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www.hauszellengemeinde.de => PNEUMATOLOGIE => Thema gestartet von: Jose am 15 Februar 2012, 10:08:44

Titel: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Jose am 15 Februar 2012, 10:08:44
Zu diesem Thema sind meine Fragen:
Ob diese Sünde vergeben vergeben werden kann, dazu habe ich keine Frage, denn Jesus hat gesagt: "Und wenn jemand ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wenn aber jemand gegen den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen" Mt 12,32.

Herzliche Grüße,
José
Titel: Die Sünde wider den Heiligen Geist (was, wer, wie)
Beitrag von: Jose am 29 Februar 2012, 16:14:00
Ich will nun versuchen, meine persönlichen Überlegungen zu diesem Thema darzulegen:

Was ist die Sünde wider den Heiligen Geist?
Als Nikodemus zu Jesus kam bezeugte er: "Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm" Joh 3,2. Wenn die Obersten der Juden somit wussten, dass Jesus von Gott gesandt war, dennoch aber das was Jesus tat als Werke des Teufels bezeichneten, dann war es sehr bedenklich und Jesus warnte ernstlich davor, dass hier die Lästerung des Heiligen Geistes erfolgen könnte. Die andere Möglichkeit der Sünde wider den Heiligen Geist sehe ich im Zusammenhang mit dem Abfall von Glauben, den ich in der Bibel gelehrt sehe.

Wer kann diese Sünde begehen?
m.E. nur Gläubige oder solche, die es eigentlich sein sollten, siehe die Pharisäer und Schriftgelehrten.

Geschieht diese Sünde bewusst?
Mit Sicherheit. Es ist doch Gott daran gelegen, uns von den Wegen des Irrtums zurückzuholen. Daher liegt es auch an uns, ob wir uns zu Recht bringen lassen oder nicht. Bei Hananias und Saphira (Apg. 5) finden wir Unaufrichtigkeit und Heuchelei, obwohl es sich um Gläubige handelte. Ich will nicht behaupten, dass sie die Sünde wider den Heiligen Geist begangen hatten, aber sie waren überein gekommen, den Heiligen Geist zu betrügen und die Auforderung zur Aufrichtigkeit zu verachten. Dafür wurden sie gerichtet und ich kann nur hoffen, dass sie dennoch gerettet wurden, habe jedoch große bedenken, denn sie waren nicht aufrichtig vor Gott und haben den Mahnungen des Heiligen Geistes widerstrebt und belogen.


Im Zusammenhang mit der Sünde, die nicht vergeben werden kann, sehe auch die Ermahnung des Apostel Johannes: "Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tod, soll er bitten, und er wird ihm das Leben geben, denen, die nicht zum Tod sündigen. Es gibt Sünde zum Tod; nicht im Hinblick auf sie sage ich, dass er bitten solle" 1.Joh 5,16. Auch hier ist von einer Sünde die Rede, die Gläubige tun können, und für die wir nicht bitten dürfen. Handelt es sich hier auch um die Sünde wider den Heiligen Geist?


José
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Roland am 01 März 2012, 00:00:09
Der HERR JESUS verurteilt hier die Sünde der Pharisäer, dass sie mutwillig etwas verwarfen, wovon sie wussten, dass es von GOTT war (vgl. Johanes 11,48; Apostelgeschichte 4,16). Sie konnten nicht leugnen, dass die Werke, die der HEILIGE GEIST durch den HERRN JESUS tat, wirklich geschehen waren. So schrieben sie sie Satan zu, obwohl sie wussten, dass es GOTTES Wirken war (Matthäus 12,24; Markus 3,22).

Ich denke, dass es nicht relevant ist, ob jemand (un-)gläubig ist, sondern erkannt hat, dass GOTTES GEIST wirkt und dieses Wirken Satan zuschreibt.
Titel: Die Sünde wider den Heiligen Geist - durch wen und wie?
Beitrag von: Jose am 03 März 2012, 11:27:27
Hallo Roland,
über diese Aussage von dir habe ich viel nachgedacht:

Zitat von: Roland
Ich denke, dass es nicht relevant ist, ob jemand (un-)gläubig ist, sondern erkannt hat, dass GOTTES GEIST wirkt und dieses Wirken Satan zuschreibt.

Das ist wirklich wichtig zu beachten, wobei wir hier sicherlich auch bedenken müssen, dass es für uns im Einzelfall schwerlich ist zu beurteilen, wann die Sünde wider den Heiligen Geist geschehen ist, die ja nicht mehr vergeben werden kann. Man muss sich aber sehr der Gefahr bewusst sein und Buße tun, sobald wir von dem Heiligen Geist ermahnt werden, uns diesbezüglich in Gefahr zu begeben. Es ist meine Überzeugung, dass Gott uns sehr frühzeitig und ernstlich ermahnt, daher erachte ich es für wichtig, dass wir uns nicht unnötig ängstigen, als hätten wir die Sünde wider den Heiligen Geist begangen.

Es gibt Gläubige, die sehr angefochten werden und meinen, die Sünde wider den Heiligen Geist begangen zu haben. Von einem alten und treuen Bruder, der längst beim Herrn ist, habe ich es gehört, dass er in den letzten Stunden vor seinem Tod diesbezüglich sehr angefochten wurde. Von einem anderen Bruder, der unter Depressionen litt, erfuhr ich, dass er ebenfalls diesbezüglich starke Anfechtungen hatte, die so weit gingen, dass er einen Selbstmordversuch unternahm.

Lasst uns aber auch bedenken, dass selbst wenn wir nicht den Heiligen Geist gelästert haben, wir uns doch von Gott so entfernt haben können und den Ermahnungen des Heiligen Geistes widerstrebt, um am Ende schließlich doch wieder in die Sünde einzuwilligen und vom Glauben abzufallen. Wenn man hier nicht Buße tut und wieder umkehrt - was bei der Sünde wider den Heiligen Geist nicht mehr möglich wäre -, geht man am Ende doch verloren.

Mit meiner letzten Aussage habe ich hiermit bezeugt, dass es meine Überzeugung ist, dass Gläubige vom Glauben abfallen können - wer auch sonst? -, und somit keine Gläubige mehr sind. Damit kann die Sünde wider den Heiligen Geist von Gläubigen verübt werden und dann trifft auch sie das Urteil, dass sie nicht mehr Buße tun können.

Die Behauptung, ob ein Christ wieder zu einem Nichtchristen werden kann, ein Gläubiger somit wieder zu einem Ungläubigen, wird von vielen abgelehnt. Aber gerade die Aussage Jesu, dass die Sünde wieder den Heiligen Geist nicht vergeben werden kann, ist m.E. ein Beweis dafür, dass es diese Möglichkeit in der Endkonsequenz doch gibt.

Gottes Segen,
José
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Roland am 04 März 2012, 21:04:08
Hallo José,

Zitat
Es gibt Gläubige, die sehr angefochten werden und meinen, die Sünde wider den Heiligen Geist begangen zu haben.

Ich bin davon überzeugt, wenn Gläubige hier angefochten werden, dann haben sie nicht die Lästerung gegen den HEILIGEN GEIST begangen. Diejenigen, die diese Lästerung ausgeübt haben, werden keine Angst mehr haben, denn sie sind geistlich tot.

