Autor Thema: Schreckgespenst EWIGKEIT oder das Leben endet immer tödlich ...und dann?  (Gelesen 4805 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Sarah

  • Gast
Ihr Lieben,

mal wieder hatte ich gestern ein Erlebnis mit Jesus - allerdings der etwas anderen Art als sonst.

Ich war in einer Art Ausflugslokal "Rentnertreff" im Wald, in dem immer viele alte Leute einkehren und wollte einwenig die Sommerluft geniessen. Vorher hatte ich mir noch "sicherheitshalber" ein Traktat zum Thema "Ewigkeit" eingesteckt. Ich war in diesem Jahr das erste Mal dort.

Während ich so da sass, fiel mein Blick auf einen älteren Herrn, der ein paar Tische weitersass. Er sah sehr sehr traurig aus und ich bekam irgendwie Mitleid mit ihm und unsere Blicke trafen sich mehrmals. Plötzlich bekam ich den inneren Impuls, ihm das Traktat von der "Ewigkeit" zu geben. Es drängte mich regelrecht, es zu tun. Also stand ich auf bevor ich gehen wollte und ging zu ihm und sagte: "Entschuldigen sie, darf ich ihnen etwas geben zum Thema, wo sie ihre Ewigkeit verbringen?" Er schaute mich erschrocken an und fing an heftigst abzuwehren, das Wort EWIGKEIT schien ihm Angst zu machen. Sein Gesichtsausdruck wurde total ängstlich und er sagte "nein, bitte nicht, bitte nehmen sie es zurück, bitte davon möchte ich nichts hören..." Ich legte das Traktat auf den Tisch und sagte nur "bitte lesen sie es" und ging dann meines Weges. Auf dem Nachhauseweg habe ich viel für diesen Mann beten müssen.

Warum hatte dieser Mann so eine panische Angst vor der Ewigkeit? Ich mag es mir nicht vorstellen.

Und so gewiß es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht (Hebr. 9, 27)
« Letzte Änderung: 07 August 2007, 16:26:48 von Sarah »

offenbarung3-16

  • Gast
Dazu fällt mir ein:


"In der Nähe des Sydney Square Waterfall (Australien) befindet sich eine Gedenkplatte aus Aluminium. Die Inschrift der Gedenktafel besteht nur aus einem Wort: „ETERNITY“ – Ewigkeit. Sie wurde zum Gedenken an einen bemerkenswerten Bürger Sydneys in die Straße eingelassen: Er hieß Arthur Stace.

Arthur Stace wurde 1884 in den Slums von Baimain geboren. Als der Sohn von Trinkern wurde auch er sehr bald zum Alkoholiker. Seine Familie betrieb ein Bordell und er selbst wurde oft wegen kleinerer Delikte inhaftiert. Arthur zog in den Krieg und verlor dabei ein Auge. Statt einer ordentlichen Schulausbildung genoss er selbstdestillierten Äthylalkohol, der ihn mehr und mehr verblöden liess.

Im Jahr 1930 schlenderte er verwahrlost und hungrig in eine Kirche Sydneys. Dort wurde ihm seine zerstörerische Alkoholsucht bewusst. Arthur bekannte seine Sünden und übergab sein Leben an Jesus. Durch Gottes Gnade fand er die Kraft, seine Trinksucht aufzugeben. Als er einige Zeit später Pfarrer John Ridley predigen hörte, kam ihm die Idee zu seiner ungewöhnlichen Lebensaufgabe. Ridley sagte sinngemäß in seinem Vortrag:„Ich wünschte, ich könnte durch alle Straßen Sydneys gehen und das Wort EWIGKEIT rufen.“

Arthur fühlte sich plötzlich von Gott dazu beauftragt, diese Botschaft aufzugreifen und Ridley die „Last“ abzunehmen. Aber wie sollte er das machen? Er selbst war dazu viel zu schüchtern. Also wählte er einen anderen Weg. Er bückte sich mit einem Stück Kreide auf den Bürgersteig und versuchte das Wort „Eternity“ hinzukriegen. Normalerweise brachte er nur ein unleserliches Gekrakel zustande, aber diesmal gelang es ihm. Er sagte später, dass er niemals verstehen könnte, wie er diesen Schriftzug so akkurat schreiben konnte. Und nun das Erstaunliche: Für die nächsten 30 Jahre stand Arthur jeden Tag um vier Uhr in der Frühe auf. Er bat Gott um Weisung, von wo aus er starten solle und legte dann los. Alle 100 Meter sank er auf die Knie und schieb das Wort „Eternity“ auf den Bürgersteig. Manchmal war er drei Stunden unterwegs. Erst danach ging er zur Arbeit.

