Autor Thema: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch  (Gelesen 45047 mal)

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Sarah

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Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #75 am: 25 Oktober 2007, 14:11:57 »
Liebe Elishua,

Dein Beispiel mit dem Kind finde ich sehr gut:

Zitat
Wenn man ein kleines Kind waschen will und dies läuft immer wieder weg, kann es nicht gereinigt werden. Und je öfter dieses Kind wegläuft um so länger dauerd es bis es gereinigt ist!
Ja - wenn wir so beschäftigt sind mit dies und jenem und alles ja "gut gemeint ist", dann führt uns das auch nicht zu Jesus bzw. können wir ihn dann nicht hören. Daher plädiere ich immer dafür: Leute, kommt doch endlich mal zur Ruhe und gebt Euch mal ganz IHM hin!
 
Wir brauchen eine  l e b e n d i g e  Beziehung zu Jesus und da ist sicher auch Freiheit. Aber eben nicht diese Freiheit, die viele viele Christen propagieren (in vielen vielen Gemeinden) "uns ist alles erlaubt" und das nehmen sie dann wörtlich und leben wie in der Welt und teilweise schlimmer. Das ist nicht die Freiheit von der in Gottes Wort steht!

Diese lebendige Beziehung zu Jesus, die Du schilderst, liebe Elishua strebe ich ebenfalls an, dieses ständige hören auf IHN und fragen in jedem Lebensbereich und diese ständige Verbindung zu IHM.

Viele sind aber nicht oder noch nicht so weit. Viele brauchen diesen abgesteckten Rahmen, der ihnen Sicherheit bietet und innerhalb dessen sie sich bewegen. Es ist wie beim Arbeiten. Manche können nicht selbstständig arbeiten, brauchen genaue Anweisungen und Vorgaben und wollen ja nichts falsch machen. Es ist vielleicht auch Furcht dabei sich mal fallenzulassen - in Jesu Hände. Aber dies finde ich erstmal nicht so schlimm.

Andere wiederum, die freiheitlich und selbstständig arbeiten können und eine freiheitliche Beziehung zu Jesus haben (sagen sie jedenfalls) und weniger Angst haben, bewegen sich allzu "freiheitlich" und hier ist wieder die Gefahr, abzugleiten und den schmalen Weg zu verlassen.

Wenn ich sehe, was teilweise in Gemeinden "abging" die sich alle auf ihre große Freiheit beriefen, läuft es mir kalt den Rücken hinunter.

Dass wir aber nicht nur Hörer sondern auch Täter des Wortes sein sollen steht ja auch in der Bibel.

Aber eines ist klar. Jeder steht selbst vor Gott und ist selbst verantwortlich was er aus seiner Beziehung zu Jesus macht und wie ernst es ihm oder ihr wirklich ist und ich kann nur immer wieder sagen: Unterstellt alles in Eurem Leben Jesus und seid immer in Verbindung mit IHM ! 100% FÜR JESUS !

Lieben Gruß von Sarah

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #76 am: 25 Oktober 2007, 14:38:29 »
Salve Elishua,

der "allein-aus-Glauben"-Christ braucht aber keine Heiligung. Da er ja schon allein durch seinen "Glauben" sich selbst gerecht spricht. Er wartet also bis in eventuell irgendwann einmal die "Gnade" ereilt, oder eine "Vorsehung" trifft oder bis "Gottes Plan" aktiv wird etc etc.

TV ist nicht so schlimm. Kino ist auch ok. Rauchen - ach nur nicht so gesetzlich- böse böse. Weltliche Musik ist in Ordnung. Nur eben genau an diesen Punkten trennen sich die Böcke von den Schafen. Genau hier und nicht bei allgemeinen Themen wie Zungenrede, etc etc - darüber reden kann doch jeder, dafür muß man nicht mal wiedergeboren sein.

Hier zeigen sich die Gehorsamen und die Ungehorsamen. Der allein-aus-Gnade Luther hatte so viel Gnade, daß er auch Christen hat umbringen lassen. Luther ist das beste Beispiel wie aus allein-aus-Gnade ein gnadenloser Irrlehrer wurde.

Überhaupt schon die ganze Länge des Themas zeigt doch, wie man sich hier hinter einer "Gnade" zu verstecken versucht, die es ja nicht gibt. Jemand er gehorsam ist der tut eben und reden nicht viel.

Liebe Grüße
Michael
« Letzte Änderung: 28 Oktober 2007, 17:24:13 von offenbarung3-16 »

nikodemus

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #77 am: 25 Oktober 2007, 16:32:36 »
Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.[/b] Lasst uns nicht nach leerem Ruhm streben, einander nicht herausfordern noch einander beneiden! Gal 5,17-26[/color]

Trotzdem braucht es immer noch aktives Handeln und sein Fleisch auch zu kreuzigen.  Und ganz oben sollte eben der Wandel im Geist stehen, dann hat man auch wenig Probleme mit dem Gesetz und dem Fleisch.