Wir sind auch der gleichen Meinung, dass Wiedergeborene vom Glauben abfallen können. Deine Aussage hier ist absolut biblisch. Aber die Apostasie ist für mich nicht die Lästerung des HEILIGEN GEISTES.

Shalom
Roland
Titel: Apostasie (Hebräer 6,4-6)
Beitrag von: Jose am 09 März 2012, 20:26:20
Für mich behandelt Hebräer 6,4-6 den schlimmsten Fall von Apostasie, also den Abfall vom Glauben. Wir hätten m.E. auf jeden Fall ein Problem mit der Aufzählung, wenn wir hier keine Gläubigen sehen wollen:Ich kann nicht erkennen, dass es sich hier nur um "angesprochene" aber nicht wirklich bekehrte handelt. Überhaupt, wie kann jemand den Heiligen Geist empfangen, wenn er nicht wiedergeboren ist?
 
Hier geht es nach meiner Überzeugung um einen dermaßen schlimmen Abfall von Gott, vor dem ich fassungslos stehe. Wie kann jemand, der so wunderbares mit Gott erlebt hat, alles hinter sich werfen? So etwas geschieht mit Sicherheit auch nicht von heute auf morgen, erleben ich doch selber - und sicherlich jedes Gotteskind -, wie der Heilige Geist uns mahnt, wenn wir sündigen und unsere Beziehung zu Gott getrübt ist.

Ob so ein ehemaliges Gotteskind aber die Sünde wider den Heiligen Geist begangen hat oder nicht, bin ich mir nicht sicher, aber wenn keine Buße mehr möglich ist, dann deutet es darauf hin.

Gottes Segen,
José
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Roland am 18 März 2012, 00:27:42
Hallo José,

Du hast recht, dass es sich bei den Apostaten um ehemalige Gotteskinder handelt. Es ist schrecklich, wenn Menschen von dem lebendigen GOTT abfallen. Ich kann dies, genau wie Du, überhaupt nicht nachvollziehen.

Ich sehe die Lästerung des HEILIGEN GEISTES mehr darin, dass die Wirkungen und die Kraft des GEISTES GOTTES verleugnet und dem Teufel zugeordnet wird.

Allerdings ist im Hebräerbrief die Aussage, dass für Apostaten keine Buße mehr möglich ist, sehr gewichtig. Es läuft tatsächlich in Richtung der Sünde, die nicht vergeben werden kann. Allerdings würde ich hier doch differenzieren.

Shalom
Roland
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Sabine777 am 19 März 2012, 22:38:17
War es nicht Fruchtenbaum, der erläuterte, dass diese spezifische Sünde gegen den Heiligen Geist nur von jener jüdischen Generation begangen werden konnte?
Er belegte es damit, dass diese Rabbigeneration genau jene Wunder bei Jesus Christus sahen (und auch gründlich untersuchten), die sie als zweifelsfrei messianisch auswiesen.
Und die Ihn dann doch verwarfen und Ihn sehendes Auges eines diabolischen Geistes verdächtigten.
Dieser Aufsatz war gut begründet auch in den Gesamtkontext gestellt, was vorher war und wie es weiterging, wie Christus von da ab mit jenen Pharisäern und Schriftgelehrten umging.

Damit sei nicht gesagt, dass es Christen nicht möglich ist, nicht abzufallen. Bzw. und richtiger gesagt, ist es ja auch Christen nicht möglich verloren zu gehen.
Sie müssen erst zu Nicht-Christen geworden sein, ein gläubiges Kind Gottes an seines Vaters Hand kann und will da ja nicht weggehen, aber ein Abgefallener ist dann ja nicht mehr als Christ zu bezeichnen.
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Roland am 20 März 2012, 00:21:23
Hallo Sabine,

herzlichen Dank für Deine Antwort. Du beziehst Dich dabei auf Fruchtenbaum. Fruchtenbaum ist mir äußerst suspekt. Ich möchte hier nur 2 Gründe anführen:

- F. ist Dispensationalist. Das bedeutet, dass für ihn die Evangelien nicht für Christen, sondern ausschließlich für Juden gelten. Da die Lästerung des HEILIGEN GEISTES ausschließlich in den Evangelien beschrieben wird, ist es für ihn folgerichtig, dass diese Sünde nur durch Juden ausgeführt werden kann.
Ich teile seine Meinung nicht, denn ich halte den Dispensationalismus für eine Irrlehre. Es ist ein menschliches Konstrukt (wie z. B. der Calvinismus, die "Theologie" der Zeugen Jehovas usw.), das der Bibel "übergestülpt" wird. Die Folge davon ist, dass nicht Exegese, sondern Eisegese betrieben wird, d. h. es werden Dinge in die Heilige Schrift hineingelesen, die nicht im Wort GOTTES enthalten sind.

- F. lehrt, dass man nicht zum HERRN JESUS beten darf:
Zitat
Zuerst, Gebete sollten nicht an den Sohn gerichtet werden, oder an den Geist, oder zu irgend jemand sonst
Dass Gebete nicht an den GEIST GOTTES gerichtet werden sollen, kann ich nachvollziehe, da ich keine Bibelstelle kenne, wo zum HEiLIGEN GEIST gebetet wurde. Allerdings lehne ich F. Meinung strikt ab, dass man nicht zum HERRN JESUS beten darf. Die Bibel gibt uns ein anderes Zeugnis, denn der HERR JESUS ist der lebendige GOTT.

Ich könnte hier noch weitere Punkte aufführen, möchte es aber bei diesen beiden lassen.

Soweit meine Gedanken dazu.

Shalom

Roland
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Sabine777 am 20 März 2012, 22:08:43
Hallo Roland,

es ist immerhin eine interessante Position, die zu durchdenken sich lohnt.
Und nur, weil er nicht in jedem Punkt die eigene Erkenntnis hat, muss der Ansatz falsch sein.

Darf ich - mit Verlaub - sagen, dass es wirklich kein Forum gibt, wo sich die Brüder einig sind?
Bei den Calvinisten wird der Nicht-Calvinist nicht ernst genommen, die Brüdergemeindenforen verurteilen sofort alles, was nicht exakt  ihre Punkten übernimmt, die Liberalen sind unliberal gegen die Bibeltreuen und alle zusammen sind gegeneinander verfeindet, zerstritten und mehr. Wobei jeder wahrheitsgemäß sagen müsste, dass es nur eine Wahrheit gibt und dass auch sie selbst irren könnten.
Am Calvinismus ist ja etwas dran, die eine Seite eben. Aber ebenso wahr ist die Verantwortung des Menschen, die sie leider negieren und fehlinterpretieren.

