Autor Thema: WOLFF im Schafspelz  (Gelesen 2889 mal)

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Offline TJS

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WOLFF im Schafspelz
« am: 05 Juli 2007, 14:53:16 »
.

In einer Mailingliste fand ich heute folgenden Beitrag:

>> Die hessische Kultusministerin Karin
>> Wolff meint, es gebe eine "erstaunliche
>> Übereinstimmung" zwischen der Erzählung
>> von den sieben Schöpfungstagen und der
>> wissenschaftlichen Theorie.

 
 
Zitat von: Alexander vom Stein
Liebe Forumsteilnehmer,

Mancher reibt sich vielleicht verwundert die Augen, wenn ihm in den den letzten Tagen in verschiedenen Medien die Aussage begegnet:  "Es gibt eine erstaunliche Übereinstimmung zwischen der Erzählung der sieben Schöpfungstage und der wissenschaftlichen Evolutionstheorie".                   
                                                                                 
Vergleichen wir die beiden "Erzählungen" (also biblische Schöpfungstage und Evolutionstheorie [ET]) miteinander, so stellen wir folgendes fest:         
                                                                                 
 * Während in der ET davon ausgegangen wird, dass alle Vorgänge auf natürliche und erforschbare Ursachen zurückgehen, zeigt uns die Bibel das direkte Handeln Gottes.                                                                         
                                                                                 
 * Während sich in der ET nach verschiedenen Phasen einer langen kosmischen Evolution zunächst die Galaxien (unsere Milchstraße ist bei weitem nicht die "älteste") mit ihren Sternen bildeten und viel später Planeten und Monde aus "Protoplanetaren Scheiben" hervorgingen ist in der Bibel zunächst nur von der Erde die Rede. Sonne Mond und Sterne werden erst am 4. Tag (nachdem es schon Leben auf der Erde gibt) gemacht und "an die Ausdehnung des Himmels gesetzt".         
                                                                                 
 * Nach der ET wird die Erde von Anfang an durch die Sonne beschienen und ist zunächst eine glutflüssige Feuekugel, die nach langer Zeit soweit abkühlt, dass sich eine feste Erdkruste bildet und Wasser sich in den Senken sammeln kann. Nach der Bibel war die Erde zuerst dunkel und von Wasser bedeckt, es gab noch kein Festland.                                                                       
                                                                                 
 * Nach der ET entsteht das Leben im Wasser und erobert erst nach langer Zeit das Festland. "Höhere" Landpflanzen (z.B. Fruchtbäume) entstehen lange nach den ersten Landtieren. Nach der Bibel wird zuerst das Trockene begrünt. Alle Pflanzentypen treten gleichzeitig auf, vor allen Tieren.                   
                                                                                 
 * Nach der ET gehen alle Lebewesen auf einen gemeinsamen Ursprung zurück und  stammen voneinander ab. Nach der Bibel schuf Gott alle Lebewesen "nach ihrer Art" (in der genannten Reihenfolge könnten sie auch biologisch gesehen nicht voneinander abstammen).                                                         
                                                                                 
 * Nach der ET sind alle frühen Lebewesen Wassertiere, erst nach langer Zeit wird das Festland erobert und nach einer weiteren langen Periode treten die ersten Vögel auf. Manche Wasserlebewesen (z.B. Meeresssäuger treten erst ganz am Ende auf).
In der Bibel treten alle Typen von Wasserlebewesen und Vögeln gemeinsam auf, vor den Landtieren.                                             
                                                                                 
 * Nach der ET ist die Entstehung des Menschen aus dem Tierreich ein langer Prozess, der sich in vielen Generationen und Populationen vollzieht. Alle kulturellen Errungenschaften (Sprache, Moral und Ethik, Religion, Ehe) werden darin sukzessive erworben.
In der Bibel werden uns dagegen nur zwei Menschen vorgestellt, die von Beginn an sprechen, verantwortlich handeln können und ihren Schöpfer kennen.
 
* In der Bibel wird uns der Mensch anfänglich in einem Zustand der Unschuld vorgestellt, in Harmonie mit der Schöpfung. In der ET wird dagegen angenommen, dass der Mensch zum Menschen wurde in dem er ums Überleben kämpfte und sich in einer harten und feindlichen Umwelt erfolgreich behauptete.
 
* Wenn nicht nur die sieben Schöpfungstage, sondern auch die weiteren biblischen Berichte mit den Annahmen der ET verglichen werden, zeigen sich viele weitere Gegensätze, die unüberbrückbar sind.                                               
                                                                                 
Auch die Journalisten wissen um die vielfältigen Widersprüche zwischen biblischer Schöpfungslehre und der modernen Evolutionstheorie. Auf ihre Nachfrage hin: "Ja, worin besteht dann die erstaunliche Übereinstimmung"?, führte sie aus, die Sieben-Tage-Erzählung sei allerdings kein naturwissenschaftlicher Abriss, vielmehr werde das Verhältnis von Gott und Mensch sowie der Menschen untereinander aufgezeigt.
 
Gerade das ist jedoch nicht Thema der Naturwissenschaften. Von "erstaunlicher Übereinstimmung" kann daher keine Rede sein. Der Schuss ging nach hinten los.
 
Wenn Frau Wolff von "Schöpfungslehre" spricht, meint sie damit Evolutionstheorie hinter der ein Gott vermutet wird. Die Bibel bezeichnet sie zwar als "eine Art Koordinatensystem für mein Leben" aber als bekennende Homosexuelle scheint sie mit diesen Koordinaten nicht zurechtzukommen.

Hier noch weitere Links zur Berichterstattung über Wolffs Bekenntnis zur Sodomie (= Homo-Unzucht) (siehe auch HNA-online, FAZ-NET u.a.).

« Letzte Änderung: 05 Juli 2007, 18:09:15 von TJS »
Die Summe DEINES Wortes ist Wahrheit,
und jedes Recht DEINER Gerechtigkeit bleibt ewig.
Psalm 119:160

offenbarung3-16

  • Gast
Re: WOLFF im Schafspelz
« Antwort #1 am: 05 Juli 2007, 18:36:20 »
Hm - "sieben Schöpfungstage". Nun weis doch jedes Kind, daß es sechs und nicht sieben Tage waren.

Naja - also das ist eher ein Elefant im Schafspelz statt eines Wolfes. Ein echter Wolf im Schafspelz würde zumindest ein paar Bibelverse zitieren.

Wo warst Du so lange Thomas ?

brüderliche Grüße
Michael