Grüße
Michael

Michael. der Mensch hat am Tag seiner Bekehrung sein Fleisch ans Kreuz nageln lassen. Nirgends steht in der Bibel, dass man ständig sein Fleisch kreuzigen muß. Wenn wir im Geist leben, sollen wir darin wandeln, aber nicht damit wir nochmal ewiges Leben bekommen oder dadurch erhalten können, sondern das ist letztendlich ein Verlangen eines Kind Gottes seinem Retter Ehre und Anbetung zu erweisen. Ausserdem sollen wir auch im Geiste wandel, weil es es ein Patentrezept für ein erfülltes Leben hier schon auf Erden ist.
Ich umschreibe mal so: "Wenn wir schon Beine zum Laufen bekommen haben, dann benutzt sie auch. Kann sehr hilfreich sein."
Wer noch nicht wiedergeboren ist, sitzt noch im Rollstuhl.Bildlich gesprochen. Manch einer macht noch krampfhafte Bewegungen um Gott zu gefallen(der religiöse Mensch) der aber der nun seine Beine bewegen kann, wird es auch tun, weil er dadurch im Leben viel mehr Möglichkeiten hat (der Wiedergeborene) als der der im Rollstuhl sitzt. Der einmal im Rollstuhl war(unbekehrt) aber dann laufen kann (nun bekehrt..im Geist) WIRD auch darin Wandeln. Er wird gehen.Will nie wieder gelähmt im Rollstuhl sitzen, zurück ins alte Leben.
Wer aber seine alten Sünden und sein altes Leben noch geniessen will, kann demnach garnicht wiedergeboren sein auch wenn andere es vielleicht von ihm denken oder sogar er selber es glaubt.

Als Paulus an Gemeinden schrieb, wusste er ja auch bei einigen nicht ob deren Glaube nun echt war oder nicht.
Ich kann dich auch als ein Bruder bezeichnen, aber 100pro weiss ich es aber bei dir ja auch nicht, aber ich gehe erstmal davon aus.Daher schrieb Paulus ja auch solche Warnungen sowie z.b im Hebräer

Zitat
12 Seht zu, liebe Brüder, dass keiner unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe, das abfällt von dem lebendigen Gott;13 sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde. 14 Denn wir haben an Christus Anteil bekommen, wenn wir die Zuversicht vom Anfang bis zum Ende festhalten. 15 Wenn es heißt: »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht, wie es bei der Verbitterung geschah« - 16 wer hat sie denn gehört und sich verbittert? Waren's nicht alle, die von Ägypten auszogen mit Mose? 17 Und über wen war Gott zornig vierzig Jahre lang? War's nicht über die, die sündigten und deren Leiber in der Wüste zerfielen? 18 Wem aber schwor er, dass sie nicht zu seiner Ruhe kommen sollten, wenn nicht den Ungehorsamen? 19 Und wir sehen, dass sie nicht dahin kommen konnten wegen des Unglaubens.


Es konnte sein, dass sich so mancher noch Bruder nannte, aber dennoch keiner war.Er hatte ja noch die Möglichkeit sich echt zu bekehren.Daher auch oft diese Warnungen.
Zitat
1Kor 5,11 Vielmehr habe ich euch geschrieben: Ihr sollt nichts mit einem zu schaffen haben, der sich Bruder nennen lässt und ist ein Unzüchtiger oder ein Geiziger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit so einem sollt ihr auch nicht essen.

Für den echten Bruder aber gilt: 1.Kor. 6,10 noch Diebe noch Habsüchtige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes erben. 11 Und das sind manche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den12 Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.


AMEN und LG
der NIKO

Sarah

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Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #78 am: 25 Oktober 2007, 16:48:40 »
Eine Schwester brachte mich auf den Gedanken...

Vielleicht könnte man sagen, dass alles was süchtig macht Sünde ist und einen hindert, in der Heiligung zu leben, denn das woran mein Herz hängt, trennt mich letztlich von Jesus.

Und das kann alles mögliche sein: TV, PC, Erfolg, Alkohol, Kaufsucht, Ich-Bezogenheit, Geiz, Auto, Urlaub, Hurerei, Musik, Ängste, Menschen, Mode, Drogen, Essen, Geltungssucht .....etc. also alles was mich und meine Gedanken- und Gefühlswelt mehr in Beschlag nimmt als Jesus Christus.

Und das kann bei jedem Menschen unterschiedlich sein. Daher kann man wohl nicht pauschal alle über einen Kamm scheren.

Die Frage ist also: Woran hängt mein Herz?


« Letzte Änderung: 25 Oktober 2007, 16:53:02 von Sarah »

Offline Roland

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Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #79 am: 25 Oktober 2007, 18:33:06 »
Hallo Michael,

habe volles Verständnis, dass Du Dich auf diesem "Niveau" nicht weiter unterhalten willst, da Du bisher Deine Werksgerechtigkeit nicht anhand der Bibel belegen konntest. Statt Antworten zu geben, operierst Du nur mit Unterstellungen. Fragt man nach, erweist sich (fast) alles als "heiße Luft".

Wer über die Gnade GOTTES lästert, lästert letztendlich über GOTT!

Zitat
Das ist nicht die Antwort zur Frage
Kannst Du mir mal erklären, warum Deine Frage nicht beantwortet sein soll?

