Autor Thema: Hände auflegen  (Gelesen 2039 mal)

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Offline Roland

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Hände auflegen
« am: 11 Dezember 2007, 15:21:56 »
Per eMail habe ich folgende Frage erhalten:

In einer uns bekannten Gemeinde werden Älteste "ordiniert" oder "eingesegnet", jeweils mit Handauflegung. Was ist von dieser Handauflegung zu halten? Kann sich auch derjenige, dem die Hände aufgelegt werden, dabei mit "Belastungen" des Auflegenden "infizieren"?
« Letzte Änderung: 11 Dezember 2007, 15:45:56 von Roland »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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Re: Hände auflegen
« Antwort #1 am: 11 Dezember 2007, 15:33:13 »
Schauen wir uns die Praxis der Handauflegung im AT und NT an.

Altes Testament:

Bei der Handauflegung geht es um eine reale Übertragung: von geistlicher Macht, Amtsgewalt und göttlicher Kraft (4. Mo. 27,18ff; 5. Mo. 34,9; 2. Kön. 13,16), von Segen (1. Mo. 48,17f; vgl. Mt. 19,13), von Verantwortlichkeit (3. Mo. 24,14) oder auch von Schuld (2. Mo. 29,14f; 3. Mo. 16; 4. Mo. 8,12).


Neues Testament:

Im NT gehört die Handauflegung zu den Grundlagen des Christenlebens (Hebr. 6,2). Durch mit Gebet verbundene Handauflegung wird Segen übertragen (Mt. 19,13.15). JESUS heilt durch Handauflegung Kranke (Mt. 9,18; Mk. 5,23; 6,5; 7,32; 8,23.25; 10,16; Lk. 4,40; 13,13), ebenso Paulus (Apg. 28,8). Mit der Handauflegung war in der Regel die Taufe im HEILIGEN GEIST verbunden (Apg. 8,14-19). Doch ist die Geistestaufe nicht an die Handauflegung gebunden (Apg. 10,44-48). Durch die Handauflegung wurde gemäß Apg. 6,6; 13,3 auch Amtsgewalt übertragen und geistliche Gaben wurden vermittelt (1. Tim. 4,14; 2. Tim. 1,6).
Dass es sich bei der Handauflegung nicht nur um eine äußere Zeremonie handelt, macht die Warnung des Paulus an Timotheus verständlich, die Hände nicht vorschnell aufzulegen, um sich nicht fremder Sünde teilhaftig zu machen (1. Tim. 5,22). Man hat in 1. Tim. 5,22 auch eine Warnung gesehen, jemand zu schnell in einen Dienst einzusetzen. Darüberhinaus macht der Text deutlich, daß durch die Handauflegung eine Verbindung hergestellt wird, die für den Ausübenden auch Rückwirkungen zur Folge haben kann (d. h. an fremder Stünde teilhaftig zu werden).

Dass man sich angeblich mit "Belastungen" bei der Handauflegung "infizieren" kann, hat nichts mit biblischer Lehre zu tun, sondern ist reiner Aberglaube. Die Dämonen springen nicht von einer zur anderen Person über. Dieser Aberglaube wird oft von denjenigen verbreitet, die die Taufe im HEILIGEN GEIST ablehnen.

Shalom
Roland

Literatur:
Lexikon zur Bibel
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Pilger

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Re: Hände auflegen
« Antwort #2 am: 28 März 2013, 14:20:25 »
Liebe Leser,
hier eine Ausarbeitung über das Thema Handauflegung:
http://www.grundtexte.de/index.php?option=com_attachments&task=download&id=54
Liebe Grüße
Manfred