Ist Herr Fruchtenbaum Dispensationalist? Das ist wohl im Kleinen jeder Christ.
Er geht dann wohl nur etwas weiter, aber ebenso unwahr ist, dass es keine Zeiteinteilung gibt.
Es gab den Alten Bund, den Neuen Bund, es wird das 1000 Jährige Reich geben, den neuen Himmel, die neue Erde.
Ebenso spielt Israel im alten Testament eine besondere Rolle und wird nach der Verwerfung des Messias beiseitegerückt, um diesem großen Geheimnis der Gemeinde damit Platz zu machen. Zur Wiederkunft Jesu wird der Überrest Israels sich bekehren und das Heil geht somit von den Nationen wieder zu den Juden.
Daran sieht man doch ein quasi dynamisches Handeln Gottes, eine bestimmte Ordnung und ein Gefüge. Ob man es Heilszeitalter nennt oder anders.
Diese Begrifflichkeiten, die sofort spalten und polarisieren, ohne dass es überhaupt noch um die Sache geht, ohne dass vom eigenen Standpunkt einmal abgesehen werden kann und über die Dinge ohne Feindbegriffe reden kann, ist schon recht schade.
Ich finde es schade, dass es oftmals nur noch um ein überaus oberflächliches Abgrenzen mit eben jenen Begriffen geht, um ein Einteilen und Abqualifizieren  (nicht dieses Forum hier gemeint).
Ein schleichendes Ende der eigenen Denkprozesse, die früher noch möglich waren.

Ob Fruchtenbaum mit seinen Ausführungen zur Sünde gegen den Heiligen Geist recht hat, weiß sicher nur der Herr genau.
Da er meines Wissens der Erwählungslehre glaubt, ist die Argumentation dann ja schlüssig.

Es ist zurzeit sehr verwirrend, die verschiedenen Positionen von bekannten Brüdern zu sehen, die man nicht teilen kann und die doch in ihrem Leben durchaus ein Vorbild sind.
Ich denke an einen hingebungsvollen Christen, der zuweilen bei uns predigt, wo jetzt zutagegetreten ist, dass er an die Unverlierbarkeit des Heils glaubt und der Erwählungslehre relativ stringent glaubt. Und ebenso erschütternd ist, dass die beiden Seiten der Bibel, die beides lehrt, nicht demütig stehengelassen wird, sondern in Lehrsysteme einzementiert werden muss, damit man sich Calvinist oder Arianer oder sonstwie nennen kann.
Erinnert doch an Pauli Ermahnung, dass der Christus nicht zerteilt ist.

Titel: Wer kann die Sünde wider den Heiligen Geist begehen?
Beitrag von: Jose am 21 März 2012, 00:25:38

Hallo Sabine!
Wie bereits erwähnt, bin ich der Meinung, dass nur Gläubige oder solche, die es eigentlich sein sollten, die Sünde wider den Heiligen Geist begehen können.

Du schreibst:
Zitat von: Sabine777
War es nicht Fruchtenbaum, der erläuterte, dass diese spezifische Sünde gegen den Heiligen Geist nur von jener jüdischen Generation begangen werden konnte?

Von Fruchtenbaum hatte ich bislang nicht gelesen, aber unabhängig davon: Wenn Aussagen der Bibel in ihrer Gültigkeit auf einige begrenzt werden, sollten wir m.E. immer besonders vorsichtig sein.

Es wird leider auch häufig von dem Kontext geredet, dabei aber lediglich versucht, die offensichtliche allgemeine geistliche Bedeutung der biblischen Aussage für sich selber außer Kraft zu setzen. Dann kommen weitere, menschlich vielleicht gut gemeinte vernünftige Überlegungen dazu, und man entfernt sich immer mehr von der eigentlichen Botschaft der Bibel. Dann ist es irgendwann, im Umgang miteinander, nicht immer leicht zu erkennen, ob das Fundament noch trägt oder man sich längst von dem Evangelium Jesu Christi entfernt hat.


Zitat von: Sabine777
Darf ich - mit Verlaub - sagen, dass es wirklich kein Forum gibt, wo sich die Brüder einig sind?

Aus deinen Zeilen meine ich viel Schmerz und Enttäuschung herausgelesen zu haben, über die Streitigkeiten und Auseinandersetzungen zwischen Gläubigen. Es ist aber kein neuer Zustand, sondern bereits in den ersten Gemeinden anzutreffen gewesen. Während es aber damals, durch die Apostel eine gemeinsame Belehrung gab, gibt es heute eine Fülle an unterschiedliche Ausrichtungen mit z.T. sehr gefährlichen Ausprägungen.

Du hast einige theologische Ausrichtungen genannt. Persönlich kann ich zunächst andere gewonnene Erkenntnisse stehen lassen, wenn man es trotz aufrichtiges forschen in der Schrift bislang nicht anders erkannt hat. Aber meine Beobachtung ist, dass wenn man sich über andere Themen austauscht, dann viele weitere Konflikte in der Erkenntnis und leider oft auch in der Gesinnung offenbar werden und ich muss mich fragen: Haben wir wirklich den gleichen Heiligen Geist?   

Und was die Sünde wider den Heiligen Geist anbetrifft: Ich habe die Sorge, dass z.B. unter denen, welche das Wirken des Heiligen Geistes in der Erweckungs- und Heiligungsbewegung generell als von unten abtun, also vom Satan gewirkt, sich auch solche in dieser Gefahr begeben, den Heiligen Geist zu lästern. Das ist meine persönliche Meinung und ehrlich gemeinte Sorge. 

Gottes Segen,
José
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Roland am 13 April 2012, 16:44:25
Hallo Sabine,

danke für Deine Antwort.

Zitat
Und nur, weil er nicht in jedem Punkt die eigene Erkenntnis hat, muss der Ansatz falsch sein.
Mir geht es nicht darum, Fruchtenbaum zu diskreditieren, sondern seine Meinung zu verstehen. Ich kann sie besser verstehen, wenn ich weiß, welchen Hintergrund die Person hat. Leider ist es so, dass er Irrlehren (Dispensationalimus) verbreitet, d. h. er liest Dinge in die Bibel hinein, die nicht in der Bibel stehen.

Zitat
Wenn Aussagen der Bibel in ihrer Gültigkeit auf einige begrenzt werden, sollten wir m.E. immer besonders vorsichtig sein.
Da hast Du recht. Allerdings benötigen wir dazu keine Irrlehre (wie der Dispensationalismus), sondern es genügt, das Wort GOTTES im Kontext zu lesen.

Zitat
Am Calvinismus ist ja etwas dran, die eine Seite eben.
Was genau meinst Du damit?

Zitat
Ist Herr Fruchtenbaum Dispensationalist? Das ist wohl im Kleinen jeder Christ.
Hier muss ich Dir entschieden widersprechen. Christ zu sein bedeutet nicht, Dispensationalist zu sein. Das wäre genau so, als würde jemand behaupten, jeder Christ wäre ein im Kleinen ein Allversöhner, da in der Bibel steht, dass GOTT will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Zitat
Er geht dann wohl nur etwas weiter, aber ebenso unwahr ist, dass es keine Zeiteinteilung gibt.
Es gibt 2 Bündnisse: Der Alte Bund mit dem Volk Israel und der Neue Bund mit allen wiedergeborenen Christen.

