Hauszellengemeinde

www.hauszellengemeinde.de => Biblische Lehre => Thema gestartet von: Jose am 19 Juli 2012, 21:52:39

Titel: Die Ehe
Beitrag von: Jose am 19 Juli 2012, 21:52:39
Erst vor kurzem habe ich gehört, dass es Menschen gibt, die dafür beten, dass die Ehen der Gläubigen kaputt gehen. Als ich das hörte, war ich sehr verwundert. Es war in einer Gebetstunde, und dann wurde als Gebetsanliegen genannt, dass wir für die Ehen der Gläubigen verstärkt beten sollen, besonders für die jungen Ehen, die auch so vielen Gefahren ausgesetzt sind.

Dem Teufel ist es gelegen, alles zu zerstören, was Gott eingesetzt hat. So auch die Ehe. Daran musste ich denken, als ich heute das Wort las: "Die Ehe sei ehrbar in allem und das Ehebett unbefleckt! Denn Unzüchtige und Ehebrecher wird Gott richten" Hebr 13,4. Die Ehe sei ehrbar in allem und das Ehebett unbefleckt!, welch eine hohe Erwartung Gottes an seine Kinder, aber wie wichtig, dass die Ehen der Gläubigen wirklich so sind, wie es sich mit der deutschen Sprache so schön sagen lässt:

SIEHER
Auf der einen Seite, der letzte Buchstabe von SIE, auf der anderen Seite der erste Buchstabe von ER, und in der Mitte der HERR.

Welch ein Segen, sind in Christus geführte Ehen für die Gemeinde, für die Gesellschaft und für diese Welt überhaupt. Der Herr schenke und erhalte uns solche Ehen.

José
Titel: Das ist die rechte Ehe
Beitrag von: Jose am 20 Juli 2012, 10:23:39
Im Buch der Sprüche lesen wir: "Wer eine Frau gefunden, hat Gutes gefunden und hat Wohlgefallen erlangt von dem HERRN" Spr 18,22.

Das Buch der Sprüche wurde, zumindest das meiste davon, wohl von Salomo geschrieben. Ob auch Salomo das obige Wort geschrieben hat? Salomo hat vermutlich den traurigen Rekord gebrochen, was die Anzahl Frauen betrifft, denn wir lesen über ihn: "Und er hatte siebenhundert vornehme Frauen und dreihundert Nebenfrauen; und seine Frauen neigten sein Herz" 1.Kön 11,3 1. Tausend Frauen, aber in dieser Sache, fand Salomo kein Wohlgefallen vor dem Herrn und wie tragisch, wenn wir lesen: "Und es geschah zur Zeit, als Salomo alt geworden war, da neigten seine Frauen sein Herz anderen Göttern zu. So war sein Herz nicht ungeteilt mit dem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David" 1.Kön 11,4.

Daran dachte ich heute Morgen, als mir das Wort einfiel: "Wer eine Frau gefunden, hat Gutes gefunden und hat Wohlgefallen erlangt von dem HERRN" Spr 18,22. Wie gut, wenn ein Mann eine Frau findet, die ihm nicht nur in den irdischen Anliegen eine Gehilfin ist, sondern ihm besonders geistlich zur Seite steht und ihm zuerst Schwester im Herrn und dann Frau ist. Das gilt aber natürlich auch für den Ehemann, in Hinblick auf die Frau.

Zu unserer Hochzeit erhielten wir von einer alten Schwester einen Spruch, der eingeleitet wurde mit dem Wort: "Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet", Römer 12,12.

Segenswunsch zur Vermählung!

Das ist die rechte Ehe, wo Zweie sind gemeint,
Durch alles Glück und Wehe, zu pilgern treu vereint.
Der eine Stab des andern, und liebe Last zugleich,
Gemeinsam Rast und Wandern
Und Ziel das Himmelreich.


Vielleicht dient der Spruch, bzw. Gedicht, auch anderen zum Segen.

José
Titel: Gott schuf die Ehe
Beitrag von: Jose am 20 Juli 2012, 19:15:52
Gott schuf die Ehe
Und Gott, der HERR, sprach: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht" 1.Mose 2,18. So gut hat es Gott mit Adam gemeint, und so gut meint es Gott mit den Menschen überhaupt, nicht nur was die Ehe anbetrifft.

Es ist übrigens wunderbar, wenn wir im Alten Testament lesen: "Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie" 1.Mose 1,27, und mich beeindruckt es sehr, wenn wir diesen Bezug in der Aussage Jesu lesen, als er von den Pharisäern mit der Frage versucht wurde: "Ist es einem Mann erlaubt, aus jeder beliebigen Ursache seine Frau zu entlassen?" Mt 19,3. Jesus verweist auf den Schöpfungsbericht, und sagt dann auch: "»Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und es werden die zwei ein Fleisch sein« - so dass sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden" Mt 19,5-6. Die Pharisäer wollten Ihn mit ihren Fragen "fangen", aber so einfach war die Antwort.

Die Menschen machen sich viele Gedanken, aber oftmals leider auch viele Gedanken darüber, wie sie Gottes Willen umgehen können. Ich bin überzeugt, dass viele im Herzen die Antwort Gottes kennen. Die Pharisäer kamen zu Jesus, um Ihn zu versuchen. Sie kamen wohl selten zu Jesus mit ernstgemeinten Fragen, und ich denke, oftmals hätten sie sich die Antwort wohl selber geben können.

Gott schuf die Ehe zwischen Mann und Frau - nicht zwischen Mann und Frauen, auch nicht zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern, die leider heutzutage immer mehr akzeptiert wird. Das ist aber keine Ehe, sonder schlimmste Unzucht und Hurerei, und nicht umsonst lesen wir: "Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen in die Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden" Röm 1,24. Das sagt Gottes Wort, die Bibel, und Gott meint es gut mit uns, ER will, dass der Sünder umkehre und lebe.


Die Ehescheidung ist nicht von Gott
Die Ehescheidung, die auch immer mehr toleriert wird, und wo man meint, dann jemand anders heiraten zu können, ist nicht von Gott. Wenn wir so die Entwicklung um uns betrachten, dann haben viele Weltmenschen vermutlich gar keine Vorstellung mehr, was die Ehe sein soll, die Gott geschaffen hat. Es geht vieles nach dem Motto: „Was mir keine Freude mehr macht und keinen Nutzen mehr bringt, das lasse ich“. Konkret heißt es oft: Wir vertragen uns nicht mehr, lasst uns auseinander gehen. Es ändert sich aber so vieles, auch wir selbst verändern uns, da darf die Ehe zwischen zwei Menschen, die Gott zusammengeführt hat, ein Halt sein, neben dem persönlichen Glauben an Gott. Wie gut, wenn zwei, mit Gott in ihrer Mitte, füreinander da sind. Wie dankbar bin ich ganz persönlich dafür.


Ich habe das Thema eröffnet, weil ich in diesen Tagen so dankbar dafür wurde, nun über 20 Jahre verheiratet zu sein. 20 Jahre ist für viele nicht lange, aber in dieser Zeit ist so vieles gewesen, so viele innere und äußere Kämpfe und Veränderungen. Es war und ist so wichtig zu wissen, dass Gott uns zusammengeführt hat und wir deswegen füreinander da sind. Das ist mein Verständnis von Ehe.

José
Titel: Ehe ohne Trauschein
Beitrag von: Jose am 27 Juli 2012, 20:44:22
In der "Autobiografie von Wilhelm Pahls, Teil 2 (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1229.msg7349#msg7349)", befindet sich auch ein wichtiger Abschnitt über das Thema: "Ehe ohne Trauschein".

Zitat


"Ehe ohne Trauschein"

Wieder einmal waren viele in die Seelsorge gekommen, um sich für Jesus zu entscheiden. Als ich die beiden Adresskarten eines jungen Paares entgegennahm, bemerkte ich, dass sie beide dieselbe Adresse angegeben hatten. Mit guten Ratschlägen verabschiedete ich mich von allen, nur diese beiden hielt ich noch einige Minuten zurück. Dann sagte ich ihnen freundlich: »Ich habe gerade gesehen, dass Sie dieselbe Adresse haben.« Dann fragte ich: »Wohnen Sie bereits zusammen?« Sie bejahten. Ich fuhr fort: »Heute ist das fast normal. Aber die Bibel nennt es Sünde. Wenn ich nicht bekehrt wäre, würde ich das vielleicht auch so machen. Aber jetzt sind Sie bekehrt. Jesus hat Ihnen heute alle Sünden vergeben. Auch das. Sie sind so rein, als hätten Sie nie eine Sünde getan. Was meinen Sie, wie soll es jetzt weitergehen?«
Ich war gespannt auf ihre Reaktion und überaus erstaunt über die Antwort. Er sagte sofort: »Darüber habe ich auch schon nachgedacht.« War das nicht interessant? Das war für mich ein Beweis dafür, dass der Geist Gottes mächtig in ihnen wirkte.
Dann sagte ich ihnen:
»Im Moment sehe ich zwei Möglichkeiten: Entweder Sie bringen Ihre Freundin jetzt nach Hause, verabschieden sich lieb und gehen dann zum Übernachten in Ihr Elternhaus. Oder Sie machen es umgekehrt: Sie bleiben in der Wohnung, und die Freundin zieht sofort aus.                             
Dann sehe ich noch eine weitere Möglichkeit. Wenn Sie sich lieb haben und ganz fest davon überzeugt sind, dass Sie zusammengehören, und fest entschlossen sind, gemeinsam durchs Leben zu gehen, dann nehmen Sie sich morgen früh eine Stunde frei, gehen mit den nötigen Schriftstücken zum Standesamt und machen die Sache fest. Sie unterschreiben und lassen sich den schnellstmöglichen Termin für die standesamtliche Trauung geben.«
Danach verabschiedeten wir uns.

Als ich am nächsten Abend aus dem Gebetszelt ins große Zelt kam, erwarteten die beiden mich am Eingang. Nach der freudigen Begrüßung fragte er mich, ob ich meinen Terminkalender bei mir hätte. Sie waren tatsächlich beim Standesamt gewesen, hatten dort alles Nötige geregelt und bereits einen Termin für die standesamtliche Trauung bekommen. Dann fragten Sie mich, ob ich bereit wäre, sie dann zu trauen.
Oh, wie habe ich mich gefreut. Das habe ich ihnen auch sehr deutlich zu verstehen gegeben. Dann habe ich ihnen erklärt, dass eine Trauung normalerweise in die Gemeinde gehört, und bat sie, sich sofort mit dem Pastor in Verbindung zu setzen. Er würde sich bestimmt sehr freuen und sofort Ja sagen. Sie verstanden das und waren einverstanden.
         
Ein Jahr später kam ich wieder in die Gegend. Als ich am ersten Abend ins Zelt trat, entdeckte ich die beiden am Büchertisch. Sie waren bereits Mitarbeiter in der Gemeinde. Bei der freudigen Begrüßung erzählten sie mir von ihrer Hochzeit und verrieten mir ein schönes Geheimnis. Man sah es ihr auch bereits an, dass sich inzwischen Nachwuchs angemeldet hatte.
 
Wie schade, dass nicht alle nach ihrer Bekehrung so schnell und so gründlich aufräumen. Doch solche Beispiele zeigen mir auch, wie wichtig es ist, dass ein Prediger des Evangeliums unbedingt - natürlich in Liebe - die ganze Wahrheit sagt.



