt und gelesen von allen Menschen; von euch ist offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, ausgefertigt von uns im Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf Tafeln, die fleischerne Herzen sind" 2. Kor 3,2.3. Gilt dieses Wort nicht auch uns?

Herzliche Grüße,
José
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Roland am 02 Juli 2013, 17:46:45
Hallo Michael,

Zitat
Soll eine Frau in der Gemeinde nicht um Vergebung fragen dürfen? Oder andere wichtige Dinge erfragen dürfen? Oder etwa nicht beten dürfen? Dann wären wir wirklich da, den Frauen den Mund zu verbieten, aber das kann ja nicht sein!
Leider gibt es christliche Gruppierungen (z. B. das exklusive Brüdertum [= Darbysten]), die dies so praktizieren. Eine Frau darf nicht laut beten und es gab schon darbystische Gruppierungen, die sich aufgrund der Frage, ob eine Frau ein Lied vorschlagen darf, gespalten haben.

Shalom
Roland
Titel: Baronin von Brasch
Beitrag von: Pilger am 03 Juli 2013, 15:27:56




Es ist mir eine Freude, den Freunden der "völligen Erlösung in Christo
Jesu" eine Neuausgabe, die vierte Auflage, der gesegneten Schrift von
Margarete von Brasch, "Völlige Erlösung in Christo" überreichen zu
dürfen.

Baronin von Brasch war eine deutschstämmige Baltin. Sie besaß in
Estland fünf Rittergüter. Beim Umsturz 1917 wurde ihr alles
genommen. Ein kleines Köfferchen, das sie in der Hand trug, blieb
übrig. So begann sie mit der so seltenen Botschaft von der vollen
Erlösung durch Europa zu reisen und streute reichen Segen aus. Zu
loben über ihrem Leben ist die große Gnade Gottes, die sie mit
außerordentlichen Gaben überschüttet hat, die tiefsten Blicke in die
Verhältnisse des Reiches Gottes und in die volle Erlösung zu tun.
Diese Botschaft und ihre Überwinderlieder - etwa dreißig davon
gehören zum Liederschatz unserer Versammlungen - sind weit über
die Grenzen des deutschen Landes bekannt.

Am 19. Oktober 1932 wurde Baronin von Brasch in die ewige Heimat
abberufen, am   22. Oktober in Berlin beerdigt. Aus ihren
nachgelassenen Schriften ist dann dieses Buch entstanden, erstmals
erschienen Weihnachten 1938 im Verlag Rotensande.

Das Buch "Völlige Erlösung in Christo" ist nicht nur ein Bekenntnis,
das gelesen sein will. Diese Schrift ist eine Herausforderung an jeden
Gläubigen, ob er es wagen will, im Blick auf die vollbrachte
Erlösungstat unseres Herrn Jesus Christus und stehend auf den
Verheißungen Gottes, im Glauben ein Überwinderleben zu führen. So
möge es in diesen Tagen weiter seinen Dienst tun zur Herauswahl der
Überwinderschar und zur Vollendung der Brautgemeinde.

Das Überwinderleben ist keine Lehre der Theologie, sondern wahres
Leben aus Gott in Beweisung des Geistes und der Kraft.

Schorndorf, Advent 1965   Karl Fix



Was sagt die Schrift über den "alten Menschen"?

"Indem wir dieses wissen, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt
worden ist, auf daß der Leib der Sünde abgetan sei, daß wir der Sünde
nicht mehr dienen.' (Römer 6, 6.) Unser Heiland sagt: "Ihr werdet die
Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen," und
"wenn euch der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei. (Joh. 8, 32 und
36.) Es handelt sich um die Knechtschaft der Sünde und der alten
Natur, die der Krankheit und dem Tode verfallen ist, um die
Knechtschaft der adamitischen Schöpfung, zu der wir durch unsere
Geburt als Adams Kinder gehören. Krankheit und Tod sind die Folgen
der Sünde. Durch die Sünde, nämlich den Unglauben und den
Ungehorsam des Menschen Gott gegenüber, kam diese verderbte, Gott
feindlich gesinnte Natur in den Menschen hinein, die „dem Tode
Frucht brachte". Aber "hierzu ist der Sohn Gottes offenbart worden,
auf   daß   Er   die   Werke   des   Teufels   vernichte“
(1. Joh. 3, ; und das bedeutsamste Werk des Teufels ist eben die
Sündennatur, der "alte Mensch" oder "das Fleisch". Gotteskinder
haben mit diesen Dingen nichts mehr zu schaffen, weil Gottes Wort an
vielen Stellen bezeugt, daß wir zur Heiligkeit berufen sind. "Wie der,
welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr heilig, in allem
Wandel: denn es steht geschrieben: Seid heilig, denn Ich bin heilig."
(1. Petrus 1, 15-16.)