Zitat
Es gab den Alten Bund, den Neuen Bund, es wird das 1000 Jährige Reich geben, den neuen Himmel, die neue Erde
. Bereits bei oberflächlicher Betrachtung daran erkennen, dass

(1.) die Bibel überhaupt nicht von unterschiedlichen "Heilszeiten" spricht (als ob das Heil GOTTES in verschiedenen Epochen der Heilsgeschichte auf unterschiedliche Weise zu erlangen wäre - was für ein abwegiger Gedanke !). Die Schrift spricht stattdessen beispielsweise vom "Alten" und "Neuen Bund", vom "jetzigen" und "zukünftigen" Zeitalter etc.

Und (2.) existiert auch unter den Anhängern der darbystischen "Heilszeiten-Lehre" keine einheitliche und präzise festlegbare Struktur jener angeblich unterschiedlichen "Heilszeiten". Hierin stimmen z.B. Darby mit Scofield oder Knoch mit Bullinger keineswegs überein. Jeder bastelt willkürlich an seinem eigenen "Heilszeiten-System" - nichts als pure Willkür! Für Bullinger z.B. - einem früheren Guru unter bestimmten Anhängern der "Heilszeiten-Lehre" - fängt die "Heilszeit der Gemeinde" erst nach Apg. 28 an, der Schweizer Darbyst Hans Peter Wepf wird nicht müde, die 4 Evangelien-Schriften (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes) noch dem Alten Testament zuzuordnen etc. - wie verblendet muss ein Mensch eigentlich sein, um auf derart törichte Ideen zu kommen!?

Zitat
Ob Fruchtenbaum mit seinen Ausführungen zur Sünde gegen den Heiligen Geist recht hat, weiß sicher nur der Herr genau.
Selbstverständlich, dennoch haben wir die Pflicht, auch Fruchtenbaums Aussagen anhand der Heiligen Schrift zu prüfen. Das Ergebnis der Prüfung ist, dass seine Vorstellungen nicht mit dem Wort GOTTES vereinbar sind.

Zitat
Es ist zurzeit sehr verwirrend, die verschiedenen Positionen von bekannten Brüdern zu sehen, die man nicht teilen kann und die doch in ihrem Leben durchaus ein Vorbild sind.
Es gibt auch Sektierer, wie z. B. Zeugen Jehovas, NAK, Adventisten usw., die ein vorbildliches Leben führen. Dennoch werden die Irrlehren an die diese Irrlehrer glauben nicht richtig, nur weil sie ein vorbildliches Leben führen.

Zitat
sondern in Lehrsysteme einzementiert werden muss, damit man sich Calvinist oder Arianer oder sonstwie nennen kann.
... oder Dispensationalist usw. Genau das ist mein Anliegen: Wichtig ist es, dass man sich von diesen menschlichen Lehrsystemen verabschiedet und das Wort GOTTES einfach so nimmt, wie es geschrieben steht.

Zitat
Erinnert doch an Pauli Ermahnung, dass der Christus nicht zerteilt ist.
Völlig richtig und deshalb sollten wir nicht irgendwelchen "-ismen" huldigen: Dispensationalismus, Darbysmus, Adventismus, Arianismus usw.

Shalom
Roland


Titel: Es sollten nicht alle Irrlehrer in einen "Topf" geworfen werden
Beitrag von: Jose am 13 April 2012, 17:06:24
Es gibt auch Sektierer, wie z. B. Zeugen Jehovas, NAK, Adventisten usw., die ein vorbildliches Leben führen. Dennoch werden die Irrlehren an die diese Irrlehrer glauben nicht richtig, nur weil sie ein vorbildliches Leben führen.

Hallo Roland.
Ich weiß, dass ich mich etwas wiederhole, aber mich stört es einfach und ich kann es nicht nachvollziehen, wenn zu viele Richtungen in einen Topf geworfen werden. Darbysten, z.B., vergleiche ich auf keinen Fall mit Zeugen Jehovas, denn die ZJ haben kein Evangelium, für sie ist nicht einmal Jesus auferstanden.

Vielleicht ist es dir möglich, hier etwas zu differenzieren oder vielleicht lassen sich die Irrlehren etwas besser einteilen.

Danke und herzliche Grüße,
José
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Roland am 13 April 2012, 17:32:18
Hallo José,

wie würdest Du denn die Irrlehren einteilen? Du sprichst jetzt den inhaltlichen Aspekt der Irrlehren an:

Zitat
Darbysten, z.B., vergleiche ich auf keinen Fall mit Zeugen Jehovas, denn die ZJ haben kein Evangelium, für sie ist nicht einmal Jesus auferstanden.
Mit meinem Vergleich Darbysten - Zeugen Jehovas sprach ich jedoch nicht den inhaltlichen Aspekt der Irrlehren an, sondern die Sektenstruktur. Ich finde, dass beide Sekten hier durchaus Ähnlichkeiten aufweisen:

Die Zeugen Jehovas haben als Autorität neben der Bibel die Schriften der Wachtturm-Organisation; die Darbysten haben die Schriften der "Brüder". Mit Autorität neben der Bibel meine ich damit, dass hiermit die Bibel ausgelegt und als unangefochtene Autorität anerkannt wird (also einen ähnlichen Status wie die Bibel).

Die Zeugen Jehovas haben eine eigene Bibelübersetzung herausgebracht, um ihre Irrlehren "biblisch" begründen zu können, ebenso die Darbysten.

Wenn jemand nicht in der Spur bleibt, gibt es bei den Z. J. Gemeinschaftsentzug (das bedeutet, dass niemand mit der Person sprechen darf); ebenso gibt es bei den Darbysten Gemeinschaftsentzug, z. B. darf die entsprechende Person nicht am Mahl des HERRN teilnehmen.

Dies waren jetzt nur 3 Beispiele. Ich könnte noch mehr aufführen, möchte es aber dabei bewenden lassen. Hier wird deutlich, dass die sektiererischen Strukturen der Z. J. und der Darbysten sehr ähnlich sind. Daher halte ich es für legitim, beide Sekten miteinander zu vergleichen.

Shalom
Roland
Titel: Re: Es sollten nicht alle Irrlehrer in einen "Topf" geworfen werden
Beitrag von: Jose am 13 April 2012, 17:47:44
Zitat von: Roland
wie würdest Du denn die Irrlehren einteilen? Du sprichst jetzt den inhaltlichen Aspekt der Irrlehren an

Ich weiß, dass es schwer ist. Aber vielleicht ist der Anfang einer Bewegung hilfreich. Paulus schreibt: "Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf; jeder aber sehe zu, wie er darauf baut" 1.Kor 3,10. Wenn z.B. Zeugen Jehovas mit Darbystem zusammengelegt werden, dann wird somit auch indirekt behauptet, dass die Anfänge von beiden Bewegungen gleich falsch waren. Ist es so?

Ausgehend von 1. Kor. 3,10 kann vielleicht ein neues Thema aufgemacht werden, damit wir das Thema hier: "Die Sünde wider den Heiligen Geist", nicht zu sehr verlassen.

Herzliche Grüße,
José
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Roland am 13 April 2012, 18:18:25
Das ist eine gute Idee. Ich habe hier (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1184.0) einen neuen Thread eröffnet.




Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Jose am 09 Mai 2012, 20:03:11
Zitat von: Roland
Zitat von: Jose
Es gibt Gläubige, die sehr angefochten werden und meinen, die Sünde wider den Heiligen Geist begangen zu haben.

