Autor Thema: JESUS: Kind oder Knecht?  (Gelesen 3660 mal)

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Offline Roland

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JESUS: Kind oder Knecht?
« am: 13 Dezember 2007, 21:40:44 »
Den Sohn GOTTES herab gewürdigt

Wahrlich ja, sie haben sich versammelt über dein heiliges Kind JESUM, welchen Du gesalbt hast … zu tun, was deine Hand und dein Rat zuvor bedacht hat, das geschehen sollte. Und nun, HERR, siehe an ihr Dräuen und gib Deinen Knechten, mit aller Freudigkeit zu reden Dein Wort, und strecke Deine Hand aus, dass Gesundheit und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Kindes JESU. Apostelgeschichte. 4:27-30 /

So Luther 1545 und King-James-Bibel (child) 1611.

Seit 1890 jedoch sind die rot geschriebenen Worte in allen Bibeln unbemerkt ausgetauscht worden gegen das Wort "Knecht"!

Was ist der Unterschied: Ein Kind ist ein direkter Nachkomme; ein Knecht ist ein lohnabhängiger Bediensteter, der in der Regel nichts mit der Familie zu tun hat.

Hier wird ganz klar die Linie deutlich, die diese Bibelverfälscher verfolgen: Die Einzigartigkeit des Sohnes GOTTES soll untergraben werden, und auch, dass Er der einzige Weg in den Himmel ist, damit andere Religionen als gleichwertig angesehen werden können und die interreligiöse, weltweite Ökumene durchgeführt werden kann!

Das Tragische daran ist, dass selbst die Macher der Luther 1912/98 und der Schlachter 2000 auf diesen Trick des Druckfehlerteufels hereingefallen sind. Bitte nehmt also einen farbigen Stift, streicht die Worte "Knecht" in euren Bibeln durch und schreibt groß "Kind" daneben! Das braucht ihr jedoch nicht zu tun, wenn ihr eine separate NT-Ausgabe der Schlachter 2000 habt, denn dort steht merkwürdigerweise doch "Kind" statt "Knecht" - im Gegensatz zum NT in der kompletten Bibel. Wie kann das sein? Muss man jetzt wirklich jedes einzelne Wort überprüfen?

Shalom
Roland

Quelle: Chick
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Schoham

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Re: JESUS: Kind oder Knecht?
« Antwort #1 am: 14 Dezember 2007, 10:19:54 »
Hier wird ganz klar die Linie deutlich, die diese Bibelverfälscher verfolgen..

Lieber Roland

Verstehe ich das jetzt richtig - das der Artikel aussagt, das die Bibelübersetzer mit Absicht, das Wort Gottes falsch übersetzten?

Dürfte man diese Bibelverfälscher dann auch: Pfuscher, Stümper und unwissende Menschen nennen? Oder wäre unwissend dann nicht noch zu milde oder sogar falsch ausgedrückt?




Offline Roland

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Re: JESUS: Kind oder Knecht?
« Antwort #2 am: 14 Dezember 2007, 14:10:25 »
Hallo Maria,

Zitat
Verstehe ich das jetzt richtig - das der Artikel aussagt, das die Bibelübersetzer mit Absicht, das Wort Gottes falsch übersetzten?
Nein, es geht um den Grundtext. Die Übersetzer haben sich für einen verfälschten Grundtext entschieden (alexandrinische Gruppe)

Zitat
Dürfte man diese Bibelverfälscher dann auch: Pfuscher, Stümper und unwissende Menschen nennen? Oder wäre unwissend dann nicht noch zu milde oder sogar falsch ausgedrückt?
Ein klares Nein. Solch ein Niveau mag unter Sektierern und Irrlehrer üblich sein. Aber von Christen sollten solche Beschimpfungen nicht ausgehen.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Ted

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Re: JESUS: Kind oder Knecht?
« Antwort #3 am: 14 Dezember 2007, 14:50:34 »
Ich hab mal gelesen, dass im Hebräischen (also AT) mit Knecht auch ein Sohn gemeint sein kann. So auch z.B. in Jesaja 53, wo es heisst "meinem Knecht wird's gelingen".

Ist das richtig?

Schoham

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Re: JESUS: Kind oder Knecht?
« Antwort #4 am: 14 Dezember 2007, 19:48:30 »
Nein, es geht um den Grundtext. Die Übersetzer haben sich für einen verfälschten Grundtext entschieden (alexandrinische Gruppe)

Ja ist denn der Grundtext noch nicht Wort Gottes?

