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Euer Tagesablauf mit Jesus/Alles zur Ehre Gottes

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Nicolino:
Hallo Ihr Lieben!

Da ich festgestellt habe, dass es hier wohl einige Christen ohne feste Gemeinde gibt (und ich selbst auch so einer bin), würde ich gerne erfahren, wie euer Tag, eure Woche, euer Leben mit Jesus ganz praktisch aussieht.

Ich selbst habe momentan wenig feste Zeiten, die ich für Gott einplanen kann, da wir eine 1,5jährige Tochter haben, die mich rund um die Uhr braucht (gerade hält sie ihren Mittagsschlaf, so dass ich etwas Zeit fürs Forum und zum Bibellesen habe). Eine Zeit mit Gott morgens fällt momentan für mich auch flach, weil ich nachts oft von Elisabeth geweckt werde und eigentlich immer müde bin. Ich bemühe mich, tagsüber immer mit Gott im Dialog zu sein, aber ich vermisse es, mal so richtig länger Zeit fürs Bibelstudium zu haben.

Wie ist das so bei euch? Habt ihr feste Zeiten, die ihr allein mit dem Herrn verbringt, ist das immer verschieden? Hört ihr euch Predigten an oder besteht eure Gemeinschaft mit Jesus hauptsächlich aus Gebet und Bibellesen? Haben eure festen Gebetszeiten einen bestimmten Ablauf (erst Dank, Anbetung, dann Fürbitte etc.) oder entscheidet ihr das spontan? Bei mir ist das zur Zeit alles wenig strukturiert, also brauche ich "Input".

Ich frage auch deshalb, weil ich bislang keine Christen kenne, die konsequent biblisch denken und leben (außer euch), deshalb interessiert mich einfach mal die praktische Seite eures Glaubenslebens.

Falls es welche gibt unter euch, die sich Predigten anhören (deutsche oder englische), könnt ihr Lehrer empfehlen, die in ihrer Lehre konsequent sind?

Wäre schön, wenn euch was zu diesen Fragen einfällt. Mich interessiert einfach, wie andere ihren Glaubensalltag gestalten, um selbst Anregungen zu bekommen, was ich ändern und verbessern kann oder wie man es überhaupt machen kann.

Ach ja, und noch eine fast schon peinliche Frage: Da ich immer nur unter Ungläubigen gelebt habe (und lebe), habe ich keine Ahnung, wie man als Christ dem Herrn für Mahlzeiten dankt. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich das auch ganz oft vergesse und es mir oft erst am Ende oder sogar NACH der MAhlzeit einfällt. Hier wäre ich euch dankbar für konkrete Gebetsformulierungen, denn - wie gesagt - , ich habe niemanden, der mir das praktisch vorlebt.

Und wo wir schon dabei sind: Wir sollen ja ALLES in unserem Leben zur Ehre Gottes tun. Wie kann ich das als daheimbleibende Mama und Hausfrau praktisch tun in meinen doch recht banalen Alltagsaufgaben? Wie ehre ich Gott beim Abwasch oder beim Kochen? Wird Er dadurch geehrt, dass ich dabei im Gespräch mit Ihm bleibe, oder wie meint es Paulus, dass wir alles zur Ehre Gottes tun sollen, egal, in welchem Stand wir uns befinden (also ob Mann, Frau, Sklave etc.)?

Viele Fragen mal wieder...

Bin gespannt auf Eure Antworten!

Liebe Grüße,
Nicole  :)

Sarah:
Liebe Nicole,


--- Zitat ---Wie kann ich das als daheimbleibende Mama und Hausfrau praktisch tun in meinen doch recht banalen Alltagsaufgaben? Wie ehre ich Gott beim Abwasch oder beim Kochen?
--- Ende Zitat ---

Dazu fällt mir folgender Bibelvers ein:

Wer dank opfert, der ehrt mich....(Psalm 50,23)

So banal finde ich Deine Aufgaben als "einfache Mama" gar nicht! Du kannst und bist für Deine kleine Elisabeth da, erziehst sie im Glauben zu Jesus und hast somit einen so großen Einfluss auf ein Lebewesen, welches Dir anvertraut ist und von Jesus geschenkt worden ist!