Gottes Wort sagt, daß wir Heilige sind, die nicht mehr sündigen, aber
der Augenschein sagt, daß dies im praktischen Leben nicht stimmt,
weil wir ungläubig sind. Dennoch bleibt Gottes Wort die Wahrheit
und es heißt: "Ihr seid gestorben" (Kol. 3, 3), und daß "ihr abgelegt
habt den alten Menschen" und "angezogen habt den neuen
Menschen". Der Glaube antwortet: Es ist geschehen" (Offenb. 21, 6),
denn er sieht nicht auf die Sichtbarkeit oder auf unsere Gefühle und
Erfahrungen, sondern er glaubt dem Worte Gottes und dankt dem
Herrn dafür, daß der alte Mensch gekreuzigt ist. Das sagt auch Paulus
sehr nachdrücklich: "Die aber des Christus sind, haben das Fleisch
gekreuzigt." (Gal. 2, 19 und 5, 24.) Die größte aller Sünden ist
bekanntlich der Unglaube, und wenn wir noch an das Vorhandensein
des "alten Menschen" in uns glauben, so machen wir Gott zum Lügner
und begehen die Sünde des Unglaubens. Laßt uns von Augenblick zu
Augenblick das Leben des Glaubens leben, dann sind wir frei! -
Manche Gotteskinder widerstehen dieser Wahrheit, indem sie sich auf
Römer 7 stützen und nicht einsehen wollen, daß Paulus hier einen
Menschen schildert, der ohne Christus war.

Wenn wir kindlich und von ganzem Herzen dem Worte Gottes
glauben, daß wir tot sind und daß der Leib der Sünde abgetan ist
(Röm. 6, 6), dann sind wir vor Gott ebenso in Wahrheit tot, wie Jesus
einst tot und begraben war. Der Glaube antwortet: ja, es ist so, weil
Gott es gesagt hat. Wir ehren unseren Gott, indem wir in kindlicher
Einfalt Seinen Worten glauben, und Er wird diesen Glauben dadurch
ehren, daß Er denselben zu einer lebendigen Erfahrung macht. Der
Glaube Jesu ist uns auch hierin ein Vorbild. Wir wollen daher einige
Beispiele aus Seinem Glaubensleben anführen. Jesus sprach: "Ich
habe Dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht,
welches Du mir gegeben hast, daß ich es tun sollte." (joh. -17, 4.) In
Wirklichkeit war aber dieses Werk damals noch nicht vollbracht,
sondern es war nur in den Augen Gottes und in dem Glauben des
Sohnes vollbracht. Im Glauben konnte Er weiter beten: ... "Vater, ich
will, daß die, welche Du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich
bin," und "ich bin nicht mehr auf der Welt." Im Glauben saß Jesus
bereits zur Rechten des Vaters in der Herrlichkeit. Das ganze Gebet
des Herrn ist außerordentlich lehrreich für uns, denn wir sehen, wie
Jesus durch den Glauben bereits eine Stellung einnahm und Dinge
besaß, die menschlich noch nicht sichtbar waren und der sogenannten
Sichtbarkeit nicht entsprachen. So besitzen auch wir bereits Dinge, die
noch nicht menschlich sichtbar zu sein und der sogenannten
Sichtbarkeit noch nicht zu entsprechen brauchen. Auch wir sind
gestorben, und "unser Leben ist verborgen mit Christo in Gott". (Kol.
3, 3.) In Gottes Augen wurden wir zusammen mit Jesu gekreuzigt, wir
starben am Kreuz und wurden begraben; dann wurden wir mit Jesu
lebendig gemacht, wir erstanden als neue Schöpfungen aus den Toten,
die durch den lebendigen Glauben und die Herrlichkeit des Vaters
jetzt mit Christus in den himmlischen Örtern sitzen. (Eph. 2, 6.) So ist
auch unsere Entrückung zum Throne in Gottes Augen bereits eine
vollendete und vollbrachte Tatsache, die aber erst dann zur
Sichtbarkeit werden kann, wenn unser Glaube dem allem zugestimmt
hat.

Nur wenn wir von Herzen glauben, kann uns der Heilige Geist das
Wort Gottes zu einer Quelle der Kraft und des Lebens machen, So daß
das göttliche Auferstehungsleben Christi unser ganzes Sein und
Wesen durchströmt. Dann werden wir auch anfangen, Johannes 6, 5o-
58 zu verstehen. Jesus ist unser alles, und wir leben als Überwinder.
(Römer 8, 37.) Welch unaussprechliche Herrlichkeit der völligen
Erlösung, die ein Vorhandensein der alten Natur, der adamitischen
Schöpfung, neben der neuen Natur im Leben des Wiedergeborenen
nicht mehr kennt, sondern: "wenn jemand in Christo ist - eine neue
Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, a l l e s ist neu geworden".
(2. Kor. 5, -17.) Möge Gott uns vor der Sünde des Unglaubens
schützen, der die Dinge immer erst sehen will, ehe er glaubt und daher
nichts erreicht! - Der Teufel kommt als ein Engel des Lichts und
hindert uns, unsere Heiligung und Vollendung im Glauben
anzuerkennen; er spielt sich auf als die Wahrheit und Aufrichtigkeit,
indem er gleichzeitig Gott zum Lügner macht.

