Autor Thema: Wiedergeburt  (Gelesen 2843 mal)

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Offline Roland

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Wiedergeburt
« am: 26 März 2008, 21:57:20 »
Per E-Mail wurde mir die nachstehende Ausarbeitung von Bruder Horst zugestellt:

Wiedergeburt – was ist das?

(Johannesevangelium 3, 1-16)
 

Es gibt ein Wort, das auf die meisten – nicht nur jungen Menschen – unserer Tage eine geradezu magische Anziehungskraft ausübt: „Diskussion“. In Diskussionen versucht man, einer Sache auf den Grund zu gehen, Tabus abzubauen, traditionelle Denkmodelle zu überwinden und sich neue Erkenntnisse zu erarbeiten. Schade, dass Diskussionen oft im Streit enden, weil jeder meint, seine Sicht der Dinge sei die einzig richtige. Besonders problematisch sind Diskussionen über geistliche Dinge, weil die religiöse Prägung irgendeiner Kirche oft als vermeintliche Wahrheit verteidigt wird, ohne hinterfragt und vom Wort Gottes her überdacht zu werden.

Eine interessante Diskussion finden wir in der Bibel zwischen Jesus und Nikodemus, der in der Nacht zu Jesus kam. (Lies Johannesevangelium Kap. 3, die Verse 1-16)

Dieser Nikodemus ist nicht irgendein x-beliebiger. Er ist Theologe. Deshalb bezeichnet ihn der Text als einen Lehrer des Volkes. Er ist ein hoch angesehener Pharisäer, und er gehört zu den führenden Leuten im so genannten „Hohen Rat“, einem Gremium mit 70 führenden Köpfen der damaligen jüdischen Welt. Als Pharisäer besitzt Nikodemus eine hervorragende Bibelkenntnis. Er achtet peinlich genau auf eine geradezu buchstäbliche Erfüllung der Gesetze, die in den fünf Büchern Mose niedergeschrieben sind.  Darin enthalten sind auch die Zehn Gebote. Außerdem ist Nikodemus ein hoher Regierungsbeamter und trägt eine große Verantwortung, sowohl für das Volk Israel als auch für das Weltjudentum. Er führt ein tadelloses, vorbildliches Leben und wird von allen Bürgern hoch geachtet und geschätzt. Sein Wort hat Gewicht.

Wir erfahren nun, dass dieser einflussreiche, gebildete Mann nachts zu Jesus kommt. Er kommt nachts! Vielleicht kommt er heimlich, vielleicht möchte er nicht, dass er gesehen wird. Vielleicht auch, weil sich die Gelehrten damals gerne in der Kühle der Nacht unterhielten. Wir wissen es nicht.

Nikodemus möchte mit Jesus ein Gespräch führen. Die Reden und die gewaltigen Taten des Propheten von Nazareth haben dafür gesorgt, dass im Volk allerhand Aufregung entstanden ist. Die widersprüchlichsten Gerüchte sind im Umlauf. Jesus steht zwischen Glaube und Unglaube, zwischen Vertrauen und Misstrauen, zwischen Annahme und Ablehnung, zwischen Bewunderung und Verachtung. Darum sucht Nikodemus ihn auf und hofft, sich durch eine sachliche Diskussion von Lehrer zu Lehrer selbst ein Urteil über Jesus bilden zu können.

Die Worte, mit denen Nikodemus das Gespräch beginnt, sind sozusagen eine höfliche, respektvolle Verbeugung vor Jesus: „Jesus, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm!“ Jetzt hätte man doch wirklich erwartet, dass Jesus auf diese ausgesprochen freundliche Eröffnung des Gesprächs eingeht.

Hierauf gab Jesus nun eine Antwort, die Nikodemus nicht erwartet hatte und die sicherlich auch Sie, lieber Leser, überrascht. Er sagte: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“
Nach dem Reich Gottes hatte Nikodemus überhaupt nicht gefragt. Das Reich Gottes war für ihn kein Diskussionsgegenstand. Nikodemus war fest davon überzeugt, dass er als frommer Israelit, als Nachkomme, als Sohn Abrahams, als Angehöriger des auserwählten Volkes zugleich Bürger des Reiches Gottes sei. Das war für ihn gar keine Frage. Vielleicht ist das für Sie heute auch gar keine Frage.