Das Wort bewegte und beunruhigte die Menschen. Einige wurden so kreidebleich wie der Schriftzug. Es war ein stiller Aufruf an die Bewohner Sydneys, sich daran zu erinnern, dass sie mehr waren als nur ein Rädchen im Getriebe der Zeit. Sie hatten eine höhere Bestimmung: Hatte ihnen Gott nicht die Ewigkeit ins Herz gelegt? (Pred 3,11). Mit den Jahren betrachteten die Leute den allgegenwärtigen Kreideschriftzug auf den Bürgersteigen Sydneys als ein Markenzeichen ihrer Stadt. Die Ortsansässigen nahmen das gewichtige Wort kaum noch wahr. Aber immer wieder rüttelte es Auswärtige und Touristen auf. Über lange Jahre hinweg wusste kein Mensch, wer ihre Wege mit dem bezwingenden Wort übersät  hatte. War es die Tat eines Einzeltäters? Was wollte er damit bezwecken? Bis 1956 ein Prediger der Baptistengemeinde in der Burtonstraße, Bruder Thompson, Arthur Stace dabei ertappte, wie er dieses Wort schrieb. Dieser Prediger erzählte der Welt die bemerkenswerte Geschichte.

Arthur führte auch evangelistische Treffen an der Ecke der Bathurst und George Straße durch. Ein junger Mann namens Ridley Smith (er war nach eben dem John Ridley, der Arthur inspiriert hatte benannt worden) hörte ihn dort predigen und war berührt von seiner Leidenschaft. Arthur hatte eine tiefe Liebe für die Menschen, die auf der Straße lebten und war unermüdlich im Einsatz, um ihnen die Gute Nachricht zu bringen. Später besorgten Geschwister für Arthur ein Auto, um seine Straßenarbeit einfacher fortsetzen zu können.

Als er im Juli 1967 starb, überließ er seinen Körper der Universität zu Forschungszwecken. In Sydney wird sein Gedächtnis in Ehren gehalten. Manche denken, dass er ein verrückter Exzentriker war. Andere glauben, dass er ein Mann Gottes war. Zumindest trägt eine Straße noch immer das Wort Ewigkeit auf ihrem Bürgersteig." aus Fest und Treu


Sarah

  • Gast
Lieber Michael,

danke, dass Du uns diese wunderbare Geschichte mitgeteilt hast! Sie hat mich sehr berührt und ich glaube, dass dieser Arthur ein großer Mann Gottes war. Im Grunde hat er erkannt worum es in diesem Leben nur geht: um die EWIGKEIT und wo wir sie verbringen werden. Folgende Bibelstelle kommt mir dazu in den Sinn (zu Arthur):

Der größte aber unter euch soll euer Diener sein. Wer sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. (Mat 23, 11-12)

Lieben Gruß von Sarah



offenbarung3-16

  • Gast
Da die meisten Menschen ja im Grund den Tod und die Frage, was danach kommt verdrängen und ihr ganzes Glück in diesem minimal kleinen Zeitabschnitt im Diesseits suchen, muß der Gedanke an die Ewigkeit sicherlich erschrecken. Zumal die Ewigkeit in uns durch die unsterbliche Seele angelegt ist. Zum Glück ist dieses Wort noch halbwegs neutral und wird auch von den Medien und der Werbung kaum eingesetzt. Worte wie z.B. "Engel", oder "Himmel" sind ja mittlerweile schon kapitalistisch umgedeutet.

Sarah

  • Gast
Ja, das stimmt, die Worte "Engel" und "Himmel" usw. sind heutzutage leider schon sehr überstrapaziert.

