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Sind Jesus und der Vater die gleiche Person?

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Jose:
Im Thema: „JESUS ist der JaHWeH des Alten Testaments“, fiel die Aussage:

Zitat von Roland:
Die Bibel lehrt m. E. die Dreieinheit GOTTES. Leider blieben viele Christen nicht bei der biblischen Botschaft, sondern ergänzten sie mit heidnischen Göttertriaden. Vielleicht gelingt es uns in diesem Thread, hier eine biblische Unterscheidung vorzunehmen.

Ob Jesus = JHWH ist soll man m.E. nicht vermischen mit der Frage, ob Jesus und der Vater die gleiche Person sind - und darum geht es letztlich. Über das Thema würde ich mich gerne separat austauschen, daher habe ich dieses Thema eröffnet.

Es gibt auch andere Diskussionen, z.B. ob wir es mit drei oder nur zwei Personen zu tun haben, daher hatte ich auch schon das Thema: Der dreieinige Gott, eröffnet, wobei es mir dort um die Feststellung geht, dass wir es eben mit drei Personen zu tun haben.

Grüße und Gottes Segen,
José

Perle:
Lieber Jose,

wie verstehst Du
Jesaja 9,5
Menge
Denn ein Kind wird uns geboren, ein Sohn uns geschenkt werden, auf dessen Schulter die Herrschaft ruhen wird; und sein Name lautet »Wunderrat, Heldengott (oder: Gottheld), Ewigvater, Friedefürst.«

Schlachter 2000
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.

Luther
Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; er heißt Wunderbar, Rat, Held, Ewig-Vater Friedefürst;

Elberfelder
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit,

Welcher Vater ist uns denn geboren worden?

Jesus ist uns geboren worden; Jesus ist unser ewiger Vater.
Empfehlung: Johannes 1

Für mich ist ein separater Austausch mit Jesaja 9,5 unnötig, denn ich finde "eben keine 3 Personen" in der Schrift.

Schalom!



Jose:

--- Zitat von: Perle ---Für mich ist ein separater Austausch mit Jesaja 9,5 unnötig, denn ich finde "eben keine 3 Personen" in der Schrift.
--- Ende Zitat ---

Liebe Doris,
das habe ich schon verstanden, und du musst dich zu diesem Thema hier auch nicht weiter äußern, wenn du dazu keine offenen Fragen hast.

Als ich heute Morgen beim Frühstück auf Jesaja 9,5 und das Thema hinwies, hat meine Frau spontan geantwortet: Das hätte sie nie gedacht, dass aus der Stelle jemand die Schlussfolgerung ziehen kann, dass der Sohn und der Vater die gleiche Person seien.

Für mich hat dieses Thema hier aber nicht unbedingt etwas mit der Frage zu tun, wie Gott zu verstehen ist.

Ich wünsche dir viel Gnade für diesen Tag.

Liebe Grüße,
José

Jose:
Die Frage von „Perle“, wie ich Jesaja 9,5 verstehe, ist natürlich berechtigt. Tatsache ist, dass in Jesus sich Gott, der Vater, uns offenbart hat und wir nur durch Jesus den Vater erkennen können.

Jesus sagt: "Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen; und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns. Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater?" Joh 14,7-9. Aus diesen Worten wird deutlich, dass wir nur durch Jesus den Vater erkennen können, aber es hat m.E. nichts damit zu tun, dass der Sohn und der Vater ein und die gleiche Person sind.

Wir können nicht alles erfassen, so meine Überzeugung, und es war sicherlich auch nicht einfach, Worte zu finden alles zu beschreiben, wie wir es in der Bibel finden. So lesen wir am Anfang des Johannesevangeliums: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott" Joh 1,1. Etwas später lesen wir dann: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit" Joh 1,14. Es steht für mich daher außer Frage, dass Jesus, das Wort, Gott ist und von Anfang an beim Vater war. Aber ist der Sohn zugleich der Vater?

Wir lesen auch die Worte: "Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn kundgemacht" Joh 1,18. Diese Worte sind mir besonders wichtig, denn es heißt hier, dass niemand Gott gesehen hat. Gott also, den Vater, kann niemand sehen, wie es Jesus auch später sagte: "Und der Vater, der mich gesandt hat, er selbst hat Zeugnis von mir gegeben. Ihr habt weder jemals seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen" Joh 5,37. Jesus hat immer davon gesprochen, dass Er vom Vater gesandt wurde.

Hier mag nun jemand einwenden, dass er damit Seine Menschwerdung meint. Das mit Sicherheit, aber was ist mit dem Wort: "Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war!" Joh 17,5. War Jesus beim Vater, eher die Welt war? Das sagt uns Jesus doch selber hier, dann haben wir es doch, wenn wir von dem Vater und dem Sohn reden, mit zwei Personen zu tun.

Das, was uns die Bibel zuverlässig lehrt, daran sollten wir festhalten und das, was wir interpretieren, wie die Aussage in Jesaja 9,5, da sollten wir m.E. vorsichtig sein.

Jesus ist der Weg zum Vater und niemand kommt zum Vater den durch Ihn (Johannes 14,6), das wird uns mit anderen Worten auch im 1. Johannesbrief bezeugt: "Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater" 1.Joh 2,23. Das ist das entscheidende, dass wir uns von Herzen zu Jesus bekennen, dass wir uns zu Jesus bekehren, dann werden wir auch wiedergeboren und sind Kinder Gottes.

Herzliche Grüße,
José

Roland:
Hallo José!


--- Zitat ---das habe ich schon verstanden, und du musst dich zu diesem Thema hier auch nicht weiter äußern, wenn du dazu keine offenen Fragen hast.
--- Ende Zitat ---
In diesem Forum wird es grundsätzlich so gehandhabt, dass jeder User sich zu jedem Thema äußern kann. Der einzige Grund, der zum Entzug des Schreibrechts führen kann, sind mehrere (bewusste) Verstöße gegen die Hausordnung.

Das heißt konkret: Doris kann sich auch weiter zu diesem Thema äußern, wenn sie keine "offenen Fragen" hat.

@ Doris: Bitte schreibe weiterhin Deine Erkenntnisse zu diesem wichtigen Thema (auch wenn es keine "offenen Fragen" sind), denn Deine Beiträge sind eine Bereicherung für dieses Forum.

Shalom
Roland

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