Autor Thema: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch  (Gelesen 44656 mal)

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Nicolino

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Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #15 am: 20 Oktober 2007, 13:44:13 »
Hallo Sarah, Michael, Roland!

Danke schonmal für eure Ausführungen!!! :) Sehe schon etwas klarer jetzt.

Habe gerade nur kurz Zeit, daher noch schnell eine Frage zum letzten Posting von Roland:

Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tod, soll er bitten, und er wird ihm das Leben geben, denen, die nicht zum Tod sündigen. Es gibt Sünde zum Tod, nicht im Hinblick auf sie sage ich, dass er bitten solle. (1. Johannes 5,16)

Was ist diese Sünde zum Tod??? Ich dachte, es sei nur die Lästerung des Heiligen Geistes, die als einzige Sünde nicht vergeben werden kann. Was sonst ist noch "Sünde zum Tod"?


LG,
Nicole

nikodemus

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #16 am: 20 Oktober 2007, 13:54:35 »
 Lieber Michael

trennt mich denn letztendlich nicht JEDE SÜNDE von Gott?

Wenn ich in meinem ungehorsamen Wandel im moment keine Einsicht habe, z.b. ich lebe gerade in Ehebruch, und das ist ja auch Sünde, und jetzt würde ich sterben oder die Entrückung findet statt, müßte ich doch demnach als Wiedergeborener verloren gehen, weil ja schliesslich JEDE SÜNDE von Gott trennt, wenn keine Buße meinerseits vorhanden war.

Bin ich demnach nicht schon ein Abgefallener? Obwohl ich noch weiterhin an das Opfer Christi glaube, und trotz das ich im moment meiner Schwachheit nicht bereit bin mich von Ehebruch zu lösen, und einfach auf die Gnade des Herrn Jesus hoffe? Weil er ja auch für diese Sünde starb?

Könnte man anstatt das Wort "Ehebruch" auch ständiger "Schwarzarbeiter"  oder auch "in momentan lebender Lüge" oder "Schwarzfahrer" oder auch "Autoraser" wenn auch nur 80km/h anstatt 70km/h einsetzen? Wäre das Ergebnis nicht das Gleiche? Nämlich Sünde? Und ist es nicht so, dass mich JEDE SÜNDE von Gott trennt?

Wenn man dann demnach in diesem Abfall, also der bewußten Sünde lebt, sogar von mir aus auch keine Versammlungen mehr sonntäglich besucht, gilt dann dieser Vers auch für solche:

Zitat
Hebräer 4, 4 Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen Geist und geschmeckt haben 5 das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt 6 und dann doch abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen.

Und die die plötzlich bewußt überhaupt nicht mehr an das Opfer glauben, und dann irgendwann später doch wieder? Gilt aber dann auch dieser Vers?

Wenn nicht. Spricht die Bibel davon, dass man zweimal oder öfter wiedregbeoren werden kann, also immer wieder nach einem Abfall?

Fragende und bedenkliche Grüße
der Niko


Nicolino

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #17 am: 20 Oktober 2007, 14:00:52 »
Lieber Niko,

ich schließe mich Deinen Fragen 100%ig an. Genau diese hab ich mir auch alle gestellt.

Bin gespannt auf die Antworten!

Nicole

nikodemus

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #18 am: 20 Oktober 2007, 14:08:12 »
 
Zitat
Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tod, soll er bitten, und er wird ihm das Leben geben, denen, die nicht zum Tod sündigen. Es gibt Sünde zum Tod, nicht im Hinblick auf sie sage ich, dass er bitten solle. (1. Johannes 5,16)

Ist ein Abfall schon eine Sünde zum Tod? Kann diese dann also wirklich nicht mehr vergeben werden?

Ist es sogar DIE SÜNDE zum Tod ? DIE SÜNDE die in Mk 3,29 steht? :
Zitat
wer aber den Heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig.

Wenn nicht, wäre doch auch Abfall wieder vergebbar, denn ALLE SÜNDE wird bei aufrichtiger Buße vergeben außer DIE SÜNDE ZUM TOD und somit würde sich doch Hebräer 6 in wohlwollen auflösen, oder ?

