Autor Thema: .. ich rede mehr in Sprachen als ihr alle (1. Kor 14,18)  (Gelesen 12949 mal)

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Offline Jose

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Die Sprachen, ein Zeichen für die Ungläubigen?
« Antwort #15 am: 09 Oktober 2012, 22:24:15 »
Zitat von: BOB
Gerade in 1.Kor. 13 wird ausgesagt, daß die Zungensprache ausklingen wird. Dabei wird nicht auf das Vollkommene bezug genommen, sondern auf das Wesen dieser Gabe, gem.1 .Kor. 14 als Zeichen für die Ungläubigen.

Lieber „BOB“,
ich habe vor vielen Jahren ein Buch zu dem Thema gelesen. Darin hieß es, dass die Sprachen ein Zeichen für die ungläubigen Juden waren, damit diese erkannten, dass auch den Heiden nun die frohe Botschaft galt. Damals fand ich die Argumentation in dem Buch überzeugend, weil es in die Richtung meiner eigenen Überlegungen ging, bis ich irgendwann merkte, dass ich dazu eigentlich keine wirkliche biblische Grundlage hatte. Es ist wie mit der Evolutionstheorie: Einige falsche Annahmen und fertig ist die Wissenschaft. Viele übernehmen es als Wahrheit.

Petrus, der die „Pfingstpredigt“ hielt, wurde übrigens offensichtlich durch das Reden in Sprachen nicht überzeugt - wenn es denn wirklich ein Zeichen für die ungläubigen Juden hätte gewesen sein sollen - und hatte bedenken, als Jude das Haus eines Heiden zu besuchen. Gott aber bereitete ihn aber darauf vor in einem Gesicht, welches ER ihm dreimal zeigte (Apg. 10,9-20). Später bezeugte Petrus auf dem Apostelkonzil: "Ihr Brüder, ihr wisst, dass Gott mich vor langer Zeit unter euch auserwählt hat, dass die Nationen durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und glauben sollten. Und Gott, der Herzenskenner, gab ihnen Zeugnis, indem er ihnen den Heiligen Geist gab wie auch uns" Apg 15,7-8. Was war das Kriterium, dass auch den Heiden das Evangelium galt: „Gott gab den Heiden, wie auch den Juden, den Heiligen Geist“. Es ging also nicht um das Reden in Sprachen, es ging um den Empfang des Heiligen Geistes, der sich hier durch das Reden in Zungen manifestierte.

Interessant finde ich übrigens, dass Jakobus auf dem Apostelkonzil, abschließend mit dem Wort Gottes zur Klarheit sorgte:

Simon hat erzählt, wie Gott zuerst darauf gesehen hat, aus den Nationen ein Volk zu nehmen für seinen Namen. Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: »Nach diesem will ich zurückkehren und wieder aufbauen die Hütte Davids, die verfallen ist, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten; damit die Übrigen der Menschen den Herrn suchen und alle Nationen, über die mein Name angerufen ist, spricht der Herr, der dieses tut«, was von jeher bekannt ist" Apg 15,14-18.

Die Sprachen waren also nicht das Argument gegen die ungläubigen Juden, sondern das Zeugnis des Petrus, der Bericht von Barnabas und Paulus über das was Gott unter den Nationen tat, und das Wort, von Jakobus ausgelegt.

Herzliche Grüße,
José

Offline Roland

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Re: .. ich rede mehr in Sprachen als ihr alle (1. Kor 14,18)
« Antwort #16 am: 09 Oktober 2012, 23:28:59 »
Hallo José,

Zitat
aber alle die, welche in Zungen reden, sollten auch an die Ermahnung des Apostels denken: "Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber noch, dass ihr weissagt. Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfange" 1.Kor 14,5.
Absolut richtig. Leider wird dies in vielen Gemeinden (zumindest die ich kenne), in denen Geistesgaben vorhanden sind, oft nicht berücksichtigt. Es ist schlecht, wenn dem Reden in Sprachen in der Gemeinde mehr Bedeutung beigemessen wird als der Auslegung der Sprachen bzw. der Weissagung. Ähnliche Probleme hatten offensichtlich auch die Korinther. Es gibt nichts Neues unter der Sonne........

Zitat
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott in Gemeinden, wo es unbiblisch zugeht, durch die Weissagung den ungöttlichen Weg bestätigt.
Ja, da hast Du hundertprozentig recht. Wenn die Geistesgaben echt sind, werden die unbiblischen Dinge offenbart. Das betrifft jedoch nicht nur die ganze Gemeinde, sondern auch einzelne Geschwister. Ich erinnere mich an folgende Begebenheit: Der HERR gab mir eine Weissagung (keine Auslegung der Sprachen) mit einer sehr ernsten Botschaft. Es ging um große familiäre Probleme und diese wurden sehr detailliert angesprochen. Nachdem der Gottesdienst zu Ende war, kam der Pastor sehr aufgeregt und wütend zu mir und fragte mich, ob die Tochter eines bestimmten Ehepaars mit mir gesprochen hatte. Ich verneinte seine Frage und bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich gar nicht, dass diese Familie gemeint war. Was ich nicht wusste: Ein paar Tage zuvor führte der Pastor ein Seelsorgegespräch mit dieser Familie und genau die Dinge, die in der Weissagung angesprochen wurde, wurde in dem Gespräch dem Pastor mitgeteilt. Wie gesagt, ich wusste weder etwas von dem Gespräch geschweige denn von dem Gesprächsinhalt (bitte nicht falsch verstehen: Das hat nichts mit meiner Person zu tun. Viele Geschwister haben ähnliche Dinge erlebt). Die Weissagung endete damit (sinngemäß): Wenn die Familie nicht Buße tut, wird sie auseinander brechen. Leider kam es nicht zur Buße und das Ehepaar wurde geschieden. Die Familie brach auseinander.... und die Verletzungen (insbesondere bei der Tochter) sind jetzt (25 Jahre später) immer noch vorhanden. Es sind dann noch schlimme Dinge passiert, aber das ist jetzt nicht der Ort, darüber zu berichten.
Dieses traurige Beispiel zeigt, dass es immer Konsequenzen hat, wenn man das Reden GOTTES ignoriert (unabhängig davon ob der HERR durch Sein Wort, durch Geistesgaben, durch die Verkündigung oder durch Geschwister redet).