Ich persönlich danke sehr viel dem Herrn Jesus und fange schon früh morgens wenn ich wach werde als erstes an, Jesus zu danken und mache es während der Arbeit so oft es mir möglich ist. Und ich habe gemerkt, je mehr man dankt, desto mehr bekommt man zu danken. Auch habe ich vor einiger Zeit angefangen ein Dank-Tagebuch zu führen und Dinge dort festzuhalten, denn man vergisst ja so schnell wieviel Gutes der Herr uns getan hat und wie gesegnet wir doch sind.

Ich lese zur Zeit einzig in der Bibel und merke, wieviel mehr mir das bringt, als die vielen Bücher, die ich bereits gelesen habe.

Im Grunde versuche ich, immer mit Jesus verbunden zu sein - während des ganzen Tages, soweit es mir möglich ist. Ich lese in der Frühstücks- und Mittagspause im Büro die Bibel oder gehe spazieren und bete dann bzw. sage Jesus was mich bedrückt oder danke ihm und rede einfach mit ihm.

Jesus hat mir so eine Liebe zu seinem Wort - der Bibel geschenkt, das ist der Hammer und ich liebe sein Wort so sehr.

Ich glaube auch und bin sicher, dass wir Jesus durch all unser Tun, so banal es auch sein mag, ehren. Er ist ja überall dabei und wenn wir nun den Abwasch ordentlich gemacht haben und alles sauber ist, so haben wir auch dies zu SEINER Ehre getan und er freut sich darüber. Genauso ist es mit allen Dingen.

Lieben Gruß von Sarah

Elishua:
Hallo Nicole,

was ist Beten? Ich nenne es Reden! Einfach mit IHM reden, reden und nochmals reden!

Ich stehe früh mit auf und bedanke mich, daß ER die ganze Nacht bei mir war!Ich frühstücke, esse mit IHM! Frage IHN, was möchtest du, das ich heute für uns beide zum Essen mache oder Einkaufe usw!

Ich frage IHN, was möchtest du, was wir heute erledigen. Was steht an!

Ich rede immer mit IHM, seis es im Herzen, oder ganz normal, andere würden meinen, ich halte Selbstgespräche. ER ist ja da, auch wenn wir IHN noch nicht sehen.

Ich beziehe IHN überall in mein Leben mit ein! Ich  mache kein Ritual, wie es viele tun! Wie es kommt.

Ich bedanke mich fürs kleinste, auch für die Schmerzen dich ich habe. Ich danke ihm, daß er mich aus dem Berufsleben genommen hat um für IHN da zu sein. Ich danke ihm, für alles ob gutes oder schlechtes!

Ich rede mit IHM ganz normal. Schütte IHN mein Herz aus. Bete IHN an. Habe immer Gemeinschaft mit IHM. Sage oft auch mal ab, wenn jemand kommen möchte,  oder wenn ER es mir zu verstehen gibt um mit IHM Gemeinschaft zu haben. Schalte das Telefon aus und bitte IHN tagtäglich um Weisheit, Erkenntnis und Verständnis für seine wundervolle Schöpfung zu verstehen!

IHN zu loben und zu preisen für alle Zeit, zu jeder Zeit!

Nicolino:
Danke euch beiden für eure Antwort!

Ich bin erleichtert, dass ich mein Leben mit Jesus in ganz ähnlicher Weise führe, auch ohne "Ritual" einfach ständig mit Ihm im Gespräch bin (an guten Tagen) und versuche, Ihn mit in meinen Alltag einzubeziehen, d.h. mir Seine Gegenwart bewusst zu  machen. Das ist etwas, was ich noch viel mehr üben muss, denn es passiert immer wieder, dass mir dieses Bewusstsein Seiner Nähe entgleitet, wenn ich mit irgendwas beschäftigt bin. Ich versuche auch, alles was mir passiert, aus Seiner Hand zu nehmen und dafür zu danken. Wenn mir Schlechtes passiert und ich es nicht verstehen kann, versuche ich auch zu danken, denn Gott führt ja auch das. Ich halte mir dann immer Röm 8, 28 vor Augen: "Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind." Im Nachhinein kann ich das heute auch schon vielfach erkennen in meinem Leben, wie Gott die Fäden im Hintergrund gezogen hat. Vieles ist mir natürlich immer noch ein Rätsel, aber eines Tages werde ich das wohl auch verstehen. Oft gelingt mir der Dank für negative Sachen erst im Nachhinein und noch nicht, wenn ich IN der Situation stecke. Das muss man wohl auch erst lernen, so wie Du, Elishua, direkt auch für Schmerzen zu danken.