Hoffe meine Fragen kamne gut rüber ?   :)

LG
der Niko

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #19 am: 20 Oktober 2007, 17:08:51 »
Hallo Roland,

ich würde das "allein durch den Glauben" nicht so locker sehen. Das Wort "allein" in Römer 3,28 gibt es ja nur in der schlechten Luther-Übersetzung :D
Wichtig ist auch die Formulieren "ohne Werke des Gesetzes". Diese sehe ich auf viele AT-Gesetze bezogen. Es steht nicht, Werke, sondern Werke des Gesetzes.
Ebenfalls sagt Jesus, daß auch nicht ein Strichlein vom Gesetz (Lukas 16,17) fallen wird.
Ebenso steht in Jakobus:

So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein. Jak 2:24

Es gibt also eine Rechtfertigung aus Werken, die ABER nicht der Werken wegen gilt, sondern wie Du schon geschrieben hast eine natürliche Folge des Glaubens ist. So ist der Glaube ohne Werke auch tot. (Jak 2,17) Das eine läßt sich nicht vom anderen trennen. Eine pure Gesetzlichkeit ist freilich Unsinn.

Liebe Grüße
Michael

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #20 am: 20 Oktober 2007, 17:29:10 »
Hi Nicole und Nikodemus,

"jede Sünde trennt von Gott" - aber nicht im der Form des Abfalls. "Normale" Sünden belasten natürlich die Beziehung zu Gott und das kann auch kein Dauerzustand sein. Jemand der bewußt in Sünde lebt, und nicht Buße tun will oder kann, der kann schnell lau werden oder sich auf dem Weg des Abfalls begeben.

Dieses saduzäisch konstruierte Konstrukt mit der Entrückung mach wenig Sinn. Die Bibel sagt ja klar, wer wie abfallen kann und dann braucht man über Sünden, sie 1e Sekunde vor der Entrückung nicht vergeben sind, sich keine Gedanken machen.

Hebr 6,4ff beschreibt den Wiedergeboren, der abgefallen ist. Hier geht es nicht um einmalige oder "Dauersünden", sondern um den letztendlichen Abfall.

Zitat
Spricht die Bibel davon, dass man zweimal oder öfter wiedregbeoren werden kann, also immer wieder nach einem Abfall?
Steht doch alles in Hebr 6,4ff geschrieben - Nein - unmöglich.

Zitat
Ist ein Abfall schon eine Sünde zum Tod? Kann diese dann also wirklich nicht mehr vergeben werden?
Ob es nun "eine Sünde zum Tod" ist weiß ich nicht. Abgefallen ist abgefallen, für so jemanden gibt es ohnehin keine Möglichkeit mehr der Buße. Ich denke schon, daß es auch die "Sünde zum Tod" sein kann, den für so jemanden macht es auch keinen Sinn mehr zu beten. In dieser Reihe sehe ich auch die Sünde gegen den Heiligen Geist.

Zitat
Wenn nicht, wäre doch auch Abfall wieder vergebbar, denn ALLE SÜNDE wird bei aufrichtiger Buße vergeben außer DIE SÜNDE ZUM TOD und somit würde sich doch Hebräer 6 in wohlwollen auflösen, oder ?
Das sagts Du. Du kannst aus 1. Joh 5,16 nicht konstruieren, daß ALLE SÜNDE bei einer aufrichten Buße vergeben wird. Nach einem Abfall nützt auch keine Buße etwas:

Hebr 12,16-17   dass nicht jemand ein Unzüchtiger oder ein gottloser Mensch sei wie Esau, der um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte. Denn ihr wisst, dass er nachher verworfen wurde, als er den Segen erben wollte, denn obgleich er ihn unter Tränen suchte, fand er keinen Raum zur Buße.

Liebe Grüße
Michael

Sarah

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #21 am: 20 Oktober 2007, 18:27:42 »
Im Grunde geht es doch bei dieser ganzen "Problematik" Gesetz und Gnade oder "Glaube und Werke" darum, dass Gott uns aufzeigen will, dass wir es aus menschlicher und eigener Kraft niemals schaffen können, IHM zu gefallen.

[doch] weil wir erkannt haben, dass der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, so sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden und nicht aus Werken des Gesetzes, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch gerechtfertigt wird. (Gal 2,16)

Wir sind alle miteinander auf das Erlösungswerk von Jesus angewiesen und haben nichts vorzuweisen, da wir alle Sünder sind und somit nicht vor IHM bestehen können.

Wenn man nun den Fokus auf (nur) die Werke legt, kommt eine pharisäerhafte Gesetzlichkeit und Selbstgerechtigkeit auf, die Andere verurteilt aber die von Gott selbst scharf verurteilt wird.