Aber auch von dieser Sünde sind wir dauernd geschieden und
bewahrt, denn: "Wenn wir wissen, daß Er uns hört, um was auch wir
bitten, so wissen wir, daß wir die Bitte haben, die wir von Ihm erbeten
haben." (i. Joh. 5, -15.) Lasset uns Buße tun unseres Unglaubens
wegen und den Herrn bitten, daß Er uns helfen möge, nie wieder die
sichtbaren Dinge über die Zeugnisse des göttlichen Wortes zu stellen.
Christus hat uns verheißen: "Was ihr bitten werdet in Meinem Namen,
das werde ich tun, auf daß der Vater verherrlicht werde in dem Sohne.
Wenn ihr etwas bitten werdet in Meinem Namen, so werde ich es tun."
(Joh. 14, 13 - 14.)



Titel: Re: Baronin von Brasch
Beitrag von: Jose am 04 Juli 2013, 16:20:58
Lieber Bruder Manfred, liebe Geschwister im Herrn Jesus.

Mir war und ist das Buch: "Völlige Erlösung in Christo" auch sehr kostbar. Das Buch wurde mir früh am Anfang meines Glaubenslebens von einem Vater in Christo geschenkt. Er hatte mich auch dahingehend belehrt, dass der Glaube nicht auf Gefühle gründen darf und es notwendig ist, wenn wir gläubig geworden sind, zur Erlösung durchzudringen. Es gilt aber allemal hinein zu wachsen in den Stand der Gnade und abzulegen, was vor Gott nicht bestehen kann.

Ja, es gilt hinein zu wachsen, in der Heiligung zuzunehmen und im Glauben zu reifen, fest gegründet im Wort zu werden und zu leben in der Abhängigkeit von Gott. So überwinden wir die listigen Anläufe und Versuche des Feindes, uns im Glauben aufzuhalten und zurückzuwerfen, ja sogar wenn möglich, uns von Jesus wegzuziehen.

Wie schlimm ist es doch, dass ein Gotteskind aus der Gnade fallen kann, ein Christ zu einem Nichtchristen werden, ja, wenn es sogar einen Zustand einnehmen kann, schlimmer als vor der Bekehrung. Dann hat das Alte wieder die Oberhand gewonnen, weil nicht gewacht, gefleht und auch weil nicht Buße getan wurde, über verkehrte Wege.

Dazu gibt es genügend Threads in diesem Forum und ich froh und dankbar, dass hier die Gefahr des Abfalls überzeugend gelehrt wird und auch die notwendigen Krafterweisungen des Heiligen Geistes bezeugt werden, ohne die wir nicht überwinden können und auch kein Segen sein können für andere.

Durch die vielen Lieder von Margarete von Brasch bin ich schon sehr gesegnet worden. Folgendes Lied aus dem Pfingstjubel, Nr. 368, mag ich sehr: O nur zu Dir.


                            O nur zu Dir
         
                            Margarete v. Brasch gest. 1932

Wer das Lied nicht kennt, kann es hier (http://www.pfingstjubel.jose-online.eu/pj_368.html) hören (Flash Player erforderlich).

Herzliche Grüße,
José
 
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Pilger am 04 Juli 2013, 19:41:19
Lieber Jose,
es ging mir in meinem Beitrag darum, dem Armsünderchristentum biblische Aussagen gegenüber zu stellen.
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Jose am 05 Juli 2013, 20:40:36
Lieber Manfred, liebe Geschwister im Herrn Jesus.

Zitat
es ging mir in meinem Beitrag darum, dem Armsünderchristentum biblische Aussagen gegenüber zu stellen.

Die Aussage "arme Sünder Christentrum" wird m.W. verwendet, wenn Gläubige Menschen meinen, immer in der Sünde leben zu müssen. Das müssen wir nicht, auch wenn es noch manche schwache Stunde geben kann. Allerdings sollten wir uns stets unserer Sündhaftigkeit bewusst sein.


Wie bereits erwähnt gehört die in der Bezeichnung des Thread erwähnte Bibelstelle zum biblischen Thema: Die Waffenrüstung Gottes. Die Aufzählung beginnt mit der Aussage: "Im übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke" Eph 6,10. Und im Vers 13 heißt es: "Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt".

Wenn wir nun Vers 14 betrachten heißt es: "So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit", und im Vers 15, unser Thema hier: "und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens" Epheser 6,15.

