Autor Thema: Verschiedene Fragen  (Gelesen 2776 mal)

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Verschiedene Fragen
« am: 26 November 2006, 15:15:13 »
wann und was ist die passionszeit?
wann und was ist dir karwoche?
an welches ereignis errinern wir uns palmsonntag?
40 nach ostern was geschah?
weitere 10 tage später was geschah?
trinnitatis was bekennen wir an diesem sonntag?
frohnleichnahm worum geht es in der prozession?

Offline Roland

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Re: Verschiedene Fragen
« Antwort #1 am: 27 November 2006, 18:15:15 »
Eine grundsätzliche Bemerkung zu den Fragen: Diese Kirchenfeste haben mit dem biblischen Glauben nichts zu tun und sie i. d. R. aus dem Heidentum übernommen und "christianisiert" worden.


Passionszeit:

Die Passionszeit wird die Zeit vor Ostern genannt, die Leidenszeit Jesu. Die 6 ½ Wochen vor Ostern werden von vielen Kirchgängern als Fastenzeit genutzt, die mit dem Aschermittwoch beginnt (der Fasching ist vorbei......).

Die Namen des 3. bis 8. Sonntags der Passionszeit stammen von den (lateinischen) Anfängen der alten Wochenpsalmen. Septuagesimae: 70 Tage bis Ostern
Sexagesimae: 60 Tage bis Ostern
Estomihi: Sei mir ein starker Fels! (Psalm 31, 3)
Invocavit: Er ruft mich, darum will ich ihn erhören.(Pss 91, 15)
Reminiscere: Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit! (Ps 25,6)
Oculi: Meine Augen sehen stets auf den Herrn. (Psalm 25, 15)
Laetare: Freuet euch mit Jerusalem! (Jesaja 66, 10)
Judica: Gott, schaffe mir Recht! (Psalm 43, 1)
Palmarum: Palmsonntag


Karwoche:

Die Karwoche ist die Woche unmittelbar vor Ostern. Sie ist die Kernzeit der österlichen Passionszeit und für die Kirchgänger die wichtigste Woche des Kirchenjahres.

Den kara- (d. h. Trauer-)Charakter hat die Karwoche seit dem Mittelalter.

In der Karwoche liegen noch der Gründonnerstag, der Karfreitag und der Karsamstag, auch Ostersamstag genannt.


Palmsonntag:

Mit dem Palmsonntag (lateinisch dies florum, dies palmarum), danach volkstümlich im evangelischen Bereich Palmarum, auch Palmtag genannt, beginnt die Karwoche. An diesem Sonntag wird angeblich des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht: Palmen (in unseren Breiten in der Regel Buchsbaum) werden "gesegnet". In einer feierlichen Prozession wird ein Kreuz in die Kirche hineingetragen, begleitet von Meßdienern (und oft auch Kindern), die in ihren Händen die frisch geweihten Buchsbaumwedel tragen und damit rumdwedeln. Im Anschluß an den Götzendienst nehmen die Kirchgänger "Palmzweige" mit nach Hause und stecken sie hinter die im Haus befindlichen Kreuze oder auch Weihwasserkessel.

Dies zeigt deutlich, dass dieses Brauchtum nichts mit dem Wort GOTTES zu tun hat, sondern reiner Aberglaube ist.


40 Tage nach Ostern = Himmelfahrt

Christi Himmelfahrt (schweiz. Auffahrt) bezeichnet die Himmelfahrt von Jesus Christus und das Fest Christi Himmelfahrt, in der Schweiz auch als Auffahrt bezeichnet, das vierzig Tage nach Ostern gefeiert wird.

Seit 370 ist bezeugt, dass das Fest der Himmelfahrt Christi gefeiert wird. Gemäß den biblischen Berichten ist das Datum auf vierzig Tage nach Ostern festgelegt, also auf den Donnerstag nach dem 5. Sonntag nach Ostern bzw. zehn Tage vor Pfingsten. Christi Himmelfahrt gehört damit, wie Ostern und Pfingsten, zu den beweglichen Festen.


Weitere 10 Tage = Pfingsten

Pfingsten - der Name kommt aus dem Griechischen: pentekoste = der fünfzigste Tag nach Ostern; er feiert angeblich die Ausgiessung des Heiligen Geistes.

Im Brauchtum begeht man Pfingsten vor allem als Feier zu Ehren der wiedererwachten Natur, der Sommer hat nun endgültig den Winter besiegt, denn das Datum des Festes liegt in jedem Fall immer nach den Eisheiligen.

Das Brauchtum zeigt, dass dieser Feiertag nichts mit dem biblischen Pfingsten zu tun hat:

Bis ins 19. Jahrhundert war es in ländlichen Gebieten ein weitverbreiteter Brauch, einen Pfingstochsen, mancherorts auch einen Pfingsthammel, durch das Dorf zu treiben. Der Hintergrund hierfür dürfte ursprünglich die Darbringung eines Tieropfers gewesen sein, denn lange Zeit war das Tier als Schlachtvieh für das festliche Pfingstessen vorgesehen. Der Pfingstochse wurde festlich mit Blumen, Stroh und Kränzen geschmückt und in einem feierlichen Zug bzw. einer Pfingstprozession durch die Gassen oder über die Felder begleitet. In einigen Dörfern Mecklenburgs wurden solche Züge sogar von einem "Hirtenkönig" und seinem "Hofstaat" angeführt.
Nur in ganz wenigen Gegenden blieb der Brauch um den Pfingstochsen bis heute erhalten. Bekannt ist allerdings der Begriff. Denn es gibt auch zweibeinige "Pfingstochsen". Als solcher wird nämlich derjenige bezeichnet, der am Pfingstsonntag als letzter aus den Federn kommt. Im Schwarzwald werden Spätaufsteher auch als "Pfingstdreck" oder "Pfingstlümmel" bezeichnet. In Bayern kennt man neben dem "Pfingstochsen" auch den verwandten "Palmesel", den Langschläfer am Palmsonntag. In Westfalen wurden Langschläfer sogar in früheren Zeiten auf einer Schubkarre als "Pfingstochse" durch das Dorf gefahren. Mädchen, die sich verspäteten, erhielten den Namen "Pfingstjungfer" oder "Pfingstbraut".
Der "Pfingstochse" in Marwede im Landkreis Celle in Niedersachsen ist keine Gestalt aus Fleisch und Blut. Er trägt zwar auch Hose und Jacke, Schuhe, Brille und Hut; diese Kleidungsstücke umhüllen jedoch einen Strohkörper, der jedes Jahr neu geschaffen wird. Die Marweder nennen ihren Pfingstochsen auch "Pfingstkarl". Sein Schicksal ist es, am Pfingstsamstagabend aufgeknüpft zu werden und über Pfingstsonntag zu hängen. Manch Unwissender ist bei seinem Anblick schon erschrocken. Am Pfingstmontag wird der Pfingstkarl schließlich verbrannt. Unter großer Anteilnahme wird er dann gelöscht – mit Bier.

Mancherorts hat sich der Brauch erhalten, Pfingstfeuer anzuzünden. Die lodernde Flamme gilt dabei einerseits als Symbol des Heiligen Geistes, andererseits aber auch als Zeichen der Reinigung und Erleuchtung der Kirchgänger. Einen besonderen Brauch mit dem Pfingstfeuer pflegte man im Salzburger Land. Dort wurden in vielen Kirchen aus dem sogenannten "Heiligengeistloch" brennende "Werchflocken" (brennendes Werg) auf die Kirchenbesucher gestreut und von den Männern mit ihren Hüten aufgefangen. Diese "Werchflocken" sollen vor Unwetter bewahren.

Das Wasser soll an Pfingsten wie zur Osterzeit über eine besondere Segenskraft verfügen. Im Laufe der Geschichte haben sich deshalb auch verschiedene Wasserbräuche herausgebildet. Verbreitet war es, sich zu Pfingsten in einem Bach zu waschen. Im Raum Basel am Rhein (Schweiz) wurden zum Beispiel junge Burschen oder auch eine aus Stroh, Tannenzweigen und Moos gebastelte Puppe, Pfingstlümmel (Pfingstsprützlig, Pfingstblüttlig) genannt, in einen Dorfbrunnen getaucht. Mädchen und junge Frauen ließen sich anschließend von dem Pfingstlümmel bespritzen, ein Vorgang, der in den Bereich der Fruchtbarkeitsriten gehört. Dem zu Pfingsten niedergegangenen Tau sagte man Heilwirkung nach. Angeblich sollte er auch vor Sommersprossen schützen und vor Verhexung behüten.

Wenn man die Bedeutung des "pfingstlichen" Brauchtums berücksichtigt, wird jedem ersichtlich, dass dieser Feiertag nichts mit der Ausgießung des HEILIGEN GEISTES zu tun hat.


Trinitatis (auch Goldener Sonntag oder Frommtag)

Ich bekenne, dass ich mit diesem Sonntag nichts zu tun habe. Für die Angehörigen der Volkskirchen ist das Dreifaltigkeitsfest am ersten Sonntag nach Pfingsten. An diesem Sonntag begehen die evangelische und katholische Kirchgänger den Tag der Heiligen Dreifaltigkeit (Dreifaltigkeitssonntag, Trinitatis). Das Trinitatisfest gibt es erst seit dem 10. Jahrhundert, wobei es noch über eine längere Zeit Differenzen gab, ob es überhaupt gefeiert werden solle. 1334 wurde es von dem damaligen Chef der katholischen Kirche, Johannes XXII., für die gesamte katholische Kirche eingeführt, seit dem 18. Jahrhundert ist der heutige Termin gebräuchlich.


Fronleichnam

Der römisch-katholische Feiertag Fronleichnam, das "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" wird am zweiten Donnerstag nach Pfingsten, also 10 Tage nach Pfingsten, gefeiert. Das Fronleichnamsfest, kurz: Fronleichnam (von althochdeutsch: fron Herr, liknam Leib; kirchenlat.: corpus christi), offiziell „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, landschaftlich Prangertag, bezeichnet das Fest im katholischen Festjahr, das am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest gefeiert wird (am zweiten Donnerstag nach Pfingsten, Ende Mai oder Anfang Juni). Der Donnerstag als Festtermin knüpft an den Gründonnerstag an, der wegen des stillen Charakters der Karwoche keine größere Festlichkeit erlaubt. Aus diesem Grund wurde Fronleichnam an das Ende der österlichen Zeit gelegt.

Fazit: Diese "Feiertage" haben nichts mit dem biblischen Glauben zu tun und bibeltreue Christen lehnen daher diese Feste ab!
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!