Wenn man "ewigkeitsbezogen" denkt und lebt, dann relativiert sich Vieles und wird plötzlich nicht mehr so wichtig - auch man selbst nicht. Überhaupt nehmen sich die Menschen und die Christen oft viel zu wichtig.

Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind es achtzig Jahre; und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell enteilt es, und wir fliegen dahin.
90:11 Wer erkennt aber die Stärke deines Zorns, deinen Grimm so, wie er zu fürchten ist?
90:12 Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen!
Psalm 90, 10-12)

Dagmar

  • Gast
Motiviert zur "Ewigkeitsarbeit"


Gesternabend durfte ich einen Brief an eine liebe Freundin schreiben, die seit ihrer Kindheit in Irrlehren verstrickt ist. Beim Schreiben erfuhr ich plötzlich tiefen Friede und Freude und mir wurde bewusst: Ich beschäftige mich hier mit „ Ewigkeitsarbeit“.

Vor ca 2 Wochen hatte ein (weniger guter) Bekannter mit mir Kontakt aufgenommen. Darauf hin hatte ich die Idee ihm eine Mail zu schicken. Aus seiner Antwort wurde mir deutlich, dass er ein eher lauer Christ ist. Er war zwar freundlich doch fand er meine Ansichten unpassend und einseitig. Obwohl ich über seine Antwort traurig war, fühlte ich mich durch die „ Kritik“ gar nicht angegriffen oder verletzt. Warum eigentlich nicht? Mir wurde klar, dass ich ihm zu Gottes Ehre und nicht zu meiner eigenen Ehre geschrieben hatte.  Da es nicht um meine eigene Ehre ging, konnte meine Ehre demnach auch gar nicht angegriffen oder verletzt werden. Ich war ganz erstaunt und fröhlich: „Ewigkeitsarbeit“ macht ja gar keinen Stress (obwohl es bis zur Ewigkeit noch so viel zu tun gibt). Wohl darum, weil es in der Ewigkeit (bei Gott) auch keinen Stress geben wird!

Es tut leid, dass ich bis jetzt meine Zeit meistens selbstsüchtig verschwendet habe und erst jetzt mit der „Ewigkeitsarbeit“ angefangen habe.

Ich bin so dankbar für die liebevolle Art wie Gott mich hier zum Weitermachen motiviert.

Hier auch euch lieben Geschwistern danke für eure Motivation!

IHM allein sei alle Ehre

Liebe Grüße

Dagmar

Sarah

  • Gast
Hallo Dagmar,

vielen Dank!

Zu dem Thema "Ewigkeit" gibt es ein sehr gutes Traktat (eines der besten wie ich finde) von "chick-gospel". Es heisst "Der Narr" und es geht um "die letzte Reise". Man hat es in wenigen Minuten durchgelesen und es ist "spannend" aufgebaut.

Es ist die Geschichte von einem Hofnarren am Königshof, der seinen traurigen König immer erheitert und zum Lachen bringt. Eines Tages ruft der König seinen Narren zu sich und sagt zu ihm: "wenn es Dir gelingt, einen noch größeren Narren als du es bist zu finden, dann gib ihm diesen goldenen Stab." Der Narr ging los um einen noch größeren Narren als ihn selbst zu finden und suchte und suchte aber fand keinen. Zwischenzeitlich wurde der König sehr krank und musste bald sterben. Er liess den Narren zu sich kommen und sagte ihm, dass er nun eine sehr lange Reise antreten müsste, von der er niemals zurückkommen würde - er sprach von seinem Tod. Der Narr fragte den König, ob er sich denn auf diese lange Reise auch gut vorbereitet hat und als der König darauf erwiderte "nein"- dann gab der Narr dem König den goldenen Stab. Er hatte am Ende also doch noch einen größeren Narren als sich gefunden! Denn diese Reise des Königs führt in die ewige Verdammnis - dort wird sein "Heulen und Zähneknirschen".

Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit Gottes (Römer 3,23)

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. (Joh. 3,16)

Ich glaube, dass man anhand dieser kleinen Geschichte sehr gut die ganze Tragweite erkennen kann und wie wichtig es ist, sich auf die Ewigkeit vorzubereiten. Wer es nicht tut, ist ein Narr!