Deshalb kann ich gut verstehen, wenn Du schreibst:
Zitat
Ich sehne mich danach, dass wir diese geistwirkte Erbauung in der Gemeinde mehr haben.
Dieses Sehnsucht kenne ich nur zu gut. Oft ist von dem Wirken des HEILIGEN GEISTES nichts zu sehen. In "charismatischen" Gemeinden wird dies oft mit Show überspielt; in anderen Gemeinden hat man sich damit abgefunden und versucht theologisch zu erklären, weshalb es heute einen Teil der Geistesgaben nicht mehr geben kann.

Zitat
Am Wort Gottes muss alles geprüft werden, auch das Reden in Zungen und die Weissagung!
Amen, die Richtschnur für alle Geistesgaben, aber auch für die Verkündigung ist das Wort GOTTES. Wichtig ist auch, dass Geistesgaben nicht auf die Stufe des Wortes GOTTES gestellt werden. Wir alle sind fehlbar und so können uns auch beim Ausüben der Geistesgaben Fehler unterlaufen (was nicht schlimm ist - die Fehler sollten jedoch am Wort GOTTES korrigiert werden). Nur das Wort GOTTES ist fehlerlos!

Zitat
bei den Missständen in Korinth, eine „Korinther Erklärung“ verfasst und die Geistesgaben abgelehnt. Der Herr vergebe Seinen Kindern diese große Sünde.
Ja, das hätten sie sicherlich gemacht. Leider wurde die sog. "Berliner Erklärung" von Brüdern erstellt, die keinen großen geistlichen Durchblick hatten. Sie beurteilten geistliche Dinge fleischlich! Dadurch ist viel Schaden im Volk GOTTES entstanden. Ich kann auch nur hoffen, dass sie nicht die Lästerung des HEILIGEN GEISTES begangen haben und dass unser HERR ihnen vergibt.
Allerdings ist die sog. "Kasseler Erklärung" auch nicht besser als die "Berliner Erklärung".

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Pilger

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Re: .. ich rede mehr in Sprachen als ihr alle (1. Kor 14,18)
« Antwort #17 am: 10 Oktober 2012, 13:04:54 »
Lieber Jose,
mit dem "Ziel" meinte ich, wenn ich persönlich diese Gebetssprache praktiziere dann wird das Ziel mit mir erreicht.

Und wenn ich erbaut werde, kann ich die anderen erbauen!

Was die Pfingstbewegung anbelangt:
Unsere Väter haben viel mit der Berliner Erklärung und der Ablehnung zu tun gehabt und viel theologisch aufarbeiten müssen.

Die nachfolgende Generation kannte ab und zu den Dienst der Geistesgaben, aber regelmäßig, so wie es der Apostel in 1.Kor.14, 26 beschreibt, kennt man es nicht mehr.

Ja, es ist schade und wir sollten beherzigen: Strebt mir aller Kraft nach Geistesgaben zur Erbauung der Gemeinde. 1.Kor.14. 12

Liebe Grüße
Pilger
« Letzte Änderung: 10 Oktober 2012, 13:19:58 von Pilger »

Offline Jose

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Strebt nach der Liebe; eifert aber nach den geistlichen Gaben
« Antwort #18 am: 11 Oktober 2012, 22:40:51 »
Lieber Roland,
herzlichen Dank für dein Zeugnis über das Erlebnis mit dem Herrn. Darüber habe ich viel nachgedacht. Gerade durch die Weissagung, wie m.E. auch durch Träume und Visionen, will der Herr verborgenes offenbaren und uns durch Seinen Geist leiten. Wie wichtig ist es hier, ganz in der Hand des Herrn zu sein und in der Heiligung zu leben, damit der Herr auch durch die Gaben des Heiligen Geistes, die übernatürlich sind, zu uns und zur Gemeinde reden kann.

Daher habe ich mich über deine Worte sehr gefreut, war aber auch ernst bewegt darüber, wie der Herr sich offenbaren kann und will. Ihm sei die Ehre und der Dank für Sein Werk.


Lieber „Pilger“,
Auch dir herzlichen Dank für die Erklärung, wie du es meintest mit dem „Ziel der Zungenrede“. Wenn Paulus schreibt: "Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet" 1.Kor 14,5a, dann sollten wir das alle zu Herzen nehmen. Danach zu trachten, den Herrn in neuen Zungen zu preisen, ist biblisch, auch wenn es uns nicht in erster Linie darum gehen darf. Ich freue mich von Herzen mit dir und mit Roland, über die Erfahrungen mit dem Herrn.


