Autor Thema: Ruhetag  (Gelesen 542 mal)

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Offline Jose

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Re: Ruhetag
« Antwort #15 am: 19 Dezember 2016, 15:52:56 »
Das hatte ich leider befürchtet. Der Herr schenke dir Gnade, nicht demselben Irrtum wie Ikabod zu verfallen (ich hoffe, du bist nicht Ikabod unter einem anderen Namen)

Offline Gnu

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Re: Ruhetag
« Antwort #16 am: 20 Dezember 2016, 05:13:20 »
Nein, ich kenne Ikabod nicht. Auch habe ich die Beiträge von Ted noch gar nicht gelesen. Kann ja durchaus sein, dass er ein Verbot des Sabbathaltens in der Bibel gefunden hat, welches mir bisher entgangen ist.

Offline Jose

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Re: Ruhetag
« Antwort #17 am: 20 Dezember 2016, 08:24:23 »
Bitte lese im Gebet die Antworten von Roland, Ted und engelsbrot. Sie haben sich viel Mühe gegeben, biblisch zu argumentieren. Der Herr segne dich.

Offline Gnu

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Re: Ruhetag
« Antwort #18 am: 28 Dezember 2016, 01:06:51 »
Das einzige Verbot, den Sabbat zu halten, heisst:  Wer den Sabbat hält, nachdem er Jesus angenommen hat, fällt aus dem neuen in den alten Bund zurück.  Er ist ein Sabbatist, gehört in die Schublade der Irrlehrer und ist verflucht, weil er ein anderes Evangelium als das des Paulus verkündigt.

Nun zähle ich nicht zu denen, die sagen, man müsse im neuen Bund das Gesetz des Mose halten. Was ich nicht verstehe ist, wie man das einem Juden beibringen soll, der auch nach der Bekehrung zum Christentum den Sabbat als Ruhetag hält und dies als ein Geschenk seines Elohim versteht, als einen Festtag. Müssen Juden sich lossagen vom Halten des Sabbats, weil sonst ihre Bekehrung nicht echt ist?

Offline Jose

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Re: Ruhetag
« Antwort #19 am: 28 Dezember 2016, 10:06:42 »
Im Eröffnungsbeitrag hast du von einer Hauszelle gesprochen, die den Sabbat als Ruhetag hält. In deiner darauffolgenden Antwort hast du betont, dass die Hauszelle weder adventistisch noch jüdisch sei sondern sich ausschließlich an der Bibel orientiere.

Es gibt aber kein Gebot den Sabbat zu halten und die Christen, auch aus dem Judentum, haben sich am ersten Tag der Woche versammelt. Wenn wir also einen Tag herausstellen wollten, dann den Sonntag und nicht den Sabbat.

Aus einer Verteilschrift entnommen:
Von allen zehn Geboten hat das vierte eine Sonderstellung. Es ist das einzige Gebot, welches im Neuen Testament nicht auch im engen sinn als für uns gültig aufgegriffen wird. So gut es ist, einen Ruhetag in der Woche zu haben, so liegt doch kein Heil mehr in der Beachtung des Sabbats als Ruhetag von irdischer Arbeit (Kol. 2.16.17); Röm 15,5.6; Gal. 4,10.11). Der alttestamentliche Sabbat ist nur ein Schatten von dem, was in Christus Wahrheit geworden ist: Wir sollen jeden Tag, selbst wenn wir arbeiten, in Seine Ruhe eingehen (Hebr. 4,9-11).

Offline Gnu

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Re: Ruhetag
« Antwort #20 am: 28 Dezember 2016, 12:52:38 »
Stellt Gott für die Christen die Schöpfungsordnung auf den Kopf, indem er zulässt, dass die Woche mit einem Ruhetag beginnt und mit sechs Arbeitstagen endet?