Der Herr schenke uns viele Gelegenheiten dazu und helfe uns, wirklich in der Gerechtigkeit und Wahrheit zu stehen und "gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens".


Herzliche Grüße mit einem weiteren Lied von Baronin von Brasch, Lied Nr. 537 aus dem wohl nicht mehr so bekannten Liederbuch Pfingstjubel.


          Wacht auf! Laßt uns länger nicht träumen
                            Margarete von Brasch gest. 1932


Möge es so sein oder werden wie es in dem Lied zum Schluss heißt:
"Was Adam uns gab, ist dahin, dahin unser Leben und Wesen, dahin jeder eigene Sinn!"

Wer das Lied nicht kennt, kann es hier (http://www.pfingstjubel.jose-online.eu/pj_537.html) lesen und die Melodie hören (Flash Player erforderlich).

Gottes Segen,
José
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Michael Sack am 07 Juli 2013, 07:26:47
Lieber Bruder Jose,

durch die letzten Beiträge hier in diesem Thread ist mir mein alter Konflikt wieder neu und deutlicher vor die Augen gekommen. In vielen geistlichen Liedern sind verkehrte Dinge dichterisch schön dargestellt - aber, eben, es sind doch verkehrte oder mangelhafte Dinge im fein geistlichen Lied. Auch wenn die schönen Verse mit einer erhabenen Melodie und großartigen Kompositionen von sehr geehrten Reichsgottesarbeitern aus 'ihrem Innern' uns dargeboten werden. Und so ist es Liedgut von Christen geworden. Und - wenn man´s so beläßt, wer wagt es schon, durchdringt es unser Leben, oder zumindest - trägt mit dazu bei, den Geist zu dämpfen, die Lebenswahrheiten zu beeinträchtigen. Die richtige Sicht zu schmälern, ja, dem Leben aus GOTT Schaden zu tun, ist aber Sünde. Es heißt ja, werdet nicht viele Lehrer - was auch durch´s Lied geschieht - ich bin´s aus Verzweiflung aber geworden. Zuerst aber habe ich den HERRN bezeugt.

Das ist wohl auch so mit den Kommentaren zur Bibel - wie neulich sich hier auch einer irgendwo so deutlich abgrenzend ausdrückte: Ich lese nur noch die Bibel. Allerdings habe ich damit eigentlich keine Erfahrungen, mit den Kommentaren. Mir dämmern also da nur die wahrscheinlich verkehrten Dinge dort, d.h., so wird es also sein: Der geringe, suchende und fragende, und auch der junge Mensch wird beeindruckt von einer Fülle großartiger Gedanken und mächtig viel Wissen und erstaunlicher Einblicke durch die verschiedenen Kommentare, um GOTTES WORT geht es ja, aber es steckt eine Sicht und Haltung oft mit drinnen, die beeinflussend zum Irrtum und verkehrter Schlüsse wird, die zu Fehlentscheidungen und Falschprägungen führen. Das laßt und besser und tiefer bedenken.

Es ist ja wirklich eine Not, in der Gemeinde sich mit den Geschwistern von den Plätzen zu erheben, und der eigenen Frau verstehen zu geben, dieses Lied singen wir aber nicht mit, es ist zu viel verkehrt drinn. Und die anderen Geschwister, man ist innerlich schon lange geschieden von ihnen, singen das Verkehrte mit, ihr fast ganzes Leben ist ja sowieso schlimm verkehrt. Und deshalb nützt es gar nichts, dem  'Armesünderleben'  und solchem Befinden mal was biblisches entgegenzusetzen. Das ist ein großes Problem nur antippen. Denn wenn GOTT sich nicht offenbaren kann - und sei es noch so viel, was ich weiß - dann muß doch was wesentliches schief liegen, ganz gewaltiges muß verkehrt sein, denn die SCHRIFT lehrt uns einen sich den Seinen offenbarenden Heiland und GOTT, einen wesenhaft gegenwärtigen SOHN GOTTES, einen für uns tätigen, allmächtigen GOTTESSOHN - ´es geschieht alles um euert willen`, so heißt es doch.

GOTT aber kann eben auch aus der uns verborgenen Ebene alles regieren, möchte es eigentlich aber mehr auch anders. Sich uns deutlich offenbaren.

Ich habe ja auch, eigentlich gleiches Thema, hier schon geschrieben, die meisten "christlichen" Bücher wären besser nicht geschrieben, jedenfalls so ähnlich schrieb´s ich. Abgesehen davon, was wird bei Schreibarbeiten wohl alles dadurch unterlassen, nach GOTTES Willen zu tun.

Wir haben uns eben auch mit grundsätzlichen Dingen auseinanderzusetzen. So ist es. Und es sind doch auch der GEIST und das WORT, welche uns dahingehend leiten. Auch erfahrene Geschwister tuen so.