Zitat
daß Du entgegen der klaren Lehre des Herrn Jesus in der Bergpredigt lehrst.
Kannst Du mir bitte zeigen, wo in der Bergpredigt geschrieben steht, dass ein Wiedergeborener kein Soldat sein kann?

Zitat
Überhaupt würde ich diese "Allein-aus-Glaube"-Lehre als falsches Evangelium bezeichnen, da es nicht das ist was Jesus gelehrt hatte.
Diese Aussage zeigt, dass Du das biblische Evangelium nicht kennst. Ich weiß nicht, was Dein "Jesus" alles so lehrt - aber mit dem HERRN JESUS CHRISTUS hat Dein "Jesus" nichts gemein.

Zitat
Am Ende wird sogar noch die Bergpredigt über Bord geworfen.
Ja ja, lieber mit Unterstellungen arbeiten als mit Fakten.

Lieber Michael, ich wünsche Dir von Herzen, dass Du wieder wegkommst von der Werksgerechtigkeit und zurückfindest zum biblischen Evangelium.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #80 am: 25 Oktober 2007, 18:43:04 »
Hallo Sarah,

Zitat
Vielleicht könnte man sagen, dass alles was süchtig macht Sünde ist und einen hindert, in der Heiligung zu leben, denn das woran mein Herz hängt, trennt mich letztlich von Jesus.
Ich denke, dass dies genau der richtige Weg ist, um weiter zu kommen. Die Frage ist, woran hängt mein Herz? Das kann natürlich der TV sein, Internet, "christliche Bücher" u.v.a. was Du aufgezählt hast.

Der Feind kennt unsere Schwachpunkte. Wenn ein Christ z. B. merkt, dass das Internet seine Heiligung hemmt, ist es besser, den Anschluss zu kündigen. Diesen Punkt kann man aber nicht für alle Christen verallgemeinern. Dies ist oft der Fehler, der gemacht wird.

Das waren einfach ein paar Gedanken dazu.......

Viele Grüße
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

offenbarung3-16

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Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #81 am: 25 Oktober 2007, 19:08:54 »
Letzten Endes führt der Weg des Fleisches, der Weg ohne Werke der einen toten Glauben hat in die ewige Verdammnis. Nur wer IN Jesus bleibt und der seinen Glauben anhand von Werken beweisen kann wird zu den Überwindern zählen können. Es hilft nichts, sich zu bekehren und den Weg des Fleisches weiter zu gehen.

So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Röm 8:1

Eben nur die, die IN Jesus bleiben und nicht nach dem Fleisch wandeln, werden nicht verdammt werden. Wer meint gemäß dem Geist zu wandeln und hält nicht seine Gebote ist ein Lügner. Wer meint Glauben zu haben aber keine Werke und Früchte der wird einmal in das Feuer geworfen werden da sein Glaube eh schon längst tot ist.

Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen. Joh 15:6

Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Matt 7:19

Das sind einfachste Lehren und für jedes Kind verständlich, es braucht wohl eher einen hohen Grad an "Wissen" und menschlicher "Weisheit" um das nicht verstehen zu wollen. Aber ihr könnt morgen schon tot sein, und wehe euch, wenn es euren allein-aus-Glauben/Gnade-Gott nicht gibt. Überhaupt diese Vorstellung von so einem Gott zeigt doch, daß man IHN im Grund überhaupt nicht kennt. Man hat sein Lehrmeinungen schön gezimmert - aber IHN hat man vergessen und kennt ihn nicht mal, mit seinem Leben verleugnet man IHN -der ohne Ansehen der Person richtet.

Ihr werdet den Tag verfluchen, wenn nicht sogar in Ewigkeit, an dem ihr das Gesetz die Werke und die Gebote verworfen habt. Viele werden einmal in dem Himmel Einlaß finden wollen dann wird der Herr Jesus aber sagen müssen:

Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen! Matt 7:23

Offline Roland

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Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #82 am: 25 Oktober 2007, 19:43:07 »
Lieber Michael,

Zitat
Letzten Endes führt der Weg des Fleisches, der Weg ohne Werke der einen toten Glauben hat in die ewige Verdammnis ....... Nur wer IN Jesus bleibt und der seinen Glauben anhand von Werken beweisen kann wird zu den Überwindern zählen können. Es hilft nichts, sich zu bekehren und den Weg des Fleisches weiter zu gehen.
Der Glaube ist GOTTES Werk (Johannes 6,29), und alle Werke, die ich im Glauben und als Antwort auf GOTTES Liebe vollbringe, sind ebenfalls GOTTES Werk (Epheser 2,10; Philipper 2,12f). Ich lebe mein Glaubensleben in jenem Handeln, das Gott vorbereitet hat und zu dem er mich befähigen wird. So ist letztlich alles Gnade (sola gratia): die Errettung ebenso wie die Auswirkung der Errettung in meinem Leben.

Zitat
So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Röm 8:1
Paulus beschreibt in Röm. 8 das Wirken des HEILIGEN GEISTES, der dem Menschen - neben der Sünde - ebenfalls innewohnt. Er ist die Quelle der göttlichen Macht, Er vollbringt die Heiligung im Menschen und ist das Geheimnis für den Sieg des Geistes im Alltagsleben.

