Autor Thema: Die Gaben des Heiligen Geistes  (Gelesen 13362 mal)

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Ruth

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #75 am: 12 August 2013, 13:13:12 »
Lieber Peter,
du hast geschrieben:

Leider habe ich in keiner den von mir besuchten Versammlungen Gottes (?) alias christlichen Gemeinden keine in rirgendeine Form von tatsächlich stattgefundenen uns klar gezeigten Gottesgaben( Zungen, Prophetie etc,) gefunden oder kann diese bestätigen.

In diesem Fall muß ich mich einfach wie Thomas verhalten, vielleicht nicht ganz so wie er, denn ich weiß um das Wort der Bibel in dieser Frage, aber ich habe bisher nichts dergleichen erlebt. ( 8: 2 elim, 1 landeskirchliche, eine Brüder/Baptistengem., eine geschl.Brüdergem., 3 offene Brüdergem.) ich bin da einfach nur prüferisch ans Werk gehend.
Entschuldigt bitte . :(

Darf ich dich fragen, wie du geprüft hast und insbesondere welche Stellung du nach der Schrift zu den Geistesgaben einnimmst?

Ja, lieber José, auch die Antwort auf diese treffend gestellte Frage

würde mich sehr interessieren.

Herzliche Grüße.


Offline Peter

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #76 am: 12 August 2013, 17:54:41 »
Versuch mich nicht, Satan! Und lass die Finger von der Schwester!

Lieber Jose,
an Deinen Fragen erkenne ich, dass es dich interessiert, was ich erlebt habe auf meiner Suche nach dem Erlöser!
Ursprünglich stamme ich aus einer atheistischen geprägten Familie.
Zu der Frage, wie ich die Zusammenkommen geprüft habe, ob sie denn vom Heiligen Geist geführt werden, ob der Herr in ihrer Mitte weilt, denn das ist`s doch, was der Prüfung bedarf, bedurfte es meinerseits nur: Zeigt sich unter den Gläubigen die Liebe Gottes, so wie sie Paulus den Korinthern in seinem 1.Brief( 13) predigte?
In diesen von mir bezifferten Gemeinden, in denen ich in einigen länger, in anderen kürzer verweilte, fehlte sie fühl- und erlebbar, leider. In der allerersten, einer Elimgemeinde, glaubte ich, meinen Sitz gefunden zu haben, jung und unerfahren im Glauben, unbeleckt und dankbar, dass ich dem Herrn meine große Schuld bekennen konnte und bereuen durfte. Spät bemerkte ich, dass sich leider nur alles um jeden Einzelnen drehte, kein Interesse an Hinzugefügten kleinen Gliedern des Leibes. In der irgendwann folgenden Evangelisationswoche erfuhr ich mit Entsetzen, was es heißt, wenn Männer( reisende Älteste) versuchen, den Heiligen Geist zu Gaben zu zwingen! Eine frau neben mir wurde zum Zungenreden gezwungen, sie verließ später den Raum weinend, sie konnte nicht in Zungen reden, wie übrigens alle dort mit Ausnahme der beiden " Missionare". Ich prüfte diese Ungeheuerlichkeiten daraufhin, sprach mit einem Ältesten, konnte nicht zufrieden gestellt werden und verließ diese Gemeinde.
Keiner erkundigte sich später nach mir, übrigens in keiner der durchlaufenen Versammlungen! Es war ihnen schlicht egal. warum auch, man hatte ja selber viel mit sich zu tun!
Kurz drauf fand ich Zugang zu einer landeskirchlichen Versammlung. leider evangelisch landeskirchlich hörig. Mitgliedsausweise, Pro-Christ von früh bis spät, Ökumene, Sabbathalten, Gesetzlichkeit, Machtkämpfe, Politikeinmischung mit den Gottlosen. Zur Rede gestellt, verwies man mich auf die einschlägigen Broschüren und Aufsätze von Menschen. Nur raus da.
Dazwischen besuchte ich einen unabhängigen Bibellesekreis, der von einem ergeizigen jungen " Fastältesten" geführt wurde, dort wurde ich später verleumdet, es waren auch Ungläubige darunter, Kirchengänger. Ich bat die Geschwister darunter, die Sachen richtig zu stellen und stellte mein Kommen dort ein, kein späteres Wort mehr, kein Interesse.
...
In der anderen Elimgemeinde, die ich mehr als ein Jahr besuchte, behielt mich Gott auf, bis zu dem Tag, als er mich(gegen mein Wollen, ich sträubte mich zuerst und es ging mir nicht gut in dieser Zeit) zum Richtigstellen hinstellte, es ging um 1.Kor. 11, daraufhin verweigerte man mir vorm zweiten Mal das Wort. Ich durfte vor dem "harten Kern"  wie sie sich bezeichneten, Älteste gab es dort nicht) noch ein letztes Mal Zeugnis geben, aber sie verharrten alle im Ungehorsam. Danach hatte ich trotzdem mir die Menschen dort leid taten, Frieden und herrliche Ruhe in meinem Herrn Jesus.
Ich vergas, zu erwähnen, dass auf meine Bitte hin getauft zu werden, man mir dies verweigerte, sie hätten schon mal ein zwei Gläubige gehabt, die nach der Taufe die Versammlung verlassen hätten, deshalb vorerst( das zog sich dann die ganze Zeit bis ans Ende hin) keine Taufe.
In keiner der Versammlungen, auch nicht der von mir später besuchten " Brüdergemeinden", setzte man den Willen unseres Herrn, zu taufen, durch. Welch Ungehorsam, dauerhafter!
In keiner von diesen sah ich die Liebe wirken, nur Desinteresse, mit sich selbst beschäftigt, auf den eigenen Vorteil bedacht.
Die anderen Gaben, die der Geist schenkt, wie er will, waren mir (sichtbar) nicht vorhanden; in der zuletzt erwähnten bejammerten oft die Gläubigen das fehlen von Geistesgaben und baten fortwährend darum.
Später zu den letzten Versammlungen aus der " Brüderbewegung", die ich besuchte....