Dieses klare Belehrung, dieses schöne Erlebnis, war vor 30 Jahren. Wie sieht die Situation heute aus - nicht in der Welt, sondern unter sogenannte Christen? Ich fand es so schön, wie Wilhelm Pahls es so deutlich auf den Punkt brachte.

Ich kenne Geschwister, die vor etlichen Jahren auch Zimmer an Feriengäste vermietet haben. Wenn solche sich anmeldeten, die nicht verheiratet waren, dann wurden sie freundlich darauf hingewiesen, dass es bei ihnen nicht erwünscht sei. Ob das Vorgehen heutzutage noch zulässig wäre, ohne eine Anzeige zu riskieren?

"Ehe ohne Trauschein" gibt es nicht. Wenn die Weltmenschen hier immer freier werden, zu tun was ihnen beliebt, so sollten Gotteskinder die Freiheit haben zu tun, was Gott gefällt und für uns gut ist.

José
Titel: Ehe, nicht Ehescheidung
Beitrag von: Jose am 01 August 2012, 22:12:18
Es ist so gut und wichtig, dass die Ehe nicht eine Erfindung des Menschen ist, sondern Gott in Seine Liebe gesagt hat: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht" 1. Mose 2, 18. Lob und Dank, dass auch ich so eine Gehilfin von Gott bekam.

Die Ehescheidung, die leider in vielen christlichen Gemeinden geduldet, um nicht zu sagen, unterstützt und gefördert wird, ist nicht von Gott, obwohl es oftmals menschlich verständlich sein könnte, wenn an dem Leid in vielen Ehen gedacht wird. Da die Ehe aber so elementar wichtig ist, ist es auch entscheidend, dass wir in die Ehe mit Gott gehen und in der Ehe gemeinsam mit Gott verbunden bleiben. Viele Ehen sind leider nicht so, aber Gott kann es schenken.

Was nicht sein darf, und so eine Haltung ist mir bereits begegnet, ist die Meinung, dass eine Ehe „annulliert” werden kann, wenn sie vor der Bekehrung geschlossen wurde. Es gibt doch auch so viele Menschen, die bereits verheiratet sind und sich erst dann bekehren: Soll dann die Ehe „annulliert“ werden? Nein, sondern man darf dann besonders um den Segen des Herrn für die Ehe bitten. Paulus, der selber nicht verheiratet war, hat durch die Leitung des Heiligen Geistes auch zur Ehe vieles als Unterweisung schreiben dürfen. Wie wichtig sind z.B. die Worte: "Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau sich nicht vom Mann scheiden lassen soll - wenn sie aber doch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann - und dass ein Mann seine Frau nicht entlasse. Den Übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und sie willigt ein, bei ihm zu wohnen, so entlasse er sie nicht. Und eine Frau, die einen ungläubigen Mann hat, und der willigt ein, bei ihr zu wohnen, entlasse den Mann nicht" 1. Kor. 7, 10-13. Zum Tun Seines Willens, will der Herr auch die Kraft und den Segen schenken.

Ich befürchte, dass wenn die ganzen Meinungen der Gläubigen, oder derer die sich dafür halten, auch in der Bibel stünden, dann bestünde die Bibel nicht nur aus 39 (AT) + 27 (NT) Büchern, sondern aus unzähligen mehr und voller Widersprüche. Glücklich werden wir aber nur, auf den Wegen Gottes, auch was die Ehe anbetrifft.


Nachtrag:
Mir ist in den vergangenen Tagen bewusst geworden, durch einen konkreten Fall, bei dem der Ehemann die gläubige Frau verlassen hat, dass wir in der Bibel eindeutig lesen: "Wenn aber der Ungläubige sich scheidet, so scheide er sich. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden; zum Frieden hat uns Gott doch berufen" 1.Kor 7,15. Es soll also niemand behaupten, er sei gläubig, wenn er sich von der Frau oder die Frau von dem Mann trennt. Das Wort Gottes sagt, dass er - oder sie - ungläubig handelt.

José
Titel: Ist Wiederverheiratung möglich?
Beitrag von: Jose am 13 August 2012, 13:07:20
Eine Frage, die viele beschäftigt, ist: Ob nach einer Scheidung die Wiederverheiratung möglich ist. Wenn ich die bereits erwähnte Bibelstelle beachte: "Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau sich nicht vom Mann scheiden lassen soll - wenn sie aber doch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann - und dass ein Mann seine Frau nicht entlasse" 1.Kor 7,10-11, kann ich nicht erkennen, dass eine Widerheiratung nach der Schrift möglich ist.

Paulus betont hier, dass es ein Gebot des Herrn ist. Dieses Gebot lese ich z.B. hier, in den Worten Jesu: "Ich sage euch aber, dass, wer immer seine Frau entlässt, außer wegen Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch" Mt 19,9. Jesus geht hier zunächst auf die Frage ein, ob eine Entlassung möglich ist, und Er erwähnt als einzige Ausnahme die Hurerei, als Grund für die Entlassung. Allerdings betont Er, dass die Ehe weiterbesteht, denn wer eine Entlassene heiratet begeht Ehebruch.

Wann ist überhaupt Wiederverheiratung möglich? Für mich ist diese Aussage wichtig: "Eine Frau ist gebunden, solange ihr Mann lebt; wenn aber der Mann entschlafen ist, so ist sie frei, sich zu verheiraten, an wen sie will, nur im Herrn muss es geschehen" 1.Kor 7,39. Die Ehe gilt also, solange der Ehepartner lebt, auch wenn ein Zusammenleben nicht mehr stattfindet und der ungläubige Ehepartner vielleicht sogar schon jemand anders geheiratet hat. Erst die Witwe bzw. der Witwer darf, so wie ich es in der Bibel lese, wieder heiraten. Und dieses „nur im Herrn muss es geschehen“, was hier zusätzlich erwähnt wird, sollte für einen Gläubigen selbstverständlich sein.

Eine Wiederverheiratung ist somit, nach meinem Verständnis der Schrift, nicht möglich, solange der Ehepartner noch lebt. Wie vorhin bereits zitiert, heißt es: "wenn sie aber doch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann - und dass ein Mann seine Frau nicht entlasse" 1.Kor 7,11. Persönlich und menschlich finde ich diese Anweisung der Schrift zwar in vielen Fällen schwer zu erfüllen, wenn ich z.B. an Menschen aus meinem Bekanntenkreis denke - Gläubige und Ungläubige - die von ihren Ehepartnern verlassen wurden, aber das Gebot Gottes gilt für alle Menschen, auch wenn ich schmerzliches Mitgefühl mit den Betroffenen, oftmals unschuldig betroffenen habe.

Ich kann mir vorstellen, dass viele mit dieser Auslegung nicht einverstanden sind. Leider gibt es auch viele Prediger, die zum unbiblischen Verhalten ermutigen, aus Mitleid mit den Betroffenen. Wir sollten uns aber ernstlich prüfen, wohin die Gemeinde gekommen ist durch die Freiheiten bezüglich der Ehe und was im Umfeld dazu gehört.

José
Titel: Re: Ist Wiederverheiratung möglich?
Beitrag von: Jose am 16 August 2012, 11:23:28
Auf Bibel-Wissen (http://www.bibel-wissen.de) las ich folgendes:

Zitat:

Scheidung und Wiederheirat möglich, erlaubt?

Kaum ein Thema wird so mißverstanden und hält so kontoverse Antworten bereit. Dabei ist es doch in der Bibel so einfach erklärt.

Als Sekundär-Literaturtipp empfiehl sich das Buch: "Ehe und Familie in der Zerreißprobe vom Autor Eberhard Mühlan, erschienen im Verlag Schulte & Gert.

Zuerst:
Ein Ehepaar soll sich nicht scheiden lassen. Gott hasst Ehescheidungen und Christen sollten sie auch hassen. Das gilt für Gläubige vgl. Markus 10,2-12 und Lukas 16,18. Einzige Ausnahme: Unzucht (Mt. 5,32 + 19,3-10).

Paulus, der dieses Thema ebenfalls aufgreift 1. Kor. 7, bekräftigt Jesu Worte, und fügt hinzu, dass sofern zwei Christen hiergegen ungehorsam waren und sich trotzdem scheiden lassen haben, so sollten sie unverheiratet bleiben um es zu bereuen und sich wieder versöhnen zu können.

Sofern ein Gläubiger mit einem Ungläubigen zusammenlebt, so lässt uns Paulus hierzu folgendes Wissen: (1. Kor. 7,12-16)

"Den andern aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und es gefällt ihr, bei ihm zu wohnen, so soll er sich nicht von ihr scheiden. Und wenn eine Frau einen ungläubigen Mann hat und es gefällt ihm, bei ihr zu wohnen, so soll sie sich nicht von ihm scheiden. Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den gläubigen Mann. Sonst wären eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig. Wenn aber der Ungläubige sich scheiden will, so laß ihn sich scheiden. Der Bruder oder die Schwester ist nicht gebunden in solchen Fällen. Zum Frieden hat euch Gott berufen. Denn was weißt du, Frau, ob du den Mann retten wirst? Oder du, Mann, was weißt du, ob du die Frau retten wirst?"

Genau dieses: "Der Bruder oder die Schwester ist nicht gebunden in solchen Fällen.", wird leider oft von Bibelauslegern oder Predigern nicht akzeptiert. Zwar akzeptieren sie eine Scheidung in solchen Fällen, nicht jedoch die Wiederheirat.

Doch diesen sei gesagt: Ungebunden heißt ungebunden! Das heißt frei! Vergleiche auch Galater 5,1. "Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und laßt euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen."

Im übrigen sage ich diesen Brüdern auch: Wenn Gott sagt: "Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei;" 1. Mose 2,18 und ihr es trotzdem vertretet, dann seid ihr gegen Gottes Wort und verdreht es.

In 1. Tim. 4,1-3 heißt es:

"Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen, verleitet durch Heuchelei der Lügenredner, die ein Brandmal in ihrem Gewissen haben. Sie gebieten, nicht zu heiraten und Speisen zu meiden, die Gott geschaffen hat, daß sie mit Danksagung empfangen werden von den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkennen."

Hört auf, anderen Lasten aufzuerlegen, die ihr selber nicht tragen könntet.

Damit ist wohl vieles Wichtige hierzu gesagt.

Quelle: Bibel-Wissen (http://www.bibel-wissen.de/pn62/index.php?name=Sections&req=viewarticle&artid=44&page=1)


Es war für mich interessant diese Aussage zu lesen:
Zitat
Genau dieses: "Der Bruder oder die Schwester ist nicht gebunden in solchen Fällen.", wird leider oft von Bibelauslegern oder Predigern nicht akzeptiert. Zwar akzeptieren sie eine Scheidung in solchen Fällen, nicht jedoch die Wiederheirat.

Dieses „nicht gebunden“ wird hier so ausgelegt, als ob dadurch die Ehe insgesamt aufgelöst wäre. Diese Aussage ist m.E. nicht haltbar, wenn wir alle Bibelstellen beachten, siehe auch meinen letzten Beitrag (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1242.msg7377#msg7377).

Der Hinweis auf 1. Tim. 4, und zwar hier wohl besonders die Aussage: "die verbieten, zu heiraten" 1.Tim 4,3a, sehe ich besonders in Bezug aus das Zölibat, aber nicht im Zusammenhang mit dem Thema, ob es möglich ist, nach der Scheidung - und da ist es oft gar nicht so eindeutig wer dafür die Schuld trägt -, wieder zu heiraten.