Die Einheit der Gläubigen
Das Wort Gottes muss uns am wichtigsten sein und das rechte Verständnis. Gerade im Austausch erkennen wir, dass uns die Einheit in der Erkenntnis fehlt und das sollte uns demütigen. Wenn wir anfangen zu sagen, dass dies oder jenes nur Kleinigkeiten sind, machen wir uns schuldig, handeln letztlich hochmütig und verschließen und dadurch auch dem Wirken des Heiligen Geistes, der die Einheit zwischen den Gläubigen wirken will. Möge es uns ein wirkliches Anliegen sein, unter der Leitung des Heiligen Geistes zur Einheit des Glaubens zu gelangen.

Was wir nicht machen dürfen, ist die Meinung zu vertreten: „Ich rede in Zungen, ich habe Gaben des Heiligen Geistes, mit mir ist bestimmt der Herr und schenkt mir die richtige Erkenntnis über Sein Wort“. Diese Haltung wäre verkehrt und viele nehmen sie wohl ein, wenn ich z.B. an die Warnung Jesu denke: "Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt … Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!" Mt 7,22-23. Wenn ich dieses Wort lese, dann erscheint es selbstverständlich, dass ein Gläubiger weissagt und Wunderwerke tut, denn solche sind hier genannt. Aber das Ziel des Glaubens und unsere ewige Errettung hat man deswegen noch nicht erreicht, wenn man nicht im Glauben treu bis zum Ende bleibt.

Die Ermahnung will ich beherzigen: "Strebt nach der Liebe; eifert aber nach den geistlichen Gaben, besonders aber, dass ihr weissagt!" 1.Kor 14,1. Ja, zuerst nach der Liebe streben, aber auch nach den geistlichen Gaben eifern. Hier sind wir wohl. Alles ablehnen, ist einfach, aber danach eifern, in biblischer Weise, das ist wichtig.


Die Ablehnung der Pfingstbewegung
In den letzten Monaten habe ich mich einige Male mit einem alten Bruder unterhalten, der, aus verschiedenen Quellen informiert, die Geistesgaben und besonders das Reden in Zungen ablehnt. Mich erschrickt es, wenn ich aus seinen Berichten höre, dass damals einige, die in Zungen sprachen, sich einen Test unterziehen mussten, ob die Zungen echt waren. Auch Pastor Paul wäre wohl vor einem „Prüfkomitee“ gestanden und hätte in Zungen gesprochen.

Ich weiß nicht so recht, was ich von dem ganzen halten soll, aber es klingt für mich nicht besonders ernsthaft. Sollte Gott sich so herausfordern lassen und über sich spotten lassen? Und was haben wir nun, nach der Verurteilung der Pfingstbewegung? Im Reich Gottes sieht es nicht besser aus und die Gefahren durch die Ökumene und viele Sekten nehmen zu. Dazu viele erstarrte Gemeinden.

Auch musste ich heute daran denken, dass viele das Christentum ablehnen, weil die, welche sich Christen nennen, so viel Böses und Abscheuliches über die Jahrhunderte getan haben: Zwangschristianisierung; Kommerzialisierung der Kirche; Verfolgung, Folterung und Tötung Andersgläubigen. Aber was machen die Christen: Sie lehnen die Wirkungen und Gaben des Heiligen Geistes ab, weil auch hier vieles entgleist ist.

So sollten wir nicht handeln. Wir müssen am Wort bleiben.

Herzliche Grüße,
José

Nachträglich leicht überarbeitet, Schreibfehler korrigiert.
« Letzte Änderung: 13 Oktober 2012, 12:13:14 von Jose »

BOB

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Re: .. ich rede mehr in Sprachen als ihr alle (1. Kor 14,18)
« Antwort #19 am: 15 Oktober 2012, 11:51:22 »
Was macht Euch sicher, daß eure Zungebsprache echt ist?
Was, wenn ihr falsch liegt, wie ich fest überzeugt bin?
Hat das eine Auswirkung?

Pilger

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Re: .. ich rede mehr in Sprachen als ihr alle (1. Kor 14,18)
« Antwort #20 am: 15 Oktober 2012, 12:40:56 »
Lieber Bob,
wenn der Apostel empfiehlt in Sprachen zu reden um sich selbst aufzuerbauen, dann muss es ja wohl echt sein! :)

Liebe Grüße
Pilger

Offline Jose

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Ist die Zungenrede biblisch? (1. Kor 14,18)
« Antwort #21 am: 16 Oktober 2012, 09:08:06 »
Zitat von: BOB
Was macht Euch sicher, daß eure Zungebsprache echt ist?
Was, wenn ihr falsch liegt, wie ich fest überzeugt bin?
Hat das eine Auswirkung?

Lieber "BOB",
mir geht es zunächst darum aufzuzeigen, dass die Gabe der Zungen nicht aufgehört hat. Die Diskussion ist im Grunde eine ähnliche, wie das Thema um die Kopfbedeckung der Frau oder die Taufe.