Die Erziehung meiner Tochter wird bestimmt nicht leicht werden, da ich die einzige Gläubige hier im Haus bin (meine Eltern und mein Mann glauben nicht). Da bleibt mir auch nur, mich Gottes Führung anzuvertrauen und zu hoffen, dass ich dennoch einen guten Samen in Elisabeth pflanzen kann bzw. dass Jesus das selbst irgendwie führt. Er hat es bei mir auch geschafft und ich war weit weit entfernt von einem gläubigen Umfeld. In meinem Leben ist es echt unfassbar, wie er schon in den ersten Lebenswochen eingegriffen hat. Aber das ist eine andere Geschichte...

Ganz andere Frage noch, da ihr ja auch Frauen seid: Wie handhabt ihr das mit der Kopfbedeckung?

Liebe Grüße,
Nicole

offenbarung3-16:
Also ich gehe zu Zeit in eine Gemeinde - aber auch sonst würde sich nicht viel ändern.

Also ich kann morgens eigentlich kaum vernünftig beten, da ich viel zu müde bin - ich will ja schon richtig beten und nicht im Halbschlaf etwas daherplappern. Auch nicht Bibel lesen. Wenn ich im Zug wach werde, dann lese ich da. Aber nur wenn ich will und es mich packt. Aus Zwang den Ritus der "stillen Zeit" zu halten ist nicht gut. Wenn es Leute morgens können, dann seien sie gesegnet.

Beten dann eher Abends im Bett waagrecht. Die Zeit sollte man nicht zu spät legen. Sonst ist man ja wieder müde. Und dann mit Jesus im Gebet einschlafen.
Des Tags bete ich auch in Gedanken, bzw spreche mt IHM über die verrückten Gottlosen oder seine schöne Schöpfung etc. Was eigentlich wichtig ist. Also so eine Art Berater. Nehme aber nie vorgefertige Gebet - bis auf das Vater Unser. Ist immer spontan und ohne viel Struktur - aber oft kommt das Lob schon zu kurz. Aber je näher man zu Jesus kommt, umso mehr Lob hat man irgendwie und kann ihn dann nur noch bewundernd anbeten.

Vor dem Essen danke ich eigentlich nie. Wenn es gut ist, dann danke ich während des Essens. Ist aber wohl auch nicht das Ideal. Danke aber auch so für den ganzen Luxus.

[quode]könnt ihr Lehrer empfehlen, die in ihrer Lehre konsequent sind? [/quode]
Außer Jesus eigentlich keinen uneingeschränkt. Ich könnte da nie sicher sein, daß x oder y doch nicht wieder irgendein Unsinn verzapft. Ich versuche das Beste zu behalten - wo es ggf nötig ist. Bevor man die Bibel nicht wirklich gut kennt, sollte man am besten gar keine anderen Bücher lesen. So nach dem Motto: "Bücher - ab 18 Jahren (seit der Wiedergeburt)"

Gerade am Anfang bekommt man sonst diese oder jene falsche Lehre eingepflanzt und komtm dann davon umso schwerer wieder los. Man muß ja auch nicht alles in der Bibel verstehen. Die Bibel legt sich auch selbst aus.

Nützlich finde ich auch christliche Lieder, diese kann man dann im Herzen mitführen über den Tag.


--- Zitat ---Ganz andere Frage noch, da ihr ja auch Frauen seid: Wie handhabt ihr das mit der Kopfbedeckung?
--- Ende Zitat ---
Ich denke, daß 1 Kor 11 sich eher auf das Beten der Frau in einer Gemeinde bezieht. In Vers 16 und 17 wird hier ja der Bezug gelegt.

Liebe Grüße
Michael




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