Autor Thema: Blicke auf Jesus  (Gelesen 1386 mal)

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Offline Jose

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Blicke auf Jesus
« am: 30 Juli 2016, 22:02:08 »
So Sehr hat Gott die Welt geliebt, so lesen wir in Johannes 3,16, und diese Liebe Gottes finden wir auch im AT sehr oft offenbart. Wir haben es mit einem GOTT zu tun!

Die Eherne Schlange
Bei der Begebenheit mit der ehernen Schlange wurde mir die große und unergründliche Liebe Gottes erneut so bewusst, weil ER, der doch der Heilige und Gerechte ist, so viel Geduld und Langmut aufbringt für das murrende Volk israel.

Das Volk hatte sich wieder einmal gegen Gott und gegen Mose aufgelehnt und gesagt: "Wozu habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Damit wir in der Wüste sterben? Denn es ist kein Brot und kein Wasser da, und unserer Seele ekelt es vor dieser elenden Nahrung" 4.Mose 21,5. So abfällig redeten sie gegen Gott und über das Manna und versündigten sich.

Und was tat Gott? Er vernichtete sie nicht alle zugleich, sondern übte Gericht und züchtigte sie, wenn wir lesen: "Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volk aus Israel" 4.Mose 21,6. Gott will retten, Gott führt aus der Welt heraus und will uns in das verheißene Land bringen, aber auf dem Weg dahin duldet er auch bei Seinen Kindern keine bewusste Sünde und kein Ungehorsam. Daher richtete Gott auch hier.

"Da kam das Volk zu Mose, und sie sagten: Wir haben gesündigt, dass wir gegen den HERRN und gegen dich geredet haben" 4.Mose 21,7. Das Volk erkannte, dass es gesündigt hatte und sie nun einen Fürsprecher benötigten. Und was lesen wir: "Und Mose betete für das Volk". Ich finde es wunderbar, wie dieser Mann sich so oft in den Riss stellte und für das Volk Eintrat, welches immer wieder gegen Gott und gegen ihn sich auflehnte. So dürfen auch wir zu Jesus kommen, wenn wir gesündigt haben und es bereuen. Jesus ist unser Fürsprecher beim Vater, so wie Mose es für das Volk Israel in der Wüste war.

Aber Gott änderte nicht einfach wieder die Situation, sondern wir lesen: "Und der HERR sprach zu Mose: Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben" 4.Mose 21,8. Hier erkenne ich, dass Gott unseren ganz persönlichen Gehorsam erwartet und unser Vertrauen in Seiner Verheißung. Es steht geschrieben: "Jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben".


Blike auf Jesus
Nun sagt Gottes Wort, dass jeder Mensch von Natur aus „gebissen“ ist und diesen Sündengift der Schlange in sich trägt, seit dem Sündenfall. Da gilt es auf Jesus zu blicken und Sein Erlösungswerk am Kreuz im Glauben anzunehmen.

Ich finde es wunderbar, dass Jesus diese Begebenheit mit der ehernen Schlange in der Wüste erwähnte, als Er sagte: "Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe" Joh 3,14-15. Ist jemand ausgespart? Nein, jeder darf zum Kreuz kommen. So sagt es Jesus auch: "Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen" Joh 12,32. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, auf das Kreuz zu blicken.

Will nun jemand behaupten, dass nicht alle dazu aufgerufen sind? Wie war es den in der Wüste beim Volk Israel: Hatten nicht alle die gleiche Chance? Wenn ich die Gesamtaussagen der Bibel betrachte, kann ich nur staunen über die Barmherzigkeit Gottes, der niemand verwirft, der erwählt und zu Sich zieht und keinen Gefallen hat am Tod des Sünders.

Gott hat auch keinen Gefallen daran, wenn die, die ER erwählt hat und aus Ägypten herausgeführt hat, wieder gegen IHN murren und aus der Gnade fallen. So ermahnt Gott durch Seinen Wort: "Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht wurden! Alles dies aber widerfuhr jenen als Vorbild und ist geschrieben worden zur Ermahnung für uns, über die das Ende der Zeitalter gekommen ist" 1.Kor 10,10-11. Wir, als Christen, werden hier ermahnt, damit uns nicht das gleiche widerfährt.

Sollten wir aber doch wieder Sünde und Murren in unser Herz eingelassen haben, so wollen wir darüber ernstlich Buße tun und auf das Kreuz blicken, wo Jesus für uns hing.

Gottes Segen,
José

Offline Jose

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Blicke auf Jesus!
« Antwort #1 am: 03 August 2016, 19:22:41 »
Das Zeugnis Spurgeons über seine Bekehrung passt zu der Überschrift ganz wunderbar.


Endlich, an einem schneeigen Tage - es schneite so stark, daß ich nicht dahin gehen konnte, wohin zu gehen ich beabsichtigt hatte, und ich auf dem Wege halten mußte - (es war ein gesegneter Haltepunkt- für mich), also endlich fand ich eine ziemlich abgelegene Straße, ging durch einen Hof und stand alsbald vor einer kleinen Kapelle. Ich wollte ja irgendwohin zum Gottesdienst gehen, aber diese Kapelle war mir bis dahin unbekannt geblieben. Sie gehörte den Primitiv-Methodisten. Ich hatte schon vielerlei von diesen Leuten gehört, unter anderm, daß sie so laut sängen, daß man Kopfschmerzen davon bekomme. Aber das hielt mich nicht zurück. Ich wollte ja so gern wissen, wie ich selig werden könne, und wenn ihr Gesang mir auch noch soviel Kopfschmerzen verursachen würde, was kümmerte mich das! Ich ging also hinein und setzte mich. Der Gottesdienst begann, aber kein Prediger ließ sich blicken, bis endlich ein sehr hagerer Mann auf die Kanzel kam, die Bibel aufschlug und die Worte las: »Blicket auf mich (deutsch: wendet euch zu mir), so werdet ihr selig, aller Welt Enden' (Jes. 45, 22). Die Augen gerade auf mich richtend, als ob er mein ganzes Herz durchschaut hätte, sagte der Prediger: "Junger Mann, du bist bekümmert!" Nun, das war leider wahr genug. Er fuhr fort: "Du wirst nie aus dem Kummer herauskommen, bis du auf Christus blickst!" Und dann, die Hände emporhebend, rief er, wie nur ein Primitiv-Methodist es kann: "Blicke! Blicke! Blicke! Es heißt nur blicken!!" Da sah ich mit einem Male den Weg des Heils klar vor mir. O, wie hüpfte in diesem Augenblick mein Herz vor Freude! Ich weiß nicht, was er sonst noch sagte; ich nahm wenig Notiz davon, so sehr erfüllte dieser eine Gedanke meine Seele. Es war wie damals, als die eherne Schlange erhöht wurde: die tödlich Gebissenen blickten nur auf und waren geheilt. Ich hatte gewartet, um fünfzigerlei Werke zu verrichten, als ich aber das Wort „Blicke!“ hörte, o, welch ein entzückendes Wort war es mir! O, ich blickte hin, bis ich fast meine Augen hätte ausschauen können, und noch im Himmel will ich in unaussprechlicher Freude weiter blicken.

Ganz lesen…