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Die Auferstehung Jesu

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Jose:
In diesen Tagen wurde mir erneut groß und kostbar, wie wichtig die Auferstehung Jesu für uns Christen ist und welchen Trost darin für uns liegt. Wir lesen in der Apostelgeschichte: "Und mit grosser Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus, und grosse Gnade ruhte auf ihnen allen" Apg 4,33 (Zürcher 2007). Die Verkündigung der Auferstehung Jesu war ein zentrales Thema, denn wenn Jesus nicht auferstanden wäre, wäre unser Glaube wertlos. So schreibt es Paulus den Korinthern. Und für die Jünger war es damals ohnehin die Botschaft überhaupt, denn sie waren so entmutigt und ängstlich gewesen, als sie meinten, ihr Herr und Meister sei gestorben.

Aber kann es sein, dass es auch heute Gläubige gibt, welche die Auferstehung Jesu anzweifeln? Wenn Paulus schreibt: "Wenn aber verkündigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige unter euch sagen, es gebe keine Auferstehung der Toten?" 1. Kor. 15,12. Vielleicht hatten manche Gläubige damals noch einige Probleme damit, aber nach bald 2000 Jahren sollte niemand mehr, der sich Christ nennt, daran zweifeln. Paulus schreibt ganz klar: "Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist euer Glaube nichtig, dann seid ihr noch in euren Sünden" 1. Kor. 15,17. Wir wären noch verloren in unseren Sünden, wenn Christus nicht auferstanden wäre, und zwar genau der MENSCH und GOTT, Jesus Christus, der auch am Kreuz gestorben war.

Und was mir außerdem in diesen Tagen besonders wichtig wurde, sind Aussagen wie diese des Apostel Paulus: "Ihn will ich kennen und die Kraft seiner Auferstehung" Phil 3,10a. Es hört sich etwas geheimnisvoll an, aber wir brauchen diese Kraft, damit, wie es im Römerbrief 6,4 lautet: "wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt worden ist, auch wir in der Wirklichkeit eines neuen Lebens unseren Weg gehen" Röm 6,4. Wir sind gestorben mit JESUS und dürfen nun in NEUHEIT DES LEBENS wandeln und mit der Kraft Gottes rechnen, die Jesus aus den Toten auferweckt hat. Ich möchte sie besser kennenlernen und damit rechnen, auch in meinem Alltag.

Kennt noch jemand Bibelstellen, welche besonders die Bedeutung der Auferstehung Jesu für uns Gläubigen hervorheben?

Gottes Segen
José

Roland:
Auch heute wird die Auferstehung von Theologen angezweifelt (und Lüdemann ist nicht der einzige Theologe, der die Auferstehung JESU ablehnt):

https://www.neues-deutschland.de/artikel/817217.goettinger-theologe-es-gab-keine-auferstehung.html

Jose:
Ja, in der Tat ist die Entmythologisierung weit verbreitet unter den Theologen, wie z.B. Gerd Lüdemann, aber ich dachte mehr an die Situation in Korinth. Ich denke, dass die Gläubigen dort Zweifel hatten und noch nicht im Glauben gefestigt waren, während die heutigen Theologen alles Übernatürliche aus der Bibel entfernen wollen und sich auch nicht von historischen Fakten überzeugen lassen, wenn sie schon nicht glauben wollen.
 
Nach der Heilung des Lahmgeborenen lesen wir in Apostelgeschichte die Worte des Apostel Petrus: "Von dem Heiligen und Gerechten habt ihr euch losgesagt und verlangt, dass euch ein Mörder geschenkt werde; den Fürsten des Lebens habt ihr getötet - Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt; dessen sind wir Zeugen" Apg 3,14-15. Welch ein Zeugnis! Und die Männer in Jerusalem haben es nicht in Frage gestellt. Auch später im Hohen Rat wurde es nicht in Zweifel gestellt, als Petrus bezeugte: "Wenn wir heute wegen der Wohltat an einem kranken Menschen verhört und gefragt werden, wodurch dieser gerettet worden sei, dann sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kundgetan: Durch den Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat, durch ihn steht dieser hier gesund vor euch" Apg 4,9-10. Die Botschaft der Auferstehung Jesu war zentral, denn ein toter Messias würde nichts nützen.

