Autor Thema: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch  (Gelesen 45109 mal)

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linux

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #90 am: 27 Oktober 2007, 11:01:43 »
Hallo,
danke für den Thread. Diese Thematik beschäftigt mich immer wieder.
Ich sehe es ähnlich wie Michael. Glaube und das Tun gehören zusammen.
(Röm 3:28 wurde von Prof. Luther falsch übersetzt.)

Meine Schwierigkeit besteht darin, die Grenze zu finden zwischen den Dingen, die zur Sünde führen, und denen, die neutral (d.h. zum Lebensunterhalt dienen, zur Erholung, für soziale Bedürfnisse ...) sind.

Christsein und Soldatenberuf halte ich für höchst inkompatibel. Auch das Arbeiten in der Rüstungsindustrie. Ich könnte mir nie vorstellen, auf Pappkartons zu schiessen, um für das Schiessen auf Menschen trainiert zu werden.
Auch der Polizist kann irgendwann Christen abführen müssen, falls sie als Sekte eingestuft werden. Ausserdem muss ja sowohl der Polizist und der Soldat schwören, oder irgendetwas geloben. Und der letzte Punkt steht ja ganz klar und deutlich an 2 Stellen im NT, ich kann es absolut nicht verstehen, dass man sowas übersehen kann.

Aber beim Briefträger? hm...
Der Briefträger trägt ja nicht vorrangig Pornokram aus, es handelt sich um einen Transport von Informationsträgern. Und das kann für gute und schlechte Zwecke benutzt werden. Aber hat er die Verantwortung, wenn jemand diesen Transportdienst für einen schlechten Zweck missbraucht?
Glaube ich nicht.

Fernseher habe ich nicht, Internet schon (beruflich notwendig).
Aber mit dem Internet zahle ich GxxExxZ und damit bezahle und fördere ich den Schmutz, der übers Fernsehen übertragen wird. Auch schon vor der GxxExxZ-Pflicht für Computer/Internet habe ich durch den Provider den Schweinekram des Internet gefördert.
Die Grenze zwischen TV und Internet halte ich für sehr hauchdünn.

Gruß, Jürgen
« Letzte Änderung: 27 Oktober 2007, 16:31:38 von linux »

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #91 am: 27 Oktober 2007, 12:12:39 »
Hallo Jürgen,

dachte schon ich wäre hier allein  :)

Das mit den G€Z-Gebühr€n ist mir auch noch gekommen. Das G€Z Gebühren für gewerbliche Kunden für das Internet erhoben werden halte ich für nicht korrekt. Ich würde das nicht bezahlen. Nicht alles, was sich der deutsche Staat an Gebühren ersinnt ist richtig (klar er schreibt sich das "Recht" wie er es gerade braucht). Im Fall der GEZ würde ich Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Stimmt - das mit dem Schwören ist auch richtig. Ich denke es ist ggf auch eine Schutzfunktion für Christen, daß sie nicht manche "staatliche" Berufe ergreifen, in denen sie ständig in Sünde sein müssen. Meines Wissens muß man doch als staatlicher Lehrer auch schwören ?

Liebe Grüße
Michael
« Letzte Änderung: 27 Oktober 2007, 22:15:15 von offenbarung3-16 »

linux

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #92 am: 27 Oktober 2007, 13:53:32 »
Hallo Michael,
Natürlich muss ein Lehrer wie jeder Beamte schwören. Es ist auch möglich, anstatt eines Schwures irgendetwas anderes abzulegen (glaube ich), aber das ist auch mehr als ein "Ja Ja" / "Nein Nein".
Und das, auf was man schwören oder geloben muss, ist die Verfassung.
Lehrer haben es ja besonders schlimm, die müssen den Kindern Lügen beibringen, z.B. Evolution. Wie man das mit christlicher Nachfolge vereinen kann, ist für mich ein Geheimnis.

Ob man G-E-Z bezahlt, ist ja auch ein heikles Thema.
Manche behaupten, man solle auch Steuern hinterziehen, da dann der Staat weniger Schaden (z.B. Krieg, Forschung) anrichten kann, auch mit dem Gedanken, Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Das Bezahlen der G-E-Z ist nicht so eine gewichte Entscheidung für mich, das sind nur 5 EUR pro Monat.
Im Prinzip kann man die Bibelstellen "Gott mehr gehorchen als den Menschen" (Apg 28) und "untertan der Obrigkeit" (Röm 13) gegeneinander ausspielen, da die Obrigkeit i.A. nicht Gottes Willen anordnet.
Vielleicht eine weitere schwierige Bibelstelle und neuer Thread?

Gruß, Jürgen
« Letzte Änderung: 27 Oktober 2007, 16:27:41 von linux »

Elishua

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #93 am: 27 Oktober 2007, 14:23:01 »
Es heißt aber auch:

Lk 20, 24 Zeigt mir einen Denar! Wessen Bild und Aufschrift hat er? Sie aber antworteten und sprachen: Des Kaisers.

Lk 20, 25 Er aber sprach zu ihnen: Gebt daher dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!

Wie seht ihr das?

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #94 am: 27 Oktober 2007, 14:25:47 »
Hi Elishua,

ja - über die Höhe sagt der Vers ja nichts aus  :o Evtl ist dem Kaiser ja auch gar nichts ?


Grüße
Michael

Elishua

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #95 am: 27 Oktober 2007, 14:43:53 »
Ich denke doch!

Steuern z.B.

Wenn der Staat (Kaiser) Steuern verlangt ( ich mache es Zähneknirschend)   dann muss ich es wohl tun, sonst würde ich Steuerhinterziehung betreiben, und dies wäre als "Christ" nicht gut in den Augen des Vaters!

z. B. auch wenn man ein Auto fährt, muss ich wohl oder übel Steuern zahlen! Ansonsten kommt der "böse Eintreibermann" entweder Geld oder Auto!!

Indem Moment habe ich mich dem Staat unterzuordnen! Wenn man z.B. ein Auto fährt bzw. sogar angewiesen ist! Oder ich verzichte auf das Auto, dann keine Steuer!

Gib den Kaiser was des Kaisers ist!

Das hat mit der Höhe schon zu tun. Man kann dem Staat 1 € oder Millionen schuldig sein!

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #96 am: 27 Oktober 2007, 15:02:43 »
Hallo Elishua,

viele denke immer recht primitiv. Sie nehmen Römer 13 und Punkt. Römer 13 sagt aber nichts aus, daß wir wegen einem Staat sündigen sollen. Sicherlich würde die Erde ohne Obrigkeiten völlig kollabieren, aus dem Grund hat sie Gott auch geschaffen, damit die Ordnung halbwegs gewahrt bleibt. Diese ist natürlich auch zum Schutz für Christen. Sonst würde der Mob uns schon längst am nächsten Baum aufgehängt haben. Bzw militante Ideologen wie die Linken, Rechten, Moslems etc würden durch Gewalt ihren Unsinn durchzusetzen versuchen.

Es gibt aber eine Grenze, da muß ein Christ dem Staat ungehorsam werden. In der gegenwärtigen Lage der Bundesrepublik Deutschland sehe ich das nun nicht unbedingt. Ggf bei der Zwangsbeschulung und Gehirnwäsche durch staatliche Schulen - da steckt der deutsche Staat schon mal die Kinder in andere Familien/Psychiatrien oder Heime und sperrt die Eltern ein - ja wirklich wahr.

Das 3. Reich ist das beste Beispiel einer blinden Staatshörigkeit wo viele "Christen" die Gefahren nicht erkannt haben - auch die ach so bibeltreuen Brüdergemeinden nicht.

Ein wenig mehr Weitblick kann bei dem Thema also nicht schaden :-)

Liebe Grüße
Michael

Ted

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #97 am: 27 Oktober 2007, 15:10:26 »
Hallo Jürgen, Hallo Michael,

Zitat
Das Bezahlen der G//E//Z ist nicht so eine gewichte Entscheidung fr mich, das sind nur 5 EUR pro Monat.
Wie denn, geht's nun um's Geld oder um die Sache?

Wie auch immer.

Vorab ein wichtiger Hinweis: Vorsicht mit der Ausdrucksweise bezüglich G//E//Z in Foren! Vermeidet am besten alle "landläufig" gebrauchten Begriffe mit diesem Kürzel (ändert eure bisherigen Beiträge!), es drohen Abmahnungen, siehe:
http://www.akademie.de/private-finanzen/gez-und-rundfunkgebuehren/tipps/gez_gebuehren/gez-abmahnung.html

Die Sache mit Gebühren für internetfähige PCs ist im Rundfunkgebührenstaatsvertrag (§5 Punkt (3)) geregelt. Den Wortlaut möchte ich hier nicht im Einzelnen wiedergeben, um eine mögliche Abmahnung zu vermeiden. Stichwort "Grundstückregelung". Siehe hierzu den Abmahnungstext der G//E//Z sowie den Volltext des Rundfunkgebührenstaatsvertrag unter:
http://www.akademie.de/private-finanzen/gez-und-rundfunkgebuehren/tipps/gez_gebuehren/gez-abmahnung-verbot-rechtsmeinung-pc-gebuehrenbefreiung.html?page=2

Ob aufgrund der Anwendung des RGebStV §5 die Gebühr fällig ist, kann nun jeder seinen Gegebenheiten entsprechend überdenken und so ggf. die Gebühr für internetfähige PCs auf legale Weise sparen. Im Rahmen des Gesetzes, ohne den paulinischen Lehrsatz zu ignorieren: der Obrigkeit untertan zu sein.

Gar weiterzugehen und Steuern zu verweigern widerspricht sogar dem Lehrsatz Jesu, ich denke ihr kennt den zu gut, nicht wahr. Wenn Jesus sagt, dass die Juden den Römern Steuer zahlen, und damit ihre eigene korrupte, waffengewaltige Besatzungsmacht finanzieren sollen, dann ist das eine sehr deutliche Aussage.

« Letzte Änderung: 27 Oktober 2007, 15:12:29 von Ted »

Elishua

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #98 am: 27 Oktober 2007, 15:39:33 »


was würdet ihr tun, wenn ihr Monate- Jahrelang, Arbeitslos seit und Hartz VI bekommt und dann kommt der liebe Staat und hat einen Arbeitsplatz für euch, z.b. Rüstungsindustrie und sagt: Endweder ihr nehmt an, oder kein Hartz VI mehr!

Was dann? Möchte nicht wissen, wieviele "Christen" es gibt, die in einer solchen Situation sind!


nikodemus

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #99 am: 27 Oktober 2007, 15:55:13 »
Ich arbeite schon seit zig Jahren hauptberuflich als Kellner in Gaststätten, wo ich auch Menschen Alkohol ausschenken muß....Wo sind die Gesetzeskeulen?  ;D

Aber um ehrlich zu sein...Rüstungsindustrie ist schon heftig. Glaube, da sollte nun wirklich kein Christ arbeiten.

 --heard-- --sheep--

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #100 am: 27 Oktober 2007, 16:15:19 »
Ja Elishua das ist doch recht realistisch - so sieht dann die Realität aus. Ich denke man sollte in jedem Fall dafür beten, daß Gott einem hilft und das rechte sucht. Die Ämter kennen keine Gnade - wer eine Arbeit ablehnt, dem werden die Leistungen gekürtzt und/oder gestrichen - naja mal warten bis man noch zur leiblichen Prostitution gezwungen wird. Ist ja alles nur eine Frage der gesellschaftlichen Akzeptanz.


linux

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #101 am: 27 Oktober 2007, 16:20:20 »
@nikodemus
Wenn Du in Deinem Lokal einen Bekannten siehst, dem ein Schicksal ereilt hat, und sich dann in Alkohol ertrinkt: Was tust Du, weiter ausschenken, oder versuchen mit ihm an die Ursache des Problems zu gehen?
Für solche Fragen brauche ich keine Gesetzeskeule.
Aber ich glaube, dass die Gesetze gut sind, wie eine Bedienungsanleitung für das eigen Leben und das miteinander leben.
Ich sehe sie nicht als Keulen, mit welchen Gott uns ärgern will.
Vielleicht ist das der Grund, warum so viele die Werke und damit die Gesetze/Gebote nicht haben wollen: Sie sehen keinen Sinn dahinter, nur eine Disziplinarmaßnahme Gottes!?

@Elishua, Endweder ihr nehmt an, oder kein Hartz VI mehr!
Es gibt schwere Entscheidungen, zugegeben.

Jürgen

Elishua

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #102 am: 27 Oktober 2007, 16:27:11 »
Rüstungsindustrie war nur ein Beispiel, mir viel gerade nichts besseres ein!

Mann kann auch als Buchhalter wo Arbeiten, und wo verlangt wird, Gelder hin- und herzuschieben, mal Bilanzen fälschen oder schätzen und mit den  gefälschten und geschätzen Bilanzen die Kunden zu gewinnen!

Selbt erlebt! Nicht ich selbst als Buchhalter, sondern von einem christlichen Kollegen der kündigte,weil es dies mit seinem Gewissen nicht vereinbaren konnte!

nikodemus

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #103 am: 27 Oktober 2007, 16:35:15 »
@nikodemus
Wenn Du in Deinem Lokal einen Bekannten siehst, dem ein Schicksal ereilt hat, und sich dann in Alkohol ertrinkt: Was tust Du, weiter ausschenken, oder versuchen mit ihm an die Ursache des Problems zu gehen?
 
Jürgen

Menschen die ständig viel Alkohol trinken, dass sie sich damit berauschen, flüchten letztendlich vor ihren Schicksalsschlägen, sind auch starke Konfliktweicher.

Mir ist oft die Möglichkeit gegeben auch mit solchen Menschen zu reden, erstmal darauf hinzuweisen das Alkoholmissbrauch körperlich und seelisch schadet, und zweitens, dass es immer ein Lösung gibt...nämlich den Herrn Jesus. Wenn sie aber dann immer noch nicht "hören" wollen, müssen SIE ja letztendlich den Mißbrauch verantworten.

Was ist dann deiner Meinung nach mit Geschwistern, die in Geschäften als Kassierer/inen arbeiten, dort wo man auch zig Flaschen Alkohol und sogar Nikotin kaufen kann ?

LG
der Niko
« Letzte Änderung: 27 Oktober 2007, 16:39:10 von nikodemus »

linux

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #104 am: 27 Oktober 2007, 16:57:11 »
Hallo Niko,
das mit den Kassierer, die Zigaretten und Alkohol verkaufen müssen, ...
ich weiß es nicht.
Meine Schwester hat ihre Stelle als PTA (Pharmazeutisch Technische Assistentin) aufgegeben, da sie nicht mehr den jungen Mädchen die Pille verkaufen wollte und für Verhütung sprechen wollte, da dies die Unzucht fördert.
(Aber sie hat einen Mann und ist finanziell gesichert.)

Ich selbst trinke Alkohol in kleinen Mengen (nicht regelmäßig) und manche Kassierer verkaufen mir diesen.

Gruß, Jürgen