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Was meint die Bibel mit "Feinde des Kreuzes CHRISTI"?

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Roland:
Wir finden die Bezeichnung "Feinde des Kreuzes CHRISTI" in der Heiligen Schrift, z. B. in Philipper 3,18.19:

Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, dass sie die Feinde des Kreuzes CHRISTI sind; deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen

Was bedeutet diese Bezeichnung?

Pilger:
Liebe Geschwister,

Gal.6,12:
So viele im Fleische wohl angesehen sein wollen, die nötigen euch, beschnitten zu werden, nur auf daß sie nicht um des Kreuzes Christi willen verfolgt werden.

Vielleicht ist das der Anfang.

Liebe Grüße
Pilger

Roland:
Lieber Pilger,

herzlichen Dank für Deine Antwort. Ich finde, dass Galater 6,12 ein "guter Anfang" ist. Hier ist von Christen die Rede, die andere Gläubige überreden wollen, sich beschneiden zu lassen, damit sie nicht um des Kreuzes CHRISTI Willen verfolgt werden.

Ich denke, dass hier von wiedergeborenen Christen die Rede ist. Sie wollen den "bequemen" Weg gehen, d. h. sie möchten ohne Verfolgung leben.

Wie denkst Du darüber?

Shalom
Roland

Jose:
Hallo Roland,


--- Zitat von: Roland ---Ich denke, dass hier von wiedergeborenen Christen die Rede ist. Sie wollen den "bequemen" Weg gehen, d. h. sie möchten ohne Verfolgung leben.
--- Ende Zitat ---
Ich sehe es auch so, dass hier wiedergeborene Christen gemeint sind, die den bequemen Weg gehen wollen und somit zu Feinden des Kreuzes CHRISTI werden.

Hier ging es vermutlich um Christen aus den Juden, die Gesetz und Gnade miteinander vermischen wollten, siehe auch: "Und einige kamen von Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr nicht beschnitten worden seid nach der Weise Moses, so könnt ihr nicht gerettet werden" Apg 15,1. Vielleicht geschah es aus Unsicherheit, aber wenn wir Gal. 6,12 betrachten, nicht nur.

In den Erklärungen zur Bibel (Brockhaus) habe ich gelesen:
Zitat
Gal. 6,12
Paulus nennt die heimlichen Motive der judaisierenden (Juden) Kräfte: Sie wollen der Verfolgung entgehen und sie wollen damit, daß sie Christen zur Beschneidung überreden, Ansehen und Ruhm ernten. Für Paulus sind dies angesichts des Werkes Christi hohle Werte.

Quelle: Erklärungen zur Bibel (Elberfelderübersetzung) © 2004 R. Brockhaus Verlag Wuppertal

Die Antwort ist auf dem Apostelkonzil aber deutlich gefallen: "Nun denn, was versucht ihr Gott, ein Joch auf den Hals der Jünger zu legen, das weder unsere Väter noch wir zu tragen vermochten? Vielmehr glauben wir, durch die Gnade des Herrn Jesus in derselben Weise gerettet zu werden wie auch jene." Apg 15,10-11.

Wir haben es als Christen nun weniger mit der Frage der Beschneidung zu tun, aber es gibt auch heute viele anderen Lehren die den "Ruhm des Kreuzes" schmälern wollen. Im Katholizismus ist es besonders schlimm. Da ich katholisch erzogen wurde, weiß ich es aus eigener Erfahrung. Das gibt es aber sicherlich in anderen Glaubensrichtungen auch.

Es muss unser Bekenntnis bleiben: "Mir aber sei es fern, mich zu rühmen als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt" Gal 6,14, und unser Wandel muss es bezeugen. Jeder von uns kann zu einem "Feind des Kreuzes" werden, so meine Überzeugung.
 
Herzliche Grüße,
José

Pilger:
Liebe Roland,
ich denke dass dem Gal.6, 12 der Vers in Kap.2, 4 vorausging, wo falsche Brüder, die Freiheit des Apostels und des Titus auskundschaften wollten, der ja Grieche war und nicht beschnitten.

Ich denke um diese handelt dann Kap.6,12.

Liebe Grüße
Manfred

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