Mich berührt das Thema sehr, nicht weil ich davon direkt betroffen bin, aber weil auch ich in meinem Umfeld Gläubige und Ungläubige habe, die getrennt sind. Besonders bei den Ungläubigen ist dann leider oft so, dass sie irgendwann mehrere „Partner“ gehabt haben, irgendwann gar nicht mehr heiraten, aber von den verschiedenen „Partnern“ Kinder haben. Spätestes hier denke ich oft, dass die Anweisungen Gottes bezüglich der Ehe auch für die Ungläubigen gelten. Ja, es ist meine Überzeugung.

Vielleicht ist dieses Thema für andere eine Hilfe, um hierzu eine biblische Haltung zu finden. Darüber sich auszutauschen ist m.E. wichtiger den je, denn unsere Gesellschaft entwickelt sich dazu, immer freizügiger mit dem Thema umzugehen, siehe auch das Thema „Homo-Ehe“ usw.

José
Titel: Re: Ist Wiederverheiratung möglich?
Beitrag von: Jose am 16 August 2012, 21:46:56
Über die Aussagen auf Bibel-Wissen (http://www.bibel-wissen.de/pn62/index.php?name=Sections&req=viewarticle&artid=44&page=1) denke ich immer noch nach.

Zitat:

Ein Ehepaar soll sich nicht scheiden lassen. Gott hasst Ehescheidungen und Christen sollten sie auch hassen. Das gilt für Gläubige vgl. Markus 10,2-12 und Lukas 16,18. Einzige Ausnahme: Unzucht (Mt. 5,32 + 19,3-10).


Antwort:
Zu behaupten, dass dieses Gebot nur für Gläubige gilt, ist nicht haltbar. Es waren Pharisäer, die Jesus fragten, und die waren nicht als Gläubige zu betrachten. Jesus erwähnte zwar Moses in der Markusstelle, argumentierte aber mit dem Schöpfungsbericht, indem Er sagte, dass Gott "von Anfang der Schöpfung an aber hat er sie als Mann und Frau geschaffen. »Darum wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein«; daher sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden" Mk 10,6-9. Hier zu behaupten, nur die Gläubigen seien gemeint, ist somit verkehrt.

Auch die Unzucht ist übrigens keine Rechtfertigung für eine Scheidung mit der Option, danach wieder heiraten zu können. Wo bleibt da der Raum für Vergebung bzw. Umkehr des Ungläubigen, für den sicherlich ernstlich gebetet wird?

Das einzige, was wir in der Schrift bezüglich Scheidung, besser gesagt Entlassung auf Grund von Hurerei finden, ist, dass Gott die Entlassung erlaubt, d.h. Gott mutet in diesem Zusammenhang dem Gläubigen nicht zu, mit dem Hurer oder mit der Hurerin zusammenzuleben. Aber hiermit ist nicht der Weg zu einer Wiederverheiratung eröffnet.


Zitat:

Paulus, der dieses Thema ebenfalls aufgreift 1. Kor. 7, bekräftigt Jesu Worte, und fügt hinzu, dass sofern zwei Christen hiergegen ungehorsam waren und sich trotzdem scheiden lassen haben, so sollten sie unverheiratet bleiben um es zu bereuen und sich wieder versöhnen zu können.


Antwort:
Für Christen sollte es eigentlich selbstverständlich sein, aber hieran erkennen wir, dass es bereits damals viel Klärungsbedarf gab, über das richtige Verhalten in der Ehe und der Umgang mit dem Thema Entlassung, Scheidung, Wiederverheiratung. Betonen möchte ich aber erneut, dass dieses Gebot nicht nur für zwei Christen relevant sein soll, denn die Unauflöslichkeit der Ehe, wie bereits erwähnt, gilt für alle Menschen. Aber gerade die Christen sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen, und wenn der Ungläubige Teil die Scheidung einreicht, sich dennoch zu den Geboten Gottes bekennen, dass es keine Scheidung gibt und an der Gültigkeit der Ehe für sich weiterhin festhalten, auch wenn der Ungläubige sich scheiden lässt.

Übrigens hatten die Korinther offensichtlich Paulus geschrieben und Fragen zu dem Thema gestellt, denn Paulus schreibt: "Was aber das betrifft, wovon ihr mir geschrieben habt, so ist es gut für einen Menschen, keine Frau zu berühren" 1.Kor 7,1. Paulus erläutert dann auch seine Haltung zu dem Thema „Ehelosigkeit“ und bekennt sich zu seiner persönlichen Haltung: "Ich wünsche aber, alle Menschen wären wie ich; doch jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so" 1.Kor 7,7. Vermutlich kam seine Haltung aus dieser persönliche Überzeugung: "Ich will aber, dass ihr ohne Sorge seid. Der Unverheiratete ist für die Sache des Herrn besorgt, wie er dem Herrn gefallen möge; der Verheiratete aber ist um die Dinge der Welt besorgt, wie er der Frau gefallen möge" 1.Kor 7,32-33. Vielleicht aus Sorge, dass jemand sich dann doch auch zur Ehelosigkeit hatte verleiten lassen, sagte er dann: "Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau sich nicht vom Mann scheiden lassen soll - wenn sie aber doch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann - und dass ein Mann seine Frau nicht entlasse" 1.Kor 7,10-11. Sicherlich wollte er hiermit vermeiden, dass sich jemand scheiden lässt und dann irgendwann doch wieder heiratet. Insgesamt geht es dem Apostel darum, dass es für Gläubige keine gültige Scheidung gibt, die dazu berechtigt, wieder heiraten zu können.


Zitat:

Sofern ein Gläubiger mit einem Ungläubigen zusammenlebt, so lässt uns Paulus hierzu folgendes Wissen: (1. Kor. 7,12-16)

"Den andern aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und es gefällt ihr, bei ihm zu wohnen, so soll er sich nicht von ihr scheiden. Und wenn eine Frau einen ungläubigen Mann hat und es gefällt ihm, bei ihr zu wohnen, so soll sie sich nicht von ihm scheiden. Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den gläubigen Mann. Sonst wären eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig. Wenn aber der Ungläubige sich scheiden will, so laß ihn sich scheiden. Der Bruder oder die Schwester ist nicht gebunden in solchen Fällen. Zum Frieden hat euch Gott berufen. Denn was weißt du, Frau, ob du den Mann retten wirst? Oder du, Mann, was weißt du, ob du die Frau retten wirst?"

Genau dieses: "Der Bruder oder die Schwester ist nicht gebunden in solchen Fällen.", wird leider oft von Bibelauslegern oder Predigern nicht akzeptiert. Zwar akzeptieren sie eine Scheidung in solchen Fällen, nicht jedoch die Wiederheirat.

Doch diesen sei gesagt: Ungebunden heißt ungebunden! Das heißt frei! Vergleiche auch Galater 5,1. "Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und laßt euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen."


Antwort:
Der Gläubige Teil soll sich nicht scheiden lassen, aber der Ungläubige Teil kann die Ehescheidung vor einem irdischen Gericht beantragen. Wenn aber die Ehe, nach dem himmlischen Gericht unauflöslich ist, dann bleibt sie es auch für den Gläubigen und wird nicht aufgelöst, wenn der Ungläubige sich scheidet. Und was geschieht eigentlich, wenn der Ungläubige sich scheiden lässt: Ab wann sollte dann der Gläubige Teil wieder heiraten können? Dann, wenn der Ungläubige Teil auch geheiratet hat? Und was passiert, wenn der Ungläubige Teil gar nicht wieder heiratet sondern nur mit jemand in „Unehe“ lebt und vielleicht nach einigen Monaten oder Jahren reumütig zurückkehrt, aber der gläubige Teil bereits wiederverheiratet ist?

Es ließen sich noch viele Beispiele aufführen. Das Thema ist alles andere als einfach, aber das Problem sind nicht die Gebote Gottes sondern die Schwachheiten der Menschen, oder, wie es der Herr sagte: "Jesus aber sprach zu ihnen: Wegen eurer Herzenshärtigkeit hat er euch dieses Gebot geschrieben" Mk 10,5.


Zitat:

Im übrigen sage ich diesen Brüdern auch: Wenn Gott sagt: "Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei;" 1. Mose 2,18 und ihr es trotzdem vertretet, dann seid ihr gegen Gottes Wort und verdreht es.


Antwort:
Wie erwähnt, das Thema ist nicht einfach, nicht umsonst sagten die Jünger zu Jesus: "Seine Jünger sagen zu ihm: Wenn die Sache des Mannes mit der Frau so steht, so ist es nicht ratsam zu heiraten" Mt 19,10. Sie erfassten wohl, dass es für das Fleisch unangenehm werden könnte.

"Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern die, denen es gegeben ist; denn es gibt Verschnittene, die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von den Menschen verschnitten worden sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen. Wer es fassen kann, der fasse es" Mt 19,11-12. Ich verstehe dieses Wort im Bezug auf die Ehelosigkeit. Es ist leider nicht allen geschenkt, zu heiraten oder eine glückliche Ehe zu führen. Andere verzichten auch bewusst auf die Ehe, vielleicht so wie Paulus. Das aber freiwillig und nicht als Gebot anderer.

José
Titel: Re: Ist Wiederverheiratung möglich?
Beitrag von: Jose am 17 August 2012, 09:10:30
Auf gotQuestions.org (http://www.gotquestions.org/Deutsch) fand ich den Versuch, mit dem Thema ausgewogen und vorsichtig umzugehen, letztlich tun sich die Verantwortlichen aber auch schwer damit, eine Wiederverheiratung als unzulässig zu erklären. Der Artikel ist dennoch hilfreich zu lesen.

Hier als Auszug der 5. Abschnitt des Artikels.
Zitat:

Manchmal vergisst man in der Diskussion über die Ausnahmeklausel die Tatsache, was immer auch “eheliche Untreue” bedeutet, dass sie eine Ehescheidung gestattet, aber nicht erfordert. Selbst wenn Ehebruch vorliegt, kann ein Ehepaar durch Gottes Gnade lernen, sich zu vergeben und ihre Ehe neu gestalten. Gott hat uns weit mehr vergeben. Sicherlich können wir seinem Beispiel folgen und sogar die Sünde eines Ehebruchs vergeben (Epheser 4,32). Aber in vielen Fällen ist ein Ehepartner unbussfertig und übt weiterhin geschlechtliche Unmoral. Hier mag Matthäus 19,9 Anwendung finden. Manche sinnen auch zu schnell auf Wiederverheiratung nach einer Scheidung, wenn Gott möglicherweise möchte, dass sie ledig bleiben. Manchmal beruft Gott jemanden, ungeteilter Einschränkung wegen ledig zu bleiben (1. Korinther 7,32-35). Wiederheirat nach einer Scheidung kann unter Umständen eine Möglichkeit sein, aber sie ist nicht die einzige Möglichkeit.

Quelle: gotQuestions.org - Was sagt die Bibel über Ehescheidung und Wiederverheiratung? (http://www.gotquestions.org/Deutsch/Ehescheidung-Wiederverheiratung.html)


José
Titel: Re: Ist Wiederverheiratung möglich?
Beitrag von: Jose am 18 August 2012, 11:08:26
In meinem letzten Beitrag hatte ich meinen Eindruck erwähnt, dass die Verantwortlichen von gotQuestions.org (http://www.gotquestions.org/Deutsch) sich ebenfalls sehr schwer mit dem Thema tun, insbesondere die Möglichen der Wiederverheiratung zu begründen, möchte ich noch folgendes aus dem erwähnten Artikel zitieren (Auszug aus dem 3. Abschnitt).