Zitat
Wer meint gemäß dem Geist zu wandeln und hält nicht seine Gebote ist ein Lügner.
Es geht dabei um die Gebote JESU und nicht um die Gebote Michael's.

Zitat
und wehe euch, wenn es euren allein-aus-Glauben/Gnade-Gott nicht gibt.
Auch Du kannst schon morgen tot sein, Michael. Wehe Dir, wenn Du mit Deinen fleischlichen "guten" Werken ins Himmelreich kommen willst. Das wird ein böses Erwachen für Dich geben! Deshalb bitte ich Dich noch einmal, Deinen Standpunkt anhand der Bibel zu überprüfen und nicht GOTTES Gnade zu lästern.

Zitat
Ihr werdet den Tag verfluchen, wenn nicht sogar in Ewigkeit, an dem ihr das Gesetz die Werke und die Gebote verworfen habt.
Hier im Forum habe ich von keinem Teilnehmer gelesen, dass das Gesetz CHRISTI verworfen wird. Ich spreche jetzt für mich: Was ich verwerfe, ist das Gesetz und die Gebote von Michael.

Zitat
Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen! Matt 7:23
Lieber Michael, Du bist so sehr mit Deinen eigenen Geboten beschäftigt - weißt Du denn überhaupt noch, dass Du wirklich unter dem Gesetz CHRISTI stehst?

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #83 am: 25 Oktober 2007, 19:51:15 »
Hallo Nicole!

Zitat
Lieber Ted,
vielen Dank für Deinen wunderbaren Beitrag, der mir Mut, Freude und Gewissheit gibt!!!! (ich war wirklich etwas ins Schleudern geraten durch die Frage der Werke, Früchte usw.) Du bringst das auf den Punkt, was ich früher freudig und vorbehaltlos für mich in Anspruch genommen und dann verlernt habe. Anders kann man auch gar nicht zu Ruhe in Christus kommen und, wie Du schon sagst, wo wäre sonst die FROHE Botschaft?!  Bin Dir wirklich sehr dankbar!
Ich freue mich sehr, dass Ted's Beitrag Dir so eine große Hilfe ist. Mir ging es einmal so ähnlich wie Dir. Auch ich bin am Anfang meines Glaubenslebens ins Schleudern geraten. Anhand von zweifelhafter "christlicher" Literatur habe ich mir Listen mit Ge- und Verboten geschrieben. Ich hatte damals auch vergessen, welche Freude und Befreiung das Evangelium mir gebracht hatte und dass der HEILIGE GEIST mich verändert. Ich wollte es selbst tun und endete im Fleisch. Irgendwann habe ich gemerkt, dass dies der falsche Weg ist und ich nicht die Aufgaben des GEISTES GOTTES ausfüllen kann.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Nicolino

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Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #84 am: 25 Oktober 2007, 20:53:09 »
Hallo Roland!