Ich verwerfe die Gande Gottes nicht; denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben (Gal 2,21)

Wenn Jesus wirklich unser ein und alles im Leben ist, so werden wir diese Werke aus Liebe automatisch tun bzw. werden wir in den Werken wandeln, die Jesus in uns wirkt. Dies ist dann echt und nicht aufgesetzt und vorallem gibt man dann Jesus die Ehre und nicht sich selbst, indem man vermeintlich meint, man sei so toll.

Daher sollte es einzig darum gehen, wirklich Jesus von Herzen nachzufolgen.

(siehe das schöne Zeugnis von Elishua in dem Thread "verleugnen oder bekennen")
« Letzte Änderung: 20 Oktober 2007, 18:34:44 von Sarah »

Elishua

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #22 am: 20 Oktober 2007, 18:30:07 »
Um was für Werke geht es? Es gibt soviel an Werke die man tun kann, gute und schlechte!

Es können Gläubige verfehlen, und nicht Glaubige können gewinnen!
Ein Gläubiger kann gebeten werden von einem Gläubigen ihm zu helfen! Der Gläubige tut es  nicht  Ein nicht Gläubiger tut es! Wer hat den Lohn?

Erkennst du  -  alle deine Sünden, die noch in dir sind?
Angenommen du tust eine Sünde und weiß aber nicht, daß du eine Sünde tust, z.B. du lästerst über andere und weißt aber nicht, daß dies Sünde - böse Werke sind. Dann ist dir verziehen - denn du wusstest nicht was du tust!

Wenn du erkannt hast, daß dies Vater nicht für gut heißt und du es bereust hast, dann hat es Vater dir verziehen! Tust du es wieder, weißt aber das das Sünde ist, dann hast du keinen Lohn - bereust du es wieder - Nur wie oft darf ich dies tun. Habe ich immer Freiheit zu sündigen???

Ich bitte Vater immer wieder, bitte, falls noch was sündiges in mir ist und erkenne es nicht das ich was ich tue in deinen Augen Sünde ist, dann laß es mich erkennen und nimm diese Sünde von mir!

Wenn man wirklich in IHM ist und eins mit IHM, dann wird keine Sünde mehr sein!

Wir kennen alle die 10 Gebote wo es heißt "Du sollst....heißt es da, richtig ist aber "Du wirst.... nicht lügen,....

Wenn wir mit IHM sind und uns ganz IHM hingeben, dann können wir nicht mehr sündigen! Wenn nicht, dann werden wir ....

Es geht um seine Werke, die ER durch uns tun möchte und tun will - nicht um unsere eigenen - fleischlichen Werke!


Rö. 4,4 Dem aber, der Werke tut, wird der Lohn nicht angerechnet nach Gnade, sondern nach Schuldigkeit.

Und hier kann man sich versündigen indem ich Werke tue, die nicht im Willen des Vaters sind!


Erkenne ich die Werke, die ich tue, sind diese Werke gute oder schlechte Werke! Wenn man Werke tut -was für Werke tut man? Tut man diese, um sich selbst zu rühmen und den Menschen zu gefallen. Oder tue ich Werke, die der Vater beauftrag hat! Für wen tue ich dies. Bin ich gehorsam IHM gegenüber!

Jak. 2,26 Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

Titus 1,16 Sie geben vor, Gott zu kennen, aber in den Werken verleugnen sie ihn und sind abscheulich und ungehorsam und zu jedem guten Werk unbewährt.

Joh. 14,12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.

Mt. 5, 16 So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.

Ihr lieben, da kann mehr noch mehr forschen, es ist auch ein schwieriges Thema, denn die Bibel ist voll von Bibelstellen wo Werke und Sünde vorkommen.





Offline Roland

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Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #23 am: 20 Oktober 2007, 20:21:29 »
Hallo Michael,

Zitat
ich würde das "allein durch den Glauben" nicht so locker sehen.
Dies ist nicht meine Absicht, denn ich habe geschrieben:

Allein durch den Glauben (Röm. 3,20f.28; 4,5f; Gal. 2,16; Eph. 2,8f; 2. Tim. 1,9), der in der Liebe tätig ist (Gal. 5,6) wird die Gerechtigkeit, die vor GOTT gilt, offenbar. Das "Fleisch" kann seinem Wesen nach die Forderung GOTTES im Gesetz nicht erfüllen (Röm. 7,22-25;  8,1-8). Darum sind alle "Werke" selbst einer tadellosen "Gesetzeserfüllung" dennoch nichts vor Gott (Phil. 3,3-9). Es sind tote Werke (Hebr. 6,1; 9,14).