Ich bin davon überzeugt, wenn Gläubige hier angefochten werden, dann haben sie nicht die Lästerung gegen den HEILIGEN GEIST begangen. Diejenigen, die diese Lästerung ausgeübt haben, werden keine Angst mehr haben, denn sie sind geistlich tot.

Hallo Roland.
Ich möchte auf deine Antwort #4 (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?topic=1160.msg6967#msg6967) zurückkommen.

Im Prinzip sehe ich es wie du, aber ich weiß nicht, ob man es so genau sagen kann, dass diejenigen "geistlich tot" sind. Wovon ich aber überzeugt bin, ist: Wer um sein Seelenheil besorgt ist und in der Lage ist, sich zu demütigen und zu Gott zu beten, hat die Sünde wider den Heiligen Geist nicht begangen, denn zur Buße kann uns nur der Heilige Geist leiten.


Die Sünde wider den Heiligen Geist und die UdH
In einem früheren Forum, an dem ich teilnahm und wo die Unverlierbarkeit des Heils eine sehr wichtige Rolle hatte, wurde ich in einem Thema damit konfrontiert, dass für jemand die UdH "lebenswichtig" war, weil das ein "Gegengewicht" war zur Angst, die Sünde wider den Heiligen Geist begehen zu können und somit verloren gehen zu können. Ich erschrak sehr darüber, dass so eine "Kombination" überhaupt möglich ist.

Spurgeon hat gegen die Lehre der Verlierbarkeit des Heils damit argumentiert argumentiert - aber sicherlich auch andere - dass wer glaubt, dass ein Gläubiger verloren gehen kann, eigentlich nicht mehr glücklich sein dürfte. Ich möchte erwidern, dass wenn ich an die Unverlierbarkeit des Heils glauben müsste, um keine Angst zu haben, vielleicht doch die Sünde wider den Heiligen Geist zu begehen oder aus anderen Gründen verloren zu gehen, dann hätte ich weder Vertrauen zu meinem himmlischen Vater noch stünde ich unter der Leitung des Heiligens Geistes. Was wäre das für eine Beziehung zu Gott? Ich vertraue Gott auf Grund Seines Wortes, dass ER mich zu bewahren vermag - auch davor die Sünde wider den Heiligen Geist zu begehen.

Die Heilsgewissheit sollte nicht an die Lehre der UdH gekoppelt werden, auch die Furcht, vielleicht die Sünde wider den Heiligen Geist begehen zu können, sollte niemand verleiten, an die Lehre der UdH festzuhalten. Man betrügt sich dabei m.E. nur selber und vielleicht war man am Ende nie wirklich bekehrt, nie ein wahres Gotteskind. Am Ende nützen uns nämlich all die theologischen Lehrgebäuden nichts, sondern nur der persönlicher, durch Christus gewirkter Glaube.

Herzliche Grüße,
José
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Roland am 13 Mai 2012, 01:36:26
Hallo José,

ich sehe es so ähnlich wie Du. Die Christen belügen sich selbst, wenn sie ihre Heilsgewissheit an die UdH koppeln. Denn die UdH hat nicht das Geringste mit der Heilsgewissheit zu tun - es ist ein Heilsautomatismus.

Aber wie traurig ist es, wenn man sich ein Irrlehre wie die UdH konstruiert, weil man Angst hat, die Lästerung des HEILIGEN GEISTES zu begehen.

Shalom

Roland
Titel: Schaffe in mir, Gott, ein reines Herze
Beitrag von: Jose am 03 Juni 2012, 20:34:02
Falls jemand, der diese Zeilen liest, unter der Sorge und Angst leidet, die Sünde wider den Heiligen Geist begangen zu haben, so kann die Erfahrung Davids ein Trost und Hilfe, aber auch eine Ermahnung sein, nicht mit der Gnade zu spielen.

David, der in schwere Sünde gefallen war aber durch Gottes Gnade wieder Raum zur Buße finden durfte, betete im 51. Psalm:

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in mir einen festen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und den Geist deiner Heiligkeit nimm nicht von mir!
Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils, und stütze mich mit einem willigen Geist!
Lehren will ich die von dir Abgefallenen deine Wege, dass die Sünder zu dir umkehren.
Psalm 51, 12-15

Dieses Zeugnis Davids fand ich auch als Lied in einer alten Ausgabe des Reichslieder, Liednummer 460: "Schaffe in mir, Gott, ein reines Herze!" Es hat mich schon oft bewegt, besonders die Bitte um ein reines Herz. Wie herrlich wird es sein, wenn auch keine Anfechtung mehr sein wird.

Schaffe in mir, Gott, ein reines Herze
und gib mir einen neuen, gewissen Geist!
Verwirf mich nicht, verwirf mich nicht
von Deinem Angesicht, von Deinem Angesicht,
und nimm Deinen heiligen Geist nicht von mir!
Georg Wiener, 1648

Melodie siehe MIDI oder MP3-Datei im Anhang.

Herzliche Grüße und Gottes Segen,
José
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: nathanael am 18 November 2012, 18:06:12
SHALOM Liebe Geschwister....
Also,was mich bei der Thematik beschäftigt ist.....Paulus.Im Bezug zu Matthäus 12,24.Er hat ja auch vor seiner Bekehrung wahrscheinlich ähnlich wie die anderen Pharisäer gedacht und die Jünger hart verfolgt.....Paulus hat sich ja auch bekehrt und Gott wurde durch ihn verherrlicht und hat ihn als Werkzeug gebraucht.Das würde ja heißen das Paulus nicht die Sünde wieder den heiligen Geist begangen hat,da diese nicht mehr vergeben werden kann.Habe manchmal so anfechtungen sowohl das wirken Jesu dem Feind zuzuschreiben,als auch ja anfechtungen bzgl.Abfall(Gefühle,Gedanken),Was denkt ihr darüber...........Auch habe ich manchmal so gedanken über Geschwister,vor allem wenn Wirken des "Toronto Segens" als wirken Gottes deklariert wird.Ich bete dann auch um vergebung und bin dann auch geschockt über Gefühle und Gedanken....
Gott segne euch
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Pilger am 18 November 2012, 19:57:51
Liebe Geschwister,
obwohl ich z. Zt. nur eine Hand habe zum Schreiben, will ich kurz auf das Thema eingehen und erlaubt mir dies in kleinbuchstaben:

die pharisäer hatten gewisse zeichen und wunder, die sie dem messias zu schrieben, z.b.:
aussatz heilen, stumme dämonen austreiben, blindgeborene heilen und tote aufwecken.

deswegen wollten sie jesus umbringen, nachdem lazarus auferweckt wurde. und sie sagten: er treibt dämonen aus durch den obersten der dämonen, um ja nicht ihre eigne überzeugung zuzugeben, dass sie selbst glaubten, dass dies nur der messias tun könnte.
und dann war einer, der genau dies tat.
weil dies nicht wollten, sagten sie: er treibt durch den obersten der dämonen aus.

sie erkannten anders - aber zogen keine konsequenz, sondern schrieben ein werk des heiligen geistes bewusst dämonen zu.
das ist die lästerung wider den heiligen geist

die frage, ob ungläubige diese sünde begehen können muss verneint werden, weil sie noch kein geistliches unterscheidungsvermögen haben- auch wenn sie es aussprechen sollten.

