Autor Thema: Hiob  (Gelesen 40 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1638
Hiob
« am: 28 Oktober 2017, 13:09:53 »
Was bedeutet dir das Buch Hiob? Wann hast du das letzte Mal darüber nachgedacht und wann hat Gott das letzte Mal durch das Zeugnis Hiobs zu dir geredet?

Vor einiger Zeit hörte ich eine Predigt in der gesagt wurde, dass Hiob versagt hätte. Innerlich lehnte ich die Aussage ab. Später, als ich unterwegs im Auto die Lesung von dem Buch Jakobs hörte, da freute ich mich über die Aussage: "Siehe, wir preisen die glückselig, welche standhaft ausharren! Von Hiobs standhaftem Ausharren habt ihr gehört, und ihr habt das Ende gesehen, das der Herr [für ihn] bereitet hat; denn der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen" Jak 5,11. Hier ist nicht vom Versagen Hiobs die Rede, sondern von seinem standhaften Ausharren. Hiob wurde durch das Leiden weiter im Glauben geführt, in seinem Ringen und Fragen hatte er nicht aufgehört auf Gott zu harren. Wer kann beurteilen, was er erfahren und durchlitten hat?

Zuhause lesen wir abends zurzeit als Bibellese im Buch Hiob. Im Abendgebet bewegte ich in meinem Herzen auch die Reaktion der Freunde Hiobs vor Gott und meine Fragen dazu. Da wurde mir erstmalig bewusst, dass ich sicherlich genauso so verkehrt geurteilt hätte wie sie. Wenn jemand, der als fromm und gerecht bekannt ist, plötzlich so viel Schlimmes erfährt, da liegt es menschlich nahe zu denken, es geht nicht mit rechten Dingen zu, sondern es ist Gericht und Strafe. Im Fall Hiob war es aber verkehrt so zu denken und ich meine, wir sollten allgemein vorsichtig sein in unserem Urteilen, z.B. wenn wir über Unwetterkatastrophen denken. Wir sollten vorsichtig sein mit der Aussage, es ist Gericht Gottes über dies und jenes. Die ganze Welt müsste erschüttert sein von Gerichten, wenn wir an die zunehmende Ungerechtigkeit denken.

Aus Hiob können wir lernen, dass Gott über unser Leben verfügen möchte, wie ER will - und ER möchte Sich durch uns verherrlichen. ER wusste, dass Hiob treu bleiben würde, glauben wir das? Gott will uns Menschen gebrauchen, auch zu Seiner Verherrlichung gegenüber der unsichtbaren Welt. Das ist was ich auch aus dem Wort entnehme: "Da sprach der Herr zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? Denn seinesgleichen gibt es nicht auf Erden, einen so untadeligen und rechtschaffenen Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet; und er hält immer noch fest an seiner Tadellosigkeit, obwohl du mich gereizt hast, ihn ohne Ursache zu verderben!" Hiob 2,3. Kann Gott das auch von uns sagen, egal wie ER uns führt?

Darf ich nochmal fragen, wann hast du das letzte Mal dein Leben und deine Erfahrungen mit dem Erleben und Zeugnis von Hiob verglichen?
« Letzte Änderung: 28 Oktober 2017, 13:15:46 von Jose »

Offline Nico

  • Benutzer
  • Beiträge: 33
Re: Hiob
« Antwort #1 am: 28 Oktober 2017, 13:52:04 »
Das Leid. Zur Zeit muß ich immer wieder daran denken wieviel Leid um uns herum existiert. Besonders den Kindesmißbrauch oder das Leid der Kinder in Kriegsgebieten, aber auch schlimme Krankheiten die unsagbares Leid mit sich bringen. Gott hat das mit bedacht, als er sprach: „Es werde Licht...“ Hiob spricht uns aus diesem Leiden an. Er hat seine Kinder verloren. Er hat keine Stelle an seinem Leib die gesund ist. Satan hat alles was er hatte zerstört. Doch da ist eine Sache, die der Feind nicht zerstören konnte. Hiobs Glauben. Diesen Glauben sucht Gott. Dieser Glaube, der alles überwinden kann. Diesen Glauben wollte er den Engeln zeigen. Gott hat den Glauben erschaffen. Ist das Leid unersetzbar dazu? Ist das der hohe Preis der Herrlichkeit? Ich glaube es gibt einfach keinen anderen Weg, so sehr ich es mir menschlich auch wünsche.
Ein zweites beschäftigt mich auch immer mehr. Die Freunde irrten sich, als sie Hiob verdächtigten und beschuldigten. Wir haben Gottes Plan so oft missverstanden. Israel hat Gott so oft missverstanden. Wir brauchen das Vertrauen Hiobs im Leid und wir brauchen den Geist Gottes der uns leitet, damit wir Gottes Willen nicht missverstehen. Dinge die wir absolut nicht verstehen sollten wir Gott neu hinlegen. Wir sollten Ihn fragen was er dazu sagt. Wir sollten unsere Urteile überdenken, immer wieder. Möge der Herr uns führen und leiten, daß wir in der ganzen Fülle seiner Kraft, sein Reich bauen.
...des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist...