Autor Thema: Landeskirche wirft Pfarrer bekenntniswidrige Lehre vor  (Gelesen 2508 mal)

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Offline Roland

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Landeskirche wirft Pfarrer bekenntniswidrige Lehre vor
« am: 13 April 2007, 19:00:16 »
M ü n c h e n (idea) – Das hat es in der bayerischen Landeskirche lange nicht gegeben: Die Kirchenleitung wirft einem Pfarrer vor, eine Theologie im Widerspruch zur Bibel und zu den evangelischen Bekenntnissen zu vertreten. Der Gescholtene heißt Claus Petersen, ist promovierter Alttestamentler, Pfarrer in Nürnberg und Sprecher der ökumenischen Initiative „Reich Gottes – jetzt“.
Petersen vertritt die Ansicht, dass es im Neuen Testament nach Erkenntnissen der historisch-kritischen Forschung nur 21 Sätze gibt, die tatsächlich von Jesus Christus stammen. Alles andere sei später beigefügt worden – unter anderem die theologischen Deutungen des Apostels Paulus. Es habe daher für Christen keine Verbindlichkeit. Petersens Sichtweise hat weit reichende Konsequenzen. So lehnt er es ab, im Kreuzestod Jesu ein Heilshandeln Gottes zu erkennen. Deshalb feiert Petersen auch nicht das Abendmahl mit den in der Kirche verbindlichen Einsetzungsworten, sondern hat einen eigenen Text entworfen. Darüber hinaus widerspricht er den Vorstellungen von einem Jenseits und einem zukünftigen Reich Gottes. Seiner Ansicht nach hat Jesus nur vom Reich Gottes im Diesseits gesprochen.

„Verkürzung des Evangeliums“
In ungewöhnlich scharfer Form hat jetzt die Personaldezernentin der Landeskirche, Oberkirchenrätin Dorothea Greiner (München), zu Petersens Theologie Stellung genommen. Es handele sich um eine „nicht hinnehmbare Verkürzung des Evangeliums“, schreibt sie in den landeskirchlichen „Nachrichten“ (München). Nach mehreren Gesprächen zwischen Petersen und dem Landeskirchenrat sei der Dissens überdeutlich. Frau Greiner erinnert daran, dass Protestanten die ganze Heilige Schrift als Norm anzuerkennen hätten. Durch die Reduzierung auf 21 Jesus-Worte „wird hier nicht die Schrift, sondern eine wissenschaftliche Methode ... normativ“, kritisiert sie. Unverzichtbar sei es auch, das Leiden und Sterben Jesu Christi als Handeln für seine Gemeinde zu begreifen. Darüber hinaus bestehe die christliche Hoffnung nicht nur in einer Verlängerung des Gegenwärtigen, sondern auch in der Aussicht auf das kommende Reich Gottes. Außerdem könne bei der Feier des Abendmahls nicht auf die Einsetzungsworte verzichtet werden. „Ohne Abendmahlsworte kein Abendmahl“, so Frau Greiner.

Lehrzuchtverfahren unwahrscheinlich
Unklar bleibt, wie die Landeskirche den seit Jahren schwelenden Konflikt lösen will. Nach Angaben von Pressesprecher Johannes Minkus (München) soll die theologische Auseinandersetzung, die bislang vertraulich geführt wurde, nun in der Öffentlichkeit stattfinden. Ein Lehrzuchtverfahren, das kirchenrechtlich möglich ist, hält Minkus aber für unwahrscheinlich. „Ich glaube nicht, dass es dazu kommen wird“, sagte er gegenüber idea.

Quelle: http://www.idea.de/index.php?id=355&tx_ttnews[tt_news]=52929&tx_ttnews[backPid]=368&cHash=5c7fe4a76f

Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

offenbarung3-16

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Re: Landeskirche wirft Pfarrer bekenntniswidrige Lehre vor
« Antwort #1 am: 13 April 2007, 20:42:27 »
Blinde Blindenführer.