Autor Thema: Der dreieinige Gott  (Gelesen 12566 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

gast22

  • Gast
Re: Der dreieinige Gott
« Antwort #165 am: 15 August 2013, 21:31:03 »
Danke,
über Joh.17,3 hab ich in diesem Zusammenhang auch schon öfters drüber nachgedacht. Hat mich mal sehr amgesprochen.

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1619
Wir werden Ihm gleich sein
« Antwort #166 am: 15 August 2013, 22:06:15 »
Hallo Ruth.
 
Habe ich dich richtig verstanden, dass du meinst, dass in Johannes 17,3 mit „das ist das ewige Leben“ und dann am Ende, „erkennen“,  gemeint ist, dass wenn wir in der Ewigkeit sind, weiter erkennen werden?

Zitat von: Ruth
"Ewiges Leben" - und "erkennen" - in Bezug auf Jesus Christus, unsern Herrn - diese Quelle der Erkenntnis wird nach meinem Verständnis auch in der Ewigkeit nicht versiegen.

Das ist eine interessante Zusammenführung, klingt aber etwas so, als ob wir Johannes 17,3 hier auf Erden gar nicht erfüllen könnten. Dann wäre es aber keine Bedingung, um das ewige Leben zu empfangen.


Hallo „gast22“,
ich finde besonders die folgende Bibelstelle sehr schön:

1.Joh 3,1-2 (Elb. 1985, 1992)
1 Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es. Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. 2 Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

Die Welt erkennt Gott nicht, aber die Gotteskinder haben Ihn erkannt. Aber obwohl wir jetzt schon Gotteskinder sind, so ist doch noch nicht offenbar, was wir sein werden. Und wie wunderbar wird es sein, wenn wir IHM gleich sein werden, weil wir IHN sehen werden, wie ER ist.

Es wird mehr als Freude sein, es wird jubelnde Anbetung sein.

Mit herzlichen Grüßen,
José

junkerjörg

  • Gast
Re: Der dreieinige Gott
« Antwort #167 am: 22 November 2013, 10:47:37 »
Dreieinigkeit ist keine Lehre sondern Ausdruck dessen, was Gott für uns Christen sein will: Gott als VATER der sich uns zuwendet wie in dem Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lukas 15, 11-17). Wenn von Gott, dem SOHN die Rede ist, dann geht es um den Hinweis auf Jesus Christus, der am Kreuz die Vergebung der Sünden ermöglichte. Wo Gott als HEILIGER GEIST auftritt und bezeichnet wird, ist das ein Hinweis auf die Gemeinschaft die Gott mit den Seinen haben will (2. Korinther 13,13). Gott hat durch Jesus Christus auch die Welt erschaffen - Johannes 1, 1-4 (Schlachter 2000): ''Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen''. Das Wort wurde Fleisch - Jesus Christus! Gott selbst ist Geist, und wohnt in einem Licht wo keiner hinkommen kann (1. Timotheus 6,16). In Jesus Christus ist Gott offenbart. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind eine Einheit, und wirken in allen schöpferischen, erwählenden und heilsbringenden Dingen zusammen. In allem, was das Leben an sich beinhaltet. Darum ist Jesus Christus auch ''das Leben'' (Johannes 14,6). Gott ist das Licht (Johannes 8,12) und bringt (ruft) zum Licht. Und logischerweise kann nur ans Licht gebracht (gerufen) werden, was zuvor blind in der Dunkelheit gewesen ist (Johannes 9,41). Dazu hat Gott alle Maßnahmen ergriffen, um heilsgeschichtlich mit, durch und am Menschen zu wirken, und sich zu offenbaren und seinen Willen mitzuteilen. Dies alles aus Gnade, Liebe und Barmherzigkeit. Dazu ist Gott als Schöpfer, Erlöser und Offenbarer nötig gewesen - bis auf den heutigen Tag!

Diese Offenbarungen sind allgemeiner Natur, einmal durch die Schöpfung ersichtlich (Römer 1, 18-20), und durch die Menschwerdung Gottes in seinem Sohn Jesus Christus (das Wort wurde Fleisch - Johannes 1,14) sowie durch den Heiligen Geist, der als Erneuerer, Erinnerer, Tröster, Versiegeler und Offenbarer wirkt und handelt (u.a. Lukas 12,20). Die menschlichen Begrifflichkeiten können Gott nicht erfassen. Man kann die Ewigkeit nicht denken. Ebenso das Wesen Gottes in seinen Offenbarungen verstehen. Gott ist mehr als die Summe seiner Segnungen. Im Himmel werden wir alles sehen - 1. Johannes 3,2: ''Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist''. Dann werden wir den ''einen'' Gott sehen. Durch den Sündenfall erleben wir Gott so, wie es uns in der Bibel gezeigt wird: Als Schöpfer-Vater, als Erlöser in Jesus Christus und als Heiligen Geist, der das Leben aus Gott bewirkt und schenkt, und uns als Gläubige eine innige Beziehung zum ewigen Gott ermöglicht. Im Himmel werden wir das alles in einer Person sehen, denn dann sind wir am Ziel des Glaubens - 1. Petrus 1, 8-9: ''Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit''. Dann werden wir keine Fragen mehr haben, weil durch unser erneuertes Herz uns ganz neue Welten eröffnet werden - Matthäus 5,8: ''Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen''. Halleluja!