Offline Roland

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Re: JESUS: Kind oder Knecht?
« Antwort #5 am: 14 Dezember 2007, 19:54:01 »
Hallo Maria,

es gibt den Grundtext, der aus vielen Handschriften (Hss.) besteht und "gefakte" Hss. (wie man heute in neudeutsch) sagt. Die gefakten Hss. werden hauptsächlich von Bibelkritikern (offiziell nennt man sie "Textkritiker", das klingt etwas seriöser) benutzt. Die Bibelkritiker hängen den "gefakten" gerne ein "Wissenschafts-Mäntelchen" um, um diese Hss. dem biblischen Grundtext hervorzuheben (z. B. Alter der Hss. usw.).

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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Re: JESUS: Kind oder Knecht?
« Antwort #6 am: 14 Dezember 2007, 20:07:32 »
Hallo Ted,

das ist ein sehr interessanter Punkt, den Du ansprichst. Mir ist nicht bekannt, dass im Hebräischen mit "Knecht" auch "Sohn" gemeint sein kann. Aber ich lasse mich gerne korrigieren. Ich zitiere hier mal ein Bibellexikon zum Thema "Knecht":

"1a) Als K. bzw. Magd wurden die leibeigenen Sklaven bezeichnet, und zwar in Israel zunächst diejenigen fremder Abkunft (z.B. Eliëser von Damaskus: 1Mo15,2; Hagar aus Ägypten: 1Mo16,1). Sie waren im Krieg gefangen (4Mo31,9.18.26; 5Mo21,10ff; vgl.2Kön5,2), von ausländischen, vielfach phöniz. Sklavenhändlern gekauft worden (1Mo17,27; 3Mo25,44-46; vgl. Hes27,13) oder im Haus geboren, d.h. von Geburt Sklaven (1Mo14,14; 17,12; Pred2,7). Salomo  zog die Reste der kanaan. Bevölkerung im Lande zu Fronarbeiten bei seinen Bauunternehmungen heran (1Kön9,20f. Die Versklavung ergab sich in allen diesen Fällen aus einem allgemein anerkannten Gewohnheitsrecht (Kriegs- und Eroberungs- bzw. Kauf- und Besitzrecht). Menschendiebstahl aber war bei Todesstrafe verboten (2Mo21,16; 5Mo24,7).
b) Als Durchschnittswert eines Sklaven wird bei Ersatzansprüchen vor Gericht 30 Lot Silber angegeben (2Mo21,32). Der Verkaufspreis für Josef betrug 20 Silberstücke (1Mo37,28; vgl. die in 3Mo 27,3-7 angegebenen Schätzwerte, die allerdings nicht speziell für Sklaven aufgestellt sind).
c) Der K. war zwar Eigentum (3Mo25,46) und Geld (2Mo21,21) seines Herrn, jedoch nicht völlig rechtlos: Totschlag an einem Sklaven war mit Strafe bedroht (2Mo21,20f); bei einer schweren Verletzung mußte er freigelassen werden (V. 26f).
Eine kriegsgefangene Magd gewann durch die Eheschließung mit ihrem Herrn neue Rechte und war frei, wenn der Mann ihrer überdrüssig wurde (5Mo21,10-14). Hiob31,13-15 spricht vom Recht des Knechtes und der Magd, das nicht verachtet werden darf, weil der Herr auch ihn geschaffen hat. Der zu einem Israeliten entlaufene K. genoß Schutz und durfte nicht ohne weiteres an seinen Herrn ausgeliefert werden (5Mo23,16f). Es war nicht selten, daß Sklaven Vertrauensstellungen bekleideten (1Mo24; 39,3-6); sie konnten sogar zum Schwiegersohn (1Chr2,34f) oder Erben (1Mo15,2f) ihres Herrn aufsteigen.
Die Sabbatruhe galt auch für K. und Magd (2Mo20,10; 23,12; 5Mo5,14), und auch vom Gottesdienst waren Sklaven nicht grundsätzlich ausgeschlossen; sie konnten beschnitten werden und dann am Passa (2Mo12,44) wie an den anderen Festen teilnehmen (5Mo12,12.18; 16,11.14). Der Sklave des Priesters darf sogar mit vom Heiligen essen (3Mo22,11), was ihn als Familienangehörigen kennzeichnet (vgl. V. 12f). Die Kinder bereits vorhandener Sklaven wurden wohl immer beschnitten (1Mo17,12f). Richtungweisend für die Behandlung der Sklaven war die Mahnung: Gedenke, »daß du auch K. warst in Ägyptenland« (5Mo15,15), in der Knechtschaft, aus der der Herr sein Volk herausgeführt hat (2Mo20,2; 5Mo5,6; Ps81,7.11).