Also, das hier ist dann auch besonders für Masche geschrieben: Wir Gläubige sollten auf bester Höhe sein; der Apostel Paulus sagt das so: ´Der Zeit nach sollten wir Lehrer sein`. So sollten die Brüder sein - und die Schwestern auch, das schreibe ich nämlich gleich mit dazu, besser sollten sie auf noch besserer Höhe sein, damit wir Brüder es bis zur besten Höhe schaffen, durch ihre Mithilfe. Denn Helfer sind sie doch ihrem Wesen nach, Männinen. Liebliche, kostbare, unbezahlbare, reichmachende Männinen. ´Denn der Mann ist nicht ohne die Frau`, ein Bruder nichts ohne die Schwestern. Ausnahmen sind nur wenige wohl. Ist das zu viel gesagt? Auch wenn die Frau Abglanz des Mannes ist? Ist sie es nicht, die den Mann zum glänzen bringt und so zum Lohn schon Widerschein bekommt! Also, ich denke, diese Ehre gebührt ihnen. Ohne sie sind wir kaum etwas. Darum muß unser Leben doch noch anders werden, auch für sie, wegen ihnen. Wir sollten uns also mehr beschneiden, im Herzen natürlich, damit wir GOTT wohlgefälliger werden. Der Stellenwert der Erziehung und Klugheit und Tugenden und Bildung und Erkenntnis und Weisheit und Kenntnisse und Beratungen kann nicht hoch genug angesehen werden. Geld verdienen ist wichtig, aber bei weitem nicht das wichtigste. Sonst verdient man sein Geld nur für den Plunder und vergeblich. Wie tragisch, wie tragisch. Darum mehr kibbutzartiges Leben. D.h., verbindliches, sich unterordnendes Leben in Gemeinschaft vor dem HERRN. Und bloß nichts unfriedevolles, unordentliches tun. Wenn wir nicht gemeinsam für die Wahrheit stehen, ist der Verlust an Heil sehr groß. So singen wir es doch: ... wieviel Heil verloren geht, wenn wir nicht zu IHM uns wenden, und IHN suchen im Gebet. Schon in Slums geordnete Verhältnisse einigen Menschen schaffen, ist sehr "heilsnotwendig", weil, die Kinder kommen ohne Hilfe zwischen die zerreibenden Verhältnisse.

Wir sollten es sehr genau bedenken - ´Wer Barmherzigkeit seinem Nächsten verweigert, gibt die Furcht vor dem Allmächtigen auf.` Das ist echt ein Hammer für Gottesfürchtige.

Ja, unser HERR JESU helfe allen Lesern hier sehr

Michael Sack

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Titel: Botschaft und Zeugnis durch Lieder
Beitrag von: Jose am 12 Juli 2013, 18:52:47
Lieber Bruder Michael, liebe Geschwister.

Es ist sicherlich so, dass in manchen oder gar vielen Liedern auch verkehrtes bzw. dem jeweiligen Erkenntnisstand gemäßes gedichtet wurde und oft gedankenlos gesungen wird. Jedoch besonders die Lieder, die aus einer tiefen Erfahrung mit Gott und oftmals aus großer Not geschrieben wurden, sind doch sehr zum Segen, so meine Erfahrung. So möchte ich auch die Lieder von Margarete von Brasch einordnen. Gerade wenn mir manches aus dem Leben und Erleben mancher Liederschreiber bekannt wird und die Situation, wie die Lieder entstanden sind, wird mir das bewusst.

Was biblisch oder unbiblisch ist, muss sicherlich ernstlich geprüft werden. Oftmals denke ich aber: Kann ich das wirklich mitsingen, glaube ich es schon so, wie es der Liederdichter bezeugt? Oft ist es aber auch eine Ermunterung bzw. Einladung, es zu glauben.

Herzliche Grüße mit einem Zeugnislied von Baronin von Brasch, Lied Nr. 147 aus dem Pfingstjubel.

                            Der Himmel ist offen
                                  Margarete von Brasch gest. 1932

Wer das Lied nicht kennt, kann es hier (http://www.pfingstjubel.jose-online.eu/pj_147.html) lesen und die Melodie hören (Flash Player erforderlich).

Gottes Segen,
José
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: inchristus am 28 Juli 2013, 11:15:33
Liebe Geschwister,
wir alle kennen ja den innigen Wunsch, dass auch unsere Mitmenschen das wahre Leben kennenlernen und errettet werden.