Zitat

Es ist wichtig zu beachten, dass nur der unschuldige Teil sich wieder verheiraten darf. Obwohl der Text es nicht ausdrücklich sagt, so ist die Genehmigung zur Wiederheirat nach einer Ehescheidung ein Zeichen der Barmherzigkeit Gottes für den, gegen den gesündigt wurde, und nicht für den, der die geschlechtliche Unmoral beging. Es mag Fälle geben, die dem “schuldigen Teil” eine Wiederheirat erlauben - aber dieser Text lehrt nicht solche Auffassung.

Quelle: gotQuestions.org - Was sagt die Bibel über Ehescheidung und Wiederverheiratung?  (http://www.gotquestions.org/Deutsch/Ehescheidung-Wiederverheiratung.html)


Der Hinweis auf die „Barmherzigkeit“ Gottes ist immer wieder ein Trost, aber wir sollten nicht versuchen, die Barmherzigkeit Gottes oder sogar die Liebe Gottes so auszulegen, wie es uns gefällt. Wir sind allemal von der Barmherzigkeit bzw. von der Gnade Gottes abhängig, müssen aber aufpassen, nicht damit zu argumentieren um zu kritischen Thema eine Lehre oder Überzeugung zu verteidigen, welche in der Bibel so nicht steht.

Die Aussage, Zitat: „Es ist wichtig zu beachten, dass nur der unschuldige Teil sich wieder verheiraten darf“, ist m.E. nicht ohne weiteres zu halten. Sicherlich wird hier an diese Aussage gedacht des Apostel Paulus gedacht: "Wenn aber der Ungläubige sich scheidet, so scheide er sich. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden; zum Frieden hat uns Gott doch berufen" 1.Kor 7,15. Persönlich sehe ich es so, dass mit diesem „nicht gebunden“ gemeint ist, dass das Gebot in Vers 12: "Den Übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und sie willigt ein, bei ihm zu wohnen, so entlasse er sie nicht" 1.Kor 7,12, und in Vers 13: "Und eine Frau, die einen ungläubigen Mann hat, und der willigt ein, bei ihr zu wohnen, entlasse den Mann nicht " 1.Kor 7,13. Wenn der Ungläubige Teil sich scheiden lassen will, dann kann der Gläubige Teil einwilligen, und die Scheidung akzeptieren. Aber ist damit der Weg auch für den Gläubigen frei, wieder zu heiraten? Ich sehe es nicht so.

Wie ich in einen anderen Beitrag bereits erwähnt habe, sollten wir mit dem Thema nicht so leichtfertig umgehen als ob Gott die Haltung vertreten würde: „Ich hasse Ehescheidung und die Ehe soll gelten, solang der Ehepartner lebt, aber wenn der Ungläubige sich scheidet, dann darf der Gläubige auch wieder heiraten, aber nur der Gläubige!“ Das mag das menschliche Wunschdenken sein, aber können wir uns vorstellen, dass Gott auch so denkt? Ich kann es mir nicht vorstellen.


In einem anderen Artikel auf gotQuestions.org (http://www.gotquestions.org/Deutsch) habe ich im letzten Abschnitt folgendes gelesen:

Zitat:

Kannst du oder sollst du also wieder heiraten? Ich kann diese Frage nicht beantworten. Ultimativ ist das etwas zwischen dir, deinem moeglichen Partner und am aller meisten Gott. Der einzige Rat, den ich geben kann ist der, das du betest und Gott um Rat und Weisheit bittest, was Er will das du tust (Jakobus 1:5). Bete mit einem offenen Verstand, und bitte Gott ernsthaft, seine Wuensche in dein Herz zu legen (Psalm 37:4). Suche den Willen des Herrn (Sprueche 3:5-6) und folge seiner Fuehrung. Das ist der Beste Rat, den ich geben kann.

Quelle: gotQuestions.org - Ich bin geschieden. Kann ich gemaess der Bibel wieder heiraten? (http://www.gotquestions.org/Deutsch/geschieden-wieder-heiraten.html)


Ich bin froh, dass hier so vorsichtig geantwortet wurde. Hier zeigt es sich aber auch, dass die Behauptung auf der Internetseite, Zitat: „the Bible has answers! we'll find them for you!“ (die Bibel hat Antworten! wir finden sie für dich!), nicht ohne weiteres eingehalten werden kann. Die Bibel hat Antworten, aber wir können sie nicht immer für andere finden und müssen selber darauf achten, nicht mehr zu sagen, als das was das Wort Gottes uns verbindlich lehrt.

José
Titel: Mann einer Frau
Beitrag von: Jose am 19 August 2012, 13:24:47
In den Anweisungen hinsichtlich der Ältesten und Diakone lesen wir: "Der Aufseher nun muss untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfrei, lehrfähig" 1.Tim 3,2, und "Die Diener seien jeweils Mann einer Frau und sollen den Kindern und den eigenen Häusern gut vorstehen" 1.Tim 3,12.

Gott hat die Einehe gestiftet und darum sollten die Verantwortlichen und dienenden in der Gemeinde hier auch untadelig sein und mit gutem Beispiel vorangehen. Diese Anweisung galt somit sicherlich, um der Bigamie (http://de.wikipedia.org/wiki/Bigamie) oder Polygamie (http://de.wikipedia.org/wiki/Polygamie) vorzubeugen und somit die Verbindlichkeit der Monogamie (http://de.wikipedia.org/wiki/Monogamie) zu bestätigen, wobei ich als Monogamie die Einehe, und zwar die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau verstehe, was in den offiziellen Kirchen leider nicht mehr so verbindlich gesehen wird.

So wie ich gelehrt bin, und da sind sicherlich nicht alle damit einverstanden, gilt diese Anweisung: „Mann einer Frau“ auch hinsichtlich Geschiedener und Wiederverheirateter. Das bedeutet, dass auch jemand, der bevor er gläubig wurde sich hatte scheiden lassen und wieder geheiratet hat, nicht mehr zum Predigtdienst oder zur Gemeindeleitung zugelassen werden kann. Ja, nicht einmal mehr zum Diakonendienst.

Wenn das konsequent umgesetzt werden würde, dann müssten vermutlich, selbst in vielen Freikirchen, viele Wortverkündiger vom Dienst zurücktreten.

Wie seht ihr es: Ist es biblisch oder eher gesetzlich, zu streng und eine unzumutbare Strafe für die, welche aus Unwissenheit vor ihrer Bekehrung geheiratet hatten, sich aber noch vor der Bekehrung haben scheiden lassen und auch wieder geheiratet haben?

José
Titel: Re: Mann einer Frau
Beitrag von: Jose am 24 August 2012, 20:14:10
Auf der Internetseite der KfG (Konferenz für Gemeindegründung e.V.) (http://www.kfg.org/de/), fand ich ein interessantes „Muster“ für eine Gemeindeordnung. Ich möchte nicht auf alles eingehen, aber im Zusammenhang mit dem Thema hier, folgendes zitieren:

Zitat

III. Praktische Fragen des Gemeindelebens
1. Ehe, Scheidung und Wiederheirat

a) In der Heiligen Schrift wird die Ehe als lebenslanger Treuebund zwischen Mann und Frau gelehrt. Gott will grundsätzlich keine Scheidung. Scheidung ist möglich im Falle von Ehebruch (Mt 19,9) und/oder wenn der Ungläubige von den beiden Partnern gehen will (1Kor 7,15).
b) Die Ehe ist grundsätzlich unauflöslich (Mt 19,6; Röm 7,1-2). Nur nach dem Tod eines Partners ist eine Wiederverheiratung möglich (Röm 7,2-3; 1Kor 7,11).
c) Eine Verbindliche Zugehörigkeit einer geschiedenen ebenso wie eine wiederverheirateten Person zur Gemeinde wird nicht grundsätzlich ausgeschlossen (1Kor 6,9-11). Voraussetzung ist aufrichtige Bußfertigkeit.
d) Eine geschiedene ebenso wie eine wiederverheiratete Person darf auch Aufgaben in der Gemeinde übernehmen. Ausnahmen: der Dienst als Ältester oder Diakon, sowie alle Dienste in Lehre und Leitung, in denen die Vorbildfunktion besonders zum Tragen kommt.

Quelle: redaktion-go-muster.pdf - kfg (http://www.kfg.org/download/artikel/redaktion-go-muster.pdf)


Fand ich sehr interessant und ermunternd zu lesen, dass andere Gläubige diese biblische Lehre auch so sehen. Ob die in diesem Vorschlag für eine Gemeindeordnung genannten Punkte in den gelisteten Gemeinden: hier (http://www.kfg.org/gemeinden/index.htm), auch befolgt werden? Wäre schön.

José
Titel: Re: Mann einer Frau
Beitrag von: Jose am 30 August 2012, 12:58:28
Paulus war nicht verheiratet, und in seinem Eifer für Gott war er sogar der Meinung, dass es besser sei, nicht verheiratet zu sein. Dennoch, und das ist biblische Lehre, weist er darauf hin, dass auch er selbst das Recht gehabt hätte, eine Schwester als Frau zu haben.

Wie deutlich ist doch die Aussage: "Haben wir etwa kein Recht, eine Schwester als Frau mitzunehmen wie die übrigen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas?" 1.Kor 9,5. Wir sehen also, auch die Apostel hatten das Recht, eine Frau zu haben, nur – und das ist ein wichtiger Hinweis auch in dieser Stelle -, es sollte eine Glaubensschwester sein. Das sollte auch von allen Gotteskindern beachtet werden, die den Wunsch haben zu heiraten: Wer nicht bereits als Ungläubiger geheiratet bzw. sich leider hat wieder scheiden lassen, sollte, wenn er bzw. sie, an das Heiraten denkt, darauf achten, dass die Ehe mit einem Bruder bzw. einer Schwester geschlossen wird.

Die Eheschließung zwischen Gläubigen und Ungläubigen ist sicherlich auch ein Thema, dass bei vielen Schmerz verursacht. Es gibt z.B. viele, die sich nach einem Ehepartner sehnen, und da ist jemand, mit dem man sich wirklich gut versteht, aber leider ungläubig – da ist man geneigt, die Ermahnung der Schrift außer acht zu lassen. Aber so eine Ehe, die bewusst eingegangen wird, kann m.E. vor dem Wort Gottes nicht bestehen und birgt auch die Große Gefahr, dass der Gläubige Teil von dem Ungläubigen im Glauben zurückgehalten wird.

Für mich, obwohl ich persönlich nicht betroffen bin, ist das ganz bezüglich der Ehe ein Thema, welches von der Schrift her sehr eindeutig ist und auch klar umrissen werden kann, was die verschiedenen Konsequenzen anbetrifft. Allerdings ist es alles andere als ein einfaches Thema, denn wie viel Schmerz gibt es gerade auf dem Gebiet.

Ich denke gerade an einem jungen Bruder, der jemand kennen gelernt hatte, die sich als gläubige ausgab und auch so benahm. Die Ehe hielt aber nicht lange und ich hörte, die Scheidung sei von ihr ausgegangen. Ich vernahm dann auch, das die Frau, die keine deutsche Staatsangehörigkeit hatte, es im Grunde wohl nur darauf abgesehen hatte, über die Heirat das Bleiberecht zu ergattern. Für den Bruder tut es mir sehr Leid. Bei dem Herrn ist mit Sicherheit Trost und Vergebung zu finden, auch Kraft für den Weg, aber es ist schwer.