Wie gehen wir mit Gottes Wort um? Unbiblisches müssen wir ablehnen, was biblisch ist aber stehen lassen. Wir kommen nicht weiter, wenn jeder meint darüber entscheiden zu können, was gilt und was nicht.

Unsere Haltung zum Wort Gottes ist gefragt, dabei müssen wir alles, was die Bibel uns lehrt, beachten.

Zuweilen sollten wir alles, was wir schon gehört und gemeint haben, verstanden zu haben, vergessen und Gottes Wort alleine zu uns reden lassen. So habe ich es gemacht mit der Gabe der Zungenrede und durfte erkennen, dass es biblisch ist und heute noch gilt. Deswegen steht es aber für mich nicht im Vordergrund.

Die Echtheit und der Gebrauch der Zungenrede muss an der Schrift geprüft werden, was allerdings schon immer im Wort Gottes gefordert wurde. Die biblische Handhabung kann nicht zum Schaden sein.

Liebe Grüße,
José




Offline Jose

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Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel
« Antwort #22 am: 18 Oktober 2012, 11:36:04 »
Lieber „BOB“,
bei deiner Vorstellung hast du auch die Gemeinde angegeben, zu der du gehörst. Ich freue mich, wenn Geschwister eine geistliche Heimat haben, und nicht überall hin- und doch nirgendwohin gehören.

Auf der Internetseite ist auch zu lesen:
Zitat

Von den ersten Christen wird uns in der Apostelgeschichte Kap. 2 Vers 42 berichtet:

Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten.

Und im Hebräer-Brief Kap. 10 Vers 25 lesen wir:

... indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, je mehr ihr den Tag herannahen seht!

In 1. Korinther-Brief Kap. 14 Vers 26 heißt es:

Was ist es nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Sprache, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung.

Wir sehen, dass die Gemeinschaft, - die christliche Versammlung - , ein wichtiger Pfeiler einer bibeltreuen Gemeinde ist. So ist es für mich wichtig zu wissen, dass die von mir besuchte Versammlung sich allein nach den Richtlinien der Heiligen Schrift richtet und versucht sie auszuleben.

Quelle: www.die-des-weges.de - Gemeinde


Es sind klare Worte hier, über die man sich nur freuen kann. Es ist aber auch sehr Schade, dass Aussagen wie: „hat eine Offenbarung, hat eine Sprache, hat eine Auslegung“, heute nicht mehr „wörtlich“ und „selbstverständlich“ genommen werden und in vielen, vielleicht sogar in den meisten Gemeinden fehlen. Auch in meiner eigenen Gemeinde sind die Erweisungen des Geistes viel zu selten geworden, leider.

Ich bin davon überzeugt, dass all die Ablehnung des Geisteswirken Gottes und dazu auch noch das unbiblische Verhalten der Charismatiker und dazu leider auch die Inkonsequenz vieler Pfingstler - selbst derer die es wirklich ernst meinen -, dem Segen Gottes sehr hinderlich ist. Persönlich ist es mir auch eine große Sorge, dass wenn ich das eine oder andere beurteile, mich dabei nicht versündige durch Unwissenheit.

Gottes Segen,
José

Offline Jose

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Die gegenseitige Erbauung
« Antwort #23 am: 23 Oktober 2012, 23:34:11 »
Lieber „Pilger“,
heute Abend musste ich plötzlich an diese Aussage von dir denken, vom 10.10.2012 13:04:

Zitat von: Pilger
mit dem "Ziel" meinte ich, wenn ich persönlich diese Gebetssprache praktiziere dann wird das Ziel mit mir erreicht.

Und wenn ich erbaut werde, kann ich die anderen erbauen!

Ich muss zur Aussage doch etwas erwidern, weil es so den Eindruck erweckt, dass dadurch eine besondere Erbauung für die Gemeinde geschehen würde.

Was die Gemeinde anbetrifft, so sagt der Apostel sehr deutlich: "Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfange" 1.Kor 14,5b. Das bedeutet für uns: Nicht dadurch, dass jemand viel in Zungen reden -, im stillen Kämmerlein -, empfängt die Gemeinde Erbauung. Würde die Argumentation unterstützt werden, dann würden die, welche nicht in Zungen reden, der Gemeinde nicht so sehr zur Erbauung dienen. So dürfen wir es nicht sehen.


Vor etlichen Jahren las ich:

Die Gabe der Liebe


Wenn ich ... alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, ... aber nicht Liebe habe, so bin ich nichts. 1. Korinther 13,2

Ein alter Christ erzählt:
„Vor vielen Jahren befand ich mich in einem Kreis begabter und bewährter Brüder. Als ich da so an mich dachte, musste ich mir sagen, dass ich nicht im Besitz solcher Gaben sei. Da tröstete mich das 13. Kapitel des ersten Korintherbriefes, das mir zeigte, dass die Liebe größer ist als alle geistlichen Gaben und dass der Weg, Liebe zu üben, auch mir offen stehe. Und nun drängte mich die Liebe - die gleiche Liebe, die alle Diener in der Ausübung ihrer Gabe leiten soll -, auch meine geringe Aufgabe als Glied am Leib Christi zu erfüllen. Und so war ich glücklich." Die Gaben, die die Versammlung empfangen hat, sind ein kostbares Geschenk des Herrn Jesus Christus, und sie zeugen von seiner Liebe zu ihr. Nun ist es an denen, die die Gaben empfangen haben, diese auch im Geist der Liebe zu betätigen, denn ohne Liebe sind die glänzendsten Gaben nichts.