2a) Eine Sonderstellung nahm der durch Kauf erworbene HEBRÄISCHE KNECHT ein (2Mo21,2). Er sollte nicht wie ein leibeigener Sklave, sondern wie ein Tagelöhner gehalten werden (3Mo25,38-40) und genoß dieses Vorrecht auch, wenn er sich einem -› Fremdling verkauft hatte (V. 47-54). Als einer der Gründe dafür, daß jemand Familienangehörige (2Mo21,7) oder sich selber verkaufte, wird seine Verarmung genannt (3Mo25,39.47). Auch soll der Dieb verkauft werden, der das Gestohlene nicht zurückzuerstatten vermag (2Mo22,2b). Eine Versklavung für andere Schulden nennt das Gesetz nicht ausdrücklich; sie kam aber später vor und konnte vom Gläubiger erzwungen werden (2Kön4,1ff; Neh5,5.8; Jes50,1; Am8,f; Mt18,25).
b) Die Dienstzeit eines hebr. Knechtes, der zudem jederzeit losgekauft werden bzw. sich selbst loskaufen konnte (3Mo25,47-49), beschränkte sich grundsätzlich auf sechs Jahre; im siebenten mußte er ohne Gegenleistung freigelassen werden (2Mo21,2; 5Mo15,12-18). Dabei folgten ihm Frau und Kinder nur, wenn er vorher verheiratet gewesen war. Die Frau, die ihm sein Herr während dieser Zeit gegeben hatte, sowie deren Kinder blieben Sklaven. Wollte der Mann um seiner Familie oder seines Herrn willen weiterhin K. bleiben, so durchbohrte ihm sein Herr zum Zeichen dafür das Ohr am Türpfosten (V. 16f; vgl. 2Mo21,3-6). Die Knechtschaft galt dann für das ganze Leben, auch über das -› Sabbatjahr hinaus, in dem sonst alle hebr. Sklaven frei wurden (3Mo25,40f). Die Begrenzung der Knechtschaft auf sechs Jahre galt nicht für ein israelit. Mädchen, das als Nebenfrau verkauft wurde. Gefiel sie dem Käufer jedoch nicht, so mußte er sie lösen lassen; vor dem Weiterverkauf ins Ausland war sie geschützt. Bei der Verheiratung mit seinem Sohn gab ihr jede spätere Zurücksetzung die Freiheit ohne Lösegeld (2Mo21,7-11).
Die Sonderbestimmungen über hebr. Sklaven wurden später nicht mehr beachtet. Z.Zt. Jeremias suchte man sie unter dem Druck der babylon. Bedrohung zwar noch einmal zu erfüllen; das Versprechen wurde aber wieder gebrochen (Jer34,8-22).
3) Das NT geht von der bestehenden Sklaverei aus, ohne ihre Aufhebung zu fordern. Paulus lehnt die Sorge um das Freiwerden ab, rät aber, die Möglichkeit der Freilassung auszunutzen (1Kor7,21). Den entlaufenen Onesimus sendet er Philemon als Bruder zurück (Phlm10-18). Der K. und Sklave soll gehorchen (Eph6,5-8; Kol3,22-25; Tit2,9f), auch dem ungerechten Herrn (1Petr2,18), und den gläubigen nicht verachten (1Tim6,2). Von den Herren wird umgekehrt die gerechte Behandlung ihrer Sklaven verlangt (Eph6,9; Kol4,1).
Vor Gott und in Christus gilt jedoch die menschliche Unterscheidung von Herren und Knechten nicht mehr (1Kor7,22; Gal3,28; Kol3,11)."


Quelle: Rienecker, Fritz (Hrsg.): Lexikon zur Bibel, 16. Gesamtauflage, Wuppertal (Brockhaus Verlag) 1983, Sp. 780 ff.

Marana tha
Roland
« Letzte Änderung: 14 Dezember 2007, 20:12:06 von Roland »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Ted

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Re: JESUS: Kind oder Knecht?
« Antwort #7 am: 15 Dezember 2007, 04:28:26 »
Leider weiss ich nicht mehr wo und von wem ich gehört habe, dass im AT das Wort Knecht auch für Söhne verwendet wird. Doch als ich es hörte, schien es mir plausibel, insbesondere auch wegen der markanten Stelle in Jesaja 52,12 (mit der das Evangelium bereits im AT vorangekündigt wird!).