Liebe Grüße

Offline Jose

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #77 am: 12 August 2013, 18:39:02 »
Lieber Peter,
vielen Dank für dein Zeugnis. Dem Herrn sei Preis und Dank, dass ER Dich bewahrt hat bis hierher. Ich weiß nicht, wie schwer es dir fällt, darüber zu schreiben, möge dir der HERR daher viel Weisheit schenken und dich reichlich segnen.

Liebe Grüße,
José
« Letzte Änderung: 12 August 2013, 18:48:44 von Jose »

Offline inchristus

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #78 am: 12 August 2013, 19:03:58 »
Lieber Bruder Peter,
deine Erfahrungen/Enttäuschungen mit Glaubensgeschwistern verschiedenster Versammlungen sind in meinen Augen bezeichnend für die Endzeit, in der wir leben. Die Liebe ist in vielen erkaltet! Ich sehe die Ursache in einem falschen Evangelium - die UdH, die lau macht!!!

Darum ist es für uns auch ein Kampf des Glaubens, in dieser Liebe zu bleiben, auch wenn wir diese um uns herum vergeblich suchen sollten. Dazu will ich dich/uns ermutigen. Wenn ich bedenke, dass Henoch 300 Jahre so gewandelt ist, dass ihn der HERR entrückt hat. Das soll mir/uns Mut machen!

Dein Zeugnis über fehlende Liebe sowie Interesse an dem neu hinzugekommenen Bruder/Schwester habe ich schon von sehr vielen gehört. Ich selber habe dies auch von Beginn an vermisst und sehr darunter gelitten.

Das Problem ist auch bekannt und wird abgetan mit: "Wir sind nur Menschen." Im 2. Petrusbrief steht sinngemäß: "Da uns seine göttliche Kraft alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in der Gottesfurcht dient..." Sie begründen ihren fleischlichen Wandel aber damit, dass wir doch nur Menschen sind. Sie leugnen somit den Heiligen Geist, der uns die Kraft gibt, gottgefällig zu leben. Aber auch das will man nicht hören. Vielleicht hast du auch diese Erfahrung gemacht.

Mich schmerzt es, weil diese Geschwister verloren gehen werden, sollten sie nicht noch den Weg zur Buße finden.

Lasst uns verstärkt füreinander beten, die wir derzeit ohne Gemeinschaft/Versammlung sind und natürlich auch für die Lauen!

Lieber Peter, vielleicht sind dir diese Worte ein kleiner Trost.

Gnade und Friede mit euch allen!
Astrid
« Letzte Änderung: 12 August 2013, 19:08:46 von inchristus »
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Peter

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #79 am: 12 August 2013, 19:12:05 »
danke Euch, Ihr lieben,
ja, mehr als nur Trost, auch viel Hoffnung! :)

Ja, Herr, sei bei uns bis ans Ende der Tage! Amen

Pilger

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #80 am: 13 August 2013, 18:04:12 »
Liebe Leser,
ihr seid weit abgedriftet vom Thema und ein wenig in das Selbstmitleid abgeruscht.
Es wäre gut, wenn ihr euch an der Schrift orientieren würdet, anstatt auf die negativen Erfahrungen.
Ja: Es sind nur Menschen in den Gemeinde. Ja: Sie haben alle noch ihre Fehler. Aber DU auch!
Paulus hat nicht geschrieben: Gehet aus von ihnen; sondern: Traget einander in Liebe und Geduld.
Es gilt nach wie vor:
Geistesgaben sind notwendig zur Erbauung des Leibes Christi und wer sie als abgetan behauptet, widerspricht der Schrift, egal wie er heißt, denn die Schrift nennt das Ende der Geistesgaben: Bis der Leib Christi erbaut ist.
Ich empfehle euch dringend den Artikel von Roland:
http://www.grundtexte.de/index.php?option=com_attachments&task=download&id=310

Liebe Grüße
Manfred

Offline Peter

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #81 am: 13 August 2013, 18:31:11 »
Da gebe ich Dir vollkommen recht: die Geistesgaben sind noch wirksam, bis alles vollkommen ist. Bis der Herr uns heimholt.

Aber was ist da, wo Irrlehre herrschen, Ungehorsam, wo die Versammlung geistig tot ist?
Wo keine gaben wirken können, denn wie sollen sie wirken, wenn Ungehorsam wirkt?

Wenn bewußt das Wort verdreht und geleugnet wird?
Wie sollen wir mit solchen Gemeinschaft pflegen?
Ohne ungehorsam Gott gegenüber zu sein?

Lieber Manfred,
liebe Grüße( ich hatte Dir vor einiger Zeit eine Mail geschickt, warte noch auf Antwort.... :)

Pilger

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Re: Die Gaben des Heiligen Geistes
« Antwort #82 am: 13 August 2013, 18:54:24 »
Lieber Peter,
wenn solche Zustände herrschen  wie du sie beschrieben hast, würde ich auch weggehen. :)

Ich habe in meiner langen Zeit viele Menschen kennengelernt, die aus anderen Gründen aus der Gemeinde gingen, deshalb bin ich sehr hinterfragend.