Ja, dieser ganze Thread hat mir wirklich SEHR geholfen. Das mit der Ge- und Verboteliste hatte ich - zumindest innerlich - auch schon gemacht. Dabei stellte ich aber fest, dass, je mehr ich versuchen wollte, alles richtig zu machen, desto weniger klappte es. Das ging so weit, dass ich dann dem Herrn sagen musste (unter Tränen), dass ich wohl zwangsläufig verloren gehen müsse, weil ich es einfach nicht schaffe, so zu sein, wie Er will. Ich versuchte mich schon, gedanklich auf Höllenqualen in Ewigkeit einzustellen, was mich natürlich völlig fertig und unvorstellbar traurig machte, da ich den Herrn ja so sehr liebe und mich nach Seiner Gegenwart sehne. Dazwischen hörte und las ich dann wieder von Gnade (allein), freute mich kurze Zeit und geriet abermals in Zweifel. Gott WILL ja unsere Veränderung! Es ist wirklich kein leichtes Thema. Aber wie Ted so treffend sagte, wo ist denn da die frohe Botschaft? Wie kann ich einem Menschen das Evangelium bringen, wenn ich selbst nicht einmal weiß, ob ich überhaupt errettet werden kann, ob ich es "schaffe"? Je mehr ich mich anstrenge, desto frustrierter werde ich. Man muss sich dann ja auch immer fragen: Wann ist es denn genug? Wer EINER Sünde schuldig wird, hat das ganze Gesetz gebrochen! Ich KANN das ja gar nicht schaffen. Und bis an mein Ende oder bis zur Wiederkunft des Herrn müsste ich zweifeln, ob Er mich annehmen wird. Ich gebe zu, dass es mir immer noch teilweise so geht, dass ich immer noch verwirrt bin, denn die Argumente der Werke-Befürworter klingen ja richtig. Die Bibel fordert ja tatsächlich auf, AKTIV der Heiligung nachzujagen, unser Heil mit Furcht und Zittern zu wirken usw.
Wenn es also wirklich darum geht, dass ich es SELBST irgendwie schaffen muss und dass nicht die Gerechtigkeit des Herrn Jesus auf mich sozusagen "gutgeschrieben" wird, dann wird es wohl so sein, dass es für mich ein böses Ende nimmt. Je mehr ich mich bemühe, desto mehr fällt mir auf, was alles noch nicht stimmt in meinem Leben. Das hat auch sein Gutes, und ich arbeite auch daran (Sarah hat es ja so schön beschrieben, dass wir alles ausrotten müssen, was uns wirklich von Jesus wegzieht - bei mir war das zu einem Großteil mein Gedankenleben, was ich manchmal ganz gut jetzt hinkriege, aber oft noch strauchle). Dann ist ja nicht nur das Problem der Tatsünden, sondern auch das der Unterlassungssünden. Wie soll man da jemals Gewissheit haben???
Mich hat es jedenfalls wahnsinnig gemacht, dieses Streben nach dem rechten Leben, wenn ich es selbst versuche und an allen Enden gleichzeitig anfangen will. Deshalb hab ich hier ja auch in diesem Thread gefragt, was genau denn nun das MUSS ist (habe schon wieder an einer innerlichen Liste gebastelt :()... Letztlich KANN man das wirklich nicht genau sagen. Wenn es also KEIN Evangelium der GNADE gibt (ohne des Gesetzes Werke), dann steht für mich zweifelsfrei fest, dass ich verloren gehe, denn ICH schaffe das nicht. Ich kann nur immer wieder zum Herrn Jesus beten, dass ER es für mich schafft und ihn bitten, mich trotzdem anzunehmen.
Rückblickend auf mein Leben, hat der Herr selbst in mir SO VIEL Veränderung gewirkt, dass ich wirklich in allen Dingen ein neuer Mensch BIN. Damals habe ich überhaupt nicht nachgedacht darüber, was Gott alles von mir fordern könnte, sondern für mich war klar: Jesus hat mich errettet! Alles, was ich tun muss, ist glauben und dranbleiben. Erst als Jesus selbst schon so unendlich viel Veränderung in mir geschaffen hatte, kam ich plötzlich auf die Idee, dass ich SELBST noch so viel tun müsse. Doch rückblickend ist es echt so, dass für ALLE Veränderung in meinem Wesen und Leben GOTT allein die Ehre hat, weil ich aktiv dafür GAR NICHTS getan habe, außer Ihn zu suchen, zu beten und die Bibel zu lesen. Letzteres damals auch nur in sehr bescheidenem Maße. ICH war es also nicht, also muss es der Heilige Geist gewesen sein, der das gewirkt hat! Wenn Er mich SO MASSIV verändern konnte, wird Er nicht auch den Rest noch schaffen?
Naja, trotzdem bin ich noch so ängstlich, Gott nicht zu gefallen, dass mich "gesetzliche" Menschen sehr ins Straucheln bringen, denn ihre Motive sind ja richtig. Sie wollen ein rechtes Leben vor Gott führen, was ich ja auch will. Aber wenn ich es aus mir selbst heraus versuche, kann ich letztlich nur resignieren. Deshalb kann auch ich nur sagen:

Rom 7:24  Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes?
und
Rom 7:25  Ich danke Gott durch Jesum Christum, unseren Herrn!

Was diesen Vers hier angeht...

Rom 8:1  Also ist jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christo Jesu sind.

... da hab ich mal in einer Predigt gehört, dass der Zusatz "die nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist" im Ursprungstext nicht stehe, sondern nachträglich zugefügt wurde, damit die Leute nicht etwa auf den Gedanken kämen, ein sündiges Leben zu führen. Im Luthertext stehts drin, in der Elberfelder nicht. In dieser Predigt wurde - glaube ich - gesagt, dass die King James Version das zugefügt hätte. Obs und wie es nun stimmt, weiß ich nicht. Es wird ja später noch verstärkt:

Rom 8:13  denn wenn ihr nach dem Fleische lebet, so werdet ihr sterben, wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben

Und klingt das nicht WIEDER gesetzlich??? WIR sollen durch den Geist die Handlungen des Leibes töten. Es steht ja nicht, dass der GEIST die Handlungen des Leibes tötet.  :::3 :::3

Seht ihr, SOLCHE Stellen sind es, die mich zweifeln lassen, was es mit der "Gnade allein" auf sich hat. Deshalb kann ich auch Michael sehr gut verstehen, der mit allen Mitteln versucht, alles richtig zu machen. Ich versuchs auch immer wieder, aber ich kriegs nicht hin und kann mich dann nur noch an den Herrn und Seine Zusagen klammern. Ohne dass ER alles für mich wirkt, habe ich keine Chance.

Liebe Grüße,
Nicole

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #85 am: 25 Oktober 2007, 22:44:13 »
Servus Roland - Bruder  :D  --heard--

ich denke dieses allein-aus-Gnade hat keine andere Opposition als das Gesetz verdient. Aus diesem Konflikt kann es nur dazu führen, und diesen wollte ich vorsätzlich haben, daß wir sehen, daß die Lösung eigentlich nur im Wandel im Geist (Römer 8) liegen kann.