Viele liebe Grüße von Sarah
« Letzte Änderung: 09 August 2007, 08:28:57 von Sarah »

Sarah

  • Gast
Ihr Lieben,

es war der Hammer was Jesus heute wieder geführt hat.

Ich konnte völlig unverhofft vor drei Kolleginnen ganz klar von der Botschaft unseres Herrn Jesus und von der EWIGKEIT sprechen. Wir kamen darüber zu sprechen bzgl eines Todesfalles einer Person, die wir kannten. Jesus schenkte mir die Freiheit, alle drei konkret zu fragen, was sie bezüglich Ewigkeit glauben und WO sie diese Ewigkeit zubringen werden. Jeder erzählte dann seine Theorie bis die Frage an mich kam. Dann betete ich kurz um die richtigen Worte und legte los. Ich sagte ganz klar und ohne Umschweife, dass man verloren geht und in der ewigen Verdamnis ist, wenn man Jesus nicht angenommen hat und erzählte vom neuen Jerusalem und von der Ewigkeit im Himmel und was man machen muss, um später bei Gott zu sein usw. Ich redete und redete und die drei hingen fast an meinen Lippen und es war so still im Raum und ich merkte, dass das Thema Ewigkeit die Menschen wirklich berührt. Denn die Menschen fürchten den Tod. Sie stellten dann Fragen - ganz konkret und ich gab ihnen dann das chick-Traktat "das war dein Leben", welches ich "zufällig" zweimal dabei hatte und sie nahmen es neugierig an und wollten es gleich lesen.

Liebe Geschwister - ich kann nur sagen: Redet mit den Menschen über die Ewigkeit und sagt ihnen die Botschaft ganz klar und ohne Umschweife. Morgen könnte es bereits zu spät sein. Wir sind dafür verantwortlich es ihnen zu sagen. Wer außer uns sollte es sonst tun?

Und leider ist es ja in den meisten Gemeinden heutzutage so, dass genau dieses Thema Ewigkeit und was damit zusammenhängt, nämlich dass wir Sünder sind und Buße tun müssen, nicht mehr gepredigt wird. Die Menschen bekommen dort zwar eine "tolle Show" (ich find es grausig) geboten mit viel Tamtam und erfahren dort höchstens etwas vom "lieben Gott" aber das wars dann. Es ist verheerend. Ich könnte darüber weinen.

Sarah
« Letzte Änderung: 13 August 2007, 17:36:09 von Sarah »

Ted

  • Gast
Zitat
Redet mit den Menschen über die Ewigkeit und sagt ihnen die Botschaft ganz klar und ohne Umschweife.

Zitat
Wer außer uns sollte es sonst tun?

Amen, so ist es!


Dagmar

  • Gast
Hallo,

habe zu diesem Thema noch was gefunden:

Der kleine Mann von der George Street

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was das Verteilen von Traktaten bewirken kann? Der folgende Bericht von Pastor Dave Smethurst (London) gibt eine zeugnishafte Antwort darauf. Es ist eine sehr außergewöhnliche Geschichte, von der ich Ihnen jetzt erzähle. All das begann vor ein paar Jahren in einer  Baptistengemeinde im Kristallpalast im Süden von London. Wir waren schon am Ende des Sonntagsgottesdienstes angelangt, da stand ein Mann in den hinteren Reihen auf, hob seine Hand und fragte: “Entschuldigen Sie, Herr Pastor, darf ich noch ein kurzes Zeugnis geben?” Ich schaute auf meine Uhr und willigte einschränkend ein: “Ich gebe Ihnen drei Minuten.” Sogleich begann der Mann mit seiner Geschichte: “Ich bin erst vor kurzem hierher gezogen. Vorher lebte ich in Sydney in Australien. Vor ein paar Monaten besuchte ich dort einige Verwandte und spazierte auf der George Street entlang. Sie erstreckt sich vom Geschäftsviertel von Sydney bis hin zu den Wohnvierteln, dem so genannten Rock. Ein etwas seltsam wirkender, kleiner, weißhaariger Mann trat aus einem Ladeneingang heraus. Er drückte mir ein Traktat in die Hand und fragte: “Entschuldigung, mein Herr, sind Sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?” - Ich war verblüfft über diese Worte, denn noch nie hatte mich jemand so etwas gefragt. Ich dankte ihm höflich, aber während der langen Heimreise nach London war ich darüber ziemlich verwirrt. Ich nahm daraufhin Kontakt mit einem Freund auf, der Gott sei Dank Christ ist, und er führte mich zu Christus.” Alle applaudierten und begrüßten ihn herzlich in ihrer Gemeinschaft, denn die Baptisten mögen Zeugnisse dieser Art.

