Autor Thema: 'Wer ist wie Gott' oder Gebet verändert Umstände und Menschenherzen  (Gelesen 2616 mal)

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Sarah

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Ihr Lieben,

in meinem Zeugnis geht es um einen Arbeitskollegen von mir, der Michael heisst und mit dem ich heute ein wunderbares Gespräch haben durfte. Dazu später mehr.

Aber es gab auch andere Zeiten. Mein Verhältnis zu diesem Kollegen Michael war seit Jahren schon sehr sehr angespannt. Er war einer der wenigen Menschen, mit dem ich überhaupt nicht "konnte" und auch nicht "wollte". Er ist eine Art "Bruce-Willis-Verschnitt" und vom Typ Mann her genau das, was ich ziemlich furchtbar finde. Ich glaube, dass auch er mit mir wenig anfangen konnte. Wir hatten sogar mal eine heftige Auseinandersetzung im Büro, danach mieden wir uns wo es nur ging (obwohl in einer Abteilung und nebenliegende Büros). Es war hoffnungslos verfahren alles. Ich konnte für ihn einfach keine Symphatie aufbringen. Irgendwann mal hatte ich den Eindruck, dass ich speziell für ihn anfangen sollte zu beten. Ich tat es - erst widerwillig und kam mir auch nicht so "ehrlich" dabei vor aber ich betete weiter und weiter und ich segnete ihn immer und bat Jesus, ihn zu sich zu ziehen. Und der Hammer war, plötzlich (nach Monaten) erst unmerklich veränderte sich etwas. Michael wurde aufeinmal nett zu mir, zugänglich, aufmerksam, schaute mir wieder in die Augen, reparierte etwas an meinem Schreibtisch...usw. Das war echt schon ein Wunder an sich. Es kam alleine von ihm. Ich merkte plötzlich keine Feindschaft mehr oder soetwas. Dann besuchte ich vor einigen Wochen ein Fest welches er von seinem Verein organisierte in der Stadt, in der er wohnte. Ich hatte so den Impuls auf dieses Fest zu gehen obwohl ich soetwas normal nicht mache und kein Interesse daran habe. Naja, er sah mich auf dem Fest und konnte es nicht fassen, dass ich da war und er hat sich dermaßen darüber gefreut, dass er es sogar den Kollegen später erzählte, dass ich (die sonst nie etwas mitmacht!) dort war.

Heute dann war es so, dass für eine zeitlang nur er und ich im Büro waren und plötzlich dachte ich an ihn und seinen Namen "Michael" und was dieser Name eigentlich bedeutet (das wußte ich auch erst seit kurzem von einem lieben Bruder der ebenfalls Michael heisst). Ich spürte ein Drängen und ging zu ihm an den Platz und fragte ihn: "Weißt Du eigentlich, was Dein Name bedeutet"? Er wußte es nicht und ich sagte ihm, dass es "wer ist wie Gott" bedeutet. Und dies war der Anfang von einem wirklich guten Gespräch. Er war irgendwie fast schockiert, da er selbst von sich so denkt, dass er diesen Namen ja gar nicht "verdient" hätte. Dann erzählte er von seiner Mutter, die sehr katholisch sei und dass er mit dieser katholischen Kirche nichts anfangen kann und will. Ich sagte ihm dann, dass es gar nicht darum geht in was für eine Kirche man geht sondern ob man Jesus im Herzen hat. Er hörte aufmerksam zu und wurde recht nachdenklich. Er meinte dann, er würde wohl nicht in den Himmel kommen, da er die katholische Kirche so ablehnt und dies würde seine Mutter ihm immer sagen. Ich sagte wieder, dass dies falsch ist und für das Heil überhaupt nicht entscheidend. Leider kam dann ein anderer Kollege hinzu und wollte nun auch die Bedeutung seines Namens (Thomas?) wissen und so endete das Gespräch (erstmal). Aber ich danke Gott für die Führung in dieser ganzen erst so verfahrenen Angelegenheit und wer weiß was noch passiert? Ich bete jedenfalls weiter - denn kein Gebet ist verloren. Danke Jesus!!!
« Letzte Änderung: 29 Juni 2007, 13:44:30 von Sarah »

Offline Roland

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Hallo Sarah,

ein superschönes Zeugnis. Hat mich sehr angesprochen. Preis dem HERRN!

Viele Grüße

Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Ted

  • Gast
Wie wunderbar.


Die Worte des Herrn Jesus Christus sind einfach gut!
Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, ... (Matthäus 5, 44)

Wohl dem, dem's gegeben ist, sich danach zu richten. Glückselig ist, wer die daraus entstehenden Früchte erleben darf...

