Autor Thema: Russland - Umstrittenes Anti-Terror-Gesetz tritt in Kraft  (Gelesen 339 mal)

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Offline Jose

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Russland

Umstrittenes Anti-Terror-Gesetz tritt in Kraft

Moskau/Korntal (idea) – Missionarische Tätigkeiten werden in Russland künftig drastisch beschnitten. Diese Befürchtung äußerte der Leiter des deutschen Missionsbundes „Licht im Osten“, Pfarrer Johannes Lange (Korntal-Münchingen), gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Der russische Präsident Wladimir Putin hat am 6. Juli mehrere Anti-Terror-Gesetze unterzeichnet, die zuvor vom Parlament (Duma) und vom Föderationsrat verabschiedet worden waren. Putin hätte die Einführung mit einem Veto noch stoppen können. Nun treten sie bereits am 20. Juli in Kraft. Darin sind härtere Strafen für Aufrufe zu Terrorismus und Extremismus vorgesehen. Bestimmte Regelungen betreffen aber auch Kirchen und andere religiöse Gemeinschaften ganz unmittelbar. Nach Einschätzung von Lange werden die freie Ausübung und die Verbreitung der eigenen Glaubensüberzeugungen künftig massiv eingeschränkt. So dürfen keine Gottesdienste mehr in Wohnungen oder Büros gefeiert werden, sondern nur in „religiösen Gebäuden“. Mission sei sowohl auf der Straße als auch in Wohnungen verboten. Lange: „Da über 90 Prozent der protestantischen Kirchen unter die Kategorie Wohngebäude fallen und zum Wesen evangelischer Gottesdienste auch gehört, nicht zur Gemeinde gehörende Menschen zum Glauben einzuladen, drohen den Gemeinden hohe Geldstrafen.“ Sie lägen für Privatpersonen zwischen 400 und 750 Euro und für juristische Personen zwischen 1.400 und 14.000 Euro.

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