inwieweit gläubige dies tun können bin ich sehr vorsichtig und meine, dass, wenn jemand soweit ist dass er willentlich das wirken des heiligen geistes als dämonisch bezeichnet, er kein geistliches unterscheidungsvermögen hat- oder nicht mehr hat.

zu den vorgängen um toronto u.ä. ist zu sehen, dass viel seelisches dort vorkam, aber ich würde mich hüten hier von dämonen zu reden.

anders die vorgänge um bently: hier waren offensichtlich andere geister am werk, wie man an den früchten erkennt.

soviel zu diesem thema.

liebe grüße
pilger
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: nathanael am 18 November 2012, 21:38:24
SHALOM.......
Die heilige Schrift sagt,das die Gläubigen anbetend auf ihr Gesicht gefallen sind, zu Füßen,hierzu 1.Mose17,3...3.Mose9,24....4.Mose16,22,Lukas5,12,Lukas17,16,joh.11,321.Kor.14,25,Offb.7,11.Offb.11,16.....sie sind auf ihr angesicht gefallen.
Die heilige Schrift bezeugt auch das nach hinten fallen,im zusammenhang mit Gericht 1.Mose 49,17,1.Samuel4,18,Jesaja28,13,Joh.18,6 ist ja im zusammenhang mit Gericht zu betrachten,so glaube ich....so steht es....bitte um Korrigierung...
In der Gemeinde JESU,von der Apostelgeschichte bis zu den Briefen,wird in keiner weise davon berichted das sich die Gläubigen  danach ausstrecken ,sowie es laut meiner information im Toronto segen deklariert wird,Ich habe Videos gesehen in denen Menschen geschrien haben,auf allen vieren gekrochen sind,heulkrämpfe hatten und nach hinten umgefallen sind,das ist nicht biblisch,Paulus ruft dazu auf das alles ordentlich geschehen soll..Wenn ich mich hier aber irre so bitte ich Liebe Geschwister mich zu korrigieren und zu ermahnen.Ich habe einen Artikel über Kundalini Yoga gesehen und etwas über Shakti  pat(Hinduismus) gelesen:
Zitat:"Auch der Form nach weißt der Toronto segen eine große Ähnlichkeit mit der Shakti Pat Initation auf",Auf Wiki gibt es eine Eklärung über begleiterscheinungen von Kundalini.......
FRIEDE SEI MIT EUCH....
Seid gegrüßt mit 1.Joh.4,7
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Perle am 19 November 2012, 06:41:52
Also,was mich bei der Thematik beschäftigt ist.....Paulus.Im Bezug zu Matthäus 12,24.Er hat ja auch vor seiner Bekehrung wahrscheinlich ähnlich wie die anderen Pharisäer gedacht und die Jünger hart verfolgt....

Hallo Nathanael,

Ja, das stimmt. Paulus hat zwar die Jünger verfolgt, aber er hat nicht DAS getan, was Bruder Pilger
hier beschreibt:
Zitat
Zitat von:Pilger
die pharisäer hatten gewisse zeichen und wunder, die sie dem messias zu schrieben, z.b.:
aussatz heilen, stumme dämonen austreiben, blindgeborene heilen und tote aufwecken.

d.h.: obwohl die Pharisäer anhand der Schriften genau wussten, dass NUR DER verheißene MESSIAS - der von GOTT kam - diese Zeichen tun konnte, behaupteten sie, ER wäre vom Belzebub.
Paulus hat verfolgt, aber nie behauptet Jesus sei vom Teufel!
Paulus war sogar so ein Schriftgelehrter, die die Gesetze Mose verdrehten und mit zusätzlichen Ge-u.Verboten belegten....hat aber nie behauptet, Jesus sei ein Dämon.

Zitat
Habe manchmal so anfechtungen sowohl das wirken Jesu dem Feind zuzuschreiben,als auch ja anfechtungen bzgl.Abfall(Gefühle,Gedanken)

Das Wirken od.die Wunder JESU abzulehnen, war ja noch keine Lästerung gegen den Hl.Geist....es ging nicht um Sein Werk.  Es war die Ablehnung,  JESUS als den zu erkennen, der ER war - der von GOTT gesannte Messias!
Und sie wussten es genau! Sie wussten, dass ER ganz mit dem Geist GOTTES erfüllt war.
Matth.12,27
Und wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Hier erkennen wir, dass nicht das Austreiben der Dämonen, die TAT /das Werk die Anklage war - denn die Pharisäer trieben selbst Dämonen aus.
 
In der Menge Bibel ist es gut beschrieben:
Joh.16,7-9
Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, so wird der Helfer (oder: Anwalt, Beistand) nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingegangen bin, werde ich ihn zu euch senden.Und wenn er gekommen ist, wird er der Welt die Augen öffnen über Sünde und über Gerechtigkeit und über Gericht: über Sünde, (die darin besteht) daß sie nicht an mich glauben;


Wenn wir also heute Wunder sehen, dürfen wir ruhig zweifeln, ohne die Angst zu haben, den Hl.Geist zu verlästern. Ja, wir werden sogar ausdrücklich ermahnt, kritisch zu sein.
Solange Du an Jesus glaubst und Ihn nicht verleugnest, brauchst Du Dir keine Gedanken über die Lästerung des Hl.Geistes zu machen. (Wegen der Einheit, die doch manche ablehnen)

Zitat
Auch habe ich manchmal so gedanken über Geschwister,vor allem wenn Wirken des "Toronto Segens" als wirken Gottes deklariert wird.Ich bete dann auch um vergebung und bin dann auch geschockt über Gefühle und Gedanken....

Lieber Nathanael, hier geht es tatsächlich um ein Wirken, um ein Werk.
Ob diese Geschwister an JESUS Christus in Seiner gesamten Gottheit glauben, oder IHN ablehnen, wie die Pharisäer,können wir nicht beurteilen. Die Früchte des Hl.Geistes, die sie in ihrem Leben tragen, können wir aufgrund solcher Videos, auch nicht sehen.
Ich denke, dieses Thema ist irgendwie in diesem Thread, fehl am Platz und sollte getrennt betrachtet werden.
Der HERR möge Dich segnen und Dir weiterhin viel Kraft und einen starken Geist im Glauben schenken.
 

Allerdings ist im Hebräerbrief die Aussage, dass für Apostaten keine Buße mehr möglich ist, sehr gewichtig. Es läuft tatsächlich in Richtung der Sünde, die nicht vergeben werden kann. Allerdings würde ich hier doch differenzieren.

Sehe ich auch so. Wenn man von Jesus abgefallen ist, ist man auch gegen den Hl.Geist.
Und wenn der Mensch nicht mehr glaubt, da ist für ihn natürlich keine Notwendigkeit zur Buße.
Wo keine Buße mehr ist, da gibt es auch keine Vergebung!
Somit bestätigt sich Johannes 16,9
* über Sünde, (die darin besteht) daß sie nicht an mich glauben;

Schalom!
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Perle am 19 November 2012, 08:28:03
In diesen Beispielen erkennen wir das Ablehnen und Verleugnen der Pharisäer ...
wobei die "nichtjüdische Frau" sondern kananäische Frau IHN als Sohn Davids und HERR anerkannte, und vor IHM niederfiel.
Ihr Glaube nannte JESUS groß! Es ging also um Glaube und nicht um das Werk/die Heilung.

Matth.15,22ff
Und siehe, eine kananäische Frau kam aus jener Gegend, rief ihn an und sprach: Erbarme dich über mich, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen! Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Da traten seine Jünger herzu, baten ihn und sprachen: Fertige sie ab, denn sie schreit uns nach!
Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Da kam sie, fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Er aber antwortete und sprach: Es ist nicht recht, daß man das Brot der Kinder nimmt und es den Hunden vorwirft. Sie aber sprach: Ja, Herr; und doch essen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen!
Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist groß; dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.


Die Pharisäer aber wandten sich nach der Frage: Sohn Davids und HERR - ab!
Sie lehnten IHN ab und verlästerten ihn später.
Der Unglaube und die Ablehnung bewirkt die Unvergebbarkeit!

Matth.22,41ff
Als nun die Pharisäer versammelt waren, fragte sie Jesus und sprach: Was denkt ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sagten zu ihm: Davids. Er spricht zu ihnen: Wieso nennt ihn denn David im Geist »Herr«, indem er spricht: »Der Herr hat zu meinem Herrn gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße«? Wenn also David ihn Herr nennt, wie kann er dann sein Sohn sein?Und niemand konnte ihm ein Wort erwidern. Auch getraute sich von jenem Tag an niemand mehr, ihn zu fragen.
Schalom!
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Günter am 11 Dezember 2012, 04:36:59
Das Nichtvergeben dieser Sünde ist für mich das stärkste Argument gegen die Allversöhnungslehre. Wo keine Vergebung, da keine Versöhnung.
Nach meiner Meinung ist jemand, der in der 3 oder 2-Personenlehre gefangen ist, unfähig die Sünde gegen den Heiligen Geist zu begehen, weil ein Irrtum gerade hier immer und auch zukünftig korrigiert werden kann. Wer allerdings an den einen und wahren Gott, dem Herrn Jesus Christus als 1 Person und Ausdruck der Heiligen Dreifaltigkeit unterwiesen ist und tätig glaubt, der hat nichts mehr, was bei einem Verstoß korrigiert und vergeben werden könnte. An wen sollte er sich denn dann auch wenden und um Vergebung bitten?
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Roland am 12 Dezember 2012, 00:44:07
Hallo Günter,

Gnade und Friede im HERRN JESUS CHRISTUS! In SEINEM Namen möchte ich Dich hier im Forum ganz herzlich willkommen heißen!

Wenn Du möchtest, kannst Du gerne in der "Vorstellungsrunde" (http://www.hauszellengemeinde.de/portal/index.php?board=21.0) Wissenswertes zu Deiner Person schreiben.

Ich freue mich, dass Du Dich gleich aktiv beteiligst. Mein Wunsch ist es, dass Deine Beteiligung hier zu einem fruchtbringenden Austausch beitragen wird. Möge uns GOTT in JESUS CHRISTUS, unserem Retter und Erlöser, hierin beistehen!

Shalom
Roland
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Günter am 12 Dezember 2012, 02:16:43
Hallo Roland,

Dank für den Willommensgruß.
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Roland am 15 Dezember 2012, 18:32:13
Hallo Günter,

Zitat
Wer allerdings an den einen und wahren Gott, dem Herrn Jesus Christus als 1 Person und Ausdruck der Heiligen Dreifaltigkeit unterwiesen ist und tätig glaubt, der hat nichts mehr, was bei einem Verstoß korrigiert und vergeben werden könnte. An wen sollte er sich denn dann auch wenden und um Vergebung bitten?
Diesen Passus von Dir habe ich nicht ganz verstanden: Ich denke, dass für Dich GOTT eine Person ist, nämlich JESUS CHRISTUS. Das heißt, dass JESUS für Dich gleichzeitig SOHN und VATER ist (also "Jesus only"). Warum schreibst jetzt "Ausdruck der Heiligen Dreifaltigkeit"? Glaubst Du doch an eine Dreifaltigkeit?

Shalom
Roland

Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Günter am 16 Dezember 2012, 06:13:29
Hallo Roland,

Ja, ich glaube an die Dreifaltigkeit. Gott wird in der Bibel als eine Person dargestellt, selbstverständlich nicht eine gewöhnliche, sterbliche Person, aber als eine unendliche und ewige göttliche Person. Die Bibel spricht von den Händen, Füßen, Augen, Mund Rede und Atem (Geist) Gottes. (Wind und Atem haben die gleiche Bedeutung: Geist). Jeder Mensch wurde zum Bilde und Ähnlichkeit Gottes geschaffen und besteht nicht aus 3 Einzelpersonen wie auch Gott nur aus dem unsichtbaren Vater, dem sichtbaren Sohn und seinem Atem (aktiven Geist) besteht.  Was man dem Geschöpf Gottes (Bild) zubilligt, darf man dem Original nicht absprechen. Da eine Person notwendig Mund, Atem, aktives Leben etc haben muß um eben eine Person zu sein, kann es keine 3 oder 2 Personen in einer geben.  Nebenbei, gäbe es mehr als eine göttliche Person, wäre Gott nicht mehr allmächtig.
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Pilger am 16 Dezember 2012, 19:05:46
Lieber Günter,
wenn du eine fundierte Ausarbeitung über die Dreieinigkeit lesen möchtest dann hier:

http://www.grundtexte.de/index.php?option=com_attachments&task=download&id=285 (http://www.grundtexte.de/index.php?option=com_attachments&task=download&id=285)

Liebe Grüße
Pilger
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Bernd68 am 23 Dezember 2012, 22:33:57
Zitat von: Jose
im Zusammenhang mit dem Abfall von Glauben,
auf jeden Fall ... sehe ich genauso.

2. Petrus 1-22, sagt jenes für mich auch aus.

Schöne Grüße, Bernd.

P.S.: Jose, du hast dein Thema hübsch anschaulich aufgegliedert! :)
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Günter am 28 Dezember 2012, 02:39:26
Liebe Brüder,

ich lese hier sehr viel über Weihnachten, Dreieinigkeit und Absonderung etc.
Wer von Euch kann mit Bestimmtheit sagen, dass er vom Herrn persönlich in all diese Dinge eingewiesen wurde und deshalb seine Ansichten den gleichen Wert wie die biblischen Worte haben?

Ich wünsche Euch allseits einen gesegneten Christtag.

Günter
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Hark, now hear the angels sing, a king was born today,
And man will live for evermore, because of Christmas Day.
Mary's boy child Jesus Christ, was born on Christmas Day
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Roland am 28 Dezember 2012, 14:54:39
Lieber Günter,

danke für Deine Antwort. Die Grundlage der Beiträge ist das Forschen in der Heiligen Schrift.

Die Beiträge haben nicht den gleichen Stellenwert wie die Heilige Schrift. Die Bibel ist GOTTES Wort - und das ohne jeglichen Abstrich. Im Forum tauschen wir uns über GOTTES Wort aus und lernen voneinander. Zu diesem Lernen gehört es auch, dass man kontrovers diskutiert.