Ich hatte gestern wieder eine junge Frau aufgesucht, die an Gottes Existenz glaubt, aber keine so rechte Sündenerkenntnis hat. Nun, nach so vielen bereits geführten Gesprächen und Gebeten für sie, hat sich nichts getan. Nach Ende eines Gesprächs denke ich mir, jetzt hat sich doch was in ihrem Herzen getan. Beim nächsten Gespräch merke ich, dass nichts von dem, was ich in der Vergangenheit ihr erklärt und erläutert habe, da ist. Alles was ich ihr an Literatur gegeben habe, hat sie aus Zeitmangel noch nicht gelesen. Wenn ich sie aufsuche, hat sie demzufolge auch keine Fragen. Und  somit habe ich eher das Gefühl, dass sie das alles nicht interessiert. Wohl hat sie aber Angst vor der Hölle. Aber geht leider keinen Schritt weiter.

All' das hat mich gestern ziemlich niedergeschlagen und traurig gemacht. Mir kommen Fragen auf: Was machen wir falsch? Sind wir zu ungeduldig? Oder will der HERR uns mit unseren Misserfolgen was zeigen?

Wenn ich an auserwählte Werkzeuge des HERRN denke (wie Robert Cleaver Chapman oder Bakht Singh) fühle ich mich echt als Versager. Kennt ihr das auch?

Aber dann schenkt mir der HERR auch Begegnungen mit Menschen, die freudig die niedergeschriebene Botschaft, dass wir Christus brauchen, mitnehmen. Ob der HERR in ihren Herzen auch was bewegt, ist wieder eine andere Sache.

Zur Zeit der großen Hitze, kommen mir auch Gedanken: Die Menschen stöhnen bei dieser Hitze, die doch auch wieder vergeht. Aber wie in Lk16 berichtet wird, werden die Verlorenen Pein und Hitze erfahren, die nie enden wird! Dieser Gedanke zieht mich auch bei diesem Wetter raus, die Menschen zu warnen.

Einen gesegneten Tag!
Astrid
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Jose am 19 August 2013, 22:09:16
Liebe Astrid,
herzlichen Dank für dein Zeugnis. Es ist anspornend und ermahnend zugleich.

Du hast u.a. geschrieben:
Zitat von: inchristus
Wenn ich an auserwählte Werkzeuge des HERRN denke (wie Robert Cleaver Chapman oder Bakht Singh) fühle ich mich echt als Versager. Kennt ihr das auch?

Aber dann schenkt mir der HERR auch Begegnungen mit Menschen, die freudig die niedergeschriebene Botschaft, dass wir Christus brauchen, mitnehmen. Ob der HERR in ihren Herzen auch was bewegt, ist wieder eine andere Sache.

Gestern erzählte ein Bruder aus dem Buch: „Jenseits der Herrlichkeit“, von einen der Missionare, die mit Jim Elliot von den Aucas getötet wurden. Er hatte davor in einem anderen Stamm gearbeitet und war am Ende in sehr viel innerer Not geraten, kam sich auch als Versager vor, weil sich nichts getan hatte.

Später bat er den Herrn, ihn immer an den Punkt zu bringen, dass er erkennt, dass er IHN, den Herrn brauchte. Als er dann gefragt wurde, ob er auch als Missionar zu den Aucas wollte, sagte er zu. Und der Herr hat ich würdig erachtet, sein Leben für IHN zu lassen. Wenn ich besonders an die Zeugnisse von Missionare denke wird mir bewusst, dass viele oftmals kaum Frucht ihres Dienstes sahen. Aber es bedeutet nicht, dass es umsonst war.

Als gestern eine Gruppe, die meisten waren junge Christen, auf der Straße sang, da fiel mir besonders ein Mann auf, der am Fenster war und zuhörte. Als die Gruppe eine Runde gedreht hatte und dann wieder in der Nähe Lieder sang, kam der Mann aus dem Haus und setzte sich in der Nähe auf eine Bank um zuzuhören. Er schien sehr interessiert und nahm auch etwas zu lesen an.

Es ist nichts umsonst, was wir aus Liebe zu Jesus tun.

Der Apostel Paulus schrieb an einer Stelle: "Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben. So ist weder der da pflanzt etwas, noch der da begießt, sondern Gott, der das Wachstum gibt" 1.Kor 3,6-7. Wie herrlich wird es sein, wenn offenbar wird, wie Gott in Seiner Gnade alles zusammengeführt hat, was zum Heil eines Menschen dienlich war.

Herzliche Grüße,
José 
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: inchristus am 20 August 2013, 08:14:23
Lieber José,
danke für deine lieben Worte und dein Zeugnis!

Ja, es gibt auch heute noch Menschen, die sich bekehren, wie ich vor drei Jahren! Darum ist kein Dienst umsonst. Und es ist ein erhabener Dienst, mit dazu beizutragen, dass Seelen errettet werden!