Neigen wir nicht ein wenig dazu, die Brüder zu bewundern, die eine hervorragende Gabe empfangen haben? Doch was nützen diese Gaben, wenn sie nicht zur Auferbauung der Versammlung dienen? Nicht nur ist es wichtig, was wir tun, sondern besonders auch, wie wir es tun. Der Mensch sieht auf das Äußere, auf die Größe der Gabe und auf die Beredsamkeit. Aber der Herr sieht auf das Herz, und wo Liebe zu Ihm wirksam ist, wird das auch empfunden.
Wohnt nicht diese Liebe auch in deinem Herzen? - Diene dem Herrn damit, und Gott wird segnen und reichlich lohnen. Schließlich hat jeder von uns eine Gabe. Es gibt kein Glied am Leib, das keine Aufgabe, keine Funktion zum Wohl des Ganzen hat.

Der Herr ist nahe 2003 • Postfach 1001 53 • D-42490 Hückeswagen


"Jeder von uns gefalle dem Nächsten zum Guten, zur Erbauung!" Röm 15,2

Herzliche Grüße,
José

Pilger

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Re: .. ich rede mehr in Sprachen als ihr alle (1. Kor 14,18)
« Antwort #24 am: 16 Februar 2013, 14:31:15 »
Lieber Jose,

Du hattest am 23. 10.2012  einen Beitrag zitiert:

Ein alter Christ erzählt:
dass die Liebe größer ist als alle geistlichen Gaben

Paulus lehrt dies in 1.Kor.13 nicht, sondern er lehrt:

Wenn ich die Gaben ausübe und habe die Liebe (als treibende Kraft) nicht, dann bin ich nichts.
Paulus wertet nicht die Gabe ab, sondern den der sie ausübt.

Liebe Grüße
Manfred

Offline Jose

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Re: .. ich rede mehr in Sprachen als ihr alle (1. Kor 14,18)
« Antwort #25 am: 17 Februar 2013, 16:19:18 »
Du hattest am 23. 10.2012 einen Beitrag zitiert:

Ein alter Christ erzählt:
dass die Liebe größer ist als alle geistlichen Gaben

Paulus lehrt dies in 1.Kor.13 nicht…

Hallo Manfred,
wenn Paulus schreibt: "Eifert aber um die größeren Gnadengaben! Und einen Weg noch weit darüber hinaus zeige ich euch" 1.Kor 12,31, so verstehe ich es auch so, dass die Liebe größer ist als die geistlichen Gaben und die Bibel es auch so lehrt.

Hier geht es auch nicht um eine Abwertung irgendeine von Gott gegebene Gabe, auch was die Geistesgaben anbetrifft, sondern klar darum, dass die Liebe an allererste Stelle stehen muss.

Die Liebe ist aber auch keine Gabe, sondern wird bei der Frurcht des Geistes als erstes genannt: "Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit" Gal 5,22-23.

Siehe auch das Anliegen des Apostels, "dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid, damit ihr imstande seid, mit allen Heiligen völlig zu erfassen, was die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist, und zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, damit ihr erfüllt werdet zur ganzen Fülle Gottes" Eph 3,16-19.


Wenn du aber schreibst:
Paulus lehrt dies in 1.Kor.13 nicht, sondern er lehrt:
Wenn ich die Gaben ausübe und habe die Liebe (als treibende Kraft) nicht, dann bin ich nichts.
Paulus wertet nicht die Gabe ab, sondern den der sie ausübt.

So ist es in der Tat eine sehr ernste Sache und gilt nicht nur im Zusammenhang mit den Gaben, sondern überhaupt in unserem Glaubensleben, denn die Liebe "freut sich nicht über die Ungerechtigkeit; sondern sie freut sich mit der Wahrheit" 1.Kor 13,6. Haben wir diese Liebe?

Und wenn ich an das Wort denke: "Lasst uns aber die Wahrheit reden in Liebe und in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Christus" Eph 4,15, so gerate ich zuweilen in große Not, was den Austausch und die Begegnung mit Menschen anbetrifft, denn ich will niemand gegenüber ein Heuchler sein, damit auch mir geholfen werden kann.

Was den Austausch mit dir anbetrifft, habe ich besonders große Not.

Gottes Segen,
José

Pilger

  • Gast
Re: .. ich rede mehr in Sprachen als ihr alle (1. Kor 14,18)
« Antwort #26 am: 17 Februar 2013, 16:25:35 »
Lieber Jose,
ich wollte nur herausstellen, dass der Apostel niemals die Liebe gegen die Gaben ausspielt, weil ich oft das Argument höre: Die Liebe ist wichtiger.

Nein, die Liebe muss die Antriebskraft für den Dienst mit den Gaben sein, dann stimmt's.

Und wenn Du schreibst:
Was den Austausch mit dir anbetrifft, habe ich besonders große Not.

Das verstehe ich nicht.