Achtung! Für Nikodemus und Sie nicht – aber für Jesus! Darum warf diese Antwort Nikodemus mitsamt seiner Gesetzestreue und Frömmigkeit um.

„Sie kommen weder durch Ihre religiösen Übungen oder Ihre menschlichen Qualitäten, auch nicht durch Ihren vorbildlichen Lebenswandel und guten Ruf in das Reich Gottes! Ihnen hilft weder Religion noch Moral, weder Gelehrsamkeit noch mitmenschliches Verhalten!“

Das bedeutet für Sie heute: Ihnen helfen weder die Zugehörigkeit zu irgendeiner christlichen Konfession noch das Mitsprechen des Glaubensbekenntnisses im sonntäglichen Gottesdienst, weder Inanspruchnahme kirchlicher (religiöser) Handlungen noch christliche Erziehung. Ihnen helfen keine guten Taten und keine Werke der Barmherzigkeit. Das Reich Gottes öffnet sich Ihnen nur, wenn Sie von neuem geboren werden, sonst nicht.

Von neuem geboren werden - das ist für Nikodemus tatsächlich etwas Neues. Davon hatte er vorher noch nichts gehört. Dieser Begriff  kam in seiner Theologie bisher nicht vor. Fassungslos stand er da. Fassungslos, weil er mit seiner Vernunft nicht begreifen konnte, wovon Jesus sprach. Wohl wusste er, dass im Alten Testament an verschiedenen Stellen von Bekehrung die Rede war, aber er verstand darunter so etwas wie eine Aufforderung zu mehr Frömmigkeit, mehr Sittlichkeit, mehr gute Taten, mehr Anstand. Er hielt Bekehrung für ununterbrochenes hartes Arbeiten an sich selbst mit dem Ziel, sich religiös-moralisch und charakterlich laufend zu verbessern.


 Das bedeutet für Sie: Sie wurden vermutlich als Säugling getauft und später konfirmiert oder gefirmt. Sind Sie dadurch Christ geworden? Haben Sie ein Anrecht auf das Reich Gottes? Sie haben doch keine neue Geburt aus Wasser und Geist nötig, - oder etwa doch?
 
Dass Jesus dieses Bemühen von Nikodemus total abwertete und sozusagen mit der Note „nicht ausreichend“ zensierte und statt dessen eine „neue Geburt“, also eine völlige Neuschöpfung und damit eine Existenzverwandlung im Sinne einer zweiten Geburt verlangte, das wollte dem Pharisäer nicht einleuchten. Jesus nannte in diesem Text den normalen, natürlichen Zustand jedes Menschen „fleischlich“. Damit kennzeichnete Jesus nicht nur die Hinfälligkeit und Vergänglichkeit des nicht wiedergeborenen, des unerlösten Menschen, sondern auch seine Auflehnung und Rebellion gegen Gott, seine Sünde also, deretwillen er dem Gericht verfällt. Dieses Preisgegebensein an Sünde und Gericht ist so total, dass weder Erziehung noch Ideologie und Bildung Sie verändern und retten können, sondern nur eine „neue Geburt“. Was ist damit gemeint? Eine völlige Erneuerung im Kern Ihres Wesens und von Grund auf! Das war Nikodemus fremd, ja mehr noch, er konnte mit dieser Aussage Jesu nichts anfangen und darum stellte er die hilflos kindliche Frage:

„Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweitenmal in seiner Mutter Schoß gehen und geboren werden?“

Eigentlich eine dumme, törichte und kindische Frage. Durch diese Frage können Sie aber auch erkennen, dass Nikodemus nichts von dem verstanden hatte, was Jesus ihm eigentlich sagen wollte. Jesus lachte jedoch nicht, sondern nahm Nikodemus mit seiner Frage ernst und antwortete:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!“

Nein! Ohne diese neue Geburt gehen Sie in die ewige Finsternis.