Herzliche Grüße
Astrid
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Peter am 20 August 2013, 09:44:33
Liebe Astrid, lieber Jose, darf ich Euch fragen, ob Ihr auch so große Freude habt in dem Einen Herrn Jesus Christus, der das Werk begonnen hat und die Verheißungen gab, als er uns den Beistand schickte vom Vater aus? :

Joh 14,
12"  Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe.
13 Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn.
14 Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.
15 Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!"
Und:
Der Gehorsam Gott gegenüber lässt den Geist Gottes wirken, damit der Leib vollendet wird:
1.Kor 12,
20 " Nun aber gibt es zwar viele Glieder, doch nur einen Leib.
21 Und das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht! oder das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht!
22 Vielmehr sind gerade die scheinbar schwächeren Glieder des Leibes notwendig,
23 und die [Glieder] am Leib, die wir für weniger ehrbar halten, umgeben wir mit desto größerer Ehre, und unsere weniger anständigen erhalten um so größere Anständigkeit;
24 denn unsere anständigen brauchen es nicht. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, daß er dem geringeren Glied um so größere Ehre gab,
25 damit es keinen Zwiespalt im Leib gebe, sondern die Glieder gleichermaßen füreinander sorgen.
26 Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit."

Ist es nicht so?
Liebe Grüße,
Peter

Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Jose am 20 August 2013, 18:05:50
Lieber Peter,
es ist auf jeden Fall so, dass der Herr Seinen Kindern viel Freude gibt. Es wäre m.E. auch anders gar nicht möglich, auf dem Weg zu bleiben. In dem bekannten Vers im Buch Nehemia heißt es am Ende von Vers 10: "Und seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN, sie ist euer Schutz!" Neh 8,10 (Elb. 1985, 1992). In anderen Übersetzungen, z.B. Schlachter, heißt es: "denn die Freude am Herrn ist eure Stärke" (Schlachter 2000). Ich finde beide Übersetzungen wichtig und gut.

Es ist allerdings nicht so, dass beim Lesen in der Bibel man immer nur freudige Empfindungen hat. Oftmals wird man auch sehr betrübt, weil im Spiegel des Wortes Gottes offenbar wird, wie viel uns noch mangelt und wir uns unserer Schwachheit und Kraftlosigkeit, oder auch unserer Untreue, bewusst werden.

Es ist aber gut, wenn wir gedemütigt werden und lernen, auf dem Herrn zu sehen und IHM zu vertrauen. Die Stelle im Nehemia Buch lautet übrigens:

Neh 8,9-10
9 Und Nehemia, das ist der Tirschata, und der Priester Esra, der Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk belehrten, sagten zum ganzen Volk: Dieser Tag ist dem HERRN, eurem Gott, heilig! Seid nicht traurig und weint nicht! Denn das ganze Volk weinte, als es die Worte des Gesetzes hörte.
10 Und er sagte <weiter> zu ihnen: Geht hin, esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet dem Anteile, für den nichts zubereitet ist! Denn der Tag ist unserm Herrn heilig. Und seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN, sie ist euer Schutz!

Wir haben einen treuen Gott, der in uns begonnen hat das gute Werk und es auch vollenden will. Darüber dürfen wir uns freuen. Wir dürfen uns auch freuen, zu Seinem Leib zu gehören und Glaubensgeschwister zu kennen und mit ihnen Gemeinschaft haben zu können. Auch das ist ein Geschenk. Und wie in einer Familie die leiblichen Geschwister aneinander lernen, so dürfen auch die geistlichen Geschwister, aneinander und voneinander lernen. Wie oft werden unsere Schwächen offenbar, wenn wir z.B. keine Geduld für die Geschwister aufbringen. Wir haben alle noch so viele Mängel an uns, aber einen treuen Herrn. Ihm wollen wir unsere Seelen anbefehlen.

Und weil wir es so gut bei Jesus haben, so ist es uns auch ein Anliegen, von Ihm zu zeugen. Wir wissen aber, dass nicht unsere Worte, sondern Seine Gnade alleine die Herzen zu berühren und zu überführen vermag. Darum dürfen wir auch ernstlich bitten.

Vorhin las ich einen Brief, in dem mir ein Bruder schrieb, dass vorgestern, als er gerade bei jemand zum Kaffee war, wunderschöne Lieder zu hören waren von einer ihm bekannte Gemeinde. Wie hat er sich darüber gefreut und darum gebetet, dass auch andere das Evangelium hören und annehmen. Auch ich habe mich gefreut, als ich es las.

Der Apostel Paulus schreibt an einer Stelle: "Denn mir scheint, dass Gott uns, die Apostel, als die Letzten hingestellt hat, wie zum Tod bestimmt; denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als <auch> Menschen" 1.Kor 4,9.

Ich kann mich nicht mit den Aposteln vergleichen, - auch wir sicherlich nicht -, aber dass wir beobachtet werden von der sichtbaren und unsichtbaren Welt, davon bin ich überzeugt. Welches Schauspiel geben wir ab? Auch bei der Teilnahme im Forum muss ich mir immer wieder neu vergegenwärtigen, dass Menschen die Beiträge lesen, Gläubige und Ungläubige. Möge es allen zum Segen dienen und nicht zur Ablehnung des Evangeliums führen.