Wie wichtig ist es doch, gerade in  Fragen der Ehe, ganz ernst gemeinsam zu beten und Gott zu bitten, uns den rechten Weg zu zeigen. Wir sollten auch den Rat unserer Eltern oder erfahrener Glaubensgeschwister nicht verachten. Ihre Lebensweisheit kann uns sehr zum Segen sein und zur Bewahrung dienen, denn es gibt Entscheidungen, deren Folgen dauerhaft sind.

José
Titel: Die übrigen Apostel und Petrus
Beitrag von: Jose am 30 August 2012, 23:13:49
Es lohnt sich unbedingt, sich mit dem Wort: "Haben wir etwa kein Recht, eine Schwester als Frau mitzunehmen wie die übrigen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas?" 1.Kor 9,5, ernstlich zu beschäftigen, denn wir lesen hier, was so selbstverständlich war, dass auch die Apostel, ja selbst die Brüder des Herrn, Jakobus und Judas, und auch Petrus, verheiratet waren. An der Ehe ist nichts Verwerfliches und es darf auch nicht verboten werden zu heiraten, wie es durch das Zölibat geschieht.

Es ist natürlich nicht verkehrt, auch darüber nachzudenken, in welchen Kontext die Aussage des Apostels fiel, aber ich hoffe, dass nicht jemand damit argumentiert, dass es eben nicht um die Ehe, sondern um den Anspruch der Diener Gottes auf Unterhalt durch die Gemeinde, ging. Wir lesen zwar: "Oder haben allein ich und Barnabas kein Recht, nicht zu arbeiten?" 1.Kor 9,6, aber gerade hierdurch wird deutlich, dass offensichtlich auch die Ehefrauen der Apostel durch die Gemeinden versorgt wurden, d.h. die meisten waren verheiratet. Ich erwähne das Stichwort Kontext, weil es zur List des Feindes gehört, fragenden Menschen oftmals mit dem Kontext zu verwirren, so dass sie am Ende in der Dunkelheit des Unglaubens die Wahrheit des Wortes Gottes nicht mehr erkennen.

Bei der Beschäftigung mit dem Thema ist mir auch aufgefallen, dass Jesus bereits bei der Wahl Seiner Jünger auf ihren Familienstand geachtet hatte. Ich finde es wunderbar, dass Gott in Seiner Weisheit, z.B. in 1. Korinther 9,5 den Apostel Petrus namentlich erwähnen ließ, Kephas nämlich, und dass in den Evangelien auch die Schwiegermutter des Petrus erwähnt wird: "Und als Jesus in das Haus des Petrus gekommen war, sah er dessen Schwiegermutter fieberkrank daniederliegen" Mt 8,14. Petrus war also verheiratet und hatte eine Schwiegermutter. Dass uns diese Tatsache im Wort Gottes so schlicht berichtet wird, sollte allen, die sich z.B. dem Zölibat unterordnen oder überhaupt ganz andere Vorstellungen über die Ehe haben, zu denken geben.

Ich musste daran denken, wie Gott in der Bibel alles so klar und verständlich hat aufschreiben lassen. Schwer wird es für uns nur, wenn wir eigene Wege gehen. Und leider gibt es davon viele.

José
Titel: Eigene Wege und die Gemeindezucht
Beitrag von: Jose am 31 August 2012, 20:06:24
Im ersten Beitrag in diesem Thema hatte ich geschrieben, dass es Menschen gibt die dafür beten, dass die Ehen der Gläubigen kaputt gehen. Es ist mir ein Anliegen, da ich verheiratet bin, dass meine Ehe unter dem Segen des Herrn steht und auf biblische Bahnen verläuft. Es ist unser Gebet, dass Gott uns als Ehepaar segnet und unsere Ehe auch für andere ein Segen ist. Wenn jemand nicht verheiratet ist, aber gerne heiraten möge, möge es Gott schenken, dass gläubige Ehen geschlossen werden.

Aber was geschieht, Das sind Beispiele, die vorkommen, auch in biblischen Gemeinden, weil nicht alle den gleichen Erkenntnisstand haben, oder weil nicht alle den gleichen Reifestand haben, oder, was vielleicht schlimmer ist: Nicht alle so Wandeln, wie sie eigentlich belehrt wurden und wissen, was die Schrift gebietet. Auch hier hat der Feind großes Interesse daran, das bezüglich der Ehe, Ehescheidung und Wiederverheiratung, alles Durcheinander geht, so dass am Ende gar kein Unterschied mehr zwischen der Gemeinde und der Welt besteht.

Meine persönliche Überzeugung ist, dass wenn jemand gläubiges jemand ungläubiges heiratet, dann ist es Sünde und die Folge ist Gemeindezucht und Ausschluss aus der Gemeinde. Das gleiche auch, wenn jemand geschieden ist und sich wiederverheiratet. Es klingt für viele sicherlich hart und lieblos, aber wie sollen wir uns als Gotteskinder anders verhalten, wenn die Bibel die Grundlage unseres Handelns sein soll?

Gott hat in der Bibel alles aufschreiben lassen, was für unsere Belehrung wichtig ist, wie es z.B. hier deutlich zu lesen ist: "Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, dass ein Mensch Gottes sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt" 2.Tim 3,16-17 (Luther 1912). Sollten wir also denken, dass im Zusammenhang mit der Ehe Gott uns im Unklaren lässt und es für die Gemeinde keine Ordnung gäbe? Sicherlich nicht.

Was aber die Gemeindezucht anbetrifft und selbst der Ausschluss aus der Gemeinde, mein Anliegen und Gebet ist, dass der Weg zurück nicht verbaut wird. Allerdings, wie schwer ist es, wenn man als gläubiger Mensch willentlich und bewusst gesündigt hat, wieder von Herzen und aufrichtig Buße zu tun! Das kann nur der Herr schenken. Daher sollten wir nicht mutwillig sündigen und eigene und fleischliche Wege gehen, denn wer weiß, ob Gott uns noch einmal Raum zur Buße schenkt.

Einer Schwester, die als Geschiedene einen ebenfalls geschiedenen Bruder geheiratet hatte, gab ich den Rat, Gott zu bitten, wirklich von Herzen zu bereuen und Buße zu tun. Sie litt sehr unter dem Ausgeschlossensein aus der Gemeinschaft und tat mir wirklich von Herzen Leid, aber sie hatte noch nicht Buße getan. So gab ich ihr den Rat: Bitte Gott darum!


Warum habe ich dieses Thema hier so deutlich erwähnt? Weil die Welt kaum noch weiß, dass die Ehe eine ernste und heilige Institution ist, wir aber, als Gotteskinder, müssen es wissen und darauf achten, wie wir wandeln.

José
Titel: Einen Bund habe ich mit meinen Augen geschlossen
Beitrag von: Jose am 10 Oktober 2012, 19:47:42
Einer der Gläubigen Männer des Alten Bundes, der mir im Glauben und im Leben, ein sehr großes Vorbild ist, ist Hiob. An seinem Lebenszeugnis lerne ich immer wieder.

In einer Bibelstelle bezeugt er: "Einen Bund habe ich mit meinen Augen geschlossen. Wie hätte ich da auf eine Jungfrau lüstern blicken sollen?" Hiob 31,1. Dieses Wort hat mich in den letzten Wochen oft beschäftigt, weil ich an das Verhalten seiner Frau dachte: "Da sagte seine Frau zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Vollkommenheit? Fluche Gott und stirb!" Hiob 2,9. Sie war für ihn hier keine rechte Gehilfin. Seine Antwort war richtig und sollte auch uns ermuntern, nichts und niemand mehr als Gott zu lieben: "Er aber sagte zu ihr: Wie eine der Törinnen redet, so redest auch du. Das Gute nehmen wir von Gott an, da sollten wir das Böse nicht auch annehmen?" Hiob 2,10. Hiob hielt an seinen Gott fest, aber er hielt auch an seiner Frau fest. Oder habe ich etwas in dem biblischen Bericht übersehen?

Was mich bei dem Wort aus Hiob 31,1 sehr anspricht, ist, dass obwohl Hiob von seiner Frau sehr enttäuscht wurde, er offensichtlich sehr genau darum wusste, dass sie zusammengehörten und die Ehe galt. Wie viel Not gibt es in vielen Ehen, wie schnell geht man auseinander, wenn es Probleme gibt. Das geschieht leider auch in christlichen Ehen. Wir müssen den Anfängen wehren, und dazu gehört auch, nicht lüstern, ja überhaupt nicht jemand anders zu begehren. In eine Predigt hörte ich mal: „Wenn jemand anfängt, den eigenen Ehepartner mit anderen zu vergleichen, dann handelt man bereits verkehrt“. Dies gilt sowohl für Männer als auch für Frauen.

Das Zeugnis Hiobs beschäftigt mich auch deswegen sehr, weil er sagt: "Wie hätte ich da auf eine Jungfrau lüstern blicken sollen?" Das bedeutet für mich, dass auch wenn wir angefochten werden, - und das geschieht in unseren Tagen sehr schnell -, wir dennoch nicht sündigen müssen.

Möge uns der Herr, ob verheiratet oder unverheiratet, Gnade schenken und uns auf diesem Gebiet rein erhalten, denn Jesus sagt: "Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen" Mt 5,28. Das ist für unsere Ehen wichtig, ja sogar für unser Seelenheil und unsere Vollmacht in der Welt.

Eine Schwester brach einmal ihre Verlobung ab, weil der Verlobter, ohne zu überlegen, zu ihr sagte: „Du musst gesund bleiben, denn ich will auf das Missionsfeld und brauche eine gesunde Frau“. Als er entsetzt danach fragte, warum sie es getan hatte, erinnerte sie ihn an seine Worte und sagte: „Ich weiß ja nicht, ob der Herr mir die Gesundheit erhalten wird“. Er entschuldigte sich bei ihr sehr für seine unüberlegten Worte und sie vergab ihm gerne. Später wurde er selber sehr krank und kam dem Tode nahe, aber seine Frau pflegte ihn. Wir wissen alle nicht, wie unser Weg verlaufen wird.

Wie wichtig ist doch das Gelöbnis, dass wir in guten wie in schlechten Tagen, treu zueinander stehen wollen. Möge der Herr alle christlichen Ehen segnen, dass sie in dieser Welt und in unserer Gesellschaft, ein Vorbild sind und bleiben.

Herzliche Grüße,
José
Titel: Re: Die Ehe
Beitrag von: BOB am 15 Oktober 2012, 11:57:38
Schwere Frage.
Ich habe nicht die alleingültige Antwort, aber ich sehe doch, daß zu großzügig mit Wiederheirat umgegangen wird.
Schwierig ist für mich die Aussage in Matth. 6, daß nur im Falle von Hurerei eine Scheidung klar ist und MEIN Verständnis dann sagt, daß in diesem Fall eine neue Ehe möglich wäre.
Ich kann falsch liegen, habe hier keine Klarheit.
Titel: Denn ich hasse Scheidung, spricht der HERR!
Beitrag von: Jose am 18 Oktober 2012, 21:19:28
Lieber „BOB“,
vielen dank für deine ehrlichen Worte.

Zitat von: BOB
Ich habe nicht die alleingültige Antwort, aber ich sehe doch, daß zu großzügig mit Wiederheirat umgegangen wird. Schwierig ist für mich die Aussage in Matth. 6, daß nur im Falle von Hurerei eine Scheidung klar ist und MEIN Verständnis dann sagt, daß in diesem Fall eine neue Ehe möglich wäre.
Ich kann falsch liegen, habe hier keine Klarheit.

Dass zu großzügig mit der Wiederverheiratung umgegangen wird, zeugt möglicherweise auch davon, dass zu schnell zur Scheidung geraten wird. Wenn wir die Worte Gottes bedenken: "Denn ich hasse Scheidung, spricht der HERR, der Gott Israels" Mal 2,16a, dann sollte es doch besonders den Gläubigen ein großes Anliegen sein, sich nicht scheiden zu lassen, d.h. sich nicht vom dem Ehepartner zu trennen. Unabhängig davon, ob Wiederverheiratung unter bestimmten Umständen möglich ist oder nicht - wobei es nach meiner Überzeugung nicht möglich ist -, so sollte es uns allen doch vor allem wichtig sein, dass an der Ehe festgehalten wird, selbst wenn ein zusammenleben vielleicht eine Zeitlang nicht möglich sein sollte.

Es gibt Menschen in der Welt und auch in der Gemeinde, die sich nicht haben scheiden lassen bzw. "geschieden" blieben, weil sie die Hoffnung nicht aufgegeben haben, dass der Ehepartner zurückkommt. Ihr warten war nicht immer vergeblich und muss nicht vergeblich bleiben. Es gibt Erfahrungen, die sehr schmerzlich sind und tiefe Wunden reißen, die lange nicht heilen wollen, aber was in unseren Tagen geschieht, wo man Ehepartner, - aber man redet nun mehr von „Lebenspartner“ -, wechselt wie ein Spielzeug das man nicht mehr mag, ist keine Lösung und man kann nur entsetzt und traurig darüber sein. Die Menschen verarmen innerlich mehr und mehr dabei und Kinder lernen nicht, dass man auch in schwierigen Zeiten lernen muss, treu zueinander zu stehen.

Das Wort aus Maleachi lautet vollständig: "Denn ich hasse Scheidung, spricht der HERR, der Gott Israels, ebenso wie wenn man sein Gewand mit Unrecht bedeckt, spricht der HERR der Heerscharen. So hütet euch bei eurem Leben und handelt nicht treulos!" Mal 2,16. Man kann versuchen das Wort im Zusammenhang mit Israel zu bringen, aber wir sollten unbedingt mehr lernen zu fragen, was auch das Alte Testament uns zu sagen hat. Vieles muss ohnehin geistlich gedeutet werden.

Gott hasst Scheidung, und wenn es um die Schuldfrage geht, so ist es oftmals gar nicht so einfach zu klären, wer an der Misere in manchen Ehen wirklich schuldig ist. Da ist es gut, wenn Gottes Wort durch die Gebote uns Menschen eine Richtschnur ist und daran hindert, unüberlegt und schmerzerfüllt zu schnell zu handeln. Wer geschieden und wiederverheiratet ist, kann dann nicht mehr zu dem früheren Ehepartner zurück, auch wenn die Schulderkenntnis und das Verlangen nach Versöhnung und Wiederherstellung der Beziehung wachsen.

Herzliche Grüße,
José
Titel: Re: Die Ehe
Beitrag von: sildemower am 28 Februar 2013, 16:52:07
die ehe und der sabbat sind 2 geschenke aus dem paradies, die schon vor dem sündenfall da waren- und beides will der satan zerstören unter den christen- der sabbat wurde in den sonntag - sonnenverehrung- verwandelt - von katholischen heidenchristen  und die ehe ist heute unter beschuss- beides muss weg- die ehe ist heilig und der sabbat  - 2. mose 20.8-11..- ist auch immer noch heilig- wer sich für beides heute einsetzt, wird verfolgt und ausgelacht-
Titel: Re: Die Ehe
Beitrag von: Pilger am 28 Februar 2013, 18:08:05
Der Sabbat wurde erst lange nach dem Paradies eingeführt wegen des Sammelns des Man's.
Vorher war kein Gebot des Sanbbats.
http://www.forenrunde.de/cgi-bin/forenserver/foren/F_0053/cutecast.pl?session=YJUyTyNdUUrvUPIEBSODIh7gNE&forum=8&thread=96 (http://www.forenrunde.de/cgi-bin/forenserver/foren/F_0053/cutecast.pl?session=YJUyTyNdUUrvUPIEBSODIh7gNE&forum=8&thread=96)

Manfred
Titel: Re: Die Ehe
Beitrag von: Roland am 24 März 2013, 21:25:55
Hallo sildemower,

Zitat
die ehe und der sabbat sind 2 geschenke aus dem paradies, die schon vor dem sündenfall da waren-
Pilger hat vollkommen recht: Der Sabbat wurde erst nach dem Sündenfall eingeführt. Es wird lediglich berichtet, dass GOTT während der Schöpfung am siebten Tage (Sabbat) von Seinem Werk ruhte. Zu diesem Zeitpunkt existierte kein göttliches Gebot, dass der Mensch ebenfalls am siebten Tag ruhen sollte.

Shalom
Roland
Titel: Geschieden - und doch Hoffnung
Beitrag von: Jose am 20 November 2013, 21:28:49
Das hat mich gestern doch sehr beschäftigt, als ich las, dass es von Lothar Gassmann und weitere Autoren folgendes Buch gibt: Geschieden – und doch Hoffnung. Zum Download (als PDF) hier verfügbar auf: Sermon-Online (http://bitflow.dyndns.org/german/LotharGassmann/Geschieden_Und_Doch_Hoffung_2002.pdf).

Die unteren Aussagen, die ich auf einer Webseite fand, haben mich betroffen und nachdenklich gemacht. Ist dieses Zeugnis von Lothar Gassmann? Er soll ja geschieden gewesen sein. Aber selbst wenn es nicht ihn betrifft, einfach ist das Thema nicht. Wichtig ist jedoch, dass wir in der Bibel nicht nach der Bestätigung unserer eigenen Wege suchen.

Zitat

Ehescheidung und Wiederheirat aus der Sicht der Bibel.

In der Gemeindeform, in die ich zu Anfang kam, die Charismatische Bewegung und die evangelische Landeskirche, nahm man es eher lasch mit den Lebensformen. Zum einen wurde geduldet, dass Menschen einfach unehelich beieinander wohnten, zum anderen das Ehepaare einfach auseinander gehen, so wie es in der Welt üblich ist. Es wurde so getan, als ob es egal sei was Gott in der Bibel über die Ehe, Familie und über das Zusammenleben von Menschen uns zu sagen hat.
Eine Mutter, die sichtlich Schwierigkeiten hatte wurde einfach von ihrem Ehemann verlassen. Eine biblische Seelsorge fand nicht statt, ebenso wenig eine biblische Aufarbeitung wo Sündenschuld besteht.

Das andere Extrem war folgendes: Als sich in eine neue Versammlung kam, lud man mich zu Gesprächen ein. Was mir da an den ersten Tagen in einem persönlichem Gespräch präsentiert wurde lies mich tagelang am harten Brocken kauen. Über 15 Jahre vor meiner Bekehrung scheiterte meine Ehe, worüber ich Buße tat. Meine damalige Frau ist neu verheiratet und ein Kind ging aus der „neuen“ Ehe hervor.

Ziemlich kaltherzig wurde mir in dieser Versammlung durch einen Bruder offenbart: „Du kannst nie wieder heiraten, da Du vor Deiner Bekehrung geschieden wurdest“. So stehe es in der Bibel. Dabei wurden mir einige Verse zitiert und ich hatte den bitteren Brocken zu schlucken. Mir wurde übel, am nächsten Tag konnte ich kaum meiner Arbeit nach gehen.
Hoffte ich doch gerade durch meine Sündenerkenntnis und Buße auf ein neues Leben, eventuell auf eine neue Familie.
Das passte nicht in mein Verständnis von Gott, der die Sünden des alten Lebens vergibt und nicht mehr anrechnet. Ich machte mich also auf den Weg, was die Bibel darüber sagt, ob ein Sünder, der zu Jesus Christus umkehrt, wirklich diese Last auferlegt bekommt, für sein altes früheres Leben lebenslang zu büßen. Und ob vor Gott die Ehe immer noch besteht oder geschieden ist.
In dieser Not befinden sich viele gläubige Männer und Frauen.

Gerade Familienväter gut funktionierender Familien, die traditionell in einem gläubigen Elternhaus aufgewachsen sind, und kaum das sündige Leben in einer Familie ohne Gott schmeckten, fällen sehr schnell kaltherzig ein Urteil über neu Begehrte: “Du hast nie wieder zu heiraten, ich zeige Dir die Bibelstellen dazu…”
Was sagt Gott wirklich über Scheidungen? Wann gilt eine Ehe vor Gott als aufgelöst?
Was ist mit neu bekehrten Menschen, die vor ihrer Bekehrung geschieden wurden, und deren Ehe auch vor Gott aufgelöst ist?
Wann und wodurch lässt Gott eine Scheidung gelten und wann eine Wiederheirat zu?


Ich machte mich auf die Suche nach den Aussagen Gottes in der Bibel und nach Schriften und Auslegungen, keineswegs von Liberaltheologen. Ich forschte auf Seiten wo ich wusste dass dort das Wort Gottes im Vordergrund steht.

Gibt es Hoffnung für Geschiedene? Hierzu wollen wir einige erfahrene bibeltreue Theologen und Seelsorger zu Wort kommen lassen, die das Thema Ehe und Scheidung im Gesamtzusammenhang des Alten und Neuen Testamentes beleuchten und versuchen Gottes Sicht und Wille dar zu legen.
Denn schliesslich geht es darum was der Wille Gottes ist und ob über unserem späteren Handeln Gottes Segen steht.

Quelle: andreasekklesia (https://andreasekklesia.wordpress.com/2013/07/13/was-sagt-die-bibel-uber-scheidung-und-wiederheirat/)


Gottes Segen,
José
Titel: Ehe und Ehelosigkeit
Beitrag von: Jose am 15 Juni 2014, 12:06:26
Beitrag editiert

Auch wenn ich nicht allem Zustimmen kann, was auf der Webseite "was-CHRISTEN-glauben.info" steht, so fand ich doch folgende Abhandlung zum Thema "Ehe und Ehelosigkeit" sehr hilfreich und auch mutig, in einer Zeit, in der selbst in Freikirchen immer mehr die Freizügigkeit hinsichtlich der Ehe einzieht.

In der Einleitung steht:


Worum es uns mit diesem Thema geht

In diesem Text möchten wir beschreiben, wie Gott sich die Beziehung zwischen Mann und Frau gedacht hat und stellen es dem entarteten Gebrauch der Sexualität in der heutigen Zeit gegenüber. Wir möchten auf den Wert der Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen aufmerksam machen und zeigen, was die Bibel über das Miteinander von verheirateten und ledigen Menschen in der christlichen Gemeinde auf Grundlage der Bruderliebe sagt, die die Liebe zwischen Mann und Frau übersteigt.



Ansprechend fand ich auch die nachfolgende Aussage:


Noch ein Gedanke zu eheähnlichen Beziehungen: Der fehlende Trauschein ist vor Gott kein Freibrief dafür, dass man den Partner wechseln kann wie man will. Wo sich Mann und Frau zum Zusammenleben entschließen und praktisch die Ehe vollziehen, sind sie für den Rest ihres Lebens aneinander gebunden, wie wenn sie geheiratet hätten. Trotzdem sind solche „freien“ Beziehungen keine legitimen Ehen, da das öffentliche Bekenntnis zum Partner dazugehört (in unserer Gesellschaft der Gang zum Standesamt).



Es wäre aber besser gewesen zu betonen, dass ein Zusammenleben vor der Ehe nicht richtig ist und die eheähnliche Praxis vor der Ehe als Hurerei zu sehen ist.


Mit freundlichen Grüßen
José
Titel: Re: Die Ehe
Beitrag von: inchristus am 15 Juni 2014, 15:15:25
Hallo José,                                                                                                      Beitrag geändert

zu dieser Gemeinschaft unter dem Link: was Christen glauben.info in Stuttgart hatte ich auf der Suche nach einer Gemeinde mehrfach Kontakt und ihre Kommune für einige Tage besucht.

Das Erlösungswerk, der stellvertretende Tod Christi war ihnen fremd. Kopfschüttelnd kam die Frage auf: Wieso stellvertretender Tod? Auf meine Frage, warum Jesus gekreuzigt wurde, bekam ich als Antwort: Um zu zeigen, wie schlecht der Mensch doch ist. Die Antworten kamen von Leuten, die sich seit sehr vielen Jahren Christen nennen. Sie kennen das Evangelium nicht. Ich hatte mich zu damaliger Zeit durch ihre Veröffentlichungen unter diesem Link blenden lassen. Als ich ihnen ein Traktat "Wir brauchen Jesus" zeigte, hat sich bei einer, die eine führende Rolle einnahm, das Gesicht verzogen. Christen, die Jesus verkündigen, lehnt sie ab. Sie sind Werksgerechte! Zu Beginn dachte ich auch tatsächlich, ich wäre bisher verführt worden, bis mir nach Tagen der Herr die Augen öffnete und ich meinen Besuch kurzerhand abgebrochen habe.

Lieber José, ich bitte dich, diesen Link zu löschen! Es sind Verführer und ich möchte nicht, dass so manch einer, der nicht in der Lehre gefestigt ist, in diesen Strudel von Verführung gerät!

Sei mir bitte nicht böse, wenn ich sehr direkt dir schreibe. Aber warum stellst du denn die Gedanken anderer hier ins Netz, die du dann kommentierst und erstellst damit auch Vernetzung zu Verführern?!

Ich persönlich würde mich freuen, wenn du deine eigene Erkenntnis durch Bibelstudium hier reinstellen würdest, nämlich das, was dir Gott in SEINEM Wort gezeigt hat und wir Austausch haben.

Verzeih mir bitte, dass ich dir so offensiv schreiben muss.

In Liebe!
Astrid
Titel: Re: Ehe und Ehelosigkeit
Beitrag von: Jose am 15 Juni 2014, 22:44:33
Liebe Astrid.

Vielen Dank für deine Hinweise und deine schwesterliche Ermahnung. Ich habe die Beiträge überarbeitet und die Links entfernt, aber den Ursprung der Zitate gelassen, aus denen sie kommen. Ich denke, dass die von mir zitierten Aussagen als solche richtig sind.

Ich hatte einiges auf der Webseite gelesen und fand die Aussagen gut und richtig. Auf deine Hinweise hin, habe ich aber dann bestimmte Beiträge mir genauer angeschaut und so fand ich z.B. folgende Aussagen:


Der Christus musste durch Leiden in seine Herrlichkeit eingehen. Nicht deswegen, weil er sein Blut vergießen musste, um Gott zu versöhnen und die Strafe für unsere Sünden zu bezahlen. Jesus wollte die Herrschaft Gottes in dieser Welt nicht mit Gewalt aufrichten, sondern durch Dienst und Hingabe. Wenn der absolut Gute in diese Welt kommt, die in Rebellion gegen die Güte Gottes lebt, und die Bösen nicht auf den Guten hören wollen, ist deren Reaktion Hass und Gewalt. Jesus blieb konsequent in seiner Liebe. Deswegen musste er den Weg des Leides und des Todes gehen, um so den Hass zu überwinden.


Ich muss dir Recht geben, dass hier offensichtlich eine mangelnde Erkenntnis über das Erlösungswerk Jesu vorliegt. Wahrscheinlich insbesondere mit der Notwendigkeit der Erlösung durch das Blut Jesu.

Hebr 9,11-12
11 Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt - das nicht mit Händen gemacht, das heißt, nicht von dieser Schöpfung ist - 12 und nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen und hat <uns> eine ewige Erlösung erworben.

Es gibt leider viele Gläubige die ein Problem haben damit, dass wir ohne das Blut Jesu nicht hätten erlöst werden können bzw. sie haben leider ein Problem damit, wenn das Blut Jesu so sehr betont wird.

Zu deine Bitte:
Zitat
Ich persönlich würde mich freuen, wenn du deine eigene Erkenntnis durch Bibelstudium hier reinstellen würdest, nämlich das, was dir Gott in SEINEM Wort gezeigt hat und wir Austausch haben.

Das ist ohne Zweifel mein Anliegen, aber nicht immer sind die eigenen Erkenntnisse richtig, wie es auch in manchen Beiträgen hier im Forum deutlich wurde. Mir liegt zudem persönlich auch daran, mich auch mit den Aussagen anderer zu beschäftigen und darüber Austausch zu haben, denn auch so lernen wir voneinander.

Mich schmerzt auch die Aussage, wie schnell etwas als falsches Evangelium und jemand als Irrlehrer bezeichnet wird. Wenn ich danach ginge, wären z.B. alle, die in Zungen beten, von Dämonen besessen. Aber dann müsste ich, so wie ich es erkenne, die, welche solches behaupten, als falsche Brüder bezeichnen, und das kann ich nicht.

Sicherlich erinnerst du dich auch noch, dass ich hier in diesem Forum als "Satansknecht" bezeichnet wurde. Ich möchte solche Schuld nicht auf mich laden und in solcher Weise über andere urteilen, nur weil sie bestimmte Erkenntnisse noch nicht haben oder etwas andere Erkenntnisse haben.

Aber, um zu diesem Thema über die Ehe zurückzukehren, ich fand z.B. auch folgende Aussage in der erwähnten Ausarbeitung über "Ehe und Ehelosigkeit" sehr mutig und sehr richtig:



Es gibt Menschen, die meinen, man könne Probleme mit der Reinheit auf sexuellem Gebiet lösen, indem man heiratet. Manchmal wird dafür 1. Korinther 7,8.9 angeführt:

Ich sage aber den Unverheirateten und den Witwen: es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich. Wenn sie sich aber nicht enthalten können, so sollen sie heiraten, denn es ist besser, zu heiraten, als zu brennen.

Sehr irreführend ist der Text in der Einheitsübersetzung: „Es ist besser zu heiraten, als sich in Begierde zu verzehren …“

Es ist eine Entwertung der Ehe, wenn sie die Lösung dafür sein soll, dass jemand sein sexuelles Triebleben nicht beherrschen kann. Solche Lösungsvorschläge offenbaren ein niedriges moralisches Niveau, welches Paulus sicher nicht unterstützen würde. Er spricht an vielen Stellen gegen sexuelle Sünden und davon, dass im Leben eines Christen der Geist herrscht und nicht das Fleisch (z. B. Galater 5,16). Je tiefer der Wunsch und die Entschlossenheit eines Christen ist, Gott zu dienen und die Brüder zu lieben, umso weniger Raum werden fleischliche Wünsche in seinem Leben haben. Wie sollte Paulus so einen Rat geben, unbeherrschte sexuelle Begierden in einer Ehe quasi legalisiert ausleben zu sollen?!



Auch diese Worte finde ich sehr ermahnend und richtig, insbesondere wenn man bedenkt, wie viel Not es auch in christlichen Ehen gibt.

Mit brüderlichen Grüßen,
José
Titel: Re: Die Ehe
Beitrag von: inchristus am 16 Juni 2014, 16:00:00
Hallo José,                                                                                              Beitrag geändert

wenn ich deine Zeilen lese, habe ich tatsächlich den Eindruck, dass du am Einschlummern bist. Lass' dich wieder wachrütteln!

Die Leute dort, von denen ich dir berichtete, haben nicht den Heiligen Geist. Denn der Heilige Geist verherrlicht unseren HERRN Jesus Christus!!! Und genau das machen sie nicht. Im Gegenteil, das wollen sie gar nicht hören. Wie ich schrieb: 'Als ich ihnen ein Traktat "Wir brauchen Jesus" zeigte, hat sich bei einer, die eine führende Rolle einnahm, das Gesicht verzogen. Christen, die Jesus verkündigen, lehnt sie ab.'

Sie sind also nicht echt. Und wer von ihnen es wäre, der würde den Irrtum dort auch erkennen und rausgehen.

Hier scheue ich mich nicht, auszusagen, dass sie den Heiligen Geist nicht haben. Noch einmal: Der Heilige Geist verherrlicht Jesus Christus, macht IHN groß! Sie lehnen wahre Christen, die eben NUR von Jesus Christus reden, ab. Sie nennen sich zwar Christen, sie sind es aber nicht. Pseudochristen! Und gefährlich, weil sie Suchende verführen!

Joh16,14 "Er (Heiliger Geist) wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen."

Und ich bin so froh, dass zumindest zu damaliger Zeit kaum jemand neu zu ihnen dazugestoßen ist.

Lieber José, mich hingegen schmerzt, dass du alles so schön redest. Wer an ein falsches Evangelium glaubt, gibt eben auch dieses falsche Evangelium weiter. Und damit ist derjenige ein Irrlehrer.

Und selbst wenn der Gläubige seinen Glauben für sich behalten würde, weiß doch Gott alles, wie es in seinem Herzen aussieht und an was er glaubt. So oder so, geht derjenige, der eben nicht in der Wahrheit bleibt, verloren. Er bleibt dann nicht mehr in IHM. Denn ER ist die Wahrheit. Bleiben wir nicht in der Wahrheit, so bleiben wir nicht in IHM!!!

Eph5,14 "Darum heißt es: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten!"

Astrid

PS: Meine Worte sind nur in Liebe gemeint, denn "Treu gemeint sind die Schläge des Freundes, aber reichlich die Küsse des Hassers!"
Titel: Re: Ehe und Ehelosigkeit
Beitrag von: Jose am 16 Juni 2014, 19:22:06
Liebe Astrid.

Zu dieser Gemeinschaft, über die du viel Negatives berichtest, habe ich das Thema IIrrlehre bei: was CHRISTEN glauben.info (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1507.msg10654#msg10654) eröffnet, da ich denke, dass ein Ausstausch darüber sinnvoll sein könnte.

Du hast geschrieben:
Zitat von: inchristus
wenn ich deine Zeilen lese, habe ich tatsächlich den Eindruck, dass du am Einschlummern bist. Lieber Bruder, lass' dich wieder wachrütteln!
Deine Formulierung lässt daraus schließen, dass du dir schon länger Gedanken darüber machst.

Mir liegt zwar auch einiges auf dem Herzen, aber im Grunde müssten wir uns persönlich austauschen und das geht in einem Forum leider nicht wirklich.

Ja, wir müssen uns wirklich täglich dem Herrn anbefehlen und IHN bitten, uns zu bewahren. Es ist auch wichtig, darüber zu wachen, auf dem Weg zu bleiben und auch für viele Glaubensgeschwister vor dem Herrn in der Fürbitte einzustehen, dass wir alle treu auf dem Weg bleiben und ein Segen sind für andere. So erretten wir nicht nur uns selber, sondern kann der Herr uns auch gebrauchen zum Heil für andere.