„Aus Wasser und Geist“: Was meinte Jesus damit? Nun, „Geist“ können Sie wohl noch verstehen. Der natürliche fleischliche Mensch muss den Geist aus Gott, also den „Heiligen Geist“ empfangen. Aber was bedeutet „Wasser“? Bei der Frage nach dem Wasser müssen Sie in Gottes Wort einsteigen. Da schreibt z.B. Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Ephesus, Kap. 5 Vers 26:

 „Christus hat sich selbst gegeben für die Seinen, auf dass er sie heilige, nachdem er sie gereinigt (hat) durch das Wasserbad im Wort“. (Anders ausgedrückt: indem er Sie reinigt durch Waschen mit Wasser im Wort)

Paulus verwendet in diesem Text ganz offensichtlich, die Vokabel „Wasser“ als Sinnbild, als Synonym für das Wort Gottes. Ähnlich steht das in der Rede Jesu vom Weinstock und den Reben. In Joh. 15, sagt er zu den Jüngern:

 „Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.“

 Auch hier wird ganz offensichtlich dem Wort die dem Wasser inne wohnende reinigende Kraft zugeschrieben. Hören Sie noch das bekannte Zitat aus 1. Petrus Kap. 1 Vers 23:

 „..., als die da wiedergeboren sind, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige und bleibende Gotteswort!“

Diese und andere Stellen zeigen Ihnen deutlich, dass mit dem „Wasser“ das Wort Gottes gemeint ist und dass der alte Mensch, der natürliche Mensch, durch das Wort Gottes wiedergeboren wird zu neuem, unvergänglichem Leben. Wenn das geschieht, so ist das jedes Mal eine Wirkung des Heiligen Geistes. Darum spricht Jesus letztlich von der Wiedergeburt aus Wort und Geist. Sie müssen also ganz bewusst und ganz persönlich das Wort (Wasser) Gottes annehmen und in Ihr Herz aufnehmen, damit Sie den Geist aus Gott, also den Heiligen Geist empfangen können. Diesen Vorgang nennt die Bibel Bekehrung.

Dieses schreckliche und verpönte Wort „Bekehrung“, bei dem Sie womöglich sofort in eine Abwehrhaltung gehen, bedeutet letztlich nichts anderes als: - Ich kehre um! Ich erkenne, dass mein bisheriger Lebensweg völlig falsch war und ich mache eine Kehrtwendung um 180°. Ich wende mich ganz bewusst Jesus Christus zu. Dies geschieht letztlich in einem persönlichen Zwiegespräch zwischen mir und Jesus. Das nennt man Beten. Beten ist nicht ein herunterleiern von auswendig gelernten frommen Sprüchen oder dergleichen, das sind nur religiöse Übungen ohne jeden Nutzen. Nein! Beten ist Sprechen mit dem Vater im Himmel. Dazu brauchen Sie weder eine Kirche noch einen Pfarrer.

Ich möchte Sie an den berühmten englischen Prediger Spurgeon erinnern. Als junger Mann geriet er in Anfechtungen und Zweifel. Alles, was er in seinem frommen Elternhaus über Gott und Christus gelernt hatte, war ihm dunkel und zweifelhaft. Er hatte zwar Glauben wie die meisten Menschen heute auch, aber er war nicht gerettet, wie die meisten Menschen heute auch. Es genügt nicht, die Existenz Gottes für wahr zu halten. Das glauben die Dämonen auch! Da geschah es, dass er sich an einem stürmischen Novembersonntag, eigentlich mehr aus Zufall, in ein kleines methodistisches Gotteshaus „verirrte“. Dort sprach gerade ein einfacher Laienprediger, der keine große Rhetorik und Gelehrsamkeit entfalten konnte, sich dafür aber um so mehr an den Text aus Jesaja 45 hielt:

„Sehet auf mich, aller Welt Enden, so werdet ihr selig.“


Nachdem dieser Prediger eine zeitlang über den Text gesprochen hatte, wandte er sich plötzlich an den so bedrückt dasitzenden jungen Spurgeon mit den Worten: „Junger Mann, du siehst sehr elend aus, und elend wirst du bleiben im Leben und im Sterben, wenn du nicht heute Abend noch dem Worte folgst.“

