Autor Thema: Leben in der Wahrheit  (Gelesen 206 mal)

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Offline Nico

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Leben in der Wahrheit
« am: 16 Dezember 2017, 20:50:06 »
„Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, dass Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit; wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.“
??1. Johannes? ?1:5-10? ?SCH2000??

„Ist jemand von euch krank? Er soll die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen lassen; und sie sollen für ihn beten und ihn dabei mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden. Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.“
??Jakobus? ?5:14-16? ?SCH2000??


Sehr herausfordernd, diese Verse. Kann es sein, daß die kath. Kirche in diesem Punkt etwas gut macht? Ich meine die Beichte. Ich möchte uns Mut machen die Verse zu “umarmen“, sie zu verinnerlichen, sie gehorsam anzunehmen um sie dann auch ganz praktisch auszuleben. So herausfordernd wie diese Botschaft auch ist genauso kraftvoll ist sie aber auch. Es lohnt sich schon hier und jetzt, ein Täter des Wortes zu sein. Wir brauchen uns nicht für unsere Schwachheiten zu schämen. Der Herr hat unsere Schmach auf sich genommen damit wir frei sein können. Wir können mit seiner Hilfe zu unseren Fehlern stehen im festen Bewußtsein, daß alles durch sein kostbares Blut überdeckt wird. Das setzt uns frei. Das bringt Licht in die Finsternis, da werden Ketten gesprengt. Der Feind hat dann keine Möglichkeit mehr uns anzugreifen. Der Herr hat einen triumphalen Sieg über den Feind errungen in dem wir mutig vorangehen dürfen. Halleluja, der Herr ist groß!

Wenn wir in der Wahrheit leben, leben wir im vollen Sieg Jesu. Ich denke wenn wir das mehr und mehr praktisch ausleben, werden wir erfahren wie kraftvoll die Nachfolge eigentlich ist. Das hat dann auch wirklich gar nichts mit billiger Gnade zu tun, die wir für fleischliche Gelüste vergeuden. Denn dann werden wir wissen, daß es sich viel mehr lohnt, ein Täter des Wortes zu sein, als den kurzen fleischlichen “Genuß“ der Sünde zu erfahren.

„Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter des Pharao zu heißen. Er zog es vor, mit dem Volk Gottes Bedrängnis zu erleiden, anstatt den vergänglichen Genuss der Sünde zu haben, da er die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze, die in Ägypten waren; denn er sah die Belohnung an.“
??Hebräer? ?11:24-26? ?SCH2000??
...des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist...

Offline Jose

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Re: Leben in der Wahrheit
« Antwort #1 am: 16 Dezember 2017, 23:44:37 »
Hallo Nico, zu diese Aussage:
Zitat
Sehr herausfordernd, diese Verse. Kann es sein, daß die kath. Kirche in diesem Punkt etwas gut macht? Ich meine die Beichte.
Die Beichte in der katholischen Kirche hat m.E. nichts mit der Bibelstelle im Jakobus zu tun, geht es dort ja darum, die Katholiken in der Abhängigkeit der Kirche zu halten, indem die Mittlerschaft der Priester in Anspruch genommen werden muss. Ich weiß noch, wie ich zur Beichte musste und mir dann gesagt wurde, wie viele Gebete ich zu beten hätte, damit meine Sünden vergeben werden.

Die Aufforderung des Jakobus ist aber in der Tat ganz wichtig und das wurde mir vor einigen Monaten ganz bewusst, als ich eine Predigt über das Thema hörte: Einander die Sünden bekennen. Der Bruder sagte, dass sich die Gläubigen früher untereinander viel mehr die Sünden bekannt hätten. Dadurch wurde das Werk des Bösen viel mehr offenbar und man betete auch gemeinsam um Kraft und Sieg, um wieder im Licht zu wandeln.

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Re: Leben in der Wahrheit
« Antwort #2 am: 17 Dezember 2017, 09:03:16 »
Des isch hald die scheisse heut zu tag, da wird nix mehr gmacht, nur gsoffe und glallt. Früher wurd noch ganze Bücher in einer einzigen Versammlung vorglese. So siehts aus auch wenns halt mal 40 Kapitel hatte. Da kommsch ned drum.

Offline Nico

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Re: Leben in der Wahrheit
« Antwort #3 am: 17 Dezember 2017, 11:27:05 »
Hallo Jose,
du hast Recht, ich wollte die kath. Beichte auch nicht so einfach als richtig hinstellen, darum bin ich über deinen Hinweis sehr dankbar. Trotzdem denke ich sollten wir über die Auslebung der Sündenbekenntnis unter Geheiligten Kindern Gottes kritisch nachdenken. Da könnte es sein, daß die Sündenbeichte in der kath. Kirche doch etwas hat, das unseren Versammlungen mangelt. Ich denke es gibt den Katholiken eine besondere Stärke in ihrem praktischen Leben durch diese Möglichkeit, jederzeit dieses Sündenbekenntnis abzugeben. Leider denke ich natürlich auch, aufgrund der vielen Irrlehren in der kath. Kirche daß auch dieser meiner Meinung nach gute Ansatz mit verdorben, misbraucht und nutzlos ist. Richtig angewand ist es aber etwas kraftvolles und wichtiges.
...des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist...

Offline Jose

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Re: Leben in der Wahrheit
« Antwort #4 am: 17 Dezember 2017, 13:19:02 »
Lieber Nico,
Sündenerkenntnis und -bekenntnis gehören zusammen. Dass wir die Sünden zuerst Jesus bekennen, ist selbstverständlich, denn ER ist unser Fürsprecher beim Vater, durch IHN empfangen wir Vergebung der Sünden. Und ich habe gelesen und gehört, dass dort wo Erweckung war, zuvor aufrichtige Buße geschah, und zwar öffentliche Buße. Das ist mit „einander Sünden bekennen“ gleich zu setzen. Wir sollten uns fragen, ob wir zu wenig einander unsere Verfehlungen bekennen, zu wenig gemeinsam uns beugen, wenn es so wenig von Gott gewirkte Erweckung gibt.

Aber nochmal zur katholischen Beichte. Wir sollten der Beichte nichts Gutes abgewinnen. Auf einer katholischen Website ist zu lesen:
Zitat
Wenn Sie sich also darüber bewusst sind, dass Sie eine schwere Sünde begangen haben, sollten Sie mindestens einmal im Jahr, in jedem Fall aber vor dem Empfang der Heiligen Kommunion zur Beichte gehen.

Durch die Beichte wird der Beichtende wieder mit Gott und der Kirche versöhnt und ihm werden seine Sünden vergeben. Auch die sogenannten ewigen Sündenstrafen und die zeitlichen Sündenstrafen können durch die Beichte erlassen werden.

Die Beichte ist eines der sieben Sakramente, bei dem der Beichtende von seinen Sünden losgesprochen wird. Beichten kann jeder katholische Christ bei jedem Priester und in jeder Pfarrei, auch außerhalb der eigenen Heimatgemeinde.

Diese Art von Beichte, ist abzulehnen! Und überhaupt, wer gesündigt hat und es erkannt hat, sollte es nicht mit sich herumtragen, sondern sofort dem Herrn Jesus bekennen und darüber Buße tun.

Nachtrag
Dass es nach katholischen Verständnis es ausreichend ist, es mindestens 1x im Jahr zu tun, hängt sicherlich damit zusammen, dass auch nach dem Tod noch für Verstorbenene gebetet wird.
« Letzte Änderung: 17 Dezember 2017, 14:48:53 von Jose »