Liebe Grüße
Manfred

Michael Sack

  • Gast
Re: .. ich rede mehr in Sprachen als ihr alle (1. Kor 14,18)
« Antwort #27 am: 25 Februar 2013, 21:24:11 »
Ihr lieben Geschwister, liebe Leser,

                                              Erlaubt mir, eine vorläufige Zusammenfassung zu machen.

nun habe ich mich mal hier in dieses biblische Thema "Sprachrede" oder "Zugenreden", man kann bestimmt auch "Sprachengabe" sagen, reingelesen. Dieses Thema interessiert mich auch, und ich halte das Thema auch für wichtig, also: richtig darüber Bescheid zu wissen - schon, weil es ein biblisches Thema ist - und leider auch ein umstrittenes.

Es gab letztes Jahr beginnend im September und dann weiter im Oktober 24 Beiträge dazu. Jose fing mit diesem Thema an, aber leider haben sich nur 4 Autoren insgesamt dazu geäußert, dann gab es im Februar 2013, nach etwa viermonatiger Pause nochmals drei Beiträge. Aber eine druckreife Orientierung für fragende Geschwister ist bis jetzt noch nicht daraus geworden. Und so unabgeschlossen liegenbleiben sollte das Thema nicht. Das wäre unverantwortlich. Denn: ´Was recht ist, dem sollst Du nachjagen.` Und die Sprachgabe gehört nun mal mit zu den Geistes- und Gnadengaben, weswegen wir auch darin klare Orientierung brauchen. Also, die Unterweisung darüber ist biblisch, 1. Kor. 14 z.B., und deshalb müssen wir uns doch um Klarheit und Gewissheit auch in der Beweisführung oder der biblischen Begründung der Sprachengabe mühen. Vielleicht ist dieser letzte Satz auch nicht ganz richtig, (man geht zu sehr auf das Negative ein und belegt das Thema mit Skepsis). Vielleicht sollte man besser nur sagen: Wir brauchen schon Klarheit über die Sprachengabe, vor allem aber kindliches Vertrauen zu GOTTES oft unverständlichem Handeln und Walten. Damit haben wir es ja in anderen Bereichen auch zu tun. Unser Leben ist ja auch davon geprägt. Ein Kindchen liegt ja nicht in seinem Körbchen und spricht zu seiner Mutter, ist das wohl richtig so, daß Du zu mir redest und ich verstehe davon gar nicht viel.
 
Also, es sind in den Beiträgen schon wichtige, grundlegende Dinge gesagt worden. Z.B. der letzte Satz von Jose im ersten Beitrag:

Lieber Bruder, liebe Schwester,
in diesem Sinne kann ich euch nur ermuntern mit den Worten des Apostel Paulus: "Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber noch, dass ihr weissagt. Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfange" 1.Kor 14,5. Wie gewaltig und welch eine Segen für die Gemeinde wäre es, wenn alle, die zur eigenen Erbauung in Zungen reden, auch die Gabe der Auslegung empfingen. Ich wünsche es uns, denn ich lese es in der Bibel - es ist biblische Lehre. Zitat Ende.

Aber auch die Skepsis von Bob ist genügend verantwortungsbewust ernst zu nehmen. Denn unübersehbar sind die sehr beunruhigenden Dinge im Zusammenhang mit den Geistesgaben, also auch mit der Sprachengabe durch den HEILIGEN GEIST. Es ist schrecklich, daß da so ein finsterer Schatten drauf liegt, auf dem, das uns so sehr helfen will und auch benötigt wird.

Schade ist, daß sich so wenige mit Beiträgen an diesem Thema beteiligt haben. Dazu will ich hier aber auffordern, denn es gibt bestimmt so manchen, der dazu wertvolle Gedanken, besonders auch Erfahrungen, ernste Fragen, usw. hat. Bob hat ja auch deutlich nach einer klaren Antwort in seinem letzten Beitrag gesucht.
 
Auch die hohe Zahl der Aufrufe zeigt, wie gefragt das Thema ist, ebenso auch die große Zahl der erwähnten Bücher.

Auch die zwei grundlegenden Argumente zu diesem Thema von Manfred in dem zweiten Beitag gehören in eine brauchbare Zusammenfassung einer biblschen Lehre über die Geistesgabe der Sprachgabe.

Estmal bis hier her. Wenn niemand seine Erfahrungen, Erkenntnisse und weitere Fragen über dieses Thema nun anschließend hier schreiben will, denn es soll doch kein Monolog sein, so fahre ich dann fort mit meinen eigenen, ersten Erfahrungen vor ca. 35 Jahren darüber in der Pfingstbewegung - zur Auferbauung soll es geschehen, nicht zur Verurteilung, nicht zum Verreißen, nicht um anzuklagen. So soll ein jeder schreiben, bitteschön. An diesen Worten merkt man schon, daß es keine erbaulichen Erfahrungen gewesen sein müssen und im Grunde auch von anderen nicht erwartet werden. Aber das ist auch falsch, denn es gibt ja die deutlich göttlich hilfreichen Zeugnisse durch die Geistesgaben. Also: Erfahrungen sind wichtig, auch negative, wir müssen halt lernen, sie im Lichte der Bibel zu sehen und genügend zu verstehen. Die positiven Erfahrungen sind also viel besser und sollen deswegen auf gar keinen Fall in der weiteren Behandlung des Themas fehlen. Und Dazu brauchen wir einander! GOTT hat doch noch nicht SEINE HAND abgezogen, wenn auch so sehr viel böses Durcheinander da ist.