Offline Jose

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Re: Ruhetag
« Antwort #21 am: 28 Dezember 2016, 14:35:11 »
Gnu, ich denke, wir sollten die Diskussion nicht wieder hier beginnen, sondern beenden. Du hast dich offensichtlich nicht aufrichtig mit dem Thema beschäftigt, sondern, wie ich dir bereits sagte, bist du von der Irrlehre der Sieben-Tags-Adventisten geprägt. Als Sabbatist wirst du immer wieder an den Punkt kommen, dass du das Halten des Sabbats als Heilsnotwendig siehst. Damit bist du aus der Gnade gefallen.

Wenn du alle bislang angegebenen Beiträge gelesen hast und auch ernstlich darüber gebetet, müsstest du erkannt haben, dass deine Haltung sektiererisch und nicht biblisch ist. So zumindest meine Schlussfolgerung aus deinen Beiträgen.

Offline Roland

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Der Alte Bund wurde in CHRISTUS perfekt erfüllt und abgeschafft
« Antwort #22 am: 28 Dezember 2016, 14:43:32 »
Theologie des Neuen Bundes

Die Grundprämisse der Theologie des Neuen Bundes ist, dass der von JESUS CHRISTUS vermittelte Neue Bund ein völlig neuer Bund ist, der den Alten Bund total ersetzt:

Nun aber hat er ein höheres Amt empfangen, wie er ja auch der Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist. Denn wenn der erste Bund untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum für einen andern gesucht. Denn Gott tadelt sie und sagt (Jeremia 31,31-34): „Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da will ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Bund; darum habe ich auch nicht mehr auf sie geachtet, spricht der Herr. Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Und es wird keiner seinen Mitbürger lehren oder seinen Bruder und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie werden mich alle kennen von dem Kleinsten an bis zu dem Größten. Denn ich will gnädig sein, ihrer Ungerechtigkeit und ihrer Sünden will ich nicht mehr gedenken. Indem er sagt: einen neuen Bund, erklärt er den ersten für veraltet. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist seinem Ende nahe (Hebräer 8,6-13).

Der Alte Bund war ein Bund, den GOTT nur mit dem alten Volk Israel geschlossen hat. Die Bedingungen dieses Bundes waren die Zehn Gebote oder Tafeln aus Stein:

Und der HERR sprach zu Mose: Schreib dir diese Worte auf; denn auf Grund dieser Worte habe ich mit dir und mit Israel einen Bund geschlossen. Und er war allda bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Nächte und aß kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte (2. Mose 34,27-28).

Und Mose rief ganz Israel zusammen und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernet sie und bewahrt sie, daß ihr danach tut! Der HERR, unser Gott, hat einen Bund mit uns geschlossen am Horeb und hat nicht mit unsern Vätern diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier sind und alle leben (5. Mose 5,1-3).

Daher waren die Zehn Gebote nur der Kern des Alten (oder ersten) Bundes und nicht der Kern des ganzen Gesetzes Gottes in allen Epochen. Als das Wesen, als Kern des Alten Bundes fungieren die Zehn Gebote als sein Repräsentant. Zudem war der Alte Bund ein gesetzlicher, auf Bedingungen beruhender Bund mit Israel, der perfekten Gehorsam verlangte, um die verheißenen Segnungen zu empfangen.

Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verkündigen: Ihr habt gesehen, was ich mit den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht. Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst (2Mo 19,3-6).

Die primäre Funktion des Alten Bundes war ein Amt des Todes:

Der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. Wenn aber schon das Amt, das den Tod bringt und das mit Buchstaben in Stein gehauen war, Herrlichkeit hatte, so dass die Israeliten das Angesicht des Mose nicht ansehen konnten wegen der Herrlichkeit auf seinem Angesicht, die doch aufhörte, wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Herrlichkeit haben? Denn wenn das Amt, das zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte, wie viel mehr hat das Amt, das zur Gerechtigkeit führt, überschwängliche Herrlichkeit (2Kor 3,6-9).

Der Alte Bund war historisch zeitgebunden und war ein Pädagoge, dem die Israeliten perfekt zu gehorchen verpflichtet waren, bis der verheißene Same Abrahams (Jesus Christus) kam:

So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister (Galater 3,24-25).