Sicherlich geht ohne Jesus nichts und ohne seine Geist in uns schon gar nicht. Sicherlich gibt es viele Werke des Fleisches zur eigenen Befriedigung (Kol 2,23) aber durch ein falsches Verständnis von Gnade, werden solche Verse gnadenlos mißverstanden. Aus dem Grund will ich lieber das "eigene Tun" und das "werdet!..., seid!..,...) ein wenig in den Vordergrund stellen.

Du kannst aber nicht auf etwas schwammiges verweisen, was Gott vorbereitet haben soll. Und wenn er nichts "vorbereitet" hat, dann hat man Pech gehabt. Das klingt schon recht stark nach einer anderen Form der Prädestination. Das Ding ist doch nicht lange zu warten, sondern selbst in Kraft des Heiligen Geistes, durch die "Kraft" des Blutes des Lammes und auf den Weg der Nachfolge zu begeben. Man darf weder in Römer 3 noch in Römer 6 oder 7 stehen bleiben. Sondern muß nach Römer 8 kommen.

Was meinst Du mit dem "Gesetz Christi" - ich kenne die Formulierung so nicht (Gal 6,2) ?

Lieben Gruß
Michael
« Letzte Änderung: 25 Oktober 2007, 22:55:26 von offenbarung3-16 »

Ted

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #86 am: 26 Oktober 2007, 02:51:17 »
Liebe Nicole!

Endlich mal jemand der ehrlich zugibt, wie es in ihm aussieht. Wie schön, dass Du das tust! Vor dem Herrn Jesus!
Zitat
Dabei stellte ich aber fest, dass, je mehr ich versuchen wollte, alles richtig zu machen, desto weniger klappte es. Das ging so weit, dass ich dann dem Herrn sagen musste (unter Tränen), dass ich wohl zwangsläufig verloren gehen müsse, weil ich es einfach nicht schaffe, so zu sein, wie Er will.

Das ist echte Bekehrung. Umkehr von eigenen Wegen, Stärke, Vermögen - zu dem, der allein der Weg ist, unsere Stärke und unser Reichtum!

Bleib dabei, lass Dir dieses Vertrauen von keinem, wirklich keinem Menschen madig machen. Das ist es doch genau, zu was Gott uns erziehen will: vertrau nicht auf Dich, vertrau allein auf IHN. Du hast es! Behalte es! Freue Dich nun ganz gewaltig im Herrn Jesus Christus! Deine Freude soll nie enden, in Ewigkeit nicht!

Zitat
Wie kann ich einem Menschen das Evangelium bringen, wenn ich selbst nicht einmal weiß, ob ich überhaupt errettet werden kann, ob ich es "schaffe"? Je mehr ich mich anstrenge, desto frustrierter werde ich.
Ganz genau - es wäre Heuchelei, Lüge, den Menschen etwas vorzuspielen. Letztendlich, noch schlimmer, wer würde sich angesichts seiner eigenen Schwachheit von einem "superheiligen Frömmigkeitshelden" einladen lassen können zu Dem, der gerade für die Schwachen, die Sünder gekommen ist! Und weiterhin: Du hast wohl erkannt, dass Du das nicht im Fleisch (Du als Mensch) vollenden kannst, was der Herr Jesus im Geist in Dir begonnen hat. Er, Er, Er wird's vollenden bis auf Seinen Tag (das ist die Entrückung).

Zitat
Man muss sich dann ja auch immer fragen: Wann ist es denn genug? Wer EINER Sünde schuldig wird, hat das ganze Gesetz gebrochen! Ich KANN das ja gar nicht schaffen. Und bis an mein Ende oder bis zur Wiederkunft des Herrn müsste ich zweifeln, ob Er mich annehmen wird.
Ja, so sehe ich das auch! Für mich und für alle anderen. Wer könnte sich da freuen, wirklich von Herzen freuen, wenn er sich noch gar nicht gerettet weiss, sondern vielmehr den "verschärften" Gesetzen verpflichtet ist. Es heisst aber in der Bibel: freuet euch, denn euch ist Heil widerfahren. Der Heiland ist geboren. Der Retter ist da. DER RETTER, der Ertrinkende aus den Fluten der Sünde herausreisst und ihnen nicht etwa nur zuruft "streng dich an, schwimm besser".

Zu deinen Zweifeln:
Zitat
Die Bibel fordert ja tatsächlich auf, AKTIV der Heiligung nachzujagen, unser Heil mit Furcht und Zittern zu wirken usw.
Der direkt darauf folgende Satz in Philipper 2,13 lautet:
Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
Beachte das Bindewort "Denn". Das bedeutet, dass es im direkten Kontext zum vorhergehenden Satz ist. Das ist die Erklärung: Denn Gott ist's...
Also jage der Heiligung nach indem Du fest auf Gottes Wirken hoffst! Verlass Dich auf Seine Zusage. ER WIRKT in Dir das Wollen - und das Vollbringen!