Mit freundlichen Grüßen Michael Sack   

.
« Letzte Änderung: 01 März 2013, 09:02:26 von Michael Sack »

Pilger

  • Gast
Re: .. ich rede mehr in Sprachen als ihr alle (1. Kor 14,18)
« Antwort #28 am: 26 Februar 2013, 12:02:48 »
Lieber Michael,
vielleicht liest Du diesen Artikel durch, dann hast du eine gute Übersicht über das gesamte Spektrum "Geistesgaben".

Liebe Grüße
Manfred
http://www.hauszellengemeinde.de/index.php/de/pneumatologie/358-die-gaben-gottes-fuer-den-geistlichen-dienst

Michael Sack

  • Gast
Re: .. ich rede mehr in Sprachen als ihr alle (1. Kor 14,18)
« Antwort #29 am: 28 Februar 2013, 05:59:28 »
Liebe Geschwister, liebe Leser

Ein Einschub in diesem Thema

Alles geschehe zur Auferbauung. Auch das WORT: ´Wer aber auf seinen Weg nicht achtet, wird sterben`. Und: ´Wer seinen Weg einrichtet, ihn werde ich das Heil GOTTES sehen lassen`. Psalm 50, 23 (Elberf.) Darüber hatte ich heute morgen nachzudenken.

Denn gestern habe ich einem Bruder gegenüber dieses WORT angewendet, nun mußte ich mich selber damit beschäftigen. Es ist mir zu einem Schlüssel des besseren Verständnisses geworden, erstens zu meinem eigenen, schwierigen und sündhaften Leben und dann zum Verständnis der Gemeindesituation und ´Privatsituation` der Gläubigen in Deutschland. Diese haben es auch schwierig. Sowohl die einzelnen als auch die Gemeinden.

Ja, ich mußte mir eingestehen, all die vielen Probleme, die Züchtigungen, die Gefahren und Entäuschungen, besonders die geistlichen Gefahren und Nöte, in die ich seit der "besseren Bekehrung" vor ca. 35 Jahren geraten bin, dieses alles und noch mehr hat auch mit dem Nichtbefolgen und der damaligen Unwissenheit des ernsten Willen GOTTES, des WORTES: (sinngemäß) ´Richte deinen Weg ein`, zu tun. Jose schreibt hier irgendwo: Sünde durch Unwissenheit. (Finde nicht mehr wo) Das ist eine ernstzunehmende Gefahr. Es heißt auch irgendwo: ´Unwissenheit der Seele ist nicht gut.`
Darüber kann man dann Bücher schreiben, wenn man denn dann Überblick - Licht und Gnade von Oben - bekommen hat und nicht an der Unwissenheit und am Ungehorsam GOTT gegenüber gestorben ist oder in ´Gefangenschaften, Gefängnisse` geraten ist. Das bedeutet aber keineswegs, daß alle Gestorbenen verloren sind. 1. Kor. 11, 28 - 32. Denn, wen der HERR JESU züchtigt, den liebt er - um nicht verdammt zu werden. Aber viele glauben es nicht, obwohl unser HERR auch heute noch Tote auferweckt und andere große Zeichen tut.
 
Aber nur die ehrlichen Bücher sind richtig, besser kurze Zeugnisse, diese bringen Licht, sie zeigen nähmlich die unbegreiflich große Gnade GOTTES mit uns argen und elenden Sündern, wie wir diese oft jahrzehntelang erleben.
Und, das möchte ich auch aus meiner Erfahrung und Erkenntnis sagen: Wir sind nicht nur arge Sünder sondern auch wirklich elende Sünder, erbarmungswürdige Krümel und Tröpfchen. Leicht unverständig und verkehrt. In welche Mühlen sind wir doch alle so hineingeraten und drinnen. GOTT wacht aber über uns, und: ´Es geschieht alles um unsret willen`. Das ist und bleibt schier unbegreiflich - für mich geschieht so viel. Das sollte uns deshalb sehr bewegen, so sehr bewegen, daß wir unsere Nächsten wirksam lieben; wie leicht wir doch in Sünde und Schuld und Not und Unglück geraten, worin die anderen noch so vielfältig mehr sind als wir. Die geliebten anderen. Ja, die Not der anderen soll und darf uns nicht egal sein. Wir durften ins Licht kommen und Gnade bekommen -  und die anderen, GOTT weiß warum, sind noch nicht im vollen Segen. Darum segne. Erkenne und betrachte Segnungen, aber auch Gerichte GOTTES.

Und so kann ich auch die geistliche Situation der vielen anderen Gläubigen besser oder gut verstehen. Durch das WORT ´einrichten` oder ´nicht-einrichten`. Die Ungehorsamen sind in Lauheit und Abfall und Verführungen und Problemen und Gefangenschaften und Finsternissen; und auch mit ihrem Leben in dramatischem Geschehen und ernsten Gefahren (vielerlei Art), weil der Weg, der lebendige, neue Weg, der zu gehen ist, nicht voll beachtet, ja, nicht eingerichtet wird, wie GOTTES WORT uns dies lehrt. Auch, weil so viele Hirten und Älteste verkehrt und blind sind. Was für eine Dramatik, nicht war. Als Hirte scheinen und doch nicht weiden (können) oder recht bewachen (können). Ja, wir haben es wirklich schwierig, besonders die Kleinen im Glauben, und auch die aufgewachten, die Aufmerksamen unter den Jüngern, die gelernt haben, besser zu verstehen und doch hilflos, ja ohnmächtig sind. Wenn wir diese Dinge sehen und dem Heiland bringen, sollte da nicht Großes geschehen können. ´Seid getrost, der HERR kann auch Großes tun`, heißt es doch in GOTTES WORT.