Dann rief er mit lauter Stimme: >Blicke auf Jesus, und tue es gleich!< Spurgeon erkannte im Augenblick, dass Gottes Geist das Wort Gottes für ihn lebendig gemacht hatte. Er schaute weg von sich selber, er schaute weg von seiner persönlichen Not, er schaute aber auch weg von seinen Qualitäten, er schaute auf den für ihn geopferten Heiland am Kreuz, und in diesem Augenblick fühlte er, dass in seinem tiefsten Inneren das Wunder der Heilung an ihm geschehen war. Verschwunden waren die Zweifel wie Nebel vor der durchbrechenden Sonne, die Last der Schuld fiel von ihm ab. Er sah nur noch Jesus, seinen Heiland, und konnte jubeln vor Dank und Freude. Das war der Beginn seines neuen Lebens. Spurgeon wurde in der Folgezeit einer der begnadetsten Prediger, den die Welt je gesehen hat.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es Ihnen jetzt so geht wie seiner Zeit dem Nikodemus. Sie schütteln den Kopf. Sie können einfach nicht begreifen, wovon hier die Rede ist, und deswegen erwarten Sie jetzt vielleicht von mir, dass ich mich verständlicher ausdrücke, um das Ganze plausibler zu machen.

Ich muss Sie enttäuschen, es tut mir leid, ich kann es nicht! Die Wiedergeburt durch Wasser, also durch Wort und Geist, ist und bleibt ein Geheimnis, das ich weder besser beschreiben noch erklären kann. Sie müssen es einfach selbst erleben. Meine Frau und ich durften dies am 28. Mai 1982 erfahren.

Ich hörte einmal von einem jungen Mann, der sein Leben in Sünde und Sucht nicht mehr aushielt und mit Tränen in den Augen ausrief: „Ich glaube, ich bin falsch geboren worden.“ Dieser junge Mensch war der Wahrheit näher, als er dachte, denn die Bibel sagt unmissverständlich, dass nicht nur er, sondern alle, Fromme und Gottlose, Herren und Diener, Kapitalisten und Arbeiter, Könige und Bürger, falsch geboren wurden. Gottes Wort sagt folgendes:

 „Aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; keiner ist, der Gutes tut, auch nicht einer!“ (Röm. 3,12)

Auch ich nicht! Der Apostel Paulus hatte das begriffen. Deshalb schrieb er auch in Römer Kap. 7:

 „Ich weiß, dass in meinem Fleisch nichts Gutes wohnt;“ (Röm. 7,18)



Nichts! – Nichts hab ich zu bringen, so beginnt dieses „Von-neuem-geboren-werden“ aus Wort und Geist. Aber in diesem Abgrund tiefster Sündenerkenntnis und Sündennot, wo es scheinbar keine Hilfe und Rettung mehr gibt, wo alles hoffnungslos zu sein scheint, da entfaltet das starke Wort Gottes zugleich seine rettende und befreiende Kraft. Joh. 3,16:

„Denn Gott hat die Welt so (sehr) geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, (d.h. der ihm vertraut) nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“

Wissen Sie, es ist der Heilige Geist, der dieses Wort in Ihnen zum Leuchten bringen muss und der zu Ihnen sagt: Sie müssen nicht verzweifeln, Sie brauchen in Ihrem Sündenelend, in Ihrer Trostlosigkeit, in Ihrer Ausweglosigkeit nicht zugrunde zu gehen, sondern sehen Sie doch hin, was Gott durch seinen Sohn Jesus Christus für Sie getan hat. Schauen Sie hin nach Golgatha, wo Jesus am Kreuz stirbt zu Ihrem Heil, zu Ihrer Rettung, zu Ihrer Begnadigung, zu Ihrer Erlösung. Wenn sich dann Ihre Hände nach Jesus ausstrecken und das im kindlichen Vertrauen und im Glauben annehmen, was er getan hat, dann ist die Diskussion vorbei und Sie haben Gewissheit. Voller Freude und Dankbarkeit werden Sie dann mit einstimmen in den Jubel: „Bis zum Schwören darf ich´s wissen, dass mein Schuldbrief ist zerrissen.“ Das ist eines der Kennzeichen echter wiedergeborener Christen, wenn sie die Gewissheit in sich tragen, dass sie das Reich Gottes sehen werden.

Nikodemus jedenfalls hatte keine Lust mehr, zu argumentieren und weiter zu diskutieren. Das Wort Jesu hatte an ihm gewirkt, so dass er kurze Zeit später Jesus im Kreis seiner Kollegen verteidigte. Wir begegnen ihm in der Bibel immer wieder, so u.a. in der Nähe der Jünger unter dem Kreuz und lesen, dass er bei der Bestattung Jesu mithalf. Also dürfen wir annehmen, dass er sich von seinem alten Leben und Denken abwandte und eine bewusste konsequente Hinkehr zu Jesus vollzog.