Das heißt, dass wir allein (nur) durch den Glauben errettet werden, der in der Liebe tätig ist. Werke haben also primär nichts mit unserer Errettung zu tun. Sie sind jedoch ein Parameter, ob wir einen toten oder lebendigen Glauben haben.

Deshalb finde ich die Formulierung, dass wir allein durch Glauben errettet werden, gut - auch wenn Luther diese Tatsache für seine Zwecke missbraucht hat.

Shalom
Roland
« Letzte Änderung: 20 Oktober 2007, 20:23:31 von Roland »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #24 am: 20 Oktober 2007, 22:59:34 »
Hallo Roland,

für wen ist das "errettet"  über was wir reden zutreffend ?

- der Sünder der sich bekehrt ?
- der Bekehrte der zu den Überwindern zählt ?


Grüße
Michael

nikodemus

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #25 am: 20 Oktober 2007, 23:54:22 »
Zitat
Im Grunde geht es doch bei dieser ganzen "Problematik" Gesetz und Gnade oder "Glaube und Werke" darum, dass Gott uns aufzeigen will, dass wir es aus menschlicher und eigener Kraft niemals schaffen können, IHM zu gefallen.

[doch] weil wir erkannt haben, dass der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, so sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden und nicht aus Werken des Gesetzes, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch gerechtfertigt wird. (Gal 2,16)

Wir sind alle miteinander auf das Erlösungswerk von Jesus angewiesen und haben nichts vorzuweisen, da wir alle Sünder sind und somit nicht vor IHM bestehen können.

Wenn man nun den Fokus auf (nur) die Werke legt, kommt eine pharisäerhafte Gesetzlichkeit und Selbstgerechtigkeit auf, die Andere verurteilt aber die von Gott selbst scharf verurteilt wird.

Ich verwerfe die Gande Gottes nicht; denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben (Gal 2,21)

Wenn Jesus wirklich unser ein und alles im Leben ist, so werden wir diese Werke aus Liebe automatisch tun bzw. werden wir in den Werken wandeln, die Jesus in uns wirkt. Dies ist dann echt und nicht aufgesetzt und vorallem gibt man dann Jesus die Ehre und nicht sich selbst, indem man vermeintlich meint, man sei so toll.

Daher sollte es einzig darum gehen, wirklich Jesus von Herzen nachzufolgen.
ZITAT ENDE
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Daher sehe ich aus dem gesammten heraus, dass einer der am Ende zu den Abgefallenen zählt, garkein Wiedergeborener gewesen sein kann, sondern er war nur nach dem Namen nach Christ, wie es heute davon genug gibt.
Jemand der Christus erkannt hat, will (kann) demnach nicht mehr weg. Daher bezieht sich Hebräer 6 nicht an die echten Gläubigen sondern denen die nur eine äußere Form von Gottseligkeit besaßen. Der Hebräerbrief, wie schon der Name sagt, ist an Juden gerichtet. Die Absicht des Briefes ist es, dem Schatten des Alten Bundes, das Bessere, Vorzüglichere, Vollkommenere gegenüberzustellen: Christus! Darum redet der Schreiber in Kapitel 6 von einem "Anfang", das waren die Schatten, welche auf Christus hinwiesen, aber dieser war ja nun gekommen, so dass die Schatten keinen Wert mehr hatten. Auch die Stelle in Hebräer 10 warnt nun gewisse Juden, welche äußerlich sich dem Christentum zugewandt hatten, sich wieder zum Judentum zurückzuwenden, weil sie sich dann wieder mit den Feinden des Herrn einsmachen und die Wahrheit, welche sie gehört hatten, verleugnen würden.

Ich finde es daher Seelenmord zu behaupten, dass ein Wiedergeborener aufgrund eines Abfalls nicht mehr die Möglichkeit zur Buße hat, denn das kann manche echt verunsichern und in manche psychosen führen, denn so manch einer den ich kenne hat aufgrund langen ungehorsams geglaubt, dass keine Buße nun mehr möglich ist, denn sie sahen sich als Abgefallene. Einer davon hat sich immer noch nicht davon erholt, von dieser Dämonischen Lehre.Erstaunlich ist auch, dass gerade Sekten mit soetwas drohen, damit sie Ihre Schäfchen bei der Stange halten. Kenne das. War selber bis vor kurzem 3jahrzehnte von Baby an Mitglied einer Sekte, der Neuapostolischen Kirche.