 Eine Woche darauf flog ich nach Adelaide im Süden Australiens. Zehn Tage später, es war gerade in der Mitte einer dreitägigen Vortragsreihe in einer der dortigen Baptistengemeinden, kam eine Frau auf mich zu und ersuchte mich wegen einiger Ratschläge. Ich fragte sie zunächst nach ihrer Stellung zu Christus. Sie antwortete darauf wie folgt: “Ich habe einmal in Sydney gewohnt und vor ein paar Monaten besuchte ich dort einige Freunde. Auf der George Street erledigte ich noch einige Einkäufe, als ein seltsamer, kleiner, weißhaariger Mann aus einem Geschäftseingang auf mich zukam und mir ein Traktat anbot mit den Worten: ‚Entschuldigung, meine Dame, sind sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?‘ – Ich war durch diese Worte beunruhigt. Wieder zu Hause in Adelaide, wo ich von einer Baptistengemeinde ganz in meiner Nähe wusste, suchte ich den dortigen Pastor auf. Nach dem Gespräch führte er mich zu Christus. So kann ich Ihnen sagen, dass ich jetzt Christ bin.” Ich war jetzt doch sehr erstaunt. Zweimal innerhalb von nur zwei Wochen und in so weit voneinander entfernten Orten hatte ich dasselbe Zeugnis gehört.

 Dann flog ich zu einem weiteren Dienst in der Mount Pleasant Church nach Perth im Westen von Australien. Als meine Vorträge dort beendet waren, lud mich der Gemeindeälteste zum Essen ein. Dabei erkundigte ich mich, wie er denn Christ geworden sei. Er erklärte mir: “Mit 15 Jahren kam ich in diese Gemeinde, ohne jedoch eine wirkliche Beziehung zu Jesus zu haben. Ich machte einfach alles nur so mit, wie alle anderen auch. Aufgrund meiner geschäftlichen Fähigkeiten und Erfolge wuchs auch mein Einfluss in der Gemeinde. Vor drei Jahren war ich dann auf einer Geschäftsreise in Sydney. Ein widerlich und geradezu boshaft aussehender kleiner Mann trat aus einem Ladeneingang heraus und hielt mir eine religiöse Schrift hin - billiger Ramsch – und konfrontierte mich mit der Frage: ‚Entschuldigung, mein Herr, sind sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?' - Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich ein Ältester bei den Baptisten sei. Er aber wollte mir gar nicht zuhören. Den ganzen Weg nach Hause von Sydney nach Perth kochte ich vor Zorn. Auf sein Mitgefühl hoffend, erzählte ich meinem Pastor von dieser merkwürdigen Begebenheit. Doch dieser wollte mir nicht zustimmen. Er hatte mich schon vor Jahren damit beunruhigt, dass ich keine Beziehung zu Jesus haben könnte, und er hatte Recht damit. So führte mich mein Pastor vor drei Jahren zu Jesus.”

Ich flog wieder zurück nach London und bald darauf sprach ich auf der Keswick-Versammlung im Lake-District. Dort berichtete ich von diesen drei sonderbaren Zeugnissen. Am Ende dieser Vortragsreihe kamen vier ältere Pastoren nach vorn und erzählten, dass auch sie, inzwischen 25 bis 30 Jahre zurückliegend, durch dieselbe Frage bei gleichzeitiger Übergabe einer kleinen Schrift auf der George Street gerettet wurden. In der folgenden Woche flog ich zu einer ähnlichen Versammlung wie jener in Keswick und sprach vor Missionaren in der Karibik. Auch dort erzählte ich dieselben Zeugnisse. Am Ende meines Vortrags kamen drei Missionare nach vorn und erklärten, dass auch sie 15 bis 25 Jahre zuvor durch das Zeugnis und genau diese Frage eben jenes kleinen Mannes auf der George Street in Sydney gerettet wurden.