Lieben Gruß Jörg  :)

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1619
Ist die Dreieinigkeit eine Lehre?
« Antwort #168 am: 23 November 2013, 14:04:03 »
Lieber Jörg,
m.E. hast du es sehr schön formuliert:

Zitat von: junkerjörg
Dreieinigkeit ist keine Lehre sondern Ausdruck dessen, was Gott für uns Christen sein will…

Aber ob die Dreieinigkeit, oder Dreieinheit – oder wie man es auch nennen will -, eine Lehre ist oder nicht, so geht es auch mir persönlich darum, wie sich Gott uns in der Bibel offenbart.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch falsche Verständnisse über Gott, und ich denke, dass wir hier uns schon Gedanken machen dürfen über das, was Gott uns in der Bibel über den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist sagt. Entscheidend bleibt aber, dass wir das, wofür uns das Wort gegeben wurde, nicht vernachlässigen.

2.Tim 3,16-17 (Schlachter 2000)
16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.

Vielen Dank für deine sehr aussagekräftigen Beiträge!

Herzliche Grüße,
José

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1619
Re: Der dreieinige Gott
« Antwort #169 am: 13 Januar 2015, 17:54:07 »
Da dieses Thema doch sehr wichtig ist, möchte ich nochmal Bezug nehmen auf einige Aussagen und auf einen anderen Beitrag. Wenn wir nun an die Dreieinigkeit Gottes glauben (oder Dreieinheit), sind wir uns dann dadurch einig im Verständnis darüber oder gehört mehr dazu?

In 1Joh5,7 "Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins;" (Schlachter 2000)

Das ist für mich die Dreieinigkeit. Wie seht ihr das?
Das sehe ich genauso. Für mich ist dies ein klares Zeugnis der Dreieinheit GOTTES.

Was ich erkennen durfte und auch im Verständnis zunehmen durch verschiedenen Austausch, ist dass wir es mit Gott, dem Vater, Gott, dem Sohn, Gott, dem Heiligen Geist zu tun haben. Auch durfte ich erkennen, - wobei alle Erkenntnis Stückwerk ist -, dass wir nicht annehmen dürfen, Jesus sei auch jetzt im Himmel noch kleiner als der Vater, oder der Heilige Geist größer als der Sohn.

GOTT IST EINER, nicht 2 oder 3 Götter, das schließt auch eine Hierarchie aus. Das sich Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist in der Bibel offenbart, also als 3 Personen, mag für uns schwerverständlich sein, hebt aber den Monotheismus nicht auf.

Zum Schluss auch noch der Hinweis auf den Beitrag: ECHAD und YACHID. Es hat mich sehr lange beschäftigt.

Herzliche Segensgrüße,
José

Offline Otto

  • Benutzer
  • Beiträge: 14
Re: Der dreieinige Gott
« Antwort #170 am: 18 Mai 2017, 08:23:15 »
Mein Senf als einfacher Handwerker dazu:

Dreieinigkeit (Vater, Sohn, Heiliger Geist) - auch beim nach diesem Bild erschaffenen Menschen (Körper, Seele, Geist)
Jesus: sehe ich sozusagen als Körper, Heiliger Geist ist der Mittler in uns und Jesus ist der Weg zum Vater.

Verstehen dieser Dinge ist für uns begrenzt.

Hilfreich dieses Beispiel (hat irgendein Wissenschaftler mal geschrieben und hat sich mir sehr eingeprägt):

Der Mensch ist auf 3 Dimensionen begrenzt (+ Zeit-Dimension)
Wenn er begreifen will, was in anderen Dimensionen sichtbar ist, geht das nicht.

Angenommen, der Mensch wäre 2-dimensional geschaffen: er könnte nur Breite und Tiefe begreifen (Oberfläche eines Blattes Papier).
Wenn ich, als dreidimensionales Wesen einen Finger auf die zweidimensionale Ebene drücke, nimmt dieses Wesen nicht etwa den Finger wahr, sondern nur einen Kreis.
Das dreidimensionale Wesen kann nun versuchen, diesem zweidimensionalen Menschen eine Beschreibung der tatsächlichen Realitäten zu geben (ich nenne das mal Bibel).
Da braucht es zumindestens einen Mittler, weil das Dreidimensionale Denken dem zweidimensionalen Menschen garnicht möglich ist. Wenn dann das dreidimensionale Wesen
noch selbst sich den Begrenzungen des Zweidimensionalen unterwirft, um diese Menschen zu erlösen, dann sind die Grenzen m.E. durchlässig - der zweidimensionale Körper dieses Menschen kann nicht die Dimensionsgrenzen überwinden - erst ein neuer Leib könnte dies.

Hier spielt sich auch ab, was im CERN u.a. versucht wird, nämlich die Zugänge zu anderen Dimensionen auf verbotene Art zu öffnen und gangbar zu machen.

Jesus ist der einzige, schmale Weg, auf den wir durch eine sehr enge Tür, wo wir nur absolut nackt und leer durchpassen, kommen können. Durch IHN erkennen wir die Wahrheit (der Heilige Geist ist der Lehrer, Helfer und Tröster auf diesem nicht leichten Weg - ohne Seine Hilfe wären wir nicht in der Lage, diesen Weg zu gehen!) und nur ausschließlich durch Jesus kommen wir zum Vater auf diesem schwierigen Weg.

Lieber Moderator, sieh Dirs erstmal durch, bin wie gesagt nur ein Handwerker und versuche mich in schwierigen Gefilden irgendwie verständlich zu machen... ;)