Autor Thema: China: Vor Olympiade weniger Druck auf Christen  (Gelesen 2412 mal)

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Offline Roland

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China: Vor Olympiade weniger Druck auf Christen
« am: 02 Juni 2007, 16:17:21 »
M e i n e r z h a g e n (idea) – Im Vorfeld der Olympischen Spiele im August 2008 in Peking lässt der Druck der kommunistischen Behörden auf die Christen im Land nach. Diesen Eindruck hat der evangelikale Verleger Wolfgang Bühne (Meinerzhagen) bei einer China-Reise gewonnen. Wie er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, sei diese Entwicklung überall zu spüren.

In den Großstädten gebe es für Christen größere Freiheiten als auf dem Land. Vor allem Akademiker wendeten sich verstärkt dem christlichen Glauben zu. Die Gemeinden erlebten ein riesiges Wachstum. Er verwies auf eine Gemeinde in Wenzhou, die allein in diesem Jahr 300 Personen getauft habe. Vor allem der glaubwürdige Lebensstil der Christen wirke missionarisch. Aus den Gemeinden sei ihm mitgeteilt worden, dass ein „mäßiger Druck der Behörden auf die Christen sich sehr gesund auf das Gemeindewachstum“ auswirke. Gäbe es völlige Freiheit, bestünde die Gefahr, dass auch viele Christen vom wachsenden Materialismus angesteckt würden.


„Jesus unser Schicksal“ auf Chinesisch

Bühne hilft vor allem den Angehörigen der Untergrundkirchen in ihrer publizistischen Arbeit. Zahlreiche evangelikale Bücher sind durch seine Vermittlung auf Chinesisch erschienen. Dabei kooperiere man auch mit säkularen Druckereien. Startauflagen von 10.000 bis 20.000 Exemplaren seien üblich. Im Schneeballsystem würden diese Bücher dann von einzelnen Christen fotokopiert und weiter verteilt, so dass niemand wisse, wie hoch die Auflage wirklich sei. Derzeit arbeite man daran, den Bestseller des deutschen Theologen Wilhelm Busch (1897-1966) „Jesus unser Schicksal“ auf Chinesisch erscheinen zu lassen.


Warnung vor Scharlatanen

Bühne ist von der Notwendigkeit der Literaturarbeit in China überzeugt. Andersfalls bestehe die Gefahr, dass noch nicht im Glauben gefestigte Christen Scharlatanen zum Opfer fielen. Zur Begründung verwies er auf einen Besuch in der Gemeinde von Samuel Lamb, der über 21 Jahre wegen seines Glaubens im Gefängnis saß. Der inzwischen 83-jährige Pastor predigt an jedem Sonntag vier Mal, weil das Haus seiner Gemeinde nur jeweils etwa 400 Besuchern Platz biete. Lamb habe ihm gegenüber ausdrücklich vor dem 2002 erschienenen Buch „The Heavenly Man“ (auf Deutsch: Der Himmelsbürger) gewarnt. Ein sich „Mr. Yun“ nennender Autor sei, anders als er behauptet, nie ein Anführer der chinesischen Christen gewesen. Seine vermeintlichen Glaubenserfahrungen seien stark übertrieben oder völlig erfunden. So will Yun 74 Tage lang gefastet haben und mit Gottes Führung auf dem Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses geflohen sein. Laut Bühne haben die meisten staatlich nicht registrierten Kirchen, von denen sich viele im Geheimen versammeln, ein baptistisches oder presbyterianisches Gemeindeverständnis, ohne sich aber als Denomination zu verstehen. Staatlichen Angaben zufolge gibt es unter den 1,3 Milliarden Chinesen etwa 130 Millionen Christen. Die meisten versammeln sich in staatlich nicht anerkannten Hauskirchen, weil sie sich nicht der Kontrolle des Regimes unterwerfen wollen. Die staatlich sanktionierte protestantische Drei-Selbst-Bewegung hat nach offiziellen Angaben 18 Millionen Mitglieder. Von den etwa 20 Millionen Katholiken gehören rund sechs Millionen regimetreuen Kirchen an. Außerdem leben in der Volksrepublik rund 100 Millionen Buddhisten, 30 Millionen Taoisten und 20 Millionen Muslime.

Quelle: www.idea.de

Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!