Meine nächste Vortragsreise führte mich war Atlanta, Georgia (USA). Dort hatte ich auf einer Versammlung von Schiffskaplanen zu reden. Drei Tage lang referierte ich hier zu über 1000 Schiffskaplanen. Danach lud mich der Hauptkaplan zu einem Essen ein. Bei der Gelegenheit fragte ich ihn, wie er einmal Christ geworden sei. “Es war wie ein Wunder. Ich war Matrose auf einem Kriegsschiff und führte ein verwerfliches Leben. Wir führten Flottenübungen im Südpazifik durch und erneuerten im Hafen von Sydney unsere Vorräte. Wir ließen uns total gehen. Ich war völlig betrunken, stieg in einen falschen Bus ein und in der George Street wieder aus. Beim Aussteigen dachte ich, ein Gespenst zu sehen, als da ein Mann vor mir auftauchte, mir ein Traktat in die Hand drückte und sagte: ‚Seemann, bist du gerettet? Kommst du in den Himmel, wenn du heute Nacht stirbst?‘ - Die Furcht vor Gott ergriff mich unmittelbar. Ich war sofort nüchtern, rannte zurück zum Schiff und suchte den Kaplan auf. Er führte mich zu Christus. Bald begann ich mich unter seiner Anleitung für den Dienst vorzubereiten. Nun habe ich die Verantwortung über 1000 Schiffsgeistliche, die heute Seelen zu gewinnen suchen.”

Sechs Monate später flog ich zu einer Konferenz, zu der sich 5000 indische Missionare in einem abgelegenen Teil Nord-Ost-Indiens eingefunden hatten. Am Ende lud ihn der Missionsleiter zu einem einfachen Essen in sein kleines, bescheidenes Haus ein. Auch ihn fragte ich, wie er denn als Hindu zu Christus gekommen sei. “Ich wuchs in einer sehr privilegierten Position auf. Im Auftrag der diplomatischen Vertretung Indiens bereiste ich die Welt. Ich bin sehr froh über die Vergebung und dass meine Sünde durch das Blut Christi abgewaschen wurde. Ich müsste mich sehr schämen, wenn man herausfinden würde, was ich so alles getrieben habe. Ein Zeit lang führte mich der diplomatische Dienst nach Sydney. Ich erledigte noch ein paar Einkäufe und war beladen mit Spielzeug und Kleidung für meine Kinder. Ich ging gerade die George Street hinunter, als ein höflicher, weißhaariger, kleiner Mann vor mich hintrat, mir ein Traktat anbot und mir eine persönliche Frage stellte: ‚Entschuldigung, mein Herr, sind sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?‘ - Ich bedankte mich sehr, aber diese Sache ließ mir keine Ruhe. Zurück in meiner Heimatstadt, suchte ich unseren Hindupriester auf. Er konnte mir nicht helfen, aber er gab mir den Rat, zu einem Missionar im Missionshaus am Ende der Straße zu gehen, um meine Neugier zu befriedigen. Das war ein guter Rat, denn an diesem Tag führte mich der Missionar zu Christus. Ich gab den Hinduismus sofort auf und begann, mich für den Missionsdienst vorzubereiten. Ich verließ den diplomatischen Dienst und bin nun heute durch Gottes Gnade in der Verantwortung über all diese Missionare, die zusammen schon 100 000 Menschen zu Christus geführt haben.”

