Autor Thema: Lukas 12, 48  (Gelesen 3110 mal)

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Elishua

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Lukas 12, 48
« am: 12 Dezember 2007, 17:03:10 »

Lukas 12, 48 :::53
wer ihn aber nicht wusste, aber getan hat, was der Schläge wert ist, wird mit wenigen geschlagen werden. Jedem aber, dem viel gegeben ist - viel wird von ihm verlangt werden; und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man desto mehr fordern.

diesen Vers verstehe ich nicht ganz:

was bedeutet in dem Fall

was wird hier viel gegeben und viel verlangt -
und was bedeutet viel anvertraut ... desto mehr fordern..

wie versteht ihr den Vers :::3 :o

Offline Roland

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Re: Lukas 12, 48
« Antwort #1 am: 12 Dezember 2007, 22:23:57 »
Hallo Elishua,

in Lukas 12,47.48 ist nicht mehr vom "Wachen" auf des HERRN Wiederkunft die Rede, sondern vom Gehorsam.

Ich verstehe die Verse so, dass die Gläubigen niemals sagen können, sie hätten nicht gewusst, was des HERRN Wille sei. Die Worte GOTTES, die sie gehört haben, werden sie anklagen, denn sie haben die Erkenntnis des göttlichen Willens gehabt und trotzdem nicht JESU Willen gemäß heilig und ernst gehandelt.

V. 48b: Jedem aber, dem viel gegeben ist - viel wird von ihm verlangt werden;  Wer sein Leben dem HERRN JESUS übergeben hat und wiedergeboren ist, hat viel empfangen. Er wird nach dem Besitz seiner Erkenntnis gerichtet werden.

V. 48c: und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man desto mehr fordern. , greift m. E. noch weiter. Denn gr. PARATITHESTHAI = "man hat anvertraut" in V. 48c weist nicht wie EDOTHE = "gegeben wurde" in V 48b auf ein Geschenk, sondern auf ein zur Aufbewahrung anvertrautes Gut hin, insbesondere auch auf ein beim Bankhalter hinterlegtes und ihm gegen Zinsen zur Verwaltung überlassenes Kapital.

In dem ersten Satz (48b) ist die Gleichmäßigkeit von empfangener Gabe und geforderter Leistung behauptet, hier (48c) dagegen wird gesagt, dass nicht nur das anvertraute Gut zurückgefordert, sondern mehr als dies eingefordert wird, nämlich das Kapital mit Zinsen. Dieser Satz 48c gilt also nicht, wie der vorige, allen Christen, sondern nur denjenigen unter ihnen, die wie die Apostel und die anderen nach ihnen einen besonderen Dienst in der Gemeinde empfangen haben. Ich denke, dass dieser Satz deutlich auf das Gleichnis V. 42-46 zurück lenkt. Die Frage des Petrus ist damit in erschöpfender Weise beantwortet.

Soweit einige Gedanken zu Lukas 12,48.

Marana tha
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!