Es ist nötig, dass Sie sich entschieden von Ihrer Vergangenheit trennen und Jesus in Ihr Herz und Leben aufnehmen. Ein guter Freund von mir schlug vor einigen Jahren diesen neuen Weg ein. Er hatte lange Zeit vor dieser Entscheidung große Bedenken, dass er an Lebensqualität verlieren würde. Heute frage ich ihn immer mal wieder: „Hast du Mangel, fehlt dir etwas?“
Er antwortet stets: „Nein ich vermisse nichts! Ich habe alles gefunden!“






Vielleicht fragen Sie sich in diesem Augenblick: „Genügt es nicht doch, dass ich christlich erzogen bin und ein gutbürgerliches Leben führe? Sollten denn meine zahlreichen Bemühungen und Anstrengungen überhaupt nicht zählen?“ Nun, das alles hat Gott natürlich gesehen. Ihre Aufrichtigkeit und Frömmigkeit hat Gott zweifellos zur Kenntnis genommen. Sie befinden sich deshalb durchaus in der Nähe des römischen Offiziers Kornelius, von dem in der Apostelgeschichte überliefert wird, dass seine Gebete und Opfer hinaufgestiegen waren zu Gott.

Seine frommen Übungen und guten Werke kamen also bei Gott an. Sie waren nicht vergeblich. Aber sie reichten nicht aus. Deshalb schickte Gott mehrere Boten zu ihm, die ihm Jesus vor die Augen und vor das Herz malten. Als Kornelius sich dem Heiland der Sünder auslieferte, erlebte er den Durchbruch zu einem neuen Leben. – Solch ein Bote möchte ich Ihnen sein!

Das können auch Sie in diesem Augenblick erfahren, wenn Sie ebenfalls jetzt im Glauben die Hand Jesu ergreifen. Bedenken Sie, es geht hier nicht um eine nebensächliche Frage. Zur Debatte steht hier nicht Ihr Hab und Gut, auch nicht Ihr Beruf noch Ihre Gesundheit. Zur Debatte stehen hier keine nichtigen Dinge. Es geht um etwas sehr Entscheidendes: nämlich um Rettung oder ewiges Verlorensein. Es geht um die Frage, wo Sie Ihre Ewigkeit verbringen. Fragen Sie sich einfach selbst: „Kann ich vor Gott bestehen“?

Jesus sagte:

 „Wenn Du nicht von neuem geboren wirst, so kannst Du das Reich Gottes nicht sehen!“

Diese Forderung gilt auch für Sie, als Regel ohne Ausnahme. Nehmen Sie die Gelegenheit ernst, das Wunder der Wiedergeburt heute zu erleben.

Allen denen aber, die ihn (in ihr Herz) aufnahmen, gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; (Joh. 1,12)

Gott aber, der da reicht ist an Erbarmen, hat durch seine große Liebe, womit er uns liebte, auch uns, die wir tot waren durch die Sünden, samt Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr gerettet... (Eph. 2, 4+5)
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline kenny

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Re: Wiedergeburt
« Antwort #1 am: 29 November 2008, 15:35:43 »
Wie aus dieser Textstelle eindeutig hervorgeht, geht der Wiedergeburt eine Sinnesänderung voraus. Man bemerkt, dass man Jesus als Retter und Erlöser braucht und nimmt Ihn deshalb als seinen ganz persönlichen Heiland in seinem Herzen durch ein Übergabegebet auf. Der Satz: "Gott hat wiedergeboren im Sakrament der Taufe", den man in kath. Pfarrbriefen liest, ist einfach nur Quatsch. Ein Säugling, der nicht weiss, was geschieht und sich nicht für Jesus entscheiden kann, kann nicht durch die Taufe wiedergeboren werden. Die Wiedergeburt setzt nämlich die dazu notwendige geistige Reife voraus, die uns ermöglicht, Jesus als ganz persönlichen Retter anzunehmen. Ein Säugling hat diese Reife nicht, ist aber - weil es sich ja noch nicht entscheiden kann - durch Jesu Blut errettet, falls es vor dem Erreichen der entsprechenden Reife stirbt.
Jesus ist der Allergrösste!