Shalom
Roland
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Günter am 29 Dezember 2012, 02:46:08
Hallo Roland,

ich nehme an, dass bei all dem Forschen und kontroverser Diskussion noch Zeit übrig bleibt, das Erforschte in die Tat umzusetzen. Gottes Wort ist unerforschlich, die Zeit aber ist kurz, in der jemand wirken kann.

Günter
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Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren
und nicht in Dir, Du wärst noch ewiglich verloren.
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Roland am 29 Dezember 2012, 14:28:29
Hallo Günter,

das Wort GOTTES lehrt:

Werdet aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen; wenn nämlich jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, gleicht dieser einem Mann, der sein natürliches Gesicht in einem Spiegel betrachtet,denn er hat sich selbst betrachtet, und er ist weggegangen, und er hat sogleich vergessen, wie er war. (Jakobus 1,22-24)

Aus diesem Grund wollen wir nicht nur im Wort forschen ("Hörer"), sondern das Erlernte auch in die Tat umsetzen ("Täter"). Die Bibel ist die Richtschnur für unser tägliches Leben. Aber man muss die Richtschnur auch kennen bzw. verstehen und dazu ist das Forum eine Hilfe.

Shalom
Roland
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Pilger am 30 Dezember 2012, 15:29:06
Lieber Günter,
Du schreibst:
Wer von Euch kann mit Bestimmtheit sagen, dass er vom Herrn persönlich in all diese Dinge eingewiesen wurde und deshalb seine Ansichten den gleichen Wert wie die biblischen Worte haben?

Die Einweisung durch das Wort ist dasselbe wie eine Einweisung des Herrn.
Der HERR und das WORT ist nicht zu trennen.

Allerdings räume ich ein, dass es Erkenntnisunterschiede gibt- aber nicht in heilsnotwendigen Dingen, denn diese sind klar in der Schrift.

Liebe Grüße
Pilger
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Jose am 30 Dezember 2012, 20:37:18
Hallo "Pilger".
Nach deiner Aussage können die Ungläubigen die Sünde bzw. die Lästerung wider den Heiligen nicht begehen und die Gläubigen auch nicht unbedingt, weil sie dann kein geistliches Unterscheidungsvermögen mehr hätten. Habe ich dich richtig verstanden?

die frage, ob ungläubige diese sünde begehen können muss verneint werden, weil sie noch kein geistliches unterscheidungsvermögen haben- auch wenn sie es aussprechen sollten.

inwieweit gläubige dies tun können bin ich sehr vorsichtig und meine, dass, wenn jemand soweit ist dass er willentlich das wirken des heiligen geistes als dämonisch bezeichnet, er kein geistliches unterscheidungsvermögen hat- oder nicht mehr hat.

Persönlich teile ich eher die Meinung, wie es hier Roland im März bereits geschrieben hat:
Ich denke, dass es nicht relevant ist, ob jemand (un-)gläubig ist, sondern erkannt hat, dass GOTTES GEIST wirkt und dieses Wirken Satan zuschreibt.

Vorsicht ist wichtig, aber die Ermahnung des Herrn müssen wir sehr ernst nehmen, denn Jesus hat es nicht umsonst gesagt.

Gottes Segen,
José
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Jose am 07 Januar 2013, 21:02:40
Lieber Manfred

Hallo "Pilger".
Nach deiner Aussage können die Ungläubigen die Sünde bzw. die Lästerung wider den Heiligen nicht begehen und die Gläubigen auch nicht unbedingt, weil sie dann kein geistliches Unterscheidungsvermögen mehr hätten. Habe ich dich richtig verstanden?

Ich habe mir erlaubt hier deine Antwort hierzu aus einem anderen Thema einzutragen:
Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass ein Wiedergeborener den heiligen Geist nicht lästert.
Wenn es aber geschehen sollte, muss man fragen:

War derjenige wirklich wiedergeboren?
Wenn ja, ist sicher eine gewisse lange Zeit vergangen bis es zu dieser fruchtbaren Lästerung kam.

Kannst du deine Argumentation biblisch begründen?

Für mich sind deine Aussagen widersprüchlich, aber du hast mal geschrieben, dass du dich zuweilen ungeschickt äußerst, weil du nicht alles schreibst, was du denkst. (mir geschieht es vor allem beim Sprechen)

Liebe Grüße,
José
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Havasu am 18 April 2013, 18:12:45
Zitat von: Jose
Was ist die Sünde wider den Heiligen Geist?
Der Unglaube
Zitat
Wer kann diese Sünde begehen?
Jeder Mensch der nicht glauben will.
Zitat
Geschieht diese Sünde bewußt?
Sicherlich.  Wenn man aller Wahrheit die Gott durch das Evangelium gegeben hat ausgesetzt ist, so hat man genug um eine Entscheidung zu fällen.  Wenn man jedoch zur Schlussfolgerung kommt, dass es nicht die Wahrheit ist, so ist man unerlösbar.  Darum sagte Jesus ja, dass man "glauben soll solange noch der Tag ist, da die Nacht kommen wird und die Lichter ausgehen werden". 
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: Jose am 06 Juli 2013, 19:00:28
Lieber Havasu.

Jesus hat zu Seinen Jüngern gesagt: "Ich muß die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann" Joh 9,4. Hattest du diese Bibelstelle gemeint? Es ist eine interessante Auslegung, dass hiermit gemeint ist, dass es eine Zeit geben wird, da niemand mehr zum Glauben kommen kann. Wann diese Zeit sein wird, beschäftigt mich seit einiger Zeit sehr.

Was aber das Thema hier anbetrifft, so sagte Jesus von dem Heiligen Geist: "Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht; von Sünde, weil sie nicht an mich glauben" Joh 16,8-9. Aber ist diese Sünde zugleich die Sünde bzw. Lästerung des Heiligen Geistes? Das kann ich mir nicht denken. Oder habe ich dich falsch verstanden?

Herzliche Grüße,
José
Titel: Re: Die Sünde wider den Heiligen Geist
Beitrag von: masche am 09 Juli 2013, 19:56:07
Doch in gewissem Sinn schon.
Wenn wir an die grossartigen Zusagen Gottes denken,
dass ausnahmslos jeder Mensch gerettet wird,
welcher an Jesus glaubt, erscheint es uns als Menschen
zu viel.
Naja... ungerecht.
Weil wir auf die Suenden oder das falsche Verhalten, die Worte und Taten sehen,
welche wir selbst ... erleben, anders sehen, verstehen. Also natuerlich niemals...

Gott vergibt. Gott ist voll Gnade. Gott ist barmherzig. Gott verzeiht. Gott liebt.
Wo gibt es da Anlass zu Widerstand? Nirgends. Wie was wann Gott tut, darf
doch bitte Gott selbst entscheiden.

Natuerlich ist es schwer, Menschen, die direkt im Trauerfall einen oder viele Tote
beklagen, damit zu kommen.
Natuerlich brauchen kriminell Geschaedigte auch passende Antworten.
Natuerlich...

Gott ertraegt also ziehmlich viel.