Samen fiel auf Felsen, aber so manch einer FASSTE die WURZEL NICHT.
Zitat
Mt 3,6 Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es.
Mt 13,21 aber er hat keine Wurzel in sich, sondern er ist wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so fällt er gleich ab.
Mk 4,6 Als nun die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es.
Mk 4,17 aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so fallen sie sogleich ab.
Lk 8,13 Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Doch sie haben keine Wurzel; eine Zeit lang glauben sie und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab.

Der Verfall ist doch deutlich zu sehen. Es hat sich eine christlich religiöse Welt , gerade hier in Europa, aufgetan. Das Evangelium wurde zur Religion, beginnend mit dem damaligen katholischen System. Und heute fragt selbst ein Mensch der in einem christlichen religiösen Land lebt, der sogar vielleicht als Baby getauft wurde, nicht mehr nach der Wahrheit, nach dem Evangelium. Ein weiterer Abfall. Daher wird es auch keine Erweckungsbewegung mehr geben, sowie die Charismatiker und Pfingstler anprangern.Die Bibel spricht vom absoluten Abfall, der aber nicht Wiedergeborenen gilt. Das Kind Gottes hat ja die Wurzel.

Manche Menschen kommen nur mit verwässerten Evangelium in Kontakt. Siehe auch solche Organisationen wie "PRO CHRIST" . Das sind diese die auf dem Felsen sind Lk 8,13 Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Doch sie haben keine Wurzel; eine Zeit lang glauben sie und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab.

Mehr ist dem nun wirklich nichts hinzuzufügen.

Ich schliesse mich nur noch mit den Worten Paulus an:
1Joh 4,1 Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen.

AMEN
« Letzte Änderung: 20 Oktober 2007, 23:59:17 von nikodemus »

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #26 am: 21 Oktober 2007, 07:53:09 »
Hallo Nikodemus,

lese die Bibel doch wie ein Kind und versuche sie ohne theologische Filter zu verstehen. Hebr 6 oder zig andere Stellen beziehen sich auf wirklich Wiedergeborene! Und nicht nur das, Jesus wird auch die lauen ausspeien - die LAUEN - nicht nur welche die "spektakulär" abefallen sind.

Ich kann Dich verstehen, wenn Du auf Fälle verweist, in denen Mißbraucht mit Bibelstellen betrieben wird und die Menschen unnötig ein Joch aufgebunden wird. So wird leider aber oft argumentiert. Es werden saduzäische Fälle konstruiert, Geschichten herangezogen etc etc um DAMIT dann das Wort Gottes auszulegen.
Aber Die Bibel spricht selbst und ist immer höher als unsere Erfahrung. Wir dürfen von unseren Beobachtungen keine Lehren ableiten. Letztlich ist die Bibel Gottes Wort.

Hebr 6 spricht nun mal davon, daß ein weiteres Opfer unmöglich ist. Würde man die Stelle auf einen nicht Wiedergeborenen beziehen, dann wäre ja das noch viel schlimmer. Dann hätte ja jemand, der noch nie wiedergeboren war, nicht mehr die Möglichkeit das Opfer Jesus anzunehmen.

@all

Bei allem sollte man bedenken was der Herr Jesus gesagt hat:

Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen! Mat 7:22-23


Gerade die Gesetzlosigkeit ist es, die vom Reich Gottes ausschließt!

Liebe Grüße
Michael

Sarah

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #27 am: 21 Oktober 2007, 10:00:22 »
Ich glaube man muss zwischen endgültigem Abfall und "vorübergehender" (hoffentlich vorübergehend!) Sünde im Leben differenzieren.

Dazu ein praktisches Beispiel aus meinem nächsten Umfeld:

Eine mir sehr nahestehende Person hat sich vor vielen Jahren ganz bewußt von Jesus und dem Evangelium abgewandt, diese Person hat dies klar ausgedrückt (es sei alles nur ein Märchen), ist bewußt in Sünde gefallen (hat die Sünde regelrecht gesucht), hat den Glauben und Jesus und sein Erlösungswerk bewußt abgelehnt und sogar darüber gespottet.

Diese Person hatte sich Jahre zuvor "bekehrt" aber diese "Bekehrung" war keine echte Bekehrung (wobei ich natürlich nicht ins Herz sehen kann - vielleicht war diese anfangs doch echt), denn es fand keine nach außen hin sichtbare Herzensumkehr statt, die Person war äußerlich zwar in Gemeinden und hat sich äußerlich zu Jesus bekannt - aber ich sehe es im Nachhinein als Mitläufertum und Schauspielerei an und dies kann man eben nur eine begrenzte Zeit aufrechterhalten. In dieser Zeit des angeblich "bekehrt seins" wurden alte Sünden nicht aus dem Wege geräumt bzw. weiter betrieben und im Grunde lebte diese Person ein schreckliches Doppelleben.