Es gibt so viele, die schwach sind, ob in der Gemeinde oder noch in der Welt. Es hat aber wohl niemand wie unser Herr Jesus Christus es verstanden, jedem so zu begegnen, wie sie es nötig hatten. Ein von Liebe erfülltes Herz verliert sich im Verlangen, den anderen für Gott zu gewinnen oder den Verirrten zurechtzubringen. Hier fehlt es mir noch sehr, aber der Herr gleicht immer wieder den Mangel aus uns erhört Gebet über Bitten und Verstehen.

Auch darum zu trachten, dass die Liebe Gottes in der Gemeinde gefunden wird, ist eine hohe Erwartung des Herrn an uns. Denn darin soll die Welt erkennen, dass wir Seine Jünger sind. Auch hier sind wir ein Schauspiel vor der sichtbaren und vor der unsichtbaren Welt.

Herzliche Grüße und viel Gnade wünschend,
José
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Peter am 20 August 2013, 18:41:48
Unsere Freude und unsere Trübsal, aber der Geist Gottes gibt und gleicht aus die Wogen, so dass nur noch die Freude im Herrn übrig bleibt am Ende!
Danke für deine aufbauenden Worte, Jose! :)

Liebe Grüße,
Peter
Titel: Re: .. und beschuht an den Füßen (Eph. 6,15)
Beitrag von: Jose am 04 Juni 2014, 21:46:29
Liebe Geschwister im Herrn Jesus.

Wenn wir Menschen von Jesus erzählen oder ihnen ein Traktat mit einer biblischen Botschaft geben, da erleben wir unterschiedliche Reaktionen. Oftmals ein freundliches "Nein, danke!" oder auch ein mitleidiges Lächeln, weil man meint, selbst so etwas nicht nötig zu haben. Aber es gibt auch Menschen, die gerne eine Schrift annehmen. Einige vielleicht nur, weil sie denken, so am schnellsten wieder ihre Ruhe zu haben. Aber möge der Herr es schenken, dass sie doch neugierig und fragend werden und suchend lesen. Manchmal denke ich aber, dass viele Menschen auch müde wirken, immer wieder von der einen oder anderen Richtung angesprochen zu werden.

Vor einigen Tagen bot ich jemand ein Traktat an. Sie fragte, von welcher Richtung es sei, um dann fortzusetzen mit der Feststellung, dass sie selbst zu einer Gemeinschaft gehöre, die sozusagen eine Verbindung ist zu allen Christen. Es sei zwar eine Gemeinschaft innerhalb der Landeskirche, aber dazu gehören auch Christen aus anderen Kirchen. Es sei eine echte Ökumene. Ich hatte den Eindruck, dass sie sich etwas schwer tat, die Schrift anzunehmen.

Ein schönes Erlebnis hatte ich vor ca. 2 Wochen. Ich bot vorbeigehenden Schriften an, und während ich die Traktate in meinen Händen etwas sortierte, rutschten sie mir aus der Hand. Aus dem Rollstuhl konnte ich sie nur schwer wieder sammeln, aber ein junges Mädchen stand in der Nähe und kam schnell mir zu Hilfe. Sie wartete auf ihren Vater, der, - als er an mir vorbei kam -, auch keine Schrift annahm. Dann gingen sie, aber zu meiner Überraschung kam der Vater kurze Zeit später wieder und äußerte den Wunsch, doch eine Schrift zu haben, die er sich dann aussuchte. "Friede mit Gott!" war der Titel. Möge der Herr sie segnen.

Es gibt einige Begegnungen und einige fühlen sich wohl unnötigerweise etwas bedrängt. Jemand rief abwehrend: "Ich bleibe in meine Kirche!", als ob Christen für eine Kirche werben würden. Es geht um JESUS.

Als die Frau am Jakobsbrunnen von der Liebe Jesu und Seinen überführenden Worten tief berührt wurde, da lesen wir von ihr: "Die Frau nun ließ ihren Wasserkrug stehen und ging weg in die Stadt und sagt zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Dieser ist doch nicht etwa der Christus?" Joh 4,28-29. Sie hat auf Jesus hingewiesen, der ihre Schuld kannte und dennoch freundlich zu ihr sprach. Die Samariter gingen dann zu Jesus und baten Ihn, bei ihnen zu bleiben, was Er auch tat. Und viele kamen zum Glauben. Wie schön ist dann ihr Zeugnis zu der Frau:  "Wir glauben nicht mehr um deines Redens willen, denn wir selbst haben gehört und wissen, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt ist" Joh 4,42. Mögen die Menschen, wenn sie durch unser Zeugnis auf Jesus hingewiesen werden, doch selbst zu Jesus gehen, damit Sie Hilfe und Heil ganz persönlich erfahren.

Gottes Segen,
José