Die Apostel waren daher Zeugen der Auferstehung Jesu, lesen wir z.B. als es darum ging einen Nachfolger für Judas zu wählen: "Es muss also einer von den Männern, die uns begleitet haben die ganze Zeit, da Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging, vom Tag der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, da er von uns weg in den Himmel aufgenommen wurde, mit uns Zeugnis von seiner Auferstehung ablegen - einer von diesen hier" Apg 1,21-22. Ein Apostel musste also einer sein, der den Herrn Jesus nach Seiner Auferstehung persönlich gesehen hatte.

Und so wurde die Botschaft der Auferstehung Jesu von den Augenzeugen bezeugt und es gibt viele historische Belege, dass Jesus auferstanden ist. Wenn dem nicht so wäre, hätten Seine Gegner schnell das Gegenteil nachgewiesen, denn es war damals keine Kleinigkeit, sondern eine gewaltige Botschaft, über die viele aufgebracht waren, weil die Apostel das Volk lehrten und im Namen Jesu die Auferstehung von den Toten verkündigten (Apg 4,2).

Jose:
Heute habe ich das Wort gelesen: "Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet" Römer 10,9 (Schlachter 2000). Die Auferweckung Jesu zu leugnen bedeutet somit, das Heil nicht zu erfassen, verloren zu sein, keine lebendige Hoffnung zu haben.

Der Apostel Petrus bezeugt: "Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten" 1. Petrus 1,3. Das sind frohe Worte, dass wir durch die Auferstehung Jesu eine lebendige Hoffnung haben. Das hat dieser Jünger, der den Herrn Jesus verleugnet hatte, sicherlich besonders zu schätzen gewusst.

Ich frage mich, wie moderne Theologen die Auferweckung Jesu leugnen können. Im Grunde leugnen sie das Evangelium und den einzigen Weg zum Heil, denn gerettet werden wir nur, "wenn wir an den glauben, der unseren Herrn Jesus aus den Toten auferweckt hat, ihn, der um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist" Römer 4,24.25. Das sind klare Worte aus der Bibel.

Jose:
Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
Als die Frauen am ersten Wochentag zur Gruft kamen, da fanden sie den Stein von der Gruft weggewälzt. Zwei Männer, d.h. Engel, sprachen zu ihnen: "Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden. Gedenkt daran, wie er zu euch geredet hat, als er noch in Galiläa war" Lk 24,5-8 (Elb. 2006). Ja, Jesus hatte es ihnen gesagt, den Jüngern und Jüngerinnen, dass der Sohn des Menschen in die Hände sündiger Menschen überliefert und gekreuzigt werden müsste und am dritten Tag auferstehen! Und als die Engel es ihnen sagten, das gedachten sie an Seine Worte.

Auch diese Worte haben mich erneut bewegt. Jesus, der mit den Jüngern unterwegs war und am Kreuz starb, ER war auferstanden, so wie ER es zuvor gesagt hatte. Die Jünger hatten es nicht erfassen können, aber wir sind nicht besser als Thomas oder als die Emmaus-Jünger, die durch die Worte der Frauen aus der Fassung gebracht wurden, aber auch noch nicht glaubten. Dafür tadelte sie der Herr, weil die Jünger - aber auch wir -, so oft träge sind, den Worten Jesu ganz zu glauben.

Ich fand die Übersetzung in der Zürcher 2007 sehr interessant: "Da sagte er zu ihnen: Wie unverständig seid ihr doch und trägen Herzens! Dass ihr nicht glaubt nach allem, was die Propheten gesagt haben!" (Zürcher 2007). Jesus sagte nicht, dass ER es ihnen doch gesagt hatte, sondern ER verwies auf die alttestamentlichen Schriften und die Worte der Propheten.

Auch der Apostel Petrus wies in Apg. 2 darauf hin, dass David voraussehend von der Auferstehung des Christus geredet hatte, "dass er weder im Hades zurückgelassen worden ist noch sein Fleisch die Verwesung gesehen hat. Diesen Jesus hat Gott auferweckt, wovon wir alle Zeugen sind" Apg 2,31-32. Die Verheißungen im alten Bund und die Erfüllungen im neuen Bund, sind die Bestätigung, dass die Bibel Gottes Wort und Wahrheit ist.

JESUS IST AUFERSTANDEN UND LEBT

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