Ich bin überzeugt davon, dass diese Person abgefallen ist und nicht mehr zu einer neuerlichen Buße erneuert werden kann und habe es schon lange nicht mehr auf dem Herzen für diese Person zu beten. Es ist ein Mensch aus meiner eigenen Familie und daher weiß ich sehr genau wovon ich spreche!

Fazit:
Ich weiß nicht, ob man sagen sollte, dass jede, sagen wir mal "vorübergehende" Sünde oder ein vorübergehendes Entfernen von Jesus bereits als Abfall einzustufen ist. Man muss auf das Ende sehen. Natürlich wird die Gemeinschaft mit Jesus durch Sünde im Leben gestört - aber wenn diese Sünde doch erkannt wird und dann gelassen wird und man von Herzen um Vergebung dafür bittet, so kann man wieder in die Gemeinschaft mit Jesus zurückgeführt werden. Oftmals ist auch gerade dies notwendig im Leben eines Menschen, um ihm klar vor Augen zu führen, WAS Vergebung eigentlich bedeutet (wem viel vergeben ist der liebt auch viel) und vielleicht wird dann gerade DIESER Menschen ein so hingegebener Christ (wie er es vorher nie war) und Nachfolger Jesu, da er nun auch mit dem Herzen erfassen kann, welch eine große Bedeutung und Gnade das Erlösungswerk von Jesus ist.

Ich glaube, dass ein Abgefallener, obwohl er die Wahrheit kennt, sich wissentlich und mit voller Absicht von dieser Wahrheit und von Jesus abwendet. Er lehnt Jesus und sein Erlösungswerk völlig ab und tritt das Evangelium mit Füssen. Bei solch einem Menschen ist es unmöglich, diesen wieder zur Buße zu erneuern.....da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen! (Hebr 6,6)
« Letzte Änderung: 21 Oktober 2007, 10:16:44 von Sarah »

Offline Roland

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    • Hauszellengemeinde
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #28 am: 21 Oktober 2007, 13:56:34 »
Hallo Michael,

Zitat
für wen ist das "errettet"  über was wir reden zutreffend ?
- der Sünder der sich bekehrt ?
- der Bekehrte der zu den Überwindern zählt ?

Ich habe den Begriff "errettet" für wiedergeborene Christen benutzt, die bis zum Ende beim HERRN JESUS bleiben, d. h. sich nicht bewusst vom HERRN absagen (Apostasie).

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #29 am: 21 Oktober 2007, 15:19:08 »
Hallo Roland,


Zitat
Ich habe den Begriff "errettet" für wiedergeborene Christen benutzt, die bis zum Ende beim HERRN JESUS bleiben, d. h. sich nicht bewusst vom HERRN absagen (Apostasie).

Aber dann verwechselst Du etwas. Man wird als Sünder von seinen sündigen Zustand ohne eigenes Zutun und ohne eigenen Verdienst errettet. Das ist aber nur der erste Schritt. Um Verwirrung von "errettet" und "errettet" vorzubeugen würde ich den Begriff "Vollendung" als den Zustand einführen, den wir erlangen, wenn wir letzendlich im Himmel sind.

Die Vollendung "allein aus Glaube" ist ja ein reformatorischer Trugschluß. Wie gesagt ist es die Theologie von Prof. Luther, die ihren Anfang beim Irrlehrer Augustinus nahm.
Jesus und die Bibel lehren anders. Auch an der Kritik Jesu an den Gemeinden (Offenb 2 + 3) sieht man den Stellenwert echter Werke und wie diese mit einem gesunden Glauben zusammenhängen.

Man lese auch den Jakobus Brief!

Die Vollendung wird man nicht mit einem toten Glauben erlangen, der keine Werke vorzuweisen hat. Die Werke sind die Rechtfertigung für einen gesunden Glauben, bzw die natürliche Folge von einem gesunden Glauben. So wie ein Glaube ohne Werke stets tot ist.

Ich will nun nicht den Werke mehr zumessen als sie es verdient hätten, kann das "allein aus Glauben" aber nicht so stehen lassen. Damit wägt man sich in falscher Sicherheit, stellt seine Werke nicht in Frage, bzw tut auch keine Werke, und letztlich hat manch einer schon einen toten Glauben und merkt es nicht, da er meint er bräuchte keine Werke mehr.


Liebe Grüße
Michael