Acht Monate später predigte ich in Sydney. Ich erkundigte mich bei dem dortigen Baptistenpastor, ob er wohl einen kleinen, älteren, weißhaarigen Mann kenne, der Traktate auf der George Street verteilt. Er bestätigte mir: “Ja, ich kenne ihn, sein Name ist Mr. Genor, aber ich glaube nicht, dass er immer noch diesen Dienst tut, denn er ist schon ziemlich alt und gebrechlich.” Zwei Tage später machten wir uns auf den Weg zu seiner kleinen Wohnung. Wir klopften an die Tür, und ein winziger, gebrechlicher, alter Mann begrüßte uns. Er bat uns, Platz zu nehmen und bereitete uns einen Tee zu. Er war schon so gebrechlich und die Hände zitterten ihm derartig, dass er ständig Tee in die Untertasse verschüttete. Ich erzählte ihm von all den Zeugnissen der vergangenen drei Jahre. Dem kleinen Mann rollten die Tränen über die Wangen. Dann begann er mit seiner
eigenen Geschichte:

“Ich war Matrose auf einem Australischen Kriegsschiff. Ich führte ein verwerfliches Leben. In einer Krise kam es zum Zusammenbruch. Einer meiner Kollegen, dem ich übel mitgespielt hatte, ließ mich nicht allein und half mir wieder auf. Er führte mich zu Jesus, und mein Leben änderte sich von heute auf morgen vollständig. Ich war Gott so dankbar, dass ich Ihm versprach, jeden Tag mindestens zehn Menschen ein einfaches Zeugnis von Jesus zu geben. Als Gott mir wieder Kraft gab, fing ich damit an. Manchmal war ich krank und konnte den Dienst nicht tun, doch holte ich all meinen Rückstand auf, wenn es mir wieder gut ging. Nach meiner Pensionierung war dann mein Stammplatz auf der St. George Street, wo ich jeden Tag Hunderten Menschen begegnete. Ich erfuhr dort zwar eine Menge Ablehnung, aber es gab auch viele Leute, die meine Traktate höflich annahmen. In den vierzig Jahren seitdem ich dies tue, habe ich bis zum heutigen Tag noch von keinem einzigen Menschen gehört, der dadurch zu Jesus gekommen wäre.”
Wir sehen hier, was wirkliche Hingabe ist: 40 Jahre Dankbarkeit und Liebe für Jesus zu zeigen, ohne je von irgendeinem Erfolg zu hören. Dieser einfache, kleine Mann ohne besondere Gaben hat sein Zeugnis zu etwa 150 000 Menschen gegeben. Ich denke, was Gott dem Pastor aus London gezeigt hat, war nur die Spitze von der Spitze von der Spitze des Eisbergs.
Nur Gott weiß, wie viele Menschen sonst noch für Christus gewonnen wurden. Mr. Genor, der eine riesige Arbeit auf den Missionsfeldern geleistet hatte, ist zwei Wochen nach diesem Besuch gestorben. Können Sie sich den Lohn vorstellen, den er im Himmel empfangen wird? Ich zweifle, dass sein Gesicht jemals in einer christlichen Zeitschrift erschienen wäre. Ich bezweifle auch, dass jemals sein Foto mit Text in Billy Grahams “Entscheidung” aufgetaucht wäre. Niemand außer einer kleinen Gruppe von Baptisten in Sydney kannte Mr.Genor, aber ich sage Ihnen, im Himmel ist sein Name berühmt. Der Himmel kennt Mr. Genor und Sie können sich das Willkommen und den roten Teppich und die Fanfaren für seinen Empfang vorstellen, als er heimging in die
Herrlichkeit.
Quelle: http://www.worldmissions.com/evangelism/george_street.html
Übersetzung: Daniel Peukert
Redaktionelle Bearbeitung: Werner Gitt


Sarah

  • Gast
Re: Schreckgespenst EWIGKEIT oder das Leben endet immer tödlich ...und dann?
« Antwort #10 am: 12 September 2007, 12:56:24 »
Grüß Dich Dagmar,

dieses Zeugnis bzw. diesen Bericht kenne ich - habe ihn vor einiger Zeit auch gelesen und es ist wirklich wunderbar zu sehen, wie Jesus wirkt durch einfache Menschen und auch diese Hingabe und Ausdauer so mancher Christen zu sehen ist sehr schön und ermutigend. Ja, jeder noch so unbedeutende Mensch kann ein wunderbares Werkzeug für unseren Herrn sein. Wenn wir uns IHM ganz hingeben, so wird er uns gebrauchen auf ganz unterschiedliche Art ob mit oder ohne Traktat.

Lieben Gruß von Sarah