Der Herr segne dich mit dem Wort: "Lasst uns aber die Wahrheit reden in Liebe und in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Christus" Eph 4,15.

Mit brüderlichem Gruß,
José
Titel: Re: Die Ehe
Beitrag von: inchristus am 16 Juni 2014, 20:10:00
Hallo José,                                                                                       Beitrag geändert

frage bitte Jesus und lass es dir von IHM zeigen!

Astrid
Titel: Falsches Evangelium?!
Beitrag von: Roland am 16 Juni 2014, 20:50:36
Hallo José,

ich bin kurz im Forum zu "Besuch". Erst einmal danke, dass Du die Links entfernt hast. Du zitierst diese Gruppierung mit folgenden Worten:

Zitat
Der Christus musste durch Leiden in seine Herrlichkeit eingehen. Nicht deswegen, weil er sein Blut vergießen musste, um Gott zu versöhnen und die Strafe für unsere Sünden zu bezahlen.

Wenn das kein falsches Evangelium ist, muss ich Dich fragen: Was ist ein falsches Evangelium? Wir alle wissen, dass Sündenerkenntnis bzw. die Erkenntnis der Verlorenheit die Voraussetzung für die Errettung ist. Der nächste Schritt ist die Bekehrung, weil wir wissen, dass wir unsere Sünden nicht aus eigener Kraft beseitigen können. Dann ist diese Person wiedergeboren.

Diese Gruppierung behauptet jedoch, dass der HERR JESUS nicht für unsere Sünden gestorben ist. Warum ist ER denn gestorben? War es Pech oder eine Laune des Schicksals? Wenn eine Person nicht erkannt hat, dass der HERR JESUS für unsere Sünden gestorben ist, müssen wir dieser Person die Wiedergeburt absprechen. Wie will diese Person vor GOTT bestehen? Aus eigenen Werken, Weisheit.....?

Lieber José, ich kann mich Astrids Worte nur anschließen:


Zitat
Lieber Bruder, lass' dich wieder wachrütteln!


Mit Deiner Einstellung gibt es gar kein "falsches Evangelium", sondern es liegt lediglich eine "mangelnde Erkenntnis über das Erlösungswerk JESU vor". Dann sind alle Zeugen Jehovas Christen, da sie lediglich den HERRN JESUS mit dem Erzengel Michael verwechseln. Das ist natürlich kein falsches Evangelium, sondern ist lediglich eine mangelnde Erkenntnis über die Person JESU.

Das Wohlstandsevangelium ist auch kein falsches Evangelium, denn natürlich ist JESUS dafür gestorben, dass wir alle Millionäre werden. Wenn es mit den Millionen nicht klappt, glauben wir nicht richtig.

Paulus hatte sich geirrt, als er den Galatern schrieb, dass sie in Gefahr stehen, auf ein falsches Evangelium hereinzufallen. Natürlich war die Werksgerechtigkeit (das Halten des mosaischen Gesetzes und die Beschneidung) das richtige Evangelium; es liegt lediglich eine mangelnde Erkenntnis über das Erlösungswerk JESU vor

Auch die Mormonen glauben natürlich nicht an ein falsches Evangelium. Sie liegen schon ganz richtig, wenn man mal über die mangelnde Erkenntnis über das Erlösungswerk JESU absieht.

Lieber José, ich kann Dir nur zurufen: WACH AUF!

Mit traurigen Grüßen

Roland


Titel: Hinweis auf thread: Irrlehre bei: ...
Beitrag von: Jose am 16 Juni 2014, 22:52:18
Hallo Roland.
Danke für deine Antwort im Thread Irrlehre bei: was CHRISTEN glauben.info (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1507.msg10654#msg10654). Ich würde gerne dort das Thema weiter diskutieren und darüber aufklären.

Wie siehst du es?
Titel: Was "Christen" glauben
Beitrag von: Roland am 16 Juni 2014, 23:24:12
Hallo José,

gute Idee; das können wir gerne so machen.

Shalom
Roland
Titel: Ehebruch
Beitrag von: inchristus am 20 Juni 2014, 10:39:48
Liebe Leser,

um auf das ursprüngliche Thema des Threads zurückzukommen "Die Ehe und die Ehescheidung":

Mt5,32 "Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, ausgenommen wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht..." wird vielfach so ausgelegt, dass bei Unzucht die Ehe geschieden werden darf.

Dann wäre diese Bibelstelle ein Widerspruch zu Röm7,2.3; 1Kor7,39; Mt19,6.9; Mal2,16 und 1Kor7,10.15, in denen sich Gott gegen die Scheidung ausspricht!!!

Mt5,32 hingegen stellt zum einen klar, dass die Ehescheidung Ehebruch ist! Durch die Scheidung des Mannes wird die Frau zur Ehebrecherin.

und "...ausgenommen wegen Unzucht,...": In diesem speziellen Fall liegt der Ehebruch der Frau bereits durch ihre Unzuchtshandlung vor und wird nicht erst aufgrund der Scheidung/ Entlassung durch deren Mann provoziert! Durch die Unzucht hat sie bereits die Ehe gebrochen. Sie macht sich selber durch ihre Unzucht zur Ehebrecherin und nicht der Mann durch seine Scheidung.

Liebe Grüße
Astrid

Titel: Re: Ehebruch
Beitrag von: Jose am 20 Juni 2014, 11:57:56
Die Bibelstelle: "Ich aber sage euch: Jeder, der seine Frau entlassen wird, außer aufgrund von Hurerei, macht, dass mit ihr Ehebruch begangen wird; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch", Mt 5,32 ist m.E. nicht so einfach zu verstehen. Ist die Scheidung bereits Ehebruch? In Verbindung mit 1. Korinther 7,12-15 muss ich davon ausgehen, dass die Scheidung an sich nicht immer gleich als Ehebruch zu sehen ist.

1. Kor 7,12-13.15.
Die Aussagen aus dem Korintherbrief reden nicht von Ehebruch: 12 Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und sie willigt ein, bei ihm zu wohnen, so entlasse er sie nicht. 13 Und eine Frau, die einen ungläubigen Mann hat, und der willigt ein, bei ihr zu wohnen, entlasse den Mann nicht. 15 Wenn aber der Ungläubige sich scheidet, so scheide er sich. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen <Fällen> nicht gebunden; zum Frieden hat uns Gott doch berufen.

Was aber in der Bibel eindeutig bezeugt wird, ist: "Jeder, der seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; und jeder, der die von einem Mann Entlassene heiratet, begeht Ehebruch" Lk 16,18.  Das bedeutet, dass die Ehe in jedem Fall weiterbesteht und eine erneute Verbindung nicht möglich ist.

Es ist aber ganz gewiss nicht immer einfach für die Betroffenen, besonders wenn die in Antwort #21 erwähnte Situation bedacht wird: Geschieden - und doch Hoffnung (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1242.msg10223#msg10223). Es wäre aber besser gewesen, anstatt sich rechtfertigen zu wollen und nach Begründungen im Wort Gottes zu suchen, darüber stille zu werden. Der Schaden, der durch so ein Buch angerichtet wird, ist letztlich größer, weil für klare Anweisungen der Schrift Auswege gesucht werden.


Wenn die, welche Vorbilder der Gemeinde sein sollten, hier scheitern, so wundert es leider nicht, wenn die Situation in der Gemeinde vielfach so aussieht wie in der Welt. Siehe in diesem Zusammenhang auch meine Antwort im Thread: Benny Hinn im Schock (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1039.msg10566#msg10566):
Zitat
So richtig verstehe ich nicht, warum du deine letzten Antworten gelöscht hast. Wenn du der Meinung bist, dass ein Mensch, nachdem sich der andere Ehepartner hat scheiden lassen, frei ist eine andere Verbindung einzugehen, so kannst du deine Meinung dazu haben.

Manfred hatte davor geschrieben, mit Verweis auf 1. Kor. 7:
Zitat
Er war schon geschieden, als er "Händchenhaltend" fotografiert wurde.
Aber vor Gott gilt Ehescheidung eben nicht, um eine erneut Verbindung einzugehen, daher darf so ein Verhalten, zu keinem Zeitpunkt entschuldigt werden.

Mit freundlichen Grüßen,
José
Titel: Re: Die Ehe
Beitrag von: Jose am 01 Juli 2017, 10:55:46
Als ich vor bald 5 Jahren das Thema eröffnete, stand ich besonders unter dem Eindruck:

Erst vor kurzem habe ich gehört, dass es Menschen gibt, die dafür beten, dass die Ehen der Gläubigen kaputt gehen. Als ich das hörte, war ich sehr verwundert.

Nach der gestrigen Abstimmung im Bundestag und der Mehrheit zur „Ehe für alle“, achtete ich in den Diskussionen besonders auf die Argumentation, ob mit Ehe die Verbindung zwischen Mann und Frau gemeint ist oder einfach die Verbindung zwischen zwei Personen.

Es wurde viel argumentiert, dass der Sinn der Ehe ist, dass Mann und Frau Kinder zeugen. Aber irgendwie vermisste ich weitere Argumente, z.B. wie negativ es sich für die Kinder und die Gesellschaft auswirkt, wenn Kinder ohne den Vater oder ohne die Mutter aufwachsen müssen.

Wir lesen in der Bibel gleich am Anfang der Bibel: "Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde" 1. Mose 1,27-28a. Aber in einer Zeit, in welche der Mensch nicht mehr nach Gott fragt, interessiert das kaum noch jemand, was die Bibel sagt. Auch will niemand als Homophob gelten.

JESUS KOMMT WIEDER und wird Gericht üben. Der Mensch in Seinem Wahn will nur konsumieren und fällt immer mehr von Gott ab. Um den Kinderwunsch zu erfüllen kommen dann z.B. „Leihmütter“ zu tragen oder Kinder werden adoptiert. Bei lesbischen Partnerschaften gibt es die Möglichkeit eines „Samenspender“. O Menschheit, wohin gehst du?

IHR CHRISTEN, PASST EUCH NICHT AN! Der Teufel will die Ehe zerstören, die Verbindung zwischen Mann und Frau. Das versucht er auch, indem er die Bedeutung der Ehe zu untergraben versucht, als ob Ehe lediglich eine verbindliche Bindung zwischen zwei Menschen wäre.
Titel: Re: Gott schuf die Ehe
Beitrag von: EduardS am 01 Juli 2017, 22:37:26
...
Ich habe das Thema eröffnet, weil ich in diesen Tagen so dankbar dafür wurde, nun über 20 Jahre verheiratet zu sein. 20 Jahre ist für viele nicht lange, aber in dieser Zeit ist so vieles gewesen, so viele innere und äußere Kämpfe und Veränderungen. Es war und ist so wichtig zu wissen, dass Gott uns zusammengeführt hat und wir deswegen füreinander da sind. Das ist mein Verständnis von Ehe.  José

- Gott sei Dank, José.
Wir leben auch schon seit über 26 Jahren FÜReinander (wie Du es betont hast!).
Man kann noch mehr Jahre MITeinander, NEBENeinander usw. leben, - aber wichtig ist FÜReinander da sein!
In diesen 26 Jahren hat Gott uns 16 Kinder, 2 Schwiegertöchter und 2 Enkeln gegeben.
Alle sind gesund und dienen dem Herrn!
Gott sei Dank für alles.