Autor Thema: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch  (Gelesen 45046 mal)

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nikodemus

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #60 am: 24 Oktober 2007, 20:51:38 »
Mich hat dieser Thread jetzt schon in vielerlei Hinsicht beruhigt und mir auch Antworten gegeben auf meine Ursprungsfrage, welche Werke nun ein MUSS sind, was mir die Errettung nehmen kann, 

Joh 3,16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Joh 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.

Du siehst...der Gläubige HAT das ewige Leben. Wenn ich aber am Ende dafür verantwortlich sein soll, das das gegebene Ewige Leben doch wieder verschwindet, dann wäre es ja nie EWIG gewesen.Daher kann ein Wiedergeborener Christ nicht abfallen.
Aber was ist ewiges Leben überhaupt? Dabei geht es nicht um ewig leben, denn das wird jeder Mensch, der eine in der Hölle der andere halt beim Vater im Himmel. Hier geht es um DAS EWIGE LEBEN. Eine Ewige Existenz bei dem Herrn Jesus. Jetzt schon hier auf Erden, und einmal droben in der Vollkommenheit, wenn wir dann auch von dem sündigen Leib befreit werden.

Man kann das ewige Leben aber nicht mit einem wertvollen Geschenk vergleichen, das wir mit uns herumtragen und auf das wir sorgfältig aufpassen müssen, damit wir es nicht verlieren. Das ewige Leben ist nicht etwas, was unserem Sein hinzugefügt worden ist, sondern es ist eine totale Umkehrung unseres Seins. Was sagt die Heilige Schrift von dem Gläubigen? Sie sagt nicht, dass er das ewige Leben als ein wertvolles Geschenk mit sich herumträgt, sondern dass er "aus dem Tode in das Leben übergegangen" ist.

Bei dem unbekehrten Menschen macht das natürliche Leben seine ganze Existenz aus. Genauso macht bei dem Gläubigen das ewige Leben sein ganzes Wesen aus, eine völlig neue Existenz.

Unser natürliches Leben tragen wir nicht mit uns herum wie ein Paket, das wir verlieren könnten. Es macht unser ganzes Sein auf dieser Erde aus, das durch den leiblichen Tod abgeschlossen wird. So tragen wir auch das ewige Leben nicht als ein Paket mit uns herum.

Die Frage ist also nicht, ob wir das ewige Leben wie ein Geschenk verlieren können, sondern ob es als Folge von Sünde ein Ende haben kann, ob das ewige Leben in uns sterben kann. Das aber wäre ein Widerspruch in sich, denn dann wäre ja ewiges Leben kein ewiges Leben mehr. Es wäre genauso wie das natürliche Leben sterblich und dem Tod unterworfen.

Der Herr Jesus sagt: "Dies ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen" (Joh. 17,3). Ewiges Leben besitzen heißt, Gott und Jesus Christus zu kennen und mit ihm in lebendiger Verbindung zu stehen. Es bedeutet sogar, das Leben zu besitzen, das Christus hat. Ewiges Leben ist Leben aus Gott. Wer ewiges Leben besitzt, hat - so schreibt der Apostel Petrus - Teil an der göttlichen Natur. Kann dieses Leben beendet werden? Kann dieses Leben in uns sterben? Dieses Leben, das den Tod überwunden hat, wie die Auferstehung Christi beweist? Unmöglich. Darum sind alle Schriftstellen, die davon sprechen, dass ein Gläubiger ewiges Leben hat, doch sichere Beweise dafür, dass es ein Abfallen von Heiligen nicht gibt.

im übrigen:

...damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. "
Da steht nicht: ...damit jeder,SOLANGE er an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. "
Vom Tod zum Leben übergetreten, aber man bleibt nur dort SOLANGE MAN GLAUBT? ::)
Völlig dem Evangelium entgegengesetzt, sorry.
Der alte Adam kam am Tag meiner Bekehrung ans Kreuz. Für den gab es keine Vergebung. Wer vermag ihn da wieder runterzuholen?

Soweit dazu
mal zum Nachdenken






AMEN und liebe Grüße
der NIKO
« Letzte Änderung: 24 Oktober 2007, 20:59:18 von nikodemus »

Ted

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #61 am: 24 Oktober 2007, 21:28:37 »
Hallo Michael,

ich weiss, dass Du mich als einen der Gesetzlosen siehst. Vielleicht sogar allen anderen voran. Wie Du bereits an anderer Stelle erklärt hast, wohl vorrangig wegen meiner Musik.

Ich will an dieser Stelle nochmal erklären, dass ich sehr wohl ein Gesetz habe, unter dem ich stehe: das Gesetz Christi. Ich meine hier nicht das Liebesgebot ("Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebt habe,..." Joh 13,34), sondern das Gesetz Christi.

Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen Gebot und Gesetz. Gottes Gebote sind wahrhaft gut und unabdingbar für das Zusammenleben von Menschen. so haben die vielzitierten 10 Gebote allesamt einen Grund: Liebe zu Gott und den Menschen. Die Gebote sind lediglich eine Teilmenge des Gesetzes.

Gottes Gesetz im alten Bund (Thora), das ebenfalls gut ist, geht darüber hinaus, hat aber eine schreckliche Wirkung: wer das Gesetz nicht hält wird den ewigen Tod erleiden. Gott selbst konstatiert, dass es dem Menschen unmöglich ist, sein ganzes Gesetz hundertprozentig zu erfüllen. Durch das Gesetz kann schlichtweg kein Fleisch (also kein Mensch!) gerecht werden.

Der Herr Jesus setzt quasi noch eins drauf (Bergpredigt, wer eine Frau auch nur begehrlich ansieht,...).
Soll das "Gesetz Christi" etwa eine Weiterführung, Verschärfung des mosaischen Gesetzes sein? Absurd. Was wäre jetzt die frohe Botschaft ("Evangelium"), wenn vom Menschen noch viel mehr gefordert wird?

Nein, das Gesetz Christi im neuen Bund hat seine Macht darin, dass der Herr Jesus selbst alle Forderungen Gottes erfüllt hat. Und nun lautet Sein Gesetz: wer Jesus hat, der hat das Leben. Zur Auffrischung: im Alten Bund lautete das so: wer alle meine Worte tut, der soll leben.
Im neuen Bund: Wer Jesus nicht hat, hat das Leben nicht. Im alten Bund: wer nicht alle meine Worte tut, der sei verflucht.

Das Gesetz tötet. Deshalb musste ja unser Heiland am Kreuz sterben (nicht seinetwegen, sondern für uns!). Die Gnade Gottes, die uns in Jesus erschienen ist, macht lebendig. Das ist Christi Gesetz! Ist der Unterschied jetzt klar?

Christi Gesetz ist das umfassende Gesetz: es beinhaltet die Gesetze des alten Bundes, aber, und das ist das entscheidende: es enthält auch denjenigen, der alle diese guten Gesetze nach dem Willen Gottes erfüllt hat. Somit enthält das Gesetz Christi auch die Gnade, durch die es nicht nur den Tod, sondern auch das Leben bringen kann.

Das ist auch der Grund für viele sinngemäss so lautende Sätze im NT:

- wer in Jesus ist, kommt nicht ins Gericht, sondern ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.

- wir sind geheiligt, gerecht und abgewaschen durch das Blut Christi

- so ist Jesus Christus die (einzige) Gerechtigkeit, die vor Gott gilt

Sehr ernste Frage: wer will da jetzt noch seine Werke draufsetzen? Wer meint hier wirklich, dass die Errettung durch das teuere Blut Jesu Christi darüberhinaus auch nur eines einzigen unserer Werke bedarf, um unsere Rettung zu "verifizieren"? Das ist nichts anderes, als das Gesetz Christi mit Füssen zu treten!
Das ist ein Rückfall in die Wirksamkeit des alten Gesetzes, das zwangsläufig den Tod bringt.

Ich stehe unter dem Gesetz Christi. Und da ich Jesus Christus als meinen Herrn und Heiland angenommen habe, im Vertrauen seinen Tod am Kreuz als Opfer für meine Sünde angenommen habe, stehe ich unter der rettenden Wirkung dieses Gesetzes. Ihr, die ihr das vielleicht noch nicht getan habt, Euch alle möchte ich bitten: lasst Euch doch auch durch Jesus Christus mit Gott versöhnen, solange noch Gnadenzeit ist! Die kann vorbei sein bevor ich auf "Schreiben" klicke - wenn Jesus in den nächsten Sekunden wiederkommt, um Seine Gemeinde zu sich hinzurücken. Verlasst Euch nicht auf Eure Stärke, verlasst Euch ausschliesslich auf das einzige Werk, das ausreicht um Sünder zu retten: das Werk des Herrn Jesus am Kreuz von Golgatha!

Nicolino

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #62 am: 24 Oktober 2007, 21:42:52 »
Lieber Ted,

vielen Dank für Deinen wunderbaren Beitrag, der mir Mut, Freude und Gewissheit gibt!!!! (ich war wirklich etwas ins Schleudern geraten durch die Frage der Werke, Früchte usw.) Du bringst das auf den Punkt, was ich früher freudig und vorbehaltlos für mich in Anspruch genommen und dann verlernt habe. Anders kann man auch gar nicht zu Ruhe in Christus kommen und, wie Du schon sagst, wo wäre sonst die FROHE Botschaft?!  Bin Dir wirklich sehr dankbar! :D

Nicole

Ted

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #63 am: 24 Oktober 2007, 21:43:32 »
Achso, noch was vergessen:

den Thread "verwaltungstechnisch" zu schliessen fände ich nicht so gut...

Erfahrungsgemäss würde dieses allzeit heissdiskutierte Thema unter einem anderen Thread weitergeführt werden, und von der Überschrift "Durchs Feuer hindurch" her gesehen passt es hier sogar - ich meine jetzt im Sinne von "verbrennen von Werken im Gericht".
Ja, jegliches Werk, vom Fleisch getrieben, wird im Feuer Gottes verbrennen.
Die Werke, die der Geist Gottes in einem Menschen getan hat, werden nicht verbrennen.
Und vor allen Dingen wird ein Werk nicht verbrennen: das Heilswerk Christi. Wohl dem, der daran Anteil hat.

So sehe ich auch die Stelle 1. Korinther 3, 15:
Alle unsere eigenen Werke des Fleisches, der Selbstgerechtigkeit werden gnadenlos verbrennen. Sie haben bei Gott keinen Wert. Doch die wir in Jesus sind, werden dennoch gerettet.

Durch's Feuer unserer eigenen Werke hindurch.




Sarah

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #64 am: 24 Oktober 2007, 21:48:21 »
Ich wollte den Thread auch nicht verwaltungstechnisch schliessen und unter einem anderen Namen wieder eröffnen - sondern hatte nur Bedenken, dass sich die "Fronten" eher verhärten könnten...... Aber wie ich sehe, ist der allgemeine Wunsch ein Anderer - dann soll es eben so sein.

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #65 am: 24 Oktober 2007, 22:07:19 »
Hatte auch heute Mittag auch schon gedacht und es auf dem Herzen nicht weiter zu machen. Unsere Meinungen sind hier wirklich meilenweit auseinander - das hätte ich vorher so gar nicht eingeschätzt und bin darüber schon traurig. Natürlich kann ich auch nicht jede obskure Meinung so stehen lassen. Da gerade die Gesetzlosigkeit in diesen Tagen stark am wirken ist. Im Grund steht ja wie immer alles in Gottes Wort.

In Bezug auf Glaube/Werke/Gnade/Gesetz würde ich alle Interessenten vorschlagen folgende Briefe zu lesen:

a) Galater-Brief (für die Werke-Allein-Menschen)
b) Jakobus (für Glaube/Gnade-Allein-Menschen)
c) Römer 3-8 (für beide - ich denke der Römerbrief vereint dieses ganze Thema gut)


Achso ja - man darf aber nicht aus eine Luther-Bibel lesen, da da das Wort "gesetzlos" etc in dieser "Bibel" gestrichen wurde. Am besten eine Schlachter 2000 Übersetzung nehmen und die Bibel wie ein Kind lesen.

Wer immer nur einfache Antworten in einem Forum erwartet, macht sich auch nur wieder abhängig von Menschen oder geht nach Mehrheitsmeinungen etc. Im Grund muß man dieses Thema mit dem Herz erfassen, sonst werden daraus nur Fleischeswerke.

Liebe Grüße
Michael

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #66 am: 24 Oktober 2007, 22:21:11 »
Hallo Roland,

auf diesem "Niveau":

Zitat
Ist gar nicht notwendig, Deine Äußerung zu "verdrehen", da jeder lesen kann, dass Du die Gnade GOTTES mit "huren und saufen" gleichsetzt.

werde ich zu dem Thema mich mit Dir nicht weiter unterhalten. Ich denke "jeder" kann auch sehen, wie Du nur um Recht zu bekommen tatsächlich Meinungen vorsätzlich verdrehst.

Du beantwortes meine gestellte Frage:

"Bist Du allen Ernstes der Meinung, daß ein Wiedergeborener Soldat sein kann ?"
mit
Zitat
Selbstverständlich können Soldaten wiedergeborene Christen sein (genauso wie z. B. Polizisten)
Das ist nicht die Antwort zur Frage - zeigt aber trotzdem, daß Du entgegen der klaren Lehre des Herrn Jesus in der Bergpredigt lehrst.
Hier sieht man die verheerende Konsequentz von einem falschen Verständnis der Gnade und des Glaubens. Am Ende wird sogar noch die Bergpredigt über Bord geworfen.
Überhaupt würde ich diese "Allein-aus-Glaube"-Lehre als falsches Evangelium bezeichnen, da es nicht das ist was Jesus gelehrt hatte. Freilich wird man von den Gesetzlosen dafür großen Applaus bekommen, aber der Weg ins Himmelreich war schon immer schmal und dieser Weg ist es wert genau anhand der Bibel gegangen zu werden.

Grüße
Michael

Ted

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #67 am: 24 Oktober 2007, 22:39:30 »
Wow
Zitat
Achso ja - man darf aber nicht aus eine Luther-Bibel lesen, da da das Wort "gesetzlos" etc in dieser "Bibel" gestrichen wurde. Am besten eine Schlachter 2000 Übersetzung nehmen und die Bibel wie ein Kind lesen.

Ich kenne den Ausdruck "Mensch der Gesetzlosigkeit" im NT in dem Zusammenhang: bezogen auf den Antichristen.

"und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, welchen der Herr Jesus durch den Geist seines Mundes aufreiben, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft vernichten wird,..." (2. Thess 2,8)

Du Michael, scheinst hier nun alle mit dem Antichristen über einen Kamm zu scheren.

Was nun den Begriff "der Gesetzlose" anbelangt:
 - Luther 1912 "der Boshafte", Luther 1956 "der Frevler", Elberfelder 1905 "der Gesetzlose". Doch für dieses Wort gibt es nach Strongs keinen Verweis. Es steht demnach im Grundtext nur:
und dann wird geoffenbart werden, welchen der Herr Jesus durch den Geist seines Mundes aufreiben, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft vernichten wird,...

Was soll man hieraus folgern: jeder der Übersetzer hat hier ein Wort eingesetzt, das so im Grundtext gar nicht vorkommt, den Sinn des Satzes aber illustrieren soll. Mehr oder weniger passend, das will ich nicht entscheiden. Nicht die Wortschöpfungen sind wichtig, die können eh von jedem Menschen anders verstanden werden, sondern der Sinn, und zwar im Textzusammenhang und im Gesamtzusammenhang der Bibel.







offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #68 am: 24 Oktober 2007, 22:47:41 »
Servus Ted,

so ist es. Jesus hat das Gesetz nicht aufgehoben und er hat es, wie Du schon erwähnt hast, teilweise verschärft. Vor allem auch was Scheidung/Wiederheirat anbelangt. Und die Lehre in Bezug auf Scheidung des Herrn Jesus ist heute noch so gültig, wie die zehn Gebote etc. Wäre das Gesetz heute ungültig, wäre keine Gesetz vorhanden, wonach die Heiden einmal verurteilt werden. Das Gesetz wurde von Jesus nicht gelöscht - nicht ein Strichlein. (Lukas 16,17)


Die "einfache" Lösung ist Römer 8. Der Wandel im Geist unterliegt eben nicht dem Gesetz. Denn der Wandel im Geist tötet die Werke des Fleisches (Römer 8,13) NUR das Gesetz des Geistes macht uns von dem geforderten Gesetz, welches nach wie vor heilig,gut und gerecht ist (Römer 7,12) frei! Somit unterliegt auch jeder, der nicht gemäß dem Geist wandelt weiterhin dem Gesetz und ist seiner Erfüllung schuldig.

Und wer gemäß dem Fleisch lebt, wird sterben - Wiedergeboren oder nicht. (Römer 8,13) Somit ist es klar, daß unser Wandel der im Heiligen Geist sein muß, da die andere Option das Gesetz zu erfüllen unmöglich ist. Und dies alles ist erst möglich geworden, weil wir heute der Tempel des Heiligen Geistes sind (1. Kor 3,16) Allein aus dieser Kraft, welche in uns wohnt können wir das Fleisch überwinden. (Römer 8,4)

ebenso im Galater:

Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, so dass ihr nicht das tut, was ihr wollt. Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. Lasst uns nicht nach leerem Ruhm streben, einander nicht herausfordern noch einander beneiden! Gal 5,17-26

Trotzdem braucht es immer noch aktives Handeln und sein Fleisch auch zu kreuzigen.  Und ganz oben sollte eben der Wandel im Geist stehen, dann hat man auch wenig Probleme mit dem Gesetz und dem Fleisch.

Grüße
Michael

Ted

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #69 am: 25 Oktober 2007, 00:37:31 »
Da habe ich dann nur noch eines zu sagen:

Ich elender Mensch! wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes? (Römer 7,24)

Sarah

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #70 am: 25 Oktober 2007, 08:41:50 »
Ich glaube man sollte der Reihe nach anfangen. Also nicht primär fragen, ist TV ok oder nicht oder was "darf" ich als Christ oder was muss ich lassen.

Zuerst geht es doch um die Frage: Unterstelle ich mein Leben und alle Bereiche meines Lebens zu 100% Jesus? Oder behalte ich mir vor, noch ein paar Prozent zu unterschlagen, über die ich selbst bestimmen möchte? Darum geht es doch. Mache ich ganze Sache oder nur halbe Sache mit Jesus?

Das führt uns dann zum nächsten Punkt. Nämlich dem Wandel im Geist

Also wenn ich nun mein Leben zu 100% IHM übergebe und IHN herrschen lasse in allen Lebensbereichen, wenn ich wirklich bereit bin, für Jesus alles aufzugeben - ALLES! Dann bin ich davon überzeugt, dass ich gar kein Interesse mehr an solchen Dinge wie TV und dergleichen habe. Dann wandle ich im Geist, weil ich gar nicht anders kann und will.

Denn diejenigen, die gemäß [der Wesenart] des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht; diejenigen aber, die gemäß [der Wesenart] des Geistes sind, [trachten] nach dem, was dem Geist entspricht. (Römer 8,5)

Ganz praktisch. Bei mir war es so, dass ich vor einiger Zeit an den Punkt gekommen bin oder vor der Frage war, wirklich ganze Sache mit Jesus zu machen. Ich merkte, dass ich mit einem "bißchen Jesus" und einem lauen Weg keinen Schritt weiter komme und teilweise auf beiden Seiten hinkte. Das war mir selbst zuwider und ich fing ganz neu an, ALLES in meinem Leben in Frage zu stellen und IHM hinzugeben. Ich suchte Jesus intensiv - in Gottes Wort und fand Antworten und merkte, wie Jesus in mein Leben hineinsprach in verschiedene Bereiche. Plötzlich wurde mir u.a. klar, dass ich mich mit dem Fernsehen im Grunde "beschmutzte" (so harmlos die Tierfilmchen auch sind - aber sie kosten auch Zeit!) und dass dieses TV-gucken mich davon abhält, z.B. die Zeit zu nutzen, in der Bibel zu lesen oder zu beten oder für einen Bruder oder Schwester da zu sein (Zeit zu haben). Ich erkannte es für mich, dass es nicht gut ist und so auch andere Dinge. Also schaue ich seitdem kein Fernsehen mehr - obwohl er noch dasteht. Und ich habe aber auch nicht das geringste Bedürfnis fernseh zu schauen. Also es tut mir nicht weh oder ich muss mich nicht dazu zwingen es nicht zu tun. Von meinem Naturell bin ich alles andere als gesetzlich und ich würde mir auch niemals von Menschen ein Gewissen machen lassen - aber von Jesus schon, denn nur IHM bin ich verantwortlich.

Andererseits verurteile ich Menschen nicht, die TV sehen oder dies und jenes tun. Ich bin für mich und meine Erkenntnis, die Jesus mir schenkt verantwortlich. Aber jeder sollte sich dennoch prüfen, ob er wirklich ganze Sache mit Jesus macht. Das ist die wichtigste Frage. Der Rest ergibt sich aus der ehrlichen Beantwortung dieser Frage.

Dagmar

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #71 am: 25 Oktober 2007, 09:24:46 »
Hallo Sarah,

Du hast mal wieder Recht. Bei mir ist es auch so. Gewisse Dinge brauche ich auch einfach nicht mehr. Wenn ich aber z.B. bedenke, dass ich z.B. bis „vor kurzem“ noch Weihnachten gefeiert habe (wenn ich es auch nie mochte) oder bestimmte Bücher gelesen habe….dann kann ich gar nicht so stolz sein auf meine „Werke“. Trotzdem bin ich froh, dass ich gewisse Dinge nun los bin und die mich nicht mehr gefangen nehmen. Das ist nämlich Freiheit. Oft habe ich eigentlich erst hinterher gemerkt, dass ich vorher gebunden war.

Am meisten beeindruckt war ich immer von Menschen, die schlicht und einfach, ohne anzugeben „Gebote“ gehalten haben, weil sie Jesus lieben.  Ich bin z.B. mal einem Mann begegnet, der seinen Lebensunterhalt damit verdiente, TV Geräte zu reparieren. Plötzlich hatte er dann die Erkenntnis, dass er das nicht mehr machen sollte. Er sagte einfach, er könne es nicht mehr verantworten mit dafür verantwortlich zu sein, dass Leute sich Sünde ansehen.  Das hatte mich tief beeindruckt und beschämt.

Liebe Grüße
Dagmar

Sarah

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #72 am: 25 Oktober 2007, 09:39:50 »
Danke liebe Dagmar  :)

Du hast recht mit der Freiheit.

Freiheit bedeutet nicht, frei zu sein alles zu tun (wie die Welt tut oder wonach das Fleisch verlangt)

sondern

Freiheit bedeutet, nicht mehr gebunden zu sein an den Dingen die die Welt dem Fleisch so bietet zur Befriedigung desselben.

Wenn Jesus unser ein und alles ist, dann sind wir wahrlich frei und nur an einer einzigen Sache gebunden - nämlich an IHN. Dann hängen wir an IHM.

Liebe und freie Grüße von Sarah

Sarah

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #73 am: 25 Oktober 2007, 10:13:56 »
Zeitsprung.....wir schreiben das Jahr ca. 60 nach Christus...

Paulus sitzt gemütlich mit Timotheus so gegen 18.00 Uhr beim Abendessen bei einem Bierchen und der anschließenden Verdauungszigarette und erzählt Timotheus wie es war, als er mit Silas im Gefängnis sass....Dann fragt Paulus: "Mensch Timotheus, hättest Du Lust heute abend noch einwenig zu evangelisieren? Ich bin grad in Stimmung und glaub das könnte was werden heute." Timotheus antwortet: "Klar - super Idee, können wir machen. Aber ich hab nur bis 20.00 Uhr Zeit, denn heute kommt die neue Folge vom Traumschiff und davor noch die Tagesschau...aber kein Thema...in zwei Stunden schaffen wir das locker...."

Diese kleine nicht ganz ernst gemeinte Geschichte ist mir in den Sinn gekommen als ich so über die Thematik "was macht man als Christ oder was macht man nicht" nachgedacht habe. Würde Jesus heute fernsehen oder Paulus?

Gott sei dank mussten sich Paulus' und die Apostel damals noch keine Gedanken über solche Dinge wie TV und Co. machen....


Elishua

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #74 am: 25 Oktober 2007, 12:37:02 »
Shalom ihr Lieben,

man meint wenn man die Bibel liest, dann kennt man sie, das geschriebene SEIN Wort, daß was ja ER ist! Kennt man sie wirklich, die Bibel sein Wort. Es geht um die einzelnen Wörter auch wirklich zu verstehen, was steckt dahinter, was ist gemeint.

Wie z. B.
was ist Sünde
Was ist Gnade
Was ist Gesetz
Was sind Werke usw. usw.

Man wirft ein Wort in einen Topf, Deckel drauf. Fertig. Wort ist Wort!
Mir hat Vater gezeigt, das diese eben nicht so ist!

Bleiben wir mal bei dem Wort Sünde:

Ist  TV Sünde?
Ist PC Sünde?
Ist Telefon Sünde?
Ist Autofahren Sünde?
Ist eine Reise machen Sünde?
Man könnte noch so vieles auflisten!

In der Zeit Jeshuas und auch im Alten Bund, auch während der Zeit wo die Bibeln geschrieben wurden gab es keine Technik wie TV, PC, Auto auch die Mode hat sich bzw. wechselt laufend usw. Dies hat sich und wird sich immer weiter entwickeln.

Es gab aber damals wie heute, Hurerei, Mord, Lug und Betrug, Trinkgelage , Festlichkeiten usw.usw.

Was würde in der Bibel stehen, wenn es damals TV. PC und dergleichen bereits gegeben hätte :::3 :::3 und wie man damit umgehen müsste. :::3

Es gibt, leider immer noch so viele "Christen" die stehen am Pfahl, sehen wie unser geliebter Jeshua Tod dort hängt, haben die Bibel in der Hand und suchen nun, bleiben wir mal beim TV in der Bibel Bibelstellen, wo was mit Sünde, Gesetzlosigkeit usw. steht. Da nun der TV nicht in der Bibel steht ist dies automatisch Sünde!

Jeshua ist sehr lebendig, in uns in seinen Tempel. Darum kann man mit IHM über alles reden, IHN alles fragen! Denn nur von IHM bekomme ich die WAHRHEIT und nicht von Menschen!!

Ich rede mit Jeshua ganz normal, frage IHN dies und das und bekomme auch Antworten!

z.B. frage ich IHN: Wenn du jetzt in dieser Zeit leben würdest, was würdest du für ein Auto fahren, was würdest du für einen Beruf erwählen, wie würdest du wohnen, essen, anziehen usw.
Oder fragen, wie siehst du das mit dem TV, darf ich es, oder wie viele sagen, ist dies Sünde!

Seine Antwort betreffend TV: Ich habe nichts dagegen, wenn man TV sieht, es kommt darauf wie man damit umgeht. Siehe, sagte ER es gibt Menschen die sehen viel TV und haben dennoch mehr Erkenntnis über SEIN Wort und haben eine ganz tiefe Beziehung zu IHM. Dann gibt es wieder Menschen die sehen nicht TV und haben wenig oder keine Erkenntnis und haben eine tote Beziehung zu IHM - nämlich keine. Sie beißen sich an der Theorie fest!

Wie viele Autoren gibt es, die Bücher schreiben! Man kauft sich ein Buch von diesem Autor und ist begeistert was dieser so alles schreibt. Man liest und liest, macht sich Makierungen hm, dies ist so wahr, so interressant, dies muss man öfters lesen. Nun, man kennt den Namen des Autors, weiß vielleicht wo dieser wohnt, eine TelefonNr. ist da - aber kennt man den Autor nun wirklich, weiß man was dieser wirklich in seinem Buch ausdrücken möchte, weil dies oder das nicht zu verstehen ist. Nun, gibt es Menschen, die sagen, ich möchte nun mehr wissen, ich nehme Verbindung mit dem Autor auf und frage ihn einfach, du wie ist dies und das zu verstehen. Oder rennt man dann zu einem anderen, der dies auch gelesen hat und der gefragte hat nun über dies und das eine andere Erkenntnis oder Verständnis oder Sichtweise. Dann kommt soviel durcheinander, wie z.B. der eine sagt dies ist Sünde, dies  ist es nicht, z.B. TV! Also warum nicht gleich zum Autor selbst!

Was ist nun ein Wort? Nun, Worte gibt es viele. Nur was sagt dieses und jenes Wort aus:

Nehmen wir mal das Wort "Auto": Auto kennt ja jeder. Nun, gibt es ein Auto, oder doch mehr? Besteht ein Auto nur aus sichtbaren Blech und 4 Rädern?

Ich denke auch, was vielen Problem ist, ist die Angst, nicht geheiligt zu sein, wenn ich nicht die Werke tue, keine Sünde tue und dies aus sich selbst tut, und nicht merken, daß sie es selbst sind und tun.

Sicher muss man was tun. Seine Gemeinschaft suchen, IHN kennenzulernen, IHM Gehorsam sein, dies kann anstrengend und Zeitintensiv sein.

Es nützt nichts, wenn ich mich täglich z.b. zur gleichen Zeit 20 min. oder mehr oder weniger mich brav auf die Couch, Bett etc. hinsetze und bete. Man kann dann vielleicht nicht mehr sitzen, weil man müde wird, weil was weh tut und strenge mich an, nein bleibe nun so sitzen....

Oder meinst du, daß unser Vater damit zufrieden ist, wenn du selbst die Zeit bestimmst, so ich habe nun gebetet, habe mich bedankt und in seinem Wort gelesen. Alles schön und gut!

Wie wäre es denn, wenn wir uns fallen lassen, z. B. lege oder setze mich ganz gemütlich hin. Bleibe liegen oder sitzen, dies kann Stunden dauern, einfach die Stille geniesen, dann wenn ER sieht, da ist jemand, der sich mir hingibt und mich machen lässt. Und ER sieht, hm, da muss noch etliches bereingt werden und fängt an, hier und da zu säubern. Und dies kann ER nur wenn wir uns hingeben, in der Stille, wie wärs mal das Telefon auszuschalten, keine PC, TV anmachen und sagen, Papa ich habe Hunger und Durst nach dir! Auch mal kein Bibellesen, sondern die Ruhe, die Stille. Dann lernt man auch ihn zu hören und dieser Zeit schenkt ER Erkenntnis wenn Er will.

Wenn man ein kleines Kind waschen will und dies läuft immer wieder weg, kann es nicht gereinigt werden. Und je öfter dieses Kind wegläuft um so länger dauerd es bis es gereinigt ist!

Da wir ja Glieder in seinem Leib sein sollen und ER unser Haupt (Glied) wünscht ER sich Glieder, die ER benützen kann bzw. die sich benützen lassen um die ganze Wahrheit zu mitteilen, damit diese dies weitergeben. Nun wie viele mag ER möglicherweise schon gerufen haben und haben aber nicht gehört. Dann sucht ER eben solange, bis ER diesen gefunden hat.

Angenommen, jeder von uns schreibt,einer über die Sünde, einer über die Werke, einer über Gesetz usw. ein Buch, das ER demjenigen offenbart hat. Dann setzt man sich zusammen, jeder mit seinen Offenbarungen und sind eins mit IHM. Dann freut man sich, SEIN WORT noch besser und tiefer zu begreifen. Und das macht frei!
Jeshua hat mehr gesagt und getan, daß die Welt an Büchern nicht fassen kann.

Viele sind berufen, nur wenige sind auserwählt!

Und nochmal, Heiligung kann man nur erlangen durch IHN. Nicht von sich selber. Außer man geht zum Pabst und bittet, machst du mich Heilig!