Zitat
Wenn es also wirklich darum geht, dass ich es SELBST irgendwie schaffen muss und dass nicht die Gerechtigkeit des Herrn Jesus auf mich sozusagen "gutgeschrieben" wird, dann wird es wohl so sein, dass es für mich ein böses Ende nimmt. Je mehr ich mich bemühe, desto mehr fällt mir auf, was alles noch nicht stimmt in meinem Leben.
Genau hier zeigt sich das Wirken des Heiligen Geistes: Du erkennst mehr und mehr, dass Du vor Gott nicht bestehen kannst. Damit will Dich der Geist Gottes mehr und mehr in die Abhängikeit von Jesus leiten. Nicht nur die verbale Abhängigkeit, frommes "blabla...", sondern die tief im Herzen verspürte Abhängigkeit. Du begreifst mit Herz und Verstand, dass Du ohne Jesus aufgeschmissen bist.

Und jetzt wieder die Gute Botschaft: ja, Du kannst Dich völlig darauf verlassen, dass Dir die Gerechtigkeit Jesu "gutgeschrieben" wird. Das sagt Paulus an so vielen Stellen, dass ich hier nur eine nennen will:
Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. (2. Korinther 5,21)

Nicole, siehst Du den Unterschied zu mancherlei Stimmen, auch hier in diesem Forum:
Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und trachten, ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten, und sind also der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, nicht untertan. (Römer 10, 3)

Ich sehe, Du hast die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, ergriffen. Halte sie fest. Halte Dich fest an die Gnade, die Gott uns in dem Herrn Jesus erwiesen hat. Lass Dir das Ziel nicht verrücken.

Zitat
Wenn es also KEIN Evangelium der GNADE gibt (ohne des Gesetzes Werke), dann steht für mich zweifelsfrei fest, dass ich verloren gehe, denn ICH schaffe das nicht.
Ja, WENN (!), dann schaffe ich es niemals in den Himmel. Keiner schafft das. Das ist doch der Grund, warum der Sohn Gottes in diese Welt gekommen ist, als CHRISTUS, als der Messias, der gesalbte Gottes, der Knecht Gottes, dem's gelungen ist. Er hat's vollbracht. Er hat für Dich und für mich bezahlt! Am Kreuz! Es ist bezahlt. Unsere Sündenschuld ist beglichen, ein für alle Mal! Wer will hier nochmal bezahlen?

Zitat
Ich kann nur immer wieder zum Herrn Jesus beten, dass ER es für mich schafft und ihn bitten, mich trotzdem anzunehmen.
Nochmal: Er hat es für Dich bereits geschafft. Du kannst jetzt anfangen mit Danken. Das ehrt Ihn. Das freut Ihn, wenn Er sieht, dass Du Sein Geschenk im Glauben (=Vertrauen) in Besitz genommen hast und Ihm deshalb dafür dankst.

Zitat
Naja, trotzdem bin ich noch so ängstlich, Gott nicht zu gefallen, dass mich "gesetzliche" Menschen sehr ins Straucheln bringen, denn ihre Motive sind ja richtig.

Wie bitteschön willst Du nach all dem, was Du in Dir erkannt hast, Gott gefallen? Was ist das "Gott gefallen"? Es gefällt Gott, dass Seinem Sohn alles untertan ist. IHN hat ER zum Heil gesetzt für alle Völker. Auf IHN sollen wir hören. Auf IHN sollen wir schauen. Auf IHN sollen wir vertrauen. ER ist alles in Allem. Wenn Gott Dich, Nicole, anschaut, sieht er Seinen lieben Sohn! Das gefällt Gott. Versuch nicht, aus eigener Kraft, Gott zu gefallen, das klappt nicht. Bleibe in Jesus, dann hat Gott Wohlgefallen! Was heisst "in Jesus zu bleiben"? Das heisst: setze Deine ganze Hoffnung allein auf Ihn! Auf Ihn, der in Dir das gute Werk angefangen hat und der es auch vollenden wird. Auf den, der in Dir beides wirkt: das Wollen und das Vollbringen. Auf den, in dem Du alle Anfechtungen bei weitem überwinden wirst, weil er Dich je und je geliebt hat, schon als Du noch Sünder warst, und Dich aus lauter Güte zu sich gezogen hat. Das ist Gnade. Erstaunliche, unfassbare Gnade. So hast Du, Nicole, nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß Du Dich abermals fürchten müsstest; sondern Du hast einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen Du rufen darfst: Abba, lieber Vater! (nach Römer 8,15)

Lass Dich nicht umtreiben von allerlei Wind der Lehre.  Jesus warnt vor den Wölfen, die sich in die Herde einschleichen, das sind die, die ein falsches Evangelium bringen. Ein falsches Evangelium erkennt man daran, dass die Gnade Christi aus dem Mittelpunkt gedrängt wird (Gnade UND...).

Du kennst sie doch, die Bibelworte, Du hast sie selbst zitiert:
Zitat
Rom 7:24  Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes?
und
Rom 7:25  Ich danke Gott durch Jesum Christum, unseren Herrn!

Was diesen Vers hier angeht...

Rom 8:1  Also ist jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christo Jesu sind.


Was nun? JA, es gibt keine Verdammnis für die, die in Christo Jesus sind! Ja. Amen.

Zitat
Rom 8:13  denn wenn ihr nach dem Fleische lebet, so werdet ihr sterben, wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben

Und klingt das nicht WIEDER gesetzlich??? WIR sollen durch den Geist die Handlungen des Leibes töten. Es steht ja nicht, dass der GEIST die Handlungen des Leibes tötet.   