In Deinem Zeugnis, Sarah, zeigt sich der tiefe Sinn der Anweisung des Herrn Jesus Christus:
Dieses "Segnen" (Grundtext eulogeo: "gut reden von", "gut reden über") ist nicht leeres Reden, sondern das bewusste Anschliessen an Gottes Willen. Wenn Gott segnet, dann geschieht das in der Vollmacht seines mächtigen Schöpferwortes. Er spricht, und so stehts da. Schliesslich schuf Er Himmel und Erde durch Sein Wort! Jesu Auftrag an Seine Nachfolger ist offenbar: "so wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch". Der Vater hat Jesus nicht gesandt um zu richten, sondern um zu retten, was verloren ist. Also wurde Jesus, und auch wir, nicht gesandt um zu (ver)fluchen, sondern um zu segnen! Und da es im Auftrag, im Namen des Herrn Jesus geschieht, steht eine grosse Macht hinter diesem "Segnen".

Das darfst Du erleben, Sarah, und wir nun auch, indem wir durch Dein Zeugnis Anteil nehmen können am Wirken Gottes.

Hier zeigt sich aber noch etwas anderes: das wahre Leben des Segnenden in Christus, Sein Wesen
...auf daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel; ... (Matthäus 5, 45a)


Und die Tatsache, dass Gott alle Menschen segnet, auch die, die noch ferne von Ihm sind.
...denn er läßt seine Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte. (Matthäus 5, 45b)
Wenn man bedenkt, dass Jesus hier auf Erden ausschliesslich mit Verlorenen umging, da war kein einziges Kind Gottes darunter!
Und sehen wie Er sie alle gesegnet hat!
Ohne Ansehen der Person!

So hat Gott uns bereits geliebt, als wir noch Sünder waren.
Das ging ja jedem einmal so, wir kamen ja nicht als Christen auf die Welt.
Und dann hat Gott uns zu Seinem Sohn Jesus gezogen aus lauter Güte.
Ja, möge unser Vater im Himmel auch den Michael und den Thomas zum Herrn Jesus ziehen! Und noch viele andere mehr.

Dein Zeugnis, Sarah, ermuntert mich wieder sehr, vermehrt auf meine Worte und Gedanken (Bitterkeit!) zu achten!

Lasst uns lieben, denn Er hat uns zuerst geliebt. Lasst uns segnen, denn Er hat uns schon immer gesegnet.


Viele Grüsse
Ted

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Übrigens, "Thomas" kommt ebenfalls aus dem Hebräischen und heisst ganz unspektakulär "Zwillinge".

Noch eine Anmerkung zu Michael: Michael bedeutet, wie Du ja sagtest, "Wer ist wie Gott?" - mit Fragezeichen, daher also nicht die Gleichsetzung des Namensträgers mit Gott, sondern vielmehr die Hervorhebung, Ehrung von Gottes Einzigartigkeit zum Lob Gottes.

Sarah

  • Gast
Danke lieber Roland und

danke lieber Ted!

Es freut mich, dass Ihr Euch auch freut! Was seltsam ist, dass ich immer in Augenblicken, in denen es mir selbst nicht so gut geht, ich "plötzlich" in Situationen komme, in denen ich etwas von Jesus erzählen kann. Gerade heute morgen war ich traurig aber habe so gebetet, dass Jesus doch trotzdem etwas aus diesem Tag machen kann oder er mich gebrauchen kann in oder trotz meiner großen Schwachheit- wenn ER möchte.

So gerne würde ich noch viel mehr tun - aber im Grunde ist es doch so, dass ICH gar nichts tun kann ohne IHN. ER tut wenn ER möchte. Ich wünsche uns allen, dass wir Werkzeuge für IHN sind, damit Menschen zu Jesus finden. Auch über dieses Forum sollen Menschen zu Jesus finden - wirklich zu IHM finden, das wünsche ich mir auch so sehr und ich werde auch dafür ab sofort beten! Es soll kein "theoretisches Forum" sein sondern ein "lebendiges und praktisches Forum".

Eure Schwester Sarah im Herrn


Ted

  • Gast
Ja, AMEN!

Sarah

  • Gast
Ihr Lieben,

obiger Arbeitskollege Michael, mit dem ich schon das ein oder andere Gespräch über Jesus führen durfte, kam eben zu mir und meinem anderen Kollegen, um sich für die nächsten Tage zu verabschieden. Er fährt nun in die Uni-Klinik zu einem OP-Vorgespräch mit Professoren und Doktoren. Sein Sohn, der vor ca. 2 Wochen urplötzlich sein Kurzzeitgedächtnis verloren hatte, wird morgen am Gehirn operiert und diese OP ist wohl nicht ganz ohne. Mein Kollege war sehr angespannt und ängstlich und meinte zu uns: "Könnt ihr bitte mal die Daumen drücken morgen, dass alles gut geht." Ich sagte dann zu ihm: "Ich weiß was viel Besseres als Daumendrücken - nämlich beten" und sagte ihm, dass ich schon für seinen Sohn gebetet habe und dass alles in Jesu Hand liegt. Er schaute erst erstaunt und sagte dann: "Ja Sarah, ich werde auch dafür beten" und dann kamen ihm die Tränen...

Vielleicht könnt ihr auch mitbeten, dass alles gut geht morgen und dass mein Kollege dadurch zu Jesus findet - zu einem Gott, der auch Wunder tun kann, wenn ER will.

Danke  --heard-- !

Eure Sarah