Der Neue Bund ist ein neuer und besserer Bund. Jesus Christus ist der Mittler des Neuen Bundes, der auf bessere Verheißungen gegründet ist: Nun aber hat er ein höheres Amt empfangen, wie er ja auch der Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist (Hebräer 8,6).

Der Neue Bund besteht aus einer völlig erneuerten Mitgliedschaft, da Christus nur für sein Volk (die Auserwählten) gestorben ist, die den vollen Nutzen seines Versöhnungswerkes empfangen (Hebräer 8,10-12; 7,25). Jesus Christus hielt die Bedingungen des Alten Bundes perfekt und verdiente alle Segnungen für sein Volk.

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott (Galater 4,4-7).

Denn die aus den Werken des Gesetzes leben, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben (5. Mose 27,26):

Verflucht sei jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, dass er's tue!“ Dass aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn „der Gerechte wird aus Glauben leben (Habakuk 2,4).

Das Gesetz aber ist nicht „aus Glauben“, sondern:

der Mensch, der es tut, wird dadurch leben (3. Mose 18,5).

Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (5. Mose 21,23):

Verflucht ist jeder, der am Holz hängt,

damit der Segen Abrahams unter die Heiden komme in Christus Jesus und wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben“ (Galater 3,10-14).

Da Jesus der Mittler des Neuen Bundes ist, ist er der neue Gesetzgeber und Herr der Gemeinde:

Wäre nun die Vollendung durch das levitische Priestertum gekommen - denn unter diesem hat das Volk das Gesetz empfangen -, wozu war es dann noch nötig, einen andern als Priester nach der Ordnung Melchisedeks einzusetzen, anstatt einen nach der Ordnung Aarons zu benennen? Denn wenn das Priestertum verändert wird, dann muss auch das Gesetz verändert werden (Hebräer 7,11.12).

Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat. Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe (Hebräer 1,1-3).

Daher sind alle Christen unter der Autorität des Neuen Bundes, der durch die Schriften des Neuen Testamentes geregelt wird.

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Durch ihn werdet auch ihr miterbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist (Epheser 2,19-22).

Der Alte Bund wurde in Christus perfekt erfüllt und abgeschafft. Gottes Gesetz ist für den Gläubigen im Zeitalter des Neuen Bundes immer noch bindend, aber Gottes gerechte Maßstäbe sind im Gesetz Christi enthalten, nicht im Gesetz des Mose:

Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden - obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin -, damit ich die, die unter dem Gesetz sind, gewinne. Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie einer ohne Gesetz geworden - obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi -, damit ich die, die ohne Gesetz sind, gewinne (1. Korinther 9,20-21).

Die Zehn Gebote sind der Kern oder die Bedingungen des Alten Bundes, nicht der Kern des ganzen Gesetzes Gottes in allen Epochen. Obwohl der Neue Bund neun der zehn Gebote (der Sabbat ist ausgenommen) als einzelne Gebote wieder aufnimmt, werden die Zehn Gebote als Einheit nicht in das Zeitalter des Neuen Bundes übernommen. Den Kern von Gottes Gesetz findet man in den zwei großen Geboten, den Herrn von ganzem Herzen zu lieben und den Nächsten wie sich selber – nicht in den Zehn Geboten.

Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“ (5. Mose 6,5). Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (3. Mose 19,18). In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten (Mt 22,36-40).

Das Gesetz CHRISTI

Das Gesetz Christi ist das Gesetz im Zeitalter des Neuen Bundes. Die Frage ist nicht, ob Gläubige in der Epoche des Neuen Bundes unter dem Gesetz sind oder nicht. Die Frage ist, unter welchem Gesetz die Gläubigen in dieser gegenwärtigen Epoche sind.

Konsequenzen für diesen Thread

Ich denke auch, dass wir das Thema hier schließen sollten, da alles dazu geschrieben wurde. Das Thema "Sabbatismus" bzw. das "mosaische Gesetz" wurde hier im Forum sehr intensiv besprochen. Sollten sich neue Aspekte/Fragen ergeben, kann natürlich jederzeit ein neuer Thread begonnen werden.

Quelle
« Letzte Änderung: 28 Dezember 2016, 15:16:04 von Roland »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!