Seht ihr, SOLCHE Stellen sind es, die mich zweifeln lassen, was es mit der "Gnade allein" auf sich hat.

Kann es sein, dass Paulus sich permanent selbst widerspricht? NEIN. Wäre es so, würde ich meine Bibel wegschmeissen, dann könnte sie nicht Gottes unfehlbares Wort sein. Sie ist es aber.

Was also meint Paulus in Römer 8,13? Das wird klar in den Versen davor:

So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind, die nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes, der da lebendig macht in Christo Jesu, hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war (sintemal es durch das Fleisch geschwächt ward), das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben und verdammte die Sünde im Fleisch, auf daß die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist. (Römer 8,1-4)

Das kann aus dem Zusammenhang heraus gar keine Bedingung sein, die wir erst noch erfüllen müssen, vielmehr ist unser Wandel im Geist die Folge dessen, was Christus bereits für uns (die wir durch das Fleisch geschwächt sind, es uns somit erklärtermassen unmöglich ist) getan hat.

Das bedeutet, dass wir de fakto gar nicht mehr im Fleisch wandeln, sonder im Geist. Denn wir sind faktisch (wenn auch noch nicht sichtbar) mit Christus gekreuzigt, mit ihm gestorben (Römer 6,11), wir sind in der Taufe mit Ihm auferstanden (auch noch nicht sichtbar) und jetzt leben wir in Ihm (auch noch nicht sichtbar). DAHER ist unser Wandel äusserlich (sichtbar) zwar noch im Fleisch, aber dem Wesen nach im Geist. Und dieses "dem Wesen nach" ist schlussendlich das wesentliche. Das was zählt für die Ewigkeit. Es wird dann offenbar (sichtbar) werden, wenn Gott selbst uns dem Bild Seines Sohnes gleichgestaltet hat.

Zitat
Ich versuchs auch immer wieder, aber ich kriegs nicht hin und kann mich dann nur noch an den Herrn und Seine Zusagen klammern. Ohne dass ER alles für mich wirkt, habe ich keine Chance.

Ja, so ist es, Amen!



Nicolino

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #87 am: 26 Oktober 2007, 09:24:40 »
Lieber Ted,

erneut ein von Herzen kommendes DANKE an Dich!  :)

Es ist doch seltsam, dass man nach einigen Jahren des Christseins, in denen man nie an Gottes Gnade zweifelte, so ins Straucheln kommt, weil man bestimmte Bücher liest (ich glaub, bei mir war es hauptsächlich Böhm). Erst durch diese Diskussion hier lerne ich langsam wieder, mich zu freuen und mich GANZ auf Jesus zu verlassen, denn "es IST vollbracht!". ICH kann GOtt nicht gefallen, nicht mal eine Stunde lang. Wahrscheinlich nicht mal fünf Minuten, denn immer ist irgendwas Sündiges an mir und in mir, was ich nicht mal selbst merke, und was ich erst vor dem Richterstuhl Christi erkennen werde.

Deshalb bin ich jetzt schon seit ein paar Tagen wieder richtig am Danken (wie sollte ich vorher von Herzen danken, wenn ich nicht wissen konnte, ob ich letztendlich gerettet werden?!) und kann mich endlich wieder in Jesus freuen.

Danke auch für die Erklärung von Römer 8,13! Ich hatte es so ähnlich vermutet, aber ich verlasse mich ungern auf meine eigene Erkenntnis in Sachen Bibel. Da besteht ja immer die Gefahr, dass man die Bibel durch die eigene Brille sieht und nur das erkennt, was man erkennen will. Stimmt, Paulus KANN sich natürlich nicht widersprechen. Wenn mir das so erscheint, denke ich halt immer, dass ich es noch nicht kapiere und mir irgendwann noch ein Licht aufgehen wird. Aber gerade in der Glaube/Werke-Frage ist Erkenntnis lebenswichtig. ... Ich freue mich jedenfalls sehr, dass Du, Ted, so schreibst, dass ICH es verstehen kann!!! Danke dafür.

Habe heute viel Grund zum Danken!

Liebe Grüße und einen schönen Tag,
Nicole

Sarah

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #88 am: 26 Oktober 2007, 13:03:23 »
Ihr lieben großen und kleinen  --sheep--  --sheep-- aus Jesu Herde und auch Ihr Anderen, die Ihr vielleicht Jesus noch nicht im Herzen habt....

Ich wünsche Euch heute noch einen schönen und gesegneten Nachmittag mit viel Liebe und Freude  :D und Frieden im  --heard--!

Euer  --sheep-- Sarah


....und weiter gehts im Thema...... :D

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #89 am: 26 Oktober 2007, 21:15:46 »
Ein Vers schwirrt noch in meine Kopf diesbezüglich umher: (ein Vers um ihn über das Bett zu hängen)

der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun. Dieses sollst du lehren und mit allem Nachdruck ermahnen und zurechtweisen. Niemand soll dich gering schätzen! Titus 2:14-15

Liebe Grüße
Michael