Nun, ich will mich schliesslich auch nicht nur auf Prediger / Ausleger berufen.

Meine Gedanken anhand der Bibel sind die:

Gebrauch "Knecht" im AT:

Im AT werden von Gott u.a. Jakob und David (u.a. Hes 37,25) und selbst der babylonische König Nebukadnezar (Jer 25, 9) als Knechte bezeichnet.
Wer alles als Knecht Gottes bezeichnet wird, findet sich im Kommentar der MacArthur Studienbibel Schlachter 2000 auf S. 947

Das Wort "Knecht" wird aber auch verwendet in den prophetischen Hinweisen auf den Messias, der ja der Sohn Gottes ist, wie wir aus dem NT wissen:

Siehe, mein Knecht wird weislich tun und wird erhöhet und sehr hoch erhaben sein, (Jes 52, 13; siehe auch Jesaja 41,1 und weitere Stellen im AT)

Dass hier mit "Knecht" der Sohn Gottes gemeint ist, bestätigt auch der Kommentar in der MacArthur Studienbibel Schlachter 2000 (Zu Jes 52,13: S. 987/988; zu Jes 42,1: S. 973).
Leider konnte ich aus meiner pdf-Ausgabe den Text nicht kopieren, die Studienbibel kann man aber kostenlos von www.clv.de herunterladen

Daraus erscheint mir plausibel, dass im AT mit "Knecht" Personen gemeint sind, die "in Abhängigkeit von" bzw. in "Verbundenheit mit" ihrem Herrn stehen. Wie Jesus auch von sich bezeugte, dass Er von sich selbst aus nichts tun kann, sondern nur das, was Er den Vater tun sieht.

Das Wort Knecht kann aber auch auf ein (scheinbar?) "einseitig" vom Herrn bestimmtes (siehe Nebukadnezar, s.o.) Verhältnis hindeuten.

Meine Schlussfolgerung bis hierher: das Wort Knecht beschreibt ein allgemeines Abhängigkeitsverhältnis, das nicht mit der in der (heutigen) Welt gebräuchlichen Sichtweise erfasst werden kann.

Gebrauch "Knecht" im NT:

Im NT wird das AT zitiert:
und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in denselben Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen. (Apg 2,18)

Das, was im AT den Propheten vorbehalten war (Weissagung durch den Geist Gottes), soll damit allen Menschen, die sich dem lebendigen Gott öffnen (Off 3,20)  gegeben werden. Damit sind Menschen gemeint, die sich ihres Abhängigkeitsverhältnisses von Gott bewusst sind und damit aufgrund der biblischen Lehre Gottes Willen tun - wollen(!). Zuvor wurden sie "Knechte" genannt, doch nun sind sie Freunde (siehe Joh 15,14+15)

Darin sehe ich das Pendant zum AT. Zu beachten: um ein Knecht/Freund Gottes zu sein, ist nicht erforderlich, Gottes Willen auch hundertprozentig zu tun , das schafft kein Mensch, auch David nicht (Bathseba!), "ein Mann nach dem Herzen Gottes" (Apg 13, 22) genannt, und auch Abraham, "ein Freund Gottes" (Jak 2,23) genannt.

Durch die Ausgiessung des Geistes Gottes (Wiedergeburt) werden "Knechte" (und Mägde) gar Kinder.

Dadurch werden sündhafte Menschen dem Bild des fehlerlosen Sohnes Gottes gleichgestaltet.

Das ist zwar ein gegenüber dem AT für Menschen grundlegend neuer Sachverhalt, doch auch hier wird wieder die Bedeutung des Wortes "Knecht" im Sinne von "Kind Gottes" deutlich.

Meine Schlussfolgerung insgesamt: das Wort "Knecht" wird gebraucht für alle, die sich unter die gewaltige Hand Gottes demütigen, Seinen Willen tun bzw. ernstlich tun wollen, ob sie nun Kinder sind oder (noch) nicht. Dass "Kinder" Gottes gleichzeitig "Knechte" Christi (Röm 1,1 u.v.m.) sind ergibt sich aus der Analogie zu der oben zitierten Aussage, "dass Jesus ohne den Vater nichts tun kann", denn Jesus sagte, dass wir  ohne Ihn  nichts tun können (Joh 15,5).


Kurz gesagt: nicht alle "Knechte" sind Söhne, aber alle Söhne sind "Knechte".
(gleichbedeutend anzuwenden für Mägde/Töchter)





Schoham

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Re: JESUS: Kind oder Knecht?
« Antwort #8 am: 15 Dezember 2007, 05:09:56 »

Oder nicht alle Knechte sind Kinder Gottes - aber alle Kinder Gottes sind Sklaven.