Natürlich, es gibt enorme Anstrengungen dahin, es gut zu machen. Viel Gutes, ja, viel grundsätzlich Richtiges im Leben von Wiedergeborenen geschieht, das ist schon klar, GOTT sei Dank für alles dieses, aber es bleibt doch wahr: Der Weg wird nicht wirklich eingerichtet, daß die "Eckdaten" wirklich stimmig sind, in Übereinstimmung sind mit dem WORT. Es ist nicht wirklich der schmale Weg, auf dem die Gläubigen sind. Zu Hunderttausenden. Das sollte Dich erschüttern. Überleg und bete doch mal, ob es nicht besser wäre, Beruf und Haus aufzugeben und auf den schmalen Weg zu treten. Aber kein Abenteurer sein, das ist wirklich verkehrt. Nach Eph. 2, 10 fragen. Ich sage es gerne immer wieder: Alles soll ehrbar und ordentlich sein. Stürze niemanden in eine Krise, da habe ich so manches gehört, sorge aber für die Deinen und streite  n i e  gegen Fleisch.
Aber viele Gläubige müssen Leidenswege gehen, weil sie weggebracht werden müssen von Sünden, weil sie sich selbst davon nicht trennen. Denke mal so über verschiedene Berufe nach, da ist es oft sehr kritisch, nicht?


Und im WORT findest Du genau das, was ich hier beschreibe, z.B.: ´Den ganzen Tag ist mein Leben in Gefahr`, oder: ´Ein wenig Torheit hat mehr Gewicht als Weisheit und Ehre`, oder: ´Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes! Ich danke GOTT durch JESUS CHRISTUS, unseren HERRN !`. Römer 7, 24  Und: ´Rühret Unreines nicht an, so will ICH euch annehmen!` Und: ´Habe nicht teil an fremder Sünde`.
Wir müssen uns den Herausforderungen wirklich stellen, dazu sollten wir als Christen bereit sein und können uns Lässigkeiten, Lauheit, ungute Kompromisse,  T o r h e i t e n  und  G l e i c h g ü l t i g k e i t e n  nicht gestatten, also Ungehorsam. Den anderen schon ein wenig, und noch mal und noch mal, - und noch mal, selbstverständlich, ja, 70 x 7 mal !, wegen der Liebe, aber mir selber nicht. Versagst Du, dann stelle Dich - vor GOTT, der gnädig sein will durch das LAMM. Gnade um Gnade für uns hat. Aber keine billige Gnade, bitte, höre auf, Sünden mitzumachen. Es sind leider so wenige, die vor GOTT wirklich stehen. Das muß doch nicht so bleiben.

Uneingerichtet Laufen, also drauflosleben, unverständig sein, das ist überall festzustellen, das darf nicht sein, das müssen wir ändern, ihr Geschwister und ihr Lieben, sonst werden wir nicht bestehen können, also so ist das zu betrachten - es ist nötig, das zu ändern, das zu tun, was geschehen sollte, was geboten ist. Was nützt es uns, über die Gaben Bescheid zu wissen, ja, sogar sie zu haben, wenn grundsätzliche christliche Haltungen und Tugenden nicht vorhanden, nicht geliebt und nicht ausgeübt und angeeignet werden. Geistliche Gabe sind wie Waffen, die nicht in die Hände von untüchtigen Jüngern gehören. Neulich geschah in einer Gemeinde ein wirklich großes Wunder und, weiter, eine Geistesgabe wurde gegeben, aber es wurde kaum beachtet, eigentlich gar nicht, wird dann unsere Schuld nicht noch größer?!

Um Änderungen zu erreichen im Leben meiner Geschwister, dazu mache ich natürlich keine Liste, ich will ja nicht regieren, und das wäre auch unangemessen, denn ich kann gar nicht richtig ermessen, was für Dich, lieber Bruder und Leser dran ist. Sondern laßt uns vermehrt und ernst die Bibel lesen und beten und zeugen, das ist, Seinen Namen und Seine Güte und Sein Regiment und Seine Majestät bekennen mit einem gebeugten, ordentlichen und ehrbaren Leben. Und bete und frage wegen Eph. 2, 10.

Mit freundlichen Grüßen Michael Sack

Übrigens: Wenn Du das ganz oben mit meiner eigenen, besseren Bekehrung nicht so richtig verstehst, so denke an diese zwei WORTE aus der SCHRIFT: Der HERR sagte zu Petrus: ´Wenn du dich dereinst bekehrst, so stärke deine Brüder`; und woanders steht: ´Bekehre DU mich, dann bin ich bekehrt`, ein Prophet sagte das.
Und auch jetzt, immer noch, spreche ich dies für mich zu GOTT, in dem Namen JESUS. Wo, Brüder, ist unsere Herrlichkeit, oder, besser gefragt, um herauszufinden aus dem Durcheinander, worin ist unsere Herrlichkeit. Steht es nicht in Johannes 17.

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« Letzte Änderung: 01 März 2013, 10:04:28 von Michael Sack »