Spricht aber der Sklave: Ich habe meinen Herrn lieb und meine Frau und Kind, ich will nicht frei werden, so bringe ihn sein Herr vor Gott und stelle ihn an die Tür oder den Pfosten und durchbohre mit einem Pfriemen sein Ohr und er sei sein Sklave für immer.
2.Mose 21, 5.6


Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi....

Das Wort bezeichnet einen leibeigenen Knecht oder Sklaven und drückt aus, dass der Apostel mit Leib und Leben das Eigentum seines HERRN ist.

Ein Christ ist dazu berufen, das Eigentum Jesu Christi zu sein, ein Diener, der nicht über seinem Meister steht, ein Knecht, der Jesus Christus keine Vorschriften darüber macht, was ER ihn tun heissen solle. Der HERR beruft uns nicht zu einer besonderen Arbeit; ER ruft uns zu Sich.
(Hört sich nach Chambers an - bin mir aber nicht ganz sicher).


Kinder Gottes wurden teuer erkauft durch das Blut des Lammes und darum gehören sie nicht mehr sich selbst.

Diese Erkenntnis mag die Welt schrecken - für Kinder Gottes ist es eine Seeligkeit ganz ihrem Erhabenen zu gehören.

Offline Drafi

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Re: JESUS: Kind oder Knecht?
« Antwort #9 am: 24 August 2013, 14:06:14 »
@ Roland: Ich finde, Bibelkritik und Textkritik sind auseinanderzuhalten. Wenn z. B. einer nicht den Textus reptus nimmt, sondern sich einen eigenen Urtext aus verschiedenen Versionen zusammenstellt (der ja eh nur wenige % ausmacht), alles, was die Bibel lehrt, glaubt, ist er für mich nicht bibelkritisch. Es ist ja sowieso gut, wenn man sich mit der Bibel beschäftigt.

Offline Roland

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Re: JESUS: Kind oder Knecht?
« Antwort #10 am: 25 August 2013, 23:27:56 »
Hallo Drafi,

Zitat
sondern sich einen eigenen Urtext aus verschiedenen Versionen zusammenstellt
Bedeutet das, dass es den Grundtext für Dich gar nicht gibt, sondern jeder kann sich aus verschiedenen Hss. sich seinen eigenen "Grundtext" zusammenstellen?

Zitat
(der ja eh nur wenige % ausmacht)
Wäre schön, wenn das stimmen würde. Leider sieht die Realität anders aus.

Zitat
Ich finde, Bibelkritik und Textkritik sind auseinanderzuhalten.
Ich finde, dass die Grenzen zwischen Text- und Bibelkritik fließend sind..... Daher benutze ich die beiden Begriffe synonym.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Pilger

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Re: JESUS: Kind oder Knecht?
« Antwort #11 am: 27 August 2013, 16:26:41 »
Lieber Drafi,
hier hast du die Erklärung für "Sela".

http://www.grundtexte.de/index.php?option=com_attachments&task=download&id=143
« Letzte Änderung: 27 August 2013, 16:28:17 von Pilger »

Offline Martin

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Re: JESUS: Kind oder Knecht?
« Antwort #12 am: 05 Juni 2017, 04:31:23 »
Liebe Brüder in Jesus und alle Mitleser

es handelt sich hier weder um einen Grundtextfehler, noch um zweifelhafte Textkritik, noch um eine mutwillig falsche Übersetzung.
Alle Übersetzungen basieren auf Grundtexten die das Wort Pais (hier in der Beugung Paida) verwenden. Dies kommt vom Verb paideuO (daher unser -pädie) und bedeutet erziehen, ausbilden.
Pais bezeichnet also nicht im eigentlichen Sinne das, was wir uns spontan als Kind vorstellen. Pais bedeutet Zögling oder Auszubildender und der Aspekt liegt nicht in der äusseren Form, sondern auf dem Entwicklungsstatus, und schließt auch ein Beziehungsverhältnis zu seinem Herren mit ein.

Der Hauptmann von Kapernaum nennt in Lukas 7,1-10 seinen kranken Knecht auch abwechselnd doulos oder pais. Es ist höchstwahrscheinlich nicht sein eigener Sohn, aber sein Auszubildender, für den er Verantwortung trägt und deswegen auch eine fürsorgliche Beziehung zu ihm aufgebaut hat.